King’s Quest – Episode 1 – A Knight to remember (2015)

KING’S QUEST von THE ODD GENTLEMEN aus dem Jahr 2015 ist ein Reboot der King’s Quest – Serie von Sierra die 1984 bis 1998 mit 8 Teilen erschienen ist. Das Spiel aus dem Jahr 2015 ist keine Fortsetzung, die nach Teil 8 spielt und kein Make-over des ersten Teils. Davon gab es glaube ich schon einen oder zwei. Es ist also zwar eine Story um König Graham von Daventry bzw. wie er zum König wurde, aber eben wohl ein bisschen anders aufbereitet. Nun muss ich erst einmal dazu sagen, trotzdem ich ein großer Fan von Grafikadventure der 80ziger und 90ziger bin, so habe ich nie große KING’S QUEST gespielt! D.h. ich habe nur mal KING’S QUEST 7 angespielt, aber nie durchgespielt. Das ist auch der einzigste Teil den ich besitze. Trotzdem ich auch Sierra-Adventure gespielt habe, wie die Gabriel-Knight-Serie und Leisure Suite Larry, so bin ich doch nie zu KING’S QUEST gekommen. Allerdings auch nicht zu SPACE QUEST, wo ich auch nur ein Teil besitze und den dann bisher noch nicht einmal angespielt habe. So ist das manchmal. Als ich dann von den Reboot von KING’S QUEST las, hatte es auch noch eine Weile gedauert, bis ich mir das Spiel zugelegt hatte.

Das neue KING’S QUEST kommt ähnliche wie die Telltale Games (SAM & MAX, TALES OF MONKEY ISLAND, WALLACE & GROMIT u.a.) als 5-Teiler daher. Eine pysische Kopie gibt es zu mindestens hier zu Lande nur Teilweise. Es gibt eine DVD-ROM in einer DVD-Hülle (jene halte ich hier in meinen Händen), aber diese enthält scheinbar nur die erste Episode. Jene kann man übrigens nicht ohne eine Steam-Account spielen. Also Steam ist zwingend notwendig und die anderen Episoden gibt es eben nur da als Download. Im Prinzip kann man sich das Spiel gleich komplett als Download kaufen. Wobei man bei dem “Season-Pass” aller 5 Episoden bei Steam auf 25 Euro kommt, wenn nicht gerade wieder ein Sale ansteht. Die DVD bekommt man meist für 10 Euro und damit hat man auch gleich das Download-Recht auf die auf der DVD nicht vorhanden Episoden. So hatte ich auch das Spiel gekauft. Neben der eben beschriebenen Windows-Version gibt es natürlich auch eine PS3, PS4 und eine Xbox One-Version.

Die Grafik sieht wirklich gut aus. Natürlich wurde hier eine 3D-Engine benutzt, aber trotzdem spielt man die meiste Zeit in eine klassischen Adventure-Ansicht, nur in den Action-Szenen (ja, genau gelesen! ACTION-SEQUENCEN! Der Graus aller Adventure-Puzzler!) kann es auch mal zu einer FPS-Perspektive kommen. Gleich am Anfang überkommt mich das erste Grauen: Ich habe die Wahl zwischen einer Steuerung mit der Tastatur (WASD) oder einem Gamepad! Ach!! Na, ganz toll! Keine Maussteuerung! Aber wenn man mal ehrlich ist, hatte das Original von 1984 auch keine Mausteuerung. Manche PC-Besitzer hatten zu der Zeit unter DOS nicht einmal unbedingt eine Maus! Die Figur wurde über die Cursor-Tasten gesteuert und man gab Befehle in eine Parser-Kommandozeile ein (“Look on the ground” – “You noticed a stone!” – “Take the stone”). Also darf dann das Reboot nicht auch eine Tastatur-Steuerung haben? Wenigstens hat man uns den Parser erspart. Wir haben uns dann für das Gamepad entschieden. Wenn man noch nie KING’S QUEST gespielt hat (und die Anleitung zu dem Spiel nicht gelesen hat.. so wie die Little Miss Fangirl und ich), dann weiß man erst einmal gar nicht was los ist. Wir sind jedenfalls erst einmal mit Graham herum gestolpert und in ein Brunnen gestiegen ohne mitbekommen zu haben, um was es nun wirklich ging. Schon bald kamen ein paar Action-Einlagen. Es ist zu Anfang wirklich mehr ein Jump’n’Run als ein Grafikadventure! Außerdem wackelt an dauernd das Bild, wie man es aus schlechten Actionfilmen mit quasi Handkamera kennt. Es stellt sich heraus, das dies das Schnarchen eines Drachens verdeutlichen soll. Für Leute mit “Gaming sickness”, wie mir, ist das allerdings pures Gift und der Spaß-Killer schlecht hin.

