Harveys Neue Augen – Lily bricht aus

HARVEYS NEUE AUGEN hat nun auch schon 6 Jahre auf dem Buckel! Der Nachfolger zu EDNA BRICHT AUS ist auch wieder aus der Feder von Jan (DEPONIA) Müller-Michaelis. Im Englischen heißt das Spiel übrigens EDNA & HARVEY: HARVEY’S NEW EYES. EDNA hatte ich seiner Zeit 2009 mit der Little Miss Fangirl (aka Little Miss Gamer) gespielt, die zu der Zeit 8 Jahre alt war. Das Spiel war ab 12 und HARVEYS ist nun auch ab 12. Damals hatte ich geschrieben, das man EDNA am besten nicht unbedingt Kinder alleine spielen lassen sollte. Über die eine oder andere Szene sollte man mit ihnen schon sprechen. Trotzdem glaube ich immer noch, das man das Spiel eben auch mit Kindern spielen kann, also das es nicht nur für “Erwachsene” ist. Ab 12 ist schon durchaus okay.

Auch Harvey ist wie erwähnt wieder ab 12 und der Bodycount ist hier im Spiel höher als im ersten Level von DOOM! Naja, vielleicht ein wenig übertrieben…
Wir übernehmen jedenfalls die Rolle der etwas wortkargen Lily. Diese lebt in einem kirchlichen Heim, das von ein tyrannischen Schwester Oberin geführt wird. Zu nächst geht es darum für die Schwester Oberin kleine Aufgaben zu erfüllen. Aber wir begegnen im Garten auch andere Klosterschüler. Und unter andrem Edna, Lilys bester Freundin.
Schnell wird klar, das mit Lily irgendwas nicht so richtig stimmt. Eigentlich ist Lily vielleicht nicht wirklich wortkarg, sondern sie kommt einfach nicht zu Wort. Von jedem mit dem wir sprechen wird uns das Wort abgeschnitten in den Multi-Choice-Gesprächen oder uns wird die Frage in den Mund gelegt und auch gleich geantwortet. Durch das Spiel wird man von
einem Sprecher (Otto Götz) begleitet, der alles in einer Märchenonkelstimme und -Formulierungen kommentiert. So wirkt das Spiel um so mehr wie ein “Kinderspiel”. Alles ist wieder wie bei EDNA BRICHT AUS. Alle Figuren haben eine Schacke und die Hauptfigur, Lily, ist einen zwar sofort irgendwie sympatisch, aber nachdem sie aus versehen den ersten ihrer Mitschüler beim eigenwilligen Erfüllen einer Aufgabe tötet, weiß man, hier ist mal wieder alles nicht so wie es scheint.

Die Zeichnungen sind hier also auch wieder so schlicht wie schon bei EDNA, aber haben so ihren ganz eigenen Charme, das mir eben schon beim Vorgänger gefallen hat. Der Soundtrack, der hier auch als Audio-CD beiliegt, ist auch wieder passend und auch wenn der Vorspann des Spiels viel zu lang ist, hat man danach so richtig einen Ohrwurm von dem Song “Nadel und Faden”. Das Spiel selbst ist eigentlich recht kurz, wie es eigentlich heut zu tage üblich ist. EDNA war da zwar von der Spielzeit etwas länger, was aber hauptsächlich daran lag, das man oft eher wirr durch die Gänge der Anstallt geirrt war, weil man manchmal einfach nicht wusste, was man als nächstes tun sollte. Hier ist HARVEYS viel straighter. Es gab bei uns nur zwei Stellen, wo wir mal in eine Komplettlösung gucken mussten. Einmal haben wir uns einfach zu dämlich angestellt und das zweite Mal musste man wirklich arg um drei Ecken denken und wir wären wahrscheinlich nicht ohne Hilfe da durchgekommen. Sonst sind die Rätzel immer logisch. Die “Bonus”-Spiel sind manchmal ein wenig mühsam, aber man kann sie skippen wenn es eine zu blöd wird.

Die Steuerung ist gegen über EDNA auch wirklich verbessert worden. Man findet hier nicht mehr Lucas-Arts-mäßige Verben am unteren Bildschirmrand, sondern hatte eine reine Maussteuerung, wo man auf Objekte klickt und sie ansehen oder benutzen kann. Außerdem hat man ein Hot-Spot-System eingebaut. Mit einem Druck auf die Space-Taste werden einen alle OBjekte auf dem Bildschirm angezeigt, mit denen man interagieren kann. Das macht das Spiel für Anfänger leichter.
Sie Atmosphäre ist wieder sehr dicht und es gibt auch wieder zwei Enden. Also sollte man das speichern zwischendurch nicht vergessen und ruhig mal nach dem einen Ende versuchen, das Zweite herbeizuführen. Es gibt allerdings kein richtiges oder falsches Ende. Beide sind aber interessant.

Also wieder einmal ein Spiel das ich nur wärmstens empfehlen kann.

