Henk's Gaming Review 2019

Gespielt wurde dieses Jahr bei uns viel, aber leider weniger Brett- und Kartenspiele wie im letzten Jahr. Auf dem Balkon wurde schon so manche Runde Rummikub oder Uno gespielt. Aber wie erwähnt, doch eher weniger als sonst. Gemeinsames spielen am Computer mit der Little Miss Fangirl aka Little Miss Gamer (die natürlich unterdessen gar nicht mehr so “Little” ist, aber trotzdem noch ganz gerne mit ihren alten Dad zusammen Adventures zockt) war 2019 mehr gewesen als die letzten Jahre. Nachdem wir letztes Jahr Jubiläum hatten, also seit 10 Jahren zusammen Adventure durchgespielt haben, war das elfte Jahr nun wirklich recht üppig. 10 Grafikadenture hatten wir durchgespielt und eines begonnen. Das Meiste davon im ersten Halbjahr. Im Zweiten war dann leider keine Zeit mehr für jenes Hobby geblieben. Wir hatten auch meist wirklich Glück mit unserer Auswahl gehabt. So war da das brillante THIMBLEWEED PARK, dass unser Lieblingsspiel 2019 war und wir einmal in “Schwer” und in “Leicht” anschließend nochmals durchgespielt hatten. Dann war das überraschend gute Remake/Reboot von KING’S QUEST und das Jane “Gabriel Knight” Jensen-Spiel GRAY MATTER, dass auch ganz fantastisch war. BROKEN SWORD hatte in seiner fünften Inkarnation auch sehr viel mehr Spaß gemacht, als seine zwei Vorgänger und konnte an den Spielspaß von Teil 1 und 2 anschließen.

Eher unter ganz unterhaltsam lief das eher seltsame DARKESTVILLE CASTLE, das ebenso merkwürdige YESTERDAY und die lahme Fortsetzung LOST HORIZON 2. TRÜBERBROOK wiederum hat uns Spaß gemacht, aber blieb weit hinter seinen Erwartungen. Eher sehr mau und kurz war GEHEIMAKTE: SAM PETERS. Dafür wirklich klasse, aber eben noch nicht fertig war das Fan-Spiel RETURN OF THE TENTACLE, von dem bisher nur der Prolog spielbar existiert und wo wir hoffen, dass das Team da weitermachen kann und es zu Ende bringen wird. Denn das Spiel möchten wir auf jeden Fall gerne (weiter-)spielen. Seit 2008 war dies unser Jahr mit den meisten Adventure, die wir durchgespielt haben!

Shooter konnte ich dieses Jahr nicht wirklich spielen. Was weiterhin an meiner Motion/Gaming sickness liegt, die auch nicht mehr besser werden wird. Das ist schade, aber kann man nichts machen. Es gibt ja noch andere Genres, die weniger hektische Bewegungen benötigen. Rennspiele gehen bei mir immer noch, wenn die Framerate stabile bei über 60 FPS bleibt und es eine “Kameraeinstellung” gibt, die direkt hinter dem “Spielerwagen” platziert ist. So spielte ich zwar erst die letzten Wochen mit wachsender Begeisterung DiRT RALLY 2.0, bei dem ich zwar die Grafikauflösung für eine stabile und hohe Framerate runterstellen musste und nicht einmal in HD spielen, aber dafür länger am Stück spielen kann. Recht preisgünstig hatte ich dieses Jahr erst WRC RALLY 6 und später WRC RALLY 7 bekommen. Beide Spiele waren für mich besser spielbar als der letzte Vorgänger, den ich gekauft hatte, WRC 4, der nur 30 FPS bot und für mich unspielbar war. WRC 6 und 7 bieten mir auf meinem Rechner zwar manchmal über 60 FPS, lassen sich aber nicht fest einstellen und die starken Schwankungen lassen mich nie mehr als 10 Minuten am Stück spielen/fahren. Was mir also nichts bringt. Genauso das von mir erst vor Kurzem günstig erstandene V-RALLY 4. Hier muss ich die Grafikdeteils und die Auflösung weiter runterstellen um hohe Frameraten zu erreichen. Aber stabil bleiben sie nicht und kann sie auch nicht einstellen. Zudem bin ich hier mit der Steuerung sowohl via Lenkrad und mit dem Gamepad nicht wirklich zurecht gekommen. Bei beiden Teilen DiRT RALLY habe ich mit jeder Steuerungsart jeder Zeit das Gefühl den Wagen am Bildschirm im Griff zu haben. Das fehlte mir völlig in V-RALLY 4. Aber vielleicht liegt es ja da mehr an mir.