Wenn man die Sequenz geschafft hat und einen magischen Spiegel dem Drachen abgenommen hat (Spieler des erste Teils werden vielleicht schon vorher sich gedacht haben, dass es um jenen ging), dann sieht man den alten Graham der seiner Enkelin gerade eben die Geschichte erzählt hat. Dann geht es zur nächsten Geschichte, die Opa ihr nun erzählt und die müssen wir nun spielen. Eben wie Graham zu einem Ritterturnier nach Daventry gekommen ist. Und wir befinden uns da immer noch in Episode 1! Von hier an wird s dann auch mehr Adventure-mäßig. Man unterhält sich mit anderen Figuren, man muss Aufgaben erledigen, kombinieren und rätseln. Ja, es gibt auch noch ein paar Actioneinlagen, die aber mehr a la DRAGON’S LAIR daher kommen. Neben den liebenswerten, trotteligen Graham, den man spielt, kommen noch weitere liebevoll gestaltete Figuren hinzu. Alles ist sehr stimmungsvoll und gut gezeichnet. Auch die deutschen Synchronstimmen sind sehr gut und die Texte haben Hand und Fuß. Die Aufgaben und Rätsel überfordern einen nicht, sind aber nicht immer so leicht, wie es erst am Anfang scheint. Die Episode macht nach den etwas seltsamen Anfang auch via Gamepad-Steuerung Spaß, trotzdem ich mir hier als Alternative trotzdem auch eine Maussteuerung gewünscht hätte. So kurz war die erste Episode gar nicht! Wir haben glaube ich so 3 1/2 Stunden Spielzeit gehabt. Das ist schon ganz ordentlich für eine Adventure heutzutage. Zum zweiten Kapitel sollte uns dann aber erst einmal eine böse Überraschung erwarten! Dazu aber ein ander Mal!

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Jens’ Gaming Review 2018

Ich möchte – nachdem ich 2017 anscheinend ausgelassen habe – auch dieses Jahr mal wieder Henks Gaming Review mit meiner ergänzen.

Das Jahr begann mit einem Spiel, das ich aus 2017 mitgenommen habe, nämlich Ghost Recon Wildlands. Das habe ich ins Jahr hinein tatsächlich mit großer Freunde weiter- und auch zu ende gespielt.

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Was ich dabei allerdings bemerkt habe war, dass ich kein Kandidat für DLC bin. Ich hab den Season Pass gekauft, aber in dem Moment, als die Story durch war, schwand die Motivation, weiterzuspielen, sehr schnell. Nicht mal der Story-DLC hat mich animiert. Eventuell liegt das aber auch daran, dass dessen Missionen sehr langwierig sind. Was ok ist, wenn ich die Story weiterverfolgen möchte, aber halt nicht, wenn eigentlich der Abspann schon gelaufen ist.

Stattdessen habe ich dann in den Sommer hinein endlich Witcher 3 fertiggespielt, das ich die Zeit davor immer wieder mal sporadisch angefangen und wieder weggelegt hatte. Tatsächlich muss man da für eine Weile am Ball bleiben, damit das Spiel die Immersion entfalten kann, die ich brauche, um es auch wirklich genießen zu können. Tut es das aber, ist es extrem gut zu spielen und macht wirklich Spaß.

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Leider bin ich allerdings am Ende in ein Problem gelaufen, das ich nicht spoilern will. Nur so viel: Es gibt eine Mission, die offensichtlich dafür gedacht ist, sie erst dann zu spielen, wenn man die Hauptstory durch hat und wenn man die “zu früh” erledigt, gibt es unter bestimmten Umständen keine Endsequenz die dazu passt, so dass man automatisch ins “alles Scheiße gelaufen”-Ende geschickt wird.

Dann hab ich Mass Effect Andromeda bei einem EA-Sale geschossen. Nach dem doch ziemlich enttäuschenden Dragon Age Inquisition, das ich ein paar Jahre zuvor so nach der Hälfte entnervt weggelegt hatte, weil es die Handlung mit einer unendlichen Menge aus ödesten mechanischen Nebenquests quasi zum Stillstand brachte und das Craftingsystem mir unendlich auf den Geist ging, hatte ich Andromeda links liegen gelassen.

Nun wollte ich ihm aber doch eine Chance geben, vor allem weil meine Freundin, auf deren Spieleurteil ich grundsätzlich vertrauen kann, es als wirklich gutes Spiel lobte. Und sie hatte natürlich wieder Recht: Andromeda ist ein schönes, kurzweiliges Spiel mit einem Angenehmen Spielflow, interessanten Charakteren und durchaus überraschenden Wendungen. Es ist jetzt keine Offenbarung, aber es ist ein sehr solides Spiel mit dem man viel Freude hat, wenn man bedenkt, dass es nicht viel Auswahl für Science Fiction Fans gibt.

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Dann hab ich tatsächlich wieder meinem früheren Faible für Quake Arena nachgegeben und mir dessen aktuelle Iteration Quake Champions besorgt. Das ist wirklich super programmiert, wie man es von eine id-Engine erwartet: schnell, extrem performant und absolut auf die Kerneigenschaften eines First Person Shooters ausgerichtet.

Das ganze Ding ist also eine sehr runde Sache, das wenig kann, das dafür aber richtig gut. Drumherum sind so typische Free2Play Sachen: Allerdings wirken sich nur die zusätzlichen Spielfiguren auf das Spielerlebnis aus und die kann man einfach zum Preis eines Midpreis-Titels kaufen und gut ist. Der Rest ist Kosmetik und entsprechend uninteressant.

