Sachsen wurde zerstört

Tut mir ja auch leid.

sachsenwurdezerstört

Empire: Total War

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Pinball FX 3

Pinball FX aka Zen Pinball ist nun für PS4, XBox One und Windows (10/Steam) in der dritten Reinkarnation erschienen. Ich kann jetzt nur für die Steam-Version berichten. So wurde die Benutzeroberfläche komplett überarbeitet. Es gibt nun mehr Online-Inhalte um mit anderen Spielern weltweit spielen zu können. Aber auch für den Einzelspieler wurden ein paar neue Modi eingebaut. So gibt es nun Herausforderungen mit z.B. Zeitlimit oder mit einer Kugel die höchste Punktzahl zu erreichen. Alles ganz nett.
Es gibt drei neue Tische mit Universal-Pictures-Classics Motiven. Diese sind nur mit PFX3 spielbar. Dazu später nochmal was. Es war angekündigt, dass man alle Tische aus PFX2 in die neue Version des Programms importieren könne. Das stimmt leider nicht so ganz. Ich selbst besitze, außer das ich nur einen “Fußball”-Tisch besitze, weil die anderen sonst spielerisch identisch sind und eben nur unter einen anderen Verein laufen, alle PFX2-Tische. Ein Großteil wurde bei der Installation von PFX3 übernommen, aber eben nicht alle! Besagter “Fußball”-Tisch ist ebenso wie die South-Park-, Plants-vs.-Zombies- und der Ms. Plosion-Tische nicht übernommen worden.

In den Foren von Steam ist jetzt zu mindestens ganz schön was los. Klar kann man die Tische die (bisher) nicht übernommen wurden noch in PFX2 spielen. Alle Tische sehen nun ein klein wenig schöner aus. Ein paar Lichteffekte sind nun auch hinzugekommen. Das erinnert alles ein wenig an die DX11-Version von Pinball Arcade. Es wurde auch eine lange Liste von Verbesserungen gepostet. Meist wurden Bugs beseitigt oder besonders knifflige Stellen nachgebessert. Ob den nun wirklich so ist, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Die neuen drei Tische gibt es für die großen Plattformen jetzt also nur für PFX3. In der Android-Version ZEN Pinball gibt es diese seit Gestern direkt. Hier gibt es scheinbar keine neue Programm-Version. Klar sehen die Tische ohnehin nicht so gut aus wie bei einem Win10-Rechner mit einer guten Grafikkarte in HD und voller Kantenglättung. Das war ja nun auch schon bei PFX2 so.
Die neuen Tische haben zum Thema E.T., JAWS und BACK TO THE FUTURE. Auf letzteren hatte ich mich natürlich am meisten gefreut!

Alle drei Tische sind finde ich gut gelungen. Gutes Design, gute Herausforderungen und alle spielen sich flüssig. Man sieht hier genauso wie bei den anderen TV-/Film-/Comic-basierenden Thementische die dementsprechenden Figuren und bekommt jede Menge Zitate um die Ohren gehauen, aber im Gegensatz zu den Star Wars-Tischen, bekommt man hier keine originale Filmmusik um die Ohren gehauen. Das ist sehr schade und mindert für mich persönlich das Spielvergnügen! Gerade BTTF und ET haben ja nun wirklich sehr gute Filmmusiken, die mir hier wirklich fehlen. Man hat versucht ziemlich ähnliche Themen zu schreiben, was es in meinen Augen bzw. Ohren noch viel schlimmer macht. Man könnte meinen, das es bei den Marvel-Tischen ja auch schon so war, allerdings basieren die Marvel-Tische ja nicht auf die Filme, sondern auf den Comics. Daher finde ich das da gar nicht schlimm. Bei den neuen Tischen fehlt es mir sehr. Das Hauptthema beim BTTF-Tisch klingt eher nach Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen, das meine Tochter früher oft auf der Wii gespielt hatte. Sehr befremdlich! Aber wie gesagt, die Tische sind sonst sehr gut gelungen und spielen sich auf Win10/Steam genauso gut wie auf dem Tablet unter Android.

