Hit The Road!

Sommerzeit! Man ist unterwegs. Nicht nur in den Urlaub, sondern eben auch so sitzt man mal mehr im Park unter einen Baum (weil es regnet) oder auf eine Bank in der Altstadt (weil die beste Ehefrau von allen mal “kurz” was einkaufen will, weil sie ja nichts zum anziehen hat). Abends sitzt man im Biergarten und warten auf den Freund, der sich mal wieder verspätet. Dann könnte man ja mal seine Feeds lesen oder ein gutes eBook. Oder man spielt hat eben. Und wenn man schon unterwegs ist, dann gerne eines meiner Lieblingsgenres: Action-Racer! Dank Gameboy geht das ja nun schon seit 20 Jahre lang ganz gut unterwegs. (Also Game&Watch lass ich jetzt mal beiseite, denn das hatte meiner persönlichen Meinung nach nichts mit Spielspaß zu tun).
Anfangs gab es da auch auf den Gameboy nichts so viel Aufregendes. Meist eben die von mir so verhassten Spiele mit Oben-Drauf-Perspektive. Das hatte natürlich alles nichts damit zu tun, was ich vom Amiga und PC her kannte. Ein Spiel auf dem Gameboy das recht gut umgesetzt worden war V-Rallye. Hässlich war es trotz gutem Handling trotzdem. Das ist dann auch auf Handhelds so lange geblieben. Erst mit dem Aufkommen der PSP gab es Racer die in Sachen Handling und Grafik mit ihren großen Brüdern wie auf Konsolen oder Computern mithalten konnten. Denn auch auf den GBA sahen Racer eher dürftig aus. Bloß habe ich nie eine PSP besessen.
Mit dem DS(i) kamen bessere und spielbare Racer auch für Nintendos Handhelds. Wobei es da auch viele Missgriffe wie die ersten Need For Speed-Spiele gab.
Der meiner Meinung nach beste Action-Racer auf dem DS ist immer noch Asphalt Urban GT 2. Ursprünglich von Gameloft auf den N-Gage (wer kennt den noch? Wer hat je Nokias Spielehandy besessen?) herausgebracht, kam 2006 auf den DS als Modul. Von Handling her alten Need For Speed Teilen auf dem PC ebenbürtig und die Grafik war ansprechender als andere Kollegen auf den DS.
Als Download gab es später noch für den DSi Asphalt 4. Grafisch hatte hier sich natürlich nichts getan, aber meiner Meinung nach war das Handling nochmals verbessert worden. Trotzdem es ein DSi-Download-Spiel war, kam es als Spiel im vollen Umfang. Dieser Teil erschien auch nicht mehr als Modul. Für Android habe ich Asphalt 5 und 6. Beides gute Umsetzungen als Action-Racer mit sehr guter Grafik. Allerdings gibt es da eher schon eine Menge guter Konkurrenten auf dieser Plattform, daher ist dies nicht unbedingt etwas Besonderes. Wobei ich wiederum das Pech habe das Gameloft scheinbar einen großen Bogen um Samsungs Tablets macht. Denn beide Spiele (wie auch andere Gameloft-Spiele) liefen nicht auf meinen alten SGT und auch nicht auf meinem neuen SGT7.0n. Schade eigentlich. Hier punktet dann Need For Speed. Und auf den kleinen Motorola Milestone 2 Bildschirm geht es zwar optisch ganz gut, denn der Bildschirm am DSi war ja auch nicht viel größer, aber da man ja noch ein wenig Platz auf dem Bildschirm für seine Daumen zum steuern via Touch braucht, ist es schon ein wenig fitzlig. Das raubt ein wenig den Spielspaß. Für ein kurzes Spielchen in der Mittagspause reicht es, aber den Karriere-Modus lasse ich dann doch eher links liegen.
 Da hier im Haushalt aber immer noch ein 3DS herumliegt und die 3DS-Version von Asphalt unter den Titel Asphalt 3D unterdessen auch recht günstig zu bekommen ist (wenn auch um ein vierfaches mehr als Smartphone-Versionen), wagte ich mal hier ein Blick. 
Tatsächlich dürfte ich den Teil bei einen Karstadt mal antesten (Danke nochmals an den tüchtigen Verkäufer! Denn das ist ja leider nix Selbstverständliches!). Das wurde dann auch mit dem Kauf des Spiels belohnt.
Autos und Strecken sind nicht neu, sondern ein Mix aus Asphalt 5 und 6. War mir auch vorher schon klar und deshalb wollte ich das Teil vorher mal anschauen bevor ich ein Pfund dafür ausgebe. Steuern lässt sich das Spiel sehr gut über das Analogpad und Tasten. Löblich ist, das sich Nitro nicht nur über die Schultertasten aktivieren lässt (was für mich am kleinen 3DS mit meinen langen Fingern immer etwas krampfig ist), sondern auch über die X-Taste. So kann man beim Gasgeben über die A-Taste mit den Daumen mal eben rüberrutschen, was recht gut funktioniert. Das Driften wird einen auch denkbar einfach gemacht: In die Kurve einlenken, B-Taste (bremsen) kurz antippen  und schon driftet man. Zum Abbruch die B-Taste nochmals antippen. So geht das Renne  wirklich leicht von der Hand.
Wie bei den meisten 3DS-Spielen ist hier die 3D-Option eher schöne Dreingabe, die keinen praktischen Wert hat und beim spielen eher stört. Ja, es sieht recht hübsch aus. Aber nach 3 Runden hat man die Schnauze voll. Da man den 3DS immer in einen bestimmten Winkel halten muss, damit keine ungewollten 3D-Nebeneffekte entstehen, wird das schnell krampfig. Außerdem haben viele Probleme beim Spielen im 3D-Modus. So auch ich. Selbst wenn  ich den Regler nur auf die schwächste 3D-Einstellung schiebe, wird mir nach ein paar Runden schwindlig. Noch störender sind die Anzeigen wie Tacho und Rundenzähler. Die bleiben nämlich immer im Vordergrund, was sehr störend ist. So bleibt einen nur die Möglichkeit den 3D-Modus abzuschalten. Dann bleibt aber immer noch eine sehr schöne 3D-Grafik bei der Autos und Umgebung sehr schöne Details zeigen, die zwar mit aktuellen PS Vita Titeln nicht mithalten können, aber zum Beispiel besser aussehen als Need For Speed Nitro auf der Wii. 
Insgesamt ein Spiel das einen als Action-Racer-Fan den PC unterwegs nicht vermissen lässt. 
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