Colin McRae Rally 10

Codemasters hatten mich zu mindestens mit DiRT 4 und der Aussage, das DiRT RALLY ja nicht so erfolgreich war überrascht. Nun kann man in diversen Foren und den Verkaufszahlen sehen, dass DR nicht ganz so erfolglos war. Aber vielleicht war Codemasters das ganze mit Early Access und das Verarbeiten des Feedbacks der Fans zu aufwendig/teuer gewesen? Ich fand jedenfalls das dies Konzept wirklich klasse gewesen ist und das bei DiRT RALLY ein wirklich gutes Rally-Spiel bei rausgekommen ist. Nun ist das Spiel nun wirklich nichts für Fans der DiRT-Serie. Dafür ist es zu wenig abwechslungsreich und eben auch zu schwer. Also nichts für den Gelegenheitsspieler. Und die haben Codemasters vielleicht auch gefehlt, damit das Spiel wirklich “erfolgreich” sein konnte. Wer weiß.

DiRT 4

Also nun gibt es also DiRT 4. Und dies Spiel ist nun wirklich definitiv ein “echter” Nachfolger für DiRT 3. Hier hat man mal wieder wie bei der DiRT-Serie üblich so viel wie möglich an verschiedenen Rennserien hinein gepackt. Die Schwierigkeitsgrad ist auch wieder weitergefächerter. Der unterste Schwierigkeitsgrad ist nun wirklich wieder easy piesie. Ich konnte das Spiel leider noch nicht so richtig testen. Letztens war es bei Steam mal ein wenig preiswerter gewesen und, ja, da habe ich dann auch mal zugeschlagen. 33 GB und 1 Stunde später war das Spiel dann auf meiner Festplatte und es konnte losgehen. Naja, fast. Bekanntlich habe ich ja meine Motion/gaming sickness. Wobei das bei DiRT 4 ja nicht so die Schwierigkeit sein sollte. Hatte ich mir für DiRT RALLY noch eine neue Grafikkarte gekauft, damit ich das Spiel stabil auf eine hohe Framerate laufen lassen konnte (116 FPS!), so reicht für DiRT 4 meine Grafikkarte nun auch noch immer aus. Ich erreiche hier beim spielen immerhin knapp 90 FPS. Also von daher kein Problem aus der Richtung. Allerdings habe ich im Moment unheimlich mit meinen Kreislauf zu tun, der mir auch so Achterbahnfahrten beschert. Somit konnte ich DiRT 4 immer nur kurz antesten und noch nicht so richtig spielen.

Einmal fallen hier die vielen Einstellmöglichkeiten ein um das Spiel an das Können des Spielers anzupassen. Hier scheint jetzt nun wirklich jeder auf seine Kosten kommen zu können. Von Fahrhilfen und Gegner-KI Einstellungen bis ohne alles und hammerhart scheint es alles zu geben. Die Steuerung scheint man auch voll einstellen zu können.  Ich habe das jetzt nicht mit dem Lenkrad antesten können, aber mit dem Gamepad hat man viele Einstellmöglichkeiten. Spielmodis gibt es nun wieder an Mass. Neben Onlineplay und Karriere kann man aber auch wieder Herausforderungen angehen, so wie wie man sie in den alten CMR-Serie kannte. So sind auch wieder Modis da, die ich persönlich schon lange vermisst habe. Sogar die “Fahrschule” wie aus dem ersten CMR gibt es nun wieder. Für Anfänger eine gute Sache. Das “Fahrgefühl” ist hier wieder mehr Arcade-lastig. Es ist eben ein DiRT und keine Fortsetzung von DiRT RALLY. Und das ist eben auch ganz okay so.  Neu hinzu gekommen ist nun so eine Art Streckeneditor. Man kann hier nicht wie z.B. bei Trackmania die Strecken im Detail bauen, aber man kann Voreinstellungen machen, die die Strecke einfacher oder eben extrem herausfordernd machen kann. Die Länge der Strecken kann man auch einstellen. Wer als Schwierigkeiten mit den teilweise sehr langen und realistischen Strecken in DR hatte, der kann sich hier selbst kürzere Strecken “basteln” und sich selbst eine Meisterschaft zusammenstellen und selbstverständlich auch speichern.

Das war für mich zum Antesten eine schöne Sache, denn so konnte mir ein paar kurze und kurvenarme Strecken zusammenstellen, die ich in meinem angeschlagenen Zustand gut spielen konnte.

DiRT 4 währe nun wenn man alle CMR- und DiRT-Teile (also ohne DiRT Showdown, denn da gab es ja kein Rally-Mode) COLIN McRAE RALLY 10. Colin McRae‘s 10. Todestag war erst vor ein paar Tagen am 15. September. 1987 war der Schotte sein erste Rally gefahren. 2006 seine Letzte. 1995 war er der erste britische Rally-Weltmeister. Seine Vater Jimmy McRae war selbst fünffacher britischer Meister gewesen. Am 15. September 2007 ist er dann leider bei einem Helicopterabsturz tödlich verunglückt. Tragischer weise war auch sein Sohn mit am Board gewesen und mit verunglückt. Bei der nach ihm benannten Spiele-Serie war er  1998 bis zu seinem Tod technischer Berater gewesen.