Pinball FX3 bietet nichts wirklich Neues. Es ist eben ein größeres Upgrade. Kann man nicht viel meckern, denn das Basisprogramm mit dem “Hänsel & Gretel”-Tisch ist ja nun kostenlos. Zu hoffen bleibt, dass sie die fehlenden Tische noch nachreichen. Auf jene würde ich ganz gerne auch in PFX3 zu greifen wollen können.

Colin McRae Rally 10

Codemasters hatten mich zu mindestens mit DiRT 4 und der Aussage, das DiRT RALLY ja nicht so erfolgreich war überrascht. Nun kann man in diversen Foren und den Verkaufszahlen sehen, dass DR nicht ganz so erfolglos war. Aber vielleicht war Codemasters das ganze mit Early Access und das Verarbeiten des Feedbacks der Fans zu aufwendig/teuer gewesen? Ich fand jedenfalls das dies Konzept wirklich klasse gewesen ist und das bei DiRT RALLY ein wirklich gutes Rally-Spiel bei rausgekommen ist. Nun ist das Spiel nun wirklich nichts für Fans der DiRT-Serie. Dafür ist es zu wenig abwechslungsreich und eben auch zu schwer. Also nichts für den Gelegenheitsspieler. Und die haben Codemasters vielleicht auch gefehlt, damit das Spiel wirklich “erfolgreich” sein konnte. Wer weiß.

DiRT 4

Also nun gibt es also DiRT 4. Und dies Spiel ist nun wirklich definitiv ein “echter” Nachfolger für DiRT 3. Hier hat man mal wieder wie bei der DiRT-Serie üblich so viel wie möglich an verschiedenen Rennserien hinein gepackt. Die Schwierigkeitsgrad ist auch wieder weitergefächerter. Der unterste Schwierigkeitsgrad ist nun wirklich wieder easy piesie. Ich konnte das Spiel leider noch nicht so richtig testen. Letztens war es bei Steam mal ein wenig preiswerter gewesen und, ja, da habe ich dann auch mal zugeschlagen. 33 GB und 1 Stunde später war das Spiel dann auf meiner Festplatte und es konnte losgehen. Naja, fast. Bekanntlich habe ich ja meine Motion/gaming sickness. Wobei das bei DiRT 4 ja nicht so die Schwierigkeit sein sollte. Hatte ich mir für DiRT RALLY noch eine neue Grafikkarte gekauft, damit ich das Spiel stabil auf eine hohe Framerate laufen lassen konnte (116 FPS!), so reicht für DiRT 4 meine Grafikkarte nun auch noch immer aus. Ich erreiche hier beim spielen immerhin knapp 90 FPS. Also von daher kein Problem aus der Richtung. Allerdings habe ich im Moment unheimlich mit meinen Kreislauf zu tun, der mir auch so Achterbahnfahrten beschert. Somit konnte ich DiRT 4 immer nur kurz antesten und noch nicht so richtig spielen.

Einmal fallen hier die vielen Einstellmöglichkeiten ein um das Spiel an das Können des Spielers anzupassen. Hier scheint jetzt nun wirklich jeder auf seine Kosten kommen zu können. Von Fahrhilfen und Gegner-KI Einstellungen bis ohne alles und hammerhart scheint es alles zu geben. Die Steuerung scheint man auch voll einstellen zu können.  Ich habe das jetzt nicht mit dem Lenkrad antesten können, aber mit dem Gamepad hat man viele Einstellmöglichkeiten. Spielmodis gibt es nun wieder an Mass. Neben Onlineplay und Karriere kann man aber auch wieder Herausforderungen angehen, so wie wie man sie in den alten CMR-Serie kannte. So sind auch wieder Modis da, die ich persönlich schon lange vermisst habe. Sogar die “Fahrschule” wie aus dem ersten CMR gibt es nun wieder. Für Anfänger eine gute Sache. Das “Fahrgefühl” ist hier wieder mehr Arcade-lastig. Es ist eben ein DiRT und keine Fortsetzung von DiRT RALLY. Und das ist eben auch ganz okay so.  Neu hinzu gekommen ist nun so eine Art Streckeneditor. Man kann hier nicht wie z.B. bei Trackmania die Strecken im Detail bauen, aber man kann Voreinstellungen machen, die die Strecke einfacher oder eben extrem herausfordernd machen kann. Die Länge der Strecken kann man auch einstellen. Wer als Schwierigkeiten mit den teilweise sehr langen und realistischen Strecken in DR hatte, der kann sich hier selbst kürzere Strecken “basteln” und sich selbst eine Meisterschaft zusammenstellen und selbstverständlich auch speichern.

