Bytefood

Ich war ganz schön lange nicht hier. Aus Gründen. Leider, aber gezockt wird dann trotzdem immer. Einen neuen PC gab es letzten Monat auch, leider sind alle Screenshots, die ich euch nie gezeigt habe mit ins Silikongrab.
Und da der neue Rechner gerade so richtig Spaß macht und man die ganzen Games jetzt auf vollem Rohr laufen lassen kann. Spiele ich mal so alles an.

Und weil Jens ja schon ein Borderlands2 Klo gezeigt hat, beginne ich eine andere Leidenschaft von mir, die ich schon mal in einem Tumblr sammelte. Es geht um Essen und Trinken in Games. Das sind zwei tolle Kombinationen wie wir Gamer wissen.
Ich bin jetzt schon gespannt, auf die Bilder meiner Kollegen auf keinhalma.

Also dann. Guten Appetit

Moxxis Pizza aus Borderlands 2

The Book of Unwritten Tales 2 (2015)

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Das Spiel hat hier nun auch schon 5 Jahre herumgestanden. Nun haben wir es endlich gespielt, aber so richtig weiß ich nun gar nicht, was ich dazu schreiben soll! Also fangen wir mal ein wenig mit den historischen und den Daten an. Der erste Teil von King Arts Games erschien 2009 und wurde von uns aber auch erst 2016 gespielt. Dazu hatte ich hier etwas geschrieben. Zudem kam das Spiel in einer Collector’s Edition von der man als Computerspieler bei anderen Spielen nur träumen kann! Dazu hatte ich sogar mal ein Video gemacht. Die Box enthielt seiner Zeit auch das Spiel “Die Vieh Chroniken”, dass ich ursprünglich sogar für den zweiten Teil der Reihe gehalten hatte, aber dann doch eher ein Spin-Off war, der die Vorgeschichte zwei Charaktere aus TBOUT erzählen sollte. Jene “Fortsetzung” hatten wir damals auch angefangen zu spielen, aber hatten wir nie beendet. Alles was uns an TBOUT gefallen hatte, war in den “Chroniken” nicht so wirklich vorhanden, um es kurzzumachen. Aber es soll ja nun hier heute um TBOUT2 gehen. Um es vorweg zu nehmen, auch dieses Spiel hat und enttäuscht, aber wir haben es zu Ende gespielt. Eine merkwürdige Erfahrung, auf die ich gleich zurückkomme.

TBOUT2 erschien 2015 nicht nur auf dem PC, sondern über die folgenden 2 Jahre auch für Android, iPad, iPhone, Linux, Mac, Switch, PS3 und 4, Wii U, XBox 360 und One. Beeindruckend, oder? Bis auf dem 3DS scheint das Spiel überall gefragt gewesen zu sein. Zudem gab es für den PC wieder eine Special Edition die diesmal “Almanac Edition” hieß, aber in dem gleichen Format und Design wie Teil 1 daher kam, was sich im Regal des Sammlers natürlich gut macht. So steht das Spiel auch bei mir im Regal. Wieder gab es ein wunderschönes Artbook, den Soundtrack als CD, eine Making-Of DVD, ein Poster, Postkarten und ein erweitertes Handbuch dazu. Wirklich wieder wunderschön. Ein Anspruch dem der Inhalt des Spiels nicht so wirklich entsprechen konnte. Das Spiel kann über Steam installiert werden (ein Steam Code lag meiner Verpackung bei), so kann man die Online-Synchronisation der Speicherstände nutzen. Aber man muss es nicht. Die DVD-ROM kann man auch so ohne Steam installieren (was ich gemacht habe) und das Spiel belegt dann für ein Adventure stolze 12 GB auf der Festplatte. Dafür braucht man die DVD anschließend nicht mehr zum Spielen im Laufwerk behalten, wie man es von früher her gewöhnt ist.

TBOUT2 fang quasi da an, wo der erste Teil geendet hatte. Es ist also keine neue Geschichte mit neuen Charakteren, sondern spielt einige Zeit nach den Vorfällen des Vorgängers. Wieder steuert man Kapitelweise die verschiedenen Protagonisten: den Gnom, die Elfe, den Menschen und manchmal (leider) wieder das Vieh. Dabei hat man wieder eine (auf dem PC) eine klassische Maussteuerung und bleibt auch von Action-Einlagen der hektischen Art verschont. Wenn es mal zu so einer Sequenz kommt, hat man als Spieler nicht nur alle Zeit der Welt, den nächsten Schritt zu planen, sondern kann auch immer wieder von vorn ansetzen, wenn es mal nicht geklappt oder man sich verzettelt hat. Das freut mich als Fan des klassischen Point’n’Click-Adventures natürlich besonders. Die Grafik ist hier auch ein wenig aufgehübscht worden und ist somit auf der Höhe der Zeit (2015). Und man hat hier wieder eine klassische Fantasy-Story, bei der, wie schon im ersten Teil, viele Referenzen zu Rollenspielen, andern Grafikadventuren, Bücher, Filme und Serien eingebaut wurden. So ahben die Dialoge dann auch einen leichten Humor ohne mit irgendwelchen Schenkelkopfern um die Ecke zu kommen.

Im ersten Kapitel steuert man die Elfe und dann geht es so immer abwechseln weiter. Die Geschichte ist wieder recht simpel gestrickt. Wie es sich für eine Fortsetzung gehört, ist der Bösewicht nicht wirklich weg oder tot. Das eingespielte Team aus Teil eins hat sich nach und nach getrennt. Und dann treten neue-alte Probleme auf, die vom Spieler gelöst werden müssen. Der Schwierigkeitsgrad, der meiner Meinung nach im ersten Teil schön langsam angezogen wurde, hüpft hier zwischen den Kapiteln immer schön hin und her bzw. auf und nieder. Und tatsächlich hatten wir beim Spiel das Gefühl das es zwischen den Kapiteln mit den Rätseln zwischen Pippi-einfach bis unlogisch-schwer immer hin und her wechselte. So als wären die Kapitel von verschiedenen Teams gemacht worden, die sich unter einander nicht abgesprochen hatten. So fängt das Spiel recht moderat an. Die Rätsel im ersten Kapitel gehen wirklich gut und man hat immer wieder eine Vorstellung davon was man so ungefähr als Nächstes machen muss. Ein schöner Spielfluss also. Dann gibt es aber eben auch Kapitel wo ich die Rätsel nicht als schwer bezeichnen würde, sondern eher als unlogisch. Und zwar von der Art: Da wäre ich ja nie drauf gekommen! Oft wussten wir dann auch gar nicht weiter. Und was nu? War eine häufige Frage in jenen besagten Kapiteln. Da kamen wir nur weiter, wenn wir alle Locations abgelatscht sind und alles mit jedem versucht haben zu kombinieren. Schlimmstenfalls mussten wir in eine Komplettlösung gucken.

