DiRT 5 – Wir müssen reden

Eigentlich wollte ich zu dem jüngsten Spross der DiRT-Familie gar nichts schreiben. Zu sagen, dass das Spiel schlecht ist, wäre nicht fair. Ich drücke es mal so aus: Als Fan der CMR / DiRT Serie gehöre ich wohl eindeutig nicht der Zielgruppe an. Den “Generationswechsel” von CMR05 zum ersten DiRT konnte ich noch ohne Schwierigkeiten mitmachen, aber bei DiRT 5 geht wohl diese Ära zu Ende. Also schlecht muss das Spiel deswegen nun nicht sein, aber was man sagen kann, ist, dass es nicht besonders Umfangreich ist. Das Problem hatten schon DiRT 3 und 4 in meinen Augen, aber DiRT 5 bietet zumindest für mich zu wenig. Diesmal hat man den Rally-Teil komplett aus der Hauptserie entfernt. Also keine klassischen Etappen und Meisterschaften mehr. Eine Möglichkeit um Zeiten zu fahren gibt es noch. Allerdings im Arcade-Teil des Spiels ein wenig versteckt. Auch kann man im Rally Cross auch noch ein paar Rally-Veteranen wie ein Subaru Impreza WRX STi (2005er oder 2007er, ich kann die beiden Modelle optisch nicht unterscheiden, weil eben sehr, sehr ähnlich). Natürlich gibt es hier dann keinen klasssichen Impreza WRX von 1995 mehr , auf dem seiner Zeit Colin McRae Weltmeister geworden ist. Aber das kann man natürlich noch in den beiden Spin-Off DiRT RALLY fahren. Wie man ohnehin als Rally-Fan nur noch bei DiRT RALLY glücklich werden kann.

Aber ich will ja nicht nur meckern. Immerhin habe ich bisher trotzdem 20 Stunden mit dem Spiel verbracht. Allerdings habe ich es schon seit Dezember 2020. Zum Vergleich habe ich DiRT 4 knapp 100 Stunden gespielt und DiRT RALLY (bisher, aber On-going) 136 Stunden. Erst einmal trotzdem das was mir wirklich gut an DiRT 5 gefällt. Die Grafik ist wirklich ein Hammer und die Wettereffekte sind wirklich gelungen. Zudem gibt es auch hier nun endlich auch während einem Rennen Wetterwechsel, was es bei DiRT 4 und auch DiRT RALLY 2 noch nicht gegeben hatte. Man startet also durchaus im Regen und kommt bei Sonnenschein ins Ziel. Auch die Tageszeit kann sich durchaus während einem Rennen ändern. Was zwar in der Karriere eher selten der Fall ist, dass man z.B. beim Sonnenuntergang startet und erst im Dunkeln ins Ziel kommt. Im Arcade-Modus kann man sich bei dem selbst zusammen gestellten Rennen das Wetter oder eben Wetterwechsel und Startzeit (Morgens, Mittags, Nachmittags, Sonnenuntergang, Nacht) einstellen. Und man kann sich dann Echtzeit einstellen, dann ändert sich die Tageszeit natürlich nicht in einem Rennen, aber wenn man die Zeit beschleunigt einstellt, bis zu 60 facher Geschwindigkeit, dann startet man z.B. im Sonnenschein des Nachmittags und kommt erst in der Dämmerung oder am Abend / in der Nacht im Ziel an. Ein vielleicht für’s Rennen unwichtiger Effekt, aber er trägt für mich ein bisschen zum Spielspaß bei und es ist eben neu in der Serie. Wenn man ohne Fahrhilfen fährt, kann es einen übrigens bei einem Regensturm schon mal böig von der Strecke abbringen.