Das war für mich zum Antesten eine schöne Sache, denn so konnte mir ein paar kurze und kurvenarme Strecken zusammenstellen, die ich in meinem angeschlagenen Zustand gut spielen konnte.

DiRT 4 währe nun wenn man alle CMR- und DiRT-Teile (also ohne DiRT Showdown, denn da gab es ja kein Rally-Mode) COLIN McRAE RALLY 10. Colin McRae‘s 10. Todestag war erst vor ein paar Tagen am 15. September. 1987 war der Schotte sein erste Rally gefahren. 2006 seine Letzte. 1995 war er der erste britische Rally-Weltmeister. Seine Vater Jimmy McRae war selbst fünffacher britischer Meister gewesen. Am 15. September 2007 ist er dann leider bei einem Helicopterabsturz tödlich verunglückt. Tragischer weise war auch sein Sohn mit am Board gewesen und mit verunglückt. Bei der nach ihm benannten Spiele-Serie war er  1998 bis zu seinem Tod technischer Berater gewesen.

CMR

Es gibt so einige Rally-Spiele, aber ich finde heute noch das die CMR-Spiele die Besten waren und sind. Nächstes Jahr hat das erste Spiel von 1998 sein 20 jähriges Jubiläum! Ich habe das Spiel 1998 das erste Mal auf einer geliehenen PSX gespielt. Da ich keine besaß, habe ich mir das Spiel dann für den PC gekauft. Mit meiner damaligen Grafikkarte mit TNT2-Chip-Grafikbeschleuniger, hatte das Spiel richtig gut ausgesehen. CMR war für mich das erste Rally-Spiel, das sich auch wie Rally angefühlt hat. Noch heute habe ich auf meinem aktuellen Spielerechner neben DiRT2, 3, 4 und DiRT RALLY auch CMR 2.0, 04 und 2005 laufen. Gerade CMR 2.0 spiele ich noch immer recht oft, neben meinem LieblingsDiRT-Teil 2. CMR selbst habe ich unlängst mal versucht auf meinem aktuellen Rechner zu installieren. Das ist mir nicht so recht gelungen. Aber die PSX-Version habe ich jetzt mal auf meiner PSP gespielt. Und es fühlt sich immer noch so gut an, wie vor fast 20 Jahren.

World of Goo

Wenn man mehrere Kinder hat holt man immer wieder die gleichen Games hervor und erfreut sich am quieken wenn man schleimige Dinger an die Wand klebt und Pyramiden errichtet. Wenn sie dann wegfliegen und alles zermatscht wird. World of Goo ist so ein Evergreen. Jetzt also mit Kind3. Da wird geschoben und gezogen überlegt und versucht. Der tolle Soundtrack hält bei Laune und immer wieder kommt noch was Neues hinzu. Die grünen immer wieder benutzbaren, die Trillerpfeife, die Ballons. Das daraus sogar noch eine Art Geschichte dahinter liegt ist eigentlich kaum vorstellbar.

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SYBERIA 2

Nachdem die Little Miss Fangirl und ich SYBERIA gespielt hatten, musste wir uns natürlich auch an Teil 2 machen.
Teil 2 ist 2004 erscheinen und von mir auch gespielt worden. Ich konnte mich zu mindestens noch so weit daran erinnern, das ich es nicht so gut wie SYBERIA fand. An Details konnte ich mich aber nicht mehr erinnern.
Erst beim erneuten spielen habe ich festgestellt, dass hier zwar ein wenig an der Grafik gefeilt worden war, aber alle alten Fehler von Teil 1 hier nochmals wiederholt wurden. Wieder rennt man scheinbar sinnlos mit Kate Walker durch viele “leere” bzw. ereignislose Bildschirme und such nach kleinen Items, die man dann eben leicht übersieht. Kate redet weiterhin nicht viel mit einem als Spieler. Und wenn dann kommentiert sie Aktionen gerne mit “Das muss ich nicht”, “Dahin muss ich nicht” oder “Das Ding klemmt”. Hier bei Teil 2 hatten wir noch einen netten Nebeneffekt:
Wo Teil 1 (eine originale CD-ROM-Version) noch auf meinem aktuellen Spielerechner ohne Probleme sauber lief, lief die DVD-Version von SYBERIA 2 mit merkwürdigen Macken. So wurden gerne Sätze abgeschnitten und wenn man die Untertitel dazu schalten, sind hier die Texte zwar komplett, aber immer wieder schnell vom Bildschirm verschwunden. SO schnell das man jene teilweise nicht komplett lesen konnte.

