Trüberbrook (2019)

Gerade erst am 12. März in 2019 erschienen (Windows – Die Konsolen werden am 17. April beliefert) und schon vor ein paar Tagen zum besten deutschen Spiel des Jahres gewählt worden! Das dies Spiel teilweise auch via Crowdfounding und Patreon finanziert wurde und dann aufwendig und eher ungewöhnlich produziert wurde, kann man auch an vielen anderen Stellen im Netz lesen. Das dies Spiel nun die Presse und “Fans” (des Point’n’Click-Adventure-Genres) enttäuscht haben soll auch. Deutschland wird immer als Hochburg der Grafikadventure hochstilisiert, was vielleicht stimmen mag. Beklagt wird aber dann im gleichen Atemzug, dass hier ja nun keine Welthits am fließenden Band hier zu Lande produziert werden. Große Hits kämen wohl immer auch anderen Ländern. Gleichzeitig wird aber von der Politik und der Wirtschaft Computerspielen eben nicht der Stellenwert zugestanden, dass sie eigentlich haben sollten. Um eben einen Hintergrund für Welthits erst einmal zu schaffen! Das sieht man an solchen peinlichen Aktionen wie eben die Veranstaltung des Deutschen Computerspielpreisen! Wenn man das hier dann liest, kann man sich nur fremdschämen..

Aber nun zum eigentlichen Spiel. Ich hatte das Spiel quasi am Erscheinungstag bei GOG gekauft, aber wir “mussten” ja nun erst einmal GRAY MATTER zu ende spielen. Der Haupteindruck ist erst einmal: Ein sehr schönes (Design) Spiel, aber auch ein recht kurzes. Wir sind nun nicht die Rätselprofis schlecht hin und waren nach 8 Stunden durch gewesen. Das ist ein bisschen schade. Die Geschichte hätte so viel mehr Potenzial geboten. Nicht nur on Location in Trüberbrook selbst, sondern vielleicht hätte man noch ein paar Abstecher in die Vergangenheit der drei Protagonisten machen können. So sind deren Charaktere leider ein wenig blass gewesen. Mit Hans Tannhauser freundet man sich schnell als Identifikationsfigur an. Begegnen tut man zuerst aber Gretchen, die man wegen ihrer kottrigen (Berliner) Art (passend gesprochen von Nora Tirschner) eigentlich sofort mögen muss. Ihre “Selbstgespräche” (die wichtige Eigenheit bei Grafikadventure) sind da zu nächst mitreißender und sympathischer als die von Dominik Wirth als Hans. Was vielleicht zu der in unseren Augen unberechtigten Kritik von Manchen geführt hat, die der Meinung sind, dass die Texte lustlos und uninspiriert eingesprochen wurden. Die etwas schleppende Art der “Sprache” von Hans Tannhauser ist aber wirklich passend zu dem Charakter des verhuschten Quantenphysikers. Ich kann da keine “Arbeitsverweigerung” von Dominik Wirth hören. Die anderen Stimmen sind auch alle passend und treffend eingesetzt worden. Es ist ein deutsches Adventure das in Deutschland 1967 spielt. Dann muss es auch so klingen! Und eben nicht nach einen amerikanischen Adventure!

Da sind wir also auch schon bei der Stimmung des Spiels. Ja, es erinnert schon an alte LucasArts-Games. Und ja ein wenig TWIN PEAKS und X-FILES hat man hier auch. So ein bisschen ZACK McKRACKEN un MONKEY ISLAND hat man hier schon, aber man sollte Spiel dieser Art nicht immer gleich mit den Giganten des Genres direkt vergleichen. Hier wird mit vielen deutschen Klischees und die der Zeit der 60ziger Jahre gespielt. Es gibt auch viele nerdige Gags, das wirkt alles stimmig und macht Spaß. Die Grafik ist eine Wucht. Die Hintergründe wurden nicht rein gezeichnet, sondern als Miniaturen gebaut und dann “eingescannt”. Die Figuren sind auch gut animiert. Gerade die Hauptfiguren bewegen sich mal eben nicht wie Marionetten, was häufig bei modernen Grafikadventure der Fall ist. Allerdings haben gerade die Nebencharaktere nicht viele Animationen. Sie haben meist nur eine Pose und ein wirklich winzigen Loop von Animationen. Das ist dann für so eine Produktion schon ein wenig arm. Bei kostenlosen Fangames kann man über so etwas nicht meckern, bei einem Fullprice-Spiel schon. Musik und Soundeffekte sind stimmig und passen sich perfekt in dem Szenario ein.

Die Rätsel sind nicht sehr anspruchsvoll, dass muss ich zugeben. Aber sie sind nun nicht so leicht, dass man sich langweilen würde. Klar richtet sich das Spiel da mehr an den Casual Gamer. Es gibt auch keine Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad einzustellen. Oder ich habe das übersehen. So wie ich am Anfang lange gesucht haben, wo ich die Sprache einstellen kann! Das war schon ein wenig merkwürdig. Das Spiel (zu mindestens in der Version von GOG) startet automatisch in der englischen Sprachfassung mit englischen Untertiteln. Finden kann man die Spracheinstellung in den Optionen nicht unter Audio oder Sprachen, sonder unter den Menüpunkt “Gameplay” in den ich zunächst gar nicht geguckt habe, weil ich da die Einstellung nicht im geringsten vermutet habe. Gesteuert wird zum Glück klassisch mit der Maus. Über die Taste “I” kann man das Inventar aufrufen (aber auch nur wenn man mit dem Mauszeiger nicht gerade auf einen anklickbaren Objekt schwebt), aber man kann sich die Objekte nicht mit einen Klick anschauen oder das einen die Bezeichnungen angezeigt werden. Kombinationen von Gegenständen finden nicht im Inventar statt, sondern in dem “Mauszeigermenü” das a la FULL TROTTLE (wo zu mindestens mir diese Art der Steuerung/Auswahl das erste mal aufgefallen ist. Ich weiß nicht ob es wirklich das erste Spiel dieser Art war) gestaltet ist. Das macht Kombinationsrätsel natürlich sehr leicht, weil hier eben nur die Objekte angezeigt werden, die man genau an diesen Ort oder besser Hotspot kombinieren kann. Nur die Reihenfolge der Objekte muss man an zwei Stellen unbedingt in die Richtige bringen. Sonst ist es egal oder wird vom Spiel automatisch kombiniert. So richtig unlogische Rätsel gibt es nicht. Manche sind einfach zu leicht, dass man als geübter Spieler vielleicht für einige Lösungen viel zu kompliziert denkt. So ging es uns ein paar mal.