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Ich spiele es gern, weil es sich wirklich eins zu eins wie das alte Quake Arena anfühlt und super kurzweilig ist. Mehr lässt sich dazu aber auch nicht sagen.

Was noch? Über Titanfall 2 hab ich schon geschrieben. Da fehlen mir leider immer noch ein paar Mitspieler, um den hochgelobten Mehrspielermodus auszuprobieren.

Und dann hab ich wieder ein paar Spiele gekauft (natürlich eher in Sales), die ich so eigentlich nicht gespielt hätte. Einmal wäre da Steep. Da geht es um Skifahren und man tut genau das: Oben losfahren und unten ankommen. Sehr kurzweilig, fast wie eine Minispielsammlung, aber es ist erstens wunderbar eingängig und zweitens hat es eine echt schöne Grafik. Und ich mag ja Grafik.

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Steep ist sicherlich kein Komplexitätswunder, aber um mal ein bisschen zu entspannen lohnt es sich doch. Es hat ein paar sehr nette Mechaniken für Coop-Spieler, die sich gegenseitig sehen und Rekorde überbieten können. Auf Dauer ist das natürlich eher nix.

In eine ähnliche Bresche schlägt The Crew 2, wie ich dann schnell feststellte von denselben Programmierern wie Steep, das sich offenbar nicht wirklich gut verkauft hat, denn schon nach 6 Monaten gabs das für 66% reduziert nachgeschmissen. Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es hier keinerlei Story, so dass ich nicht glaube, dass ich wirklich lange und intensiv spielen werde, aber es ist doch um einiges anspruchsvoller und größer als Steep.

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Es macht Spaß, zig gut designte unterschiedliche Rennsportarten vit Autos von Straßenrennen über Cross Country bis hin zu Demolition Derbys und eine ordentliche Auswahl an Boots- und Flugzeugrennen zu spielen, dabei seinen Fuhrpark zu vergrößern und die riesige Spielwelt zu erkunden.

Zu guter Letzt hab ich kurz vor Ende des Jahres Sniper Elite 4 im Steamsale gekauft. Der dritte Teil war schon sehr gut, aber Teil 4 ist wirklich extrem hübsch. Was die Engine an technischen Defiziten hat macht das grandiose Leveldesign wett, denn da hat das SPiel seine massiven Stärken.

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Derart liebevoll gestalteten großen Spielflächen mit so vielen schlauen Ideen, um mir immer wieder neue Vorgehensweisen anzubieten hat man nur selten. Eine echte Empfehlung für Einzelspieler, die gleichermaßen Egoshooter spielen und aber auch in Ruhe die besten Strategien austüfteln.

Außerdem findet man mit Süditalien mal ein ganz unverbrauchtes Szenario.

Das dürften so die Highlights gewesen sein. Mobil spiele ich vor allem immer noch gerne klassische Hochkant-Shooter wie Hawk, Air Attack 2 und Space Justice. Da muss man nicht viel lernen und der Smartphone-Screen hat das ideale Format dafür.

 

Lost Horizon 2

LOST HORIZON 2 ist, wie der Name schon sagt, das Sequel zu dem 2010 erschienen Point’n’Click-Adventure LOST HORIZON. LH2 ist 2015 erschienen und wie die GEHEIMAKTE-Reihe vom deutschen Studio Animation Arts, das es scheinbar nicht mehr so wirklich zu geben scheint. Der letzte Eintrag auf ihrer offiziellen Webseite ist vom September 2017. Aber so genau habe ich das nun nicht recherchiert. Zuletzt geht es da nur um die mobilen Umsetzungen ihrer alten Adventure. Das letzte Spiel erschien 2016 mit dem Titel “Preston Sterling und die Legende von Excalibur” erschienen zu sein.

Das erste LH war zwischen GEHEIMAKTE 2 und 3 erschienen. Jenes Spiel spielte in den 30er Jahren und hatte schon eine sehr starke Anlehnung an Indian Jones und Co. Trotzdem war es wirklich sehr unterhaltsam gewesen und hatte moderate Rätsel gehabt. Wir hatten es Damals ganz gern gespielt. Teil 2 hatte hier nun schon eine Weile herum gelegen. Das Spiel kam in einer Metall-Box daher, deren Format seltsamerweise nicht der einer DVD, sondern der eine Blueray ist. Damit ist die Box dann im Regal zwischen den anderen Spielen im DVD-Format ein wenig kleiner. Das Cover-Art ist leider selten hässlich. Schon LH selbst und aber auch die GEHEIMAKTE-Spiele hatten ja schon ein wenig seltsame Cover-Arts. Das mit den Gesichtern haben sie nie so wirklich hinbekommen. Aber immerhin sahen jene Cober so ein bisschen nach Adventure aus. LH2 dann aber um so gar nicht. Also so völlig nichtssagend und wie die Gesichter so gezeichnet sind, kommen sie völlig unsympathisch rüber. Das Booklet zeigt Vater und Tochter in einer “rausgezoomten” Version des Covers, aber das macht es nicht besser, sondern eher schlimmer, weil Beide a la Leathal Weapons Knarren in der Hand halten.

