Was ist der beste Game Boy Advance

Eigentlich ein recht schwieriges Thema unter Nerds! Welches der originalen (ungemoddeten) GBAs ist der Beste. Darüber habe ich hier schon mehrmals lamentiert. Ich glaube aber immer noch das vom Handling der erste GBA immer noch der Beste ist. Er liegt einfach unglaublich gut in der Hand. Das Steuerkreuz, Feuerknöpfe und Schultertaschen sind nicht nur sehr gut zu erreichen, sondern haben auch für mein Gefühl die besten Druckpunkte von allen Modellen. Der große Nachteil des GBA: Er hat kein beleuchtetes Display! Wie schon der Game Boy Color! Das war für mich auch Damals der Grund gewesen, warum ich mir den ersten GBA nicht gekauft hatte und erst beim GBA SP zugelegt hatte. So richtig gute Freunde waren wir aber auch nie geworden. Ja, der GBA SP ist klein und handlich. Und mit dem zuklappbaren Display hatte man einen guten Schutz vor Kratzer auf dem Display (und hatte dem DS-Modellen schon ein wenig vorweggegriffen, die ja zu der Zeit schon in Planung waren). Das Ergebnis ist, das man heute viele GBA SPs gebraucht findet, deren Aussenhüllen teiweise schwer verkratzt sind, aber das Innere und das Display kaum Beschädigungen aufweisen.

Allerdings war mir der GBA SP zu klein. Steuerkreuz und Feuerknöpfe waren ja noch gut zu erreichen und hatten so fast die gleiche Zugänglichkeit und Abstände wie beim GBC und GBP, aber die Schultertasten waren und sind für mich schwer zu erreichen. Ich greife da mit meinen langen Fingern immer drüber. Das Display des Models AGS-001 hatte zwar eine Beleuchtung, die man auch ausschalten konnte (wer hat das eigentlich je getan), aber es ist doch ein eher dunkles Frontlight. Damals war das immerhin schon was, aber heute kriege ich da nur Kopfschmerzen von. Somit hatte der Game Boy Micro das beste Display, weil eben Backlight, wie der Damals schon erschienene NDS, mit drei Helligkeitsstufen. Aber das Gerät war zu klein und unhandlich. Konnte ja bekanntlich nur GBA-Module abspielen. Keine echte Alternative.

Der GBA SP AGS-101 war seiner Zeit völlig an mir vorbei gegangen. Ja, ich hatte da was gelesen, das man da ein verbessertes Model rausgebracht hatte, aber das ging für mich persönlich im DS-Rummel unter. Außerdem wurde in der Zeit auch meine Tochter geboren und ich hatte mich für ein Paar Jahre nicht so sehr mit den Modellen beschäftigt. Selbst als meine Tochter dann ihren eigenen GBA SP von uns bekommen hatte, war ich nicht einmal über die verbesserte Version gestolpert. Und dann war da schon der DS, der zwar keine GB-Module konnte, aber für jedermann wegen seines Displays der beste GBA war. Der DS lite dann sowie so und erst recht.

So habe ich mir nun wirklich jetzt erst einen AGS-101 zugelegt! Vor ein paar Jahren hatte ich ja mir einen gemoddeten GBA mit einem AGS-101 Display zugelegt. Für mich nun der beste GBA. Wobei man hier aber nu die erste und dunklere Helligkeitsstufe des Displays hat. Die zweite Stufe der Helligkeit die man mit der Taste, die beim 001-Model das Frontlight ausschaltet, einschaltet, gibt natürlich ein viel besseres Bild das an den GBM oder den ersten DS schon ganz, ganz nahe rankommt. Das ist schon eine Augenweide! Das hätte ich gerne in meinem GBA. Wobei ich online nun ein Mod gesehen habe, der im Batterie-Fach des GBAs eine Taste hat um das Display heller zu stellen. Ich finde das aber im Moment nicht wieder.

Wenn aber nicht modden will oder kann oder sich nicht eine teuere gemoddete Konsole leisten will, dann ist wohl der GBA SP AGS-101 die erste Wahl. Die bekommt man noch hier und da für unter 100 EUR, aber meist haben die eben besonders gut erhaltenen Modele schon die 100 EUR-Grenze überschritten. Mein GBA SP lag noch darunter. Es war ein Privatverkauf und der Verkäufer hatte nicht besonders auf das Model-Vorteil aufmerksam gemacht. Weswegen hier wohl nicht so viele Bieter abgelockt wurden. Wenn man man sich einen AGS-101 zulegen möchte, sollte man wirklich darauf achten, das man auf der Rückseite den Aufkleber erkennen kann. Manche Verkäufer fotografieren das Frontlight-Display eines AGS-001 so geschickt, das es aussieht als wäre es ein helles Backlight!