Ein anderes Rennspiel, dass ich in diesem Jahr wie verrückt gespielt habe, ist HORIZON CHASE TURBO bzw. auch die Android-Versionen auf dem Smarty oder Tablet. Die simple Grafik und deren Retrolook schaffen für meinen Rechner und meine Motion sickness so gar kein Problem und eine feste Framerate von 60 FPS vom Hause aus. So kann ich das Spiel ohne Schwierigkeiten stundenlang spielen. Was ich in diesem Jahr auch getan habe. In diesem Jahr weiterhin immer wieder gespielt habe ich die Rennspiel-Evergreens NFS-HOT PURSUIT (3) bzw. NEED FOR SPEED 11, GRID 2 und DiRT 2 am PC. Auf der PSP läuft bei mir immer weiter gerne OUT RUN 2006 und TEST DRIVE UNLIMITED. Auf meinen Android-Geräten liefen dann weiter diverse Emulatoren auf denen ich dann auch dies Jahr gerne Spiele wie TEST DRIVE 2 und LOTUS 3 gespielt habe. Auf dem Game Boy weiterhin V-RALLY bzw. auch die GBC-Variante. Der 3DS blieb in diesem Jahr fast ausschließlich (und Genre übergreifend) in der Garage. Ich glaube ich habe auf dem 3DS einmal OUT RUN 3D gespielt und einmal mit der Little Miss Fangirl zusammen MARIO KART 7.

Zur Entspannung, also quasi als Solitaire-Ersatz, habe ich in diesem Jahr auch wieder Golf am Bildschirm gespielt. So eben am PC THE GOLF CLUB 2, bei dem ich auch gerne mal einen eigenen Platz mit dem Editor entworfen habe. An der PSP war es dann mehr EVERYBODY’S GOLF 2 als TIGER WOODS PGA TOUR 10 was ich dies Jahr gespielt habe. Ein weitere Lieblings-Genre ist seit den seligen Zeiten meines Atari VCS Videopinball, dass ich dies Jahr auch nicht vernachlässigt habe. Vertreten wurde es auf diversen Emulatoren mit PINBALL FANTASIES und PINBALL DREAMS. Aber auch sehr oft das gute alte PSYCHO PINBALL für PC-DOS und SEGA MEGA DRIVE. Moderner war es dann am PC mit PINBALL BALL FX3 bzw. auf Android ZEN PINBALL. Aber auch meine alten Jump’n’Run all time favourites, die ich meist mindestens einmal in der Woche kurz auf originaler Hardware oder am Emulator spiele blieben mir 2019 erhalten: H.E.R.O. (Atari und C64), MOON PATROL (Atari, GBC und MAME) und natürlich SUPERMARIOLAND!

Das rundet jetzt mein 2019 ins Sachen Games so weit ab. Auf geht’s ins nächste Jahrzehnt!

Jens’ Gaming Review 2019

Dieses Jahr bin ich vor Henk mit meinem Jahresrückblick fertig. Hahahaha! Hahahahahaaa!

Nachdem ich letztes Jahr ein wirklich gutes Spielejahr hatte, drehte dieses Jahr im Vergleich ein gutes Stück zurück. Was nicht heißt, dass es schlecht war, aber es gab – außer Borderlands 3 ein bisschen – jetzt kein Spiel, auf das ich irgendwie gewartet hätte. Und die, die mich zumindest interessierten, entpuppten sich trotz ohnehin schon gedämpften Erwartungen als weniger spannend als gehofft.