Insgesamt gab es 6 Kapitel. Bis auf ein Kapitel, bei dem wir unerwarteterweise ganz schnell und eher plötzlich in einer Stunde durch waren, sind alle Anderen sehr lang. Im vierten Kapitel hatten wir sogar das Gefühl gehabt, schon fast mit dem Spiel durch zu sein, also kurz vor dem “Finale” zu sein. Und dann kamen doch noch zwei Kapitel. Insgesamt haben wir eine Spielzeit von ca. 35 bis vielleicht 40 Stunden gehabt (ja, es gibt eine Spielzeiterfassung in dem Spiel, aber ich hatte das Spiel rein von der DVD-Installation aus installiert, ohne über Steam zu gehen, was ja durchaus heute selten ist und eigentlich positiv erwähnt werden sollte, dass dies hier möglich ist, aber dann haben wir zwischendurch den Rechner wechseln müssen, sodass ich die Save-Stände manuell umkopieren musste und scheinbar hat das das Spiel uns übel genommen, denn danach zählte der Zeitzähler rückwärts. Also mussten wir uns die Spielzeit am Ende ein wenig errechnen). Das ist eine lange Spielzeit für eine modernes Adventure. Aber ob man das als gut bezeichnen kann? Denn wie oben erwähnt sind wir bei einem Kapitel besonders viel hin und her gelaufen, weil wir nicht so richtig wussten, was das Spiel eigentlich nun von uns erwartet, um ins nächste Kapitel zu kommen. Da kann man bestimmt noch 5 Stunden abziehen.

Trotzdem wir dann nach Kapitel 4 in Kapitel 6 fast schon froh waren zum Finale zu kommen, war das dann doch eher enttäuschend. Nicht mal die Actioneinlage am Schluss selbst, denn man hatte als Spieler ja genug Zeit um herumzuprobieren ohne ein Zeitdruck, aber das Spiel war dann doch eher plötzlich zu Ende. Und zudem noch mit einem Cliffhanger! Wenn man das Spiel 2015 gespielt hat, dann hatte man ja noch Hoffnung gehabt, weil man sich dann eben auf den dritten Teil freuen konnte, aber 2020 weiß man natürlich, das es keinen dritten Teil geben wird. Und da ist es schon ein besonders Krasser Cliffhanger. Wenn man sich die Mühe macht und sich den kompletten Abspann anschaut, kommt am Ende noch eine Bonus-Szene wie bei den Marvel-Filmen oder Fast And The Furious. Das macht es aber auch nicht besser. Eher schlimmer. Nun geht es uns so, dass wir das Spiel eben nicht so berauschend fanden im Vergleich zum ersten Teil. Also vermissen wir jetzt hier nicht wirklich eine Fortsetzung, wie z.B. wie bei A VAMPIRE STORY, aber trotzdem lässt einen das Ende doch eher noch frustrierter zurück als die Mängel des Spiels. Als Sammler kann ich ja die Almanac Edition empfehlen, aber leider hat man eben an der Verpackung und dem Drumherum mehr Freude als am Spiel.

Ein Western für alte Männer

Red Dead Redemption 2 ist das Spiel, mit dem ich meinen neuen Rechner ausprobieren wollte. Eine Ryzen 9 CPU, GTX 2070s, 32GB RAM und eine schnelle SDD-Festplatte sollten das Spiel in bester Qualität auf dem Bildschirm abliefern – und das tun sie auch. Die Frage ist nun nur: Ist das Spiel auch gut?

Nun ist es ein Rockstar Spiel. Das heißt, es ist quasi per default ein gutes Spiel, wie alle ihre Spiele, aber man muss es auch mögen. Bei GTAV dauerte es eine Weile, bis ich es mochte, dann habe ich es eine Weile gern gespielt und irgendwann flachte das Interesse ab: Die Protagonisten waren mir zu unsympathisch, die Stadt zu generisch und die Aufgaben zu egal, um dran zu bleiben. Insoweit gehe ich auch an RDR2 mit einer gewissen Skepsis ran.

Jetzt habe ich das erste Kapitel durch und kann schon mal sagen: Was die Sympathie für den Protagonisten angeht oder für die “Gang” ist dieses Spiel wesentlich zugänglicher. Die Leute wachsen einem sehr schnell ans Herz. Jede*r hat ihre/seine tragische Geschichte und man erfährt sie nach und nach. Im Gegensatz zum teilweise sehr bemüht wirkenden “satirischen” Ansatz von GTA finden wir hier zwar auch jede Menge Genretropes, aber die Personen, mit denen man zu tun bekommt, sind nicht krass überzeichnete Karikaturen sondern gut ausgearbeitete Charaktere und das ist gut so. Denn das gibt dem eigenen Handeln Sinn und Gewicht.

Ich denke, dass das nicht der einzige Artikel zu RDR2 bleiben wird, daher bleibe ich mal beim Thema, weswegen ich diesen angefangen habe: Das Spiel macht nämlich etwas, das mir – nach anfänglichen Schwierigkeiten – sehr gut gefällt. Es ist schwerfällig. Viele Rezensionen beklagen das als Nachteil. Die Steuerung verlangt ständig, dass man eine Taste längere Zeit hält, um eine Aktion auszuführen, Aktionen selbst werden in ausführlichen Animationen ausgeführt und die Bewegungsgeschwindigkeit, ob zu Fuß oder zu Pferd, ist angesichts der riesigen Landschaft und der durchaus weiten Wege, sehr langsam. Was kein Wunder ist, weil man sich nun mal zu Fuß oder per Pferd auch nicht wirklich schnell bewegt, schon gar nicht auf Dauer.

Ich glaube, dass das Absicht ist: Man spürt förmlich, dass es anstrengend ist. Dass alles anstrengend ist. Man kämpft sich Schritt für Schritt durch Schnee, man hievt sich aufs Pferd, man bückt sich ächzend, um irgendwas aufzuheben oder einen erschossenen Bösewicht zu durchsuchen und so weiter. Nur wenn es eine Schießerei gibt, wird die Bewegung dynamischer und das ist auch der Grund, weshalb ich glaube, dass das so gedacht ist: Das Leben als älterer Revolvermann ist unbequem und anstrengend.

Wenn man sich darauf einlässt, dass das Spiel einen “runterbringt” und man sich an die Geschwindigkeit anpasst, verliert sich das Gefühl, dass man ständig gegen die Steuerung arbeitet, schnell. Dann fließt das Spiel schön vor sich hin, langsame Passagen, schnelle Passagen, dazwischen schöne Musik und stimmungsvolle Cutscenes.

Das ist, was RDR2 besonders macht: Es simuliert konsequent eine bestimmte Welt und ein bestimmtes Leben. Wenn Dich das interessiert, ist es Dein Spiel. Wenn nicht, wirst Du keinen Spaß haben, denn es gibt keinen Kompromiss, der es erlaubt, dem Spiel den eigenen Spielstil aufzuzwingen.

Mir macht es Spaß, denn die Immersion funktioniert für mich. Vielleicht erleichtert das Alter das, aber wenn ja, bin ich froh, dass es mal ein Spiel gibt, das mal nicht nur junge Menschen als Zielgruppe sieht.