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Pokemon Pinball – Rubin & Saphir – für den GBA

Letztes Mal hatte ich mir das Pokemon Pinball Spiel für den GBC angeschaut, das natürlich auch auf dem GBA funktioniert. Trotzdem kam ein paar Jahre später quasi ein Upgrade für den GBA raus. Wieder gab es zwei Tische in Rot (Rubin) und Blau (Saphir). Inhaltlich ist man der GBC-Version so weit auch treu geblieben.

Aber natürlich wurden hier jetzt die technischen Möglichkeiten des GBA voll ausgenutzt! Grafisch sieht das hier wirklich fantastisch aus. Man hat hier wieder die direkte Draufsicht, also Top-down, gewählt. Bei Mario Pinball hatte man eine leicht schräge Ansicht, die sogenannte 3rd-Person-Perspective, genommen. Diese funktioniert dort recht gut und übersichtlich. Ein negatives Beispiel auf dem GBA gibt es da mit PINBALL ADVANCE, bei dem die “3D”-Tische sehr grobpixelig sind und daher recht unübersichtlich daher kommen. Bei Pokemon Pinball dagegen behält man immer gut den Überblick. Dafür werden die Tische wie beim Vorgänger schon über zwei Bildschirme gescrollt. Das geschieht allerdings butterweich. Die Bonusstages allerdings spielen sich immer auf einen Bildschirm ab.

Die Challenges spielen sich hier genauso ab, wie beim Vorgänger. Natürlich gibt es hier viel mehr bewegliche Objekte und Trefferzonen als auf dem GBC. Alles sieht hier noch stimmiger aus. Auf einen weißen Hintergrund der Tische konnte man nun auch verzichten, weil man hier auf die grafische Kompatibilität zu den älteren Game Boys nicht achten musste. Die Kugel ist hier auch wieder sehr flüssig unterwegs. Allerdings etwas langsamer als in der GBC-Version! Man hat hier sogar vorher die Wahl zwischen zwei Spielgeschwindigkeiten, allerdings ist “langsam” wirklich sehr langsam und “normal” langsamer als die Spielgeschwindigkeit auf dem GBC. Vielleicht wollte man hier mehr auf eine “kinderfreundliche” Spielgeschwindigkeit den Focus legen?! Trotzdem ja Kinder eher bessere Reflexe haben als Ältere. So ist das Spiel zu mindestens recht moderat vom Schwierigkeitsgrad und geht recht entspannt von der Hand. Herausfordernd ist das Spiel trotzdem.

Gespeichert werden kann auch hier jeder Zeit. Wieder nur ein Save-Slot, der aber, wie beim Vorgänger, völlig ausreichend ist. Viele Videopinball-Spiele habe ja bekanntlich keine Save-Funktion (wie PINBALL CHALLENGE aka PINBALL DREAMS & FANTASIES auf dem GBA…hier werden nicht einmal die Highscores gespeichert!).
Die beiden Tische unterscheiden sich nicht so sehr. Vom Design her sind sie beide gut herausfordernd, aber eben eher von der Sorte der “Langzeitspiel-Tische”. Sprich hier geht die Kugel nicht all zu schnell ins aus und man hat nicht nur am Anfang einer neuen Runde ein “Ball-Save”, sondern kann sich über Münzen, die auf dem Tisch immer mal wieder auftauschen, weitere 30 Sekunden und mehr “Ball-Saves” nachkaufen oder durch Challenges dazu gewinnen. Was übrigens auch schon in dem GBC-Spiel möglich war, aber von mir nicht erwähnt worden war. Das schafft dann eben auch ein recht frustfreies Spiel und durch die moderate Kugelgeschwindigkeit läuft das Spiel hier wirklich recht entspannt ab. So zählt dies Pokemon-Pinball noch mehr zu den Spielen die eher relaxen als wirklich herausfordern. Spaß macht das Modul rund herum und kann von mir nur jedem Spieler mit Interesse für Videopinball wärmstens empfohlen werden. Das lose Modul findet man schon recht günstig auf Börsen oder der elektrischen Bucht. In OVP muss man dann schon tiefer in die Tasche greifen.

