Und noch mal “Hussa” – Deponia Doomsday (2016)

Genau vor einem Jahr hatten die Little Miss Fangirl aka Little Miss Gamer den 2013 erschienen dritten Teil der Deponia-Trilogie zu ende gespielt. Also wer möchte kann das hier noch einmal nachlesen. Ich werde jetzt auch nicht mehr groß auf die Story eingehen. Also.. eigentlich doch… aber dann nur mit Spoiler.

Also hier kommt er nun der vierte Teil einer Trilogie: DEPONIA DOOMSDAY! Am Anfang des Jahres hatte mich das Erscheinen eines vierten Teils doch ein wenig verwundert. Bzw. erst hatte ich gedacht, das dies einfach nur der Name der Sammlung aller drei Spiele in einer Box ist. Aber es ist wirklich ein neues Spiel! Wieder ist die Spielzeit mit 15 Stunden angegeben. Bei 15 Stunden waren wir auch ungefähr so gelandet. Auf einer Art war es ja schon sehr erfreulich, das wir auch dieses Jahr wieder ein Deponia-Spiel als Sommerurlaubsspiel zur Verfügung hatten. Denn 2014 und 2015 hatten wir die drei Teile gespielt.

Mit dem dritten Teil und besonders mit dem Ende waren wir ja nicht so zufrieden gewesen. Wohl viele andere Spieler auch nicht. Jedenfalls hat man nun also nachgelegt. Das Spiel ist aber nun nicht einfach nur ein alternatives Ende! Und eigentlich schließt es nun auch nicht wirklich am dritten Teil an. Und wieder doch, was im Intro des Spiels für uns eher verwirrend war, entpuppt sich später als “Fortsetzung” nach dem Finale von Teil 3. Dann springen wir aber im Spiel zurück in die Zeit. Wir steigen in die Welt von Rufus quasi dort ein, kurz bevor die Story von DEPONIA angefangen hat. Keine Angst! Es ist kein “Prequel”! Es ist eine Zeitreise-Story! Und somit eigentlich genau das richtige für uns. Denn wir lieben ja bekanntlich Zeitreisegeschichten! Quasi erlebt man die ganze Geschichte um Rufus und Goal nochmals. Und wieder auch nicht. Man hat sich hier eine wirklich gute Zeitreisestory ausgedacht, die zwar nicht immer stimmig ist, aber jeder Zeit Spaß macht. Viel um die Ecke gedacht muss auch wieder werden. Und ein paar knifflige Stellen, wo man nicht so recht weiß, was man eigentlich machen soll gibt es aber leider auch wieder. Gerade im dritten Part hätten wir fast die Flinte ins Korn geworfen. Das war schon sehr verworren.

Dafür gibt es wieder viele schöne Dia- und Monologe mit vielen Referenzen an Buch, Film und Fernsehen und natürlich an die drei Vorgänger. Trotzdem hat man aber eben nicht einfach nur die alten Figuren benutzt, sondern auch neue und interessante hinzugefügt. Ja, es gibt jetzt sogar ein Hotspotanzeige (die teilweise schon sehr hilfreich und nötig ist und die wir bei den ersten drei Teilen vermist hatten). In der Tradition der ersten drei Teile wurde auch die Hardware gehalten. Also Pappklappcover, Poster und Extra-Audio-CD mit Cover.
Erhalten geblieben sind leider die von mir gehassten Actioneinlagen, die sich wie eine nervige Version von DRAGON’S LAIR spielen. Das hat man leider nicht sein gelassen. Aber wahrscheinlich gibt es auch Adventure-Fans die das mögen. Wir gehören nicht dazu und waren auch wieder froh, das man diese nach ein paar ergebnislosen versuchen abbrechen/überspringen konnte.

Nun also wieder Spoiler-Alarm!!!

