DiRT 5 – Wir müssen reden

Eigentlich wollte ich zu dem jüngsten Spross der DiRT-Familie gar nichts schreiben. Zu sagen, dass das Spiel schlecht ist, wäre nicht fair. Ich drücke es mal so aus: Als Fan der CMR / DiRT Serie gehöre ich wohl eindeutig nicht der Zielgruppe an. Den “Generationswechsel” von CMR05 zum ersten DiRT konnte ich noch ohne Schwierigkeiten mitmachen, aber bei DiRT 5 geht wohl diese Ära zu Ende. Also schlecht muss das Spiel deswegen nun nicht sein, aber was man sagen kann, ist, dass es nicht besonders Umfangreich ist. Das Problem hatten schon DiRT 3 und 4 in meinen Augen, aber DiRT 5 bietet zumindest für mich zu wenig. Diesmal hat man den Rally-Teil komplett aus der Hauptserie entfernt. Also keine klassischen Etappen und Meisterschaften mehr. Eine Möglichkeit um Zeiten zu fahren gibt es noch. Allerdings im Arcade-Teil des Spiels ein wenig versteckt. Auch kann man im Rally Cross auch noch ein paar Rally-Veteranen wie ein Subaru Impreza WRX STi (2005er oder 2007er, ich kann die beiden Modelle optisch nicht unterscheiden, weil eben sehr, sehr ähnlich). Natürlich gibt es hier dann keinen klasssichen Impreza WRX von 1995 mehr , auf dem seiner Zeit Colin McRae Weltmeister geworden ist. Aber das kann man natürlich noch in den beiden Spin-Off DiRT RALLY fahren. Wie man ohnehin als Rally-Fan nur noch bei DiRT RALLY glücklich werden kann.

Aber ich will ja nicht nur meckern. Immerhin habe ich bisher trotzdem 20 Stunden mit dem Spiel verbracht. Allerdings habe ich es schon seit Dezember 2020. Zum Vergleich habe ich DiRT 4 knapp 100 Stunden gespielt und DiRT RALLY (bisher, aber On-going) 136 Stunden. Erst einmal trotzdem das was mir wirklich gut an DiRT 5 gefällt. Die Grafik ist wirklich ein Hammer und die Wettereffekte sind wirklich gelungen. Zudem gibt es auch hier nun endlich auch während einem Rennen Wetterwechsel, was es bei DiRT 4 und auch DiRT RALLY 2 noch nicht gegeben hatte. Man startet also durchaus im Regen und kommt bei Sonnenschein ins Ziel. Auch die Tageszeit kann sich durchaus während einem Rennen ändern. Was zwar in der Karriere eher selten der Fall ist, dass man z.B. beim Sonnenuntergang startet und erst im Dunkeln ins Ziel kommt. Im Arcade-Modus kann man sich bei dem selbst zusammen gestellten Rennen das Wetter oder eben Wetterwechsel und Startzeit (Morgens, Mittags, Nachmittags, Sonnenuntergang, Nacht) einstellen. Und man kann sich dann Echtzeit einstellen, dann ändert sich die Tageszeit natürlich nicht in einem Rennen, aber wenn man die Zeit beschleunigt einstellt, bis zu 60 facher Geschwindigkeit, dann startet man z.B. im Sonnenschein des Nachmittags und kommt erst in der Dämmerung oder am Abend / in der Nacht im Ziel an. Ein vielleicht für’s Rennen unwichtiger Effekt, aber er trägt für mich ein bisschen zum Spielspaß bei und es ist eben neu in der Serie. Wenn man ohne Fahrhilfen fährt, kann es einen übrigens bei einem Regensturm schon mal böig von der Strecke abbringen.