Vater und Tochter? Doch, doch die männliche Hauptfigur ist wieder die Selbe wie in Teil 1 und jene steuern wir hauptsächlich in dem Spiel. Aber wir dürfen auch mal seine Tochter und eine weitere weibliche Figur in einigen Abschnitten/Kapiteln steuern. Das schafft schon ein wenig Abwechslung. Die Geschichte spielt also nicht mehr in den Dreißigern des letzten Jahrhunderts, sondern nun ein den 50zigern. Und ja, die Beiden aus Teil 1 haben nun eine Tochter und die Mutter gibt es nun gleich nicht mehr. Dafür taucht ein attraktive Blondine gleich nach dem Teaser auf. Naja… Der Teaser spielt dann allerdings wieder im zweiten Weltkrieg und hat natürlich böse Nazis. Der Teaser ist auch spielbar und hat erst einmal nichts mit unseren Protagonisten zu tun. Danach sind wir mit der eigentlichen Hauptfigur in Afrika der 50ziger und auch das Kapitel hat dann nicht all zu viel mit der Geschichte selbst zu tun. Teaser 2, so zu sagen. Erst dann geht es wieder in Indy-Jones-Manier los. Im Laufe des Spiels finden wir auch in einem Gebüsch in Schottland eine Schlapphut und eine lange Peitsche. Ha, ha, wie lustig!

Die Geschichte ist verworren und uninspiriert. Die einzelnen Kapitel sind mehr mit dem heißen Faden als mit einem richtigen roten Faden verbunden. Man bekommt den Eindruck das erst einmal die einzelnen Szenarien existiert haben und dann erst die Verbindungen zu der “Geschichte” zusammengestückelt wurden. Natürlich hat man wieder die selbe Grafikengine wie bei GEHEIMAKTE benutzt. So findet man wieder alle Funktionalitäten, wie z.B. die Hot-Spots-Anzeige, hier wieder und die Steuerung ist hier auch gleich geblieben. So fühlt man sich als ehemaliger GEHEIMAKTE-Spieler sofort zurecht. Diesmal ist sogar gleich eine Komplettlösung mit eingebaut worden. Auf jene kann man jeder Zeit mitten im Spiel zurückgreifen. Jene haben wir an einigen Stellen schon gebraucht, denn das Rätseldesign ist hier ein wenig merkwürdig geraten. Einige Rätsel sind ganz okay, aber zwischendurch gab es immer mal wieder Situationen, in denen wir nicht die geringste Ahnung hatten, wie es nun weiter gehen soll. Nach einen Blick in die Komplettlösung konnten wir noch nicht einmal nachvollziehen, wie man auf die Lösung eigentlich hätte kommen sollen! Das ist uns sogar ganze drei Mal in dem Spiel passiert. Das ist kein gutes Rätzeldesign. Rätsel dürfen schwer sein, aber nicht völlig unlogisch oder nicht nachvollziehbar! Z.B. sind einige Stellen im MONKEY ISLAND 1 und 2 schon bockschwer gewesen, aber man rumtüfteln war man dann schon zu einer Lösung gekommen oder konnte nach einen Blick in eine Komplettlösung die Zusammenhänge schon nachvollziehen. An einer Stelle in LH2 kamen wir dann trotz eingebauter KL trotzdem nicht weiter. Es lag alles klar vor uns, aber wir konnten gewisse Objekte nicht anklicken. So was geht gar nicht. Nur mit wilden rumprobieren ohne Sinn und Verstand, ließ sich dann plötzlich ein Objekt auf dem Bildschirm endlich auswählen. Das war dann schon schlimmer als SYBERIA 3!

Multi-Choice-Gespräche fanden hier in dem Spiel fast nie statt. Wenn dann nur kurze oder eher wie Zwischensequenzersatz. Hauptsächlich war man am Herumprobieren und hörte den Gedanken der Protagonisten zu. Die Charaktere selbst sind wie immer bei der Geheimakte-Engine recht hölzern wie Marionetten. Aber dafür gab es wieder wunderschöne Hintergründe. Das haben sie da zu mindestens wieder gut hin bekommen. Allerdings erscheinen dann einige Sequenzen trotzdem recht unfertig. Den Screenshot den man hier oben im Artikel sieht, ist der fast komplette Ausschnitt eines Kapitels, in dem man Gwen, die Tochter steuert. Das Kapitel hat sage und schreibe zwei Screens! Die Ansicht die man da oben sieht und man kann in den Pub gehen. Sonst läuft man in genau der Ansicht, wie oben zu sehen, nur immer hin und her zwischen vier Gesprächspartner. Hier finden die im Spiel wenig vorhandenen Multi-Choice-Gespräche ab. Jene laufen aber völlig linear ab. Man kann nichts falsch machen und klappert eben nur den Antworten ab. Eine “interaktive” Zwischensequence in Wide-Screen-Ansicht!