Tentakel erobern die Welt

…zu mindestens hatten sie 1993 die PC-Grafikadventure-Welt in Form des Lucas Arts Spiels DAY OF THE TENTACLE im Sturm genommen. Das Spiel erschien zu nächst auf Disketten für DOS und Mac und ist der Nachfolger des Lucas Arts Adventures MANIAC MANSION. Kurze Zeit später erschien das Spiel auf CD-ROM mit Windows-Unterstützung und Sprachausgabe. Diese Version hatte ich 1996 gekauft und gespielt. Ein berühmtes Feature ist, das der Vorgänger komplett mit im Spiel enthalten ist, dort von dem PC im obersten Stockwerk aus gestartet und gespielt werden kann.
Mir hatte seiner Zeit der Nachfolger viel besser als MANIAC MANSION gefallen, das ich noch auf dem C64/C128 mit einer “Sicherheitskopie” begonnen hatte und dann für meinen nagelneuen Amiga gekauft hatte. Interessant ist, das meine ersten drei Amiga-LA-Spiele (Maniac Mansion, Indy 3 und Zak McKracken) in kleineren, schmalen Softpappboxen daher kamen. Ab LOOM dann gab es aber wie beim PC die Big-Boxen, die auch für mich immer noch die schönsten Spieleverpackungen der Welt sind.

DOTT habe ich Damals wirklich sehr gerne gespielt. Und schon Damals war mir das Spiel recht kurz vorgekommen. Und das war ja auch so. Dafür war es wirklich sehr komprimierter Spaß gewesen ohne lange durch hunderte von Screens latschen zu müssen, wie zu der Zeit teilweise andere Spiele ihre Spielzeit verlängert hatten. Trotzdem war bei DOTT die Spielzeit wesentlich kürzer als noch bei den beiden MONKEY ISLAND Teilen gewesen. Das Spiel kann sich auch heute noch wirklich sehen lassen. Die Comic-Grafik wirkt kein bisschen veraltet. Auf größeren Bildschirmen vielleicht ein wenig blockig, aber mehr auch nicht.

Die remasterte Version ist im letzten Jahr erschienen. Die Grafik musste hier meines Erachtens weniger bearbeitet werden als bei GRIM FANDANGO. Und gegenüber MONKEY ISLAND 1 und 2 sowieso. An der Steuerung musste auch nicht so viel gedreht werden, denn DOTT war ja Damals noch ein Point’n’Click-Adventure. Trotzdem hat man hier schon einiges dran getan. HD-Auflösung und dementsprechende “Kantenglättung” der alten Grafik. Zudem nun natürlich im 16 zu 9 – Format. Die anklickbaren Werben wurden durch einen wandlungsfähigen Mauszeiger ersetzt und das Inventory ist in einem Pop-Up-Menü verschwunden. So blieb schön viel Platz für die Spielegrafik. Natürlich kann man hier auch wieder auf die alte Grafik per Tastendruck umschalten. Was wir auch beim spielen ein paar mal getan haben. Der Unterschied ist hier natürlich nicht so groß wie bei den Monkey Islands. Auch wurde wieder der Komentarmodus der ehemaligen Macher mit eingebaut. Ein Feature das man sonst nur von DVDs und Bluerays kennt, aber eben auch schon bei den anderen remasterten Lucas Arts vorhanden waren. Leider scheint auch hier wieder, wie schon bei GRIM FANDANGO, keine Hardware-Version zu folgen. Aber sein wir ehrlich: Die DVD-Amary-Box von den MI war ja dann auch nicht so toll gewesen, aber hatte immer hin nettes Bonusmaterial auf DVD gehabt. Das bekommt man bei GF und DOTT zwar auch ein wenig mit dem Download geliefert, aber da hat man eben nichts in der Hand. Und gegen eine richtige Big Box ist das ohnehin nichts. Oder eben die SE von TALES OF MONKEY ISLAND die in einer kleinen Schatzkiste mit Goodies daher kam.

Das Spiel hat aber eben trotzdem natürlich wieder Spaß gemacht. So wohl mir eben zum zweiten Mal (wenn ich auch nach 20 Jahren nicht mehr viel in Erinnerung hatte und somit nicht alle Lösungen aus dem Ärmel schütteln konnte) als auch für das erste Mal der Little Miss Fangirl.
Wir waren allerdings auch schon nach knapp 10 Stunden durch. Also mal eben an zwei Tagen. Und das trotzdem wir an einigen Stellen doch schon arg rumprobieren mussten und nicht so richtig voran gekommen waren. Also es ist immer noch ein recht kurzes Spiel.
Wer das Spiel noch nie gespielt hat, sollte sich mal an einem verregneten Wochenende die Remaster-Version zu Gemühte ziehen. Die ist mittlerweile richtig günstig bei GOG oder Steam.
Und wer das Spiel Damals gespielt hat, sollte es sich ruhig nochmals reinziehen.
Also ran an die Tentakel!