Die Grafik ist zwar sehr schön und Detailreich, aber kunterbunt. Und zwar so Bonbon-mäßig bunt, dass es teilweise schon in den Augen weh tut! Dafür kann man seine Wagen wieder selbst dekorieren, wie schon bei DiRT 4 bzw. der GRID-Serie von Codemasters. Eine Möglichkeit, die einen bei DiRT RALLY 2 ja leider nicht gegeben wurde. Bei D5 kann man also nach Geschmack und Vorliebe seine Autos lackieren und Vinyls anlegen, wie Damals ab UNDERGROUND der NEED FOR SPEED – Serie. Aber sah das in D4 noch realistisch aus, haben die Wagen hier nun mit Vinyls oder ohne einen merkwürdigen plastikhaften Look, der sich nicht mit dem Streckendesign messen kann und teilweise deplatziert wirkt, wie Matchbox-Autos. Mit der Zeit schaltet man durch Gewinne im Karriere Modus weitere Designs frei. Überhaupt fühlt man sich als GRID-Spieler bei D5 schnell zurecht. Aber nicht nur beim Design, sondern auch in der Art der Karriere ist D5 mehr GRID als DiRT. Zumindest in den Bezeichnungen der Spielmodi hat der Begriff Rally überlebt, so gibt es neben Land Rush, Stampede und den von mir schon bei D3 gehassten Gymkhana eben auch Rally Cross (aber hier eigentlich UltraCross genannt) und Rally Raid. Aber zu sehr ähneln sich die Modi, wie schon seiner Zeit 2015 bei dem DiRT-Spin-Off SHOWDOWN, dass wiederum noch weniger geboten hat, als D5, aber eben auch kein klassisches Rally. Ein Bastelmodus (denn Editor konnte man das nicht nennen) wie bei D4 gibt es leider nicht mehr und ist wie bei DR2 nicht wieder aufgegriffen worden. Schade, fand ich das bei D4 doch sehr schön und sorgte für Abwechslung bei den Rennstrecken, die nicht so umfangreich waren, wie auch hier bei D5 wieder. In Sachen Abwechslung geht es aber schon seit DiRT 2 Die Grafik ist zwar sehr schön und Detailreich, aber kunterbunt. Und zwar so Bonbon-mäßig bunt, dass es teilweise schon in den Augen weh tut! Dafür kann man seine Wagen wieder selbst dekorieren, wie schon bei DiRT 4 bzw. der GRID-Serie von Codemasters. Eine Möglichkeit, die einen bei DiRT RALLY 2 ja leider nicht gegeben wurde. Bei D5 kann man also nach Geschmack und Vorliebe seine Autos lackieren und Vinyls anlegen, wie Damals ab UNDERGROUND der NEED FOR SPEED – Serie. Aber sah das in D4 noch realistisch aus, haben die Wagen hier nun mit Vinyls oder ohne einen merkwürdigen plastikhaften Look, der sich nicht mit dem Streckendesign messen kann und teilweise deplatziert wirkt, wie Matchbox-Autos. Mit der Zeit schaltet man durch Gewinne im Karriere Modus weitere Designs frei. Überhaupt fühlt man sich als GRID-Spieler bei D5 schnell zurecht. Aber nicht nur beim Design, sondern auch in der Art der Karriere ist D5 mehr GRID als DiRT. Zumindest in den Bezeichnungen der Spielmodi hat der Begriff Rally überlebt, so gibt es neben Land Rush, Stampede und den von mir schon bei D3 gehassten Gymkhana eben auch Rally Cross (aber hier eigentlich UltraCross genannt) und Rally Raid. Aber zu sehr ähneln sich die Modi, wie schon seiner Zeit 2015 bei dem DiRT-Spin-Off SHOWDOWN, dass wiederum noch weniger geboten hat, als D5, aber eben auch kein klassisches Rally. Ein Bastelmodus (denn Editor konnte man das nicht nennen) wie bei D4 gibt es leider nicht mehr und ist wie bei DR2 nicht wieder aufgegriffen worden. Schade, fand ich das bei D4 doch sehr schön und sorgte für Abwechslung bei den Rennstrecken, die nicht so umfangreich waren, wie auch hier bei D5 wieder. In Sachen Abwechslung geht es aber schon seit DiRT 2 soI, das noch sehr gut ausgestattet war, mit DiRT 3 immer weiter bergab. Aber, hey, Gymkhana ist wieder da! Also ich hatte es nicht vermisst durch die Gegend zu schleudern statt ein Rennen zu fahren. Aber wer sich gern wie Ken Block fühlen will, der ist hier richtig. Nichts für Leute mit Gaming-Sickness. Und für den “Renn”-Modus gibt es wiederum bei D5 eine Bastelecke, bei dem man sich sein Stadium und somit den Parcours selbst zusammenstellen kann. So ein bisschen wie Trackmania, bloß eben auf niedrigeren Niveau.

10 Schauplätze (also ein bisschen mehr als bei D4) gibt es zu bereisen. Jeder Schauplatz bieten andere Bedingungen wie natürlich Matsch, Sand oder Schnee. Asphalt eher weniger. Man kann also durch einen Dschungel in Brasilien, ein wenig politisch unkorrekt oder gar in New York fahren, hier aber nicht durch die Häuserschluchten, sondern über ein in der Klimakatastrophe wohl eher nicht mehr möglichen Eissee. Leider unterscheiden sich die einzelnen Abschnitte der Schauplätze nicht wirklich. Da gibt es zwischen zwei bis drei und jene kann man auch rückwärts (also die Strecke, nicht mit den Wagen!) durchfahren. Hier fährt man also immer im Pulk und nie im Duell oder gar Einzel (außer eben dem Zeitrennen, dass es aber nicht in der Karriere gibt). Je nach Schwierigkeitseinstellung ist das herausfordernd, weil die KIs schon schön aggressiv fahren, aber natürlich nie realistisch wie bei einer Sim, sondern rein Arcade. Man kann den Schwierigkeitsgrad ganz niedrig einstellen, sodass man so viele Fahrhilfen hat, dass man eigentlich Stützräder und Papa der von hinten schiebt erwartet. Und die Gegner sind zwar trotzdem aggressiv, aber fahren eher so, als würden sie das Gaspedal nicht immer finden. Für blutige Anfänger ist das aber gut. Der Frustfaktor ist da niedrig und nicht so wie beim Hill Climb – Modus bei DiRT RALLY, bei dem man nur als Profispieler das Ziel überhaupt erreichen kann, vom Siegen ganz zu schweigen. Die Leichtigkeit gibt es natürlich nur im Offline-Modus. Schon klar, oder? Online-Rennen sind natürlich wie immer gnadenlos. Aber im Karriere-Modus kann man natürlich auch alle Fahrhilfen abschalten, was für ein durchschnittlich erfahrenden Spieler aber trotzdem keine Herrausvorderung bietet oder die Gegner alle zu Hyper-Sebastian Loebs werden lassen. Sieht man in der leichten Einstellung die Gegner nur bei Start und danach nur noch im Rückspiegel, so ist es in der höchsten Stufe schon so, dass man echt Schwierigkeiten hat mitzuhalten und das Feld eher vor sich sieht. Was aber okay ist.