Über die Space-Taste kann man sich die Hotspots auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Das ist bei den meisten Szenarien nicht unbedingt nötig. Meist ist alles recht übersichtlich. Nur an ein paar Stellen gibt es wirklich nur Pixel große Objekte, die man ohne die Hilfe übersehen könnte. Außer noch die Escape-Taste zum zurückkehren in das Options-Menü wird die Tastatur nicht weiter gebraucht. Die Gamepadsteuerung, die es ja für Switch, Xbox one und PS4 geben muss, ist in der PC-Version nicht implementiert. Die Locations sind übersichtlich und sind nicht mehr als ein paar Bildschirme “groß”, so dass es hier gefühlt nicht zu vielen herumgerenne kommt. Über viel rumprobieren kommt man auf jeden Fall gut durch das Spiel. Ein Komplettlösung haben wir nur einmal gebraucht, weil wir wirklich viel zu kompliziert gedacht hatten und eben nur hängen geblieben sind, weil wir das ganz Offensichtliche übersehen hatten. Die Geschichte, ist wie erwähnt schon ganz nett, aber nun nicht super spannend. Um die Ecke denken muss man hier (leider) so gut wie gar nicht. Ein bisschen mehr hätte ich mir schon gewünscht. Gespräche finden klassisch über Multi-Choice statt, aber sind leider nie besonders lang und führen nicht zu sehr vielen Hintergrundinfos, wofür diese oft benutzt werden. Gerade der dritte Protagonist Lazerus kommt desegen hier extrem zu kurz. Mit der Figur hätte man ruhig ein wenig mehr machen können. Schade. Vielleicht, wenn das Spiel eben doch ein wenig erfolgreich wird (die Verkäufe für Konsolen werden das bestimmt erst wirklich zeigen), bekommt man ja ein Fortsetzung oder ein Prequel? Die Story gibt das her. Aber keine Angst! Es gibt hier keinen Cliffhanger. Mehrere Speicherpunkte kann man hier leider nicht anlegen (was nachträgliche eigene Screenshots ein wenig schwierig macht). Gespeichert wird automatisch jedes Mal wenn man einen “Bildschirm”/Szene verlässt.

Im Grunde ein schönes Spiel und auch ein recht Charmantes dazu, dass uns schon Spaß gemacht hat, aber eben leider ein wenig kurz war und eben auch nicht sehr herausfordernd ist. Empfehlen kann ich es schon. Man bekam es (für den PC) von Anfang an für unter 30 Euro. Die Switch und PS4-Version habe ich (als physischer Datenträger) für 36 Euro gesehen. Die PC-Version bekommt man hier und da als DVD-ROM auch für 30. Ich finde das wird den Spielumfang von 8 Stunden schon gerecht.

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Gray Matter (2010)

Jane Jensen ist eine meiner Heldinnen in Angelegenheiten Grafik-Adventure. Begonnen und bekannt wurde sie im legendären Studio Sierra Online unter Roberta Williams. 1991 findet sie dort die ersten Male Erwähnungen für Writing und Design bei POLICE QUEST 3 und ECOQUEST. Ihr erstes eigenes Spiel war dann GABRIEL KNIGHT: SINS OF THE FATHERS von 1993. Eines der berühmtesten und beliebtesten Point’n’Click-Adventure überhaupt. 1999 war dann mit GABRIEL KNIGHT 3 erst einmal Schluss mit Sierra und Point’n’Click-Adventure

Aber sie widmete sich nicht nur einfach anderen Dingen, sondern blieb der Branche zunächst mit Casual Games treu. 2007 gab es dann die ersten Berichte zu GRAY MATTER, dass dann 2011 für Windows (2011) und XBOX360 (2010) erschien. Jensen ist hier wieder für das Design, Story und die Dialoge zuständig. Entwickelt wurde das Spiel unter Wizarbox (SO BLONDE, RISEN) und herausgebracht von Viva Media (HAUNTED, THE WISPERED WORLD). Für die Umsetzung der Grafik war dann Rocketbox Studios (HAUNTED, ANKH-Serie, JACK KEANE) zuständig. Für den Soundtrack/Score war hier wieder Robert Holmes (GABRIEL KNIGHT-Serie) mit an Board und versprüht mit seinen Cues eben auch gleich wieder Gabriel-Knight-Atmosphäre. U.a. war allerdings auch Finn Seliger (EDNA BRICHT AUS, DEPONIA-Serie) an der Musik mit beteiligt. Also ein wirklich illustres Team hatte sich hier zusammengefunden. Und hat sich das gelohnt? Ja!