Das Ende, mit dem die meisten Spieler nach Teil 3 nicht zufrieden waren, ist hier nicht wirklich ein anderes! Ja, echt jetzt! Das wird einen eigentlich schon gleich am Anfang des Spiels gesagt. Das glaubt man natürlich nicht. Die lassen einen doch bestimmt nicht nochmal 15 Stunden spielen um einen wieder Rufus’ Tod und kein Happy End zu präsentieren?! Doch haben sie! Vielleicht ein wenig versönlicher, aber im Prinzip doch. Sie gönnen einen einfach kein Happy End. Und nein, es gibt keine alternativen Enden, die man erspielen kann, wenn man ein paar Dinge vorher anders löst. Das war nach dem Ende unser erster Gedanke gewesen. Aber, nein, nicht einmal das! Das war denn schon ein Downer, der mir die Freude über das gelungene Spiel dann wieder ein wenig vernagelt hat. Ich muss beileibe nicht immer ein Happy End haben. Deswegen wird in meinen Augen ein Spiel nicht besser. EDNA BRICHT AUS hat auch kein Happy End und ich finde es trotzdem genial. Bloß ein trauriges Ende hatten wir doch schon nach Teil 3! Warum denn nun jetzt noch einmal? Nee, das hat mir nun nicht gefallen. Die 15 Stunden vorher waren okay und haben Spaß gemacht, das Ende hat es mir versaut und deswegen bleibe ich dabei, das ich das die Deponia-Reihe wohl nicht noch einmal spielen werde.

Ach und Hussa bekommt man diesmal leider nur einmal am Anfang zu hören…auch schade!

Durchgespielt: Watch_Dogs

Traditionellerweise brauche ich ja sehr lang, um Spiele durchzuspielen. Weshalb das auch nur selten passiert. Mass Effect hat eineinhalb Jahre gedauert, das erste Borderlands fast zwei. In Borderlands 2 bin ich für meine Verhältnisse durchgerannt, aber für einen normalen Gamer sind 5 Monate natürlich eine Ewigkeit.

Bei einigen Spielen tut es mir auch Leid: Max Payne 3 hab ich bei 92% deinstallieren müssen, weil der Savegame-Bug das Spiel nicht mehr zwischengespeichert hat und ich den Schluss nur noch gesehen hätte, wenn ich den noch offenen Rest in einem Zug durchgespielt hätte. Dragon Age Inquisition zerfaserte irgendwann zu einem Brei aus Nebenquests und Beschäftigungstherapie, was mit meiner Spielgeschwindigkeit dazu führt, dass ich das Gefühl habe, überhaupt keinen Fortschritt mehr zu machen. Auch Bioshock hatte so einen viel zu langen, repetitiven Mittelteil, in dem man vier mal hintereinander dasselbe machen musste.

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Der hauptsächliche Grund, warum das bei mir so lange dauert ist, dass ich an bestimmten Stellen ins Stocken gerate. GTA4 hatte gleich im ersten Drittel eine Verfolgungsjagd, die ich einfach nie hinbekommen habe. Die war aber Pflicht, um in dem Spiel überhaupt weiterkommen zu können. Beim Borderland Pre-Sequel stecke ich fest, weil ich für eine Mission einen Abgrund überqueren muss, aber mit dem Mond-Buggy einfach nicht rüberkomme. Auch bei Watchdogs waren es immer Fahr-Missionen, die dafür sorgten, dass ich das Spiel immer wieder mal mehrere Monate liegengelassen habe. Zum Glück gibt es aber nicht viele davon und die für mich schwierigste kam erst nach drei Viertel der Story. Darum blieb ich am Ende doch dran.

Danach ging es eigentlich recht schnell: Gerade mal vier oder fünf Abende später war ich durch.

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Und hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall, ich hab ja schon mal geschrieben, dass ich – im Gegensatz zu vielen Rezensionen von damals – den Protagonisten Ainden Pierce gut spielen kann: Gerade weil er eben nicht der strahlende Held ist sondern eine schwierige moralische Flexibilität an den Tag legt. Weil er eben nicht sympathisch ist, sondern zuweilen ein wirklich blödes Arschloch. Man spielt in solchen Games ja nicht sich selbst sondern eine Rolle. Bei vielen Spielen macht man  es dem Spieler zu leicht, weil der Held cooler, kompetenter und beliebter ist, als man selbst. Hier ist es – bis auf die Hacking- und Fighting-Skills – mal nicht so und alle Zeitschriften, in denen immer gerne die Eintönigkeit und Flachheit von Spielecharakteren bemängelt wird, bemängeln dass Aiden ihnen ja überhaupt nicht sympatisch ist und man sowas ja nicht spielen will.

Was ich auch schon geschrieben hatte war, dass die Story ziemlich Nullachtfünfzehn ist. Das stimmt nur für eine Weile: Die Geschichte wird zur Mitte wesentlich differenzierter und das Ende geht vielen der naheliegenden Klischees, die man vom Beginn vermuten würde, geschickt aus dem Weg.

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Bis auf die seltsame Fahrzeugsteuerung, mit der ich auch bis zum Schluss nie wirklich zurechtgekommen bin, hat wirklich alles, was an Gamemechanik zur Verfügung stand, hervorragend funktioniert.