Harveys Neue Augen – Lily bricht aus

HARVEYS NEUE AUGEN hat nun auch schon 6 Jahre auf dem Buckel! Der Nachfolger zu EDNA BRICHT AUS ist auch wieder aus der Feder von Jan (DEPONIA) Müller-Michaelis. Im Englischen heißt das Spiel übrigens EDNA & HARVEY: HARVEY’S NEW EYES. EDNA hatte ich seiner Zeit 2009 mit der Little Miss Fangirl (aka Little Miss Gamer) gespielt, die zu der Zeit 8 Jahre alt war. Das Spiel war ab 12 und HARVEYS ist nun auch ab 12. Damals hatte ich geschrieben, das man EDNA am besten nicht unbedingt Kinder alleine spielen lassen sollte. Über die eine oder andere Szene sollte man mit ihnen schon sprechen. Trotzdem glaube ich immer noch, das man das Spiel eben auch mit Kindern spielen kann, also das es nicht nur für “Erwachsene” ist. Ab 12 ist schon durchaus okay.

Auch Harvey ist wie erwähnt wieder ab 12 und der Bodycount ist hier im Spiel höher als im ersten Level von DOOM! Naja, vielleicht ein wenig übertrieben…
Wir übernehmen jedenfalls die Rolle der etwas wortkargen Lily. Diese lebt in einem kirchlichen Heim, das von ein tyrannischen Schwester Oberin geführt wird. Zu nächst geht es darum für die Schwester Oberin kleine Aufgaben zu erfüllen. Aber wir begegnen im Garten auch andere Klosterschüler. Und unter andrem Edna, Lilys bester Freundin.
Schnell wird klar, das mit Lily irgendwas nicht so richtig stimmt. Eigentlich ist Lily vielleicht nicht wirklich wortkarg, sondern sie kommt einfach nicht zu Wort. Von jedem mit dem wir sprechen wird uns das Wort abgeschnitten in den Multi-Choice-Gesprächen oder uns wird die Frage in den Mund gelegt und auch gleich geantwortet. Durch das Spiel wird man von
einem Sprecher (Otto Götz) begleitet, der alles in einer Märchenonkelstimme und -Formulierungen kommentiert. So wirkt das Spiel um so mehr wie ein “Kinderspiel”. Alles ist wieder wie bei EDNA BRICHT AUS. Alle Figuren haben eine Schacke und die Hauptfigur, Lily, ist einen zwar sofort irgendwie sympatisch, aber nachdem sie aus versehen den ersten ihrer Mitschüler beim eigenwilligen Erfüllen einer Aufgabe tötet, weiß man, hier ist mal wieder alles nicht so wie es scheint.

Die Zeichnungen sind hier also auch wieder so schlicht wie schon bei EDNA, aber haben so ihren ganz eigenen Charme, das mir eben schon beim Vorgänger gefallen hat. Der Soundtrack, der hier auch als Audio-CD beiliegt, ist auch wieder passend und auch wenn der Vorspann des Spiels viel zu lang ist, hat man danach so richtig einen Ohrwurm von dem Song “Nadel und Faden”. Das Spiel selbst ist eigentlich recht kurz, wie es eigentlich heut zu tage üblich ist. EDNA war da zwar von der Spielzeit etwas länger, was aber hauptsächlich daran lag, das man oft eher wirr durch die Gänge der Anstallt geirrt war, weil man manchmal einfach nicht wusste, was man als nächstes tun sollte. Hier ist HARVEYS viel straighter. Es gab bei uns nur zwei Stellen, wo wir mal in eine Komplettlösung gucken mussten. Einmal haben wir uns einfach zu dämlich angestellt und das zweite Mal musste man wirklich arg um drei Ecken denken und wir wären wahrscheinlich nicht ohne Hilfe da durchgekommen. Sonst sind die Rätzel immer logisch. Die “Bonus”-Spiel sind manchmal ein wenig mühsam, aber man kann sie skippen wenn es eine zu blöd wird.

Die Steuerung ist gegen über EDNA auch wirklich verbessert worden. Man findet hier nicht mehr Lucas-Arts-mäßige Verben am unteren Bildschirmrand, sondern hatte eine reine Maussteuerung, wo man auf Objekte klickt und sie ansehen oder benutzen kann. Außerdem hat man ein Hot-Spot-System eingebaut. Mit einem Druck auf die Space-Taste werden einen alle OBjekte auf dem Bildschirm angezeigt, mit denen man interagieren kann. Das macht das Spiel für Anfänger leichter.
Sie Atmosphäre ist wieder sehr dicht und es gibt auch wieder zwei Enden. Also sollte man das speichern zwischendurch nicht vergessen und ruhig mal nach dem einen Ende versuchen, das Zweite herbeizuführen. Es gibt allerdings kein richtiges oder falsches Ende. Beide sind aber interessant.

Also wieder einmal ein Spiel das ich nur wärmstens empfehlen kann.

