Der Frühling kommt

Der Frühling ist da und zwar in der Form von alten Games. Crysis, ist so ein Game das man jetzt für ein paar Euro erstehen kann. Das Spiel ist 10 Jahre alt und die Landschaftsbilder haben mich gerockt. Überall wackeln Grashalme im Wind, Blätter fliegen vorbei, eine Kröte kriecht durchs Unterholz. Wasser plätschert dahin. Oftmals erledigte ich mich der nordkoreanischen Angreifer nur, um einfach da ein wenig herumzustehen und mich fühlen als würde ich im Sommer in den Wäldern unterwegs sein.
Der Rest vom Spiel? Naja, erst zu einfach mit diesem Spezialanzug. Gegen Ende dann nerviges Aliengefliege. Die Stationen der Soldaten anzugreifen war ganz ok, manchmal waren sie auch intelligent und manchmal völlig daneben. Schwierig war nur, dass man nicht wusste welche Art von Gegner man jetzt gerade vorgesetzt bekommt. Aber es hat Spaß gemacht und die Grafik, ja das war ein kleiner Urlaub. Also fast. Das das Game 10 Jahre alt ist, da war ich überrascht und fragte mich, wer konnte das damals spielen?
Was noch erstaunte, dass bis heute nicht alle Bugs entfernt sind. Nach 2 Stunden experimentieren finde ich dann auch heraus das mich der Heli eigentlich schon vom Vordeck des Flugzeugträgers abholen sollte. Die Schweine haben mich scheinbar einfach vergessen bei dem Riesenmonster. Das Die grafische Qualität der Charaktere so unterirdisch ist, mehrfach schlechter als Ingame selbst (normal ist das genau anders herum) das war auch seltsam. Aus der Wissenschaftlerin war dann ein 10 jähriges androgynes Wesen geworden.

Zum ersten Mal sah ich einen Regenbogen eines Wasserfalls in einem Game

Erfrischend. Leider musste ich in die Höhle.

Mein liebster Wanderweg.

Ach ja. Klo gabs auch!

Advertisements

Zweitklo

Prey beschenkt mich nicht nur mit einem Hammerspiel und einem würdigen Nachfolger für System Shock,  es bringt sogar zwei Sorten Klos ins Game!
Das “virtuelle Klo” und dann das Raumstation Steampunkklo.

Stundenfresser

Ich habe nachgeschaut. Die meisten Spielstunden habe ich in 2017 wirklich mit Factorio verbracht. Das hässliche Entlein. Die schlammfarbenste Survival Sim ever. Immer noch eine Null vorne als Version und doch schon so lange erfolgreich. Du landest wie immer mal wieder Not auf einem Planeten. Mit fast nix als einer Axt in der Hand (nicht mal das)  und am Ende willst Du ins All fliegen.
Dann geht es los. Erze abbauen, Trölfzig Zwischenprodukte, Roboterarme, Fließbänder, Forschung, Erdöl und jetzt auch Uran. Chemofabrike um Plastik herzustellen. Zugsystem, schnellere Fließbänder, stärkere Waffen, Mauern, Panzer. Ich liebe es ja strategisch zu denken aber Factorio bringt mich an die Grenze. Das Chaos ist unvermeidlich.
Rettung sind dann die Roboterdronen. Meint man. Wuselfaktor und irgendwas mit Kopfweh. Das Ende ist die Ausbeutung der Rohstoffe des endlosen Planeten um endlich die Rakete zu bauen um ins All zu fliehen. Ständige Optimierung und dann das sprichwörtlich “Was ich vorne baue, reisse ich hinter mir mit dem Arsch wieder ein”.
Es ist faszinierend und auch hypnotisch aber so richtig schön ist es nicht. Muss es auch nicht, es kann was. Es ist rundum gut und scheinbar fehlerfrei, was mir unbegreiflich ist. Die Multiplayergames mit 200 Leuten sind jedenfalls faszinierend.
Erwartet keine tollen Screenshots, es ist nur in Bewegung zu verstehen. Deshalb zum Jahresstart meine Rakete und der Rest auf youtube Videos. Gebt dem Ding eine Chance und ihr kommt nie wieder los.

Nachdem mir da die Flucht vor den immer schlauer werdenden Aliens gelang (einfachstes Level!)  wurden neue Dinge zugefügt und die Rezepturen verändert. Ich geh bereits auf dem Zahnfleisch.

Wenn man das Spiel auf die Spitze treibt, kann es so aussehen wie in diesem Video. Leider kann man nur noch grübelnd ins Bett gehen, weil man dann nichts mehr anderes denken kann. Erkennt aber viele Probleme in der realen Welt und man fragt sich ob man sich nicht beim BER oder bei UPS bewerben soll.

 

Der Spielalltag ist eher so.

World of Goo

Wenn man mehrere Kinder hat holt man immer wieder die gleichen Games hervor und erfreut sich am quieken wenn man schleimige Dinger an die Wand klebt und Pyramiden errichtet. Wenn sie dann wegfliegen und alles zermatscht wird. World of Goo ist so ein Evergreen. Jetzt also mit Kind3. Da wird geschoben und gezogen überlegt und versucht. Der tolle Soundtrack hält bei Laune und immer wieder kommt noch was Neues hinzu. Die grünen immer wieder benutzbaren, die Trillerpfeife, die Ballons. Das daraus sogar noch eine Art Geschichte dahinter liegt ist eigentlich kaum vorstellbar.

world of goo20170902153318_1world of goo20170902153318_2