CMR

Es gibt so einige Rally-Spiele, aber ich finde heute noch das die CMR-Spiele die Besten waren und sind. Nächstes Jahr hat das erste Spiel von 1998 sein 20 jähriges Jubiläum! Ich habe das Spiel 1998 das erste Mal auf einer geliehenen PSX gespielt. Da ich keine besaß, habe ich mir das Spiel dann für den PC gekauft. Mit meiner damaligen Grafikkarte mit TNT2-Chip-Grafikbeschleuniger, hatte das Spiel richtig gut ausgesehen. CMR war für mich das erste Rally-Spiel, das sich auch wie Rally angefühlt hat. Noch heute habe ich auf meinem aktuellen Spielerechner neben DiRT2, 3, 4 und DiRT RALLY auch CMR 2.0, 04 und 2005 laufen. Gerade CMR 2.0 spiele ich noch immer recht oft, neben meinem LieblingsDiRT-Teil 2. CMR selbst habe ich unlängst mal versucht auf meinem aktuellen Rechner zu installieren. Das ist mir nicht so recht gelungen. Aber die PSX-Version habe ich jetzt mal auf meiner PSP gespielt. Und es fühlt sich immer noch so gut an, wie vor fast 20 Jahren.

Advertisements

World of Goo

Wenn man mehrere Kinder hat holt man immer wieder die gleichen Games hervor und erfreut sich am quieken wenn man schleimige Dinger an die Wand klebt und Pyramiden errichtet. Wenn sie dann wegfliegen und alles zermatscht wird. World of Goo ist so ein Evergreen. Jetzt also mit Kind3. Da wird geschoben und gezogen überlegt und versucht. Der tolle Soundtrack hält bei Laune und immer wieder kommt noch was Neues hinzu. Die grünen immer wieder benutzbaren, die Trillerpfeife, die Ballons. Das daraus sogar noch eine Art Geschichte dahinter liegt ist eigentlich kaum vorstellbar.

world of goo20170902153318_1world of goo20170902153318_2

SYBERIA 2

Nachdem die Little Miss Fangirl und ich SYBERIA gespielt hatten, musste wir uns natürlich auch an Teil 2 machen.
Teil 2 ist 2004 erscheinen und von mir auch gespielt worden. Ich konnte mich zu mindestens noch so weit daran erinnern, das ich es nicht so gut wie SYBERIA fand. An Details konnte ich mich aber nicht mehr erinnern.
Erst beim erneuten spielen habe ich festgestellt, dass hier zwar ein wenig an der Grafik gefeilt worden war, aber alle alten Fehler von Teil 1 hier nochmals wiederholt wurden. Wieder rennt man scheinbar sinnlos mit Kate Walker durch viele “leere” bzw. ereignislose Bildschirme und such nach kleinen Items, die man dann eben leicht übersieht. Kate redet weiterhin nicht viel mit einem als Spieler. Und wenn dann kommentiert sie Aktionen gerne mit “Das muss ich nicht”, “Dahin muss ich nicht” oder “Das Ding klemmt”. Hier bei Teil 2 hatten wir noch einen netten Nebeneffekt:
Wo Teil 1 (eine originale CD-ROM-Version) noch auf meinem aktuellen Spielerechner ohne Probleme sauber lief, lief die DVD-Version von SYBERIA 2 mit merkwürdigen Macken. So wurden gerne Sätze abgeschnitten und wenn man die Untertitel dazu schalten, sind hier die Texte zwar komplett, aber immer wieder schnell vom Bildschirm verschwunden. SO schnell das man jene teilweise nicht komplett lesen konnte.

Beim erneuten spielen war mir dann auch aufgefallen, das ich SYBERIA 2 Damals gar nicht zu ende gespielt hatte! Ich konnte mich dann erinnern, das ich nach ca. 80% des Spiels hängen geblieben war. Ich brauchte ein paar Fischgräten die einfach nirgends zu finden waren! Ich kann mich nicht erinnern, ob ich da eine Komplettlösung konsultiert hatte oder nicht. Ich war auf jeden Fall auf Sommerurlaub bei meinen Schwiegereltern und die hatte (und haben immer noch) kein Internet. Beinahe wäre uns das hier wieder passiert. Denn diese Fischgräten findet man nicht in der Location wo man sie braucht, sondern viel früher im Spiel. Über die Fischgräten waren wir nur gestolpert, weil wir an einer Stelle hingen und ich dann doch mal in die Komplettlösung geschaut habe, wo dann stand, das man unbedingt die Fischgräten, die an einer Stelle lagen, wo sie nicht zu sehen waren und die man nur mit zufälligen Überfahren mit dem Cursor finden konnte, unbedingt mitnehmen soll, weil man sonst später im Spiel nicht mehr weiterkommen würde! Tja…

Solche miesen Fallen für Spieler kenne ich nur von alten Adventure-Spielen aus den frühen 80zigern! So was macht man seit den 90zigern nicht mehr. So konnte ich das Spiel also doch mal zu ende spielen. Und hat es sich gelohnt? Ja und nein. Ja, weil man so mal das Ende gesehen hat, das nun wirklich keine Fortsetzung gebraucht hätte. Und nein, weil das Rätzeldesign und das Handling noch schlimmer war, als bei Teil 1. Hier sind wir wirklich oft hängen geblieben und hatten einfach keine Lust mehr gehabt herumzuprobieren. Die Motivation war hier wirklich sehr gering. Der Griff zur Komplettlösung war hier eine sehr häufige Bewegung.
Konnte ich Teil 1 noch empfehlen, zu mindestens für sehr leidensfähige Spieler, so sollte man es mit Teil 2 lieber gleich lassen und sich mit meiner Aussage zufrieden geben, das Kate und Hans Syberia wirklich finden und Hans somit seine Mammuts findet.