Auch sehr befriedigend war, dass man es am Ende, komplett geskillt und mit den besten Waffen ausgerüstet, sogar einfacher hatte. Das passte aber auch zur Story, denn man ist ja auch von einer reinen Rachestory in ein unübersichtliches Komplott geraten, das man dann immer mehr aufdröselt und über das man nach und nach die Oberhand gewinnt weil man die Beteiligten herausfindet und die Zusammenhänge erkennt. Da man parallel dazu auch die Skills verbessert und immer kompetenter wird, muss man irgendwann nicht mehr so viele Risiken eingehen sondern kann planvoller vorgehen. Was dazu führt, dass man sich am Ende auch viel mächtiger fühlt als zu Beginn des Spiels.

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Auch Watchdogs hatte allerdings das typische Mitte-des-Spiels-Problem: Es geht interessant los. Man scheucht schnell alle möglichen Gegner auf, trifft interessante Nebenfiguren und baut sich eine Base of Operations in einer alten Fabrik. Ab dann aber wird das Spiel zäh. Das sieht man sogar in der Missionsaufteilung: Der zweite Akt ist viel länger als alle anderen, weil er allein schon aus fast so viele Missionen besteht wie alle vier anderen Akte zusammen. Und die Geschichte geht dabei in ein Schneckentempo. Daher ist dieser Akt auch der, in dem man das Gefühl hat, nur sehr langsam voran zu kommen. Für mich bedeutet das, dass ich in dieser Zeit das Spiel sehr oft über längere Zeiträume liegenlasse – was die Zeit, die man in diesem Akt verbringt natürlich noch länger macht.

Was den zweiten Akt zusätzlich verlangsamt ist, dass das auch noch die Phase ist, in der man die meisten  Nebenquests spielen muss, um das Skill-System zu befüllen, Geld zu verdienen und Equipment zu besorgen. Nicht falsch verstehen, das macht auch wirklich Spaß, vor allem die Gang-Hideouts machen Laune. Aber wenn ausgerechnet dann, wenn man durch mehr Nebenquests zwischen den Story-Missionen längere Pausen hat, die Story zusätzlich auf die Bremse tritt, wird es echt mühselig.

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Sobald man aber dem Ende des zweiten Aktes entgegenkommt, nimmt alles wieder Fahrt auf und der Flow stimmt wieder bis zum Schluss. Es kommen zwar noch ein, zwei Missionen, die nicht wirklich geschickt designed sind: Wahrscheinlich wollte man etwas Abwechslung reinbringen, die vielen freien Gamemechaniken geben das aber nicht so her, weshalb man das nur mit Einschränkungen oder “schummeln” (vor allem in Fahrmissionen schummelt das Spiel generell) hinbekommt. Aber insgesamt hat Watchdogs ab der drittletzten Mission des zweiten Aktes, die als Position für etwa die Hälfte der Story und dreiviertel des Spiels angesehen werden kann, eine durchgehend gute Geschwindigkeit.

Insgesamt als Fazit also: Watchdogs hat mir sehr gut gefallen, die Atmosphäre, die Optik, die Soundkulisse sind top. Die Story hat ihre Schwierigkeiten in der ersten Hälfte, aber die Charaktere sind wesentlich interessanter als viele Rezensenten behauptet haben. Die Spielmechaniken funktionieren hervorragend, ausgenommen das Fahren. Das Finale ist furios, das zweite – ruhigere – Finale eine interessante Wahl, die wahrscheinlich ein wenig davon abhängt, wieviel man bis dahin auch über den Kleinkriminellen, der den Tod der Nichte verursacht hat, herausgefunden hat.

Watchdogs 2 hab ich vorbestellt.