Beim erneuten spielen war mir dann auch aufgefallen, das ich SYBERIA 2 Damals gar nicht zu ende gespielt hatte! Ich konnte mich dann erinnern, das ich nach ca. 80% des Spiels hängen geblieben war. Ich brauchte ein paar Fischgräten die einfach nirgends zu finden waren! Ich kann mich nicht erinnern, ob ich da eine Komplettlösung konsultiert hatte oder nicht. Ich war auf jeden Fall auf Sommerurlaub bei meinen Schwiegereltern und die hatte (und haben immer noch) kein Internet. Beinahe wäre uns das hier wieder passiert. Denn diese Fischgräten findet man nicht in der Location wo man sie braucht, sondern viel früher im Spiel. Über die Fischgräten waren wir nur gestolpert, weil wir an einer Stelle hingen und ich dann doch mal in die Komplettlösung geschaut habe, wo dann stand, das man unbedingt die Fischgräten, die an einer Stelle lagen, wo sie nicht zu sehen waren und die man nur mit zufälligen Überfahren mit dem Cursor finden konnte, unbedingt mitnehmen soll, weil man sonst später im Spiel nicht mehr weiterkommen würde! Tja…

Solche miesen Fallen für Spieler kenne ich nur von alten Adventure-Spielen aus den frühen 80zigern! So was macht man seit den 90zigern nicht mehr. So konnte ich das Spiel also doch mal zu ende spielen. Und hat es sich gelohnt? Ja und nein. Ja, weil man so mal das Ende gesehen hat, das nun wirklich keine Fortsetzung gebraucht hätte. Und nein, weil das Rätzeldesign und das Handling noch schlimmer war, als bei Teil 1. Hier sind wir wirklich oft hängen geblieben und hatten einfach keine Lust mehr gehabt herumzuprobieren. Die Motivation war hier wirklich sehr gering. Der Griff zur Komplettlösung war hier eine sehr häufige Bewegung.
Konnte ich Teil 1 noch empfehlen, zu mindestens für sehr leidensfähige Spieler, so sollte man es mit Teil 2 lieber gleich lassen und sich mit meiner Aussage zufrieden geben, das Kate und Hans Syberia wirklich finden und Hans somit seine Mammuts findet.

Wäre also ein dritter Teil nötig gewesen? Nein. Aber der ist nun dies Jahr nach 13 Jahren raus gekommen. “Das am meisten erwartete Grafikadventure des Jahres” kündigt der Trailer vollmundig an. Ist das so?
Wir sind leidensfähige Spieler. Wir haben das Spiel gekauft (nachdem es schnell unter 20 EUR gegangen war). So viel schon einmal vorweg:
Die DVD braucht man nicht. Die ist praktisch leer. Man muss das Spiel so oder so bei Steam downloaden. Die Grafik sieht erst einmal sehr seltsam aus. Die 30zig Jährige Kate Walker sieht nun auch wie ihr 20 jähriges Selbst und erinnert somit erst recht an Lara Croft und zwar eben an die jüngere Version aus den Tomb Raider Reboot! Und die Steuerung?
Wir schreiben das Jahr 2017. Maussteuerungen haben sie bei Grafikadventures am PC seit der Jahrtausendwende nicht nur wieder etabliert, sondern sind auch wieder Standard geworden. In SYBERIA 3 kann man die Maus benutzen, aber allerdings habe ich noch nie so eine unsinnige Maussteuerung gesehen! Überall wird einen empfohlen somit auch am PC einen XBox-Controller zu nutzen…
Mehr zu SYBERIA 3 entweder wenn wir bei dem Spiel durch sind oder (was viel wahrscheinlicher sein wird) wenn wir das Spiel virtuell in die digitale Ecke geschmissen haben. Die erste Stunde spielen hat uns nichts Gutes schwanen lassen!