Wäre also ein dritter Teil nötig gewesen? Nein. Aber der ist nun dies Jahr nach 13 Jahren raus gekommen. “Das am meisten erwartete Grafikadventure des Jahres” kündigt der Trailer vollmundig an. Ist das so?
Wir sind leidensfähige Spieler. Wir haben das Spiel gekauft (nachdem es schnell unter 20 EUR gegangen war). So viel schon einmal vorweg:
Die DVD braucht man nicht. Die ist praktisch leer. Man muss das Spiel so oder so bei Steam downloaden. Die Grafik sieht erst einmal sehr seltsam aus. Die 30zig Jährige Kate Walker sieht nun auch wie ihr 20 jähriges Selbst und erinnert somit erst recht an Lara Croft und zwar eben an die jüngere Version aus den Tomb Raider Reboot! Und die Steuerung?
Wir schreiben das Jahr 2017. Maussteuerungen haben sie bei Grafikadventures am PC seit der Jahrtausendwende nicht nur wieder etabliert, sondern sind auch wieder Standard geworden. In SYBERIA 3 kann man die Maus benutzen, aber allerdings habe ich noch nie so eine unsinnige Maussteuerung gesehen! Überall wird einen empfohlen somit auch am PC einen XBox-Controller zu nutzen…
Mehr zu SYBERIA 3 entweder wenn wir bei dem Spiel durch sind oder (was viel wahrscheinlicher sein wird) wenn wir das Spiel virtuell in die digitale Ecke geschmissen haben. Die erste Stunde spielen hat uns nichts Gutes schwanen lassen!

Syberia

Das Grafikadventure SYBERIA erschien 2002 für den PC. Mittlerweile ist es für alle möglichen Plattformen erschienen. Ich besitze es z.B. auch für den NDS. Mehr als Kuriosum, als wenn es da wirklich spielbar wäre. Ich hatte es Damals wirklich versucht auf den NDS eine Weile zu spielen, aber es war dann doch alles zu fummelig. Auch wenn sich die Programmierer bei dem Adventure wirklich Mühe gegeben hatten, es spielbar für Nintendo’s Kleinkonsole umzusetzen.
SYBERIA selbst habe ich am PC 2003 gespielt. Man kann es von der Benutzeroberfläche her schon als klassisches Grafikadventure bezeichnen. Es hat eine Point’n’Click-Steuerung auf dem PC, so das man das ganze Spiel mit der Maus steuern kann. Also eben klassisch. In meiner Erinnerung hatte mir das Spiel sehr gut gefallen. Man muss aber auch bedenken, in welcher Zeit das Spiel heraus kam. Denn um 2000 rum war das klassische Adventure praktisch tot gewesen. Man versuchte es mit Adventure, die mit dem Gamepad gesteuert werden konnten und viele Action-Einlagen hatten. Damit wollte man das “junge” Publikum zum Adventure locken. Heute gilt diese Art von Adventure schon eher als gescheitert. Und mittlerweile haben wir ja auch eine Wiederbelebung des klassischen Grafikadventures erlebt. SYBERIA gilt so ein wenig als Wegbereiter. Das franko-belgische Team um den belgischen Comiczeichner Benoit Sokal hatte sich seiner Zeit wirklich Mühe gegeben das Spiel schön aussehen zu lassen. Sokal ist eben Grafiker und auch dazu ein wirklich Guter. Das findet man in dem Spiel auch beeindruckend wieder. Aber hatte das alleine gereicht? Dazu später.