Man steuert hier via Gamepad oder klassisch mit der Maus von Kapitel zu Kapitel abwechselnd die amerikanische Protagonistin Samantha (warum heißen eigentlich so viele Hauptfiguren von Adventure-Spielen Sam oder Samatha?) Everett und den Professor David Styles. Das Spiel ist in Oxford und London lokalisiert. Beide Charaktere haben natürlich dramatische Ereignisse hinter sich und werden somit vom Schicksal (aka GamedesignerInnen) zusammen geführt. Neben der Einführung gibt es zwischendurch natürlich immer wieder “verbindende” Videos, die hier allerdings nicht voll animiert sind, vom Stil an die Gabriel Knight – Serie erinnern, aber von der Machart an alte Animees, bei denen auch immer nur Zoom-Effekte in Stills und nur ganz wenige Animationen eingesetzt wurden. Die Animationen im Spiel sind bei den Figuren, wie leider so oft bei Grafik-Adventure, etwas hölzern und marionettenhaft. Dafür sind die Grafiken wunderschön gezeichnet. Über die wirklich wieder fantastische geschriebene Story sollte man im Vorfeld nicht zu viel lesen, sondern eher aus der Sicht von Sam spielen, was das Spiel in meinen Augen noch spannender gestaltet. Die Charaktere sind hier sehr gut gezeichnet. Die Rätsel haben hier eine moderate Schwierigkeit ohne zu offensichtlich zu sein. Auf völlige unlogische oder zu sehr um die Ecke gedachte Rätsel sind wir hier wirklich nicht gestoßen. Dabei hat die Abwechslung nicht gelitten.

Sam ist eine angehende Magierin und so wurde hier auch eine “Zaubertricks” eingebaut, als Element von lösen von Rätseln. Das ist wirklich sehr nett gelöst ohne das ganze in nervige Aufgaben abklappern zu verkommen zu lassen. Die Atmosphäre bleibt dabei bis zum Finale wirklich sehr dicht. GRAY MATTER ist die Art von Spiel in dem man gerne ein wenig länger verweilt und sich schon alleine an der Atmosphäre erfreut, als dass man die Rätsel nur schnell hinter sich bringen will. Hier gibt es auch eine Reihe von Hilfen, die einen nicht so versierten Abenteurer nicht zu sehr im Wald stehen lassen. Einmal gibt es für jeden Bildschirm per Knopfdruck eine Anzeige von Hotspots, die einen zeigen mit welchen Objekten man hier noch interagieren kann. Auf einer Übersichtskarte werden alle Orte angezeigt die man besuchen kann und farblich wird aufgezeigt, an welchen man noch etwas erledigen muss. Es gibt auch auf Knopfdruck einen Übersichtsbildschirm in den man jeder Zeit sehen kann, welche Aufgaben im Kapitel noch zu erledigen sind und wie viel Prozent man davon schon erledigt hat. Und dann gibt es noch im Inventar die Notizbücher der Protagonisten in denen wirklich alle Kommentare “aufgeschrieben” werden und in denen man jeder Zeit blättern kann.

Die Steuerung via Maus und Tastatur klappt hervorragend und vorbildlich. Die Gamepad-Steuerung haben wir nicht ausprobiert. Zu kurz ist das Spiel bei Leibe auch nicht. Wir haben knapp 20 Stunden Spielzeit gebraucht, was in meinen Augen ein wirklich guter Wert ist. Gerade in letzter Zeit hatten wir da Spiele gehabt, die sehr viel kürzer waren. Neben Spannung kommt hier übrigens nicht nur der Humor nicht zu kurz, sondern auch die Romantik kommt hier zum Zuge! Eine Jane Jensen eben! Als Spiel kann ich das nur jeden Adventure-Fan an Herz legen. Und wer die Gabriel-Knight-Spiele schon mochte, der wird GRAY MATTER lieben!

Ich habe hier übrigens die wunderschöne Collector’s Edition von DTP. Ein wirklich dickes Steelbock (wie man hier neben sieht), mit vielen Goodies wie dem fantastischen Soundtrack auf einer separaten CD, einem Kartenspiel-Set, 5 Postkarten mit Motiven aus dem Spiel, einem doppelseitigen Poster und natürlich der Bedienungsanleitung. Wirklich eine sehr schöne und aufwendige Fassung, was ich mir ja immer zu jeden Adventure wünsche. Wer Gelegenheit hat diese Ausgabe noch zu bekommen, der sollte hier wirklich zugreifen!

Evan Amos – The Game Console (2018)

Das Buch hat den Untertitel “A Photographic History from Atari to Xbox” , was man nicht wörtlich nehmen sollte. Denn es reicht von 1972 mit der Odyssey von Magnavox, der ersten Generation von Spielkonsolen bis zur 8ten, die genau genommen 2011 mit dem Handheld 3DS 2011 begonnen hatte, aber werden natürlich auch die PS4, XBox One und als jüngste Konsole der Generation die Switch von 2017 auf 250 Seiten abgebildet. Und abgebildet werden sie in vollster Pracht, denn das Buch ist ein “Bilderbuch”. Es sind hauptsächlich reine Konsolen, die hier gezeigt werden, aber auch einige Compter, wie z.B. der C64 oder Atari Computer, die einmal eben auch über Modulschächte verfügen und eben auch teilweise Konsolen mit gleicher Hardware hervorgebracht haben. So gab es eine C64-Konsole, die eher unbekannt war und nur in Europa erscheinen ist, und natürlich die Atari 5200er, die im Grunde ein Atari 800 – Computer war (und eben nur in den USA erscheinen ist). Am Ende des Buchs listet Amos auch noch 46 “Spielgeräte” auf, die es in Bildform nicht ins Buch geschafft haben.