Ich spiele es sicher eine Weile weiter und melde mich sicher, wie es so weiter geht…

Switched am Bach

Weiter muss ich mir ja anhören, dass ich als Game-Boy-Fan noch immer keine Switch habe! Mein Argument, dass die Switch ja nun eigentlich kein Handheld und somit Nachfolger vom 3DS ist, wird nun mit dem heranziehen der Switch lite ins Felde gezogen. Richtig. Die lite ist nun wirklich wieder nur ein reiner Handheld. Und auch ist es richtig, dass ich bei der DS-Reihe erst wirklich beim Erscheinen des DS lite eingestiegen bin. Vorher war beim originalen DS die Killer-App NINTENDOGS gewesen. Ein Genre mit dem ich nun überhaupt nichts anfangen konnte und natürlich immer noch nicht kann! Ich bemängel ja immer wieder, dass es für mich auf der Switch nicht DAS Game bisher gibt, dass die Switch zu einem Must-have macht. So wie TETRIS auf dem Game Boy. Wobei es beim DS für mich zunächst auch keine Killer-App gegeben hatte! Es war mehr so gewesen, dass die Little Miss Fangirl und Frau Stardustlyricer plötzlich sich beide ein DS lite gekauft hatten. Danach ist in mir das Interesse an der DS-Linie erst gestiegen, weil man eben GBA-Spiele mit einem wunderschönen Backlite auf jenen spielen konnte! Die Killer-App war da also der Bildschirm gewesen. Wir erinnern uns: Der originale GBA hatte gar keine Beleuchtung und der GBA SP dann nur ein eher dunkles Frontlight. Das Model AGS-101 mit dem Blacklight, hatte ich zu aktiven Zeiten des GBA gar nicht mitbekommen.

Wobei schon mein erster GBA für mich erst auch mehr so ein Hardware-Upgrade war um alte GB-Spiele auf einen besseren Bildschirm spielen zu können. Das sind also alles Argumente für einen Einstieg in die Switch-Welt, die bei diesem Gerät nicht gelten. Es gibt hier das erste Mal bei Nintendo-Handhelds keine Hardware-mäßige Abwärtskompatiblität! Und es ist auch kein Argument, dass einige Hersteller im eShop Retrogames anbieten. Die Switch hat nicht einmal eine Virtual Console wie die Wii oder der 3DS! Am Anfang hieß es noch, die würde später folgen, aber scheinbar hatte das Nintendo niemals wirklich vorgehabt und wird es wohl auch nicht mehr tun. Die Retrogame-Sammlungen die es nun im eShop gibt, kann ich viel komfortabler an meinen Android-Geräten oder an meinen modifizierten DS- und 3DS-lern spielen. Also alles kein Pro für mich für eine Switch!

Nun Geschichte wiederholt sich bekanntlich. Für meine Frauen hier im Haushalt ist dieses Jahr die Killer-App erscheinen: Animal Crossing New Horizon! Noch so eine Spielreihe, die mich nie interessiert hatte. Ich fand das ja alles auf dem DS damals recht niedlich, aber das Spielprinzip hatte mich nicht gecatched. Nun sitzen die Beiden zusammen auf dem Sofa und treiben sich auf ihren Trauminseln herum. Wie damals also mit den beiden DS lite(s) sind hier nun zwei Switch lite(s) im Haus. Und keine davon ist meine. Klar habe ich mich schon mal da durch den eShop gewühlt. Alles was mich da interessiert hätte, habe ich schon auf anderen Systemen. Also was soll ich mit einer Switch machen? Vielleicht kommt das noch. Irgend wann fängt mich Nintendo immer mit ihren Handhelds ein. Was Ihnen bei mir mit ihren Heimkonsolen ja nie groß gelungen ist. Die einzige Konsole, die je in meinem Haushalt sich eingefunden hat um zu bleiben, war die Wii. Davor und danach hat mich das alles nicht so wirklich interessiert. Mal sehen wann es bei mir switched.

Heaven’s Hope (2016)

HEAVEN´S HOPE ist diese Art von Adventure, die so fast an mir vorbei gegangen wer. Ich kann mich zwar an die Werbung auf Steam erinnern, als es seiner Zeit heraus kam, aber ich hatte es irgendwie nicht als Grafikadventure wahrgenommen. Dann hatte ich es im Frühjahr 2017 als DVD in einem Kaufhaus auf einem Grabbeltisch für 5 Euro bekommen. Ich weiß nicht ob hier auch eine “einfache” DVD-ROM-Version erschienen ist, aber ich habe hier die sogenannte Special Edition. Wobei hier SE bedeutet, das um die DVD-Amaray-Box noch eine Pappbox mit einem Klappcover gestaltet wurde. Was an sich auch schon sehr schön ist! Und eben leider viel zu selten geworden ist. Das beworbene Artbook ist dann leider nur als digitale Version auf der DVD. Trotzdem lohnt es sich dieses Mal anzuschauen, denn das Spiel besticht besonders durch seine liebevollen und detailreichen gemalten Hintergründe. Die Figuren sehen auch gut aus und passen sich gut in den Hintergründen ein. Allerdings sind sie ein wenig merkwürdig animiert und wegen sich ein wenig ruckartig. Wenn man sich den Trailer anschaut, dann sieht man, dass dies nicht an dem eigenen Rechner liegt, der zu schwach sein könnte, sondern das es einfach so ist. Das stört aber nicht wirklich beim Spielspaß und ist meckern auf hohen Niveau. Das Spiel ist von dem deutschen Entwickler Mosaic Studios aus Hannover. Auf Moby Games sind sie nur mit diesem Spiel gelistet. Auf ihrer Webseite wird das Gründerjahr 2010 genannt und noch ein Strategiespiel DUKES OF WAR. Sonst sind dort die letzten News von 2016 zum OST von HH.

HH ist ein klassisches Point’n’Click-Adventure mit einer modernen 2.5D-Optik. Ausgestattet ist das Game auch mit dem Üblichen wie ein Inventare, hier am unteren Spielrand, in dem man auch sich seine aufgenommenen Items ansehen und auch mal kombinieren kann. Eine Hotspot-Funktion ist auch vorhanden und zudem gibt es immer wieder Tipps von den Begleitern des Protagonisten. Man steuert meist Talorel einen Engel der am Anfang des Spiels auf der Erde abstürzt ist und dabei seine Flügel und seinen Heiligenschein verloren hat. Es geht also darum Talorel wieder zurück in den Himmel zu kriegen. Dabei helfen ihn zwei Engel-Freunde, die sich als Porträts am oberen Bildschirmrand immer wieder mal zu Wort melden und eben auch Tipps geben. Zudem rettet man einer Feldmaus das Leben (nachdem man sie aus Versehen umgebracht hat), die einen dafür, also für das Lebenretten und nicht das Töten, so dankbar ist, dass sie einen von nun an begleitet. So findet man sie von da an in seinem Inventar und kann sie an einigen Stellen anwenden und steuern. Später bastelt man sich noch einen kleinen Homunkulus, den man dann auch steuern kann und mit ihm einige Aufgaben lösen kann, die man als Maus oder Talorel nicht erreichen kann. Im Wald und im Dorf trifft man auf einige Dorfbewohner, die einen auch helfen, nachdem man eine Aufgabe für sie gelöst hat. Hier gibt es also nicht nur amüsante Gespräche unter den Engeln, sondern auch mit den Dorfbewohnern. Natürlich gibt es auch eine BösewichtInnen. Die Nonne Greta hat im Dorf wieder die Inquisition eingeführt und terrorisiert damit die Dorfbewohner. Natürlich muss man auch so ganz nebenbei Greta eines Besseren belehren.

