Kanna bald mal ankommen?

canabalt

Das Spiel bei dem man nie ankommt, aber da bei trotzdem sehr viel Spaß hat: CANABALT
Das Spiel gibt es ja schön längere Zeit für’s iPhone und als Flash-Spiel für Bad und WC Mac und PC (ja, ja, wenn man so will auch für Linux und alles was nen Flash-fähigen Browser hat und bei drei nicht auf dem Baum ist). Auch für Android und nun in HD (natürlich!). Das Spiel wurde in nur 5 Tagen von Adam Atomic programmiert und von Danny Baranowsky mit einem dazu passenden, dramatischen Soundtrack versehen. Schon damals hatte mich das Spiel eine ganze Weile am Browser gefesselt und fast jede Arbeitspause war für dieses Spiel drauf gegangen. Jetzt hat mich das Spiel wieder gepackt. Nu aber via Android. Das geht sowohl über’s Tab als auch auf den kleinen Smartphone-Screen gut ab. Bei dem wirklich gut gelungen Soundtrack ist die Empfehlung am Anfang des Spiels Kopfhörer zu benutzen schon angebracht. Aber nicht nur wegen des Sountracks ist diese Empfehlung zu folgen, sondern weil es auch ein paar Soundeffekte gibt die auf darauf folgende Ereignisse im Spiel hin weisen. Also ich finde das Spiel ist seine 2 bis 3 Euro absolut wert. So viel Spaß hatte ich mit einem so simplen Spiel schon lange nicht mehr.
Übrigens ist mein Highscore bei knapp 6200 Metern. Wie Leute 230 000 Meter und mehr schaffen können ist mir ein Rätsel.

Na gut, dann also doch "Tower Defense"

(Das ist ein Artikel von Jens, aus dem alten Blog importiert)

Seit Weihnachten liegt in meinem Steam account “Defense Grid” herum und ich hab’s nie gespielt. Es war eines der Spiele, die im Dezember so radikal reduziert waren daß ich mir dachte “Was soll’s, für die paar Euro fuffzig nimmste das mal mit, wer weiß: Vielleicht gefällt dir’s ja.” und die Screens sahen ok genug aus um so im Vorbeiklicken anzunehmen, dass es sich hier um so ne Art Leisure Strategy Game handeln müsste.

Nachdem ichs dann hatte bemerkte ich, dass es sich dabei in Wahrheit um ein “Tower Defense” handelt – eine Spielsorte, die ich auf dem iPhone ein paar mal ausprobiert habe, um dieses Spielprinzip mal zu verstehen und nachvollziehen zu können, warum es so derart beliebt ist, das mich aber kein einziges Mal begeistern oder sonstwie länger interessieren konnte als eine Viertelstunde.

Ich hatte Defense Grid daher zunächst als Fehlkauf ignoriert und bis ich es am Ende doch mal ausprobiert habe verging ein halbes Jahr. Allerdings geschah etwas interessantes: Ich erwischte mich dabei, dass es mir Spaß machte und das nicht zu knapp. DG hatte weder den Billig-Look noch die hauchdünne Pseudostory, die all die anderen Tower Defense Games so eintönig und gleichförmig machte, die ich bisher ausprobiert habe. Das Game hat eine liebevolle (natürlich dennoch nicht arg anspruchsvolle) Story mit viel Witz, einen schönen Sci-Fi Endzeit-Stil mit sehr ansprechende Grafiken, einer ordentlichen Sound- und Musikkulisse und jede Menge kleine Features, die es zu einem unterhaltsamen, ausgereiften und runden Spiel machen.