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Rumbasteln

Eigentlich habe ich schon seit Jahren damit aufgehört an meinen Rechnern zu basteln. Das lag daran, das ich ein bis zwei Mal recht kostspieligen Mist gebaut hatte, aber auch daran, das ich eine Zeit lang nur Laptops hatte, die einen das Rumbasteln sehr schwer gemacht haben. Im Grunde sind Gaming-Laptops eine gute Idee, aber nur wenn man sehr viel Geld dafür ausgeben kann. Mittelteure sind immer noch recht teuer, aber ich hatte nicht so viel Spaß mit ihnen. Nachrüsten geht wenn überhaupt nur bei den richtig teuren Vertretern ihrer Art und ich hatte noch das Pech mir Modele auszusuchen, bei denen man nicht einmal an den Lüfter und die Heathbpipe ran kam, um jene Mal sauber zu machen. So kam es schnell zu Temperaturproblemen, die das Spielerleben nicht gerade einfacher machen.
Mein Problem ist da die Motion/Gaming Sickness. D.h. für mich, das ich eine stabile und hohe Framerate bei Spielen benötige, damit mir eben nicht übel wird. Vor drei Jahren hatte ich mir dann mal wieder einen “richtigen” Gaming-PC zusammenbasteln lassen. Also eine Tower mit jede Menge Lüfter (Wasserkühlung hätte ich gerne gehabt, war mir aber insgesamt zu teuer und hätte mein Budget gesprengt), Platz, einen schnellen CPU, SSD und eine (erschwingliche) Grafikkarte der vorletzten Generation. Ich hatte mit keinem Spiel mehr Probleme. Wirklich für 3 Jahre nicht mehr.
Das ist gegen über früher eine verdammt lange Zeit Gaming-PCs. Das liegt aber meiner Meinung nach daran, das heute die Entwicklung der Hardware nicht mehr so rasant ist wie vor 10 Jahren. Noch extremer war es in den 90zigern! Die Hardware ist heute schon so weit entwickelt das sie von den Software-Herstellern nicht mehr so schnell ausgereizt werden. So zu mindestens mein Eindruck und meine Erfahrung.

Natürlich hatte ich schon vorher mit einigen Spielen Probleme. So eben jene, deren Hersteller der Meinung waren die Framerate auf konstante 30 FPS zu setzen. Keine gute Idee für Spieler wie mich. So ist für mich z.B. NFS RIVIVELS unspielbar! Hatten deren Vorgänger zu mindestens eine feste Framerate von 60 FPS, was bei mir noch ganz gut funktioniert, da sie eben stabil sind, so hatte man bei NFS-R jene auf 30 runtergeschraubt. Bei mir kann die Framerate am besten nicht hoch genug sein, aber sie muss eben auch stabil sein. So hatte DIRT RALLY mir mit meiner alten Grafikkarte (GeForce GTX 660) leider doch schon Probleme gemacht. Das Spiel erreichte auf meinem Rechner so zwischen 99 und 116 FPS. Das sollte ja eigentlich okay sein. Aber die Framerate war nicht stabil und brach z.B. bei Waldstücken mit “viel” Grafik recht gerne drastisch ein. So machen mir die Strecken in Wales große Probleme. Die längeren Abschnitte konnte ich nicht zu ende spielen ohne zwischendurch Pause zu machen. So was geht natürlich nur beim Offline-spielen. Online gegen menschliche Gegner kann man nicht mal eben Pause drücken!
Also habe ich es jetzt nun seit Jahr mal wieder gewagt, den Rechner nicht nur zum Reinigen zu öffnen und habe mir ein GeForce GTX 960 (also vorletzte Generation) zugelegt. Beim Austausch von Grafikkarten kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Und natürlich ist auch nichts schief gegangen.

Und natürlich habe ich jetzt keine Probleme mehr mit DIRT RALLY. Die Framerate ist jetzt stabil und so kann ich mindestens eine Stunde am Stück spielen. Das ist schon toll! So habe ich in den letzten Tagen mal wieder mein Lenkrad ausgepackt und konnte so einiges nachholen.

Aber hierbei ist mir dann wieder klar geworden, das die Veränderungen am Hardware-Markt wirklich nicht mehr so rasant sind. In den 90zigern habe ich eigentlich alle 12 Monate eine neue Grafikkarte gebraucht um die neusten Spiele flüssig spielen zu können. Und da ging es auch nicht immer um das “flüssige” Spielen, sondern auch das die alten Grafikkarten bestimmte Effekte nicht darstellen konnten oder Shader nicht unterstützten. Hätte ich früher erst nach 3 Jahren die Grafikkarte gewechselt, hätte ich mindestens 2 Jahre keine aktuellen Spiele mehr “ansehnlich” spielen können. Einen optischen Unterschied zwischen der GTX 660 und der 960 konnte ich jetzt z.B. bei meinen Spielen nicht feststellen. Das sah vorher fantastisch aus und mit der neuen Karte jetzt auch weiter. Ich kann mich aber erinnern, das als ich von einer Grafikkarte mit einen TNT-Chip auf eine mit einem TNT2-Chip umgestiegen war, was so um 1997 gewesen sein muss, der grafische Unterschied enorm war! Selbst ältere Spiele sahen plötzlich viel besser aus. Wasserspieglungen waren plötzlich möglich durch neue Shader und auch Nebel sahen nun viel besser aus. Chromeeffekte! Wow! Und dann erst der Umstieg auf eine Voodoo-Karte! Ich bin bei QUAKE 3 nicht mehr aus den Staunen rausgekommen und bei UNREAL TOURNEMENT einmal abgeknallt worden, weil ich über neue Grafikdetails so gestaunt hatte! Solche Wow-Effekte gibt es heute irgendwie nicht mehr. Die Entwicklungen sind jetzt mehr im Detail und haben nicht mehr so gewaltige Knalleffekte wie früher. Was jetzt aber nicht heißen soll “früher war alles besser”! Im Gegenteil! Ich möchte mir eigentlich nicht mehr ständig neue Hardware kaufen müssen. Ich finde es ganz gut so, das ich jetzt wahrscheinlich mindestens 3 Jahre lang wieder Ruhe habe. Ich finde es gut, das ich nur die Grafikkarte austauschen und nicht das Motherboard tauschen musste um auf den (fast) neusten Stand zu sein. In der Hinsicht traure ich den 90zigern und Nullern kein Stück nach!