Die Auswahl der verschiedenen Autos ist durchschnittlich und ohne das man per DLC einige nachkauft ist der Umfang eher dürftig. Wenn man alle DLC-Wagen dazu nimmt, würde das FORZA HORIZON – Spielern trotzdem nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Alle Wagen fahren sich meist zahm. Allerdings nur mit dem Gamepad. Mit Lenkrad hat mir das Spiel eher weniger Spaß gemacht. Also kein Vergleich zu der genialen Lenkrad-Unterstützung von DR2. Aber vielleicht geht es nur mir so?! Jedenfalls hat sich DiRT 1 bis 4 immer gut mit einem Lenkrad fahren lassen. Eine Meisterschaft gibt es nicht wirklich. Der Karriere-Modus erinnert wie erwähnt an GRID. Immerhin ist es auch hier nicht linear. Also auch hier hat man immer ein zwei Alternativen weiterzukommen, wenn einem der eine oder andere Modus nicht liegt. So bin ich bis jetzt immer um Gymkhana herumgekommen und trotzdem weitergekommen, etwas was bei D3 leider nicht möglich war. Was nervt, ist die deutsche Version der Kommentare und des Managers. In der originalen Version soll das nicht ganz so nervig sein. Und hier hat man auch richtige Sprecher mit Nolan North und Troy Baker genommen/ bekommen und keine nervigen pseudo-coolen Nervkekse. Wie also schon bei D3. Zum Glück kann man die fast ausstellen. Ohnehin, wenn es um eine gute Atmosphäre, also Sprecher und Soundtrack, geht, ist nach dem wirklich gelungenen D2 leider nie mehr so etwas zu Stande gekommen.

Ich werde DiRT 5 wohl nicht mehr groß weiterspielen und wenn dann nur mal zwischendurch eine schnelle Runde im Arcade-Modus. Oder ich starte lieber gleich FORZA HORIZON 4, wenn ich einen unterhaltsamen, modernen Arcade-Racer spielen will.

DiRT 4 revisited

Überraschenderweise habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass ich DiRT 4 zu Unrecht in meinem Games-Review 2019 runtergemacht habe! Es ist definitiv besser als ich bisher gedacht hatte. Zudem habe ich es seit seinem Erscheinen im 2017 nur knapp 14 Stunden bis Ende 2019 gespielt. Da aber eben nur im “freien” Modus, bei denen man Länge, Schwierigkeitsgrad und Wetter frei einstellen kann. Und da eben dann dementsprechend kurze Strecken, wegen meiner Motion / Gaming sickness. Seit Anfang Januar habe ich mir dann das Spiel doch mal genauer angesschaut und so seitdem etwas über 50 Stunden mit dem Spiel verbracht! Wie kam es dazu?

Nein, im Spiel gibt es keine Ken-Block-Skin. Diese ist ein Mod von einem begabten Modder (also nicht von mir!).

Ende des letzten Jahres hatte ich mir DiRT RALLY 2 im Sale zugelegt. Jenes Spiel bekam ich gut mit verringerter Grafikauflösung zum laufen, sodass es mit stabilen 60 FPS auf meinen alten Spielerechner lief. Aber wenn ich mir dann Screenshots oder Let’s Plays mit höherer Auflösung ansah, wurde ich doch ein bisschen neidisch und wehmütig. So entschied ich mich Anfang Januar mal etwas zu machen, was ich schon lange nicht mehr getan habe: Ich habe meine Grafikkarte übertaktet! Das hatte ich das letzte Mal in meinen letzten Spielerechner von vor 10 Jahren gemacht. In diesem Rechner hatte ich bisher die Grafikkarte einmal upgegratet und die alte Grafikkarte vorher nicht einmal versucht zu übertakten. Nun bin ich da also vorsichtig ran gegangen und habe mit Sicherheit nicht alles rausgeholt was ging. Denn ich möchte meine Grafikkarte nun nicht gleich aufrauchen! Jedenfalls bekam ich es hin, dass ich DiRT RALLY 2 nun mit FullHD bei einer Framerate von bis zu 120 FPS spielen kann bzw. nun stabile 90 FPS habe. Da wurde ich neugierig, wie das so mit DiRT 4, dass offensichtlich eine andere Grafikengine hat (was ich nicht recherchiert habe) als die beiden DiRT RALLY Teile. Und siehe da, hier geht es nun auch mit FullHD und weit über 100 FPS! So waren hier nun längere Wertungsprüfungen für mich plötzlich kein Problem mehr, wie noch auf DiRT 2 und 3. Und dann hatte ich also gleich mal weiter mit dem Spiel experimentiert.

Ich hatte erwähnt, dass ich mit der Steuerung von DiRT 4 einfach nicht zu recht gekommen war, wo ich bei DiRT RALLY trotz höheren Schwierigkeitsgrad besser zurechtgekommen war. Ich hatte bei DiRT 4 einfach das Gefühl die verschiedenen Wagen nie in den Griff bekommen zu können. Die Steuerung fühlte sich schwammig an. Das trifft bei mir auch weiterhin zu, wenn ich das Lenkrad benutze. Für mich ist DiRT 4 einfach unmöglich zu steuern, wenn ich mein alten Logitech benutze. ABER.. mit dem XBox One Controller geht es nun plötzlich doch! DiRT 4 ist eben nicht als Simulation, sondern als Arcade-Racer angelegt. Das spürt man eben in der Steuerung besonders, aber auch im Schwierigkeitsgrad. Mit dem Gamepad geht es nun also. Der Schwierigkeitsgrad ist bei DiRT RALLY unheimlich hart, aber das macht eben das Spiel aus. Den es ist mehr Simulation als Funracer. Das kann frustrierend sein und mit einem Gamepad komme ich da wiederum nicht zu recht. Mit dem Lenkrad habe ich aber immer das Gefühl die Wagen im Griff zu haben und bin dann eben schon stolz mal Platz 3 oder 4 zu belegen. Platz 2 gelingt mir da super selten und Platz 1 schaffe ich nur bei den Asphalt-Strecken. Bei DiRT RALLY 2 hat man ein paar Fahrhilfen a la DiRT 4 eingebaut, sodass das Spiel nun nicht mehr ganz so frustrierend für Anfänger ist. Bei DiRT 4 habe ich nun ganz seltsame Erfahrungen gemacht.