Ich glaube aber die Spiele die das klassische Grafikadventure wirklich wiederbelebt haben sind die deutschen Spiele GEHEIMAKTE TUNGUSKA (2006) und ANK (2005). Die mit toller Grafik und gutem Rätzeldesign punkten konnten.
Aber zurück zu SYBERIA. In der Zeit als das Spiel rauskam hatte z.B. gerade Lucas Arts seine letztes in der Entwicklung laufendes Spiel, das man als Adventure bezeichnen konnte eingestellt: Die Fortsetzung von SAM & MAX! Vorher war man 1998 und 2000 mit GRIM FANDANGO und MONKEY ISLAND 4 bei den Versuch gescheitert das Grafikadventure zu “modernisieren”. Also sprich 3D-beschleunigte Grafik zu verwenden und von der Maussteuerung auf Gamepads bzw. die Tastatur umzusteigen. Man gab also auf. Sierra hatte nach seinem eher merkwürdigen Versuch mit KINGS QUEST 8, das ja schon kein Point’n’Click mehr war, ohnehin schon aufgegeben.
In die Lücke versuchten besonders europäische Publisher zu springen. So z.B. die Deutschen mit DAS GEHEIMNIS DER DRUIDEN (2001), das zwar recht nett war, aber sich meiner Meinung nach recht zähflüssig gespielt hatte.
Ein sehr positives Bespiel aus der Zeit war THE LONGEST JOURNEY (1999), das ich wirklich liebe (und zu dem ich mal gesondert was schreiben muss). Hier war ein norwegisch Team sehr erfolgreich am werkeln gewesen. Die Fortsetzung DREAMFALL fand ich dann eher missglückt, da man hier das Adventure mit Action-Adventure-Elementen a la TOMB RAIDER versucht hatte zu tunen. Ich muss mir das Ergebnis irgendwann nochmals in Ruhe antun. Manchmal ändert man ja seine Meinung. Das bringt mich wieder zu SYBERIA.

In meiner Erinnerung hat mir das Spiel sehr viel Spaß gemacht. Man war zu der Zeit ja praktisch hungrig nach neuen Adventure gewesen und trauerte ein wenig den 80zigern und frühen 90zigern nach. Nun habe ich das Spiel zusammen mit der Little Miss Fangirl zusammen wieder komplett durchgespielt. Zu SYBERIA liest man oft, das es eine Grafikblender wäre. Und ja, ich muss diesen Kritiken heute recht geben. Die Grafik sieht auch heute noch toll aus. Jede Location sieht wirklich fantastisch aus. Wahrscheinlich wäre SYBERIA ein fantastischer CGI-Animation-Film geworden. Denn die Story ist auch ganz nett und unterhaltsam. Aber das Spiel, das Rätzel-Design ist eher so meh…
Ja, wirklich. Wir haben uns mehr über die vielen Schnitzer im Spiel geärgert, als das wir da rüber hinwegsehen konnten. Das Fängt schon mal mit der Figur der Kate Walker an. Sie sieht erst einmal aus wie Lara Croft. Die war zu der Zeit schließlich besonders populär, weswegen man vielleicht nicht gerade so einen Abklatsch für ein Grafikadventure benutzen sollte. Viel schlimmer fanden wir, das man sich mit Kate gar nicht so richtig identifizieren konnte. Einmal weil sie sich of strunz-doof verhält und weil man ihr teilweise völlig blöde Dialoge in den Mung gelegt hat, in der sie sich oft in einem Multi-choice-Strang mehrmals selbst widerspricht. Außerdem fehlt hier eine wirklich wichtige Eigenschaft eines Adventure-Helden, die man wirklich braucht, um sich mit einer Figur zu identifizieren: Selbstgespräche! Man kann in dem Spiel ohnehin sehr wenig anklicken und so gut wie nie kommentiert Kate das ihr dort Dargebotene. Eine Element das wirklich wichtig in Grafikadventure-Spielen ist. Nicht nur weil es Hinweise für den Verlauf gibt, sondern weil es eben den Spieler den Protagonisten nahe bringt. Kate wird hier auf Distanz gehalten. Wenn es Kommentare gibt, dann so was wie “Dahin muss ich nicht” oder “Das brauche ich nicht”.

Ein anderes Problem ist, das man es hier mit einer Vielzahl von einzelnen Bildschirmen pro Location zu tun hat. Das muss ja sonst kein Nachteil sein. Aber meist kann man so wenig dort tun! Teilweise gibt es Bildschirme wo man nicht einmal irgend etwas anklicken kann! Was sie Little Miss Fangirl dann irgendwann lakonisch als “No clickie, clickie, just lookie, lookie!” kommentierte. Teilweise rennt man wirklich endlos durch viele Bildschirme um von einem Teil des Puzzles zum Anderen zu kommen. Das nervt schnell gewaltig und macht einen die Stimmung kaputt. Alle Locations sind auch erst einmal sehr unübersichtlich. Man braucht erst einmal eine ganz Weile um sich dort zurecht zu finden um nicht ständig in die falsche Richtung zu rennen. Objekte die man anklicken kann, und davon gibt es wie schon erwähnt sehr wenige, sind teilweise kaum zu erkennen. Da übersieht man schnell mal was und geht oft zum stupiden Abfahren des Bildschirms mit dem Curser über.

Die Rätzel sind teilweise ein wenig unlogisch und da es kaum Beschreibungen was sie sieht von Kate gibt, ist viel rumprobieren angesagt. Teilweise kann das denn etwas langweilig werden, weil man dann oft zwischen zwei Orten hin und her rennen muss, und zwischen den Zweien oft mehrere Bildschirme liegen.
Die Sprecher der deutschen Ausgabe sind so schon ganz okay und klingen professionell. Aber leider wurden ihnen keine guten Dialoge gegeben. Teilweise kommt da bei einigen Fragen schon sehr merkwürdige Dinge zu Tage, die oft nicht zusammenpassen oder gar irreführend sind.
Zu dem sind die Hintergründe zwar wunderschön, aber die Figuren selbst recht merkwürdig animiert. Beim Reden bewegt sich z.B. Kate wie eine Marionette und rudert viel theatralisch mit den Armen herum. Das hat dann schon was von der Augsburger Puppenkiste.