Steuererklärung

Gamecontroller kauft man sich nicht mehr so oft wie früher. So geht es zu mindestens mir. Was habe ich früher Joysticks verbraucht! So zwischen 1983 (Atari 2600) bis 1993 (C64, Amiga) sind unzählige Joysticks zu Bruch gegangen. Besonders der Marke Competition Pro. Nicht weil sie schlecht verarbeitet waren, sondern weil ich schon mal gerne aus Frust so ein Teil durch die Gegend geschmissen habe. Das haben diese dann manchmal nicht überlebt. Gamepads waren da noch gar nicht bei mir angesagt. Zwar hatte ich gegen Ende meiner Amiga-Ära ein MegaDrive-Gamepad, das eben auch hervorragend am Amiga gefunzt hatte, aber dann am PC ging es doch eher erst einmal mit Thrustmaster Joysticks weiter. Hauptsächlich für Rennspiele bis dann die ersten erschwinglichen und brauchbaren Lenkräder kamen. Was bei mir so 1996 glaube ich eintrat. Aber ich hatte für den PC dann auch schon mal ein Gamepad gehabt. Erst einmal so ein billiges von Logitech. Das war aber fürn Arsch nicht so toll. Dann hatte ich mir ein Sidewinder von Winzigweich gekauft. Es gab eben auch Rennspiele, die nicht so gut mit einem Lenkrad funktionierten. So z.B. das erste Colin McRae Rally und Motorhead. Mit dem Gamepad war ich lange zufrieden gewesen.

2002 hatte ich mir dann sogar noch eine USB-Version des klassischen Sidewinder-Gamepads geholt. Das hat noch bis 2006 bei mir gute Arbeit verrichtet. Es ist nicht kaputt gegangen! Es ist nur in Rente geschickt worden, denn es hatte keine analogen Sticks gehabt und die wurden immer wichtiger. So hatte ich auch erst am PC ein PS2-Gamepad benutzt, aber von den Sony-Gamepads war ich persönlich nie so überzeugt gewesen. 2006 kam dann das Gamepad schlecht hin. Das beste Gamepad ever: Das Winzigweich Xbox-360-Gamepad. Es liegt absolute ideal in der Hand, ist präzise und hat schon viele Würfe “durch die Gegend” überlebt. Meines ist nun 10 Jahre alt, ist völlig abgegriffen (die Gummis der Analogsticks sind völlig glatt!), aber es funktioniert immer noch! Nach 10 Jahren aber dachte ich, könnte mal wieder was neues her. Ich schwankte zwischen den Steam-Gamepad und dem Xbox-One-Controller. Der Preis gab dann erst einmal den Ausschalg, aber auch die überaus positiven Kritiken zu dem Xbox-One-Controller. Da es den nun auch “schnurrlos” für den PC gibt, habe ich eben mal zugeschlagen.