Syberia

Das Grafikadventure SYBERIA erschien 2002 für den PC. Mittlerweile ist es für alle möglichen Plattformen erschienen. Ich besitze es z.B. auch für den NDS. Mehr als Kuriosum, als wenn es da wirklich spielbar wäre. Ich hatte es Damals wirklich versucht auf den NDS eine Weile zu spielen, aber es war dann doch alles zu fummelig. Auch wenn sich die Programmierer bei dem Adventure wirklich Mühe gegeben hatten, es spielbar für Nintendo’s Kleinkonsole umzusetzen.
SYBERIA selbst habe ich am PC 2003 gespielt. Man kann es von der Benutzeroberfläche her schon als klassisches Grafikadventure bezeichnen. Es hat eine Point’n’Click-Steuerung auf dem PC, so das man das ganze Spiel mit der Maus steuern kann. Also eben klassisch. In meiner Erinnerung hatte mir das Spiel sehr gut gefallen. Man muss aber auch bedenken, in welcher Zeit das Spiel heraus kam. Denn um 2000 rum war das klassische Adventure praktisch tot gewesen. Man versuchte es mit Adventure, die mit dem Gamepad gesteuert werden konnten und viele Action-Einlagen hatten. Damit wollte man das “junge” Publikum zum Adventure locken. Heute gilt diese Art von Adventure schon eher als gescheitert. Und mittlerweile haben wir ja auch eine Wiederbelebung des klassischen Grafikadventures erlebt. SYBERIA gilt so ein wenig als Wegbereiter. Das franko-belgische Team um den belgischen Comiczeichner Benoit Sokal hatte sich seiner Zeit wirklich Mühe gegeben das Spiel schön aussehen zu lassen. Sokal ist eben Grafiker und auch dazu ein wirklich Guter. Das findet man in dem Spiel auch beeindruckend wieder. Aber hatte das alleine gereicht? Dazu später.

Ich glaube aber die Spiele die das klassische Grafikadventure wirklich wiederbelebt haben sind die deutschen Spiele GEHEIMAKTE TUNGUSKA (2006) und ANK (2005). Die mit toller Grafik und gutem Rätzeldesign punkten konnten.
Aber zurück zu SYBERIA. In der Zeit als das Spiel rauskam hatte z.B. gerade Lucas Arts seine letztes in der Entwicklung laufendes Spiel, das man als Adventure bezeichnen konnte eingestellt: Die Fortsetzung von SAM & MAX! Vorher war man 1998 und 2000 mit GRIM FANDANGO und MONKEY ISLAND 4 bei den Versuch gescheitert das Grafikadventure zu “modernisieren”. Also sprich 3D-beschleunigte Grafik zu verwenden und von der Maussteuerung auf Gamepads bzw. die Tastatur umzusteigen. Man gab also auf. Sierra hatte nach seinem eher merkwürdigen Versuch mit KINGS QUEST 8, das ja schon kein Point’n’Click mehr war, ohnehin schon aufgegeben.
In die Lücke versuchten besonders europäische Publisher zu springen. So z.B. die Deutschen mit DAS GEHEIMNIS DER DRUIDEN (2001), das zwar recht nett war, aber sich meiner Meinung nach recht zähflüssig gespielt hatte.
Ein sehr positives Bespiel aus der Zeit war THE LONGEST JOURNEY (1999), das ich wirklich liebe (und zu dem ich mal gesondert was schreiben muss). Hier war ein norwegisch Team sehr erfolgreich am werkeln gewesen. Die Fortsetzung DREAMFALL fand ich dann eher missglückt, da man hier das Adventure mit Action-Adventure-Elementen a la TOMB RAIDER versucht hatte zu tunen. Ich muss mir das Ergebnis irgendwann nochmals in Ruhe antun. Manchmal ändert man ja seine Meinung. Das bringt mich wieder zu SYBERIA.