Aber von vorne:

Das erste Vierteljahr war auf Grund von Arbeit und anderen Hobbies wenig ergiebig. Außerdem waren alle Spiele, die mich interessierten, erst für später im Jahr angekündigt. Also hab ich mal wieder “was anderes” ausprobiert (was ja manchmal klappt und manchmal nicht), und zwar Anthem.

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Ein schönes Spiel mit hervorragender Steuerung, wunderschöner Grafik und einer okayen Story, das ungefähr 50-60 Stunden sehr angenehme Spielzeit bereitstellt. Es ist als Loot-Team-Shooter wahrscheinlich unrettbar kaputt, weil es keine Motivation whatsoever erzeugen kann, sich dauerhaft auf das Endgame einzulassen, aber 50-60 Stunden Spielzeit sind doch ganz ok.

Dann kam das zweite Quartal und damit auch Rage 2. Darauf hab ich mich aus zwei Gründen gefreut: Erstens, weil es ein old school Shooter in der aktuellsten Version der id-Engine war und zweitens, weil es viele verrückte Storyideen geben sollte. Der erste Punkt hat sich erfüllt, der zweite leider nicht. Rage 2 hat das beste, befriedigendste, dynamischste Shootergameplay, das man derzeit spielen kann. Es ist gleichzeitig aber auch das Spiel mit der mittelmäßigsten und belanglosesten Story, das man derzeit als Solotitel kaufen kann. Es fühlt sich nicht eine Sekunde an wie ein Solospiel, sondern wie ein Multiplayershooter, bei dem man den Multiplayer-Teil vergessen hat, einzubauen. Ein Grund, warum ich dann doch länger bei Anthem blieb als ich dachte.

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Dennoch komme ich bis heute tatsächlich immer wieder gerne mal für ein paar Stunden ins Spiel zurück: Die Atmosphäre funktioniert irgendwie doch besser als ich dachte und die DLCs haben ein paar der Fehler des Hauptspiels vermieden. Und die extrem gute Shootermechanik ist einfach unschlagbar.

Kommen wir zum Sommer. Da ich dachte, dass ich bis zum erscheinen von Borderlands 3, das erst im Herbst erscheinen sollte, mit Rage 2 beschäftigt sein würde, sich dann aber herausstellte, dass das einfach nicht tagesfüllend ist, hab ich mir The Division 2 besorgt. Ich wusste aus der Beta, dass es letztendlich The Division mit neuer Umgebung ist, aber dass es mich so schnell wieder kalt lässt (obwohl es dieses mal gar nicht im Winter spielt), hatte ich auch nicht gedacht.

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Ich hab lange überlegt, warum das so ist und wahrscheinlich liegt es an verschiedenen kleinen Problemen. Zuerst mal natürlich daran, dass ich das irgendwie alles schon mal sehr lange Zeit im ersten Teil gespielt habe. Es gibt im Shootergameplay überhaupt keinen Unterschied, der fühlt sich 100% gleich an. Dann hat man das Crafting- und Mikromanagement nicht besser gemacht sondern umständlicher. So viel zeitraubendes Herumgeklicke für unspürbare Miniverbesserungen von jeweils einem von 10 Eigenschaften nimmt jede Dynamik aus dem Spiel und artet in eine unendliche Fleißarbeit aus.

Und am Ende ist die offene Welt zu offen: Eine Story – selbst eine rudimentäre wie in Teil 1 – ist da einfach nicht zu machen und ich brauche, um in ein Spiel zu kommen, Immersion. Die kommt durch Atmosphäre, Charaktere und Story. Atmosphäre ist da. Alles andere nicht. Meine Spielzeit liegt bei 25h. Bei The Division ist sie 180h. Go figure.

Die Verzweiflung wuchs: Es war immer noch viel Zeit übrig bis Borderlands 3 und alles, was ich spielen konnte war Mittelmaß. Noch ein weiteres richtig großes Spiel wollte ich auch nicht haben, also kaufte ich mir Wolfenstein: Youngblood. Das interessierte mich, weil ich die Wolfenstein-Spiele immer gerne spielen wollte, aber wegen der starken Veränderungen in den deutschen Versionen nicht tat (und da geht es mir nicht um Hakenkreuze – die hätten wegen mir wegbleiben können. Was mich am meisten ärgerte war, dass alle Hinweise auf Juden in der deutschen Version entfernt wurden und das betrifft vor allem den Hintergrund des Hauptcharakters und seiner Freunde).