Das Gamepad kommt tatsächlich in einer hochwertigen Verpackung! Keine Blisterverpackungen mehr wie beim Xbox-360er. Das finde ich persönlich sehr gut. Ich persönlich packe Controller immer ganz gerne mal staubgeschützt “beiseite”. Hier kann man dafür tatsächlich die Verpackung nutzen. Sehr schön! Der Dongle ist diesmal nicht mit einem langen Kabel versehen wie beim 360er. Ich weiß echt nicht für was das lange Kabel war. Ich habe es nie gebraucht. Der USB-Dongle ist immer noch recht groß, aber stört nicht weiter, wenn man ihn hinten am PC anschließt, so wie ich. Am Surface nervt er an der Seite schon ein wenig. Aber am Surface spiele ich ohnehin eher selten bis gar nicht. Das Gamepad kommt leider nicht vom Haus aus mit einem Akku. Das Akku-Pack musst dann doch extra gekauft werden. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe jetzt seit 4 Wochen Batterien drin. Die halten sich trotz intensiver Nutzung recht gut. Da hier bis auf das Xbox-Zeichen nichts beleuchtet ist, wird hier wohl eben nicht viel verbraucht. Einen Ausschalter hat das Gamepad wie sein Vorgänger allerdings nicht. Schade. Er geht aber nach kurzer Zeit der Nichtnutzung von alleine aus. War beim Vorgänger auch so. Anfangs hatte ich das Gefühl das das Gamepad nicht so gut in der Hand liegt wie sein Vorgänger. Das hat sich aber in den ersten Tagen gelegt. Mittlerweile finde ich zwar nicht, das es besser als sein Vorgänger in der Hand liegt, eben anders, aber auch sehr gut. Highlights sind die analogen Schultertasten! Jetzt leicht “beschwert” und dadurch butterweich bedienbar. Ob nun als Trigger für Shooter oder Gas/Bremsen für Rennspiele, es sie fühlen sich wirklich klasse an. Das digitale Steuerkreuz, die Achillesferse beim Vorgänger, ist nun auch präzise und erinnert kein Stück mehr an das schwammige Etwas des 360zigers! Also auch Retrogaming macht hiermit wirklich Spaß. Die Analogsticks sind gleich gut geblieben. Jeglich die vier “Feuer”-Tasten gefallen mir nicht so gut. Sie klappern! Sind sie bei meinem 360er butterweich, so klappern sie hier ein wenig. Ich weiß natürlich nicht ob ich ein Montagsgerät erwischt habe oder ob das generell so ist, aber es stört mich ein wenig.

Aber die Anschaffung lohnt sich meiner Meinung nach. Ich habe meinen alten Controller erst einmal eingemottet. Mag die Xbox One auch kaum jemand interessieren (also im Vergleich zur PS4, meine ich), so ist das Gamepad eine Wucht. Der König ist tot! Lang lebe der König!

The Book Of Unwritten Tales

2009 erschien dieses Spiel deutscher Entwickler. Der Teaser oben hatte mich schon ein wenig neugierig gemacht. Auch wenn alles zu sehr nach Herr der Ringe roch. Ich kann mich auch noch an die Werbezeile erinnern: Mit kaum einen Genre beschäftigen sich Spieler intensiver als mit (Online-) Rollenspielen. Und wir machen das Adventure dazu!
Und dann hatte ich das Spiel ein wenig vergessen. In Erinnerung gerufen wurde das Spiel bei mir wieder, das es eine Version des Spiels auf DVD gab, bei denen das Spiel ständig abstürzte und unspielbar war. Die hatte ich dann erwischt. Im Endeffekt ist es die 2010 erschienene Version von JoWood, die nicht von King Art autorisiert worden war und sich auch nicht mit den offiziellen Patches der Firma reparieren lassen konnte. Also wenn ihr das Spiel bei Ebay oder so vielleicht kaufen wollt, achtet darauf das es die originale Version von King Art ist und nicht von JoWood. Die Cover von 2009 und 2010 sind wohl identisch. Am besten gleich die sogenannte Complete Edition kaufen, so wie ich dann 2012 (wer mag kann sich vielleicht nochmals mein Video dazu weiter unten anschauen..). Da hat man nicht nur gleich einen Soundtrack (auf einer Extra-CD) und ein wunderschönes Artbook mit an Board, sondern auch noch das Prequel “Die Vieh Chroniken”. (Im Video hatte ich noch gesagt, das die Vieh Chroniken der zweite Teil ist. Schlecht recherchiert! Aber nun ist ja auch wirklich ein zweiter Teil erschienen!)