Im Großen und Ganzen war das Spiel nun beim zweiten Mal spielen nach 15 Jahren eher enttäuschend. Auf für die Little Miss Fangirl, die das Spiel nun zum ersten, aber wahrscheinlich letzten Mal gespielt hat.
Es sieht immer noch hübsch aus und hat immer noch eine interessante Hintergrundgeschichte, aber leider macht es nicht wirklich Spaß zu spielen, weil es eben zu viele und markante Schnitzer sind, als das man da wohlwollend drüber hinweg sehen kann.

Die beste Retrogaming-Maschine (II)

Die besten Retrogaming-Maschinen sind natürlich noch immer die original Hardware! Die meisten alten Maschinen von Damals laufen noch immer oder lassen sich leicht überholen. Wenn Damals noch gar nicht gelebt hat, dann bekommt man heute via Retrobörsen oder der elektrischen Bucht recht einfach alte Hardeware wie Game Boys und Co.
Es gibt aber auch Klone die originale Steckmodule verarbeiten können. Bei den Konsolen ist der Retron 5 das wohl berühmteste Stück Hardware. Diese Konsole schluckte alle möglichen Retrogame-Module, lässt einen die originalen Gamepads anschließen und hat zu dem noch einen HDMI-Ausgang um an modernen TVs betrieben zu werden.

Aber auch bei den Handhelds gibt es sehr gute Klone die die originalen Spiele nehmen und mit besseren Bildschirmen und Akkus locken. Hier hat man dann GB-Klone, die beleuchtete Bildschirme haben usw.
Das ist alles recht cool, aber ich bleibe da lieber bei den Originalen. Wobei der eine oder andere Mod schon immer nett ist. So habe ich einen Game Boy mit Frontlight-Mod und auch einen Game Boy Color, bei dem die Mod allerdings nicht so einen tollen Effekt hat. Ja, man hat damit Licht und kann auch ohne Tageslicht ganz gut spielen, aber dafür sind die Farben recht blass und man erkennt bei einigen Spielen recht wenig auf dem Display.
Schöner ist da mein GBA (1. Model), der einen schönen hintergrundbeleuchteten Bildschirm bekommen hat. Der ist dann zwar nicht so hell wie mein GBA SP (AGS-101), aber immerhin.

Was ist aber wenn man unterwegs nicht nur eine große Auswahl von Spielen für ein Gerät haben will, sondern ein Gerät das mehrere Systeme kann, wie eben der Retron 5?
Da gibt es noch nichts so richtig. Zu mindestens nicht für die originalen Steckmodule. Hier kommt einen natürlich z.B. ein 3DS mit seiner Virtual Console zur Hilfe oder eine PS Vita mit dem PS-Shop. Aber so richtig systemübergreifend braucht es dann doch wieder Emulatoren.
Für Handhelds ist natürlich heutzutage naheliegend das man sein Smartphone dafür benutzt. Da gibt es schließlich jede Menge Emulatoren.
Aber ein Touchscreen ist nicht gerade eine ideale Steuermöglichkeit. Bluetooth-Gamepads sind hier zwar hilfreich, aber oft umständlich. Selbst jene die man an die Geräte andocken kann. Davon habe ich auch drei, die soweit gut funktionieren, aber doch wieder unhandlich sind.

Unterdessen bekommt man Android-Geräte die die Form einen 3DS haben, die recht gute Steuerelemente haben. Ich denke für jemanden der keine originale Hardware besitzt ist das ganz gut. Aber für mich haben diese Geräte kein Sinn. Soll ich also nochmals 300 Euro für eine Hardware ausgeben, die ich im Gunde schon habe?
Denn heute kann man viele Geräte auch mit Emulatoren “nachrüsten”.
So war bis vor kurzem noch meine GBAs meine Lieblingsretromaschinen. Mit einem Everdrive ausgerüstet kann man hier einige Emulatoren auf dem GBA starten. Die meisten funktionieren wirklich fantastisch. Aber so ein Everdrive ist nicht billig. Mit 115 Euro zwar billiger als eine Anroid- Handkonsole, aber trotzdem für viele nicht erschwinglich. Billigere Flashkarten für den GBA funktionieren bloß meist nicht so zuverlässig.

Für den DS und den 3DS gibt es da preisgünstigere Flashkarten. So eine R4i-Karte für den 3DS bekommt man schon recht günstig für unter 50 EUR.
Von diesen Karten kann man recht einfach auch Emulatoren starten.
Noch günstiger geht es beim 3DS über die eigene SD-Karte. Das ist allerdings ein wenig aufwendiger einzurichten, aber wenn es läuft funktioniert es zu mindesten auf älteren 3DS-Modellen mit nicht der unbedingt neusten Firmware ganz gut. Der 3DS liegt meiner Meinung nach wirklich super in der Hand und ist mit seinen Bedienelementen ideal eben auch für andere Spielsysteme. So läuft hier auch ein wunderbarer C64-Emu, den ich darauf gerne nutze.