Pokemon Pinball für den GBC

Für Pokemon war ich Damals doch ein wenig zu alt. Mit Mitte 20 haben mich auf dem Game Boy ganz andere Spiele interessiert. Pokemon war, und ist wieder durch Pokemon Go, ein riesiger Teil von Nintendo. Das ist mir schon klar. Trotzdem hat mich bisher die Monsterhatz nie besonders interessiert. Aber was mich natürlich interessiert, sind selbstverständlich Pinball-Spiele!
Davon gab es immerhin zwei für Nintendo’s Handhelden die das Thema Pokemon aufgegriffen haben.

Fangen wir mal mit dem Pokemon Pinball für den Game Boy Color an. Videopinball-Spiele die nichts mit einem Franchise zu tun haben, sind gerade auf dem Game Boys eher selten. Klar das erste Pinball GATOR’S REVENGE für den klassischen Game Boy ist dann sofort eine Ausnahme! Aber dann kamen da auch schon KIRBY’S PINBALL, das ich wirklich liebe, aber eben auf dem Kirby-Franchise basiert. So gibt es auch für den Game Boy Color z.B. eine Arielle Pinball oder für den GBA Mario, Muppets und Pac Man Pinball. Meistens werden dann natürlich bei Pinball-Spielen aus einem Videospiel-Franchise gerne Elemente aus den Urspungsspielen verwendet. So auch natürlich beim Pokemon Pinball. Hier geht es im Endeffekt auch darum Taschenmonster zu fangen. Und das ist technische und optisch wirklich gut umgesetzt worden!

Zunächst ist das Modul offensichtlich eines der wenigen Module mit Rumble-Funktion. Ich persönlich besitze noch ein Pinball- und eine Rally-Spiel das auch diese Funktion besitzt. Der Effekt wird durch einen kleinen Schwungmotor erzeugt, der durch eine AAA-Batterie betrieben wird. Spielt man das Modul ohne Batterie gibt es keinen Rumble-Effekt. Das “Rumbeln” bezieht sich hier auf das Vibrieren des Moduls das dies dann auf den Game Boy überträgt. Das funktioniert beim GB, GBP und GBC sehr gut, weil hier das Modul komplett im Modulschacht verschwindet, aber auf einem GBA oder GBA SP nicht so besonders, weil hier eben das Modul ziemlich weit aus dem Gerät hängt und so wenig Kontakt hat. Der Effekt selbst ist wirklich Geschmackssache. Ich denke die Meisten werden den Effekt eher ausgeschaltet lassen. So auch ich. Man kann also die Batterie weglassen oder den Effekt im Options-Menü abschalten. Das Pokemon-Modul hat hier gegen über der anderen zwei Module eine Besonderheit, denn hier kann man im Gegensatz zu den anderen Beiden die Stärke des Vibrierens zweistuffig einstellen.
Eine zweite Besonderheit ist, das Pokemon Pinball auch abwärtskompatibel ist und somit auch auf den Vorgängern spielbar ist. Durch den weißen Hintergrund der Tische geht das selbst auf den klassischen Game Boy recht übersichtlich. Die anderen beiden Module sind GBC only, funzen aber eben auch aufwärts im GBA und GBA SP.

Zwei Tische werden hier im Pokemon-klassischen Rot und Blau angeboten. Die Tische unterscheiden sich im Aufbau und mit unterschiedlichen Bonus-Stages. Gesteuert werden die Flipper über Steuerkreuz Links und die A-Taste wie handelsüblich bei GB- und GBC-Pinball-Spielen. Die Spielgeschwindigkeit, also der Kugel, ist moderat. Das heißt das die Kugel nicht so schnell über den Tisch flitzt, das man kaum reagieren kann, als auch das sie nicht so langsam daher kriecht, das man die Krise bekommt und sein Strickzeug holen möchte. Das alles läuft auch sehr flüssig ab, so dass man hier schon seinen Spaß auf jeden Fall hat.

Challenges bestehen natürlich hier daraus Taschenmonster zu fangen. Das ist hier im Rahmen eines Videopinballers sehr gut und spannend gelöst. Mit Kombinationen schaltet man die Monsterhatz frei, im Tischdisplay wird dann ein Taschenmoster angezeigt. Anschließend muss man die Bumper mehrmals treffen, dann kann man quasi gegen das Monster “kämpfen” in dem man mit der Kugel mehrmals das Monster trifft. Außerdem gibt es natürlich Extras wie eine Slotmachine die man mit der Kugel treffen muss. Daraus resultieren dann Sonderpunkte oder Bonusrunden. Also im Grunde haben beide Tische alles was man als Videopinball-Fan von einem Tisch erwartet.