Der Schwierigkeitgrad ist prima ausbalanciert: Die ersten drei, vier Level sind schnell zu beherrschen, aber dennoch knifflig, je perfekter man sie lösen möchte. Danach wird’s schnell Ernster, aber nie unfair. Ich habe nie das Gefühl gehabt, jetzt nur noch mit Glück zu spielen oder in völlige Hektik zu verfallen. DG artet auch nicht in Arbeit aus sondern hält einen guten Spaßlevel aufrecht: Geschickt dosierte Hektikparts mit fiesen Bossgegnern oder sich kreuzenden Angriffswellen wechseln sich ab mit Gegnergruppen, deren Zerstörung – wenn die Türme gut positioniert sind – gewissermaßen unvermeidlich ist. Man wird also auch innerhalb des Levels immer mal wieder mit dem Beweis, dass man alles richtig gemacht hat, dadurch belohnt, dass man sich zurücklehnen kann und in Ruhe seinen Verteidigungsanlagen bei der Arbeit zusehen kann. Sowas passiert in anderen Spielen viel zu selten, meist steigt der Frustrations- und Hektiklevel ja immer nur an, weil viel zu selten auch mal der eigene Fortschritt sichtbar gemacht und der Grad der Beherrschung des Spiels gefeiert wird.

Natürlich ist DG immer noch kein “Hardcore”-Titel. Aber es hat mich dem Tower Defense Genre endlich nahegebracht und ich werds sicherlich noch ein Weilchen weiter spielen.

Bloß nicht abwimmeln lassen

Casual games hatten wir ja schon lange nicht mehr. Das Wimmelbildspiel nicht gleich Wimmelbildspiel ist habe ich ja hier auch schon einmal festgestellt. Ohnehin sind ja Casual Games für zwischen einer stressigen FPS-Runde oder einem feschen Autorennen ja mal ganz entspannt. Und dann muss es ja nicht immer Solitair sein.
Nun sind die WImmelbildspiele neben den ganzen Karten und Steinchen-Spielen ganz gut auf dem Vormarsch. Die simplen Suchspielchen gibt es unterdessen zu hauf. Aber mittlerweile haben sich ein paar Entwickler von Wimmelbildspielen in eine andere Richtung aufgemacht. Die MYSTERY CASE FILES Serie hat sich schon vor ein paar Jahren auf diesen Pfad der adventuremäßigen Hidden Objects Spielen begeben. So hat schon das frühe RAVENHEARST neben den Wimmelabschnitten nicht nur eine fortlaufende Geschichte, sondern auch ein paar Kombinationsrätsel, wie man sie aus den klassichen Grafikadventuren oder den MYSTH-Spielen kennt.
Das oben im Video gezeigte MYSTERY OF MORTLAKE MANSION ist nicht aus der MCF-Serie (und als alter Adventure-Fan fallen einen gleich zwei Titel ein, die hier abgekupfert zu sein scheinen: MANIAC MANSION und MORTVILLE MANOR), aber betritt hier die selben Pfade. Es gibt eine spannende Geschichte, neben den Suchspielchen muss man auch Dinge in einem Raum suchen und in einem Anderen einsetzen oder gar kombinieren, es gibt Steinchenverschiebespiele um eine Schloss aufzubekommen und andere kleine Kombirätsel. Also fast alles was ein klassisches Grafikadventure ausmacht. Es fehlen eigentlich nur die Multichoice-Gespräche! Das Spiel macht auf jeden Fall sehr viel Spaß (und das nicht nur für Zwwischendurch) und ist für unter 10 Euro zu haben.

Abgewimmelt

Casual Games begegnet ja nun überall und besonders beliebt sind sie scheinbar auf Handys und Smartphones. Die, wenn man denn so will, Klassiker waren Solitar/Mindsweper/Hearts (als Beilage zu Windows 3.1) und die Solo-Mah Jongg-Variante Shanghai (die mir das erste Mal 1986 für den AMIGA von Activision über den Weg gelaufen ist..). Tetris und seine Nachfolger kann man genauso zu den Casual Games zählen wie diverse 3-Gewinnt-Spiele a la BEJEWELED. Und was spätestens seit den Nuller Jahren sehr beliegt ist sind Wimmelbild-Spiele. Diese sind bei mir zu Hause bei der Familie auch sehr beliebt, wobei ich jene zur Entspannung für Zwischendurch bevorzuge, die so ein bisschen Adventure-Charachter haben.