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Dieses Spiel ist ein reiner Coop-Shooter, was es schwierig macht, es zu spielen, weil ich ja immer eine*n Spielpartner*in brauche. Daher hab ich das auch nicht wirklich oft gespielt, aber es hat mir sehr gut gefallen. So sehr, dass ich in der Hoffnung, dass nach dem Fall der “keine-Hakenkreuze-in-Computerspielen”-Regel auch die anderen Wolfenstein-Spiele in der Originalfassung herauskommen, eine Erinnerungsfunktion in Steam eingerichtet habe. Dazu dann später.

Erst mal kam Borderlands 3. Und es ist ein gutes Spiel, ganz wie erwartet. Allerdings ist es auch nicht mehr als genau das Spiel, das man erwartet hat. Es macht Spaß, es ist kurzweilig, die Waffen sind lustig, die Dialoge auch, die Story ist mittelgut, die Charaktere für einen Lootshooter sehr liebevoll ausgearbeitet. Es ist, als ob Borderlands 2 noch mal rausgekommen ist.

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Vielleicht hätte ich mehr Lust darauf gehabt, wenn nicht das ganze Jahr schon aus Games mit grade mal mittelguten Stories und Fortsetzungen bestanden hätte, deren beste Leistung ist, die guten Spielmechaniken der Vorgänger beizubehalten. Vielleicht hat man das Spiel zu sehr gehyped oder es ist von allem etwas.

Aber so schau ich halt hin und wieder rein und spiele ein bisschen weiter. Aber nicht mal das Halloween-Special hat mich so gereizt, dass ich die kurze Zeit, die es spielbar war, genutzt habe und irgendwie scheint diese unbändige Borderlands-Begeisterung für mich vorbei zu sein, die es ja ansonsten wirklich überall gibt.

Kommen wir zur nächsten Fortsetzung und zum nächsten Spiel, bei dem ich den Vorgänger mit großem Spaß gespielt habe und das sich wieder als nur so halbgar herausstellte. Ghost Recon: Breakpoint. Im Prinzip gilt hier dasselbe wie für The Division. Die Welt ist offener, was die Geschichte belangloser macht, trotz der Versuche, hier irgendwie relevante Plotstränge zu erzählen.

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Am Ende ist die Shootermechanik okay, die Story plätschert vor sich hin und die ganzen wohl auf dem Papier interessant geklungenen Survivalmechaniken sind für die Tonne. Es ist dennoch ein ordentliches Coop-Spiel, das Spaß macht, wenn ich mit meinem Bruder spiele. Aber ich bin sehr froh, dass ich es erstens im Sale, zweitens mit zusätzlichem Ubisoft-Rabatt und drittens in weiser Voraussicht ohne DLCs oder Season Pass gekauft habe.

Am Ende hat aber auch was anderes meine Aufmerksamkeit vollständig übernommen: Die Wolfenstein-Spiele waren nämlich im November tatsächlich in der Originalversion auf Steam, noch dazu im Sale. Und daher schlug ich zu und habe es nicht bereut.

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Wie sehr uns in den letzten Jahren Spiele mit Sparversionen von Geschichten abgestumpft haben, die uninspiriert und oberflächlich inszeniert und spannungslos dahinerzählt wurden, oft sogar ausgelagert in Texte und Tonbänder oder sonstige optionale Sammelelemente um bloß nicht den Spielfluss zu unterbrechen und wie viel Immersion diese Art der Inszenierung und Erzählweise auf dem Gewissen hat, versteht man erst, wenn man mal wieder ein Spiel spielt, bei dem für Story und Inszenierung ernsthaft Aufwand betrieben wurde.

Und schon komme ich wieder diese “Eine Mission noch”-Schleife, weil ich einfach wissen will, wie es weitergeht und ich hab tierisch Spaß am Spielen. Keine Sekunde fühlt sich wie Arbeit oder Beschäftigungstherapie an, es gibt kein Mikromanagement und keine nervigen Sammelquests (ok, es gibt schon Collectibles, aber erstens sind es nicht viele und zweitens sind die angesichts der Motivation, die Story weiter zu spielen, einfach völlig unwichtig).