Stellt man den Schwierigkeitsgrad komplett runter und mit allen Fahrhilfen, ist das Spiel lächerlich einfach. Alle Gegner schleichen wie Mexico-Käfer durch die Gegend und man wird praktisch um die Kurven von den Fahrhilfen getragen. Schaltet man aber alles hoch bzw. die Fahrhilfen komplett aus, dann fahren sich alle Wagen wie Seifenkisten bergab auf Glatteis! Ich habe da das Gefühl gar keine Kontrolle über die Steuerung zu haben. Also benutze ich nun doch ein paar Fahrhilfen und habe den Schwierigkeistgrad auf eines unter der höchsten Stufe gestellt, damit die Gegner z.B. beim Rally Cross nicht wie mit Raketenantrieb von mir gleich nach dem Start davon sausen und mich schon in der zweiten Runde gleich überholen. Damit habe ich es bisher zu mindestens bis Level 50 geschafft. Vom Prinzip hat DiRT 4 alles was ich an DiRT 2 mag. Aber eben alles ein wenig anders aufgeteilt. So findet man den ganzen Funracer-Quatsch mit durch Tore fahren und Kisten umbrettern unter frei Fahren. Ist alles Geschmackssache, aber mir hat das auch bei DiRT 2 und 3 nicht gefallen. Genauso wie die Drift-Geschichten. Das ist nun alles auf einem virtuellen Gelände Namens Dirt Fish untergebracht. Dort kann man alle Wagen ausprobieren und frei herum fahren oder eben diese Funracer-Spielchen machen.

Man kann hier aber eben auch wie Genere üblich seine eigenen Meisterschaften zusammenstellen. Neben Strecken, Anzahl, Wetter und Schwierigkeitsgrad geht DiRT 4 hier ein Schritt weiter. Man hat hier keinen direkten Editor, aber so einen Art Baukasten, auf dem man leider auch nicht direkt zugreifen kann, sondern bei denen sich die Wertungsprüfungen per Klick und Zufallsgenerator generieren, in dem man in mehreren Stufen die Länge und den Schwierigkeitsgrad der Strecke einstellen kann. Das ist ein witziger Feature der eine hohe Varianz an Wertungsprüfungen zur Verfügung stellt. Aber Vorsicht! Stellt man alles auf ganz leicht ein, werden die Strecken sehr gradlinig und die Computergegner rasen da mit Höchstgeschwindigkeit durch, so das man selbst mit der globalen Einstellung “leicht” kaum eine Chance hat, denn man selbst kann da nicht mit Bleifuss durchrasen, weil man sonst schon bei einer leichten Kurve in der Botanik landet! Also das ist ein nettes Feature, das ich auch gern in DiRT RALLY 2 gesehen hätte! Aber dafür hat DiRT 4 nur wenige Strecken und es gibt keine weiteren als DLC, wie bei DiRT RALLY 2!

So hat man nur 5 Rally-Strecken (Spanien – Asphalt, Australien – Sand/Schotter, Schweden – Schnee, Wales – Schotter und USA – noch mehr Sand/Schotter, aber im herbstlichen Wald). Das ist schon ein bisschen wenig. Dafür hat man eine hohe Varianz von Wetter und Tageszeiteinstellungen (Sonnig, teilweise bewölkt, bewölkt, bedeckt, drei Stufen Nebel und fünf Stufen Regen bzw. Schnee beim Wetter und bei den Tageszeiten Dämmerung vor Sonnenaufgang, Sonnenaufgang, früher Morgen, Morgen, Vormittag, Mittag, früher Nachmittag, später Nachmittag, Sonnenuntergang, Abenddämmerung und Nacht). Die Wetter und Tageszeiteffekte sind hier auch recht beeindruckend. Bei dicken Nebel in der Nacht zu fahren ist dann allerdings auch wirklich a pain in the arse! Die Karriere ist ähnlich aufgebaut, wie in den Vorgängern. Grafisch anders dargestellt. Man kann zwischen Rally, Rally Cross, historischer Rally und Landrush hin und her springen und schaltet weitere Rennen in den vier Kategorien nach und nach frei. Es gibt nicht so viele verschiedene Wagen in den einzelnen Klassen. Aber ich habe keine Wagen besonders vermisst. Schön fand ich den Zuwachs von Wagen der Marke Opel. Gab es bei DiRT RALLY schon den Kadett C Coupe GT/E und den Manta B 400, so findet man diese beiden auch in DiRT 4 und dazu den kleinen Adam und was mich besonders gefreut hat den Ascona B. Letzteren habe ich fast ausschließlich bei der historischen Rally gefahren.