Meine persönliche “neue” Lieblingsretogamingmaschine ist nun aber meine PSP. Die 2005 veröffentlichte Handkonsole wurde ja nun 2014 (erst) eingestellt. Lief also fast 10 Jahre, was für ein Handheld nicht schlecht ist. Der Quasi-Nachfolger, die PS Vita, wurde 2012 vorgestellt, aber schon 2016 wieder eingestellt. Die Vita war also nicht mehr so erfolgreich und beliebt wie die PSP. Für das Gerät sind über 800 Spiele erschienen. Zu meist als CD, aber auch als Download. Mich interessieren hauptsächlich die Rennspiele, die auf der Konsole erschienen sind. Die meisten davon sind auch auf der PS2 erscheinen. Aber Quali- und Quantitativ unterscheiden sich die Spiele für den Handheld kaum von der Konsolen-Version. Das alleine ist schon fantastisch!
Auch die PSP hat einen Speicherkartenslot. Hier kam noch Sonys eigenes Format Memorystick zur Anwendung. Jene bekommt man heute kaum noch und nicht mit großer Speicherkapazität. Hier hilft aber ein Adapter in den man MicroSD-Karten stecken kann. Das funktioniert mit SD-Karten bis zu 32 GB sehr gut und problemlos. So hat man schon einmal ein wenig mehr Platz.

Für die PSP bekommt man schon eine Weile Custom Firmware. Ja, natürlich kann man hier gerippte ISO von PSP-Spielen damit von der Speicherkarte spielen. Aber im Grunde macht das kaum Sinn. PSP-Spiele gibt es immer noch recht günstig über die elektronische Bucht. Selbst mit OVP und Anleitung bekommt man viele Spiele für unter 10 Euro. Ohne OVP für um die 4 bis 5 EURO. Außerdem laden die Spiele recht langsam von der Speicherkarte. Original ist immer besser. Aber für Homebrew und Emulatoren sind die Custom Firmware schon genau das Richtige. Die PSP kann man also mit ein klein wenig Aufwand kostenlos fit für’s Retrogaming machen. Emulatoren gibt es hier wie Sand am Meer. Z.B. habe ich für den 3DS noch keinen wirklich funktionierenden 2600er Emu gefunden. Meist läuft das alles elend langsam. Für die PSP ist das alles kein Problem.
Außerdem hat die PSP einfach ein Form und liegt so gut in den Händen, das man einfach darauf spielen will… muss! Der 3DS XL hat für mich auch genau die richtige Größe, aber trotzdem liegt bei mir die PSP einfach besser in den Händen. Für Retrogames hat die PSP auch den besseren Bildschirm. Klar sind alte Konsolen für ein 4 zu 3 – Bild meist ausgelegt. Dann hat man eben links und rechts schwarze Balken, die aber überhaupt nicht stören.

3DS XL und GBA SP begleiten mich auch oft für unterwegs, aber wenn es darum geht Platz bedingt nur einen Handhelden mitzunehmen, dann bevorzuge ich jetzt die PSP.

Die beste Retrogaming-Maschine (I)

Wer mich kennt weiß, das ich eher der Computerspieler als Konsolenkind bin. Auch wenn ich mit Pong-Konsolen (Telespiele) und dem Atari 2600er aufgewachsen bin, so war ich nach dem Atari zu den Heimcomputern übergelaufen. C16, C64, C128 und dann Amiga 2000. Ein Commodore-Freak eben. Nachdem Tod der Amigas dann der umstieg auf PCs. Und da bin ich eigentlich noch immer. Retrogaming ist in der Hinsicht recht einfach. Dank C64- und Amiga-Emulatoren und natürlich der DOS-Box ist das eigentlich recht simple und einfach. Konsolen kann man natürlich genauso einfach auf PC emulieren.

Wobei natürlich original Hardware- wie Software immer noch das Beste für den Retrogamer ist. Mein C128 (mit C64-Modus) und mein Amiga 2000 sind noch vorhanden und funktionstüchtig. Einen 386er oder 486er PC habe ich allerdings nicht. Hier habe ich noch ein 90ziger Jahre – Laptop, das auf Win98SE läuft und sich aber auch noch bestens mit DOS-Spielen ohne Hardwarebeschleunigung a la Voodoo bzw. 3Dfx versteht. Ein WinXP Rechner ist auch noch vorhanden. Geht also alles noch.
Auch wenn ich kein Konsolenkind geblieben bin, so habe ich doch noch immer meinen originalen Atari 2600. Da diese sich ungemoddet nicht an einen modernen Flachbildschirm betreiben lässt, hatte ich mir vor einiger Zeit einen 2600er Jr. mit dem entsprechenden Mod zugelegt.

In den 2000ern hatten sich im Hause Stardustlyricer zwar eine PS2 und eine Wii eingefunden. Die hatten aber keine Nachfolger bei uns gefunden. Wenn man Kinder hat, dann kommt man um solche Konsolen scheinbar nicht rum. Wobei sich die Wii mit ihrer Virtual Console auch als eine gute Retrogamer-Maschine entpuppt hatte. Trotzdem hatte mich der Nachfolger nicht mehr interessiert. Die Switch hat da bei mir vielleicht aber doch Potenzial. Denn im Grunde ist sie ja auch ein Handheld. Und so kommen wir zu meiner zweiten Gaming-Leidenschaft: Den Handhelds!

