Unter Kontrolle – MOGA Pro Controller for Android

Trotzdem ich meine GameBoys und NDS’ ja liebe und auch immer wieder zur Hand nehme, so haben sie die mobilen Gamingzeiten doch sehr gewandelt. Zur Zeiten den Ur-GameBoys waren Handys groß und klobig und man konnte mit ihnen Telefonieren, Schluss. Zu Zeiten des GBAs waren Handys kleiner und handlicher geworden und man konnte mit ihnen auch schon mal ein kleines Karten- oder Steinchenverschiebespiel wagen. Der NDS hatte dann mit den ersten Smartphones schon größere Konkurrenz bekommen, aber noch nicht sehr ernsthafte. Wenn ich jetzt Spiele auf meinen 3DS XL und auf dem Galaxy Note 2 vergleiche, hat der 3DS teilweise nicht mehr die Nase vorn. Wenn ich mir z.B. die fast Zeitgleich erschienenen ASPHALT Teile ansehe, ASPHALT 7 für Android und ASPAHLT 3D für den 3DS, sieht die Android Version wesentlich besser aus. Okay, der 3D-Effekt, der zwar ganz schön ist, aber bei den wenigsten Spielen wirklich gebraucht wird oder bei manchen besser abgeschaltet werden sollte. Ein anderer Vorteil war bisher die Hardwarelastige Steuerung am 3DS, denn eine Touchsteuerung ist gerade bei Action-Spielen nicht immer das Wahre. Die Bastion ist nun langsam aber auch gestürmt worden. Wie eben z.B. mit dem Bluetooth-Controllern von MOGA.

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Von MOGA gibt es mehrer Model für Android und iOS. Ich habe mir den MOGA Pro im letzten Dezember zugelegt. Seitdem hatte ich viel Zeit das gute Stück zu testen.
Der Controller ist ein Gamepad das dem XBOX-Controller nachempfunden wurde. Da ich persönlich den XBOX-Controller sehr mag, war für mich die Form ein Entscheidungsgrund für dieses Model gewesen. Der MOGA Pro hat einen fest verbauten Akku, der über einen Mini-USB-Anschluss geladen wird. Dabei ist der Controller leichter als z.B. der des schnurlosen und mit Akkus oder Batterien gefütterten Microsoft PC Controller. Er liegt beim Spielen genauso gut in der Hand wie sein Vorbild, hat aber eine Verbesserung in Form der gummiert-geriffelten Handflächen-“Hörner”. Der MP verfügt auch genauso wie sein Vorbild über vier Schultertasten, ein digitales Steuerkreuz, 2 analoge Sticks und 4 Feuerknöpfe. Alle Elemente sind sehr gut verarbeitet und genauso präzise wie beim großen Vorbild. D.h. eigentlich ist das digitale D-Pad sogar besser als beim Vorbild, denn wer das schwablige Steuerkreuz vom Microsofts Gamepad kennt, der weiß das dies nicht sehr schwer zu schlagen ist. Das ist also beim MP wirklich besser. Gerade bei Emulatoren oder Retrogames, bei denen eine digitale Steuerung einfach eher gebraucht wird, macht sich das sehr positiv bemerkbar.

An der Unterseite des MPs ist noch eine Taste mit der man die Beleuchtung der Feuerknöpfe an- oder ausschalten kann. Dies auszulassen spart wahrscheinlich ein wenig Saft, wenn man unterwegs ist. Schicker sieht es natürlich mit den orange leuchtenden Tasten aus. Auf der Frontseite in der Mitte ist eine Klappe, die einmal als Abdeckung für den Modus-Wahlschalter dient, und deren eigentlich Funktion der Smartphone-Halter ist. Dies ist eine eine Klammer, die oben und unten gummiert ist um das Smartphone einmal gut zu halten, aber eben ohne das Gehäuse zu zerkratzen, die durch eine Feder im Gehäuse die Geräte recht fest hält. Und auch mein recht großes Note 2 wird hier noch gehalten. Ich habe das Galaxy Mega bisher nur ein paar Mal in der Hand gehabt, aber ich glaube, das bekommt man da auch noch eingeklemmt. So an man eine Spieleinheit a la Handheld-Konsole. Natürlich kann man das Gamepad auch an einem Tablet benutzen. An Tablet-Nutzer hat man bei MOGA auch gedacht und noch einen Halter als Beipack spendiert. der ist zwar nicht besonders stabil, aber im Landscape-Mode hält er z.B. mein Note 10.1 noch sehr stabile. Im Horizontal-Mode (z.B. für die RAIDEN-App, MAME-Emus für Galaga und Co oder auch ZEN Pinball oder Arcade) ist das doch ein wenig zu wackelig. Aber wirklich nett gemeint.