In das Spiel kommt man wirklich schnell rein. Die Rätsel sind nicht all zu schwer und übersichtlich. Es gibt ein Notizbuch, in das man jeder Zeit schauen kann, damit man auch noch am nächsten Spieltag weiß, was denn noch so ansteht und zu tun ist. Die Figuren sind liebevoll von professionellen Sprechern eingesprochen worden und der Humor ist auch einen guten Level mit einigen Referenzen zu z.B. Ghostbusters. Die Musik ist passend und unaufdringlich. Das Setting erinnert an Lucas Arts Games und kann sich gut bei modernen humorvollen Grafikadventuren einordnen. Und steht dabei ganz vorn! Die Spielzeit wird mit über 12 Stunden beworben. Wir waren auch mit knapp 12 Stunden durch. Es hat und wirklich extrem viel Spaß gemacht und es ist wirklich schade, dass das Spiel so relativ wenig Aufmerksamkeit gefunden hat. Zur Zeit hat das Spiel bei Steam ein Normalpreis von 10 Euro. Was für ein so gutes Spiel wirklich preiswert ist! Unbedingte Spielempfehlung!

Jack Keane 2 (2012)

2007 brachte Deck 13 als Entwickler das Grafikadventure JACK KEANE auf den Markt. Jan Klose als Projektleiter war wie andere seines Teams u.a. an den drei ANKH-Teilen beteiligt gewesen. JACK KEANE war schon sehr stark an die MONKEY ISLAND – Serie von Lucas Arts angelehnt gewesen. Die Little Miss Fangirl und ich hatten das Spiel Ende 2008 nach den drei ANKH-Teilen gespielt. Das Spiel war nicht schlecht gewesen, aber die ANKH-Teile hatten mehr Spaß gemacht. Teil 2 erschien nun 2012. Seiner Zeit in auch in einer limitierten Special Edition. Über jene hatte ich in meiner (sehr) kurzen “Karriere” als YouTuber auch ein Video gemacht.

Seit 2013 hat das Video immerhin 20 Aufrufe!

Ich muss aber sagen, so toll die Special Edition ist, so toll war dann das Spiel in unseren Augen nicht. Ja, der Humor war teilweise recht unterhaltsam. Aber die Spielmechanik hat uns beiden gar nicht zu gesagt. Allen voran die merkwürdige Steuerung in für ein Grafikadventure ungünstigen 3rd-Person-Perspektive. Das läuft nicht nur sehr harkelig ab, sondern nötigte uns dazu eine Mischung aus Maus und Tastatur anzuwenden um Jack durch seine Welt zu bewegen. Jetzt könnte man glauben, liegt bestimmt daran, dass das Spiel auch für diverse Konsolen entwickelt wurde und hier für natürlich eine Gamepad-Steuerung gebraucht wurde. Aber weitgefehlt! Das Spiel ist nur für Windows erschienen, soweit ich weiß. Eine Gamepad-Unterstützung gibt es auch nicht. Wir hatten es versucht, den z.B. hatte sich das Remake von KING’S QUEST auch besser mit dem Gamepad als der Tatstatur spielen lassen. Im Startmenü des Spiels funktionierte das Gamepad auch, aber dann im Spiel nicht mehr. Sehr merkwürdig!

Gesprochen wird Jack Keane von David Nathan, der für seine Stimme für Johnny Depp bekannt ist und uns ein wenig irritiert hatte, weil wir ihn erst gerade bei BLACK MIRROR als Samuel Gordon gehört hatten. Aber die ungünstige Steuerung hat uns noch nicht so verschreckt, wie die Rätsel. Leider gehört JK2 meiner Meinung nach zu der Art Spiele, bei denen man oft rumsteht und nicht die geringste Ahnung hat, was man denn nun jetzt machen soll und wie es weiter geht. Aber vielleicht sind wir da ja nur zu blöd zu. Gleich der Anfang ist so eine Art Action-Sequence, was ich ja in Grafikadventure hasse. Zum Glück sind jene Szenen nicht unter Zeitdruck, aber sie nerven gewaltig. Im Endeffekt waren wir nach 4 Stunden nicht viel weiter als in das zweite Kapitel gekommen und hatten dann keine Lust mehr. Mit anderen Worten: Wir haben das Spiel abgebrochen.

Vielleicht ist es ja kein schlechtes Spiel, aber für Freunde des klassischen Point’n’Click-Grafikadventures ist es unserer Meinung nicht geeignet. Was bleibt mir dabei? Eine schön gemachte Special Edition fürs Spieleregal!

Black Mirror III (2011)

BLACK MIRROR II hatte zwar nicht ein direkten Cliffhanger, aber es waren natürlich noch viele Fragen offen und das Finale legte auch eine Fortsetzung nahe. Zudem muss ja heutzutage alles immer gleich eine Trilogie werden, wenn es schon eine Forstsetzung gibt. Ich denke, das war ganz offensichtlich bei der Entwicklung der vom zweiten Teil so geplant gewesen. So ist Teil drei zwei Jahre nach den Zweiten erschienen. So weit ich beurteilen kann mit demselben Team entwickelt und auch dieselbe Grafikengine wurde verwendet. Die Spielgrafik ist auch soweit ganz gut und den 2010er Jahren entsprechend. Die Videosequenzen sind da eher so “naja” wie schon beim Vorgänger. Zudem hatte ich das Gefühl, dass es hier noch “weitere” Totaleinstellungen benutzt wurden, als schon im zweiten Teil. Der Vorteil davon ist, dass ein Raum dann auf einem Bildschirm übersichtlich zu sehen ist und man sich nicht schwindlig scrollt, der Nachteil ist, wenn man ein großes Umfeld hat, wie riesige unterirdische Katakomben, dann werden nicht nur die Figuren auf dem Bildschirm sehr klein, sondern auch alle Items die man entdecken muss. Gerade bei den düsteren Grafiken findet man diese visuell selbst auf einen 28″Monitor kaum. Okay, es gibt die Hotspot-Funktion wieder, aber die braucht man wegen diesem Umstand auch sehr häufig.