Wie ich finde ist das Spiel gut gealtert. Die Grafik ist schlicht, aber alle Videopinball-Elemente “von heute” sind hier auch schon vorhanden. Durch die flüssige Animation und den nicht all zu hohen Schwierigkeitsgrad ist dieses Pokemon Pinball eben so gut für ein Spielchen zwischendurch als auch als Langzeitbeschäftigung. Es ist hier sehr vorteilhaft, das eine Speicherfunktion eingebaut wurde. Man kann das Spiel an jeder Stelle via Pause verlassen und dann eben auch Speichern. Das finde ich sehr gut! Eine Funktion die ich bei so manchen Spiel schon vermisst habe. Natürlich gibt es nur einen Save-Punkt, aber der reicht auch völlig aus! Also ein Spiel das heute noch Spaß macht.
Leider wurde es nie für eine Virtual Console auf Wii oder 3DS veröffentlicht. Warum eigentlich nicht? Das Modul ist aber via Retrobörsen oder bei der elektischen Bucht recht günstig zu bekommen. In OVP mag es dann doch ein wenig teurer werden. Ich kann es jedenfalls nur jeden Videopinaller wärmstens ans Herz legen!

WTF?!? Ein New 2DS XL?

Nintendo hat am 27.4. den NEW 2DS XL angekündigt! Und mein erster Gedanke war: WTF?!?
Sind denn die jetzt völlig verrückt geworden? Vielleicht auch nicht. Den 2DS habe ich ja auch für einen Aprilscherz gehalten und mitgewitzelt wann der 1DS kommt. Also der DS mit nur einen Bildschirm ohne 3D… moooment mal! Die Switch hat nur einen Bildschirm! Einen Touchscreen ohne 3D!!! >Mindblow<
Mal Spaß beiseite. Die Switch hat sich wohl in den ersten vier Wochen sogar besser verkauft als erwartet. Z.Z. ist es wieder so, das man beide Versionen bei Amazon nicht bekommt. Derzeit nicht auf Lager! Wie den MiniNES! Aber der ist ja schon wieder eingestellt worden. Warum weiß wohl Niemand so genau. Es soll Leute geben, die noch in der Vorbestellungsschleife waren, aber das Gerät dann nie bekommen haben. Warum stellt Nintendo also einen Verkaufschlager ein? Die Ebayer die sich vorher eingedeckt haben freut es. Hier wird das Gerät für 200 und mehr verkauft. Wohlgemerkt hat das Ding mal (als es kurzfristig mal lieferbar war) 69 gekostet. Oder war es 89?? Jedenfalls extrem weniger. Die Switch verkauft sich auch. Noch besser verkauft sich Zelda für die Switch! Es wurden mehr Zelda-Spiele verkauft als Konsolen! Was wohl an der Verfügbarkeit des Geräts liegen wird. Heißt das jetzt das jeder Switch-Besitzer auch Zelda sein eigen nennt?
Das wäre erstaunlich. Ich selbst besitze übrigens keinen einzigen Zelda-Titel für keines meiner Systeme. Wirklich!

Zurück zum 2DS XL. New ist irgendwie Quatsch. Es hat bisher keinen 2DS in XL gegeben. Wahrscheinlich ist das Design damit gemeint. Denn der 2DS ist nun auch klappbar und hat die selbe Anzahl an Bedienelemente wie der New 3DS. Also auch den kleinen Nuppel rechts und die zwei zusätzlichen Schultertasten. Somit dann dieser 2DS dann wirklich auch alle 3DS-Spiele. Und die SNES-Spiele aus der Virtuellen Konsole kann er nun auch. Was der alte 2DS und auch die "klassischen" 3DS nicht können. Denn die Frage stellt sich schon: Warum soll ich 150 Glocken für einen klappbaren 2DS in XL bezahlen, wenn ich für 100 einen gut erhaltenen gebrauchten 3DS XL bekomme! Weil ich eben damit nicht alle Spiele für den 3DS spielen kann!
Außerdem sieht der neue 2DS wirklich schick aus. Ja, doch wirklich! Zu mindestens auf den Bildern. Ich bin gespannt wie der sich so in der Hand anfühlt. Der alte 2DS war ein billiger Klotz, der sich aus Kostengründen nicht zusammenklappen lässt (weil er einen durchgehenden Bildschirm hat). Und aus billiganmuhtenen Plastik besteht. Also nur was für Kinder und Sammler ist. Der neue 2DS bekommt übrigens wieder ein Netzteil mit in die Schachtel. Wie schon der 2DS hat, aber die 3DS nicht hatten. Nett! Bei 3DS hieß es noch, das der "normale" 3DS-Käufer ja schon einen DSlite/DSi/DSi XL hat und somit schon mindestens ein Netzteil, das er dann auch für den 3DS benutzen kann. Bei den 2DS geht man wohl eher von Erstkäufern aus oder zu mindestens von Käufern, die DSlite und die DSis und natürlich auch die 3DSes ausgelassen haben. Also keine Netzteil der Art zu hause rumzufliegen haben.
Ich bin ja mal gespannt, wie sich der 2DS XL verkaufen wird. Wird er neben der Switch und Smartphones einen Markt haben? Oder ist das wieder nur was für Sammler?