Die Grafik ist zwar sehr schön und Detailreich, aber kunterbunt. Und zwar so Bonbon-mäßig bunt, dass es teilweise schon in den Augen weh tut! Dafür kann man seine Wagen wieder selbst dekorieren, wie schon bei DiRT 4 bzw. der GRID-Serie von Codemasters. Eine Möglichkeit, die einen bei DiRT RALLY 2 ja leider nicht gegeben wurde. Bei D5 kann man also nach Geschmack und Vorliebe seine Autos lackieren und Vinyls anlegen, wie Damals ab UNDERGROUND der NEED FOR SPEED – Serie. Aber sah das in D4 noch realistisch aus, haben die Wagen hier nun mit Vinyls oder ohne einen merkwürdigen plastikhaften Look, der sich nicht mit dem Streckendesign messen kann und teilweise deplatziert wirkt, wie Matchbox-Autos. Mit der Zeit schaltet man durch Gewinne im Karriere Modus weitere Designs frei. Überhaupt fühlt man sich als GRID-Spieler bei D5 schnell zurecht. Aber nicht nur beim Design, sondern auch in der Art der Karriere ist D5 mehr GRID als DiRT. Zumindest in den Bezeichnungen der Spielmodi hat der Begriff Rally überlebt, so gibt es neben Land Rush, Stampede und den von mir schon bei D3 gehassten Gymkhana eben auch Rally Cross (aber hier eigentlich UltraCross genannt) und Rally Raid. Aber zu sehr ähneln sich die Modi, wie schon seiner Zeit 2015 bei dem DiRT-Spin-Off SHOWDOWN, dass wiederum noch weniger geboten hat, als D5, aber eben auch kein klassisches Rally. Ein Bastelmodus (denn Editor konnte man das nicht nennen) wie bei D4 gibt es leider nicht mehr und ist wie bei DR2 nicht wieder aufgegriffen worden. Schade, fand ich das bei D4 doch sehr schön und sorgte für Abwechslung bei den Rennstrecken, die nicht so umfangreich waren, wie auch hier bei D5 wieder. In Sachen Abwechslung geht es aber schon seit DiRT 2 Die Grafik ist zwar sehr schön und Detailreich, aber kunterbunt. Und zwar so Bonbon-mäßig bunt, dass es teilweise schon in den Augen weh tut! Dafür kann man seine Wagen wieder selbst dekorieren, wie schon bei DiRT 4 bzw. der GRID-Serie von Codemasters. Eine Möglichkeit, die einen bei DiRT RALLY 2 ja leider nicht gegeben wurde. Bei D5 kann man also nach Geschmack und Vorliebe seine Autos lackieren und Vinyls anlegen, wie Damals ab UNDERGROUND der NEED FOR SPEED – Serie. Aber sah das in D4 noch realistisch aus, haben die Wagen hier nun mit Vinyls oder ohne einen merkwürdigen plastikhaften Look, der sich nicht mit dem Streckendesign messen kann und teilweise deplatziert wirkt, wie Matchbox-Autos. Mit der Zeit schaltet man durch Gewinne im Karriere Modus weitere Designs frei. Überhaupt fühlt man sich als GRID-Spieler bei D5 schnell zurecht. Aber nicht nur beim Design, sondern auch in der Art der Karriere ist D5 mehr GRID als DiRT. Zumindest in den Bezeichnungen der Spielmodi hat der Begriff Rally überlebt, so gibt es neben Land Rush, Stampede und den von mir schon bei D3 gehassten Gymkhana eben auch Rally Cross (aber hier eigentlich UltraCross genannt) und Rally Raid. Aber zu sehr ähneln sich die Modi, wie schon seiner Zeit 2015 bei dem DiRT-Spin-Off SHOWDOWN, dass wiederum noch weniger geboten hat, als D5, aber eben auch kein klassisches Rally. Ein Bastelmodus (denn Editor konnte man das nicht nennen) wie bei D4 gibt es leider nicht mehr und ist wie bei DR2 nicht wieder aufgegriffen worden. Schade, fand ich das bei D4 doch sehr schön und sorgte für Abwechslung bei den Rennstrecken, die nicht so umfangreich waren, wie auch hier bei D5 wieder. In Sachen Abwechslung geht es aber schon seit DiRT 2 soI, das noch sehr gut ausgestattet war, mit DiRT 3 immer weiter bergab. Aber, hey, Gymkhana ist wieder da! Also ich hatte es nicht vermisst durch die Gegend zu schleudern statt ein Rennen zu fahren. Aber wer sich gern wie Ken Block fühlen will, der ist hier richtig. Nichts für Leute mit Gaming-Sickness. Und für den “Renn”-Modus gibt es wiederum bei D5 eine Bastelecke, bei dem man sich sein Stadium und somit den Parcours selbst zusammenstellen kann. So ein bisschen wie Trackmania, bloß eben auf niedrigeren Niveau.

