War Pinball HD

Mittlerweile gibt es ja viele Pinball-Spiele für Android und i0S. Neben den bekannten Vertretern PINBALL ARCADE und ZEN PINBALL gibt es auch eine Menge Schmontz. Meist bekommt man nur ein unübersichtliches Tischdesign und eine unmögliche Ballphysik für sein Geld. Bei manchen Spielen bekommt man auch ein eher leeres Tischdesign. Da fühlt man sich an die frühen 90zieger Jahre erinnert, als viele Entwickler versuchten sich an PINBALL DREAMS zu orientieren, aber meist kläglich gescheitert sind. Meist waren die Folgen schreckliche Tischdesigns oder gar völlig unspielbare Games gewesen.

WAR PINBALL HD ist da tatsächlich etwas anders als die üblichen Verdächtigen. An die beiden “Großen” der Branche kann das Spiel vielleicht nicht anknüpfen, aber es kommt doch schon recht nahe dran. Zunächst macht es allerdings ein eher merkwürdigen Eindruck. “WAR” Pinball? Ehrlich jetzt? Klar, gibt es auch Tische mit “Kriegs”-Motiven. Zum Thema Video Pinball fällt mir da Spontan ein Tisch von PURE PINBALL ein. Allerdings war es da eben nur ein Tisch von drei. Hier hat man gleich drei “Kriegs”-Tischdesigns.
Alle drei basieren auf Filme: Missing in Action, Platoon und Navy Seals. Letzterer ist ein Film den ich zu mindestens nicht kenne, aber immer hin mich Michael Biehn und <strike>Carlos Estevez</strike> Charlie Sheen. Somit dürfen wir uns Sheens Visage gleich auf zwei Tischen im Spiel ansehen. Merkwürdig wirkt da im Spiel auch die Option die Filme zu kaufen. Die Links führen einen dann allerdings nicht in einen MGM-Shop, sondern auf Amazon.com .
Dem Themen entsprechend gibt es im Spiel natürlich viele Samples mit Kriegsgeschreihe und Ballergeräuschen. Das ist schon mal Geschmackssache. Aber den Ton kann man ja ausschalten. Die Tischdesigns überraschen dann aber positiv. Sie sind sehr gut spielbar und gut durchdacht. Sind nicht überladen oder zu leer. Es gibt Rampen und Bumper, wie auch Herrausforderungen bzw. Missionen. Die Ball- bzw. Kugelphysik ist wirklich ordentlich und in den eigenen Gesetzen von Video Pinball auch recht “realistisch”. Die Designs sind auch darauf ausgelegt, das man mit etwas Geschick eine Weile spielen kann ohne das die Kugeln in windeseile durchrauschen. Das ist dann die 2 Euro, die z.Z. für das Spiel im Play Store verlangt werden, durchaus wert.

Allerdings gibt es noch einen negativen Kritikpunkt. Etwas das ich in letzter Zeit wieder sehr oft bei Spielen auf Android wieder beobachtet habe: Das Spiel lässt sich nicht beenden! Die Programmierer waren wahrscheinlich der Meinung, das man so eine essenzielle Funktion nicht braucht. Wenn man erst mal angefangen hat zu spielen, dann hört man doch schließlich nicht mehr auf bis das der Akku leer ist, oder?! Ja, auch mit der Zurück-Taste/Funktion kommt man nicht raus. Das man ein Spiel nur über einen Taskmanager beenden kann, ist eine Unart, die sich wieder öfter breit macht. Das finde ich persönlich sehr ärgerlich. Denn wenn man das Spiel im Hintergrund vergisst, verbraucht es schön Akkuleistung, die man unterwegs dann vielleicht doch eher fürs telefonieren oder so gebraucht hätte.

