Jens’ Gaming Review 2016

Schön, dass Henk vorgelegt hat. Da kann ich mich ja einfach anschließen.

Aber vorneweg ein Programmhinweis in ähnlicher Sache: Sven und ich haben unser Gaming-Jahr nämlich schon per Podcast besprochen. Allerdings nicht in unserem eigenen We Know Kung Fu – Podcast, sondern – da wir beim Podcast-Wichteln mitgemacht haben, als Gastbeitrag von Nerd & Krempel.

Da waren aber vor allem Spiele dabei, die wir gemeinsam gespielt haben und das sind beileibe nicht alle.

Und weil das am schnellsten geht, erzähl ich erst mal, was es an Hardware neues gab. Dieses Jahr hab ich vor allem Peripherie aufgerüstet. Im Einzelnen einen Ultrawide-Monitor und eine mechanische Tastatur (beides hier zu sehen). Das Netzteil war zwischendurch mal kaputt und musste ausgetauscht werden. Das wars, glaube ich. Der Monitor ist der Hammer, weil das breitere Sichtfeld gerade bei Spielen absolut grandios ist. Die Tastatur ist halt ne Tastatur, die kann zwar auch irgendwelche tolle Sperenzchen mit der Beleuchtung, das benutze ich aber nicht. Mir war nur wichtig, wieder die mechanischen Tasten zu haben, weil das zu weniger Rechtschreibfehlern und “abrutschern” führt.

Nun zu den Spielen – zumindest denen, die die Erwähnung wert sind. Anfang des Jahres hab ich noch immer Elite:Dangerous gespielt. Da man sich dort aber im Laufe des Jahres nur um die Erweiterung des “Währungs”- Grinding- und Crafting-Systems gekümmert hat und das dazu führte, dass man entweder stupide Wiederholungen der immer gleichen Aktion oder viel zu lange (und ebenso stupide und repetitive) Sammel und Bring-Missionen absolvieren muss, um da noch irgendwie weiterzukommen, hab ich das irgendwann liegengelassen. Ich spielte das Spiel ja wegen der Flugsimulation, nicht wegen Mikrotransaktionspopeleien. Tabellenschiebende EVE-Online Spieler sind – wenn man den Foren und Facebook-Gruppen vertrauen kann, aber überglücklich.

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Das Spiel, das Elite zunächst mal für längere Zeit abgelöst hat, war The Division. Die “Solo”-Kampagne hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Atmosphäre ist genau mein Ding gewesen. So hatte ich jede Menge Spaß und auch nach Beendigung der Kampagne konnte ich durchaus noch eine ganze Weile was damit anfangen. Das lag vor allem an der gelungenen Coop-Integration und daran, dass Sven und mein Sohn das Spiel ebenfalls spielten und wir dieses Jahr wesentlich öfter gleichzeitig Zeit hatten. Leider ist den Entwicklern zwischenzeitlich aber exakt dasselbe passiert, wie denen von Elite: Sie glaubten, ein Spiel werde besser, wenn man das begrenzte Set an Spielmechaniken einfach in immer mehr miteinander inkompatiblen Währungen und Craftingstecken breittritt. Zum Glück haben die das aber irgendwann gemerkt und statt DLCs hat man mehrere Monate dazu verwendet, um grundlegende Systeme und Mechaniken zu fixen und im Herbst einen riesigen Patch herauszugeben, der das Spiel tatsächlich repariert hat. Ich bin also gespannt, ob die noch ausstehenden DLCs in diesem Jahr kommen und was sie neues bringen.

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Dann kam das neue DOOM, das ich als einer der Menschen, die damals die allererste Sharewareversion in- und auswendig durchpielen konnten, natürlich haben wollte. Und es lohnte sich, denn das Spiel ist nicht nur genau das, was man sich als grundlegend aktualisierte Version des klassischen straighten Shooters mit der neuesten id-Grafikengine so vorstellt, sondern reaktiviert sogar Eigenschaften des alten Spieles, die man inzwischen vergessen hat. Die Atmosphäre, der Wechsel zwischen Hektik und erwartungsvoller Spannung, der Humor, die Gewaltdarstellung, die Lust auf das Finden von geheimen Räumen und das völlig befriedigende Actionfilm-Waffengefühl, das uns damals bei DOOM eine ganz neue und andere Spielerfahrung bescherte, ist tatsächlich wieder da. Irgendwie hab ich es aber dennoch geschafft, es unter allem möglichen anderen Aktivitäten zu vergraben und spiele es erst seit ein paar Tagen wieder – mit großem Genuß.

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Ebenfalls ein prima Solo-Spiel ist Shadowrun Returns gewesen. Das ist zwar schon etwas älter und ich habe es auch schon ziemlich lange auf der Festplatte gehabt, ohne es je zu spielen, aber dieses Jahr hab ich mich endlich dran gesetzt und mich sehr darüber gefreut: Es ist ein schön altmodisches Rollenspiel. Stimmungsvoll, schöne Stories (es gibt zwei abgeschlossene Szenarien) und vor allem handlich, so dass ich es auf dem Laptop im Zug spielen konnte. Ich muss mich da bei Frauke bedanken, die mich überhaupt erst wieder darauf gebracht hat, dass ich es überhaupt habe nachdem sie es sich im Sommer besorgt hat.