10 Schauplätze (also ein bisschen mehr als bei D4) gibt es zu bereisen. Jeder Schauplatz bieten andere Bedingungen wie natürlich Matsch, Sand oder Schnee. Asphalt eher weniger. Man kann also durch einen Dschungel in Brasilien, ein wenig politisch unkorrekt oder gar in New York fahren, hier aber nicht durch die Häuserschluchten, sondern über ein in der Klimakatastrophe wohl eher nicht mehr möglichen Eissee. Leider unterscheiden sich die einzelnen Abschnitte der Schauplätze nicht wirklich. Da gibt es zwischen zwei bis drei und jene kann man auch rückwärts (also die Strecke, nicht mit den Wagen!) durchfahren. Hier fährt man also immer im Pulk und nie im Duell oder gar Einzel (außer eben dem Zeitrennen, dass es aber nicht in der Karriere gibt). Je nach Schwierigkeitseinstellung ist das herausfordernd, weil die KIs schon schön aggressiv fahren, aber natürlich nie realistisch wie bei einer Sim, sondern rein Arcade. Man kann den Schwierigkeitsgrad ganz niedrig einstellen, sodass man so viele Fahrhilfen hat, dass man eigentlich Stützräder und Papa der von hinten schiebt erwartet. Und die Gegner sind zwar trotzdem aggressiv, aber fahren eher so, als würden sie das Gaspedal nicht immer finden. Für blutige Anfänger ist das aber gut. Der Frustfaktor ist da niedrig und nicht so wie beim Hill Climb – Modus bei DiRT RALLY, bei dem man nur als Profispieler das Ziel überhaupt erreichen kann, vom Siegen ganz zu schweigen. Die Leichtigkeit gibt es natürlich nur im Offline-Modus. Schon klar, oder? Online-Rennen sind natürlich wie immer gnadenlos. Aber im Karriere-Modus kann man natürlich auch alle Fahrhilfen abschalten, was für ein durchschnittlich erfahrenden Spieler aber trotzdem keine Herrausvorderung bietet oder die Gegner alle zu Hyper-Sebastian Loebs werden lassen. Sieht man in der leichten Einstellung die Gegner nur bei Start und danach nur noch im Rückspiegel, so ist es in der höchsten Stufe schon so, dass man echt Schwierigkeiten hat mitzuhalten und das Feld eher vor sich sieht. Was aber okay ist.

Die Auswahl der verschiedenen Autos ist durchschnittlich und ohne das man per DLC einige nachkauft ist der Umfang eher dürftig. Wenn man alle DLC-Wagen dazu nimmt, würde das FORZA HORIZON – Spielern trotzdem nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Alle Wagen fahren sich meist zahm. Allerdings nur mit dem Gamepad. Mit Lenkrad hat mir das Spiel eher weniger Spaß gemacht. Also kein Vergleich zu der genialen Lenkrad-Unterstützung von DR2. Aber vielleicht geht es nur mir so?! Jedenfalls hat sich DiRT 1 bis 4 immer gut mit einem Lenkrad fahren lassen. Eine Meisterschaft gibt es nicht wirklich. Der Karriere-Modus erinnert wie erwähnt an GRID. Immerhin ist es auch hier nicht linear. Also auch hier hat man immer ein zwei Alternativen weiterzukommen, wenn einem der eine oder andere Modus nicht liegt. So bin ich bis jetzt immer um Gymkhana herumgekommen und trotzdem weitergekommen, etwas was bei D3 leider nicht möglich war. Was nervt, ist die deutsche Version der Kommentare und des Managers. In der originalen Version soll das nicht ganz so nervig sein. Und hier hat man auch richtige Sprecher mit Nolan North und Troy Baker genommen/ bekommen und keine nervigen pseudo-coolen Nervkekse. Wie also schon bei D3. Zum Glück kann man die fast ausstellen. Ohnehin, wenn es um eine gute Atmosphäre, also Sprecher und Soundtrack, geht, ist nach dem wirklich gelungenen D2 leider nie mehr so etwas zu Stande gekommen.

Ich werde DiRT 5 wohl nicht mehr groß weiterspielen und wenn dann nur mal zwischendurch eine schnelle Runde im Arcade-Modus. Oder ich starte lieber gleich FORZA HORIZON 4, wenn ich einen unterhaltsamen, modernen Arcade-Racer spielen will.

Rush Rally 3

Wenn man sein Blick aufs mobiles Racegaming richtet, muss man seit einiger Zeit auf Smartphones oder Tabletts schauen. Sowohl iOS und auch Android – Geräte mit ein wenig Power unter der Haube bieten da alles vom Arcade-Racer bis zur Simulation an. Das sieht nicht schlechter aus und spielt sich auch nicht schlechter als auf einen Mittelklasse-PC mit vernünftiger Graphikkarte. Wenden wir den Blick auf Handhelds nachdem sich Sony mit ihrer PSP und PS Vita zurückgezogen hatte, so sah es bisher recht düster aus. Wie schon vorher auf dem DS so auch auf den 3DS waren wirklich gute Rennspiele scheinbar nicht möglich gewesen. Das sah immer alles wie gewollt, aber man konnte nicht aus und steuerte sich meist eher mäßig bis katastrophal. Wie die Überschrift oben erahnen lässt, geht es mir erst einmal hier heute um Rally-Spiele, eben eines meiner Lieblings-Sub-Genres. Mit Grausen muss ich da sofort an die WRC-Version auf dem 3DS denken! Was auf der PSP noch wirklich passabel war, konnte man auf dem 3DS nur als das Vera….en von Rennspiel-Fans bezeichnen. Es sah nicht nur grauenvoll aus, sondern steuerte sich wie eine Seifenkiste auf Glatteis. Mit anderen Worten: Es machte nicht einmal ein bisschen Spaß! Codemasters hielten sich auf den 3DS ganz bedeckt. Was vielleicht auch besser so war. 