Ein NDSi XL im Haus ist immer noch lohnenswert

Wozu braucht man heute eigentlich noch einen NDSi XL als Spieler, wenn man einen 3DS XL hat? Als Sammler stellt sich die Frage natürlich ohnehin nicht. Damals bin ich ja von einem DSi XL der ersten Generation (gab es nur in Bordeaux und Braun) auf einen 3DS XL umgestiegen. Unterdessen hat sich in meiner Sammlung ein DSi XL in grün der zweiten Generation eingefunden. Aber ich bin auch der Meinung, das sich auch heute noch so ein DSi XL für Spieler lohnt.

Erstens sehen DS-Spiele einfach besser auf einen DS aus. Auf den 3DS sieht die Grafik immer ein wenig „blurig“, ja matschig aus. Das fällt einen als 3DS-User-Only wahrscheinlich gar nicht so auf, aber wenn man beide Geräte bzw. Doppel-Bildschirme neben einander sieht. Da die 3DS-Bildschirme eine höhere Auflösung haben (400 x 240 oben und 320 x 240 unten gegenüber dem DS/DSi  2 mal 256 x 192) kommt bei dieser Umscalierung dieser leicht matschige Effekt zustande. Die Grafik der DS-Spiele sehen wirklich auf der originalen Hardware viel schärfer  aus.

Wobei viele den kleinen DSi vorziehen, weil deren kleinere Bildschirme natürlich die gleiche Auflösung wie der XL hat und dadurch einen noch besseres Bild abgeben (ein Effekt der beim 3DS so genauso vorkommt). Und manche bevorzugen gleich den DS oder DS lite wegen des noch vorhandenen GBA-Schachts. Den haben die DSis bekanntlich nicht.
Der Vorteil der XL-Geräte beim DSi als auch 3DS ist einfach, das diese einmal bei Leuten mit großen Händen (wie meinen) einfach besser in der Hand liegen und man besser an das Steuerkreuz und die Feuerknöpfe wie auch Schultertasten kommt. Aber auch die großen Bildschirme haben Vorteile, trotz der gröber wirkenden Grafik gegen über der kleinen DSis. So hat man gerade bei Adventure, von denen es so einige mehr auf dem DS als auf dem 3DS gab (z.B. ANKH, GEHEIMAKTE 1 und 2, RUNAWAY 2, SYBERIA und natürlich der DC von BROKEN SWORD (dt. Baphomet’s Fluch) oder Wimmelbildspiele eine viel bessere Übersicht. Auf dem DSi habe ich eben oben genannte Spiele gerne und bequem gespielt. Die etwas grobere Grafik des XL ist definitiv besser zu „ertragen“ als der Matscheffekt auf dem 3DS XL.

Dann gibt es da noch das Thema Emulatoren. Ich weiß natürlich das dies Thema ein schwieriges ist. Natürlich soll man sich die Spiel kaufen und damit die Entwickler, Programmierer usw. für ihre Arbeit entlohnen. Aber meiner persönliche Meinung ist bekannt, dass wenn man die Spiele, die man besitzt, diese eben auch auf andere eigene Geräte spielen dürfen muss/kann. Ein PC-Spiel kann und darf ich auch auf mein SpielePC, Laptop und Surface sprich Tablet spielen. Da kräht ja auch kein Hahn nach! (Okay, ist gibt Ausnahmen bei denen z.B. durch Online-Aktivierung nur die Möglichkeit für eine Installation gegeben wird. Aber das ist nun wirklich die Ausnahme).

Z.B. kann man sich via Emulator für den DSi die Möglichkeit wiederholen GBA-Spiele zu spielen, die man vorher ja beim DS/DS lite auch hatte. Durch den fehlenden Schacht für GBA-Module geht hier natürlich auch kein GBA-Everdrive mehr. Beim DSi bieten sich übrigens zwei Möglichkeiten Emulatoren und Homebrew-Software zu starten. Einmal natürlich über Flashkarten, die wie üblich mit SD-Karten als Speichermedium aufwarten und zudem noch Hardware zur Verfügung stellen. Aber da die DSis eben auch selbst SD-Karten-Slots haben, gibt es da Draußen findige Programmierer, die Möglichkeiten geschaffen haben, auf den Geräten auch Emulatoren zu starten ohne Flashkarten. Das ist dann für den geneigten User alles ein wenig aufwendiger auf dem Gerät einzurichten. Geht aber. Übrigens auch auf dem 3DS. So kann man hier so einige Retro-Consolen-Emus starten und viele Spiele laufen hier erstaunlich stabil und sehen auch gut aus. Aber natürlich nicht alle. Dafür gibt es viele Homebrew-Tools und eben auch –Spiele im Netz. Da gibt es wirklich viel zu entdecken. Erstaunlich finde ich z.B. First-Person-Shooter, die auf der Doom-, Quake- oder Duke3D-Engine laufen.

Ich glaube also wirklich das ein NDSi XL immer noch eine lohnenswert ist. Wenn so ein gutes Stück nicht mehr im geneigten Spieler-Haushalt vorhanden ist oder nie vorhanden war, so bekommt man wirklich recht gut erhaltene Exemplare günstig über die elektrische Bucht.

