She’s lost control again

In letzter Zeit habe ich mal wieder mehr den Focus auf Hardware als Software. Im Moment ist bei mir müdigkeitsbedingt nicht so lesen angesagt, aber dafür eben mir spielen. Das kann man auch wenn man müde und erschöpft von der Arbeit ist. Das entspannt und macht einen für eine Weile auch wieder ein bisschen wach. Wobei mich “neue” Spiele im Moment nicht so anmachen. Retrogaming ist angesagt. Wobei.. wie definiert sich eigentlich was nun Retro ist bzw. ab wann ist etwas eigentlich Retro? Gute Frage, die immer wieder mal gestellt wird und auf die es die unterschiedlichsten Antworten gibt, die ich hier gar nicht zitieren möchte. Meine Meinung dazu hat sich in den letzten Jahren auch geändert. Vor einiger Zeit habe ich das bei Spielen und deren Hardware dazu noch so definiert, das alles was aus dem letzten Jahrhundert stammt eben Retrospiel oder – Hardware ist. Da hat sich meiner Ansicht nun mittlerweile ein wenig verschoben. Jetzt sehe ich Hardware z.B. dann als Retro an, wenn diese Nicht mehr hergestellt bzw. vom Hersteller nicht mehr mit Updates unterstützt wird. So ist ein Nintendo DS ob nun Fat oder Lite für mich genauso Retro wie schon sein Nachfolger DSi. Oder jegliche Modelle von Sonys PSP. Bei Spielen habe ich da eher noch so eine Jahres Regel: Alles was älter als 10 Jahre ist, auch wenn es noch so eine hochaktive Modder-Community hat, ist bei mir persönlich Retro. Mögen sie eben auch im Falle von PC-Spielen immer noch ohne Emulatoren noch auf aktuellen Systemen laufen, trotzdem Retro.

Aber Retrogaming sollte jetzt eigentlich gar nicht das Thema sein. Sondern ein Controller, der aber eben sowohl für aktuelle als auch retroaktive Soiele geeignet ist. Vor einiger Zeit hatte ich hier über den von mir erworbenen Moga-Controller berichtet. Mit diesem bin ich nach knapp 2 1/2 Jahren immer noch sehr zufrieden. Er funzt weiter tadellos. Auch bei meinem aktuellen Smartphone und Tablets. Unter Windows funzt er bei mir weiterhin nicht wirklich. Das war unter Win7 und 8 schon so und nun unter 10 auch nicht. Das macht im Grunde natürlich nichts, denn dafür habe ich ja mein XBox-Controller usw. Also wirklich einen neuen Controller hätte ich nicht gebraucht. Aber die chinesische Firma 8bitdo hat einfach zu interessante Produkte. So eben auch den FC30 PRO GAME CONTROLLER den es in dem von mir gekauften Famicom- oder eben NES-Design gibt. Nun habe ich eigentlich mit diesen Nintendo-Consolen nicht so viel am Hut, aber das Famicom-Design hat mir optisch eifach besser gefallen. 8bitdo bietet übrigens auch einen SNES-Controller an. Die Designs kommen nicht so von ungefähr, denn gleichzeitig bietet die Firma separat Bluetooth-Dongles für die drei Konsolen an, so das man die Controller eben auch an der originalen Hardware benutzen kann. Was dann allerdings mit diesen Dongles auch mit anderen BT-Controllern gehen müsste.

Die Controller kommen aus China, aber sind deswegen nicht billig produziert und sind somit auch nicht preiswert zu haben. Zwischen 40 und 50 Euro muss man je nach Händler dafür schon hinblättern. Der offizielle deutsche Shop für 8bitdo-Produkte ist Dragonbox. Aber hier hatte ich meinen Controller nicht gekauft, sondern ihn direkt importiert. Trotz Shipping costs aso. bin ich so unter 40 Euro geblieben. Aber dafür muss man dann schon mal ein bis zwei Wochen warten können. Die Anleitung ist trotzdem auch in englisch und nicht nur in chinesisch! Wenn man die Schachtel in der Hand hält, hat man sofort das angenehme Gefühl auch ein wertiges Produkt in der Hand zu halten. Der Pappschober über den eigentlichen Karton fühlt sich wie gewachst an. Also weit entfernt von billiger Pappe oder der üblichen Plastikblisterverpackungen von Geräten Made in China. Auch der graue Karton ist so beschichtet und etwas stabiler gefertigt. In drin liegt der Controller in einer passgenauen Schablone aus Schaumstoff. Darunter findet man dann kleine Pappkartons mit der Anleitung, dem Ladekabel auch im Famicom-Design und einen Metallschlüsselanhänger. Also schon mal alles sehr edel verpackt. Ich persönlich mag so etwas sehr, denn ich lasse die Geräte immer gerne in den Verpackungen um sie schon vor Staub zu schützen, und nehme sie nur zur Benutzung da raus.