Shanghai? Solitaire? MahJongg

Wenn heute jemand sagt das er “Mahjong” am Computer/Handheld/Smartphone gespielt hat, dann meint er meist nicht das chinesische Spiel (das wohl richtig ins “westliche” MahJongg geschrieben werden sollte) selbst, sondern die Solitaire-Variante “Turtle”. Wer je an einen Computer gesessen hat und mal etwas gespielt hat, der hat wahrscheinlich eine Variante dieses Spiels gespielt. Nicht nur weil Solitaire MahJongg so simple Spielregeln hat (die ich hier wohl nicht erklären muss), sondern weil es eben einen recht meditativen Charakter hat. So manche Frühstücks- oder Mittagspause hat man mit den Spiel verbracht und konnte so von seinen Arbeitsaufgaben abschalten und wieder ein wenig runterkommen. Oder wenn man mal krank ist, vielleicht im Bett liegt und nichts anderes tun kann als die Decke anzustarren, dann hat es bisher bei mir zu mindestens immer geholfen ein paar Runden zu spielen um auf andere Gedanken zu kommen.
Was ich schon einmal gelesen hatte ist, das Solitaire MahJongg keinesfalls nur eine Variante ist die erst mit dem Computerspiel aufgekommen ist. Genauso wie das Karten-Solitaire ein “wirkliches” Vorbild hat, das man als Kind der 60ziger zwangsläufig mit Karten spielen musste (weil noch kein Heimcomputer) und daher schon kannte, ist das bei MahJongg natürlich nicht anders und vielleicht schon viel älter als die Karten-Solitaire-Spiele. Denn MahJongg-Steine gibt es bestimmt schon länger als Spielkarten. Und tatsächlich habe ich mit meinen MahJongg-Steinen bisher nur drei Mal richtig MahJongg gespielt (das man sich wie Rommé vorstellen muss, nur ein wenig komplizierter) und sonst eher mal so beim Filmgucken einen “Turm zum abbauen” gebaut. Die besonders durch das Activision-Spiel SHANGHAI bekannte Turmform “Turtle” läßt sich wirklich relativ einfach nachbauen.
shangai
Bisher hatte ich aber gedacht das SHANGHAI aus dem Jahr 1986 von Activision die erste Versoftung des Spiels war. Ich wurde aber hier eines Besseren belehrt. Aber PLATO Mainframes muss man auch nicht unbedingt kennen. Ich habe das Spiel zu mindestens das erste Mal auf dem Amiga gespielt. Leider habe ich nur noch die Diskette und immerhin die Anleitung, aber nicht mehr den Karton. Das Spiel hatte ich im Herbst 1988 bei Karstadt gekauft. Daran kann ich mich deshalb so gut erinnern, weil es einmal recht preisgünstig war (25 DM war in den späten 80zigern extrem preisgünstig für ein Computerspiel), sondern auch weil es mein erstes Amiga-Spiel war das ich für meinen nagelneuen Amiga 2000 gekauft hatte.
Zur Zeit spiele ich das Game auf dem Tab und Smarty und zwar diese “schöne” Variante.  

Mobile Pinball-Welten

Anfang des Jahres war ich von PINBALL ARCADE recht angetan gewesen. Daran hat sich bisher auch nichts geändert. Mittlerweile habe ich das Spiel auch auf meinen Milestone 2 gespielt (das Display ist dafür eindeutig zu klein) und ich habe von meinem alten Galaxy Tab auf das GT 7.0n gewechselt. Dieses hat einen schnelleren CPU und ein “empfindlicheren” Bildschirm, will sagen das dies Tab auf Berührungen besser reagiert als das Alte und somit Touchsteuerungen viel besser von der Hand gehen. So auch bei PINBALL ARCADE. Pinball Arcade 01 Außerdem haben die Macher des Games mittlerweile 3 Table Packs mit je 2 Tischen veröffentlicht. Die Qualität und Spielbarkeit der Tische ist immer noch auf den gleichen hohen Niveau wie die ersten Tische. Leider ist der Preis auch auf den hohen Niveau geblieben. Für mich als Fan und “Viel-Pinball-Spieler” ist das okay, aber für den Gelegenheitsspieler finde ich den Preis zu hoch. Weiter wurden originale Tisch Designs von Williams, Bally, Stern und Co. verwendet. Diesen Monat aktuell ist es CORGAR, aus dem Jahr 1979 und den ich selbst in den frühen 80zigern mal gespielt habe, und MONSTER BASH von 1999. Beide Williams. Beide spielen sich wieder sehr gut und machen Spaß. Aber vielleicht sollte man hier die Tische nicht mehr mit knapp 3 Euro pro Tisch überteuern. Ich denke wenn man pro Tisch ein Euro nehmen würde, würde da die Macher nicht wirklich arm machen. Pinball Arcade 2