Jetzt kam also vor vier Jahren die Switch und ist zwar ein Handheld, aber doch eigentlich auch eine Heimkonsole. Und, ja, hier ging es auch gleich langsam los. Besonders mit dem Arcade-Racer-Mobile-King ASPHALT. Für so ziemlich jede Plattform gab und gibt es seit den frühen 2000ern die eine oder andere Version der Serie. Besonders auf dem Smartphone-Sektor. Und das spielt sich auf der Switch genauso gut, wie am PC. Und es ist quasi weiterhin “kostenlos”. Auch auf der Switch rechnet der Hersteller mit der Ungeduld der Spieler und somit auf In-Game-buys. Und wie sieht es bei den Rally-Spielen aus? Codemasters halten sich hier auch weiter bedeckt. Es gibt keinen Port von einem Dirt- oder Dirt-Rally auf der Switch. Aber Big Ben haben gleich zwei Mal zugeschlagen. Einmal mit einem Port von V-RALLY 4 und den letzten Inkarnationen ihrer WRC-Reihe. Hier alles aber zum Vollpreis! Das schaut schon recht gut aus, aber spielt sich leider überhaupt nicht gut. Ich habe V-RALLY 4 und WRC 8 sowohl auf dem PC, als nun auch  auf der Switch. Beide Spiele sind auf dem PC nun wirklich nicht meine Favoriten bei dem Rally-Spielen (das sind natürlich die DiRT-RALLY-Games), aber es sind ganz passable und spielbare Rennspiele für Zwischendurch. Auf der Switch haben diese meiner Meinung nach jeweils eine unmögliche Steuerung. Hier haben wir also wieder Seifenkistenrennen. Und hier kommt RUSH RALLY 3 ins Spiel. 

RUSH RALLY erschien 2014 für Android und iOS. 2016 folgte dann der Nachfolger RUSH RALLY 2 für o.g. Systeme. Beide Spiele habe ich selbst nie gespielt. Ich bin erst kürzlich mit RUSH RALLY 3 eingestiegen, dass wieder für Android, iOS und nach auch für die Switch 2019 erschienen ist. 2021 erschien ein kleiner Spin-Off RUSH RALLY: ORIGINS bei dem sich das Game ausschließlich aus der Vogelperspektive spielen lässt. Das war bei mir schon zu Atari-Zeiten mit INDY 500 nicht mein Fall gewesen und da hat sich mein Geschmack in den letzten 40 Jahren auch nicht geändert. Entwickelt und vertrieben wurde RUSH RALLY von der britischen Firma Brownmonster Limited. Und das ist kein Studio, sondern nur ein Mann: Stephen Brown! Bei den ersten drei Spielen hat er alles gemacht und sich erst für das vierte Spiel eine Ein-Mann-Unterstützung ins Boot geholt. Das Spiel basiert nicht auf einer Gameengine wie Unity, sondern ist von Grund auf selbst programmiert worden. Und das Ergebnis ist AMAZING!! 

Unterschiede zwischen der Android- und der Switch-Version konnte ich nicht feststellen. Wenn man seiner Zeit auf den einen oder anderen System eines der COLIN McRAE RALLY Spiele (1998 bis 2005) gespielt hat, dann fühlt man sich hier gleich wie zu Hause. Das Spiel fühlt sich an allen Ecken und Enden genau so an. Die Grafik mag vielleicht nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit sein (hier haben oben erwähnte Rally-Spiele auf der Switch auch nur an dieser Stelle die Nase vorn), aber man muss schon bedenken, dass RUSH RALLY eben für mobile Geräte geschaffen wurde, die nicht alle auf den gleichen technischen Stand sind und Brown vielleicht mehr hätte tun können, aber bestimmt nicht das Interesse hatte, dass Spiel nur Besitzern von High-End-Smartphone an bieten zu wollen. Ich finde dafür hat das Spiel eine schöne Grafik, auch wenn sie eher den Stand von 2010 hat, ist die Grafik nun wirklich nicht hässlich. Da hier wirklich alles selbst gemacht ist, finde ich sie sogar beeindruckend. Man braucht nicht jeden visuellen Effekt, der heute bei High-End-Geräten möglich ist. Auf der Switch hätte das Spiel besser aussehen können, aber warum sollte Brown hier etwas gegen die ursprüngliche Version groß ändern? Selbst wenn man heute CMR2005 auf einem aktuellen Rechner spielt, habe ich da nicht das Gefühl eine “grobe” Grafik vor mir zu haben. Und so verhält es sich auch hier. 

