Sie standen an den Hängen und Pisten

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Als großer Fan der CMR-Serie kam ich nun natürlich nicht um DiRT 3 herum. Ich wollte allerdings die ersten Preisstürmer-Monate abwarten. Da das Spiel nun für 20 Euro zu bekommen ist, war die Zeit nun reif. Jetzt habe ich also die ersten Stunden absolviert. Enttäuscht bin ich nicht so wirklich. Aber so ein bisschen schon. An einigen Stellen habe ich das Gefühl das das Spiel gegenüber DiRT 2 eher ein Downgrade als ein Upgrade ist. An vielen Stellen hat sich sogar gar nichts verändert.
Was sich verändert hat ist die Grafik. Sie ist ein Tick aufgepimpt worden. So das ich nun nicht mehr mit voller Auflösung spielen kann, weil mir sonst eine Ruckelei vom Feinsten ins Haus steht. Aber selbst herunter geregelt sieht das Spiel ein Tick hübscher aus. Das liegt einmal daran, das man wieder zu den eher natürlichen Farben der früheren Jahre wie bei CMR2005 zurückgekehrt ist. Hatte man bei DiRT noch das Gefühl gehabt, das etwas mit der Farbeinstellung der Grafikkarte nicht stimmte, denn alles war in blassen Brauntönen gehalten, wie ein ausgeblichener Agfa-Film, so hatte der Effekt bei DiRT 2 zwar ein wenig nachgelassen, aber der Filtereffekt war schon geblieben, wenn eben auch abgemildert. Das hatte mich dann beim DiRT 2 nicht mehr so sehr gestört. Jetzt bei DiRT 3 scheint man zum Glück nun völlig davon abgekommen zu sein.

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Eine nette Neuerung ist, das nun auch mal Leute über die Piste rennen. Das hat keinen spielerischen Nutzen, trägt eben ein wenig zur Atmosphäre bei. Das Fahr- und Steuerverhalten ist fast unverändert geblieben. Schaltet man alle Fahrhilfen ein, fährt man wie auf Schienen, braucht nicht mehr bremsen und selbst das Lenken braucht man fast nicht. Hier kann also selbst meine Oma mit dem Feld mithalten. Gar so übertrieben war es bei Teil 2 noch nicht. Ohne Fahrhilfen und die Gegnerstärke auf die höchste Stufe gestellt wird auch nicht der kleinste Fahrfehler verziehen. Kommt man ins Schleudern sieht man z.B. beim Rallycross die Gegner erst im Ziel wieder. Ohne Fahrhilfen und mit der mittleren Gegnerstärke fährt es sich dann allerdings so wie bei DiRT 2.

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Der Fuhrpark ist auch wieder erweitert worden. Einmal findet man die Fahrzeuge vor, die entweder schon bei DiRT 2 dabei waren oder die neuen Modelle der Season 09/10. So fährt dann Ken Block nun auch Ford und nicht mehr Subaru. Auch die Klassiker wie Ford Escort, Mini usw. sind wieder mit dabei. Unter den “neuen” Klassikern gibt es zwei die mich besonders freuen: Opel Kadett C GTE und der Opel Manta B 400. Zweiterer hatte bei der WRC nie eine Rolle gespielt. Die Teams die den Kadett C GTE gefahren war, hatten allerdings auch immer mit der Technik zu kämpfen und konnten so nicht ganz vorn mitfahren. Aber bei Nostalgic Rallyes ist dieses Model immer noch gern gesehen. Schön ist auch, das man nicht mehr von gegnerischen Fahrern vollgequatscht wird. Das ist bei DiRT 3 extrem nervend.

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Da hören die positiven Dinge schon auf. Wie schon erwähnt ist sehr vieles gleichgeblieben. Schlechter geworden ist der Soundtrack. Der hatte mir bei DiRT 2 extrem gut gefallen. Hatte man hier Bands wie WHITE LIES, die einen passenden und rockigen Soundtrack lieferten, so hat man bei DiRT 3 heruntergeschaltet und so eine merkwürdige Mischung aus Pseudo-80er-Pop, Klein-Mädchen-Techno und Elektro-Geblubber eingesetzt, was ich eher bei Spielen wie IGNITE erwarte als bei einem A-Class-Spiel von Codemasters. Sehr merkwürdig. Überhaupt ist die Atmosphäre komplett zurückgeschraubt worden. Hatte man bei DiRT 2 die geniale Idee gehabt, das Spielmenü nicht nur zu animieren, sondern in eine Spielumgebung einzubauen (hier hatte man die meisten Optionen in eine Art Wohnmobil in dem man praktisch hin und her gehen konnte und dann ging man raus vor seinen Trailer konnte sich die Wagen aussuchen, die quasi gleich da standen oder andere Optionen auswählen), so hat man sich bei DiRT wieder zurückgenommen und präsentiert einen wieder alles in langweilig animierten Menüs a la DiRT. Sehr schade das. Schon mal man auch auch von zwei Trotteln im Spiel vollgequatscht wird, die meisten so ein Stuss reden wie “Wow, das war toll! Das must du bei YouTube hochladen! Deine Fans werden ausrasten!” Solche Sprüche finden schon 12jährige albern und uncool.

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Das war jetzt erst einmal mein erster Eindruck. Es ist kein schlechtes Spiel, wie mir scheint, aber eine Evolution gegenüber Teil 2 stellt es meiner Meinung nach nicht da. Teilweise ein Downgrade, Teilweise ein teures Upgrade, für das man nicht mehr als 20 Euro ausgeben sollte.

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Wo wir bei teuer sind. Alle Nase lang wird man darauf aufmerksam gemacht, das man Dies und Das auf dem Win Live Marktplace nachkaufen kann. Hmm, habe ich mir noch nicht angeguckt, aber kommt mir schon ein wenig verdächtig vor. ist DiRT 3 doch nur eine halbes Spiel. Früher hat man Shareware dazu gesagt…

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