Wooly thoughts on gaming

Zum Jahresende fragt man sich als Gamer immer, habe ich mehr oder weniger dies Jahr gespielt? So wo ich jetzt im 5. Jahrzehnt angekommen bin, stelle ich schon in meinem Umfeld fest, das Leute in meinem Alter weniger bis gar keine Videogames mehr spielen. Neue Konsolen und Computer werden schon noch angeschafft, werden dann zum spielen aber oft eher von den eigenen Kindern benutzt oder für alles Andere, aber nicht mehr zum spielen. Ein häufiges Argument ist, das moderne Spiele viel zu komplex zu erlernen und zu zeitaufwendig zu spielen sind. Dafür hat man doch schließlich die Zeit nicht mehr. Das mag sein. Also warum dann nicht die alten Spiele spielen. Die hat man schon und da muss man nichts mehr erlernen?! So etwas nennt man dann seit einigen Jahren eben auch Retrogaming. Außerdem gibt es da noch die Casual Games. Die gab es schon früher (Solitair, Shanghai usw.) und von jenen gibt es heute noch viel mehr. Dafür muss man nicht einmal eine Konsole oder einen Computer benutzen. Das findet man alles im App-Store des Smartphones. Aber ich schweife ab..

Es ist ja so, das ich dafür durchaus Verständnis habe. Ja, ich spiele auch nicht mehr so viel wie in meinen Teen- und Twensjahren. Allerdings glaube ich das ich nun nicht viel weniger spiele als in meinen Thirties oder, ja nun gerade erst beendeten, Fourties. Aber mir geht es mit der Komplexität bei Videospielen teilweise auch so, wie jene Vertreter, die ich weiter oben erwähnt habe. Manche Spiele sind mir zu Komplex. Zu Aufwendig. Es ist nicht nur so, das ich einige Spiele in FP-Perspektive nicht mehr spielen kann, weil ich zu nehmend mehr mit der Motion/Gaming Sickness zu tun habe. Das hat nichts mit den neuen Spielen zu tun. Das geht mir auch so bei 3D-Klassikern wie DESCENT, DOOM und QUAKE so. Ja, manches ist heute recht Komplex. Aber so ist die Entwicklung bei Spielen schon immer gewesen. Vergleicht man PONG (Ende 70ziger) mit DONKEY KONG (Anfang 80ziger) ist hier schon ein großer Komplexitätssprung drin. In Steuerung und Inhalt. Vergleicht man wiederum DONKEY KONG mit SUPER MARIO WORLD, liegen dazwischen auch wieder Welten. Irgendwann steigt man als Spieler dann aus. Nicht weil man unbedingt zu alt für den “Scheiß” wird, sondern weil man eben nicht mehr so mitkommt. So hört man dann vielleicht ganz auf mit dem Spielen. Oder wird zum Casual Gamer und/oder Retrogamer. Neue Spiele gibt es dann für die letztere Rubrik schließlich auch dann weiter. Einmal kommen immer mehr “Retrostyle”-Videospiele raus, denn dafür gibt es schließlich mittlerweile mit den 40- und 50-somethings eine große Käuferschicht. Außerdem gibt es noch eine Unmenge von alten Spielen, die man noch gar nicht kennt. Selbst wenn man früher jede freie Minute vor einem elektronischen Spielgerät gesessen und gespielt hat, so konnte man doch Damals gar nicht alle Spiele die es so gab gespielt haben. Also warte da dann Massen an alten neuen Spiele auf den vermeintlichen Retrogamer!