Hotspots kann man sich also via Space-Taste wieder anzeigen lassen, dafür fehlen die Tipps nun in den Tagebucheintragungen von Darren. Warum auch immer. Es gibt ein paar wenige neue Charaktere, sonst hat man es mit den Personen aus Teil 2 zu tun. Anfangs hat man auch wieder nur die gleichen Locations minus denen in den USA, bloß das das Schloss nun nach dem Brand arg beschädigt ist. Darren mag zwar im zweiten Teil mit dem Leben davon gekommen zu sein, aber nun denkt die Polizei, dass er das Schloss angezündet hätte. Also geht es mal wieder darum seine Unschuld zu beweisen und nebenbei den Fluch der Gordons loszuwerden. Das spielt sich ganz okay, wie im zweiten Teil. Es gibt wieder 6 Kapitel. Die ersten 5 Kapitel laufen nach Schema “F” der Black-Mirror-Spiele ab, das 6 Kapitel ist da in zweierlei Hinsicht etwas anders. Aber dazu komme ich weiter unten im Spoiler-Part. Wenn einen die ersten beiden gefallen haben, dann wird man mit Teil drei nicht wirklich enttäuscht. Auch heute kann sich das Spiel noch so weit sehen lassen und die Rätsel sind okay und unterhaltsam. Man muss nur weiter mit einer mürrischen und klugscheissernden Hauptfigur zurechtkommen. Aber das ist scheinbar das Rezept der Reihe. Es gibt seit 2017 einen vierten Teil von einem anderen Entwickler, der einfach nur BLACK MIRROR heißt. Es ist aber wohl keine Fortsetzung. Die Geschichte spielt vor rund 100 Jahren und es betrifft wohl einen anderen Zweig der Gordon-Familie. Kritiken hatte jenes Spiel hauptsächlich wegen seiner mangelhaften technischen Umsetzung und das einige das Spiel wegen einem Bug nicht beenden konnten. Ob jener beseitigt wurde oder nicht, konnte ich nicht herausfinden. Jedenfalls sollte es ein Reboot der Serie werden und die scheint nun gleich mit Teil 1 der neuen Trilogie beendet zu sein.

Nun also SPOILER! Was ist also anders am sechsten Kapitel? Die ersten Fünf steuert man Darren bzw. nun also Adrian (Gordon). Das er der Sohn von Samuel Gordon ist, sollte einen nach dem Ende vom zweiten Teil klar gewesen sein. Nett wäre hier ein Twist gewesen, dass er im dritten Teil herausbekommt, dass er ein weiteres Mal angelogen wurde und nun doch nicht der Sohn von Samuel ist. Aber die Chance hat man hier verstreichen lassen. Deswegen gibt es in den ersten 5 Kapiteln keine Überraschungen. Im fünften Kapitel bekommt man dann heraus, das die Pflegerin von Adrians Urgroßmutter Victoria gar keine einfache Pflegerin ist, sondern eine “Agentin” des Vatikans. Am Ende des fünften Kapitels wird an Adrian ein Exorzismus durch geführt, nachdem Adrian im Tiefschlaf liegt und der Pfarrer der Gemeinde, der den Exorzismus durchführen wollte, tot ist. So steuert man im sechsten Kapitel also die Pflegerin bzw. die “Agentin” des Vatikans. Nach ein paar kleinen Rätseln wacht Adrian auf und danach kann man beide Figuren steuern. Also man kann zwischen den Charakteren hin und her switchen wie man es auch aus BROKEN SWORD oder SECRET FILES kennt. Das funktioniert hier ganz gut. Schonmal weil man sich die meisten Gegenstände mit beiden Figuren ansehen sollte. Beide sehen in den Gegenständen meist etwas anderes und manchmal ergänzen sich die beiden Informationen, was einen als Spieler dann weiterhilft. Außerdem gibt es dabei witzige Dialoge, was dem Spiel bis dahin gefehlt hatte. Denn ein ständig nörgelnder und sarkastischer Darren/Adrian ist auf Dauer nicht besonders witzig, sondern nervend! Im letzten Kapitel hat man das Gefühl als wären die Macher vom zweiten Teil und den ersten 5 Kapiteln vom Dritten nach Hause gegangen und ein anderes Team hat übernommen. Aber diesmal zum Vorteil! Im letzten Kapitel gibt es ein paar rechte komplizierte Rätsel, wo wir ganz schön ins Schwimmen gekommen sind. Unfair oder unmöglich zu lösen waren sie alle nicht, nur eben schwer. Aber mit Hilfe der zwei steuerbaren Charaktere hatte das seinen Charme und hat einen beim Spielen nicht zu sehr frustriert. Da fragt man sich wirklich: Warum nicht so schon früher im Spiel? Oder gar gleich zum Anfang des dritten Teils? Das hätte das ganze Spiel durchaus aufgewertet und so hätte das Spiel vielleicht auch ein ganzes Stück mehr Spaß gemacht. Noch eine ungenützte Chance.

Seine alte Hard- und Software neu entdecken: Die Playstation

Eigentlich geht es mir heute mehr um Software als um Hardware. Aber ich fange erst einmal mit der Hardware an: Die Sony Playstation. Von mir in den 90zigern liebevoll “Paystation” genannt, war ursprünglich ein Projekt von Nintendo und Sony. Sony sollte für den SuperNintendo bzw. SuperFamicom ein CD-Laufwerk liefern. Dazu gab es auch den berühmten Prototypen, der unlängst versteigert wurde. Jedenfalls hatte Nintendo plötzlich keine Lust mehr gehabt, eine Version des SNES mit CD-ROM rauszubringen und so nahm Sony das gewonnene Nowhow und brachte ein paar Jahre später die Playstation auf den Markt. Und mit dieser Spielkonsolen-Serie dominiert Sony seither den Heimkonsolenmarkt. SEGA haben sie quasi damit vollends in die Knie gezwungen. Nintendo hat sich in ihre Nische zurückgezogen und konnte nur kurzzeitig mit der Wii wieder Land gewinnen. Und trotz dem vielen Geld hinter Microsoft, war die X-Box-Reihe ab Version 2 bzw. XBox360 zwar erfolgreich, aber Sony konnten sie nicht direkt den Schneid abkaufen.

Hatte ich Damals also eine PSX, wie sie die Fans seither liebevoll nennen? Nein, ich habe selbst nie eine besessen. Ich hatte eine Zeit lang mir immer mal wieder eine von Freunden geliehen, aber selbst nie gehabt. Spiele hat ich mir ein paar zugelegt. Einige liefen dann sogar auf der Damals beliebten Bleem-Software auf dem PC. Aber im Grunde nur wenige. Als dann die PS2 erschien, legte ich mir diese zu. Es sollte eine fast komplette Abwärtskompatiblität herrschen, aber so ganz stimmte es bei mir nicht. So lief merkwürdigerweise nie die PSX-Version von dem Videopinball TILT auf meiner PS2. Warum auch immer. Heute kann man PSX-Spiele auch größtenteils auf der PSP oder der Vita spielen (natürlich nur wenn die Geräte dementsprechend gemoddet sind). Ich spiele meine PSX-Spiele allerdings immer noch lieber am PC, weil es neben den Emulatoren auch wunderbare Grafikmods und Shader gibt, sodass sie alte PSX-Grafik, die ja nun wirklich eher schlecht gealtert ist, ein wenig aufhübschen kann. Nun will man ja nicht gleich immer den SpielePC anschmeissen, wenn man mal ein PSX-Spiel spielen will. Mittlerweile ist die Hardware von Android-Geräten auch schon lange so weit, dass man hier auch flüssig PSX-Spiele drauf Zocken kann und eben auch via USB-C auf einen Monitor oder dem Flatscreen-TV bringen kann.

