Pokemon Pinball für den GBC

Für Pokemon war ich Damals doch ein wenig zu alt. Mit Mitte 20 haben mich auf dem Game Boy ganz andere Spiele interessiert. Pokemon war, und ist wieder durch Pokemon Go, ein riesiger Teil von Nintendo. Das ist mir schon klar. Trotzdem hat mich bisher die Monsterhatz nie besonders interessiert. Aber was mich natürlich interessiert, sind selbstverständlich Pinball-Spiele!
Davon gab es immerhin zwei für Nintendo’s Handhelden die das Thema Pokemon aufgegriffen haben.

Fangen wir mal mit dem Pokemon Pinball für den Game Boy Color an. Videopinball-Spiele die nichts mit einem Franchise zu tun haben, sind gerade auf dem Game Boys eher selten. Klar das erste Pinball GATOR’S REVENGE für den klassischen Game Boy ist dann sofort eine Ausnahme! Aber dann kamen da auch schon KIRBY’S PINBALL, das ich wirklich liebe, aber eben auf dem Kirby-Franchise basiert. So gibt es auch für den Game Boy Color z.B. eine Arielle Pinball oder für den GBA Mario, Muppets und Pac Man Pinball. Meistens werden dann natürlich bei Pinball-Spielen aus einem Videospiel-Franchise gerne Elemente aus den Urspungsspielen verwendet. So auch natürlich beim Pokemon Pinball. Hier geht es im Endeffekt auch darum Taschenmonster zu fangen. Und das ist technische und optisch wirklich gut umgesetzt worden!

Zunächst ist das Modul offensichtlich eines der wenigen Module mit Rumble-Funktion. Ich persönlich besitze noch ein Pinball- und eine Rally-Spiel das auch diese Funktion besitzt. Der Effekt wird durch einen kleinen Schwungmotor erzeugt, der durch eine AAA-Batterie betrieben wird. Spielt man das Modul ohne Batterie gibt es keinen Rumble-Effekt. Das “Rumbeln” bezieht sich hier auf das Vibrieren des Moduls das dies dann auf den Game Boy überträgt. Das funktioniert beim GB, GBP und GBC sehr gut, weil hier das Modul komplett im Modulschacht verschwindet, aber auf einem GBA oder GBA SP nicht so besonders, weil hier eben das Modul ziemlich weit aus dem Gerät hängt und so wenig Kontakt hat. Der Effekt selbst ist wirklich Geschmackssache. Ich denke die Meisten werden den Effekt eher ausgeschaltet lassen. So auch ich. Man kann also die Batterie weglassen oder den Effekt im Options-Menü abschalten. Das Pokemon-Modul hat hier gegen über der anderen zwei Module eine Besonderheit, denn hier kann man im Gegensatz zu den anderen Beiden die Stärke des Vibrierens zweistuffig einstellen.
Eine zweite Besonderheit ist, das Pokemon Pinball auch abwärtskompatibel ist und somit auch auf den Vorgängern spielbar ist. Durch den weißen Hintergrund der Tische geht das selbst auf den klassischen Game Boy recht übersichtlich. Die anderen beiden Module sind GBC only, funzen aber eben auch aufwärts im GBA und GBA SP.

Zwei Tische werden hier im Pokemon-klassischen Rot und Blau angeboten. Die Tische unterscheiden sich im Aufbau und mit unterschiedlichen Bonus-Stages. Gesteuert werden die Flipper über Steuerkreuz Links und die A-Taste wie handelsüblich bei GB- und GBC-Pinball-Spielen. Die Spielgeschwindigkeit, also der Kugel, ist moderat. Das heißt das die Kugel nicht so schnell über den Tisch flitzt, das man kaum reagieren kann, als auch das sie nicht so langsam daher kriecht, das man die Krise bekommt und sein Strickzeug holen möchte. Das alles läuft auch sehr flüssig ab, so dass man hier schon seinen Spaß auf jeden Fall hat.

Challenges bestehen natürlich hier daraus Taschenmonster zu fangen. Das ist hier im Rahmen eines Videopinballers sehr gut und spannend gelöst. Mit Kombinationen schaltet man die Monsterhatz frei, im Tischdisplay wird dann ein Taschenmoster angezeigt. Anschließend muss man die Bumper mehrmals treffen, dann kann man quasi gegen das Monster “kämpfen” in dem man mit der Kugel mehrmals das Monster trifft. Außerdem gibt es natürlich Extras wie eine Slotmachine die man mit der Kugel treffen muss. Daraus resultieren dann Sonderpunkte oder Bonusrunden. Also im Grunde haben beide Tische alles was man als Videopinball-Fan von einem Tisch erwartet.

Wie ich finde ist das Spiel gut gealtert. Die Grafik ist schlicht, aber alle Videopinball-Elemente “von heute” sind hier auch schon vorhanden. Durch die flüssige Animation und den nicht all zu hohen Schwierigkeitsgrad ist dieses Pokemon Pinball eben so gut für ein Spielchen zwischendurch als auch als Langzeitbeschäftigung. Es ist hier sehr vorteilhaft, das eine Speicherfunktion eingebaut wurde. Man kann das Spiel an jeder Stelle via Pause verlassen und dann eben auch Speichern. Das finde ich sehr gut! Eine Funktion die ich bei so manchen Spiel schon vermisst habe. Natürlich gibt es nur einen Save-Punkt, aber der reicht auch völlig aus! Also ein Spiel das heute noch Spaß macht.
Leider wurde es nie für eine Virtual Console auf Wii oder 3DS veröffentlicht. Warum eigentlich nicht? Das Modul ist aber via Retrobörsen oder bei der elektischen Bucht recht günstig zu bekommen. In OVP mag es dann doch ein wenig teurer werden. Ich kann es jedenfalls nur jeden Videopinaller wärmstens ans Herz legen!

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One thought on “Pokemon Pinball für den GBC

  1. Pingback: Pokemon Pinball – Rubin & Saphir – für den GBA | kein Halma

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