Hands on 3DS

Vor fast genau einem Jahr zog bei uns zu Hause der DSi XL ein. Ein Partner den ich nicht mehr missen möchte und der mir noch immer ein ständiger Begleiter ist. Braucht man da einen 3DS? Ja, scheinbar schon. Der 3DS ist seit heute unser. Da wir das Bundle mit den neuen Nindendogs gekauft haben, hatte ich noch nicht so viel Gelegenheit gehabt, der little Miss Gamer das Ding entreissen zu können.
Der XL war ja nur größer gewesen und hatte sonst eine identische Hardware mit seinem “Vorgänger”. Der 3DS ist nun aber ein richtiger Nachfolger. Außerdem 3D-Möglichkeiten bietet das gute Stück auch in 2D eine schöne Grafik.

Erst einmal zu dem Gerät selbst. Es ist schwerer als der DSi, aber eben genauso groß. Der Touchscreen hat eine identische Größe. Der Obere Bildschirm ist etwas größer und hat ein breiteres Format. Ich würde aber nicht von 16:9 sprechen. Die Bildschirme sind also kleiner als beim XL. Für mich ist das eigentlich zu klein. Von der Handhabung und den Buttons her hat man nicht so viel geändert. Zu dem klassischen Steuerkreuz hat sich nun ein analoges Pad a la PSP gesellt. Der Stylus-Stift steckt nicht mehr rechts im Gehäuse, sondern hinten. Und es ist nun ein Teleskop-Stift. Finde ich persönlich nicht so toll. Sonst hatte man den Stylus-Stift schnell zu Hand gehabt. Hier fummelt man erst einmal hinten am Gehäuse blind rum oder muss das Gehäuse in der Hand drehen und dann braucht man noch eine zweite Hand um den Stift “auszufahren”. Vielleicht ist es nur eine Gewohnheitssache, aber erst einmal finde ich es unhandlich. Das Ladegerät ist mit dem des DSi identisch. Hatte man die Steckverbindung zwischen DS lite und DSi, wie schon zwischen DS und DS lite, gewechselt, hat man sich zu dem 3DS damit zurückgehalten. Diesmal hat man auch endlich mal eine Dockingstation dazu gepackt. Ein Gadget das man sich sonst immer extra dazu kaufen musste.
Netterweise hat man nun auch gleich eine SD-Karte mitgegeben. Bei den Preis sollte sowas auch schon sein.

Überhaupt der Preis. Der ist in meinen Augen ein wenig übertrieben. 250 Euro sollte man dafür nicht ausgeben. Die Spiele sind bisher auch rund 10 Euro teurerer als DS-Spiele. Man bekommt den 3DS online allerdings auch schon für knapp 220 Euro oder wie wir im Bundle mit einem Game für 239 Euro. Das ist immernoch viel Geld. Dafür bekommt man eine Wii mit Software-Bundle. Da muss man sich schon überlegen ob es einen das Wert ist. Den DSi bekommt man unterdessen schon für 119 Euro.

Wenn man das gute Stück einschaltet wird man, sofern man den 3D-Regler hochgezogen hat, auch gleich beim 3DS-Logo in 3D begrüßt. Auch das Menü ist im oberen Bildschirm in 3D. Das ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. Man kann den 3D-Effekt allerdings auch ausschalten. Bei den Menüs findet man vieles wieder was man vom DSi her kennt. Neu ist die Mii-Lobby. Nun kann man sich auf dem 3DS wie auf der Wii ein Mii erstellen. Hier sogar mit Hilfe eines Photos, das man mit dem 3DS macht. Man kann auch sein Mii von der Wii übertragen. Nur in die andere Richtung geht es nicht. Auf die Sache mit den AR-Karten gehen ich mal ein anderes Mal ein. Auch die Online-Möglichkeiten habe ich noch nicht getestet, weil ich da noch nicht zum einrichten gekommen bin.
Die Kameras sind beim 3DS qualitativ ein wenig besser als beim DSi. Allerdings gibt es da weitaus bessere Ergebnisse von Handycams. Spannend werden die 3DS-Cams erst, wenn man auch gleich in 3D aufnimmt. Das hat dann so ein Effekt wie die 3D-Postkarten, von denen ich noch eine Menge aus den 60ziger und 70ziger Jahren habe. Gleich vorinstalliert ist das Spiel “Face Raiders”. Ich sag mal das dies das Tetris für den 3DS ist. Simple und einfach und zum gleich loslegen. Erstaunlicherweise ist dies allerdings kein Kombinationsspiel sondern ein Shooter.

Bei “Face Raiders” nimmt man vorgefertigte Gesichter oder macht Photos von den Gesichtern seiner Freunde oder Verwandten (geht auch mit Fernsehbildern.. Lief gerade die Tagesschau. Also mal kurz ein Bild von Frau Merkel schießen…). Die Bilder werden dann in Köpfe eingefügt die einen im Spiel wie bei einem FPS angreifen. Die Spielumgebung, und das ist der Clou, ist die augenblickliche Umgebung. Also das Wohnzimmer, der Park, das Büro oder wo man sich auch immer gerade befindet. Denn das Spiel nutzt hier die Kameras. Die Köpfe die einen angreifen fliegen quasi um einen herum. Man muss die Konsole bewegen um die Köpfe ins Visier zu bekommen. Das ganze Spielprinzip ist wie gesagt uralt und eben nichts weiter als ein simpler Shooter, aber durch die Einbindung von Bildern bei den Köpfen die einen angreifen und die Umgebung in der man sich gerade befindet, geben den Spiel den Touche des Neuen. Es ist dann schon fast surrealistisch wenn jemand durch Bild läuft oder in der Schusslinie sitzt. Ausserdem kann man den Hintergrund auch zerstören, so das man plötzlich Löcher in der Wohnzimmerwand hat, hinter denen der Weltraum zu sehen ist.
Das ganze kann man mit oder ohne 3D-Effekt spielen. Wobei es mit 3D-Effekt natürlich cooler daher kommt, aber man bekommt dabei auch schneller müde Augen oder es wird einen schon mal schneller schwindlig dabei als wenn man in 2D spielt.

Der 3D-Effekt ist durchaus verblüffend. Es ist gut das man hierzu keine Brille wie bei den aktuellen 3D-Fernsehern braucht. Wie bei “Face Raiders” sieht man was mit der Technik möglich ist. Es wird sich zeigen wie gut es die Spieleentwickler verstehen diesen Effekt als Spielelement einzubauen. Längeres spielen in 3D empfinde ich als anstrengend für die Augen. Daher haben die Entwickler der Hardware ein Gutes daran getan, das man den Effekt jeder Zeit runterregeln oder ganz ausschalten kann.

Das waren jetzt erstmal die Eindrücke der ersten Stunden. Mehr dazu und über die Online-Möglichkeiten demnächst.

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2 thoughts on “Hands on 3DS

  1. Danke dafür, das klingt sehr detailiert. Wenn Du mehr Infos hast, würde ich die gerne lesen. Auch ich habe einen Junior..pardon 2 Juniors zu Hause. 🙂

  2. Teil 2 kommt am Wochenende.

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