Jetzt war ich bis eben auch schon bei der Software, also den guten alten PSX-Spielen gelandet. Jetzt komme ich erst einmal zur Hardware zurück. Nintendo hatte den Goldrush mit den Minis losgetreten. Aber da ich nie ein Fan des NES oder des SNES war, hatten mich die Geräte nicht gereizt. Erst der C64 Mini hatte mich als alter C64-User gereizt. Die Spiele die dort implementiert waren, hatten mich auch nicht alle angesprochen, aber der Hersteller selbst hatte mit einem Software-Update dafür gesorgt, dass man seine eigenen Spiele, wenn man sie im dementsprechend Format schon vorzuliegen hatte, auch auf den C64 Mini spielen konnte. Vorbildlich!

Sony dachten sich dann, dass was Nintendo kann, können wir schon lange! Also brachten sie die Playstation Classic auf den Markt. So nun ist es so, dass die Nintendo-Minis ohne ein Software-Modding auch keine eignen Spiel abspielen können. Auch das wollte Sony auch. Aber auf den Nintendo-Minis versammelten sich ein Großteil der eigentlichen Spiele-Hits der Konsolen! Und das hat Sony nicht geschafft. Nun ist es so, dass Sony nie selbst für ihre Hardware Spiele entwickelt hatten wie Nintendo. Da war es wahrscheinlich schon schwieriger mit den Rechten usw. Deswegen hat es dann wohl auch etwas länger gedauert, als angekündigt, bis die Mini-Konsole auf den Markt kam. Aber das Ergebnis der Spieleauswahl war für Fans schon sehr enttäuschend. Ja, so ein paar Hits sind da schon mit eingebaut, aber zu wenig und alles nicht besonders vielseitig. Für mich gibt es auf dem Teil nicht ein Spiel, das mich persönlich interessiert! Als der Preis auf 30 Euro gefallen ist, hatte ich das Gerät im letzten Jahr doch gekauft. Auf dem Regal sieht es ja ganz hübsch aus. Das Design und die Details sind schon gelungen. Einmal hatte ich das Gerät am Monitor angeschlossen (ob es denn wirklich funktioniert) und dann wieder weggestellt. Jetzt habe ich mir das Teil doch noch mal vorgenommen. Grund war die Webseite Modmyclassic.

Das Project Eris (aka BleemSync) ist wirklich eine interessante Sache. Erst einmal ist hier die PSC sehr leicht zu modden. Dazu braucht man nur die Software und einen USB2.0-Stick (oder älter). Auf einen USB3.0-Stick sollte man verzichten, weil jener versuchen könnte Strom von der PSC zu ziehen. Das soll nicht so gesund für die Konsole sein. Man kopiert die Software also nur entpackt auf den USB-Stick und steckt diesen in den zweiten USB-Port, der sonst für den zweiten Controller gedacht ist. Dabei sollte man das Stromkabel der Mini-Console nicht angeschlossen haben. Wenn der USB-Stick also drin steckt kann man die Console wieder anschalten und muss nur noch den Instruktionen am Bildschirm folgen. Schon ist die Konsole gemoddet. Für die Aktion muss der Stick vorher mit FAT32 formatiert sein. Danach muss man den Stick auf NTFS oder exFAT formatieren und die Software wieder komplett auf den Stick kopieren. Hier gibt es im Root gleich ein Ordner der “transfer” heißt und in dem man seine gedumpten Spiele kopiert. Dazu kann man jedes Programm nutzen, das aus CD-ROMS ISOs erstellen kann. Die ISO- und die dazu gehörende CUE-Datei kopiert man in den Tranfer-Ordner auf den Stick. Das Spiel wird dann beim Neustart der Konsole mit den Stick im USB-Port 2 automatisch konvertiert und dem Menü der PSX-Spiele hinzugefügt. Taucht das Spiel nicht im Menü auf, dann ist die ISO nicht richtig erstellt worden. Manche Spiele lassen sich nicht zu der Kombi ISO/CUE umwandeln. Hier helfen Grabber-Programme die BIN-Dateien erstellen können. Die PE-Software kann auch BIN-Dateien verarbeiten.

Und schon kann man seine Lieblings-PSX-Spiele auf der PS Classic und via HMDI spielen. HMDI macht die alten PSX-Spiele nicht unbedingt gleich schöner, aber wenn man während des laufenden Spiels auf dem Gampad Select und Dreieck gleichzeitig drückt, erscheint ein On-Screen-Menü bei dem man neben Save-Ständen und Co auch noch einige Tweak-Möglichkeiten hat. Da muss man dann ein bisschen rumspielen und bekommt so bei einigen Spielen eine etwas schönere Grafik. Aber das ist noch nicht alles was Project Eris bietet. Denn in der Software gleich enthalten ist auch das Emulator-System Retroarch! Die Webseite stellt für Retroarch eine Vielzahl von Consolen-Engines bereit. So kann man dann auf der gemoddeten PSC direkt Retroarch benutzen oder die vom Projekt mitgelieferte Emulator-Station benutzen. Sie eine Oberfläche benutzt, die ich zumindest, von Retropie bisher kannte. Einige Emulationen wie C64 und Atari5200 habe ich bisher nicht zum laufen gebracht. Dafür laufen sämtliche Nintendo- und Sega-Emulatoren. Der Atari 2600 auch, aber in einen sehr unscharfen Bild. Aber, okay, das ist dann so richtig Retro eben. Möglichkeiten gibt es da noch sehr viel mehr, aber die habe ich nicht getestet. Mir war auch sehr viel wichtiger meine alten PSX-Spiele auf der PSC spielen zu können, so dass die Mini-Konsole nicht nur zu Ansicht auf dem Regal steht.

Ich finde die USB-Mini-Versionen der PSX-Controller ganz okay. Sie reagieren gut und die Button sind nicht so schwabblig. Kein HighEnd aber eben auch kein Billigmüll. Mit anderen USB-Controllern die ich hier von 8bito und Co. rumzufliegen habe, kam die PSC nicht so gut zurecht. Die gemoddete Version hatte danach keine Probleme mehr. Auch die USB-Version des Joystick-Klassikers Competion Pro funktioniert. Zum Navigieren durch die Menüs brauchte ich den PSC-Controller noch, aber als ich dann in den Emu-Station z.B. den Atari-2600-Emu gestartet hatte, hatte ich die beiden Controller ausgetauscht und ich konnte mit dem Joystick z.B. MOON PATROL oder H.E.R.O. spielen. Also um mal schnell eine kleine Retrogames-Runde einzuschieben, ist dies eine gute Lösung wie ich finde. Schnell mal an einem Monitor oder Fernseher angeschlossen und schon kann es los gehen ein paar Videospiele aus dem letzten Jahrhundert zu spielen.

