Reif für die Insel

Wenn man sich den PC-Spielemarkt so anschaut, dann sind die so genannten klassischen Point’n’Click-Grafic-Adventure das einzige Nischen-Genre, wo, zu mindestens in den letzten Jahren wieder, die Fans noch so richtig bedient werden. Ich persönlich glaube ja nicht, das das Genre nochmals so richtig groß werden wird, so wie 1990 bis ca. 1996 (würde ich jetzt mal so behaupten), eben so wie es den Rollenspielen durch den Onlinerush des neuen Jahrhunderts ergangen ist. Aber ich bin auch schon mit den jetzigen Stand ganz zufrieden. Wenn man sich da andere Genres ansieht, wie z.B. die Flugsimulatoren, dann haben es deren Fans deutlich schwerer.
Nun hatte ich selbst ein Weile Pause gemacht, habe aber in den letzten Wochen wieder zu den Adventures zurückgefunden. Und habe jetzt also eine Menge vor mir. So spiele ich im Moment MORD IM ORIENT EXPRESS und NI BI RU. Außerdem hatte ich Urlaub Zeit die Läden und Kaufhäuser abgeklappert, um hier und da vielleicht mit einem Schnäppchen meine Lücken zu füllen. Vieles liegt ja jetzt für 10 Euro rum und oftmals sogar noch die SE-Versionen in den schönen und nostalgischen Papp-Euro-Boxen. Da man ja im Urlaub bekanntlich doch mal ein wenig mehr Zeit hat und das eben auch zum shoppen, habe ich in der einen oder anderen Computerspielabteilung ein wenig länger rumgehangen. Dabei ist mir so besonders ins Auge gefallen, das die Meisten, die Adventure-Spiele in die Hand genommen haben und eben mal die Packungsrückseite gelesen haben und/oder ein Spiel gekauft haben, so zwischen 30 und 50 Jahre alt sind. Weibliche und männliche Interessenten hatten sich die Waage gehalten. Kinder waren meist nicht dabei gewesen und wenn doch hingen sie gerade ein Regal weiter bei den Videospielen (so wie auch meine Tochter). Ist das die Zielgruppe für klassische Grafikadventure? Oder lassen sich jüngere Spieler die Games von ihren Eltern kaufen? Hmm..

Mein erstes Adventure war noch ein Textbasierendes. Damals war es auf den PHP-Rechner der Schule drauf und hatte aus Tarnung den Namen „Physik2“. Den richtigen Namen kannte ich Damals auch nicht. Später hatte ich erfahren, das es das legendäre ZORK gewesen ist. Aber es war meiner Meinung nach nicht der erste Teil, sondern Teil 2 oder 3 gewesen. Naja, so ein großer Fan vom Parser-System war ich nicht. Auch auf den C64 hatten mich Adventure doch eher kalt gelassen. Erst auf dem Atari ST und Amiga, wo es dann eben auch schicke Grafik und die Point’n’Click – Steuerung gab, holte mich das Genre ein, packte mich an der Gurgel und ließ mich nie wieder los. So war MORTVILLE MANOR auf dem Atari mein erstes Grafikadventure gewesen. Dicht gefolgt von MANIAC MANSION (aber auf den Amiga und nicht den C64).
Adventure erweitern den Horizont! Vor THE SECRET OF MONKEY ISLAND hatte ich mich zum Bleistift einen Dreck für Piraten interessiert!

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3 thoughts on “Reif für die Insel

  1. für die developer lohnt sich das: die adventures landen zwar nicht in den top 10, aber insgesamt verkaufen sie sich gut. da sie nicht so schnell veralten kann man sie wesentlich länger zum vollpreis verkaufen und selbst mit zwei, drei jahre alten adventures kann man heute problemlos spaß haben, ohne daß man ihnen ihr alter ansieht (wie z.B. bei shootern, die unweigerlich floppen, wenn sie sich nicht gleich zum release ordentlich verkaufen).

  2. das und ich denke auch das der typische adventure-spieler "dankbarer" ist. ichbehaupte mal einfach, ohne dafür irgendeine grundlage zu haben, das adventures eher gekauft werden und nicht nur irgendwoher gesaugt werden. das rentiert sich dann wahrscheinlich auch, und selbst wenn die spiele nach knapp zwei jahren für ein 10ner über den ladentisch gehen.gewagte these, ich weiß.

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