Die Spielmodis erinnern auch an CMR: Einzelabschnitte, Einzelrallys, Meisterschaften, Rallycross (Rundkurse) und Herausforderungen. Zudem gibt es einen Online-Modus bei dem man gegen menschliche Gegner fahren kann. Bei den Wagen hat man auch hier die üblichen Klassen. Aber natürlich findet man hier keine lizenzierten Wagen! Das hätte den finanziellen Rahmen für die Produktion mit Sicherheit gesprengt. Aber die Karossen sehen schon den üblichen Rally-Modellen sehr ähnlich und haben ähnliche Namen bekommen. Zudem hat man hier die Möglichkeit die Namen der Wagen zu ändern! So was kenne ich noch von Fussballmanager-Spielen, bei denen keine echten Spielernamen benutzt werden dürften, man aber einen Editor eingebaut hatte, dass man das selbst machen konnte. Nichts Überlebenswichtiges, aber ein schönes Feature. Die Schwierigkeitsstufen kann man hier auch recht frei selbst bestimmen. Es gibt von ganz leicht, mit automatischen Bremsen, Tracktionskontrolle, anzeigen der Idealllinie, bis wirklich schwer, mit alles ohne und manuellen Schalten alles was das Rennspielerherz begehrt. So haben blutige Anfänger und Casualgamer auch Spaß an dem Spiel ohne nach der ersten gefahrenen Strecke völlig frustriert aufgeben zu müssen. Alte (Rally-) Hasen können jegliche Hilfen abschalten und haben so eine wirkliche Herausforderung. Hier wird also keinen langweilig. Anfangs bekommt man einen Betrag um sich den ersten Wagen kaufen zu können. Geld verdienen für neue Wagen und jene mit allem möglichen zu tunen, kann man nicht nur in den Meisterschaften/ Karrieren, sondern auch durch gute Platzierungen in Einzelrallys. Wenn man also nach und nach alle 9 Rally-Events durchspielt, hat man schon ganz gut Geld verdient um weitere Wagen zu kaufen und ein wenig hochzurüsten. Bei den Rallys hat man alle Begebenheiten dabei wie Sand-, Matsch-, Schnee- und natürlich Asphaltstrecken. Die Events bestehen aus jeweils sechs Etappen. Zudem gibt es für Rallycross noch 18 Rundkurse. Es gibt ein skalierbares Schadensmodel und dementsprechend muss bzw. kann der Wagen dann alle zwei Etappen repariert werden. Hier kann man selbst entscheiden, was als erstes repariert werden soll, wenn man einen größeren Schaden als Reparaturzeit hat, oder auf automatische Reparatur stellen. Nach meiner Erfahrung sollte man das lieber manuell machen, denn der Algorithmus neigt doch dazu, die Reifen zu vernachlässigen und schon hat man auf der nächsten Etappe einen Platten.  

Die Wagen steuern sich mit der Touchsteuerung (Android) ganz okay, aber man sollte doch lieber zu einem Gamepad greifen. Ansichten beim Fahren hat man auch alles, was dass Rennspielerherz begehrt. Von zwei Kameraeinstellungen hinter dem Fahrzeug, über zwei Ansichten aus dem Cockpit, zu der Motorhauben-Ansicht. Zudem hat man auch hier die Möglichkeit, aus der Vogelperspektive zu fahren (was ich noch bei keinen CMR, DiRT, WRC oder V-RALLY gesehen habe. Wenn man mal von der Game Boy Color Version von CMR2.0 absieht.). Die Strecken sind alle sehr gut ausbalanciert, aber fordern einen bei den Nadelohrkurven schon heraus auch mal die Handbremse zu benutzen. Die Etappen sind klassisch in vier Abschnitte mit Zwischenzeiten eingeteilt. Wetterwechsel finden hier natürlich nur von Etappe zu Etappe statt und nicht so wie bei DiRT 5 mitten auf der Strecke. Die Regeneffekte und Gewitter finde ich persönlich trotz der leichten grafischen Einschränkungen, sehr schön gelungen. Nachtfahrten spielen sich nicht in absoluten Dunkeln ab (was gut ist), aber man kann sich auch nicht die Scheinwerfer durch Unfälle zerdreschen, was in modernen Spielen immer eine schöne zusätzliche Herausforderung ist. Die Fahrernamen der Gegner sind natürlich auch nicht authentisch, klingen aber schon so, dass man als Rally-Fan den eigentlichen Namen dahinter erkennen kann. Die Fahrernamen kann man aber nicht editieren.

