Hupfdohle

(Das ist ein alter Artikel von Jens)

Inzwischen hab ich mir auch mal Mirrors Edge angesehen. Was einem da natürlich als erstes auffällt ist das tolle Wetter und die unglaubliche schwäbische Sauberkeit in der Stadt, in der man da über die Dächer springt. Das Zweite, das auffällt ist die erstaunliche Soundkulisse, die einem das Gefühl gibt, man befindet sich wirklich auf irgendwelchen Hochhausdächern.


Ich glaube nicht, daß ich irgendwie erzählen muss, worums geht. Man hüpft eben mit irgendwelchen Paketen von A nach B, warum ist eigentlich egal. Mein Problem mit dem Spiel ist aber nicht die Story, sondern daß man irre üben muss, um es zu beherrschen: denn es macht dummerweise nur dann Spaß, wenn man es beherrscht. Deswegen hab ich mich, obwohl mir der Style schon seit ich die ersten Previewvideos gesehen habe, unglaublich gut gefällt, sehr schwer getan damit, es zu kaufen. Allerdings hat es bei Steam letztens 3 Euro 50 gekostet und da hab ich dann doch zugeschlagen.

Wie gesagt, ich befürchtete, ich tue mich schwer damit, denn “üben” ist etwas, was ich echt nicht mag. Dieses herumknabbern an einem bestimmten Move oder das erlernen einer bestimmten schwierigen Tastenkombination ist etwas, das mir schon oft Spiele verleidet hat. Und wenn die Schwierigkeitskurve dann auch noch zu schnell nach oben schießt, wars das erst Recht für mich.

Bei Mirrors Edge nun hab ich genau solche Probleme. Gleich am Anfang schon hat man irgendwelche Fingerakrobatik zu lernen, um z.B. eine Sprung-Drehung-Sprung Kombi auszuführen. Die klappen einigermaßen, jedenfalls solange es nicht zusätzlich eine Zeitbeschränkung und Feindbeschuss gibt. Überhaupt, Feinde. Ich bin noch nciht so weit, daß mir die Kämpfe leicht von der Hand gehen. Ich kann mir vorstellen, daß das Spaß macht, wenn man da auf so einen Wachmann zurennt, ihm schnell im Sprung die Knarre aus der Hand kickt und einfach weiterrennt. Allein, so weit bin ich noch nicht. Ich schaffe jeden Level momentan mit Ach und Krach und wahrscheinlich ziemlich krankenhausreif.

Aber im Moment siegt doch noch die Atmosphäre über den Frust und wie ich heute bemerkt habe, mache ich doch auch Forschritte: Nachdem ich nämlich die erste Level und ein paar Zeitläufe gemacht hatte stellte ich fest, daß ich doch dazugelernt habe. Ganz ohne bewusst zu üben.

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2 thoughts on “Hupfdohle

  1. Das hatte ich mal angetestet. Als Zuschauer ist dies wirklich ein tolles Spiel. Also wenn man jemanden zuschaut, der das wirklich kann. Mein Problem ist nicht nur, das ich dafür wahrscheinlich zu ungeschickt bin, sondern auch das mir durch die "Kameraführung" bzw. Extreme Ich-Perspektive enorm übel wird. Wirklich schade.

  2. Ja, hatte davon gelesen, soll daran liegen, daß die "Höhe" für Leute mit Höhenschwindel tatsächlich zu realistisch rüberkommt. Ich hab das Problem zum Glück gar nicht und genieße diesen Kitzel sehr..

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