In meiner Erinnerung hat mir das Spiel sehr viel Spaß gemacht. Man war zu der Zeit ja praktisch hungrig nach neuen Adventure gewesen und trauerte ein wenig den 80zigern und frühen 90zigern nach. Nun habe ich das Spiel zusammen mit der Little Miss Fangirl zusammen wieder komplett durchgespielt. Zu SYBERIA liest man oft, das es eine Grafikblender wäre. Und ja, ich muss diesen Kritiken heute recht geben. Die Grafik sieht auch heute noch toll aus. Jede Location sieht wirklich fantastisch aus. Wahrscheinlich wäre SYBERIA ein fantastischer CGI-Animation-Film geworden. Denn die Story ist auch ganz nett und unterhaltsam. Aber das Spiel, das Rätzel-Design ist eher so meh…
Ja, wirklich. Wir haben uns mehr über die vielen Schnitzer im Spiel geärgert, als das wir da rüber hinwegsehen konnten. Das Fängt schon mal mit der Figur der Kate Walker an. Sie sieht erst einmal aus wie Lara Croft. Die war zu der Zeit schließlich besonders populär, weswegen man vielleicht nicht gerade so einen Abklatsch für ein Grafikadventure benutzen sollte. Viel schlimmer fanden wir, das man sich mit Kate gar nicht so richtig identifizieren konnte. Einmal weil sie sich of strunz-doof verhält und weil man ihr teilweise völlig blöde Dialoge in den Mung gelegt hat, in der sie sich oft in einem Multi-choice-Strang mehrmals selbst widerspricht. Außerdem fehlt hier eine wirklich wichtige Eigenschaft eines Adventure-Helden, die man wirklich braucht, um sich mit einer Figur zu identifizieren: Selbstgespräche! Man kann in dem Spiel ohnehin sehr wenig anklicken und so gut wie nie kommentiert Kate das ihr dort Dargebotene. Eine Element das wirklich wichtig in Grafikadventure-Spielen ist. Nicht nur weil es Hinweise für den Verlauf gibt, sondern weil es eben den Spieler den Protagonisten nahe bringt. Kate wird hier auf Distanz gehalten. Wenn es Kommentare gibt, dann so was wie “Dahin muss ich nicht” oder “Das brauche ich nicht”.

Ein anderes Problem ist, das man es hier mit einer Vielzahl von einzelnen Bildschirmen pro Location zu tun hat. Das muss ja sonst kein Nachteil sein. Aber meist kann man so wenig dort tun! Teilweise gibt es Bildschirme wo man nicht einmal irgend etwas anklicken kann! Was sie Little Miss Fangirl dann irgendwann lakonisch als “No clickie, clickie, just lookie, lookie!” kommentierte. Teilweise rennt man wirklich endlos durch viele Bildschirme um von einem Teil des Puzzles zum Anderen zu kommen. Das nervt schnell gewaltig und macht einen die Stimmung kaputt. Alle Locations sind auch erst einmal sehr unübersichtlich. Man braucht erst einmal eine ganz Weile um sich dort zurecht zu finden um nicht ständig in die falsche Richtung zu rennen. Objekte die man anklicken kann, und davon gibt es wie schon erwähnt sehr wenige, sind teilweise kaum zu erkennen. Da übersieht man schnell mal was und geht oft zum stupiden Abfahren des Bildschirms mit dem Curser über.

Die Rätzel sind teilweise ein wenig unlogisch und da es kaum Beschreibungen was sie sieht von Kate gibt, ist viel rumprobieren angesagt. Teilweise kann das denn etwas langweilig werden, weil man dann oft zwischen zwei Orten hin und her rennen muss, und zwischen den Zweien oft mehrere Bildschirme liegen.
Die Sprecher der deutschen Ausgabe sind so schon ganz okay und klingen professionell. Aber leider wurden ihnen keine guten Dialoge gegeben. Teilweise kommt da bei einigen Fragen schon sehr merkwürdige Dinge zu Tage, die oft nicht zusammenpassen oder gar irreführend sind.
Zu dem sind die Hintergründe zwar wunderschön, aber die Figuren selbst recht merkwürdig animiert. Beim Reden bewegt sich z.B. Kate wie eine Marionette und rudert viel theatralisch mit den Armen herum. Das hat dann schon was von der Augsburger Puppenkiste.