Das Buch ist also sehr ausführlich und recht Top aktuell. Und wer sich je mit Spielkonsolen und -Computer beschäftigt hat, der kennt auch Evan Amos. Zu mindestens wenn man sich dazu den einen oder andren Artikel zu den Konsolen auf Wikipedia angeschaut hat. Denn so ziemlich alle Bilder von Konsolen die richtig gut und detailliert aussehen, sind von Amos! Also bitte man hier ein Blick darauf werfen! Das fand ich schon eine ganze Weile sehr beeindrucken und als im letzten Herbst sein Buch erschien, wollte ich das unbedingt haben. Schon alleine das der Mann vielleicht mal ein paar Pennys daran verdient, was er da geschaffen hat, aber natürlich auch, weil ich so etwas in gedruckter Form eben auch ganz gern mag. Es ist ein gebundenes Hardcover-Buch mit einen aufwendigen Cover und dickes, qualitativ hochwertiges Papier. Natürlich hochglanz und das wäre mir schon knapp 25 Dollar wert gewesen. Allerdings wären Shipping aso. fast nochmal 20 Dollar gewesen, was mich im letzten Herbst etwas abgeschreckt hatte. 2019 ist nun schon die zweite Auflage erschienen und jene bekommt man nun auch über den lokalen ArmenSohn zur Zeit sogar noch für 18 Euro, währenddessen ich diese Zeilen schreibe. Im Februar hatte ich das Buch schon bestellt und da hat es mich nur knapp 15 Euro gekostet. (Vielleicht war da der Euro-zu-Dollar-Kurs gerade günstig gewesen… keine Ahnung). Aber selbst für 18 Euro oder vielleicht 20 Euro ist es das auf jeden Fall wert!

Die Photographien sind wirklich einmalig. Von den meisten Konsolen, werden auch Varianten gezeigt und oft auch hat Amos die Konsolen auseinander genommen und photographiert. Das stellt wirklich alles in den Schatten, was ich bisher an Bildbänden zu Konsolen und Computer habe und jemals gesehen habe. Knapp 100 Konsolen und Computer plus Joysticks und Gamepads bekommt man hier kredenzt. Ein wirkliches Schmuckstück an Buch, wenn man sich für die Materie interessiert. Ein Must-have für jeden Retro-Hardware-Liebhaber!

Game Boy Hardware-Emualtoren – GB BOY COLOUR

GB Hardware-Emulatoren gibt es eine Menge. Wer sich nicht für mein “Herum-Gelabber” über das wie, wo und warum interessiert, sondern nur für meine Meinung zum GB BOY COLOUR, der scrolle bitte weiter nach unten. Der Text zum GBBC beginnt nach dem Ersten Bild.

Heutzutage gibt es eine Menge Möglichkeiten seine alten Game Boy und Game Boy Color Spiele zu spielen. Wobei ja die originale Hardware fast unverwüstlich ist. Wenn man seine alten Geräte ein bisschen vernünftig verwendet hat, dann funktionieren sie meist immer noch. So geht es mir bei meinen originalen Game Boys. Aber wirklich Spaß macht das ja optisch nur bei wirklich guter Beleuchtung. Und beim originalen Game Boy selbst das nicht mal. Die gute alte gelb/grüne DOT-Matrix kam eben nicht nur unscharf daher, sondern dankt einen jede Bewegung mit “Ghosting” Effekten. Aber Anfang der 90ziger war uns das ja egal gewesen. Hauptsache mobiles Gamen! Und wenn man dann mal ein sehr viel teureren Sega Gamegear oder Atari Lynx zur Hand genommen hatte, dann hatte man nun Spiel in Farbe und mit beleuchteten Display, aber so richtig toll hat das dann auch wieder nicht ausgesehen! Nintendo hatte sich da mit einer Beleuchtung des Displays bekanntlich auch sehr viel Zeit gelassen. Und der erste Game Boy Advanced SP hatte dann auch ein eher dunkles Frontlicht bekommen, über das man sich dann Mitte der 2000er zwar gefreut hatte, aber dann doch neidisch auf die Sony PSP geguckt hatte.

Heute gibt es allerdings so viele Möglichkeiten seine alten Module in gestochen scharfer und beleuchteter Qualität zu spielen! Erste Wahl ist natürlich ein gemoddeter Game Boy. Mit einem GBA SP der letzten Generation hatte man einen wunderschön hellen Blacklight-Screen bekommen. Geräte dieser Art bekommt man heute natürlich auch noch. Im guten Zustand bekommt man jene normalerweise nicht unter 100 Euro. Dann gibt es natürlich auch die GBAs mit nachträglich eingebauten AGS-101-Displays. Wenn man selbst nicht so der begabte Bastler ist, dann kosten solche auch gut 150 Euro (wenn man Glück hat) und mehr. Viele lieben aber der originalen Formfaktor des Game Boy Color (wie ich selbst eben auch) und da gibt es mittlerweile nun auch Backlight-Möglichkeiten. Jene Mods sind aber für den Hobby-Bastler auch nicht so einfach. Wenn ich mir da Video dazu anschaue und sehe was da eben auch noch am Gehäuse gemacht werden muss und so, dann rutscht mir das Herz in die Hose! Es gibt auch “professionelle” Bastler, die dann solche gemoddeten GBCs verkaufen. Dafür muss man dann aber schon mal knapp 300 Euro und mehr hinblättern. Den Preis finde ich nicht einmal übertrieben! Material und die Arbeit selbst hat schon seinen Preis! Man darf nicht vergessen: Das sind Einzelstücke und keine Fliesbandarbeiten aus Fernost!