Das Ende kommt dann auch sehr plötzlich und gerade das letzte Kapitel ist leider zu extrem Indy 3! Wenn das ja nur ein Film gewesen wäre, dann könnte man es als Hommage sehen, aber das INDY 3 auch ein äußerst populäres Grafikadventure ist, finde ich das eher peinlich. Nein, besonders dolle ist das nicht. Konnten wir noch LH als Spiel empfehlen, so würde ich von LH2 die Finger lassen. Wir hatten so ca. 8 Stunden an dem Spiel geknobelt, aber bestimmt sind 2 Stunden für sinnlose Aktionen drauf gegangen. Also, muss man nicht gespielt haben.

Mario Vs. Donkey Kong

Gerade im beginnenden Winter, in den Raunächten, habe ich meist erst wieder die Ruhe und Muße mich Puzzle-Games zu widmen. Das Jahr über Rätzel ich doch lieber in Grafikaventure. Im Winter werden aber doch eher die Wimmelbildspiele mit Rätzeleinlagen oder Andere rausgeholt. Dies Jahr wurde es MARIO VS. DONKEY KONG: MINIS ON THE MOVE für den 3DS aus dem Jahr 2013. Das Spiel, das es hier zu Lande scheinbar wirklich nur als Download gibt, habe ich schon vor einiger Zeit als Angebot im eShop gekauft, aber bisher noch als “verpacktes” Icon auf dem 3DS-Desktop gelassen. Jetzt zu Weihnachten war es dann an der Zeit das Paket auszupacken.

Es gibt ja so einige Spiele-Serie auf dem Nintendo-Geräten seit dem NES. Zelda und Super Mario sind da wohl die bekanntesten. Gerade im Zusammenhang mit dem Maskottchen von Nintendo gibt es so einige Serien. Z.B. eben Mario Kart oder die Sportspiele um Tennis und Golf. Jene haben meist einen oder mehrere Vertreter auf diversen Nintendo-Geräten bekommen. Manches Spiel ist dann doch leider nicht zu Serie geworden. So hätte ich gerne eine “Fortsetzung” von MARIO PINBALL LAND (aka SUPER MARIO BALL) auf dem DS oder 3DS gesehen. Zu mindestens gab es das Spiel dann als Wiederveröffentlichung auf der Wii U zur Virtual Console. Das erste MARIO VS. DONKEY KONG erschien 2004 auf dem GBA (später dann auch im eShop für die Wii U und angeblich in einigen Ländern auch für den 3DS). Hier natürlich noch mit reiner D-Pad-Steuerung, wo alle Nachfolger für die DSes mit Hilfe des Stylus gespielt wurden. Aber genau genommen startete die Serie gar nicht auf dem GBA, sondern schon 1994 auf dem Game Boy!

Das Modul DONKEY KONG beinhaltete nämlich eben nicht nur die Umsetzung des Arcade-Klassikers! Selbst ich hatte des recht spät, also erst vor ein paar Jahren entdeckt! Natürlich hatte man das Spiel in seiner GB-Sammlung, aber schon Mitte der 90ziger war DONKEY KONG nicht mehr gar so spannend gewesen, wie in den 80zigern in der Spielhalle. Der erste Auftritt von Mario, hier in DK noch Namenlos nur als “Jumpman” bezeichnet, wurde für den GB wirklich gut umgesetzt. Die Level wurden ein wenig “vereinfacht” um noch auf den kleinen DOT-Matrix-Bildschirm übersichtlich zu bleiben, aber wirklich gut spielbar. Wenn man die klassischen DK-Level hinter sich gebracht hat, kommen aber neue Level und jene sind der Grundstein zu der MvDK-Serie! Ja, und ich hatte Damals tatsächlich nicht so weit gespielt und tatsächlich auch Damals nichts darüber in irgendeinem Magazine gelesen! So habe ich die Level durch ein Video über die Serie erst vor ein paar Jahren entdeckt und gespielt. Im Prinzip haben wir hier schon genau die Spielmechanik vom GBA-Spiel MvDK. Eine Mischung aus Plattformer und Puzzler. Ein bisschen wie LEMMINGS ohne Maussteuerung. Man steuert hier so wohl bei DK für den GB und MvDK für den GBA Mario via D-Pad durch die Level. Immer auf den jagt nach Donkey Kong der mal wieder Pauline (die auch die zu Rettende im originalen DK-Spiel war. Also nicht Peach und auch nicht Daisy) entführt hat. Also das klassische King-Kong-Thema. Im GB-Spiel folgt man so den Beiden durch die Level. Nur mit laufen und springen ist es hier aber nicht getan. Die Level sind zwar klein, aber man muss bestimmte Kombinationen absolvieren um an einen Schlüssel für die Tür am Ende des Levels zu kommen. Zu dem gibt es als Bonus natürlich ein paar Münzen und Gegenstände im Level einzusammeln, die einen natürlich Punkte bringen. Jedes Level hat ein Zeitlimit. Jene sind aber wie bei Super Mario recht moderat. In Stress kommt man hier so schnell nicht, wegen des Zeitlimits. Eher machen einen irgendwelche Gesellen wie Schildkröten wie üblich bei Mario-Spielen das Leben schwer. Zwischendurch gibt es immer wieder ein paar Zwischen-Endlevel, in denen man quasi gegen Donkey Kong antreten muss.