In der Karriere kann man für andere Teams fahren. Aber man sollte sein eigenes Team aufbauen. Der Manager-Anteil ist mit geringem Aufwand zu bewältigen. Techniker und Ingenieure einstellen und die eigene Werkstatt nach und nach aufbauen. Immer je nachdem was man in den vorhergehenden Rennen an Geld gewonnen hat. Das kann man leider nicht links liegen lassen, denn ohne Team und gute Ausstattung hat man schnell keine Chance in den Karriere-Rennen. Man kann sogar sein eigenes Wagendesign basteln. Dabei hat man leider nicht so viele Möglichkeiten als in Codemasters GRID 2, aber immerhin, denn das gab es in den Vorgängern nicht. Es gibt ein paar Muster und man kann bis zu vier Farben frei einstellen. Zudem zwischen verschiedenen Lacksorten aussuchen. Im selben Menü nimmt man auch Angebote von Sponsoren an. Muss man nicht, aber Sponsoren geben zusätzliche Ziele aus (z.B. mindestens eine Wertungsprüfung pro Rally zu gewinnen), die zusätzliche Prämien bringen. Die Verträge gelten oft nur für ein paar Meisterschaften und dazu zählen auch die die man selbst erstellt hat! Man kann also auch mit selbst erstellten Meisterschaften Geld verdienen und so schon sein Team und seine Wagen kaufen und aufrüsten, damit man gut gewappnet in die Karriere starten kann. Das geht bei den DiRT RALLY Teilen z.B. nicht.

Unmittelbar vor den Rennen kann man seine Wagen tunen oder mit höherwertige Teile ausrüsten (die natürlich auch wieder Geld kosten). Die Wagen für die historische Rally muss man natürlich auf den Gebrauchtmarkt kaufen und nicht im Autohaus. Meist muss man diese Wagen dann vor dem ersten Rennen mit höherwertige Teile aufrüsten. Man muss aber nicht unbedingt tunen und man muss auch nicht eigene Autos für jeden Spielmodus haben. Man kann sich auch Wagen von anderen Teams ausleihen, was im Grunde genauso viel im Spiel kostet, wie seine eigne Crew den Wagen während der Meisterschaft zu warten und zu reparieren. Von tunen halte ich persönlich auch nicht so viel, weswegen ich das auch komplett ignoriere, ohne dabei gegen die Computergegner jeweils zu verlieren. Die Reparaturen muss man auch nicht selbst durchführen bzw. entscheiden was in der festgelegten Zeit repariert werden soll und was vernachlässigt wird, sondern kann man auf Automatik stellen. Dafür sollte man dann auch eine vollständige Crew mit Ing. und vier Technikern haben, die am besten mindestens eine C oder B Bewertung haben. Wenn der Wagen nach der Reparatur dann sogar noch sauber und vom Schmutz des Abschnitts davor befreit ist, weiß man das die Crew so weit alle Schäden behoben hat. Ist der Wagen immer noch dreckig, hatte man entweder in der Wertungsprüfung davor sehr viel Schaden verursacht oder die eigene Mannschaft ist unterbesetzt oder nicht fähig genug.

Rally Cross und Landrush kommt hier in der ersten Stufe der Karriere ein wenig zu kurz, finden einige Kritiker, gegenüber der DiRT-Vorgänger. Finde ich nicht so schlimm, weil ich eben ohnehin lieber Rally fahre und hier wird mit der eigentlichen Rally-Meisterschaft und der historischen Meisterschaft genug erst einmal geboten. Nur das eben die 5 Orte zu wenig Abwechslung bieten. Zurzeit bekommt man DiRT 4 z.B. für knapp 11 Euro bei Steam. 11 Euro die sich lohnen, wie ich finde. 50 Euro würde ich dafür nicht unbedingt ausgeben, sondern dann lieber gleich DiRT Rally 2 kaufen. Ob es denn ein DiRT 5 geben wird? Nach DiRT RALLY hatte ich gedacht, das man jetzt so dabei bleiben würde und als nächstes eben DiRT RALLY 2 kommen würde, dass dann zwischendurch DiRT 4 2017 erschien hatte mich total überrascht. Vielleicht behält man das bei Codemasters dabei. DiRT RALLY für die “Simulanten” und die DiRT für die “Arcadianer”. Die Rally-Serie hatte 1995/96 mit dem ersten COLIN MCRAE RALLY begonnen. Zählt man die CMR- und DiRT-Teile (also inclusive den Flop DiRT SHOWDOWN) zusammen, kommt man von 1995 bis 2020 auf stolze 12 Spiele am PC und diverse Konsolen. Aus meiner persönlichen Sicht mit wenigen Ausfällen. CMR 3 war seiner Zeit sehr eingeschränkt im Umfang gewesen, gegenüber seinen direkten Vorgänger. DiRT SHOWDOWN war eher ein unnötiger DLC zu DiRT 2. Und zu DiRT selbst kann ich leider nicht viel sagen. Denn ich hatte seiner Zeit ein Rechner, auf dem das gerade neue DiRT nicht lief. Als ich endlich einen Rechner hatte, der die Power zur Verfügung stellt, arbeitete das Spiel mit meiner Grafikkarte nicht zusammen. Auf meinen aktuellen Spielerechner und Laptop läuft das Spiel auch nicht. Das Spiel mag also gut sein, aber ich kann es nicht beurteilen. Bis hier unten hin wird wahrscheinlich niemand die Geduld haben zu lesen. Wer es doch bis hier hingeschafft hat, gilt mein besonderer Dank!

VIRTUELLE RALLY AUF NINTENDOS HANDHELDEN (V)

Nun habe ich hier in bisher vier Teilen die meiner Meinung nach guten oder sehr guten Rally-Spiele auf den Game Boys vorgestellt. Aber was ist mit den Anderen? Den mit den großen Namen wie Codemasters, Colin McRae Rally und Sega Rally? Ja, als Fan von Nindendos Handhelden und Rally- bzw. Rennspiel-Nerd habe ich mir diese natürlich auch.