Eine preisgünstigere Variante ist da natürlich der Smartboy von Hyperkin. Wenn man dann ein Smartphone mit einem USB-C-Anschluss hat. Mittlerweile ist dies zwar bei neuen Smartphones Standard. Aber nicht jeder hat das eben. Apple-Jünger gucken dabei ganz in die Röhre. Wer aber ein Phone mit USB-C hat, bekommt hier eine relativ preiswerte Möglichkeit einen perfekten Game Boy zu bekommen. Mittlerweile muss man das Teil schon lange nicht mehr importieren. Man bekommt das Gerät auch beim heimischen ArmenSohn für 50 Euro. Bis heute habe ich kein Modul gehabt, dass nicht via dem Smartboy gelaufen wäre. Das nächste große Ding von Hyperkin soll der Ultraboy werden. Das Gerät wurde als Prototyp schon im letzten Jahr vorgestellt und hatte den Formfaktor eines Game Boy Pocket oder Color und eben ein Backlight-Display. Nun kann man sich aber vorstellen, wenn das Gerät wirklich kommt, dann wird es keine 50 Euro kosten können. Hyperkin ist ja auch für seine 1-A-Qualität bekannt (auch wenn sie natürlich auch in China herstellen lassen). Für den Supaboy S (mit dem man mobil SuperNES-Module abspieln kann) soll auch ein 1-A-Qualität haben (ich selbst hatte jenen noch nie in der Hand) und wird mittlerweile für 120 Euro verkauft. Ich weiß nicht, was das gute Stück bei Erscheinen seiner Zeit gekostet hatte. Aber ich denke das sich der Ultraboy preislich so in Richtung 120 bis 150 Euro bewegen wird. Nicht eben preiswert.

Preiswerte Handheld-Emulatoren im GB-Formfaktor gibt es ja so einige. Die meisten haben eines gemeinsam: Sie haben kein Modulschacht! Eine Ausnahme ist der chinesische GB BOY. Den es zuerst mit einen beleuchteten SW-LCD-Display gab und jetzt schon eine Weile mit farbigen Displays und unter dem Namen GB BOY COLOUR. Das Teil bekommt man für 30 EURO! Also habe ich mir mal so ein Teil über die elektrische Bucht bestellt. Die Lieferung direkt aus China kam schon nach 2 Wochen. Das ist ein wirklich guter Wert! Bei 30 Euro darf man natürlich nicht zu viel erwarten. Die Qualität des Gehäuses und der Button ist okay. Das D-Pad quietscht ein bisschen beim Spielen, aber das ist okay und bestimmt behebbar, wenn ich das Teil mal aufschraube. Das Display ist natürlich nicht so der Hammer. Die Legende geht, dass der Hersteller da alte LCD-Display die für Camcorder gedacht waren verwendet. Das glaube ich sogar. State of the Art ist das Display nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht immer unterschiedliche verbaut werde. Eines haben wohl alle GB BOYs gemeinsam: Die Displays geben nicht das originale Seitenformat der Game Boys wieder! Es ist alles ein bisschen breiter. Allerdings nicht so breit, wie als wenn man auf einem GBA ein Game Boy Spiel via Schultertasten auf “Vollbild” stellt. Beim Spielen selbst ist es mir kaum aufgefallen, dass alles ein wenig breiter ist. So sind runde Objekte, wie die Kugeln beim Pinball nicht wirklich wie plattgedrückt und eierförmig.

Das Display das bei meinem Gerät verbaut ist, ist allerdings nicht besonders hell. Der Blickwinkel ist auch sehr eingeschränkt. Wenn man den GB BOY in der “natürlichen” Handheld-Haltung in den Händen hat (also nach oben leicht angeschrägt), dann ist das Bild zu dunkel. Hält man den GB BOY gerade, wie man ja sonst nie ein Game Boy beim spielen in der Hand hält, dann ist das Bild heller und alle Flächen sind wieder gut zu erkennen. Auch gibt es ein leichte “Bewegungsunschärfe”, die man nur bemerkt, wenn man wirklich darauf achtet und nicht im Eifer des Gefechts. In Bewegung werden die Grafiken ein wenig schwammig. Dafür reagieren die Button und das D-Pad ganz gut. Man darf da natürlich nicht die Qualität und Reaktionszeit der originalen Hardware erwarten. Bei Spielen, die ich in- und auswendig kenne (wie z.B. Supermarioland) bemerkt man schon einen leichten Unterschied und hier verspringe ich mich anstellen, die ich auf einem Nintendo Game Boy (egal welchen) ohne Schwierigkeiten bewältige. Den Effekt kenne ich schon, wenn ich z.B. mit dem Smartboy via Smartphone spiele oder sogar die Supermarioland-Version aus dem eShop auf dem 3DS. man gewöhnt sich schnell dran. Der Mono-Lautsprecher hört sich auch nicht schlechter an als bei den Originalen. Der Kopfhöreranschluss gibt zwar Stereo aus, aber mit einem sehr dünnen Sound und permanenten leisen Störgeräuschen, als wäre hier nicht alles wirklich gut abgeschirmt. Besonders die GBC-Spiele starten ein wenig langsamer als im Original. Steckt man hier ein GB Everdrive rein, dann funktioniert der hier auch einwandfrei, aber insbesondere GBC-Spiele sind hier noch langsamer beim laden.

Aber wo wir gerade beim Everdrive sind, so hat der GB BOY selbst ja auch Spiele einbaut! Und zwar originale GB-Spiele. Was schon sehr grenzwertig ist. Anfangs gab es die Behauptung von 188 Spiele. In Wirklichkeit waren es dann nur 66 und dann wieder holten sich die Spiele in der Liste wieder. In den Verkaufsanzeigen und auch auf der Verpackung (mit einem Sticker) ist das allerdings schon geändert worden, aber das Menü in der Software ist die selbe geblieben, die immer noch eine Liste von 188 Spielen anzeigt. Nun interessieren mich jene “eingebauten” Spiele nicht. Und einen SD-Karten-Slot zum selbst “nachladen” gibt es hier auch nicht.