The Book Of Unwritten Tales

2009 erschien dieses Spiel deutscher Entwickler. Der Teaser oben hatte mich schon ein wenig neugierig gemacht. Auch wenn alles zu sehr nach Herr der Ringe roch. Ich kann mich auch noch an die Werbezeile erinnern: Mit kaum einen Genre beschäftigen sich Spieler intensiver als mit (Online-) Rollenspielen. Und wir machen das Adventure dazu!
Und dann hatte ich das Spiel ein wenig vergessen. In Erinnerung gerufen wurde das Spiel bei mir wieder, das es eine Version des Spiels auf DVD gab, bei denen das Spiel ständig abstürzte und unspielbar war. Die hatte ich dann erwischt. Im Endeffekt ist es die 2010 erschienene Version von JoWood, die nicht von King Art autorisiert worden war und sich auch nicht mit den offiziellen Patches der Firma reparieren lassen konnte. Also wenn ihr das Spiel bei Ebay oder so vielleicht kaufen wollt, achtet darauf das es die originale Version von King Art ist und nicht von JoWood. Die Cover von 2009 und 2010 sind wohl identisch. Am besten gleich die sogenannte Complete Edition kaufen, so wie ich dann 2012 (wer mag kann sich vielleicht nochmals mein Video dazu weiter unten anschauen..). Da hat man nicht nur gleich einen Soundtrack (auf einer Extra-CD) und ein wunderschönes Artbook mit an Board, sondern auch noch das Prequel “Die Vieh Chroniken”. (Im Video hatte ich noch gesagt, das die Vieh Chroniken der zweite Teil ist. Schlecht recherchiert! Aber nun ist ja auch wirklich ein zweiter Teil erschienen!)

BOUT ist ein klassisches Point’n’Click-Adventure und den Götter sei Dank ohne Action-Einlagen! Die Hintergründe sehen wie gezeichnet aus. Wurden sie ursprünglich auch mal, aber man hat sie dann doch am Computer nachmodelliert und gerendert. Die Charaktere waren von Anfang an so geplant und um ein stimmiges Bild hinzubekommen, hat man dann die Hintergrunde eben doch auch gerendert. Das hat sich gelohnt, wie ich finde. Ich mag zwar “gezeichnete” Adventure persönlich lieber, aber das lag bisher eben daran, das sie schöner und “runder” ausgesehen haben. Mittlerweile stehen Entwicklern von Adventure eben auch mehr Rechenleistung zur Verfügung, ohne das die Produktion gleich wahnsinnig teuer wird. Viel Rechnerleistung konnten sich bisher nur große Entwicklerstudios leisten, um eben solche beeindruckenden Grafiken wie in den GTA-Spielen hinzubekommen.
BOUT sieht wirklich richtig gut aus und verfügt über eine HD-Auflösung und Kantenglättung. Das kann man aber auch wie bei Actionspielen alles runterschrauben, so das dies Spiel eben auch auf alten oder schwächeren Rechnern rund laufen sollte. Mit der Möglichkeit eines aktuellen Spielerechners sieht das Spiel selbst nach über 6 Jahren richtig klasse aus!

Man steuert also mit der Maus und hat meist eine gute Übersicht. Allerdings wenn man das Spiel (so wie wir) auf einen großen Bildschirm vom Sofa aus spielt, dann können einen leicht kleinere Gegenstände in der opulenten Grafik entgehen. Ist uns wirklich ein paar Mal passiert. Wird einen direkt vor einen Monitor wahrscheinlich nicht passieren. Hilfreich sind da solche Optionen wie sie die “Geheimakte”- Serie hatte, sogenannte Hotspots. Die kann man per Tastendruck hinzuschalten und so kann man dann auch “versteckte” Objekte sichtbar machen, die man dann sonst immer nur mit den Abfahren des Mauszeigers über den gesamten Bildschirm finden kann. Die Funktion hat man übrigens dann bei den “Vieh Chroniken” mitgeliefert. Ist kein echter Minuspunkt, aber mindestens 3 Mal hat uns das Suchen nach einen kleinen Teilchen wirklich Nerven und Zeit gekostet.
Die Rätzel sind dabei allerdings nicht sehr schwer. Selbst leicht unerfahrende Spieler kommen hier leicht zurecht, denke ich. Wenn man gerade vorher “Monkey Island 2” gespielt hat, so wie wir, dann kommt einen das Spiel fast zu einfach vor. Ist es aber nicht. Es hat einen einen ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Der ist schön stetig. Das empfanden wir Beide als sehr angenehm. Man spilet auch nicht nur als ein Charakter, sondern spielt mal als Wilbur den Gnom (was ich anfangst bei der Sprachausgabe immer wie “Bilbo” angehört hat), mal als die Elfe, mal als der Mensch und dann sogar als das Vieh, das so seine eigene Sprach hat, bei der man aber nach ein paar Bemerkungen von ihm, dann irgenwie doch verstehen kann. Nicht nur das aussehen erinnert sehr stark an eine pink farbende Version des Krümmelmonsters. Die Animationen der Figuren sind derweil ein wenig merkwürdig. Wilbur und Vieh sind richtig gut animiert finde ich, aber die Elfe und der Mensch laufen ein wenig steif durch die Gegend. Da habe ich schon bessere Animationen in Adventure gesehen.