Der Sound ist okay, auch wenn die Motorgeräusche nicht sehr authentisch klingen, habe ich da wirklich schon Schlimmeres gehört. Beim Publikum kommt immer wieder neben den obligatorischen Jubeln ein Tröten-Sound zum Einsatz, der nach einiger Zeit sehr nerven kann, so dass man den virtuellen Zuschauer jene am liebsten über den Schädel ziehen würde, damit er damit aufhört, an mehreren Stellen der Etappen zu stehen und zu tröten. RUSH RALLY 3 mag Zwar im Großen und Ganzen den einen oder anderen ein wenig altbacken erscheinen, aber ich würde es eher Old School nennen ( aber noch nicht Retro!). Nun mag man 15 Euro für die komplette Version auf der Switch als recht teuer empfinden (weil man heute scheinbar gerne unkommentiert 60-70 Euro für ein Blockbuster bezahlt, aber bei Indi-Spielen nichtmehr als 5 Euro ausgeben will), aber ich finde, dass einen dafür eine Menge abwechslungsreicher Spielspaß geboten wird. Und in meinen Augen findet man auf der Switch zurzeit kein besseres Rallys – Spiel. 

DiRT 4 revisited

Überraschenderweise habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass ich DiRT 4 zu Unrecht in meinem Games-Review 2019 runtergemacht habe! Es ist definitiv besser als ich bisher gedacht hatte. Zudem habe ich es seit seinem Erscheinen im 2017 nur knapp 14 Stunden bis Ende 2019 gespielt. Da aber eben nur im “freien” Modus, bei denen man Länge, Schwierigkeitsgrad und Wetter frei einstellen kann. Und da eben dann dementsprechend kurze Strecken, wegen meiner Motion / Gaming sickness. Seit Anfang Januar habe ich mir dann das Spiel doch mal genauer angesschaut und so seitdem etwas über 50 Stunden mit dem Spiel verbracht! Wie kam es dazu?

Nein, im Spiel gibt es keine Ken-Block-Skin. Diese ist ein Mod von einem begabten Modder (also nicht von mir!).

Ende des letzten Jahres hatte ich mir DiRT RALLY 2 im Sale zugelegt. Jenes Spiel bekam ich gut mit verringerter Grafikauflösung zum laufen, sodass es mit stabilen 60 FPS auf meinen alten Spielerechner lief. Aber wenn ich mir dann Screenshots oder Let’s Plays mit höherer Auflösung ansah, wurde ich doch ein bisschen neidisch und wehmütig. So entschied ich mich Anfang Januar mal etwas zu machen, was ich schon lange nicht mehr getan habe: Ich habe meine Grafikkarte übertaktet! Das hatte ich das letzte Mal in meinen letzten Spielerechner von vor 10 Jahren gemacht. In diesem Rechner hatte ich bisher die Grafikkarte einmal upgegratet und die alte Grafikkarte vorher nicht einmal versucht zu übertakten. Nun bin ich da also vorsichtig ran gegangen und habe mit Sicherheit nicht alles rausgeholt was ging. Denn ich möchte meine Grafikkarte nun nicht gleich aufrauchen! Jedenfalls bekam ich es hin, dass ich DiRT RALLY 2 nun mit FullHD bei einer Framerate von bis zu 120 FPS spielen kann bzw. nun stabile 90 FPS habe. Da wurde ich neugierig, wie das so mit DiRT 4, dass offensichtlich eine andere Grafikengine hat (was ich nicht recherchiert habe) als die beiden DiRT RALLY Teile. Und siehe da, hier geht es nun auch mit FullHD und weit über 100 FPS! So waren hier nun längere Wertungsprüfungen für mich plötzlich kein Problem mehr, wie noch auf DiRT 2 und 3. Und dann hatte ich also gleich mal weiter mit dem Spiel experimentiert.

Ich hatte erwähnt, dass ich mit der Steuerung von DiRT 4 einfach nicht zu recht gekommen war, wo ich bei DiRT RALLY trotz höheren Schwierigkeitsgrad besser zurechtgekommen war. Ich hatte bei DiRT 4 einfach das Gefühl die verschiedenen Wagen nie in den Griff bekommen zu können. Die Steuerung fühlte sich schwammig an. Das trifft bei mir auch weiterhin zu, wenn ich das Lenkrad benutze. Für mich ist DiRT 4 einfach unmöglich zu steuern, wenn ich mein alten Logitech benutze. ABER.. mit dem XBox One Controller geht es nun plötzlich doch! DiRT 4 ist eben nicht als Simulation, sondern als Arcade-Racer angelegt. Das spürt man eben in der Steuerung besonders, aber auch im Schwierigkeitsgrad. Mit dem Gamepad geht es nun also. Der Schwierigkeitsgrad ist bei DiRT RALLY unheimlich hart, aber das macht eben das Spiel aus. Den es ist mehr Simulation als Funracer. Das kann frustrierend sein und mit einem Gamepad komme ich da wiederum nicht zu recht. Mit dem Lenkrad habe ich aber immer das Gefühl die Wagen im Griff zu haben und bin dann eben schon stolz mal Platz 3 oder 4 zu belegen. Platz 2 gelingt mir da super selten und Platz 1 schaffe ich nur bei den Asphalt-Strecken. Bei DiRT RALLY 2 hat man ein paar Fahrhilfen a la DiRT 4 eingebaut, sodass das Spiel nun nicht mehr ganz so frustrierend für Anfänger ist. Bei DiRT 4 habe ich nun ganz seltsame Erfahrungen gemacht.