Ich mag den Begriff Handheld! Im englischen heißt das eben nichts anderes als das man ein Gerät hat das man in der Hand halten kann (Händhält). Aber im deutschen hat man gleich noch eine zweite Bedeutung. Im Spiel ist man als Spieler der Held und bei den mobilen Konsolen eben der Handheld!
Amiga- oder PC-Handhelds gab es natürlich im Grunde nicht. Selbst die ab ca. Mitte bis Ende der 90ziger Jahre erschwinglichen Laptops waren ja nun nicht wirklich Geräte, die man beim Spielen in der Hand halten konnte.
Ende der 80ziger Jahre war auch noch nichts mit Laptops. Wenn man als Spieler auf Reisen ging oder vielleicht einfach nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, dann blieb die Spielmaschine zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Ja, es gab LCD-Spiele. Aber die waren mir zu simpel und meist zu langweilig. Davon hatte ich nie eines besessen.
Aber als der Game Boy kam, änderte sich alles!

Plötzlich konnte man unterwegs richtig spielen! Man konnte via Steckmodule mehrere Spiele mit auf Reisen nehmen! Okay, der blasgrüne, unbeleuchtete DOT-Matrix-Bildschirm war nicht gerade besonders ideal. Am PC war ich natürlich Damals schon Anderes gewöhnt. Aber die Bedienelemente wie Steuerkreuz und Feuerbuttons waren excellente und präzise Steuermöglichkeiten. Die Spiele waren “echte” Spiele und nicht nur simple Reaktionsspiele. Mit dem Game Boy begann 1990 meine Liebe zu den mobilen Spielmaschinen.
Und was ist nun heute 2017 in meinen Augen die beste Retrogaming-Maschine?
Dazu mehr im Teil 2

Cross Country Racing für Game Boy Color

Ich habe schon hier von so einigen Rally-Spielen für Nintendos Handhelden berichtet (und demnächst will ich das auch mal für die PSP machen). Da gibt es eine Menge Müll (Colin McRae Rally für den GBC z.B.), aber auch ein paar Highlight. Mein Favorit ist weiterhin V-RALLY 3 für den GBA. Wobei ich in meinen eigentlichen Bericht zu SEGA RALLY für den GBA noch rumgemeckert hatte, finde ich das Spiel unterdessen doch ganz unterhaltsam, was an der guten Steuerung des Spiels liegt.

Jetzt bin ich über ein weiteres Rally-Spiel gestolpert, das ich bisher wegen des Titels gar nicht als Rally-Spiel wahrgenommen hatte: CROSS COUNTRY RACING von Konami!
Das Spiel erschien 1999 für den Game Boy Color in Japan. 2000 folgte dann die europäische Fassung. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen INTERNATIONAL RALLY und in seinem Heimatland Japan als (wohl direkt übersetzt) IT’S A WORLD RALLY. Hier steht wenigstens Rally im Titel! Vielleicht wollte man nicht mit dem PS1-Spiel INTERNATIONAL RALLY CHAMPIONSHIP verwechselt werden oder es war vielleicht auch eine rechtliche Geschichte, aber in Europa erschien das Spiel eben als CROSS COUNTRY RACING und man kann zwischen der Sprache Englisch, Französisch und Deutsch wählen.

Wie man oben sieht, ist es ein schwarzes Modul und keines in Klarsicht. Was eben bedeutet, das es auch abwärts kompatibel ist. So läuft das GBC-Spiel eben auch super auf den Game Boy Pocket und Game Boy Classic. Wobei das manchmal ja nicht viel zu sagen hat. Das MOON PATROL/SPY HUNTER-Modul ist auch auf dem Game Boy “spielbar” oder eher startbar, den spielbar ist es nicht wirklich. Gerade durch die dunklen Hintergründe ist da auf der DOT-Matrix nicht viel zu erkennen. Selbst wenn man einen gemoddeten GB mit Frontlicht hat. Bei CCR ist dies zum Glück nicht der Fall. Auf dem Game Boy Classic sind alle Grafiken super zu erkennen und das Spiel somit genauso gut spielbar wie eben die “Schwarz-Modul”-Version von V-RALLY für den GBC (Vorsicht! Hier gibt es auch eine “Klarsicht-Modul”-Version, die meiner Meinung nach inhaltlich mit der Anderen identisch ist, aber sich eben auf einem GB oder GBP nicht starten lässt!).

