Borderlands zum Dritten (oder: das Zwischenspiel)

Eigentlich wollte ich das Borderlands Pre-Sequel gar nicht spielen. Borderlands 2 ist – ich verrate es gleich: und bleibt auch – das beste Borderlands-Spiel: Perfekte Balance, großartiger Humor, unkompliziert und ein schlichtweg perfekter Spielflow. Ich brauchte daher eigentlich kein weiteres Borderlands-Spiel, schon gar nicht ein Prequel.

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Aber für den halben Preis im Weihnachtssale bei Steam hab ich dann doch nicht widerstehen können. Im Prinzip ist es dadurch eine größere Erweiterung und genau so fühlt sich das dann auch an: Mehr vom selben. Alles was neu ist, fühlt sich wie draufgesetzt an.

Nicht im negativen Sinne, die neuen Features machen durchaus Spaß und sind auch passend dafür, dass das Spiel jetzt nicht mehr auf Pandora spielt sondern auf dem Mond darüber: Die Schwerkraft ist geringer und man muss ständig nach der Luft schauen. Ersteres ist nett – höher springen und das herumdriften ist cool. Das mit der Luft ist dagegen nervig. Es behindert dauernd den Spielfluss und hält unnötig auf. Es macht das Spiel zwar nicht schlechter aber besser macht es das auch nicht.

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Die Story ist ganz ok. Etwa so wie die der besseren DLCs des ersten Borderlands. Was mir gut gefällt ist die Hauptfigur Athena, für die die Story am meisten hergibt. Die war schon im ersten Borderlands meine Lieblingsgegnerin und hat hier auch wieder diese Persönlichkeit zwischen Badass und “die spinnen doch alle”-Attitüde.

Was ich auch sehr cool finde ist, dass sich die nette Schmugglerin Janey Springs, die man gleich zu Beginn des Spiels kennenlernt und sehr eindeutig an Starbuck aus Battlestar Galactica angelehnt ist, in Athena verknallt. Das hilft dem Spiel sehr, nicht einfach nur total abgedreht und ausgeflippt zu sein. Ein wenig Immersion ist ja auch gut und dazu braucht es auch liebenswerte Figuren neben all den zynischen Irren.

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Aber letztendlich fühlt sich das Pre-Sequel nie an wie ein vollwertiges Spiel. Zu gleichförmig ist die Mondlandschaft und die Gebäude, zu wenig Weiterentwicklung gibt es (wie auch, wenn es ja vor Borderlands 2 spielt) und zu oberflächlich sind die Neuerungen.

Es macht dennoch wieder Spaß und es fühlt sich dennoch gut an, mal wieder das Borderlands-Feeling zu spüren. Zum “richtig” spielen werde ich aber am Ende doch wieder in Borderlands 2 landen und hoffe, dass es irgendwann ein “echtes” Borderlands 3 geben wird, das den Namen wirklich verdient.

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