Das alles ist schon auf dem Game Boy recht spassig und beschäftigt einen eine Weile. In der “Fortsetzung” auf dem GBA wurde das Prinzip übernommen und verfeinert. So hat hier Donkey Kong ein Sack voll aufziehbarer Mario-Spielfiguren gestohlen, die Mario zurückholen will. Pro Level gilt es einen dieser Mini-Marios einzusammeln. Das macht hier noch mehr Spaß als auf dem Game Boy. Es kommen immer neue Funktionen für die Level hinzu, die einen aber netterweise von der Funktionsweise vor dem Level erklärt werden, so das man nicht gleich tausend Tode stirbt, bevor man verstanden hat, was es mit bestimmten Schaltern oder Laufbändern auf sich hat. Allerdings hatte ich das GBA-Spiel auch erst kennengelernt, nachdem ich mir im eShop für meine DSi Damals das Downloadspiel MARIO VS. DONKEY KONG: MINIS MARCH AGAIN! das 2009 erschienen war, gekauft hatte. Davor hatte es für den DS schon als Modul MARIO VS: DONKEY KONG 2: MARCH OF THE MINIS 2006 gegeben. jenes hatte ich mir dementsprechend auch erst 2010 zugelegt.

Die DS- bzw. DSi-Nachfolger spielen sich etwas anders als ihre Vorgänger. So nutzt man das D-Pad zwar noch, aber eben auch nur um größere Levels die Ansicht zu steuern. Also um manuell zu scrollen. Hier wird auch nicht mehr Mario selbst gesteuert, sondern die Mini-Marios. Jene werden allerdings nur indirekt gesteuert. Man kann sie manuell los marschieren lassen, aber sie laufen dann so lange bis sie auf ein Hindernis treffen in die gestartete Richtung und wechseln jene dann, wegen des Hindernisses. Oder sie fallen einfach in ein Abgrund oder Ähnlichem. Die Aufgabe als Spieler ist es den Minis den Weg durch das Level zum Ausgang zu ebnen. Dabei sollte man sich einmal den schnellsten Weg suchen um viele Punkte zu bekommen und wenn man dann auf den schnellsten Weg auch noch alle Münzen und Boni einsammelt, dann bekommt man ein noch höhere Punktzahl und einen Pokal für das Level. Das erinnert alles natürlich an LEMMINGS. Bloß das man dort eben einige Lemminge bestimmt Fähigkeiten zuordnen musste um so einen Großteil der Horde durch Level zu bekommen und eben bei den DS-Spielen von MvD eben die Minis durchs Level helfen muss und mit den Stylus dabei Ebenen mit Rampen verbindet oder Laufbänder legt und die Orientierung wechselt usw. Das wird mit jeden Level natürlich immer herausfordernder und natürlich entwickelt man den Ehrgeiz eben nicht nur einfach schnell durch das Level zu kommen, sondern versucht auszutüfteln wie man schnell durchkommt und trotzdem alle Boni mitnehmen kann, um den Pokal zu bekommen. Ein wirklich spannendes Konzept und damit eben so anders als die Vorgänger auf GBA und den GB Classic.

Nachdem DSi-Download-Spiel erschien 2010 noch ein weiterer Teil als Modul unter dem Titel MARIO VS. DONKEY KONG: MINI-LAND MAYHEM!, das ich auch weiter an dem oben beschriebenen Spielprinzip hielt, aber einen Sack voll neuer Level und Überraschungen bot. 2013 erschien dann für den 3DS eingangs erwähntes MINIS ON THE MOVE. Hier wurde das Konzept ein wenig verändert. Im Oberen Bildschirm bekommt man erstens eine 3D-Ansicht des Spielgeschehens präsentiert, aber auf dem Touchscreen spielt wieder die Musik. Man steuert die Minis wieder indirekt, bekommt aber unten eine Art Lageplan zu sehen, auf denen man Bausteine arrangieren oder setzen muss, damit man die Minis durch Level bekommt. Hier gibt es verschiedene Modi, die die Vorgehensweise variieren. Auch hier wird wieder eine Menge Spaß geboten und alles fühlt sich auch wieder neu an, dank frischer Ideen, so dass die Serie auch noch immer nicht langweilig geworden ist! 2015 erschien zudem, hier zu Lande auch nur als Download, MvD: TIPPING STARS, das ich (noch) nicht besitze und eben dazu noch nicht viel sagen kann. MINIS ON THE MOVE und MINIS MARCH AGAIN bekommt man zusammen quasi in einer 3DS-Hülle seit 2015. Im Laden habe ich jene allerdings nie gesehen. Und es ist wirklich nur eine Hülle! Jene enthält kein Modul, sondern nur zwei Download-Codes!! Das Ganze wurde von Nintendo of Europe heraus gebracht. Merkwürdige Idee, aber vielleicht für Hardcoreware – Sammler interessant.