Die Story ist… naja, natürlich nicht besonders innovativ. Das war auch nicht so gedacht. Hier werden einfach alle Fantasy-Klischees bedient. Und das mit voller Absicht! Zitate ohne Ende, die immer wieder für einen guten Lacher sorgen. Der Humor kommt hier nie mit den Holzhammer und vielleicht wird auch ein wenig zu sehr gegen Rollenspieler gestichelt. Aber wir fanden das okay.
Ein Hobbit Gnom, eine Elfe, ein Mensch und ein..äh.. Vieh machen sich also auf die Welt zu retten. Ja, kennt man alles. Aber wie schon erwähnt, ist das alles eben mehr eine Homage an Fantasy-Stories und Rollenspiele. Die Story ist sonst wirklich stimmig und BOUT ist eines der Adventures bei dem man angenehmerweise immer weiß was zu tun ist. Man steht mit seiner Figur selten rum und denkt und was jetzt? Man weiß eigentlich immer was zu tun ist. Auch wenn es hier keine Merk- oder Tagebuchfunktion wie bei anderen gibt. Aber wenn man die Charaktere anspricht, dann sind dort auch, ich würde es mal Erinnerungsfragen nennen enthalten, die einen wieder den Hinweiß geben, was man denn nun besorgen oder erledigen muss, damit es weiter geht. Alles also gut durchdacht.

Uns hat das Spiel also sehr viel Spaß gemacht. Die Special Edition ist wirklich toll ausgestattet (und immer noch zu haben!). Wir haben etwas über 24 Stunden gebraucht um den Abspann zu sehen. Es ist also kein kurzes Spiel, nicht zu lang, eben genau richtig. Unbedingt Empfehlung!
Und wir spielen jetzt mal die Vieh Chroniken.

Back to Monkey Island

Schon 2010 zusammen mit der SE oder besser den Remaster von THE SECRET OF MONKEY ISLAND erschienen wurde es nun auch von uns durchgespielt. Etwas über 16 1/2 Stunden haben wir daran gesessen. Ich habe keine Ahnung wie lange ich 1992 daran gesessen habe. Das Spiel selbst war für die MS-DOSen 1991 veröffentlicht, aber für meinen Damals aktuellen Rechner Amiga erst 1992. Somit wäre für mich das 25-Jährige Jubiläum erst nächstes Jahr gewesen. Wenn man aber vom Erscheinungstermin der DOS-Version ausgeht, dann wäre dies Jahr 25 Years of MI2:LR!

MI2 habe ich bisher wirklich erst einmal durchgespielt. Konnte mich natürlich an das Ende erinnern, aber an wirklich wenig vom Rätseldesign. So gab es auch einige knifflige Stellen, an denen ich wahrscheinlich schon Damals nicht ohne Komplettlösung vorbei gekommen bin, zu jenen ich auch diesmal wieder nachschauen musste. Dazu gehört einmal die völlig irren Voraussetzungen um im Spuckwettbewerb gewinnen zu können und das Labyrinth in LeChucks Festung.
Ich kann mich natürlich nicht erinnern wie lange ich Damals gebraucht habe. TSOMI hatte ich in vier Wochen durchgespielt. Zu erst ohne Komplettlösung (weil so eine bis da hin noch in keinen Spielemag erschienen war), aber irgendwann war ich auch nicht mehr weiter gekommen und musste auf die Veröffentlichung warten. So hatte ich da 3 Wochen am Stück gespielt, weil ich zu der Zeit gerade eine OP hinter mir gehabt hatte und 4 Wochen krankgeschrieben war, und dann nochmals eine so eine Woche, nachdem ich mir einen Tip aus der Komplettlösung geholt hatte um weiter zu kommen.