Bloß nicht abwimmeln lassen

Casual games hatten wir ja schon lange nicht mehr. Das Wimmelbildspiel nicht gleich Wimmelbildspiel ist habe ich ja hier auch schon einmal festgestellt. Ohnehin sind ja Casual Games für zwischen einer stressigen FPS-Runde oder einem feschen Autorennen ja mal ganz entspannt. Und dann muss es ja nicht immer Solitair sein.
Nun sind die WImmelbildspiele neben den ganzen Karten und Steinchen-Spielen ganz gut auf dem Vormarsch. Die simplen Suchspielchen gibt es unterdessen zu hauf. Aber mittlerweile haben sich ein paar Entwickler von Wimmelbildspielen in eine andere Richtung aufgemacht. Die MYSTERY CASE FILES Serie hat sich schon vor ein paar Jahren auf diesen Pfad der adventuremäßigen Hidden Objects Spielen begeben. So hat schon das frühe RAVENHEARST neben den Wimmelabschnitten nicht nur eine fortlaufende Geschichte, sondern auch ein paar Kombinationsrätsel, wie man sie aus den klassichen Grafikadventuren oder den MYSTH-Spielen kennt.
Das oben im Video gezeigte MYSTERY OF MORTLAKE MANSION ist nicht aus der MCF-Serie (und als alter Adventure-Fan fallen einen gleich zwei Titel ein, die hier abgekupfert zu sein scheinen: MANIAC MANSION und MORTVILLE MANOR), aber betritt hier die selben Pfade. Es gibt eine spannende Geschichte, neben den Suchspielchen muss man auch Dinge in einem Raum suchen und in einem Anderen einsetzen oder gar kombinieren, es gibt Steinchenverschiebespiele um eine Schloss aufzubekommen und andere kleine Kombirätsel. Also fast alles was ein klassisches Grafikadventure ausmacht. Es fehlen eigentlich nur die Multichoice-Gespräche! Das Spiel macht auf jeden Fall sehr viel Spaß (und das nicht nur für Zwwischendurch) und ist für unter 10 Euro zu haben.

WiiWare Fun! Fun! Minigolf

Casual Games werden ja von Hardcore-Spielern immer noch so ein bisschen schief angesehen. Aber schließlich gibt es ja noch die Gelegenheitsspieler und auch eben jene, die sich nicht tief in Bedienungsanleitungen und großen Regelwerken vergraben wollen, sondern eben anmachen und losspielen wollen. Auf der Wii gibt es dafür WiiWare, wo es eben schon das eine oder andere simple Spiel gibt. So haben Frau und Fräulein Stardustlyricer hauptsächliche Spaß an einfachen Spielen a la WiiSports. Da wird dann auch mal gerne Golf gespielt, wo bei Tiger Woods 09 eher mal die Flinte ins Korn geworfen wird.

Für solche Spieler ist dann Fun! Fun! Minigolf (ja, das ist ein merkwürdiger Spielname) geeignet. Einfache Steuerung, simple Spielführung und ohne komplizierte Spielmodi. Die Grafik könnte ein wenig lebhafter sein. Aber im großen und ganzen macht das Spiel bei mindestens 2 Spielern schon Spaß und ist seine 900 Punkte wert.
Solo macht das natürlich nicht so besonders viel Spaß, denn es gibt keine Boni oder auch nichts zum freispielen um als Solospieler eine Motivation zu haben.

Auf Planet-Nintendo gibt es zu dem Spiel eine gute Review.