Mal wieder eine (eigentlich zwei) Hardware in den Ruhestand geschickt. Mit Gamepads (in den 80zigern sagte man übrigens in Anlehnung an den weiterverbreiteten Joystick “Joypad”) war ich am Rechner immer ein wenig auf dem Kriegsfuß gewesen. Am Amiga hatte ich zwar ein Sega Mega Drive Pad ab und an mal benutzt, aber so ein Richtiges hatte ich nie gehabt. Am PC war ich lange Zeit auch gut ohne ausgekommen. Bis ich mir dann 1998 doch eines zulegen musste. Hatte ich Colin Mcrae Rally vorher an der PSX gespielt, so ließ sich das Game am PC einfach nicht vernünftig am PC mit meinem damaligen Trustmaster-Lenkrad spielen. Ein Gamepad musste her. Die Entscheidung viel pragmatisch. Ein Kumpel hatte das MS Sidewinder, ich testete es bei ihm, befand es als gut und hatte es gekauft. Vier Jahre später hatte ich mir das Model nochmals als USB-Version gekauft (Grabbeltisch bei Karstadt) und war damit auch zufrieden. Wirklich oft hab eich es nicht benutzt. Jump’n’Run oder Beat’m’ups spiele ich nicht am PC. Es gab und gibt aber ein paar Racer die einfach unspielbar sind mit dem Lenkrad und dafür musste das Gamepad herhalten. Oder eben auf Reisen am Laptop wurde es von mir benötigt.

Dann kamen die ersten Games die einfach nach Analogreglern schrien und mit dem rein digitalen Sidewinder nicht mehr zu meistern waren. Da ich ja ein pragmatischer Mensch bin, wenn es um Hardware geht, und Gamepads mit Analogsticks von der PSX bzw. PS2 im Haus vorhanden waren, wurde eben flux ein Adapter gekauft. Auch das ging bisher recht gut. Die Trackmania-Serie ist so ein Beispiel wo das spielen mit dem Lenkrad nicht unbedingt Sinn macht, aber mit digitalen Gamepad einen nicht unbedingt voran bringt. Mit dem PS2-Pad ging das bisher auch ganz gut. Ein Nachteil war die Rumble-Funktion. Die mag ich ohne hin nicht und ließ sich eigentlich per Treiber auch ausschalten. Bei TMU wurde die Funktion unter Vista merkwürdigerweise immer mal wieder und in den unpassendsten Momenten wieder zugeschaltet. Das hat mir dann eben mal ab und an das Pad quasi aus der Hand gerissen. Jetzt unter TMUF ging es gar nicht mehr auszuschalten. Das ist dann so als würde man die ganze Zeit beim spielen Stromschläge erhalten. das mag für Masochisten ja ein feine Sache sein, entspricht aber nicht wirklich mein Geschmack. Also musste mal wieder ein neues Pad her. Aber welches?
Lange Zeit wurde ja immer wieder der Controler der Xbox360 auch für den PC in den Himmel gehoben. Das Pad hatte ich auch mal an einer Xbox360 ausprobiert. Es hatte wirklich gut in der Hand gelegen und die lage der Analogsticks und und Buttons hatte mir auch sehr gut gefallen. Im Zuge der schnurlosen Mäuse und Trackballs, die bei mir hier so rumfliegen, wollte ich natürlich auch das Pad schnurlos haben. Allerdings war mir hierfür das MS-Pad zu teuer. Außerdem hatte ich immer wieder mal von Treiberproblemen gelesen.
Aber wie so oft konnte hier Bigben helfen. Nachdem der Test in der Gamestar auch recht gut ausgefallen war, war ich überzeugt und habe mir das gute Stück zugelegt.

Erst optischer Unterschied ist natürlich die Farbe. Ein weißes Gamepad hätte mir nicht wirklich gefallen. Der preisliche Unterschied pendelt zwischen 10 und 20 Euro. Kommt darauf an wo man vergleicht. Vom Handling kann ich kein Unterschied entdecken. Das BigBen liegt gut in der Hand. Ist trotz der zwei Batterien/Akkus nicht besonders schwer. Alle Tasten sind selbst für meine langen Finger sehr gut zu erreichen. Eine Treiber-CD ist mit an Board wurde von mir allerdings unter XP und Vista nicht benötigt. Im Praxistest mit TMU, TMUF, CMR05 und TWPGA07 macht das Pad eine sehr gute Figur. Ich kann mir nicht vorstellen das das MS-Pad da besser sein kann. Wo es bestimmt besser ist, kann die Vibrationsfunktion sein. Denn die ist bei dem BigBen wirklich sehr mau. eigentlich kaum spürbar. Macht mir aber nicht wirklich was aus. Denn wir erinnern uns, kann ich die Rumble-Funktion ohnehin nicht leiden!
Ich bin super zufrieden und kann das Pad gut empfehlen.

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3 thoughts on “

  1. Danke für diesen Post. Bin grade auf der Suche nach einem Pad und werde mir dieses Teil mal anschauen.

  2. im moment habe ich keine spiele, für die ich ein pad brauche. aber als damals die ersten guten prügler für den pc rauskamen, (höhepunkt sicher Super Street Fighter Turbo) war ein pad muss. allerdings waren die ergomoschen pads damals noch nicht auf dem markt, es gab so gesehen nur eines, das den markt beherrschte wie noch eine weile zuvor der Competition Pro joystick, und das war das Gravis pad (schon daß man sich nicht wirklich erinnert, wie das ding eigentlich hieß sondern man es einfach nur unter dem namen Gravis kennt, lässt die monopolstellung erkennen), das auch gut bedienbar war. ein steuerkreuz links, vier knöpfe rechts, fertig.nach der äre der prügler hatte ich zwar der vollständigkeit halber auch immer ein pad für den pc in der schublade, aber es eigentlich nie wirklich benutzt. ich finde es anstrengend damit. ergonomie hin oder her, es ist einfach umständlich, mit den vielen tasten und steuergnubbeln rumhanntieren zu müssen, die man heute braucht. deshalb bin ich auch sehr froh über die wii, deren viel intuitiveren steuermechanismen mir einfach viel besser liegen.

  3. @kawumm: Gern geschehen!@jens: ich hatte seiner zeit mal ein gravis in der hand gehabt, kann mich aber nicht erinnern ob ich es gut fand oder nicht. gekauft hatte ich jedenfalls keines.

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