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Zurück zu den Modus-Schalter unter der Klappe. Modus A ist der Modus für den speziellen MOGA-Treiber. Diese werden mit der MOGA-App auf dem Android-Gerät installiert. Es gibt mittlerweile schon sehr viele Spiele, die die MOGA Controller direkt unterstützen. Wie z.B. NEED FOR SPEED – MOST WANTED, aber auch viele Konsolen Emulatoren wie die von Robert Broglia (die ich sehr schätze). Der Vorteil hierbei ist, das die Spiele native den Controller sofort erkennen und man nicht noch die Tastenbelegung definieren muss.
Der Modus B macht das MP zu einem “normalen” Bluetooth-Gamepad via HID. So funktioniert das Gamepad bei allen Spielen die eine Bluetooth-Steuerung unterstützen. Leider gibt es auch heute noch Spiele, wie z.B. COLIN McRAE RALLY, die nur eine Touch- oder Kippsteuerung unterstützen. Gerade bei Actionspielen finde ich das extrem nachlässig. Z.B. CMR interessiert eigentlich kaum den Casual Gamer und ein Hardcore Gamer hat mit Sicherheit ein BT-Gamepad oder ähnliches um zu spielen. Warum hier auf dieses Feature verzichtet wird ist mir schleierhaft. Das man das MP auch über BT nutzen kann hat natürlich den Charm, das man es auch am PC oder Laptop benutzen kann. So das ich jetzt auf Reisen nur noch ein Gamepad für die Android-Geräte und das Windows-Laptop mitnehmen brauch. Unter Windows wird das MOGA wie jedes andere BT-Gamepad erkannt und funktioniert tadellos. In einigen Spielen wird es sogar als XBOX-Controller erkannt und hat dort sofort die vorgesehene Tastaturbelegung zur Verfügung. Das macht das MP doppelt nützlich und lässt einen vielleicht den hohen Preis vergessen.

Die Preise z.B. bei Ebay schwanken so zwischen 50 und 70 Euro. 70 sollte man vielleicht nicht ausgeben. Ich hatte dafür knapp 55 mit Porto und Verpackung aus UK ausgegeben. Das halte ich für einen fairen Preis, denn das MOGA Pro ist wirklich ein hochwertiges Gamepad, das sich für Spieler auf jeden Fall lohnt.

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Ich habe bisher damit viel Freude gehabt. Man darf bloß nicht vergessen das gute Stück gelegentlich mal an eine Stromquelle zu hängen, denn leider gibt es keine Anzeige oder Vorwarnung in jeglicher Form, das der Saft zu Ende geht. Ich kann aus der Praxis leider nicht sagen, wie lange der Akku wirklich hält. Meist habe ich vor einer Fahrt schon vorauseilend das MP an Strom gehangen. Bisher war es mir auch nicht passiert, das mir mitten beim Spielen der Saft ausgegangen ist. Allerdings habe ich bisher auch nicht mehr als 4 Stunden am Stück damit gespielt.

Jedenfalls kann ich hier nur eine Kaufempfehlung aussprechen!

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One thought on “Unter Kontrolle – MOGA Pro Controller for Android

  1. Pingback: She’s lost control again | kein Halma

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