Ich stelle allerdings in diversen Communitys fest, das viele aktive Retrogamer wie bei YouTube usw. eher 30-somethings sind oder gerade mal Anfang 40 sind. Ist diese Generation hartnäckiger? Vielleicht liegt es einfach daran, das diese Leute in den 80zigern aufgewachsen sind. Mit Atari 2600er und kurz darauf NESes im Kinderzimmer. Sie sind mit C64 und Amiga/Atari ST aufgewachsen. Videospiele gehörten schon seit der Kindheit zum Selbstverständlichen. Die Generation geht damit vielleicht anders um?! Wir Kinder der 70ziger haben den Anfang der elektronischen Spielzeuge mitbekommen. Videospiele für zu Hause bedeuteten 20 Variationen von PONG. Ein Atari VCS hatten die meisten erst 1981/82 überhaupt zu Gesicht bekommen. So auch ich! Computer waren Geräte, die man selbst zusammen löten und bauen musste. Sie hatten 16K Arbeitsspeicher und nicht 16 GB! In mein Umfeld sind erste VC16/20 auch erst 1981/82 aufgetaucht. Mein erster Computer war unheimlich teuer, aber natürlich ein Gebrauchter! Viele meiner Generation, also die Kinder der 70ziger, haben sich erst gar nicht mit dem Spielkram abgegeben. Alles Quatsch! Videospiele sind für Kinder und Computer für die Arbeit. Aus! 1984 war es leichter in einer Kneipe an den DONKEY KONG-Automaten ranzukommen, als am Billiardtisch. Der Tisch war immer von “coolen” Teenagern besetzt gewesen. Die Looser konnten ihre bunten Kinderspiele am Bildschirm machen. Deswegen denke ich, das heute 30 bis Anfang 40zigjährige in Deutschland ein ganz anderes Verhältnis zu Videospielen haben, als Ende 40ziger bis 50zigjährige und darüber hinaus.

Heute sind Video- und Computerspiele sehr viel “gesellschaftsfähiger”. Heute spielt so weit jeder oder akzeptiert Spieler wie jedes andere Hobby. Das war früher in meiner Kindheit und Jugend beileibe nicht so! Was mal wieder zeigt: Früher war nicht alles besser! Gerade wenn es um mein Lieblingshobby geht, dann spiele ich zwar am liebsten alte Spiele, das ist schon war, aber ich möchte um keinen Preis wieder zurück in die 70ziger und 80ziger. Spieletechnisch ist die Gegenwart die beste Zeit. Retrospiele geben einen die warme Decke und Geborgenheit des “Damals”, das geht mehr auch so, aber wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, wie es früher mit Spielen war, dann war da wenig besser als heute. Spiele waren viel teurer als heute. Klar, wenn man 1 zu 1 umrechnet, dann sind die Spiele heute teurer. Aber dafür gab es früher nicht so einen großen Markt für Budget-Spiele. Ganz am Anfang gab es das gar nicht. Ein Spiel kam, wenn überhaupt, ins Kaufhaus. Da konnte man es für teures Geld kaufen. Und dann verschwand es wieder und wurde gegen neue teuere Spiele ausgetauscht. Auf dem Grabbeltisch landete da erst wenig. Gebrauchte Spiele bekam man hier und da auf dem Flohmärkten. Aber da meist auch nicht viel. Spieleversand gab es erst ab Ende der 80ziger richtig. Ja, richtig, eine Zeit lang konnte man sich Videospiele in Videotheken ausleihen. Ich selbst habe Mitte der 80ziger 2600er-Spiele geliehen. Das hielt aber nicht lange in Deutschland an. In anderen Ländern war so etwas länger erlaubt gewesen. Es gab Damals eben auch kein Internet!

Und dann Vergleiche man bitte mal Computerspiele von heute und Damals! Ein Spiel zu installieren ist heute kein Problem mehr. Neue sowieso und auch alte Spiele. Irgend jemand im Netz hat für jedes Spiel einen Fanpatch für moderne Computer und Betriebsysteme gebastelt. Irgend einen Emulator zur Not findet man immer im Netz. Das Spiel läuft nicht oder ist schwer zu installieren, gibt es so gut wie gar nicht mehr. Man muss keine Startdiskette für den DOS-Rechner mehr basteln, um das so eben erworbene Spiel überhaupt starten zu können! Keine Bastelei mit Autoexec.bat und/oder config.sys mehr. Das ist alles so leicht und unkompliziert geworden. Das möchte ich nicht missen und will da auf keinen Fall wieder zurück! Retrogaming hat nichts damit zu tun, das man denkt, das früher alles besser war. Das Heute ist viel besser und zu mindestens in diesen Fall: Viel unkomplizierter!