Black Mirror II (2009)

BLACK MIRROR aus dem Jahr 2003 war seiner Zeit ein recht erfolgreiches Grafikadventure gewesen. Allerdings sah es da nicht nach einer Fortsetzung aus. Schonmal weil die Story so weit abgeschlossen war. Das Entwicklerstudio Future Games hatte sich seinem nächsten Adventure zu gewendet und Special Editions zu BLACK MIRROR erschienen und dann wurde es erst einmal ruhig um das Spiel und seine Story. Hier übernahm dann das deutsche Entwickler Studio Cranberry Productions (heute mehr als Deck 13 bekannt), dass seit 2002 existierte und im Jahr 2008 das Grafikadventure MATA HARI entwickelt hatten. 2009 erschien BLACK MIRROR II. In Deutschland und in den meisten europäischen Ländern hieß das Spiel auch einfach so. In Tschechien hieß es dann aber natürlich POSEL SMRTI 2, weil es da nie BLACK MIRROR hieß. In Nordamerika hieß das Spiel wohl BLACK MIRROR II: Reigning Evil. Anschließend wurde auch BLACK MIRROR III von den Hannoveranern entwickelt. Jenes erschien dann 2011. Ihr populärstes Adventure allerdings Jane Jensens’ GRAY MATTER von 2010, an dem sie auch beteiligt waren. Aber bleiben wir erst einmal bei BLACK MIRROR II. Eine unerwartete Reise Fortsetzung.

Zunächst einmal ist es ein klassisches Point’n’Click-Adventure, wie schon sein Vorgänger. Hier wurde allerdings eine neue Grafik-Engine verwendet, so das das Spiel den typischen Look von europäischen Grafikadventure der späten 2010er Jahre hat. Die schön gezeichneten Hintergründe und die gut animierten Figuren erinnern nicht von ungefähr an GEHEIMAKTE TUNGUSKA und Co. . So gibt es hier nun auch neben den Spielhilfen, die es auch schon im ersten Teil gab, jetzt auch die dazu schaltbaren Hotspots, sodass man nicht mehr den Bildschirm mit dem Mauszeiger abfahren muss, um die Pixel großen Items zu finden. Gerätselt wird wieder klassisch mit Gesprächen mit den NPCs, Verschieberätseln, Kombinationsaktionen und man ist wieder ständig auf der Suche. Auf Aktioneinlagen hat man auch hier wieder zum Glück verzichtet. Wie auch im ersten Teil kann man in dem Spiel sterben. Immer wieder speichern kann man, ist aber in den “Todessituationen” nicht nötig, weil man via automatische Speicherung gleich wieder zurück an die Stelle gesetzt wird, kurz bevor man “gestorben” ist. So entsteht auch nicht wirklich Hektik, weil man so oft rumprobieren kann, bis man weiter kommt.

Im ersten Teil hatten die Little Miss Fangirl und ich ein paar Schwierigkeiten mit einigen Rätseln. Wir kamen nicht weiter und nach einem Blick in eine Komplettlösung, fanden wir jene dann so weit um drei Ecken gedacht, dass wir vielleicht selbst nach Tagen da nie drauf gekommen wären. So ging es uns beim zweiten Teil nicht einmal. Die Tipps haben wir schon mal genutzt, aber die Lösungen waren hier nie so, dass wir gedacht hätten, da wäre wir nie drauf gekommen. Mehr so, ach ja, natürlich! Noch eine gute Nachricht für Leute die Verschieberätsel hassen: Wenn man jene nach einer Weile nicht schafft, dann erscheint ein Hebel, den man betätigen kann, um das Rätsel zu überspringen. Mussten wir auch ein oder zwei Mal benutzen, weil wir nicht die Geduld hatten, da lange herumzuprobieren. So hat das Spiel eine ganz gute Balance, wie ich finde. Man kann alle Tipps- , Hotspot- und Überspringfunktionen ausschalten und ignorieren, dann hat man ein ordentliches Grafikadventure das einen fordert, aber es ist eben mit den Hilfen auch für Anfänger und Nichtprofis geeignet.

Da es eine Fortsetzung und keine Vorgeschichte ist, gibt es nach den nervigen und eingebildet klingenden Samuel aus Teil eins nun einen neuen “Helden”. Wenn man schon dachte, dass Samuel aus Teil 1 genervt hat, dann kann man sich auf Darren in Teil 2 freuen. Egal was man anklickt, Darren hat zu jedem Item eine geringschätzige oder abwertende Meinung. Was Anderes als Zynismus hört man hier nur selten. NPC werden grundsätzlich auch fast nur angemacht oder gar angebrüllt. Unfreundlich ist er eigentlich zu jedem. Bis ihm eine fesche Püppie über den Weg läuft und er ihr gegenüber plötzlich Kreide gefressen hat. Aber zu dem Charakter von Angelina komme ich weiter unten nochmals in der Spoiler-Sektion. Die Story selbst ist nicht besonders originell und ein bisschen an den Haaren herbei gezogen um hier direkte Fortsetzungen zu schaffen. Trotzdem hat uns das Spiel schon Spaß gemacht, hatte ein paar kleinere Überraschungen und war ein wenig spannend. Ein bisschen länger als sein Vorgänger kam es uns auch vor, schon mal weil man hier zwar mehr Spielzeit hat, aber weniger durch die Gegend hin und her rennen musste. Nach knapp 20 Stunden Spielzeit waren wir durch. Das ist eine ordentliche Zeit für ein Adventure. Wem der erste Teil gefallen hat (und den muss man wirklich vorher gespielt haben), der kann sich beruhigt an Teil 2 wagen, denn es ist zwar kein Meisterwerk, bietet aber mehr Spielspaß als sein Vorgänger.