BOUT ist ein klassisches Point’n’Click-Adventure und den Götter sei Dank ohne Action-Einlagen! Die Hintergründe sehen wie gezeichnet aus. Wurden sie ursprünglich auch mal, aber man hat sie dann doch am Computer nachmodelliert und gerendert. Die Charaktere waren von Anfang an so geplant und um ein stimmiges Bild hinzubekommen, hat man dann die Hintergrunde eben doch auch gerendert. Das hat sich gelohnt, wie ich finde. Ich mag zwar “gezeichnete” Adventure persönlich lieber, aber das lag bisher eben daran, das sie schöner und “runder” ausgesehen haben. Mittlerweile stehen Entwicklern von Adventure eben auch mehr Rechenleistung zur Verfügung, ohne das die Produktion gleich wahnsinnig teuer wird. Viel Rechnerleistung konnten sich bisher nur große Entwicklerstudios leisten, um eben solche beeindruckenden Grafiken wie in den GTA-Spielen hinzubekommen.
BOUT sieht wirklich richtig gut aus und verfügt über eine HD-Auflösung und Kantenglättung. Das kann man aber auch wie bei Actionspielen alles runterschrauben, so das dies Spiel eben auch auf alten oder schwächeren Rechnern rund laufen sollte. Mit der Möglichkeit eines aktuellen Spielerechners sieht das Spiel selbst nach über 6 Jahren richtig klasse aus!

Man steuert also mit der Maus und hat meist eine gute Übersicht. Allerdings wenn man das Spiel (so wie wir) auf einen großen Bildschirm vom Sofa aus spielt, dann können einen leicht kleinere Gegenstände in der opulenten Grafik entgehen. Ist uns wirklich ein paar Mal passiert. Wird einen direkt vor einen Monitor wahrscheinlich nicht passieren. Hilfreich sind da solche Optionen wie sie die “Geheimakte”- Serie hatte, sogenannte Hotspots. Die kann man per Tastendruck hinzuschalten und so kann man dann auch “versteckte” Objekte sichtbar machen, die man dann sonst immer nur mit den Abfahren des Mauszeigers über den gesamten Bildschirm finden kann. Die Funktion hat man übrigens dann bei den “Vieh Chroniken” mitgeliefert. Ist kein echter Minuspunkt, aber mindestens 3 Mal hat uns das Suchen nach einen kleinen Teilchen wirklich Nerven und Zeit gekostet.
Die Rätzel sind dabei allerdings nicht sehr schwer. Selbst leicht unerfahrende Spieler kommen hier leicht zurecht, denke ich. Wenn man gerade vorher “Monkey Island 2” gespielt hat, so wie wir, dann kommt einen das Spiel fast zu einfach vor. Ist es aber nicht. Es hat einen einen ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Der ist schön stetig. Das empfanden wir Beide als sehr angenehm. Man spilet auch nicht nur als ein Charakter, sondern spielt mal als Wilbur den Gnom (was ich anfangst bei der Sprachausgabe immer wie “Bilbo” angehört hat), mal als die Elfe, mal als der Mensch und dann sogar als das Vieh, das so seine eigene Sprach hat, bei der man aber nach ein paar Bemerkungen von ihm, dann irgenwie doch verstehen kann. Nicht nur das aussehen erinnert sehr stark an eine pink farbende Version des Krümmelmonsters. Die Animationen der Figuren sind derweil ein wenig merkwürdig. Wilbur und Vieh sind richtig gut animiert finde ich, aber die Elfe und der Mensch laufen ein wenig steif durch die Gegend. Da habe ich schon bessere Animationen in Adventure gesehen.

Die Story ist… naja, natürlich nicht besonders innovativ. Das war auch nicht so gedacht. Hier werden einfach alle Fantasy-Klischees bedient. Und das mit voller Absicht! Zitate ohne Ende, die immer wieder für einen guten Lacher sorgen. Der Humor kommt hier nie mit den Holzhammer und vielleicht wird auch ein wenig zu sehr gegen Rollenspieler gestichelt. Aber wir fanden das okay.
Ein Hobbit Gnom, eine Elfe, ein Mensch und ein..äh.. Vieh machen sich also auf die Welt zu retten. Ja, kennt man alles. Aber wie schon erwähnt, ist das alles eben mehr eine Homage an Fantasy-Stories und Rollenspiele. Die Story ist sonst wirklich stimmig und BOUT ist eines der Adventures bei dem man angenehmerweise immer weiß was zu tun ist. Man steht mit seiner Figur selten rum und denkt und was jetzt? Man weiß eigentlich immer was zu tun ist. Auch wenn es hier keine Merk- oder Tagebuchfunktion wie bei anderen gibt. Aber wenn man die Charaktere anspricht, dann sind dort auch, ich würde es mal Erinnerungsfragen nennen enthalten, die einen wieder den Hinweiß geben, was man denn nun besorgen oder erledigen muss, damit es weiter geht. Alles also gut durchdacht.