Und wie steht es mit dem Batterieverbrauch? Bei meinem Gerät hier nicht so gut. Ich habe jetzt nicht die Zeit gemessen, aber zum Beispiel bei einem GBA mit gemoddeten Backlightscreen, halten die zwei AA-Batterien sehr viel länger, als hier bei dem GB BOY. Natürlich kann man die Konsole nicht mit einem GBC ohne stromfressenden beleuchteten Screen vergleichen, aber der Vergleich mit dem gemoddeten GBA der dann im Gegensatz zum GBA SP nicht mit einem Lithium-Akku betrieben wird, passt schon. Die rote LED links neben dem Bildschirm ist auch nicht wirklich ein Indikator wie voll die Batterien sind. Der Bildschirm wird auch nicht dunkler, wenn der Saft zu neige geht. Wenn der Saft zu neige geht, dann bricht das Gerät einfach das Spiel ab und startet neu. Und dann kommt man aus dem Startbildschirm auch nicht mehr raus. Das Gerät geht dann in ein Loop und startet immer wieder. Oder fängt an das Modul neu zu laden und bricht dann mit einem undefinierbaren Fehler-Code ab. Zu erst dachte ich, dass das Gerät gleich am ersten Tag den Geist aufgegeben hatte, aber mit frischen Batterien ging dann alles wieder. Wobei die Batterien nicht wirklich leer waren! Beim GB BOY ist es so, wenn die Leistung der Batterien abfällt und unter einer abzugebenden Spannung von 1,1 Volt fällt startet das Gerät komplexere Module nicht mehr und geht in den “Start-Logo-Loop” oder gibt besagte Fehlermeldung. So sind erst GBC-Module mit Speicherbatterie oder Module mit dem Rumbleback (wie Pokemon Pinball) betroffen, weil jene eben mehr Strom ziehen. Die einfachen Module oder gab GB-Classic-Module laufen dann erst einmal weiter. Bis dann nach kurzer Zeit auch jene den Loop auslösen und nicht mehr geladen werden können. So etwas wie der Everdrive gibt natürlich als erstes den Geist auf. Das Modul zieht durch seine Hardware-Emulation natürlich richtig Strom.

Das der GB BOY also so eine geringe Batterie-Laufzeit hat, kommt eben von jenen scheinbar nicht vorhandenen Energiemanagement. Batterien, die im GB BOY schon nicht mehr ausreichen, haben danach in meinen gemoddeten Backlight-GBA ohne Probleme funktioniert. Da war die LED nicht einmal von Grün auf Rot umgesprungen, geschweige denn, dass die geflackert hätte, wie sie es tut, um anzuzeigen, dass die Leistung nun aber doch zu knapp geworden ist. Also muss man am besten, wenn man denn viel spielen will den GB BOY mit Akkus betreiben. Wobei dann solche natürlich von vorn herein nur 1,3 bis 1,2 V haben und noch kürzer halten, aber immer neue Batterien zu nehmen, um jene kaum verbrauchten vielleicht in anderen Geräten danach zu benutzen ist auch nicht die beste Lösung. Dann vielleicht doch lieber Akkus. Für längere Reisen ist der GB BOY also nicht wirklich geeignet.

Braucht man den GB BOY COLOUR? Nein, eigentlich nicht. Wenn man aber eine preiswerte Variante sucht um seine alten Game Boy Module wieder spielen zu können, weil einen der alte Game Boy “gestorben” ist oder man doch mal mit Beleuchtung spielen möchte und vielleicht keine 50 Euro für eine Smartboy ausgeben will (den ich eher empfehlen würde) oder gar natürlich kein Smartphone mit USB-C hat, für den ist das Gerät gedacht und auch ausreichend. Oder eben Sammler von obskuren Klone-Konsolen!

Logitech Gaming-Tastatur »G413«

Braucht man wirklich eine Gaming-Tastatur mit mechanischen Tastenmechanismus? Es klingt ja immer nach Steampunk wenn man von “mechanischen” Tastaturen spricht. Und es klingt ja auch immer so ein bisschen nach Schreibmaschine, wenn man auf einer “mechanischen” Tastatur schreibt. Wer kein Gamer ist oder eben ein wenig jünger und die alten PC-Tastaturen nicht mehr erlebt hat, der weiß dann auch gar nicht von was man spricht. Aber auf den technischen Hintergrund möchte ich hier gar nicht eingehen. So etwas kann ich meist auch nicht besonders gut erklären. Wer sich trotzdem dafür interessiert hat hier einen ganz guten Startpunkt.

So lange die Tasten ein gutes Feedback haben, mag ich persönlich auch moderne Tastaturen, wie man sie bei Notebooks heute findet. So liebe ich da ja meine Brydge-Tastatur für’s Surface. Jene Tasten haben ein wirklich gutes Feedback und sind beim tippen präzise, aber eben auch sehr leise. Leise Tastaturen haben ich in den späten 90zigern in Großraumbüros wirklich zu schätzen gelernt. Wenn ein dutzend Leute gleichzeitig auf alten PC-Tastaturen geschrieben haben, dann war das im Büro schon ein gnaz schöner Sound gewesen. Ich habe nie auf den berühmten IBM-Tastaturen der M-Serie geschrieben. In den späten 80zigern hatten wir IBM-Kompatible Rechner von Siemens-Nixdorf auf Arbeit gehabt, die Cherry-Tastaturen hatten. Jene hatten die roten Taster mit Springfeder. Diese werden oft mit den IBM-Tastaturen verglichen. Sie waren eben sehr laut, aber eben auch wirklich genau und wurden dann eben auch von Gamern übernommen. Denn als die First-Person-Shooter a la DOOM aufkamen, waren präzise Tastaturen gefragt. So kamen eben nicht nur Gamer-Mäuse auf, sondern auch Gamer-Tastaturen. So hatte ich Anfangs bei meinen PCs zu Hause eben auch erst einfache Tastaturen. Ende der 90ziger hatte ich mir dann eine Cherry-Tastatur (also eine direkt von Cherry und nicht nur mit Cherry-Tastern ausgerüstete) mit den blauen MX-Tasten gekauft, die ich bis heute noch habe. Zwar hatte ich bei meinen letzten Gaming-PC im Setup automatisch eine Tastatur dabei, die zwar eine gute Software dazu hatte, aber die selbst viel zu schwammig war und auf der es sich nicht einmal besonders gut tippte. Jene tristet seitdem im Keller ein unbenutztes Dasein.