Puh, und ich dachte schon, ich werde alt 🙂

DiRT Rally 2.0

DiRT RALLY 2.0 von Codemasters kam schon in diesem Frühjahr raus. Im Gegensatz zu DiRT RALLY, das zunächst im Early Access bei Steam erschienen ist, kam DR2 gleich als Fullpreis-Spiel auf den Markt. DR war auch bisher das einzige Rennspiel das Codemasters über Early Access gestartet haben. Ich war bei DR schon gleich am Anfang mit dabei gewesen und fand es eine gute Idee mal ein Rennspiel von einem großen Publisher auf diese Art auf den Markt zu bringen. So konnte man als Fan zu mindestens das Gefühl haben, bei der Entwicklung ein wenig dabei zu sein. Wie weit Kommentare und Kritiken von Fans wirklich in die Entwicklung des Spiels eingegangen ist, kann man natürlich nicht so wirklich sehen. Meist werden ja eher Spiele von kleinen oder neun Publischer über Early Access gestartet. Meist dann parallel auch via Crowdfounding begleitet. Ich weiß ja, dass auch große Publisher es schon mit neuen Spielen genauso so gemacht haben. Aber ich glaube für eine so etablierte Serie wie es die von DiRT ist, war es schon neu gewesen.

DR war wiederum doch ein wenig neu gewesen. Die alten COLIN McRAE RALLY Spiele waren zwar bis 2005 auch reine Rally Spiele gewesen, DR von der regulären DiRT-Reihe unterschied, aber bot DR einen viel höheren Realismus und der Schwierigkeitsgrad war sehr viel höher als bei den CMR- oder DiRT-Spielen. So etwas war man vorher nur von dem Spiel RICHARD BURNS RALLY gewöhnt gewesen. Das war damals wegen seines Versuchs besonders realistisch und authentisch zu sein so Bock schwer gewesen, dass es sich wohl glaube ich nicht so gut verkauft hat. Dem wollte Codemasters vielleicht vorschützen und startete DR erst einmal als Early Access, um zu sehen, wie die Kunden wirklich drauf reagieren würden. Denn die Fans hatten zwar immer wieder sich seit dem ersten DiRT-Off-Road-Rennen-Potpouri wieder ein richtiges Rally-Spiel von Codemasters gewünscht, aber natürlich hatten sich Codemasters wohl wahrscheinlich gefragt, ob das dann wirklich auch gekauft werden würde? Es wurde! Und es ist meiner Meinung nach auch ein großer Erfolg gewesen. Auf allen Plattformen. Ich kenne Leute, die sich für das Spiel extra einen teuren Lenkrad-Controller und einen Rennsitz gekauft haben!

Auch wenn DR teilweise wirklich schwer ist (z.B. kann ich beim Hillclimb bis heute keinen Preis gewinnen und belegen höchstens mal den vorletzten Platz!), so macht es mir noch heute Spaß und ich fahre schon so im Durchschnitt einmal in der Woche ein Runde. Meistens die Deitschland-Strecke, weil mir bei DR einfach mehr diese reinen Asphalt-Strecken liegen. DiRT 4 hatte ich mir zwar auch gekauft und ja es hatte auch ein paar neue Features gegenüber DiRT 3 gehabt, aber irgendetwas reizte mich an dem Spiel bis heute nicht so richtig. Das Fahrgefühl ist so ein ganz Anderes als bei DiRT3 und eben natürlich als bei DR. Toll fand und finde ich immer noch nie Möglichkeit Strecken selbst zu erstellen. Ja, es ist leider kein Editor wie z.B. bei TRACKMANIA, wo man einen richtigen Einfluss auf die Streckenführung hat. Aber ich konnte mir mit meiner Motion Sickness zu mindestens Meisterschaften zusammenstellen, die aus kürzeren und weniger kurvenreichen Strecken bestand. Trotzdem ist das Spiel bei mir auf der Festplatte mittlerweile ein wenig verweist. Zwischendurch hatte ich WRC 6 und 7 günstig erstanden, die zwar auf dem Bildschirm toll aussehen, aber sich mit dem Lenkrad nur merkwürdig bis gar nicht bei mir steuern lassen und mich mit dem Gamepad auch nicht besonders überzeugt haben. V-RALLY 4 hatte ich auch angetestet, aber um da ein hohe Framerate zu erreichen, musste ich die Auflösung und die Qualität der Grafik so weit runterstellen, dass es nicht mehr schön aussah. Eine stabile Framerate hatte ich da dann trotzdem nicht hinbekommen. Okay, mein Rechner war vor 7 Jahren mal Highend gewesen und hat allerdings immerhin eine noch nicht so alte Grafikkarte als Upgrade bekommen. Aber kommen wir nun zu DR2!