Zu MI2 sind da meine Erinnerungen nicht mehr so exakt. Aber das Spiel war umfangreicher und kniffliger als sein Vorgänger, also so werde ich bestimmt auch länger gebraucht haben. Denn ich probiere schon eine ganze Weile herum, bis ich mich auf das Niveau herab begebe in eine Komplettlösung zu schauen.
Ich glaube das treibt dann meine Tochter manchmal ein wenig in den Wahnsinn.
Denn auch das Spiel haben wir natürlich wieder zu zweit gespielt. Ich kann es nur immer wieder betonen: Grafikadventure sind nicht nur keine Singleplayer! Zu zweit machen sie gleich noch mehr Spaß. Irgendeiner hat immer eine Idee.
Ich weiß nicht wie es denn mit noch mehr Beisitzern ist. Da word es wahrscheinlich auch schwierig bei einer Spielzeit von z.B. 16 Stunden gemeinsame Termine zu finden. Ansonsten muss man ja heutzutage auch nicht unbedingt in einen Raum sein. Auch wenn Adventure keine Mehrspieler-Modi haben. Es kann so oder so nur einer die Maus führen. Bild und Ton kann man streamen. Aber so weit sind wir hier noch nicht. Denn noch wohnen wir unter eine Dach. Seit 2008 spielen wir nun zusammen Adventure. Also seit dem die Little Miss Gamer 7 Jahre alt ist. Anfangs hatte ich dann natürlich darauf geachtet, das die Spiele eine deutsche Sprachausgabe hatten. Auf so was muss ich heute natürlich nicht mehr achten. Das erste war MORD IM ORIENTEXPRESS und das erste Monkey Island das wir zusammen gespielt hatten war Teil 3, das wir 2009 durchgedattelt hatten. Auch dieses hatte ich natürlich schon einmal bei Erscheinen durchgespielt. TALES OF MONKEY ISLAND hatte ich dann allerdings auch das erste Mal mit ihr zusammen durchgespielt. So ist MI2 auch schon das 31. Adventure, das wir zusammen gespielt haben. Schöne Sache und das nächste Adventure steht für uns auch schon in den Startlöchern.

Wenn der Herr Ritter was zu erzählen hat – Gabriel Knight 20th Anniversary

gk20th_poster

Was schon weiter unten für Deponia galt, war auch so bei GK1-20 so. Im letzten Jahr angefangen und dann gab es beim mir eine lange Adventure-Pause. Nun habe ich aber auch die Anniversary-Edition durchgespielt.
Einiges hatte ich dazu ja schon hier und hier geschrieben. Und daher will ich mich auch nicht groß wiederholen. Im Großen und Ganzen hat man an dem Gameplay nicht so viel gegen über der Urfassung geändert. Es gibt nur ein paar kleinere Änderungen. Auch wenn ich wirklich die Stimme von Tim Curry vermisst habe. Die neue Stimme ist schon recht gut ausgesucht, aber, naja, er ist eben nicht Tim Curry. Aber was will ich mich beschweren, hatte GK2 schließlich auch kein Tim Curry.
Die Grafik bzw. Zeichnungen sind bis zum Schluss wirklich brillant. Da freut man sich wirklich, das es in den 2000er kein Remake gab, das auf gerenderte 3D-Grafik gesetzt hätte. Trotzdem hier die Grafik natürlich wirklich modern ist, so hat sie schon einen Hauch von Retro. Es fühlt sich somit wirklich alles nach einem guten, alten Adventure an. Und jene Spiele werden durchaus nicht nur von alten Säcken wie mir gespielt, denn auch junge Leute mögen die Art von Adventure-Spiele durch aus auch.

Ich würde mir wirklich ein Remake von GK3 wünschen. Jenes habe ich jetzt mal wieder angespielt und kann mich nur wieder einmal über die hässliche 3D-Grafik ärgern. Jene killt wirklich jegliche Stimmung. Die Story des Spiels ist wirklich gut und hätte eine schönere Präsentation verdient. Und ich wäre bestimmt nicht der Einzige, der das Spiel kaufen würde.

Hossa das wäre geschafft! – Die DEPONIA-Trilogie

Diesen Artikel habe ich schon im letzten Jahr begonnen, um noch vor dem beenden des dritten Teils meine Gedanken dazu nieder zuschreiben. Allerdings trat dann kurz vor dem Beenden des Spiels eine einjährige Pause ein, in der die Little Miss Gamer und ich keine Zeit hatten, zusammen weiter Adventure zu spielen. Erst dieses Jahr im Sommerurlaub hatten wir dazu wieder Zeit gehabt und haben so auch an vier, fünf Abenden das Spiel beendet.
Was für ein Eindruck bleibt erst einmal zurück nach drei Spielen? Erst einmal ein eher enttäuschendes Ende (dazu mehr am Ende des Artikels und mit Spoiler-Alarm) und dann doch eher der Eindruck eigentlich nur ein Spiel gespielt zu haben. Denn die einzelnen Teile sind so lang nicht. Und abgeschlossen sind sie auch nicht. Heutzutage ist ja nun üblich Adventure in mehreren Episoden rauszubringen. Siehe dazu TALES OF MONKEY ISLAND und SAM & MAX. Vielleicht sollte man DEPONIA genauso sehen. Bloß das es hier eben nur 3 Episoden sind. Eben ähnlich wie bei BBCs TV-Serie SHERLOCK.