Im Großen und Ganzen war das Spiel nun beim zweiten Mal spielen nach 15 Jahren eher enttäuschend. Auf für die Little Miss Fangirl, die das Spiel nun zum ersten, aber wahrscheinlich letzten Mal gespielt hat.
Es sieht immer noch hübsch aus und hat immer noch eine interessante Hintergrundgeschichte, aber leider macht es nicht wirklich Spaß zu spielen, weil es eben zu viele und markante Schnitzer sind, als das man da wohlwollend drüber hinweg sehen kann.

Die beste Retrogaming-Maschine (II)

Die besten Retrogaming-Maschinen sind natürlich noch immer die original Hardware! Die meisten alten Maschinen von Damals laufen noch immer oder lassen sich leicht überholen. Wenn Damals noch gar nicht gelebt hat, dann bekommt man heute via Retrobörsen oder der elektrischen Bucht recht einfach alte Hardeware wie Game Boys und Co.
Es gibt aber auch Klone die originale Steckmodule verarbeiten können. Bei den Konsolen ist der Retron 5 das wohl berühmteste Stück Hardware. Diese Konsole schluckte alle möglichen Retrogame-Module, lässt einen die originalen Gamepads anschließen und hat zu dem noch einen HDMI-Ausgang um an modernen TVs betrieben zu werden.

Aber auch bei den Handhelds gibt es sehr gute Klone die die originalen Spiele nehmen und mit besseren Bildschirmen und Akkus locken. Hier hat man dann GB-Klone, die beleuchtete Bildschirme haben usw.
Das ist alles recht cool, aber ich bleibe da lieber bei den Originalen. Wobei der eine oder andere Mod schon immer nett ist. So habe ich einen Game Boy mit Frontlight-Mod und auch einen Game Boy Color, bei dem die Mod allerdings nicht so einen tollen Effekt hat. Ja, man hat damit Licht und kann auch ohne Tageslicht ganz gut spielen, aber dafür sind die Farben recht blass und man erkennt bei einigen Spielen recht wenig auf dem Display.
Schöner ist da mein GBA (1. Model), der einen schönen hintergrundbeleuchteten Bildschirm bekommen hat. Der ist dann zwar nicht so hell wie mein GBA SP (AGS-101), aber immerhin.

Was ist aber wenn man unterwegs nicht nur eine große Auswahl von Spielen für ein Gerät haben will, sondern ein Gerät das mehrere Systeme kann, wie eben der Retron 5?
Da gibt es noch nichts so richtig. Zu mindestens nicht für die originalen Steckmodule. Hier kommt einen natürlich z.B. ein 3DS mit seiner Virtual Console zur Hilfe oder eine PS Vita mit dem PS-Shop. Aber so richtig systemübergreifend braucht es dann doch wieder Emulatoren.
Für Handhelds ist natürlich heutzutage naheliegend das man sein Smartphone dafür benutzt. Da gibt es schließlich jede Menge Emulatoren.
Aber ein Touchscreen ist nicht gerade eine ideale Steuermöglichkeit. Bluetooth-Gamepads sind hier zwar hilfreich, aber oft umständlich. Selbst jene die man an die Geräte andocken kann. Davon habe ich auch drei, die soweit gut funktionieren, aber doch wieder unhandlich sind.

Unterdessen bekommt man Android-Geräte die die Form einen 3DS haben, die recht gute Steuerelemente haben. Ich denke für jemanden der keine originale Hardware besitzt ist das ganz gut. Aber für mich haben diese Geräte kein Sinn. Soll ich also nochmals 300 Euro für eine Hardware ausgeben, die ich im Gunde schon habe?
Denn heute kann man viele Geräte auch mit Emulatoren “nachrüsten”.
So war bis vor kurzem noch meine GBAs meine Lieblingsretromaschinen. Mit einem Everdrive ausgerüstet kann man hier einige Emulatoren auf dem GBA starten. Die meisten funktionieren wirklich fantastisch. Aber so ein Everdrive ist nicht billig. Mit 115 Euro zwar billiger als eine Anroid- Handkonsole, aber trotzdem für viele nicht erschwinglich. Billigere Flashkarten für den GBA funktionieren bloß meist nicht so zuverlässig.

