Star Citizen alpha 2.0

Nach längerer Zeit wird es mal wieder Zeit für ein Update. Denn seit ein paar Tagen können die ersten Backer in die Alphaversion des Persistent Universe, das von CIG völlig zu Recht Alpha 2.0 genannt wird.

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Hier ist nämlich zum ersten Mal ein ganz kleiner Ausblick geschaffen worden, wie das Spiel am Ende aussehen und funktionieren wird. Und das, was man sieht, ist derart vielversprechend, dass es nicht verwunderlich ist, dass die Unkenrufe der vergangenen Monate und die selbsternannten Experten für Vaporware und angebliche Scam-Schemes verstummt sind oder man sie zumindest nicht mehr Ernst nehmen kann: Chris Roberts hat nämlich geliefert.

Das PTU besteht aus einem kleinen System mit einer großen Raumstation, mehreren Satelliten, einer Technikstation als First-Person-Shooter-Area, einem schönen Asteroidenfeld und einigen piratenverseuchten Ecken für PvE-Dogfights. Das heißt, alles was im späteren Spiel funktionieren soll, ist jetzt in mehr oder weniger rudimentären Form vorhanden und spielbar. CIG hat parallel ein sinnvolles Tool entwickelt, in dem die Spieler Bugs und Feedback melden, das sie – wie zuvor schon bei der Optimierung der Flugsimulation im Arena Commander – dazu verwenden, schon in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung ihre Spielmechanik zu perfektionieren.

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Momentan wird – im Gegensatz zu den langen Zeiträumen, die zwischen Updates des Hangarmodules oder des Arena Commanders auftraten, in denen selbst schlimme Bugs ungefixt blieben – auch fast täglich eine neue Version rausgehauen. Man hat den Eindruck, dass CIG jetzt die grundlegende technische Basis, die sie zwei Jahre lang entwickelt haben und von deren Großteil man außerhalb von Demonstrationen auf Gamescom und Citizencon sehr lange nicht viel gesehen hat, in einem Zustand versetzt hat, dass sie nun damit beginnen können, sie gemeinsam mit der Community auszubauen und zu vervollständigen.

Der Schritt von einem zugegebenermaßen hübschen Hangar, in dem man zwar seine Raumschiffe anschauen konnte, aber der quasi kein Spiel beinhaltete zum Arena Commander, in dem man die Einsitzer-Schiffe in kleinen Arenen herumsteuern konnte war schon nett. Allerdings war daran noch nicht so viel Wow-Effekt: Flugsimulationen dieser Art gab und gibt es schon, außer dass es viel hübscher ist als das, was man schon kennt, war das nicht so was besonderes.

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Der Schritt vom Arena-Commander zur jetzigen Alpha 2.0 ist aber – nach drei Jahren – der erhoffte Riesenschritt: Es ist so irrsinnig viel drin, was man noch nie in einem anderen Spiel gesehen und gemacht hat, allem voran die Multicrew-Schiffe, von denen es die ersten drei in die Version geschafft haben: Die Constellation, der Retaliator und das kleine Piratenschiff Cutlass. Als nächstes ist dann auch endlich die Freelancer angekündigt, auf die ich mich besonders freue, denn das ist von Anfang an mein Backer-Raumschiff gewesen.

Die Detailverliebtheit, die man aus den vergleichsweise kleinen Hangars, den AC-Arenen und der ersten begehbaren Stadt kennt, hat sich ebenfalls in diese riesige Umgebung übertragen. Man hat nie den Eindruck, dass man in einem Baukastensystem herumläuft, in dem sich sehr schnell Elemente und Texturen wiederholen. Auch hier hat CIG bewiesen, dass ihre Vision skaliert.

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Das Beste an der 2.0 ist aber der ständige nahtlose Übergang zwischen First-Person, Flugsimulator, Multi-Crew Simulator, PvE und PvP, das einem eindrucksvoll demonstriert, was Chris Roberts seit Jahren damit meint, dass er eine nie dagewesene Immersion erzeugen will. Das funktioniert schon jetzt derart hervorragend, dass ich keine Bedenken mehr habe, dass Star Citizen am Ende – wenn alle Spielmechaniken eingebaut und optimiert sind  – das Spielgenre mit einer riesigen Menge neuer Standards versorgen wird, an denen sich andere Entwickler, die seit Jahren nur winzige Schritte machen um ja nicht die bewährten, aber immer langweiligeren Pfade des Mainstream zu verlassen, messen lassen müssen.

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