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Wobei ja scheinbar vielen nicht bewusst ist, das Wimmelbilder ja nun nichts Neues, sondern genauso wie Solitär und Shanghai quasi Adaptionen sind. Sprich Versoftungen.
Als die Väter der Wimmelbilder gelten Hieronymus Bosch, Pieter Brueghel der Ältere und Hans Jürgen Press. Wobei die ersteren natürlich nichts mit Spielen im Sinn hatten, sondern mit ihren Wimmelbildern Massenszenen darstellten.
Aber jeder hat doch bestimmt als Kind Wimmelbilderbücher gehabt, in denen man als Kleinkind bestimmte Tiere oder Objekte suchen konnte.

Als Kind hatte ich auf jeden Fall “Die Abenteuer der schwarzen Hand” von Hans Jürgen Press gelesen. Der eine oder andere kennt es vielleicht noch, diese Krimi-Geschichten mit offenen Ende und einem Such- oder Wimmelbild am Ende, in dem die Indizien zur Lösung versteckt waren. Das war schon sehr nah dran an den heutigen Computer-Wimmelbild-Spielen.

Meiner Meinung nach war Mystery Case Files: Ravenhearst eines der ersten Computer-Wimmelbild-Spiele, das nicht für Kinder gedacht war. Ich hatte das Spiel erstanden in der irrigen Annahme das dies ein Grafic-Adventure wäre. Im Prinzip ist es das ja auch. Wenn es hier auch wenig zu kombinieren gibt und keine Multi-Choice-Gespräche stattfinden. Aber es gibt eben eine Story und eben an den “Level”-Enden je ein kniffliges Verschieberätsel und ähnliches, wie man es eben auch von Grafik-Adventures her kennt. Größtenteils sind diese Spiele schnell und billig produzierte Casual Games, aber gerade die Mystery Case Files – Serie hat doch ein paar ganz nette Spiele hervorgebracht. Natürlich nicht mit den klassischen Grafik-Adventures direkt vergleichbar, sondern eben mehr zu entspannen in der Mittagspause. Wie eben Casual Games auch sein sollen.

AoE Online mags wie ich: umsonst.

Schon wieder mach ich mir Freunde mit schmaler Geldboerse und vergraule Spieleenwickler, die Geld brauchen.

Nur diesmal kommt ein Spiel nicht von einem unabhaengigen Studio, sondern von den alterwuerdigen Meistern der Echzeitstrategie, die uns schon unsere Jugend (und so einige Unipassagen) gestohlen versuesst haben.

Age of Empires Online heisst das neue Kind von Microsoft Games und wartet mit eher ungewohnter Comicgrafik und Echtzeit-Onlinegameplay auf, welches auch dann weiterlaeuft, wenn man nicht am Netz ist.

Strategiespiele mit Rollenspielelementen zu verbinden ist zwar nicht neu, aber immer noch wirft sich mir die Frage auf, was das denn soll. Bisher gab es noch kein Spiel, das diese Kombination gescheit umgesetzt hat. AoE Online hat aber Potential durch die langjaehrige Erfahrung der Entwickler.

Auf der anderen Seite rieche ich eine kleines Bonbon, das vor meiner Nase baumelt. Eine getarnte PR Attacke, um irgendwie weiter rechtfertigen zu koennen, das Age of Empires II, sei es auch noch so toll, nach 11 Jahren (oder 10 als Gold Edition) immernoch so viel kostet wie ein moderner Vollpreistitel.

Age of Empires Online kommt 2011 fuer Windows PC und Games for Windows – LIVE raus, laesst sich aber schon laneger als Beta nach Anmeldung auf der offiziellen Seite spielen.

http://www.ageofempiresonline.com/