Und nun genug geschrieben. Auf zum nächsten Level!

Spät

Wenn es spät wird und alle schlafen, ist die Zeit um Elite Dangerous zu spielen. Durchs All zu fliegen, durch Asteroidengürtel. Auf Planeten mit dem Buggy umherzurasen auch mal nur um einen Sonneaufgang einer Triplesonne zu bewundern.
Leider verpasste ich den Start der Distant Worlds 2 Expedition. In der Kneipe, aber das wäre sowieso passiert, wenn ich da so lese. Schön, dass viele Spieler mittlerweile doch sehr entspannt sind.


Yesterday

YESTERDAY (oder auch als deutscher Titel DER FALL JOHN YESTERDAY) ist ein spanisches Point’n’Click-Grafikadventure aus dem Jahr 2012. Die Pendulo Studios sind besonders bekannt für die Grafikadventure-Serie RUNAWAY, die immerhin auf drei relativ erfolgreiche Folgen gekommen ist. Ich persönlich habe nur den ersten Teil seiner Zeit durchgespielt und hatte irgendwann mal den zweiten Teil auf dem NDS angefangen zu spielen. Unterdessen habe ich zwar eine Trilogie-Box der Spiele für den PC, habe aber eben die letzten beiden Teil noch nicht komplett gespielt. RUNAWAY selbst hatte mir Damals ganz gut gefallen, hatte mich aber auch nicht völlig vom Hocker gehauen. Zu YESTERDAY hat es unterdessen auch schon eine Fortsetzung 2016 unter dem Titel YESTERDAY: ORIGINS gegeben. Wir haben hier von Yesterday eine sogennante limitierte Auflage. Es ist ein Papp-Klappcover-Schachtel, leider nicht im Euro-Format, sondern in der Größe einer handelüblichen Amary-DVD-Box. So steckt auch hier so eine DVD-Hülle mit einer Doppel-CD in der Box. Auf der DVD-ROM ist das Spiel und auf der zweiten CD der Soundtrack (der übrigens nur wenige bemerkenswerte Tracks enthält, denn auch einige nervige Death-Metall-Tracks). Zudem bekommt man hier noch ein Falt-Poster mit dem Covermotiv. Immerhin. Aber nun zum Spiel.

Ich kann mich nicht mehr so genau an RUNAWAY erinnern, dass muss ich so um 2004 oder 2005 gewesen sein. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es immerhin ein gradliniges Storytelling hatte, aber auch recht knackige Rätzel. YESTERDAY hat alles andere als eine gradlinige Story. Zudem ist es sehr düster und brutal. Ich bin eigentlich erstaunt, dass das Spiel hier zu Lande eine Freigabe ab 16 bekommen hat. Die Fortsetzung ist dann aber glaube ich ab 18. Ich würde YESTERDAY auch eher als ab 18 einstufen. Es gibt schon einige sehr heftige Szenen mit Folter und so. Man spielt hier John Yesterday, der sein Gedächtnis verloren hat (sich also so mit ideal als Identifikationsfigur eines Adventures eignet) und dem von einem scheinbaren Freund und eben seiner eigenen Mutter geholfen wird seine Erinnerungen wieder zu finde. So weit so gut. Klingt erst einmal spannend. Merkwürdigerweise treibt man sich erst einmal gleich in Paris und dann auch noch in Schottland rum, was doch sehr an BROKEN SWORD erinnert. Zu sehr! Außerdem wird mit dem ersten Kapitel des Spiels, in dem man nicht John spielt bzw. aus seiner Sicht, sondern die seines “Freundes” Henry, zu sehr mit der Nase darauf gestoßen, dass Henry gar nicht so ein guter Kerl ist. Das ist leider eine recht dumme Entscheidung der Autoren. Es ist ein völlig vertane Chance, das Spiel spannender zu machen. Als Spieler weiß man also doch mehr als die Figur des John Yesterday, den man im zweiten Kapitel übernimmt.

Im Grunde ist der Anfang des Spiels recht verwirrend, aber es ist eben gleichzeitig auch ein Übungslevel um sich mit den Eigenheiten der Steuerung und des Spiels vertraut zu machen. Dabei hat mir gefallen, dass das Spiel an neuralgischen Stellen automatisch speichert und wenn man aussteigt, man automatisch wieder an der Stelle weiterspielen kann, wo man zuletzt war. Echte Speicherpunkte hätten mir besser gefallen, aber hier funktioniert das ganz gut. Man steuert also zunächst Henry in typischer Point’n’Click-Manier und kann wie üblich Gegenstände anklicken, damit in sein Inventar packen und darin auch mit anderen Objekten kombinieren. Klickt man eine Person für ein Gespräch an, bekommt man leicht animierte Portraits der Figuren zu sehen und dazu ein Fragen- bzw. Gesprächskatalog. Das ist ja heute alles so üblich. Auch gibt es die Möglichkeit sich alle Hotspots auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen, so das man kaum was übersehen kann. Eine Hilfe- oder eher Tipp-Funktion gibt es auch, wenn man mal gar nicht weiter weiß. So kann man das Spiel eigentlich ohne eine Komplettlösung durchspielen ohne ein Adventure-Profi zu sein. (Wobei wir an einer Stelle doch eine KL brauchten, weil uns Hotspots und Tipps einfach nicht weitergeholfen hatten… im Endeffekt war die Lösung ganz leicht und wir hatten einfach zu sehr um die Ecke gedacht).