Nun aber doch ein bisschen SPOILER! Also nicht weiterlesen, wenn man das Spiel noch nicht kennt und vielleicht mal spielen will. Auch wenn das Spiel dann erst einmal in Maine in New England spielt, so ist einen natürlich schnell klar, dass die neue Hauptfigur Darren ein Gordon sein muss. Aber wie und warum und woher weiß man nun nicht gleich. Allerdings kann er ja nur von einem verschollenen Familienmitglied abstammen oder es gab einen Nachkommen von Catherine und Samuel, von denen im ersten Teil nicht die Rede war. Im Gegenteil, es wird ausdrücklich davon geredet, dass nach Catherine Tod 12 Jahre zuvor, die beiden den Gordons keine Nachkommen geschenkt haben. Naja, wohl könnte sich Sam nachdem Tod von seiner Frau natürlich schnell über eine andere Frau hergemacht haben und mit ihr einen Sohn gehabt haben. Vielleicht sogar die Mutter von Darren, die ihm sagte, dass sie früher Köchin auf einem Schloss in England war. Aber so kompliziert wollten die Macher von Teil 2 es nun doch nicht machen! Natürlich ist Darren der Sohn von Catherine und Samuel. Und seine echte Mutter lebt sogar noch! Und hatte sich bis zu dem Tod von Sam (in Teil 1) 12 Jahre lang im Schloss Black Mirror versteckt! Hm, naja, okay.. Und ja Angelina, der Lovecrush von Darren ist dann natürlich nicht einfach nur ein Mädel aus good ol’ England, sondern Darrens Zwillingsschwester! Tja, also ein böser Vater, der nicht immer so böse war, sondern es wurde und umkam, hat zwei Kinder, also Zwillinge mit seiner Frau, die es ihm aber nicht verrät und die er ja praktisch auch umgebracht hat. Die Kinder erben dann also seinen Fluch. Hm, das so was von Originell, wenn man noch nie in seinem Leben was von Star Wars gehört hat…

Tatsächlich hatten wir beim Spielen so ein bisschen rumgewitzelt, von wegen Zwillinge mit bösem Vater, hätten aber nicht gedacht, dass die Entwickler das wirklich so durchgezogen hatten. Okay, das Ende ist ein bisschen Anders und es ist eine nette Idee, dass nicht der Sohn der vom Fluch getroffene ist, sondern mal die Tochter böse geworden sein darf. Wobei .. es ist da noch die Frage, wie es in Teil 3 weiter geht?!

Seine alte Hard- und Software neu entdecken: Der Game Boy Color

Damals hatte ich, nachdem Game Boy und dem Game Boy Pocket eine Pause bis zum Game Boy Advance SP gemacht. Über den GBC hatte ich mich geärgert, dass der Bildschirm keine Beleuchtung bekommen hatte (von dem Game Boy “pocket” Light, der nur in Japan erschienen ist, wusste ich zu der Zeit nichts) und aus demselben Grund hatte ich das erste Modell des GBA geskippt. So hatte ich dann mit dem GBA SP zwar noch die zweite Welle dieser Generation mitbekommen, aber eben den GBC völlig ignoriert. Ich hatte noch nicht einmal ein GBC-Modul, dass ich wie die GB-Module schließlich auf dem SP hätte spielen können. So bin ich also erst in den letzten Jahren auf dem GBC gekommen und habe da mittlerweile alle Gehäuse-Farb-Variationen der ersten Generation. Das war zunächst nicht mein Plan gewesen, aber es hat sich so ergeben.

Natürlich habe ich unterdessen auch einige GBC-Games. Der GBC liegt nun, wie ich finde, genauso gut in den Händen wie der GBP. Wobei das dunkle Farb-Display noch schlechter zu sehen ist, als das SW-Display vom GBP. Vor zwei Jahren haben ich einen GBC mit einem Frontlight-Mod erstanden. Was beim GB und GBP noch ganz gut funktioniert, also die Spiele gut auf den alten Displays “sichtbar” macht, enttäuscht ein wenig beim GBC. Die Farben sind hier extrem blass und teilweise sind Details bei Spielen mit farbigem Hintergrund schlecht zu erkennen. Selbst wenn man in einem völlig dunklen Raum spielt. Vielleicht gibt es da bessere Versionen, aber ich habe da nicht weiter nachgeforscht, da ich selbst meinen alten GBA SP mit Frontlight nicht mehr akzeptabel finde und hier nur noch mein später erstandenes Modell AGA-101 mit dem Backlight-Screen benutze.

Wie Sie sehen, sehen Sie links so gut wie nichts auf dem Display!

Nun gibt es mittlerweile eine Anzahl von verschiedenen Backlight-Lösungen für den GBC. Mein Projekt geht hier auf den letzten Dezember zurück, wo ich auch noch ein wenig mehr Geld zur Verfügung hatte (wie die meisten von uns, die jetzt gerade ihren Beruf nicht ausführen können). Jetzt wäre mir hier die Sache zu kostspielig. Nach Recherchen im Herbst hatte ich mich für den Backlight-Screen von McWill entschieden. Jenen bekommt man über einige Shops und natürlich auch über die elektrische Bucht, wo9 ich meinen herhabe. Der Bildschirm selbst ist ein bisschen kleiner als der Originale. Die Diagonale entspricht hier dem, wenn man ein GB/GBC-Spiel über den GBA spielt. Der Backlight-Screen braucht etwas mehr Platz im Gehäuse als der Alte. Es gibt aber unterdessen auch Backlight-Screens in der Originalgröße. Die sind dann etwas teurer. Ich habe mit Shipping knapp 40 Euro ausgeben. Dabei war auch eine Bilschirmabdeckung aus Glas, die ein kleineres Sichtfenster hat um für den Bildschirm zu passen. Jene gehört wohl sonst nicht zu den Umbausatz. Ein Vorteil beim McWill ist, dass der Mod recht einfach auch für Nicht-Profi-Bastler durchzuführen ist.

Im direkten Vergleich ist der Mod fast identisch mit dem GBA AGS-101.

Im Prinzip muss man nur den alten Bildschirm ausbauen, was wirklich einfach ist, für den neuen Bildschirm ein bisschen Plastik im Gehäuse entfernen (was tricky sein kann, aber dazu weiter unten), den neuen Bildschirm einsetzen und anschließen, und dann braucht man für die Stromversorgung des Bildschirms nur noch zwei Leitungen anlöten. Dazu gibt es im Netz eine ganze Menge DIYs, so das man da kaum was falsch machen kann. Kaum ist das Stichwort. Was mich ein bisschen ängstlich gestimmt hat, war das Entfernen von Teilen des Gehäuses, denn da kann man schon was gut kaputt machen, wenn man nicht das richtige Werkzeug hat. Das habe ich auch nicht. Deswegen habe ich mir bei dem eB-Shop, bei dem ich das Display gekauft hatte, ein für den Mod extra angefertigtes schwarzes Gehäuse bestellt. Das Gehäuse fühlt sich in der Hand alles andere als billig an. Ist also nicht aus dem üblichen China-Plastik, dass man sonst so bei Ersatzgehäusen für Game Boys gewöhnt ist.

Das Bild des Mod ist sehr viel besser als auf den GBC-Klon und natürlich in der richtigen Ratio!

Damit war der Umbau wirklich einfach. Und selbst ich habe da nichts in den Sand gesetzt und das Gerät funktioniert so, wie es soll. Klar kann man das alles auch auf einen GBA SP Modell AGS-101 haben, aber ich spiele sehr gerne auf dem GBC und mag das Gefühl dieses Format in den Händen zu haben sehr. Da bei mir genug GBCs schon vorhanden waren und ich mir nicht einen weiteren gebraucht kaufen musste, war mir der Umbau für knapp 50 Euro für den ich selbst (der nicht so handwerklich begabt ist) nur 2 Stunden gebraucht habe, es schon wert.