GBC CMR a

Fangen wir mit den ganz großen Namen an: Colin McRae Rally von Codemasters! Sowohl auf den PC als auch auf Microsofts und Sonys Konsolen ist sind die Spiele seit 1998 ein Garant für gute Unterhaltung, Steuerung, Grafik und Gameplay. Auch wenn der Ruhm bei den letzten Spielen wie DiRT 3 und DiRT SHOWDOWN ein wenig abgeblättert ist, so sind dies doch trotzdem gute Spiele, die eben nur nicht mehr das Niveau seiner Vorgänger halten konnten. Und mit DiRT RALLY melden sich Codemasters ja nun auch gerade zurück.
Aber wie sah es mit den mobilen Versionen aus? Die verhunzte Colin McRae Rally 2.0 Version bzw. dessen Remake für iOS und Android hatte ich hier ja schon. Auch die NDS Version von DiRT 2, die sich zwar nicht schlecht gehalten hat, aber auf den NDS wäre auch sicherlich mehr möglich gewesen.

GBC CMR b

Aus dem Jahr 2001 stammt COLIN McRAE RALLY für dem Game Boy Color (auch wenn dazu spannender Weise nichts bei Mobygames zu finden ist, aber immerhin wird es im CMR-Artikel auf Wikipedia mit einem Wort erwähnt).
Ja, und der Screenshot oben stammt wirklich von diesem unsagbar schlechten Spiel. Die Perspektive ist ein Katastrophe, die Steuerung fühlt sich an wie Treckerfahren auf Glatteis, der Sound ist unterirdisch. Das alles hat nun wirklich nichts mit dem excellenten zwei Spielen, die bis dahin für Konsolen und PC erscheinen waren, zu tun. Dafür sollte man auch auf gar keinen Fall Geld ausgeben, wenn man das Spiel mal auf eine Börse oder bei der elektronischen Bucht sieht. Es sei denn man sammelt furchtbar schlechte Spiel.
Das Argument das es sich ja nur ein Spiel auf dem GBC handelt und das da ja wohl nicht viel mehr möglich wäre, haben V-RALLY und TOP GEAR RALLY für den GBC ja nun wirklich sofort wiederlegt.

GBA ColinMcRae2

COLIN McRAE 2.0 war dann 2002 für den GBA erschienen. Wenn man das Spiel startet, sieht auch alles recht manierlich aus. Aber spätestens wenn man das erste mal auf die Piste geht, ist es vorbei mit der Freude. Die Grafik ist selbst für GBA-Verhältnisse sehr klotzig. Hier wurde eben der Fehler gemacht, die Wagen zu groß darstellen zu wollen. Aber auch die Strecken sind furchbar hässlich. Alles gar kein Vergleich zu V-RALLY 3!
Und zudem ist die Steuerung auch noch verhunzt! Die Fahrzeuge steuern sich sich wie Autoscooter. Auch nach sehr vielen Versuchen, viel es mir sehr, sehr schwer nicht immer als letzter ins Ziel zu kommen. Was hier geboten wird, ist mehr und besser als das GBC-Machwerk, aber beileibe kein gutes Spiel. Spaß macht das nun wirklich nicht. Also auch dieses Spiel sollte man lieber links liegen lassen.
Auf diverse Handyspiele und das PSP-Spiel will ich hier nicht eingehen, denn es geht hier ja um Nintendos Handhelden.
(Ich habe ja keine PSP, aber beim antesten hat mir das CMR 2005 auf jenem Handheld gut Spaß gemacht!)

GBA Sega Rally

Und was ist mit SEGA RALLY für den GBA? Ja, nun. Es ist besser als CMR, aber leider auch kein wirklich gutes Spiel. Auch hier findet man eine recht hässliche Grafik, die auch an den zu große gewollten klotziges Wagen scheitert. Der Sound ist extrem schrill! Ob nun Musik oder Sprachausgabe, sie nerven gewaltig. Dolle ist das nicht und Geld sollte man dafür nicht unbedingt ausgeben. Jedenfalls nicht mehr als 5 Euro. Bei der elektronischen Bucht stehen meist 10 Euro für Modul only Versionen zu buche. Das ist es aber nicht wert.

Also große Namen konnten mich hier nicht überzeugen. Ja, okay, V-Rally ist auch ein großer Name. Das erste V-Rally erschien 1997 auf der PSX, also noch vor dem ersten CMR. Und ja, auf der PSX hatte es mir nicht besonders gefallen. Interessanterweise erschien “V-Rally 97 Championship Edition” in den USA bei EA unter “Need For Speed: V-Rally”, war aber nie ein offizieller Teil der NFS-Serie.

DiRT RALLY!

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Im April wurde das von mir lange erwartete DiRT RALLY bei Steam als Early Access veröffentlicht. Es ist also noch nicht ganz fertig. Aber schon voll spielbar. Codemasters gehen hier meiner Meinung nach den richtigen Weg und beziehen die Fans diesmal endlich mit ein in die Entwicklung ihrer zuletzt nicht mehr so erfolgreichen Serie, die 1998 mit COLIN McRAE RALLY begonnen hatte.
Ich hatte das Spiel damals zunächst auf der PSX gespielt und nachdem ich meinen PC eine TNT-Karte spendiert hatte (meine alte Voodoo-Karte war zu dem Spiel nicht kompatible gewesen), hatte ich das Spiel in einen deutlich schöneren Gewand auf dem PC gespielt. Teil 2 dann gleich auf dem PC und mit Lenkrad. Das Spiel habe ich bis heute immer wieder auf meinen neuen Gaming-PCs installiert und spiele es selbst heute noch ab und zu. Vom Spielumfang ist es das beste Spiel. Es hat die meisten Spielmodi zum Thema Rally (die DiRT-Games haben zwar mehr Modi, aber weniger Rally) und die Grafik war zwar nie schön gewesen, aber sehr Zweckmäßig. Besonders in Polen hat es eine große Mod-Szene zu dem Spiel gegeben, die aus dem Spiel wirklich alles rausgeholt hatten. CMR3 war dann leider kein guter Nachfolger gewesen. Das Spiel war wahrscheinlich mehr für Consolen gedacht, denn auf vielen PCs lief das Spiel nicht wirklich gut. Bei mir z.B. nur auf einem Laptop mit Radeon-Chip. Auf meinem damaligen Spielerechner trotz guter Ausstattung lief das Spiel nur mit mieser Grafik und vielen Rucklern. Außerdem hatte man die Spielmodi stark runtergekürzt und in der Meisterschaft konnte man sich nicht mehr den Wagen aussuchen, sondern musste mit dem Ford Focus fahren, der deutlich bockiger zu steuern war, als z.B. mein Lieblingswagen der Subaru Impreza (22B STi).