Die Cherry-Tastatur ist bei mir nun gerade letztes Jahr 20 geworden und ist durch aus noch gut. Aber dann wollte ich doch mal etwas Neues haben. Schonmal weil meine alte Cherry keine beleuchteten Tasten hat. Dafür hatt ich in den letzten 10 Jahren eine BT-Tastatur von Logitech gehabt. Jene K800 ist eine nette kleine Tastatur. Zum vielen Schreiben und Spielen aber nicht besonders geeignet. Nun kann ich wegen meiner Motion-/Gaming sickness ja keine First-Person-Games mehr spielen. Brauche ich dann jetzt noch wirklich eine neue “Gaming”-Tastatur? Ja! Denn mir persönlich geht es nicht nur ums Gamen, sondern eben auch ums Schreiben! Schreiben auf einer “mechanischen” Tastatur ist eben einfach unvergleichlich und macht eben auch einfach Spaß! Dann hatte ich mich also mal umgesehen. Das ist ja unterdessen ein wirklicher großer Markt geworden. Die meisten Tastaturen sind natürlich speziell aufs Gaming ausgerichtet und beherbergen oft eine Vielzahl von Zusatztasten, die ich nun wirklich nicht brauche. Ich wollte da einfach nur eine ganz normales Tastatur-Layout haben ohne Sondertasten. So kam ich also wieder auf Logitech, deren Mäuse und Trackballs ich schon immer sehr, sehr schätze. Die G-Serie bietet da auch ein weites Specktrum. So gibt es da Tastaturen mit den sogenannten GX blue – Tasten. Der Name sagt wirklich alles, dazu muss ich wohl nichts mehr sagen. Was mich dann aber wirklich angefixt hatte, war die G431-Tastatur! Jene hat ein wirklich schönes und minimalistisches Design und eine beleuchtete Tasten. Sie hat sogenannte “Romer-G tactile” Tasten. Jene sollten einen das mechanische Tasten bieten, die dabei noch relativ leise sein sollten!

Also hatte ich mir mal probeweise eine G431 bestellt. Und ich muss sagen, die Werbung hat mal hier nicht gelogen. Sie ist jetzt hier natürlich nicht so leise wie eine MacBook Air – Tastatur! Das sollte schon klar sein. Aber gegenüber der guten alten Cherry-MX blue sind sie schon ein wenig leiser, aber eben immer noch “gut” hörbar. Aber der Anschlag ist wirklich butterweich und man hat wirklich das Gefühl jeder Zeit die Kontrolle zu haben, so präzise sind sie! Und egal wie man tippt, ob nun wie wild darauf einhaut oder federleicht mit den Fingern über die Tasten huscht, hier wird kein Buchstabe ausgelassen oder “aus Versehen” doppelt getippt. Verarbeitet ist die Tasttaur wirklich sehr gut. Für unter 100 Euro wird einen hier wirklich viel geboten. Die Beleuchtung der Tasten ist stufenweise dimmbar und kann natürlich auch ganz ausgeschaltet werden. Es gibt zwei Modelle: Carbon mit roter Beleuchtung und Silver mit weißer Beleuchtung. Ich habe Erstere, die ich nun nicht mehr nur probeweise habe, sondern nun nicht mehr hergebe (und mit der natürlich auch dieser Text getippt wurde!).

Natürlich gibt es eine Software dazu. Aber über jene kann ich leider nicht viel sagen. Diese hat sich nicht gut mit meinen Gaming-PC vertragen. Nach der Installation bekam ich nach einem Neustart des Rechners nur noch Bluescreens, so das ich die Software und Treiber im abgesicherten Modus wieder deinstallieren musste. Da die Tastatur ohne die Software ohne Probleme und im normalen Umfang funktioniert, habe ich mich dann nicht groß darum gekümmert, warum es den Konflikt gab. Vielleicht vertrugen sich zwei Treiber nicht oder die Software selbst kollidierte mit irgend einer anderen Software, die auch beim Windowsstart gestartet wird. Wer weiß. Ich weiß auch nicht, ob Andere das Problem auch hatten. Vielleicht nicht. Auf dem Gaming-PC habe ich schon so ein paar spezielle Software installiert. Ich glaube nicht das die Logitech-Software selbst ein Problem hat. An einen anderen Rechner habe ich sie nicht ausprobiert. Das hält mich nun wirklich nicht davon ab, die G413 zu lieben und nicht wieder her zugeben!

King’s Quest – Episode 5 – The Good Knight (2016) und Epilogue (2016)

Nach nun 23 Stunden sind wir mit allen 5 Episoden und dem sogenannten “Epilogue” durch. Das wir so lange für die 5 Episoden gebraucht haben, lag nicht an der Komplexität des Adventures, sondern mehr an einigen Eigenheiten, die ich schon in den 4 vorigen Einträgen hier erwähnt hatte, die das Spiel eher ein wenig künstlich verlängert haben. Mechanismen die man durch aus aus alten Grafikadventure der 80ziger kennt und die hier vielleicht eine Reminiszenz an alte Zeiten der Spiele-Serie sein könnten. Wie erwähnt habe ich die alte Serie nie so richtig gespielt und kann deswegen nicht viel dazu sagen. Aber ich habe mir berichten lassen und auch schon oft gelesen, dass die alten King’s Quest-Spiele schon harte Nüsse waren, worüber man sich hier in diesem Reboot eben auch in manchen Situationen lustig gemacht hat.