Der Controller selbst ist natürlich aus Plastik. Nur die Frontplatte ist aus einem leichten, dünnen Metall. Der Controller hat die Größe eines NES-Controllers und liegt durch seine Rundungen sehr gut in der Hand. Das Steuerkreuz und die Tasten sind auch für meine langen Finger gut zu erreichen. Auch nach längerem spielen hatte ich keine Krämpfe in den Fingern bekommen. Die Analogsticks sollten sich selbst mittig arretieren, aber bei mir ist der Linke ein wenig schwergängiger als der Rechte und geht nicht so immer in die Nullstellung zurück. Zwar hat sich das jetzt nach einigen Runden mit dem guten Stück etwas gegeben, aber schwergängiger ist der rechte Stick immer noch ein wenig. Stört aber nicht wirklich beim spielen. Neben den zwei analogen Sticks, die Famicom- oder NES-Controller bekanntlich noch nicht hatten, haben wir hier auch 4 “Feuerknöpfe” und auch 4 Schultertasten, wie bei einen modernen Gamepad. Vorn haben wir noch zwei Tasten zum Einschalten des Controllers, zum koppeln und die verschiedenen Modi für verschiedene Geräte bzw. Betriebssysteme auszuwählen. Denn der Controller versteht sich mit Android, iOS, MacOS und Windows! Dazu später. “Oben” zwischen den Schultertasten befindet sich der MicroUSB-Anschluß. Über diesen wird das Gerät geladen, das einen festverbauten Akku hat, bei dem ich jetzt aus meinen vier Wochen Erfahrung noch nicht so genau weiß, wie lange er nun hält. Ich habe viel damit gespielt und ihn bisher nur einmal zu Beginn komplett aufgeladen. Superschnell ist er definitiv nicht leer. Die Rundungen links und rechts beherbergen LED(?)-Leuchten, die je nach Modus in verschiedenen Farben leuchten und blinken.

Das Koppeln mit all meinen Android-Geräten war kein Problem. Der Wiedererkennungswert liegt bei 100%. Das heißt Controller anschalten, beim dementsprechende Gerät Bluetooth anschalten und schon koppeln sich die beiden ohne weiteres zu tun. Unter Win10 klappte das nicht so sehr. Sowohl an meinen großen Rechner als auch dem Surface brauchten beide Geräte lange um sich zu koppeln. Beim nächsten Neustart ahben sie sich schon gleich wieder nicht gefunden. Nervig. 8bitdo liefert hierfür aber einen interessanten Workaround!
Das USB-Kabel ist hier nicht nur zum Laden da, sondern kann so auch als Controllerkabel benutzt werden. Also über USB am Rechner angeschlossen und nach kurzer automatischer Treiberinstallation von Windows wurde der Kontroller als generischer HID-Controller erkannt und konnte in sämtlichen Spielen von mir genutzt werden, die Controller unterstützen!

Unter Android haben die meisten Spiele den Controller auch gleich erkannt. Einige Emulatoren erkannten in ihn auch den FC30 PRO, so das ich nicht einmal die Tasten zuordnen musste. Einige verweigerten sich NFS MOST WANTED versteht sich super mit mein Moga, aber das 8bitdo wollte es nicht erkennen. Manch Spiele unterstützen keine BT-Controller und die verstehen sich natürlich auch nicht mit dem Controller. Wenn man die Geräte routet bietet 8bitdo eine Möglichkeit den Controller so zu mappen, das man ihn bei reinen Touchscreen-Steuerungen benutzen kann. Das konnte ich nicht testen, denn meine Smartphones und Tablets sind nicht geroutet. Soll aber gut funktionieren. Ich brauche es nicht unbedingt. Die Spiele die ich spiele bzw. die Emus die ich nutze unterstützen den Controller auch so.
Dabei ist die Steuerung wirklich sehr präzise! Beim Steuerkreuz und den Tasten klappert da nichts und es gibt keine ungewollten Deadzones. Wirklich super. Gefühlt reagiert der FC30 PRO besser als der Moga Controller PRO.

Für den Controller bietet 8bitdo auch einen Xtander an, mit dem man Controller und Smartphone bis 5,5″ ähnlich wie beim Moga PRO “einklemmen” kann, so das man ein wenig ein Handheld-Feeling bekommt. Dieser hätte vielleicht gleich beim Controller dabei sein können. Aber nun gut. Ich habe ihn mir jetzt separat bestellt.
Auch über die Möglichkeiten ihn als Controller für NES oder Famicom zu nutzen kann ich natürlich nichts sagen, da ich nicht nur den Dongle nicht habe, sondern auch besagte Konsolen nicht besitze.
So ist der FC30 PRO ein fantastischer Controller, den man auf Grund seiner kleinen und flachen Bauweise auch besser für unterwegs nutzen kann, als mein Moga PRO, der da doch eher weniger in die Jackeninnentasche passt ohne ein Ausbeulung zu schaffen, die mich schwer bewaffnet aussehen lässt.
Ich kann das gute Gerät nur empfehlen!

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