Denn DR2, dass ich nun erst im Sale gekauft habe, weil ich Angst hatte, dass hier mein Rechner vielleicht auch dicke Backen machen könnte und ich deshalb nicht den Vollpreis zum Fenster rauswerfen wollte, ist erstaunlich genügsam und anpassungsfähig, wie sein Vorgänger vorher (für den ich trotzdem mir seiner Zeit dann doch eine neue Grafikkarte zugelegt hatte). Ja, ich musste hier Auflösung ein wenig runterstellen, aber dafür konnte ich sonst alle Detailsregaler auf hoch belassen. Frameraten bis 100 sind hier auf meinen alten Rechner also noch möglich und festeingestellt habe ich jetzt ganz stabile 60 FPS. Also egal ob ich über flaches Land mit wenigen Büschen oder ein Waldstück mit dichter Baumbepflanzung fahre, die Framerate bleibt stabil und lässt meine Motion Sickness erst gar nicht aufkommen. Das Spiel bringt in der absoluten einfachsten Fassung schon alleine 90 GB auf die Festplatte. Der Vorgänger belegt bei mir nur 39 GB und DiRT 4 sogar nur 36 GB. Dafür wird einen aber auch eine fantastische Optik geboten, die wirklich viel besser ist, als bei DiRT 4 und DR. Zudem werden hier mehr Rally und Rally-Cross-Strecken geboten. Auch mehr Fahrzeuge, als bei seinem Vorgänger werden in Anzahl und Varianz geboten. Für DR2 werden auch wieder DLCs angeboten, die es merkwürdigerweise beim Vorgänger nicht gab. Schon eine Vielzahl an Fahrzeugen werden bei Steam für 1.99 geboten. Strecken kosten 3.49. Wobei sämtliche bisher angebotene Rally-Strecken nicht wirklich neu sind, sondern aus DR stammen. Also die Streckenführungen, -längen und -feature sind identisch, aber natürlich im neuen Look von DR2 gehalten.

Das kann man als Geldschneiderei sehen, aber wiederum muss man sie ja nicht kaufen! Es zwingt einen ja keiner. Und beim eigentlichen Spiel sind auch schon so viele Strecken on board, dass man erst einmal gut beschäftigt ist. Außerdem wenn man den Vorgänger hat, braucht man die Strecken ja vielleicht nicht noch einmal in DR2. Wobei ich mir die Deutschland- und die Finnland-Strecken, die ich eben auch schon in DR am liebsten gefahren bin, als DLC zugelegt habe. Ich wollte einfach sehen, ob sie wirklich identisch sind, ob sie sich wirklich genauso fahren und ob ich da auch meine Bestzeiten aus DR schaffen würde!? Alle Fragen konnte ich nur mit ja beantworten. Im Basis-Spiel sind allerdings die meisten Wagen vorhanden, die man schon aus DR kennt. Aber eben auch ein paar Neuzugänge. So kann man jetzt auch mal mit hochgezüchteten Ford Mustangs oder Aston Martins über die Strecken brettern. Fährt man hier ohne Fahrhilfen, landet man allerdings schnell mit den Boliden in der Botanik. Fahrhilfen?