DSC01817

Die drei Teile der Serie (DEPONIA, CHAOS AUF DEPONIA und GOOD-BYE DEPONIA) sind 2012 bis 2013 erscheinen und als Boxset im Jahr 2014.
In früheren Zeiten wäre das klassische Point`n`Click-Adventure wahrscheinlich von vornherein als ein Spiel erscheinen. Aber es sind wirtschaftlich unklare Zeiten und deswegen ist die Dreiteilung vielleicht eine gar nicht mal so schlechte Idee gewesen. Wobei die Spiele so schnell hinter einander erschienen sind, das schon der Eindruck entsteht, das alle drei, anders als z.B. die Ankh-Spiele um bei deutschen Spielen zu bleiben, an einem Stück produziert wurden. Ging es vielleicht nur darum den Adventure-Fan mehr Geld aus der Tasche zu ziehen? Ich denke nicht. Im Zeitalter wo andere Spiele in Serie bzw. Episoden erscheinen, kann man auch ruhig mal drei Teile herausbringen. Teuer waren die Spiele auch nicht. Ich habe für jede Special Edition nur 20 Euro ausgegeben. Also insgesamt für ein Spiel 60 Euro ist dann auch nicht so teuer. So ein aktueller Shooter für Xwiistation5 kostet auch nicht weniger.
Außerdem hat man sich mit den Boxen viel Mühe gegeben. Die Spiele selbst stecken zwar in DVD-(Amary)-Boxen, aber die wiederum in kleine Pappboxen mit Klappcover. Alle drei Spiele haben ein schönes Artwork, das je auch als Poster nochmals beiliegt. Außerdem hat man bei allen drei Teilen noch als Extra-CD den Soundtrack mit hinzugelegt, der eine eigene Papphülle a la Plattencover bekommen hat. Kann man also nicht meckern. Zu jedem Spiel gab es auch ein farbiges Handbuch. Etwas was heute auch nicht mehr selbstverständlich ist. Meist liegen heute die Handbücher nur noch als PDF vor, um gleich auf den Download-Markt abzuzielen.

Das Spiel selbst ist im Comicstil gehalten. Also handgezeichnet, aber alles in HD-Grafik gepackt. Hier kommt alles sehr schön rüber. Sowohl Hintergründe als auch die Figuren. Jede Figur ist schön und flüssig animiert und alle Hauptcharaktere habe z.B. auch einen spezifischen Gang. Die Hauptfigur Rufus wird von Monty Arnold gesprochen. Alle anderen Stimmen sind auch gut besetzt, man bekommt nie das Gefühl, das da einer nur vom Zettel abgelesen hätte. Sonst ist das Spiel ein typisches Point`n`Click-Adventure mit eine sich verändernden Curser und ein Inventar das man sich entweder per Mausrad runterscrollt oder klassisch vom oberen Bildrand holt. Hilfen im Sinne von Tipps oder Hotspots gibt es bei dem Spiel nicht (wie z.B. bei der Geheimakte-Serie). Das macht es Adventure-Anfängern vielleicht etwas schwerer. Ab und zu gibt es ein paar Minispiele, die noch im ersten Teil zum Glück recht selten waren, aber die man auch überspringen konnte, wenn sie einen zu nervig sind. Was ich besonders in Teil 3 ein zwei Mal getan habe.

DSC01821

Die Rätsel sind teilweise sehr komplex und mit viel um-die-Ecke-Denken verbunden. Aber nie unfair. Teilweise wären ein paar kleine Hilfen ganz nett gewesen. Man bekommt zwar ab und zu ein paar Hints durch Bemerkungen der Figuren, die sind dann aber meist so wage, das es schon wieder keine richtigen Hints sind. Gerade beim ersten Spiel hatte ich am Anfang viele Situationen in denen ich gar nicht wusste was ich nun machen sollte. Das war dann ein wenig mühselig und wurde nur von den lustigen Monologen von Rufus und Dialogen mit anderen Figuren aufgewertet, und verleitete einen dann auch wirklich zum weiterspielen. Die einzelnen Spiele sind immer in je drei Kapiteln aufgeteilt.
Im großen und ganzen hatte mir Deponia 1 ganz gut gefallen, aber hatte mich auch oft auf eine Geduldsprobe gestellt, so das ich teilweise mich schon gefragt habe, ob man da auch mal nicht nur an Profispieler gedacht hat. Ich habe ja schon so ein paar Adventure gespielt, aber hier waren die Rätsel teilweise bockschwer und dann wieder superleicht. Vom Balancing her nicht so optimal, weil man nie wusste ob man jetzt mehr so um die Ecke denken muss oder ob es eigentlich was ganz offensichtliches ist. Rufus ist auch so eine Figur, mit der man sich nicht so richtig identifizieren kann. Es sei denn man ist selbst ein totaler Egoman und Egoist. Das hat es mir auch besonders schwer gemacht in das Spiel einzutauchen. Wenn die Hauptfiguren an sich Trottel sind, macht das meistens nicht so viel, wenn es liebenswerte Trottel sind, wie z.B. bei ANKH oder natürlich den Klassiker MONKEY ISLAND. Natürlich wollte man wahrscheinlich mit Rufus einen einmaligen Charakter haben, aber ein wenig auf die Liebenswürdigkeit einer Hauptfigur hätte man schon achten sollen. Die zweite Hauptfigur, Goal, ist im ersten Teil so gut wie die meiste Zeit nicht bei Bewusstsein. So kann man auch nicht als Identifikationsfigur nutzen.