Tentakel erobern die Welt

…zu mindestens hatten sie 1993 die PC-Grafikadventure-Welt in Form des Lucas Arts Spiels DAY OF THE TENTACLE im Sturm genommen. Das Spiel erschien zu nächst auf Disketten für DOS und Mac und ist der Nachfolger des Lucas Arts Adventures MANIAC MANSION. Kurze Zeit später erschien das Spiel auf CD-ROM mit Windows-Unterstützung und Sprachausgabe. Diese Version hatte ich 1996 gekauft und gespielt. Ein berühmtes Feature ist, das der Vorgänger komplett mit im Spiel enthalten ist, dort von dem PC im obersten Stockwerk aus gestartet und gespielt werden kann.
Mir hatte seiner Zeit der Nachfolger viel besser als MANIAC MANSION gefallen, das ich noch auf dem C64/C128 mit einer “Sicherheitskopie” begonnen hatte und dann für meinen nagelneuen Amiga gekauft hatte. Interessant ist, das meine ersten drei Amiga-LA-Spiele (Maniac Mansion, Indy 3 und Zak McKracken) in kleineren, schmalen Softpappboxen daher kamen. Ab LOOM dann gab es aber wie beim PC die Big-Boxen, die auch für mich immer noch die schönsten Spieleverpackungen der Welt sind.

DOTT habe ich Damals wirklich sehr gerne gespielt. Und schon Damals war mir das Spiel recht kurz vorgekommen. Und das war ja auch so. Dafür war es wirklich sehr komprimierter Spaß gewesen ohne lange durch hunderte von Screens latschen zu müssen, wie zu der Zeit teilweise andere Spiele ihre Spielzeit verlängert hatten. Trotzdem war bei DOTT die Spielzeit wesentlich kürzer als noch bei den beiden MONKEY ISLAND Teilen gewesen. Das Spiel kann sich auch heute noch wirklich sehen lassen. Die Comic-Grafik wirkt kein bisschen veraltet. Auf größeren Bildschirmen vielleicht ein wenig blockig, aber mehr auch nicht.

Die remasterte Version ist im letzten Jahr erschienen. Die Grafik musste hier meines Erachtens weniger bearbeitet werden als bei GRIM FANDANGO. Und gegenüber MONKEY ISLAND 1 und 2 sowieso. An der Steuerung musste auch nicht so viel gedreht werden, denn DOTT war ja Damals noch ein Point’n’Click-Adventure. Trotzdem hat man hier schon einiges dran getan. HD-Auflösung und dementsprechende “Kantenglättung” der alten Grafik. Zudem nun natürlich im 16 zu 9 – Format. Die anklickbaren Werben wurden durch einen wandlungsfähigen Mauszeiger ersetzt und das Inventory ist in einem Pop-Up-Menü verschwunden. So blieb schön viel Platz für die Spielegrafik. Natürlich kann man hier auch wieder auf die alte Grafik per Tastendruck umschalten. Was wir auch beim spielen ein paar mal getan haben. Der Unterschied ist hier natürlich nicht so groß wie bei den Monkey Islands. Auch wurde wieder der Komentarmodus der ehemaligen Macher mit eingebaut. Ein Feature das man sonst nur von DVDs und Bluerays kennt, aber eben auch schon bei den anderen remasterten Lucas Arts vorhanden waren. Leider scheint auch hier wieder, wie schon bei GRIM FANDANGO, keine Hardware-Version zu folgen. Aber sein wir ehrlich: Die DVD-Amary-Box von den MI war ja dann auch nicht so toll gewesen, aber hatte immer hin nettes Bonusmaterial auf DVD gehabt. Das bekommt man bei GF und DOTT zwar auch ein wenig mit dem Download geliefert, aber da hat man eben nichts in der Hand. Und gegen eine richtige Big Box ist das ohnehin nichts. Oder eben die SE von TALES OF MONKEY ISLAND die in einer kleinen Schatzkiste mit Goodies daher kam.

Das Spiel hat aber eben trotzdem natürlich wieder Spaß gemacht. So wohl mir eben zum zweiten Mal (wenn ich auch nach 20 Jahren nicht mehr viel in Erinnerung hatte und somit nicht alle Lösungen aus dem Ärmel schütteln konnte) als auch für das erste Mal der Little Miss Fangirl.
Wir waren allerdings auch schon nach knapp 10 Stunden durch. Also mal eben an zwei Tagen. Und das trotzdem wir an einigen Stellen doch schon arg rumprobieren mussten und nicht so richtig voran gekommen waren. Also es ist immer noch ein recht kurzes Spiel.
Wer das Spiel noch nie gespielt hat, sollte sich mal an einem verregneten Wochenende die Remaster-Version zu Gemühte ziehen. Die ist mittlerweile richtig günstig bei GOG oder Steam.
Und wer das Spiel Damals gespielt hat, sollte es sich ruhig nochmals reinziehen.
Also ran an die Tentakel!