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Mit CMR4 hatten Codemasters vieles wieder gut gemacht. Die neue Grafikengine lief gut und sah gut aus. Auf dem PC war die Steuerung etwas schwammig und ließ daher keine Lenkradsteuerung bei mir zu. Aber mit dem Gamepad hatte das Spiel wirklich Spaß gemacht. Der Fuhrpark war wieder größer geworden, man konnte die Meisterschaft mit den Wagen seiner Wahl fahren, aber viele Spielmodi von CMR 2 blieben verschollen. Mit CMR 5 oder auch CMR 2005 hatte man die Grafikengine von CMR 4 ein wenig aufgebohrt, mehr Strecken integriert und auch die Lenkradsteuerung verbessert. Trotzdem war die Gamepadsteuerung wieder besser gewesen und hatte mich so eher selten hinter das Lenkrad gelockt. Nach CMR 5 wurde es lange Zeit sehr ruhig um die Spiele-Serie. Mit neuen Namen kam die Serie dann zu nächst auf der XBOX zurück. CM DiRT war kein reines Rally-Spiel mehr. Man hatte nun auch andere Off-Road- Disziplinen untergebracht, die Teilweise ganz nett war, aber von mir persönlich nicht so gemocht wurden. Die Rallystrecken war aber durchgehend gut designed und sahen mit der neuen Graficengine auf der XBOX verdammt gut aus. Leider habe ich nie eine XBOX besessen und konnte das Spiel somit nur ein paar Mal bei anderen spielen. Mit der PC-Version hatte ich kein Glück. Ich habe das Spiel natürlich, aber seit dem habe ich nie einen PC gehabt auf dem dem das Spiel richtig gelaufen wäre. Entweder es ließ sich wegen dem merkwürdigen Kopierschutz erst gar nicht starten (die Höchststrafe für ehrliche Käufer) oder es erkannte keine meiner Grafikkarten richtig, was zu hässlichen Ergebnissen führte und mich nicht gerade zum Spielen motiviert hatte. Deswegen kann ich bis heute nicht wirklich bei CM DiRT mitreden. Vielleicht kaufe ich mir doch mal eine gebrauchte XBOX?!

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Mit DiRT 2 hatte aber Codemasters mal wieder alles gut gemacht. Das lief sofort und exzellent bei mir. Ja, es hatte sich beim Konzept gegenüber Teil 1 nichts geändert. Wieder gab es zu wenige Rally-Strecken. Aber Trailblazer machte auch Spaß, aber das “Monstertruck”-Rennen hatte mir nicht so sehr zugesagt. Trotzdem habe ich das Spiel komplett durchgespielt und bin immer noch dabei das Spiel ein zweites Mal durchzuspielen. Die Grafik war einfach der Hammer. Das Spiel hatte einen tollen Soundtrack und eine super Stimmung. Selbst die Menüs waren im Spielgeschehen richtig mit eingebunden. Hier konnte man wirklich tief eintauchen. Das Spiel fühlte sich wirklich gut an. DiRT 3 kam dann ziemlich schnell nach, wirkte aber nur noch lauwarm. Ja, die neue Grafikengine sah besser aus. Aber die Menüs waren wieder uninspiriert aufgesetzt, also nicht mehr Teil des Spiels. Die netten Kommentare der Mitfahrer von DiRT 2 waren verschwunden und geschwätzig-nervigen Kommentatoren gewichen, die einen nur ständig empfiehlten tolle YouTube-Videos hochzuladen. Die coole Stimmung von DiRT 2 war völlig verschwunden. Immerhin hatte man wieder wie bei den Vorgängern den Rallywagen – Klassiker Subaru Impreza aus den späten 90zigern mit eingebaut. Das war es aber auch schon. Zudem hatte man diesen merkwürdigen Drift-Modus eingebaut. Der hat vielleicht ein paar jüngere Spieler ans Gamepad gelockt, die mit dem langweiligen Rally-fahren nichts am Hut haben, aber mich hatte es nur genervt und dazu geführt, das ich das Spiel schnell in die virtuelle Ecke geschmissen habe. DiRT SHOWDOWN war dann für mich die Vollkatastrophe gewesen. Nicht mal ein Fitzel Rally mehr. Ein wirklicher Tiefpunkt der Serie, der mit dem Remake von CMR 2, das zunächst nur für iOS als COLIN McRAE RALLY erschien, später auf Android und ganz spät für den PC, auch nicht mehr gutzumachen war. Zudem hatte das Remake zwar eine schöne Grafik, blieb aber sonst sehr weit hinter dem Original in Sachen Umfang und Spielbarkeit.