Ja, bei DR2 gibt es Fahrhilfen wie man sie aus der DiRT-Reihe kennt! DR hatte ja nichts der Gleichen. So habe ich es in DR nie geschafft mit dem guten, alten Lancia Strato unbeschadet und mit einer guten Zeit ins Ziel zu kommen. Bei DR2 gibt es auch wieder den Strato und mit ein paar Fahrhilfen eingeschaltet, schaffe ich es hier auch ins Ziel ohne die Karosserie verbeult zu haben oder nur noch auf drei Rädern anzukommen. Für Fahrten mit z.B. einen Ford Fiesta RS verbietet die Ehre natürlich mit Fahrhilfen zu fahren. Und so fährt sich DR2 genauso (gut) wie sein Vorgänger mit Lenkrad und auch mit Gamepad. Einige Feature wurden für DR2 von DiRT 4 also übernommen. Man hat hier nun auch einen Platz auf dem man wild (frei) herumfahren kann um die Wagen und ihre Grenzen z.B. auszutesten (oder seine Aggressionen abzubauen). Eine Meisterschaft kann man sich hier auch selbst zusammenstellen und Solo also offline gegen die KI spielen. Ein Modus der mir besonders gefällt, ist der “Historische Rally”-Modus. Man fährt zwar auf den gleichen Strecken wie in allen Modis, aber man fängt erst einmal mit den ältesten Modellen des Spieles an und muss sich dann in die Gegenwart vorarbeiten.

Ich kann ja nur für die PC-Version sprechen, aber nach der für mich etwas enttäuschenden DiRT 4 – “Version” der DiRT-Reihe, das zu DiRT RALLY ein wenig enttäuschend war, ist für mich Codemasters nun zurück an der Spitze der Rally-Rennspiele. Im Gegensatz zum ersten DiRT RALLY bekommen hier durch die zuschaltbaren Fahrthilfen (die übrigens beim ersten Start erst einmal im Gegensatz zu den DiRT-Spielen abgeschaltet sind und über die Optionen manuell hinzugeschalten werden müssen) auch Gelegenheits- und Arcade-Spieler nicht gleich mit der Frustkeule eins übergezogen, sondern können auch gleich Spaß haben ohne lange üben zu müssen. Simualtionsfans kommen aber auch wieder auf ihre Kosten und werden mit einer exakten Lenkrad-Steuerung bedient. (Wobei ich bei DR2 noch mit Automatikschaltung fahre. An mehr habe ich mich noch nicht herangetraut!!). Schön aus sieht das auch wieder alles. Die Menüs sind auch nicht mehr so ganz spartanisch wie bei DR. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Menü-Musik, die diesmal wirklich hörbar ist, aber leider trotzdem nicht so einen guten Soundtrack bietet, wie seiner Zeit DiRT 2, dass wahrscheinlich auf dem Gebiet nie mehr wirklich zu schlagen sein wird!

Breakpoint ist, wenn man versucht, was besser zu machen, das eigentlich perfekt war

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Das hat ein bisschen gedauert, mit GR Breakpoint. Aber nach so etwa 15h Spielzeit denke ich, kann man so ein erstes Fazit ziehen. Grundsätzlich bleibt meine Einschätzung aus der beta bestehen: Die generelle Shootermechanik ist wie schon bei Wildlands sehr gut und der Grund, warum man das Spiel gerne spielt (dazu am Ende mehr).

Bei der Story muss man unterscheiden in Setting/Genre und Erzählung. Ersteres hat gegenüber Wildland sehr abgebaut. Der “naiver Hightech-Guru wird von bösen Mächten missbraucht” Scifi-Background mit fiesen Drohnen, AIs und anderen Standardelementen dieses arg ausgelutschten Motivs baut ggü. Wildlands schrecklich ab (ich kann allerdings ein bisschen verstehen, dass Ubisoft sich nicht wieder auf eine Diskussion einlassen wollte, wie klischeelastig das Land, das sie abbilden,.. naja, abgebildet wird). Und dafür, dass sie sich jetzt eine Fantasie-Insel als Spielumgebung ausgesucht haben ist die architektonische und landschaftliche Abwechslung nur noch ein viertel dessen, was Wildlands aufgeboten hat.