Bevor ich zum Fazit der kompletten 5 1/2 Episoden komme, erst noch unser Eindruck von Episode 5 und dem Epilog. Hier spielt man nun das letzte Abenteuer von König Graham. Ein bisschen werden hier die vier ersten Episoden inhaltlich zusammengeführt. Im Endeffekt geht es hier schon um das Werden und König seien von Graham, der dann am Ende der Episode 5 quasi das Zepter an seine Enkel weiter gibt. Im letzten Kapitel trifft man also einige Charaktere wieder (teilweise als Geister, weil schon tot) und steuert Graham durch Minispiele und ein paar Rätsel. Das ist durchaus okay. Hier wird dann zum Ende hin natürlich kräftig auf die Tränendrüse a la Disney gedrückt. Das ist durch aus okay und passt zum Szenario, ist aber zum Schluss recht übertrieben. Muss aber wohl sein. Ein bisschen versöhnlich ist die 5te schon, kam uns dann ein wenig kurz vor. Also Bonus bekommt man noch ein Mini-Adventure als Epilog in dem man die Nichte Grahams steuert. Es ist aber wirklich nur noch so eine kurze Episode, wie so ein Kurzfilm bei Disney/Pixar-Filmen. Ganz nett und ein schöne Dreingabe, die einen zum Schluss ein wenig milde stimmt, trotzdem sie eine Actionsequenz enthält. Trotzdem hat das in uns nicht unbedingt ein Gefühl von “ich würde ganz gerne davon mehr sehen” oder “hoffentlich gibt es eine Fortsetzung” ausgelöst.

Nie Neuauflage von King’s Quest ist ganz nett und man kann sich daran durchaus erfreuen. Die Charaktere sind alle liebenswert gezeichnet und einen geht hier wirklich keiner auf den Sender. Trotz der relativen Länge des Spiels, ist es doch mehr etwas für Zwischendurch, denke ich. Kein Spiel an dem ich zu mindestens lange denken werde. Die Neuauflagen bzw. modernen Fortsetzungen von Monkey Island oder Sam & Max hatten mir als Spieler da deutlich mehr gegeben. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich als Nichtspieler der KQ-Serie nicht die richtige rosa Nostalgie-Brille habe, die das Spiel vielleicht dann noch etwas aufwertet.

Der Game Boy Mini ist da!

Und der Game Boy mini ist auch wirklich offizielle von Nintendo! Allerdings neu ist er nicht und hat auch nichts mit dem NES und SNES minis zu tun. Es ist natürlich der Game Boy pocket den Nintendo 1996 als überarbeitete Version des klassischen Game Boys herausgebracht hatte, bevor sie 1998 mit dem Game Boy Color auf den Markt gekommen sind. Im Gegensatz zum Color hatte ich seiner Zeit einen GBP besessen.

Seiner Zeit ist der GBP in den Farben Silber, Schwarz, Grün, Blau, rot und gelb erschienen. Eine Version in einem “durchsichtigen” Gehäuse ist meiner Meinung nach hier in Deutschland ein wenig später erschienen. Wie man hier sieht, hatte und habe einen silbern GBP. Gegenüber den originalen Game Boy hatte er den Vorteil, dass er einmal mit nur zwei AAA-Batterien betrieben wurde und natürlich ganz wichtig, dass er nicht nur ein etwas größeres Display hatte, sondern das er ein SW-LCD-Display hatte. Jenes ist wirklich um ein vielfaches besser “Erkennbar” als die DOT-Matrix in Pee Pea-Soap-Grün-Gelb des klassischen GB. Allerdings gab es wieder keine Beleuchtung und ein leichtes “Ghosting” der Grafiken gab es auch auf dem GBP. Also kein Vergleich zu dem Display des GBC 1998! Dabei war das Gehäuse eben offensichtlich viel kleiner als das Original. Und auch dünner! Das Dünnere war toll. So passte der GBP wirklich in die Hosentasche, dass die Abmaße komplett geschrumpft worden waren, machte es einen “Erwachsenen” mit großen Händen dann beim Spielen ein wenig unkomfortabel. Der GBC hatte wieder ein etwas größeres Gehäuse und lag somit ein Tick besser in “großen” Händen. Trotzdem mag ich den GBP immer noch sehr. Damals war es trotz fehlender Beleuchtung eine wahre visuelle Erleichterung am GBP zu spielen. Gerade eben Spiele mit schnellen Bewegungen wie z.B. V-RALLY konnte man nun endlich richtig erkennen!

Das es keinen GBP mit beleuchteten Display gab ist allerdings auch nicht ganz richtig! In Japan gab es eine limitierte Auflage des sogenannten Game Boy light. “Light” stand hier wirklich für Licht und nicht für leicht! Aber jenen GBL gab es eben nur in Japan und erschien ein paar Monate vor den GBC, den es dann wirklich nie offiziell mit beleuchteten Display gab. Wobei der GBL nicht das selbe Gehäuse hatte wie der GBP. Das LIcht brauchte natürlich auch ein bisschen Strom. So wurden hier zwei AA-Batterien benötigt. So ähnelt das Gehäuse des GBL dann eher mehr einen GBC, der dann auch zwei AA-Batterien benötigt hatte. Den GBP hier oben, in dem Farbschema des klassischen GBs gab es meiner Meinung nach hier in Europa so Damals gar nicht. Ich glaube, das es ihn nur in Japan gab. Dafür spricht auch das er Made in Japan ist und eine japanische Seriennummer hat. Die europäischen GBPs hatten Seriennummern die mit MH beginnen und sind Made in China. Wenn man mal ein Gerät in die Hände bekommt, deren Seriennummer mit MG anfängt, dann ist das ein Nordamerikanisches Modell, dass aber ebenso in China gefertigt wurde.