Wenn man Anfangs Henry spielt, scheint er mehr so der Goodguy zu sein. Bis zum Ende des Kapitels behält man diesen Eindruck auch, aber die Autoren mussten ja unbedingt eins drauf setzen und zeigen schon hier dann den Charakter von Henry leider zu deutlich. Ich hätte mir gewünscht hier noch ein wenig im Unklaren gehalten worden zu sein und selbst mit der Zeit drauf kommen zu dürfen, dass Henry nicht so ganz knusper ist. Dann übernimmt man also John und macht sich so gleich in Paris auf die Suche nach sich selbst. Die Zeichnungen entsprechen den Zeichenstil von der Runaway-Serie und erinnern teilweise auch an den Zeichenstil von STAR WARS – THE CLONE WARS. Alles ein wenig kantig und großäugig. Das ist aber okay. Die Hintergründe sind schön und aufwendig gezeichnet. Die Steuerung geht auch leicht von der (Maus-)Hand. Hier hat mir gefallen, dass wenn man mal in einem großen Szenario von einer Seite zu Anderen mit der Figur muss, die Figur an der einen Stelle zwar los geht, aber kurz verschwindet und dann kurz vor seinem Ziel wieder auftaucht. Das erspart einen als Spieler den Figuren lange beim durchqueren des Bildschirms zuzusehen. Was besonders bei Aufgaben nervt, wenn man oft hin und her muss. Die meisten Spiele lösen dies Problem meist damit, dass man neben dem “Gehen” der Protagonisten jene auch “laufen” und “rennen” lassen kann. Die Lösung in diesem Spiel gefällt mir allerdings besser und trägt zum Spielfluss bei.

Die Rätzel sind nicht zu leicht, aber eben auch keine wirklichen Kopfnüsse. Man darf sich hier nicht dazu verleiten lassen zu kompliziert zu denken. Die meisten Rätzel sind recht straight. Die Geschichte entspinnt sich so langsam, allerdings durch die häufigen Flashbacks, die hier nicht nur als Zwischensequenzen daher kommen, sondern als spielbare Abschnitte/Kapitel, waren wir eher oft verwirrt, als das es das Spiel spannender gemacht hätte. Eine Flashbacks sind so auch nicht gleich als solche zu erkennen und man denkt immer nur: “Häh? was ist denn nun wieder los?” Das ist neben der teileweise unnötigen Gewalt, die das Spiel nun auch nicht besser macht, das Hauptproblem, man kann als Spieler teilweise der Handlung kaum folgen. Das zieht einen eben nicht ins Spiel rein, sondern schupst einer eher wieder raus! Zum Schluss wird das Spiel auch etwas hektisch. Es folgen kurz vor dem Finale ein paar schnelle Zwischensequenzen, die so schnell durchgezogen wurden, dass keine Atmosphäre oder emotionaler Höhepunkt damit erreicht werden konnte. Die Fakten der Geschichte werden einen so schnell und unspektakulär um die Ohren gehauen, als hätten es die Macher plötzlich sehr eilig gehabt mit dem ganzen fertig zu werden. Danach wird die Geschwindigkeit wieder mit einen Fragen-Katalog rausgenommen, in den viele offene Fragen erklärt (aber nicht geklärt) werden. Auch einige Fragen, die man sich vorher gar nicht gestellt hatte! Dann bekommt man eine Wahl zwischen drei Hauptfiguren, wer nun als nächstes was unternehmen soll und je nachdem wie man sich entscheidet, gibt ein anderes Ende. Wir haben uns dann alle drei Enden angeschaut und sie sind schon unterschiedlich. Und man hat jedes Mal eine andere Musik im Abspann des Spiels und eine andere letzte Szene nach dem Nachspann a la Marvel-Superhelden-Film.

Gelesen haben wir auch, dass es noch ein viertes Ende geben soll. Um jenes zu einzuleiten muss man wohl in Schottland ein paar Batterien finden. Da wir diese nicht gefunden haben, haben wir das vierte Ende nicht gesehen. Die Spielzeit betrug bei uns ca. 7 Stunden, was für ein Adventure der 2000er eine durchaus normale Länge ist. Gefühlt gab es hier kein sinnloses und somit Spielzeit verlängerndes Herumgerenne, so dass die 7 Stunden schon echte Spielzeit waren. Richtig mitgerissen hat uns das Spiel nicht. So sind wir auch nicht so neugierig auf die Fortsetzung. Nochmals spielen würde ich das Spiel nicht, aber es ist nicht so, dass wir das Spiel an irgendeinen Punkt abgebrochen hätten wie BROKEN SWORD 4. Kann man also spielen, aber man versäumt auch nichts, wenn man es nicht gespielt hat.