Stellt man den Schwierigkeitsgrad komplett runter und mit allen Fahrhilfen, ist das Spiel lächerlich einfach. Alle Gegner schleichen wie Mexico-Käfer durch die Gegend und man wird praktisch um die Kurven von den Fahrhilfen getragen. Schaltet man aber alles hoch bzw. die Fahrhilfen komplett aus, dann fahren sich alle Wagen wie Seifenkisten bergab auf Glatteis! Ich habe da das Gefühl gar keine Kontrolle über die Steuerung zu haben. Also benutze ich nun doch ein paar Fahrhilfen und habe den Schwierigkeistgrad auf eines unter der höchsten Stufe gestellt, damit die Gegner z.B. beim Rally Cross nicht wie mit Raketenantrieb von mir gleich nach dem Start davon sausen und mich schon in der zweiten Runde gleich überholen. Damit habe ich es bisher zu mindestens bis Level 50 geschafft. Vom Prinzip hat DiRT 4 alles was ich an DiRT 2 mag. Aber eben alles ein wenig anders aufgeteilt. So findet man den ganzen Funracer-Quatsch mit durch Tore fahren und Kisten umbrettern unter frei Fahren. Ist alles Geschmackssache, aber mir hat das auch bei DiRT 2 und 3 nicht gefallen. Genauso wie die Drift-Geschichten. Das ist nun alles auf einem virtuellen Gelände Namens Dirt Fish untergebracht. Dort kann man alle Wagen ausprobieren und frei herum fahren oder eben diese Funracer-Spielchen machen.

Man kann hier aber eben auch wie Genere üblich seine eigenen Meisterschaften zusammenstellen. Neben Strecken, Anzahl, Wetter und Schwierigkeitsgrad geht DiRT 4 hier ein Schritt weiter. Man hat hier keinen direkten Editor, aber so einen Art Baukasten, auf dem man leider auch nicht direkt zugreifen kann, sondern bei denen sich die Wertungsprüfungen per Klick und Zufallsgenerator generieren, in dem man in mehreren Stufen die Länge und den Schwierigkeitsgrad der Strecke einstellen kann. Das ist ein witziger Feature der eine hohe Varianz an Wertungsprüfungen zur Verfügung stellt. Aber Vorsicht! Stellt man alles auf ganz leicht ein, werden die Strecken sehr gradlinig und die Computergegner rasen da mit Höchstgeschwindigkeit durch, so das man selbst mit der globalen Einstellung “leicht” kaum eine Chance hat, denn man selbst kann da nicht mit Bleifuss durchrasen, weil man sonst schon bei einer leichten Kurve in der Botanik landet! Also das ist ein nettes Feature, das ich auch gern in DiRT RALLY 2 gesehen hätte! Aber dafür hat DiRT 4 nur wenige Strecken und es gibt keine weiteren als DLC, wie bei DiRT RALLY 2!

So hat man nur 5 Rally-Strecken (Spanien – Asphalt, Australien – Sand/Schotter, Schweden – Schnee, Wales – Schotter und USA – noch mehr Sand/Schotter, aber im herbstlichen Wald). Das ist schon ein bisschen wenig. Dafür hat man eine hohe Varianz von Wetter und Tageszeiteinstellungen (Sonnig, teilweise bewölkt, bewölkt, bedeckt, drei Stufen Nebel und fünf Stufen Regen bzw. Schnee beim Wetter und bei den Tageszeiten Dämmerung vor Sonnenaufgang, Sonnenaufgang, früher Morgen, Morgen, Vormittag, Mittag, früher Nachmittag, später Nachmittag, Sonnenuntergang, Abenddämmerung und Nacht). Die Wetter und Tageszeiteffekte sind hier auch recht beeindruckend. Bei dicken Nebel in der Nacht zu fahren ist dann allerdings auch wirklich a pain in the arse! Die Karriere ist ähnlich aufgebaut, wie in den Vorgängern. Grafisch anders dargestellt. Man kann zwischen Rally, Rally Cross, historischer Rally und Landrush hin und her springen und schaltet weitere Rennen in den vier Kategorien nach und nach frei. Es gibt nicht so viele verschiedene Wagen in den einzelnen Klassen. Aber ich habe keine Wagen besonders vermisst. Schön fand ich den Zuwachs von Wagen der Marke Opel. Gab es bei DiRT RALLY schon den Kadett C Coupe GT/E und den Manta B 400, so findet man diese beiden auch in DiRT 4 und dazu den kleinen Adam und was mich besonders gefreut hat den Ascona B. Letzteren habe ich fast ausschließlich bei der historischen Rally gefahren.