Uns hat das Spiel also sehr viel Spaß gemacht. Die Special Edition ist wirklich toll ausgestattet (und immer noch zu haben!). Wir haben etwas über 24 Stunden gebraucht um den Abspann zu sehen. Es ist also kein kurzes Spiel, nicht zu lang, eben genau richtig. Unbedingt Empfehlung!
Und wir spielen jetzt mal die Vieh Chroniken.

Back to Monkey Island

Schon 2010 zusammen mit der SE oder besser den Remaster von THE SECRET OF MONKEY ISLAND erschienen wurde es nun auch von uns durchgespielt. Etwas über 16 1/2 Stunden haben wir daran gesessen. Ich habe keine Ahnung wie lange ich 1992 daran gesessen habe. Das Spiel selbst war für die MS-DOSen 1991 veröffentlicht, aber für meinen Damals aktuellen Rechner Amiga erst 1992. Somit wäre für mich das 25-Jährige Jubiläum erst nächstes Jahr gewesen. Wenn man aber vom Erscheinungstermin der DOS-Version ausgeht, dann wäre dies Jahr 25 Years of MI2:LR!

MI2 habe ich bisher wirklich erst einmal durchgespielt. Konnte mich natürlich an das Ende erinnern, aber an wirklich wenig vom Rätseldesign. So gab es auch einige knifflige Stellen, an denen ich wahrscheinlich schon Damals nicht ohne Komplettlösung vorbei gekommen bin, zu jenen ich auch diesmal wieder nachschauen musste. Dazu gehört einmal die völlig irren Voraussetzungen um im Spuckwettbewerb gewinnen zu können und das Labyrinth in LeChucks Festung.
Ich kann mich natürlich nicht erinnern wie lange ich Damals gebraucht habe. TSOMI hatte ich in vier Wochen durchgespielt. Zu erst ohne Komplettlösung (weil so eine bis da hin noch in keinen Spielemag erschienen war), aber irgendwann war ich auch nicht mehr weiter gekommen und musste auf die Veröffentlichung warten. So hatte ich da 3 Wochen am Stück gespielt, weil ich zu der Zeit gerade eine OP hinter mir gehabt hatte und 4 Wochen krankgeschrieben war, und dann nochmals eine so eine Woche, nachdem ich mir einen Tip aus der Komplettlösung geholt hatte um weiter zu kommen.

Zu MI2 sind da meine Erinnerungen nicht mehr so exakt. Aber das Spiel war umfangreicher und kniffliger als sein Vorgänger, also so werde ich bestimmt auch länger gebraucht haben. Denn ich probiere schon eine ganze Weile herum, bis ich mich auf das Niveau herab begebe in eine Komplettlösung zu schauen.
Ich glaube das treibt dann meine Tochter manchmal ein wenig in den Wahnsinn.
Denn auch das Spiel haben wir natürlich wieder zu zweit gespielt. Ich kann es nur immer wieder betonen: Grafikadventure sind nicht nur keine Singleplayer! Zu zweit machen sie gleich noch mehr Spaß. Irgendeiner hat immer eine Idee.
Ich weiß nicht wie es denn mit noch mehr Beisitzern ist. Da word es wahrscheinlich auch schwierig bei einer Spielzeit von z.B. 16 Stunden gemeinsame Termine zu finden. Ansonsten muss man ja heutzutage auch nicht unbedingt in einen Raum sein. Auch wenn Adventure keine Mehrspieler-Modi haben. Es kann so oder so nur einer die Maus führen. Bild und Ton kann man streamen. Aber so weit sind wir hier noch nicht. Denn noch wohnen wir unter eine Dach. Seit 2008 spielen wir nun zusammen Adventure. Also seit dem die Little Miss Gamer 7 Jahre alt ist. Anfangs hatte ich dann natürlich darauf geachtet, das die Spiele eine deutsche Sprachausgabe hatten. Auf so was muss ich heute natürlich nicht mehr achten. Das erste war MORD IM ORIENTEXPRESS und das erste Monkey Island das wir zusammen gespielt hatten war Teil 3, das wir 2009 durchgedattelt hatten. Auch dieses hatte ich natürlich schon einmal bei Erscheinen durchgespielt. TALES OF MONKEY ISLAND hatte ich dann allerdings auch das erste Mal mit ihr zusammen durchgespielt. So ist MI2 auch schon das 31. Adventure, das wir zusammen gespielt haben. Schöne Sache und das nächste Adventure steht für uns auch schon in den Startlöchern.