The Making of Imagics ATLANTIS (VCS 2600)

Sehenswertes altes Making of zu Imagics klassischen Hit für den 2600er ATLANTIS.
Die zwei Teile lohnen sich wirklich mal anzuschauen. Interessant ist die hier angesprochene Rivalität mit Activision. Die Docu ist von 1983! Imagic war das erste Softwarehaus nach dem Videogame-Crash das aus finanziellen Gründen schließen musste. Die Spiele Rechte wurden an.. na? Activision verkauft, die die Rechte noch heute haben. Denn ATLANTIS, COSMIC ARK und DEMON ATTACK findet man auch aktuell in der Android/iOS-Spielesammlung von Activision wieder.

Aufmerksam wurde ich auf die Doku durch Scorpius aktuelle Retro Snippets:

Activision Anthology jetzt für’s Smarty oder Tablet

War das Atari-App vor ein paar Monaten für iOS und Android mehr was für Extrem-Nostalgiker gewesen, weil es mit 10 $ nicht nur zu teuer war, sondern sich auch noch schlecht steuern ließ, so wurde bei dem Activision Anthology App für beide Betriebssysteme fast alles richtig gemacht. 45 Atari-2600er-Spiele von Activsion werden hier zu einzelnen Paketen angeboten oder alle 45 auf einmal. Einzelne Spiele können nicht gekauft werden. Ich weiß nicht wie die iOS-Preise sind , aber bei Android sind die  Paketpreise zu 2 Euro angeboten. Aber ich habe als alter Activision-Fan  das komplette Paket zu knapp 6 Euro genommen. 
Sein wir mal ehrlich: Die besten 2600er Spiele kamen sowie so von Activision! H.E.R.O., Pitfall I und II, River Raid I und II, Bomberman (das hier als Gratisspiel angeboten wird), Demon Attack usw. usf. 
Das ganze ist hier in einen wundervoll nostalgischen Benutzermenü angeboten, in dem man sich auch wie beim Atari-App die Verkaufsverpackungen und Cardriges in einem Showroom anschauen kann. Steuerungsmöglichkeiten werden hier gleich 3 angeboten: Klassisch per Touch D-Pad und -Feuerknopf auf dem Bildschirm (wahlweise sicht- oder unsichtbar), per Wischen und Tippen oder eben auch per Bewegungssensoren des Smartys oder Tablets. Nun ist hier gegen über der miesen Steuerung beim Atari-App (das wohl mehr für Masochisten von Sadisten entworfen worden war) die Steuerungen wirklich super gelungen. Man muss und kann  die Steuerungen  für jedes Spiel individuell einstellen. So funzen einige Spiele besser mit den Bewegungssensoren (Rennspiele z.B.), andere besser mit dem direkten Steuern per Fingerwischen (Demon Attack oder Bomberan) oder eben wieder andere per Touch D-Pad und -Feuerknopf (H.E.R.O.). Das muss man selbst testen was bei einen am besten geht. Da kann auf einen kleineren Smarty-Display unter 4-Zoll schon etwas fummlig mit dem Touch-D-Pad werden, wie bei mir auf dem Milestone 2 (leider werden keine Hardware-Tasten wie meine Milestone-Tastatur nicht unterstützt), aber funzt ganz prima bei größeren Displays, wie z.B. bei meinem 7-Zoll-Tablet. Schön finde ich, das hier Highscores gespeichert werden. Ein Luxus den man bei den Originalen ohne Speichermodul-Zubehör (ja sowas gab es für teueres Geld aus Usa… aber das wäre mal eine andere Geschichte) nicht hatte.
Als Atari-Retrogamer muss man da zuschlagen wenn man ein Android oder iOS hat!

Shanghai? Solitaire? MahJongg

Wenn heute jemand sagt das er “Mahjong” am Computer/Handheld/Smartphone gespielt hat, dann meint er meist nicht das chinesische Spiel (das wohl richtig ins “westliche” MahJongg geschrieben werden sollte) selbst, sondern die Solitaire-Variante “Turtle”. Wer je an einen Computer gesessen hat und mal etwas gespielt hat, der hat wahrscheinlich eine Variante dieses Spiels gespielt. Nicht nur weil Solitaire MahJongg so simple Spielregeln hat (die ich hier wohl nicht erklären muss), sondern weil es eben einen recht meditativen Charakter hat. So manche Frühstücks- oder Mittagspause hat man mit den Spiel verbracht und konnte so von seinen Arbeitsaufgaben abschalten und wieder ein wenig runterkommen. Oder wenn man mal krank ist, vielleicht im Bett liegt und nichts anderes tun kann als die Decke anzustarren, dann hat es bisher bei mir zu mindestens immer geholfen ein paar Runden zu spielen um auf andere Gedanken zu kommen.
Was ich schon einmal gelesen hatte ist, das Solitaire MahJongg keinesfalls nur eine Variante ist die erst mit dem Computerspiel aufgekommen ist. Genauso wie das Karten-Solitaire ein “wirkliches” Vorbild hat, das man als Kind der 60ziger zwangsläufig mit Karten spielen musste (weil noch kein Heimcomputer) und daher schon kannte, ist das bei MahJongg natürlich nicht anders und vielleicht schon viel älter als die Karten-Solitaire-Spiele. Denn MahJongg-Steine gibt es bestimmt schon länger als Spielkarten. Und tatsächlich habe ich mit meinen MahJongg-Steinen bisher nur drei Mal richtig MahJongg gespielt (das man sich wie Rommé vorstellen muss, nur ein wenig komplizierter) und sonst eher mal so beim Filmgucken einen “Turm zum abbauen” gebaut. Die besonders durch das Activision-Spiel SHANGHAI bekannte Turmform “Turtle” läßt sich wirklich relativ einfach nachbauen.
shangai
Bisher hatte ich aber gedacht das SHANGHAI aus dem Jahr 1986 von Activision die erste Versoftung des Spiels war. Ich wurde aber hier eines Besseren belehrt. Aber PLATO Mainframes muss man auch nicht unbedingt kennen. Ich habe das Spiel zu mindestens das erste Mal auf dem Amiga gespielt. Leider habe ich nur noch die Diskette und immerhin die Anleitung, aber nicht mehr den Karton. Das Spiel hatte ich im Herbst 1988 bei Karstadt gekauft. Daran kann ich mich deshalb so gut erinnern, weil es einmal recht preisgünstig war (25 DM war in den späten 80zigern extrem preisgünstig für ein Computerspiel), sondern auch weil es mein erstes Amiga-Spiel war das ich für meinen nagelneuen Amiga 2000 gekauft hatte.
Zur Zeit spiele ich das Game auf dem Tab und Smarty und zwar diese “schöne” Variante.