Aber wie ist das Spiel so? Kann es meinen Favoriten V-RALLY für den GBC schlagen?
Einmal muss man sagen, das CCR kein Arcade-Racer wie V-RALLY für GB und GBC ist. Zwar fährt man hier aus der gleichen Perspektive (Kamera/Blick hinter dem Wagen und leicht erhöht), aber einfach losfahren und so viel Gegner wie möglich überholen um zu gewinnen ist hier nicht!
Aber gehen wir erst einmal ins Menü. Der der Sprachen-Auswahl folgen die Spielmodi. Hier wird erst einmal alles geboten, was man so von einem Rally-Spiel der späten 90ziger erwarten kann: Einzel-Rally, Meisterschaft und Zeitfahren. Das Spiel hat 20 Strecken, die man leider nicht im Einzel-Rally-Modus nicht direkt auswählen kann. Hier wird immer in der gleichen Reihenfolge der Strecken gespielt und es gilt in drei Schwierigkeitsgraden am Ende alle Gegner geschlagen/überholt zu haben. Also schon so eine Art Arcade-Modus, bloß das man hier z.B. 20 Gegner zu überholen hat, das aber nicht ein einem Streckenabschnitt, sondern eben nach und nach bis zum letzten Streckenabschnitt. Jeder Streckenabschnitt ist eine “Land” und deren dementsprechend Begebenheiten mit Asphalt-, Sand-, Schnee- usw.Strecken.

Am Anfang kann man zwischen 4 Wagen auswählen. Insgesamt hat das Spiel wohl 14 Fahrzeuge, die Freigeschaltet werden können. So weit bin ich bisher nicht gekommen. Zwischen den Streckenabschnitten muss man, wie man es gewohnt ist von PC- oder Playstation-Rally-Spielen den Wagen warten und kann eben auch Teile austauschen, wie Reifen usw. Ersatzteile und Reparaturen sind limitiert und sollten mit bedacht eingesetzt werden. Genauso gibt es vor jeder Fahrt ein paar Tipps abzurufen über das Wetter und Begebenheiten. Das sollte man beachten! Sonst kommt man nämlich nicht sehr weit. Mit einem falschen Car-Setting kommt man unter Umständen selbst bei Vollgas nicht als Sieger ins Ziel!

Ich habe es bisher noch nicht geschafft im Novizen-Modus Platz 1 zu belegen!
Bei “Meisterschaft” fährt man eben diese mit einzelnen Events. Fängt eben auch klein an und kämpft sich nach oben. Das Modul hat keine Speicherfunktion. Hier wird klassisch mit Passwörtern gearbeitet. Bei der Anfängermeisterschaft bin ich bisher nicht ins Ziel gekommen! Man fährt nur drei Strecken, mit trockenen Belag, aber hat nur ein Satz Reifen. Jedenfalls falle ich im dritten Rennen immer wegen runtergefahrener Reifen aus. Irgendwas übersehe ich da noch.
Beim “Zeitrennen” fährt man gegen eben diese und kann sich die einzelnen Abschnitte direkt auswählen zur Bestzeitenjagdt.

Es gibt auch noch den Modus “Duell”, den ich mir bisher nicht anschauen konnte. Ich habe zwar zwei GBCs und das dementsprechende Kabel dazu, aber alleine gestaltet sich so ein Spiel doch schwierig, ist aber zu zweit bestimmt spaßig!
Das A und O von so einem Rennspiel ist natürlich die Steuerung. Wenn sich die Wagen wie Seifenkisten steuert, dann bringt das schönste Spiel eben nichts. Hier haben die Mädels und Jungs von Konami alles richtig gemacht. Die Wagen steuern sich wirklich gut. Man hat nie das Gefühl nicht die Kontrolle zu haben oder das der Wagen nicht das macht was er soll. Wenn man von der Strecke abkommt, dann hat man wirklich selbst schuld gehabt.
Die Steuerung funktioniert hier also genauso gut wie bei V-RALLY!

Auf einigen meiner Game Boys habe ich bemerkt, das die Hintergrundgrafik mal stärker und mal schwächer ruckelt. Das merkt man im Eifer des Gefechts kaum, weil die Wagen sich hier ganz ruhig und ohne Ruckeln bewegen. Auf meine GB Classics ruckelt es stark. Komischerweise auch auf meinen GBAs auch. Am besten läuft das Spiel auf meinen GBCs und dem GBP.
Auch etwas was ich ein wenig nervig finde ist die nicht abstellbare Hintergrundmusik. Die ist in den Menüs ganz nett und unterhaltsam, aber beim Rennen entwickelten die Programmierer ein nutzlose Hektik, als würden die Tracks auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit laufen. Man möchte am liebsten eine Runde Baldrian ausgeben. Wenn man das wenigstens abstellen könnte! Geht aber leider nicht. Also vielleicht dann doch lieber beim Spielen den Volume-Regler auf 0 stellen.

Ist es also das beste Rally-Spiel für Nintendos Handhelden? Ja und nein. In Sachen Spieltiefe, ja, denn man kann hier an den Wagen rumschrauben und muss auch ein wenig strategisch rangehen, damit man gewinnen kann und dabei gibt es noch schöne Grafik und ein sehr gut funktionierende Steuerung. Trotzdem finde ich V-Rally für den GBC besser. Auch wenn es mehr so das Spiel für Zwischendurch ist.
Empfehlen kann ich das Spiel allemal! Es macht wirklich Spaß und ist wie erwähnt ein kleines Schmuckstück für den GBC. In OVP habe ich das Spiel bisher nicht bekommen. Das sieht man wohl eher selten und wenn dann eben recht teuer. Ich habe das lose Modul günstig aus England bekommen. Mit 6 – 7 Euro ist man aber bei der elektrischen Bucht schon mit dabei.