Elite: Dangerous – A day in the life

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Ich spiele ja jetzt schon eine ganze Weile Elite: Dangerous und tue das auch bei diesem Spiel – fast schon wie für mich üblich bei MMOs – mit einem eher gemütlichen Ansatz ohne große Ambitionen, möglichst schnell irgendetwas erreichen zu wollen.

Das ist gerade bei Elite meiner Ansicht nach auch die gesündeste Art und Weise, damit umzugehen, dass es sich hier um ein “echtes” Sandbox-Spiel handelt. Echt insoweit, dass Open World Games wie GTA, Far Cry oder Watch Dogs in Wirklichkeit gar nicht so Open sind, weil man dort schon normalerweise einen festen Handlungstrang hat, den man verfolgen muss, lediglich angereichert mit ein paar optionalen Nebenmissionen, die aber ebenfalls eine endliche Menge von Spielsituationen ergeben.

Unter Sandbox verstehe ich aber, dass man sich in einer komplett offenen Umgebung bewegt, die einem tatsächlich nicht mehr als die Spielmechanik zur Verfügung stellt und genau das tut eben Elite: Man ist in diesem Spiel ein kleiner Niemand in einem irrsinnig großen Universum. Der Fortschritt ist der, den man sich selbst mit der Nutzung der Mechaniken erarbeitet. Es gibt keine vorgegebene Handlung, keine Questreihen, kein höheres Ziel. Das ist für moderne Spiele zwar ungewöhnlich, aber wer Elite schon in den Achtzigern gespielt hat, kennt das schon. Elite: Dangerous ist im momentanen Stand der Entwicklung nämlich nahezu dasselbe Spiel wie damals, nur mit aktueller Grafik und ein paar marginalen Online-Features.

Und ganz ehrlich: Es ist unter anderem genau deswegen so eine Wohltat. Man hat überhaupt keinen Druck, sondern kann in der Geschwindigkeit spielen, die einem passt. Man muss nicht permanent “hochleveln”, um weiter zukommen und mit anderen Mitspielern mithalten zu können und muss nicht ständig online sein, um irgendwelche Ziele zu erreichen (was bei mir sowieso zeitlich gar nicht funktioniert, ich komme dafür unter der Woche viel zu selten zum Spielen). Man kann sich seine Story einfach selbst zusammenreimen und hat – wenn man sich dafür erwärmen kann – seinen Spaß am Moment. Die Erfolge sind sehr indirekt und generieren sich vor allem daraus, dass man die sehr komplexe Simulationsmechanik immer besser beherrscht. Auch das Aufrüsten des Raumschiffes macht viel Spaß: Im Gegensatz zu vielen RPGs-Mechanismen, in denen Upgrades irgendwelche Werte im Unterkommabereich verbessern und dadurch eigentlich gar nicht bemerkbar sind erfreut einen jede neue Komponente, die man in sein Schiff einbaut, mit einer massiven Verbesserung. Wenn man weitere Systemsprünge machen kann, mit fetteren Waffen plötzlich auch gegen eigentlich größere Schiffe ankommt, sich über höhere Wendigkeit freut oder gleich mal doppelten Platz für Cargo hat ist das immer wieder eine große Befriedigung.

Ich habe gestern mal eine für mich ganz typische Spielsession aufgezeichnet. Ich bin hauptsächlich Händler, also ein friedlicher und halbwegs gesetzestreuer Mensch. Allerdings hab ich meine Cobra mit ordentlichen Waffen und Schilden ausgerüstet, so dass ich keine Angst vor Piraten oder Spielern habe, die glauben, leichtes Spiel zu haben wenn sie mich überfallen. Das heißt, ich verbringe die typische ein bis zwei Stunden Session damit, Waren zu kaufen und zu verkaufen und entsprechende Missionen anzunehmen. Damit man mal einen Eindruck davon bekommt, wie sowas aussieht, hab ich nur an wenigen Stellen gekürzt und das Video ist entsprechend lang, quasi ein Lets Play. Viel Spaß.

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