Was ich mir aber auch besorgt habe, und auch das auf den Tipp eines Freundes, der nach einem Spiel suchte, das wir im Coop spielen können, war Shadowrun Chronicles. Das ist soweit ich weiß das aktuellste Spiel, zumindest sieht es auch so aus. Rundenbasiert und Coop ist ja echt selten, somit war da gar keine Frage, dass ich das haben wollte. Und es macht auch wirklich Spaß.

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Etwas seltsames ist mir auch passiert: so wie ich vor einiger Zeit schon mal mit einem Ausflug in Battlefield 4 ein bisschen Horizonterweiterung vorgenommen hatte, wollte ich das dieses Jahr mit Metal Gear Solid V tun. Da gab es ja so ne Art Teaser-Version vorneweg, die inzwischen nicht mehr viel kostete und mir daher natürlich einen optimalen ersten Eindruck geben konnte, ohne dass ich gleich das Risiko eines massiven Fehlkaufs einging. Nun hatte mir ebendieser Teaser sehr gut gefallen und ich wartete auf einen Steam-Deal, der im Sommer auch kam. Leider, leider hat das Hauptspiel dann aber so gar nicht zünden wollen. Ich weiß nicht mal warum, denn eigentlich ist es wirklich hübsch, hat eine tolle Grafik, schöne Atmosphäre, Humor, Pathos, richtig viele Spielmechaniken die auch Spaß machen… und doch erwischte ich mich dabei, dass ich am Ende immer was anderes lieber spielen wollte als das. Vielleicht wars die doch stark gewöhnungsbedürftige Steuerung, die an einigen Stellen – leider an solchen, die man oft nutzen musste – wirklich unnötig sperrig und undurchdacht wirkte. Vielleicht hatte mich aber auch das Szenario am Ende doch nicht so sehr gepackt wie ich erhofft hatte. Jedenfalls hab ichs letztens deinstalliert, weil es mit über 30GB die Festplatte auch noch arg belastet.

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Dann hab ich Watch Dogs zuende gespielt, bevor der Nachfolger raus kam. Das möchte ich nur noch mal erwähnen, weil ich das normalerweise nie schaffe.

Den Nachfolger Watch Dogs 2 spiele ich immer noch. Der positive Eindruck der ersten paar Stunden hat sich gefestigt. Es macht einfach viel Spaß, ist enorm abwechslungsreich und hat einen wirklich großartigen Flow. Die Story ist so belanglos geblieben wie befürchtet, was aber momentan noch nichts ausmacht. Es ist eben viel episodenhafter als das erste Spiel und vielleicht ist das am Ende sogar gar nicht mal die schlechteste Entscheidung gewesen.

Ansonsten:

Ich will gerne wieder Satellite Reign anfangen, das ich Anfach 2016 sehr gern gespielt hatte und für das es inzwischen ebenfalls eine Coop-Option gibt. Ich war daher so frech, Dominic – mit dem ich das erwähnte Shadowrum Chronicles gespielt hatte – eine Version zu schenken, nachdem es im aktuellen Weihnachts-Steam-Sale war.

Sehr viel Spaß hab ich mit meinem ersten Telltale-Adventure gehabt, das ich spielte. “Tales of the Borderlands” war witzig, spannend und ist somit eine echte Empfehlung.

Ich hatte zwischenzeitlich mal den Drang, den aktuellen Standard von MMORPGs auszutesten und hab eine Weile “Archage” gespielt. Das war dann aber auch nach ein paar Sessions nicht mehr weiter interessant. Ich fand bemerkenswert, dass sich dieses Spielegenre offenbar in den letzten Jahren so gut wie gar nicht weiterentwickelt hat.

Ein bisschen wie bei Metal Gear Solid V gings mir bei The Crew – das gabs mal kostenlos bei Ubisofts Jubiläumsaktion -, das zwar technisch sehr nett war, aber auch irgendwie nicht zündete und nach ein paar Stunden war ich wieder raus.

Ich spiele auf dem Handy mit großem Genuss die “Sky Force” Spiele: Einerseits klassisches “Flugzeug von unten schießt alles ab was von oben kommt”-Spiel, von denen es ja inzwischen echt kaum mehr welche gibt. Andererseits aber mit wirklich beeindruckender Grafik und vielen kleinen Ideen, die die Spiele meilenweit von der Konkurrenz abheben.

Ich hab noch ein paar Spiele gekauft, die ich noch nicht ein mal gespielt habe: Bei “Divinity: Original Sin” und “Warmachine Tactics” (das ich sogar vor drei Jahren per Kickstarter gebackt habe) tut mir das besonders Leid.

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One thought on “Jens’ Gaming Review 2016

  1. Ach, Sky Force. Die Spiele mag ich auch immer noch. Das erste Sky Force habe ich “Damals” auf mein Palmbook gespielt. Irgendwie ist das wie Galaga, man weiß ja unterdessen immer genau was kommt und erkennt die Muster, aber das ist eben so entspannend. Andere spielen Solitair oder Shanghai…
    Und so ein Monitor macht das schon eine wirkliche Menge aus beim Spielspaß. Das kann ich auch nur unterstreichen!

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