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Aber nun kommt ja DiRT RALLY! Ja, es ist noch in einem frühen Zustand, aber dafür in einen besseren Zustand als so manche finalen Veröffentlichungen. Das Spiel läuft stabil und bis her hatte ich keine Abstürze. Anfangs gab es nur den Rally-Modus mit Meisterschaft bzw. Karriere und individuellen Rennen. Dabei gibt es bisher “nur” drei Event-Orte mit je 12 Abschnitte: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Aber was für Strecken! Einmal sehen sie einfach fantastisch aus. Dann sind sie auch so richtig lang. Das fühlt sich nach richtiger Rally an! Das ist kein Rennspiel für Zwischendurch. Hier merkt man schon das dies eher der Nachfolger zu CMR 2.0 oder eben natürlich CMR 2005 ist und nicht zu den 4 DiRT-Spielen. Es gibt bisher nur 17 Wagen, die aber in meinen Augen völlig ausreichen. Weitere Strecken und Wagen sollen nachgereicht werden. Mal sehen wie weit dies dann kostenlos ist oder über kostenpflichtige DLCs gehen wird. Unlängst kam ein größeres Update, das den Hillclimb-Modus mit gebracht hat.
Zuletzt waren die DiRT-Spiele eben sehr Arcadelastig gewesen. So war die Steuerung immer simpler und einfacher geworden. In der Grundeinstellung zu DiRT 3 musste man nicht einmal selbstständig bremsen. Die ganzen Fahrhilfen musste man erst einmal ausschalten. Das fuhr sich alles wie eine Carrera-Bahn. Ich hätte ja gerne mein eigenes Gesicht gesehen, als ich die erste Runde bei DiRT 3 gefahren war! Das muss schon sehr verwundert ausgesehen haben. Aber selbst wenn man alles ausgeschaltet hatte, dann war es nach kurzer Eingewöhnung keine große Herausforderung gewesen. Im höchsten Schwierigkeitsgrad fuhren die Gegner bei einigen Strecken unmögliche Zeiten, bei denen mal absolute keine Chance hatte. Das hat alles nichts mit einem ausgewogenen Schwierigkeitsgrad zu tun.
Bei DiRT Rally will man scheinbar alles richtig machen. Das Spiel ist schwer, aber bisher nicht unfair! Die Wagen fahren sich alle sehr, sehr unterschiedlich. So ein Lancia Strato ist z.B. extrem bockig (wie im wirklichen Leben). Mit dem drehe ich mich mehr, als das ich um die Kurve komme. Was aber eben an mir liegt und nicht an einer schlechten Steuerung. Dagegen fährt sich der Ford Focus fast gemütlich. Aber auch hier ist Obacht angesagt. Denn auch mit diesen Wagen kann man in der Kurve ausbrechen. Auch das Wetter spielt hier eine viel größere Rolle. Bei DiRT 3 sahen die Regenfahrten super aus, aber ich hatte das Gefühl das man Fahrtechnisch keinen Unterschied zur trockenen Strecke hatte. Das ist hier ganz anders. Bei den Asphaltstrecken in Wales klebt man mit den richtigen Reifen auf der Straße, das es die wahre Freude ist. Wehe man erwischt Regen. Der Unterschied ist enorm! Ich komme da bisher kaum um die Kurve ohne das mir der Wagen ausbricht. Natürlich fahr ich wieder am liebsten den Impreza!

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Das Schadensmodel ist auch fantastisch. Es sieht nicht nur schön aus (man kann nicht nur einen Reifen auf der Strecke verlieren, man kann sich in der Wiederholung genüsslich ansehen, wie einen der Reifen weggeknallt ist), sondern es macht sich realitätsnahe bemerkbar. Wenn man jeden 10. Baum mitnimmt, dann verbeult das nicht nur den Wagen, sondern macht ihn auch wirklich kaputt. Man also auch wegen unterschiedlichster Probleme ausfallen. Angefangen von einer verbogenen Achse, das man einfach nicht mehr richtig lenken kann und deswegen aufgeben muss, über Kupplungen die nicht mehr funktionieren oder bis zu hin eines Motorschadens. Allerdings habe ich es auch geschafft, mit einem geplatzten Hinterreifen auf der Felge noch ins Ziel zu kommen. Man fliegt also nicht automatisch wegen so einer Lappalie raus! Ganz fantastisch.
Die Steuerung funzt bei mir sowohl super mit meinem XBox-Gamepad als auch mit dem Logitech-Lenkrad. Alles wird automatisch erkannt und konfiguriert. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis verspürt die Belegungen zu ändern. Trotzdem das natürlich auch möglich ist.
Also im Großen und Ganzen schon jetzt ein sehr rundes Spiel! 20 Euro ist das auf jeden Fall schon mal wert. Bei den Preis würden zukünftige kostenpflichtige DLCs vielleicht auch nicht so wehtun.
Für mich gibt es nur ein Wermutstropfen, der aber nur eben an mir liegt. Die Framerate liegt bei dem Spiel recht hoch. Mit Durchschnittlich 100 bis 115 Frames ist es aber für mich als Gaming/Motion Sickness-Geschädigter schon fast zu wenig. DiRT 2 läuft bei mir bei 150 bis 160 Frames und macht mir somit fast nichts aus. Bei DR brauche ich nach kurzer Zeit eine Pause. Daher habe ich hier auch noch keine Karriere angefangen. Ich weiß nicht ob hier die Macher noch etwas dran drehen. Aber eher nicht. Es ist ja mehr mein persönliches Problem. Ich denke wer nur ein bisschen mit Motion Sickness zu tun hat, der wird hier keine Probleme haben, wie z.B. viele bei NFS-R, das nur auf 30 FPS läuft. Also hier kein echtes Manko.