Rubberband-it

Wie jedes Jahr im Herbst ist auch dies Jahr wieder ein Need For Speed – Teil an den Start gegangen. Man kommt ja mit den zählen gar nicht mehr hinter her, da es ja mit den beiden SHIFT-Teilen quasi ein Spin-Off gab und es noch solche Merkwürdigkeiten wie MotorCity und NFS World gab, ist nun das Remake von NFS Most Wanted irgendwas zwischen Teil 13 und 16, je nach dem man nun die NFS-Titel nummeriert. Ist eigentlich auch egal. Nachdem man nun die Serie seit Jahren (aus der Sicht von Alt-Fans) konsequent in den Sand gesetzt hat, so letztes Jahr z.B. mit dem schlechten Witz Names The Run, fährt man mit den Namen Need For Speed bei EA jetzt scheinbar mehrgleisig. Neben den, sagen wir mal, offiziellen Fortsetzungen wie The Run, gibt es nun eben Shift 1 und 2, die den Anspruch haben sollen eine Championship-Racing-Sim zu sein, und  man lässt Criterion Studios nun alle 2 Jahre ein Remake eines alten Teils machen. Wobei sowohl Hot Pursuit als nun auch Most Wanted mehr mit Criterions Serie Burnout zu tun hat, als mit Need For Speed. Hot Pursuit war meiner Meinung nach das beste NFS der 90ziger und der alten Machart gewesen. Ein paar Elemente hatte da Criterion für ihr Remake mitgenommen, aber eben auch vieles hinzugefügt was die Burnout-Serie ausgemacht hatte, wie z.B. die Takedowns. Da mir z.B. eben auch Burnout Paradise Spaß gemacht hatte, war mein Ärger über Hot Pursuit (3) nicht so groß gewesen. Das Spiel hat mir bis zu einem bestimmten Punkt unheimlich Spaß gemacht. Ich komme gleich dazu welcher Punkt das ist. Viele hatten die Nähe zu Burnout bemängelt und das man die Autos nicht mehr tunen konnte. Das Tunen wiederum war für mich z.B. ein Kritikpunkt weswegen ich die beiden Underground-Teile nicht mehr mochte und schon als Vorboten des Niedergangs der Serie gesehen hatte. Wobei ich schon bemerkt habe, das besonders mit den Teilen die Verkaufszahlen hochgeschossen waren. Es gibt immer noch eine sehr große Fangemeinde der NFS-Tuner, wie ich sie nenne, die wahrscheinlich größer ist als die Fraktion der alten Garde, wie ich, die auf diese Bastelasientenplastigautorennen ab NFS U keinen Bock mehr hatten.

Okay, NFS MW war vielleicht der beste Teil der neuen NFS-Ära und an diese Ikone hat sich nun Criterion vergriffen. Bei der Presse ist NFS MW (2) wie ich finde noch recht wohlwollend aufgenommen worden. Wenn man dann aber die Kommentare und in den Fanforen liest, wird da ein ganzer anderer Ton angeschlagen. Ich kann zu den Spiel direkt noch nichts sagen. 45 – 50 Euro ist mir einfach zu teuer für ein Upgrade und das dann scheinbar nicht einmal richtig gelungen ist.
Eine Angelegenheit die immer wieder bei den Remakes von HP und MW bemängelt wird ist das ersetzen von Schwierigkeitsgraden durch eine Gummiband-KI. Und genau das hat mich nach ca. 70% durchspielen von HP (3) eben auch extrem gestört. Erst kam ich damit gut zurecht. Teilweise fand ich das es sogar ein tolle Sache war. Schließlich war das ganze Rennen durch immer weiter Action um einen herum gewesen. Wenn man bei Schwierigkeitsgraden früher das Spiel auf leicht gestellt hatte, kam es schon mal vor, das man nach einer Minute die Gegner hinter sich gelassen hatte und sie bis zum Ziel nie wieder gesehen hatte. Anders herum natürlich genauso. Hatte man den Schwierigkeitsgrad für seine Fähigkeiten zu hoch eingestellt, rasten einen die Gegner gleich nach dem Start davon. Aber man konnte immer selbst entscheiden. Das geht nun nicht mehr. Egal wie schnell und geschickt man fährt. Egal ob die Gegner in eine Massenkrambolage verwickelt wurden. Egal ob die Cops nur einfache Sedans fahren. Sie holen einen immer ein! Man hat keine Chance. Ich kann die letzen Missionen von HP (3) nicht spielen, weil ich einfach keine Chance mehr habe die Missionen davor zu gewinnen. Ich spiele nun schon seit gut 2 Jahren an dem Spiel und ich schaffe es nicht. Jeder kleinste Fehler wird mit den letzten Platz bestraft. Ich schaffe nicht einmal den dritten Platz. Und im Hot Purcuit-Modus bringen mich die Cops immer zur Strecke. Immer! Als ob mein Wagen ein Cop-Magnet wäre stürzt sich die KI auf mich. Wenn man selbst als Cop spielt, dann geht es eine genauso. Die KI-Gegner fahren einen davon. Keine Chance.
Ein schweres Spiel kann Spaß machen. Ein unfaires Spiel macht kein Spaß.

EA und eben auch die Presse sagt, ja aber online macht das dann mit menschlichen Gegner richtig Spaß! Ja, super! Dann können sie sich den Singleplayermodus sparen! Nur noch Online und das ganze als Free2payplay zur Verfügung stellen und dann ist gut. Aber nicht Need For Speed auf den Karton bappen und nen miesen Singleplayer mit wahnwitziger KI in die Schachtel tun. Das ist wie Star Wars ohne Lichtschwerter! Es kann doch nicht sein das ich erst online gehen und mir selbst ebenbürtiger Gegner suchen muss um an dem Spiel Spaß zu haben. Außerdem habe ich nicht immer die Gelegenheit überall wo ich auf meinem Laptop spielen will online gehen zu können. Via Handy-Flatrate geht das schon mal nicht.
Ich denke das ich NFS MW (2) genauso wie The Run im Verkaufsregal stehen lassen werde. Das muss mir schon geschenkt werden damit ich mich darauf einlasse.

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