DSC01820

Teil 2 ist da dann nicht so anders gewesen. Wobei ich da das Gefühl hatte, das man hier das Balancing der Rätsel etwas besser hinbekommen hat. Das erste Kapitel spielte sich so recht flüssig. Erst bei Zweiten stolperten wir ein wenig Ideenlos durch die Gegend und haben dann ein Komplettlösung gebraucht um an zwei Stellen weiter zu kommen. Im Großen und Ganzen hat mir aber Teil 2 “Chaos auf Deponia” besser gefallen als Teil 1. Es gab also ein Steigerung.
Vielleicht lag es nur dran, das man eben die Charaktere schon kannte und man hier eine klare Zielvorgabe bekommen hatte, die im ersten Teil am Anfang ein wenig gefehlt hatte.

DSC01819

“Good-bye Deponia” fängt dann gleich mit einer Action-Sequence an. Naja, nicht gar so schlimm. Aber das Prinzip erinnert doch sehr an DRAGONS LAIR. Man muss hier immer wieder nur bestimmte Entscheidungen treffen um weiter zukommen. Dieses Intro ist kein Teil des ersten Kapitels, wie danach feststellte, aber erst einmal hatte ich die Befürchtung gehabt, das das nun so weiter gehen würde und das Entwicklerteam den Stil auf so eine Spielart umgestellt hatten. Aber mit dem ersten Kapitel wird es doch wieder zu einem klassischen Grafikadventure. Allerdings hat man hier viel mehr Minispiele, die man auch wieder überspringen kann, eingebaut. Warum nur?
Nachdem man Goal wieder “verloren”, wird man also wieder mit Rufus alleine gelassen. Auch in Teil 3 ist er weiter der Egomane, aber doch ein kleines bisschen liebenswerter. Der letzte Teil gestalltes sich als sehr unübersichtlich. Wir hatten oft das Gefühl nur sinnlos durch die Gegend zu latschen und mehr zufällig auf Dinge zu stoßen, die einen weiterbrachten. Auch hier war wieder das Problem, das es Rätzel gibt die eigentlich total einfach zu lösen waren und andere wieder mit mehrfachen um die Ecke denken gespickt waren. So das einen immer wieder passierte, das man eigentlich einfache Rätzel viel zu kompliziert anpackte, so das man am Ende, wenn man es doch rausbekommen hatte, sich wie ein Trottel vorgekommen ist.
So bleibe ich bei meiner Auswahl, das mir Teil 2 am besten gefallen hat und am meisten Spaß gemacht hat.

Und nun also Spoiler-Alarm!

Ich komme nun zu zwei Themen über die man nicht zu viel wissen sollte, wenn man das Spiel bzw. die Spiele doch mal spielen möchte:
Goal und das Ende des Spiels!

Goal ist schon ein wirklich passender Name. Eigentlich ist sie für Rufus ja am Anfang gar nicht die Loveinterest, sondern nur die Fahrkarte weg von Deponia. Und im ersten Teil haben nwir als Spieler auch nicht die Gelegenheit, sie großartig kennen zu lernen, weil sie eben die meiste Zeit bewusstlos ist. Erst im zweiten Teil nicht das Element dann Fahrt auf. Hier ist dann den Machern des Spiels ein wirklich guter Kunstgriff gelungen um so richtig Emotionen zu schaffen: Goals (vorläufiger) Tod! Das hat uns Beide sehr gepackt. So ergriffen war ich seit EDNA BRICHT AUS nicht mehr gewesen. Das ist wirklich gut gelungen.
Dafür haben sie unserer Meinung nach das Ende versaut. Ja, es gibt mehr Klone von Rufus, als die zwei, die er quasi selbst erschaffen hat. Und, ja, eigentlich überlebt ja so gesehen ein Teil von ihm in dem Klon, der dann übrig bleibt. Aber der eigentliche Rufus, der nun endlich geläutert ist und nun endlich mal liebenswert ist, der muss nun sterben! Hey, in your face, Gamer! Das hat uns Beide nicht gefallen. So was will man am Ende von vielen Stunden Spiel auch eigentlich gar nicht haben. Ja, das hat mir das Spiel neben den manchmal zu schrägen Rätzeln leider vollends versaut. Es gibt Adventure, die ich gerne nochmals gespielt habe, aber DEPONIA lohnt sich da leider für mich nicht. Es ist kein schlechtes Spiel und es hat auch an vielen Stellen Spaß gemacht. Es war, leider selten, spannend, aber es gab viel zu lachen. Aber am Ende zählt doch wie ein Spiel endet. Un das Finale hier ist leider nicht so gelungen. In vielerlei Hinsicht bin ich hier fast genauso enttäuscht wie seiner Zeit vor 25 Jahren bei MONKEY ISLAND 2.