Für den DS und den 3DS gibt es da preisgünstigere Flashkarten. So eine R4i-Karte für den 3DS bekommt man schon recht günstig für unter 50 EUR.
Von diesen Karten kann man recht einfach auch Emulatoren starten.
Noch günstiger geht es beim 3DS über die eigene SD-Karte. Das ist allerdings ein wenig aufwendiger einzurichten, aber wenn es läuft funktioniert es zu mindesten auf älteren 3DS-Modellen mit nicht der unbedingt neusten Firmware ganz gut. Der 3DS liegt meiner Meinung nach wirklich super in der Hand und ist mit seinen Bedienelementen ideal eben auch für andere Spielsysteme. So läuft hier auch ein wunderbarer C64-Emu, den ich darauf gerne nutze.

Meine persönliche “neue” Lieblingsretogamingmaschine ist nun aber meine PSP. Die 2005 veröffentlichte Handkonsole wurde ja nun 2014 (erst) eingestellt. Lief also fast 10 Jahre, was für ein Handheld nicht schlecht ist. Der Quasi-Nachfolger, die PS Vita, wurde 2012 vorgestellt, aber schon 2016 wieder eingestellt. Die Vita war also nicht mehr so erfolgreich und beliebt wie die PSP. Für das Gerät sind über 800 Spiele erschienen. Zu meist als CD, aber auch als Download. Mich interessieren hauptsächlich die Rennspiele, die auf der Konsole erschienen sind. Die meisten davon sind auch auf der PS2 erscheinen. Aber Quali- und Quantitativ unterscheiden sich die Spiele für den Handheld kaum von der Konsolen-Version. Das alleine ist schon fantastisch!
Auch die PSP hat einen Speicherkartenslot. Hier kam noch Sonys eigenes Format Memorystick zur Anwendung. Jene bekommt man heute kaum noch und nicht mit großer Speicherkapazität. Hier hilft aber ein Adapter in den man MicroSD-Karten stecken kann. Das funktioniert mit SD-Karten bis zu 32 GB sehr gut und problemlos. So hat man schon einmal ein wenig mehr Platz.

Für die PSP bekommt man schon eine Weile Custom Firmware. Ja, natürlich kann man hier gerippte ISO von PSP-Spielen damit von der Speicherkarte spielen. Aber im Grunde macht das kaum Sinn. PSP-Spiele gibt es immer noch recht günstig über die elektronische Bucht. Selbst mit OVP und Anleitung bekommt man viele Spiele für unter 10 Euro. Ohne OVP für um die 4 bis 5 EURO. Außerdem laden die Spiele recht langsam von der Speicherkarte. Original ist immer besser. Aber für Homebrew und Emulatoren sind die Custom Firmware schon genau das Richtige. Die PSP kann man also mit ein klein wenig Aufwand kostenlos fit für’s Retrogaming machen. Emulatoren gibt es hier wie Sand am Meer. Z.B. habe ich für den 3DS noch keinen wirklich funktionierenden 2600er Emu gefunden. Meist läuft das alles elend langsam. Für die PSP ist das alles kein Problem.
Außerdem hat die PSP einfach ein Form und liegt so gut in den Händen, das man einfach darauf spielen will… muss! Der 3DS XL hat für mich auch genau die richtige Größe, aber trotzdem liegt bei mir die PSP einfach besser in den Händen. Für Retrogames hat die PSP auch den besseren Bildschirm. Klar sind alte Konsolen für ein 4 zu 3 – Bild meist ausgelegt. Dann hat man eben links und rechts schwarze Balken, die aber überhaupt nicht stören.

3DS XL und GBA SP begleiten mich auch oft für unterwegs, aber wenn es darum geht Platz bedingt nur einen Handhelden mitzunehmen, dann bevorzuge ich jetzt die PSP.