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Die Erzählung dagegen versucht, zum Teil sogar erfolgreich, gegen dieses Setting anzukämpfen. Es gibt tatsächlich sowas wie Twists, Charakterentwicklung und Geheimnisse, die – natürlich innerhalb der Standards von Shooterspielen – tatsächlich Spannung und Interesse erzeugen.

Völlig missglückt ist dagegen die Nutzerführung, vor allem in der Map, im Skillmenu und in den Missionsmenus. Wildlands hatte alles drei wirklich gut gemacht, ich verstehe gar nicht, warum man da Dinge geändert hat, die gut funktionierten.

Dann: Quasi alles, was neu hinzugekommen ist, ist unnötig. Crafting? Braucht kein Mensch. Kann man alles viel einfacher kaufen, liegt ja überall genug Geld rum. Consumables? Für das bisschen Effekt, das ein 10% mehr Accuracy Buff erzeugt, ist es viel (und ich meine VIIIIEEEEL!) zu umständlich, das überhaupt zu bedienen.

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Jetzt aber zur Kernmechanik. Das Spiel macht wirklich wieder Spaß. Allerdings ist die Steuerung – vor allem beim laufen und fahren – viel ungenauer und zäher als noch in Wildlands. Ich kann mir das nur als Zugeständnis an Konsolencontroller erklären. Es macht das Spiel nicht schlecht, aber die gelegentlichen Hakeligkeiten sind schon ein bisschen nervig.

Ich bin ganz froh, dass ich nur das Grundspiel, während des Jubiläumssales und mit den 20% Club-Rabatt gekauft habe. Für die 30 Euro ist das Spiel im derzeitigen Zustand ok. Denn obendrein hat die Engine auch noch ganz schön Probleme mit den Texturen. Das war schon in der beta so, aber offenbar haben sie es nicht gefixt.

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Klo Elite.

Im letzten Jahr gab es viele Monate, in denen es mir nicht gut ging und ich schnappte das nächste, Game in dem wahllos Nazis abschießen kann. Sniper Elite 2. Sicher schon uralt und extrem öde. Also das hat keinen Wiederspielwert. Ok die Landschaft um die Museumsinsel in Berlin war sehr schön und detailliert. Ich wollte es so und es half.
Aber die Klos? Waren eben auch schlimme Zeiten damals.
Ich habe gelernt, wo Nazis sind, sind die Klos hässlich.

Drugs

Wenn haushohe Steinbuddhas einfach so aus den Fluten tauchen. Wenn Du mit LKWs bombadiert wirst und dich alle Raubtiere der Region angreifen. Dann weißt Du, Du bist voll auf Droge im Himalaya und musst Deinen gestohlenen Krempel wieder einsammeln. Far Cry, so öde das Game vom Konzept ist, die Grafik und die Drogenmissionen inklusive Musik machen mir Spaß. Warum nur ist die Spielmechanik immer so langweilig und hat sich eigentlich nie geändert?
Es gibt diese Kletterei, man kann auf Elefanten reiten. Es gibt schräge Shangri La Missionen. Diese Teile für sich sind toll. Aber das Hauptgame. Kletter auf einen Turm und dann knall alle nieder und dann kann man noch doof Autorennen fahren. Das reicht nicht. Schade.
Für mich war das Setting Himalaya der Grund, warum ich es sehen wollte. Die gefühlten 1 Mio Adlerangriffe, Nashorn und Wölfe. Eigentlich ist man nur beschäftigt gegen die sehr hohe Tierpopulation zu kämpfen. Das ist regelrecht lächerlich. Man befreit taktisch eine Geisel, besteht die Mission und kaum ist sie befreit. Zack! Kommt ein <Wildtier Deiner Wahl einfügen> und tötet sie. Unfreiwillig lustig ist auch lustig. Aber ok, ich zock das mal weiter. Vielleicht gibt es ja noch mehr Drogenmissionen.

Wenn Dir zwei Kiffer Briten Dein Zeug klauen. Wie ich mir den Brexit vorstelle.
Shangri La Missionen. Da fehlt mir das Hippie Gen, aber schick inszeniert.
Und es gibt diese Orte, die sind fast magisch.