In der Karriere kann man für andere Teams fahren. Aber man sollte sein eigenes Team aufbauen. Der Manager-Anteil ist mit geringem Aufwand zu bewältigen. Techniker und Ingenieure einstellen und die eigene Werkstatt nach und nach aufbauen. Immer je nachdem was man in den vorhergehenden Rennen an Geld gewonnen hat. Das kann man leider nicht links liegen lassen, denn ohne Team und gute Ausstattung hat man schnell keine Chance in den Karriere-Rennen. Man kann sogar sein eigenes Wagendesign basteln. Dabei hat man leider nicht so viele Möglichkeiten als in Codemasters GRID 2, aber immerhin, denn das gab es in den Vorgängern nicht. Es gibt ein paar Muster und man kann bis zu vier Farben frei einstellen. Zudem zwischen verschiedenen Lacksorten aussuchen. Im selben Menü nimmt man auch Angebote von Sponsoren an. Muss man nicht, aber Sponsoren geben zusätzliche Ziele aus (z.B. mindestens eine Wertungsprüfung pro Rally zu gewinnen), die zusätzliche Prämien bringen. Die Verträge gelten oft nur für ein paar Meisterschaften und dazu zählen auch die die man selbst erstellt hat! Man kann also auch mit selbst erstellten Meisterschaften Geld verdienen und so schon sein Team und seine Wagen kaufen und aufrüsten, damit man gut gewappnet in die Karriere starten kann. Das geht bei den DiRT RALLY Teilen z.B. nicht.

Unmittelbar vor den Rennen kann man seine Wagen tunen oder mit höherwertige Teile ausrüsten (die natürlich auch wieder Geld kosten). Die Wagen für die historische Rally muss man natürlich auf den Gebrauchtmarkt kaufen und nicht im Autohaus. Meist muss man diese Wagen dann vor dem ersten Rennen mit höherwertige Teile aufrüsten. Man muss aber nicht unbedingt tunen und man muss auch nicht eigene Autos für jeden Spielmodus haben. Man kann sich auch Wagen von anderen Teams ausleihen, was im Grunde genauso viel im Spiel kostet, wie seine eigne Crew den Wagen während der Meisterschaft zu warten und zu reparieren. Von tunen halte ich persönlich auch nicht so viel, weswegen ich das auch komplett ignoriere, ohne dabei gegen die Computergegner jeweils zu verlieren. Die Reparaturen muss man auch nicht selbst durchführen bzw. entscheiden was in der festgelegten Zeit repariert werden soll und was vernachlässigt wird, sondern kann man auf Automatik stellen. Dafür sollte man dann auch eine vollständige Crew mit Ing. und vier Technikern haben, die am besten mindestens eine C oder B Bewertung haben. Wenn der Wagen nach der Reparatur dann sogar noch sauber und vom Schmutz des Abschnitts davor befreit ist, weiß man das die Crew so weit alle Schäden behoben hat. Ist der Wagen immer noch dreckig, hatte man entweder in der Wertungsprüfung davor sehr viel Schaden verursacht oder die eigene Mannschaft ist unterbesetzt oder nicht fähig genug.

Rally Cross und Landrush kommt hier in der ersten Stufe der Karriere ein wenig zu kurz, finden einige Kritiker, gegenüber der DiRT-Vorgänger. Finde ich nicht so schlimm, weil ich eben ohnehin lieber Rally fahre und hier wird mit der eigentlichen Rally-Meisterschaft und der historischen Meisterschaft genug erst einmal geboten. Nur das eben die 5 Orte zu wenig Abwechslung bieten. Zurzeit bekommt man DiRT 4 z.B. für knapp 11 Euro bei Steam. 11 Euro die sich lohnen, wie ich finde. 50 Euro würde ich dafür nicht unbedingt ausgeben, sondern dann lieber gleich DiRT Rally 2 kaufen. Ob es denn ein DiRT 5 geben wird? Nach DiRT RALLY hatte ich gedacht, das man jetzt so dabei bleiben würde und als nächstes eben DiRT RALLY 2 kommen würde, dass dann zwischendurch DiRT 4 2017 erschien hatte mich total überrascht. Vielleicht behält man das bei Codemasters dabei. DiRT RALLY für die “Simulanten” und die DiRT für die “Arcadianer”. Die Rally-Serie hatte 1995/96 mit dem ersten COLIN MCRAE RALLY begonnen. Zählt man die CMR- und DiRT-Teile (also inclusive den Flop DiRT SHOWDOWN) zusammen, kommt man von 1995 bis 2020 auf stolze 12 Spiele am PC und diverse Konsolen. Aus meiner persönlichen Sicht mit wenigen Ausfällen. CMR 3 war seiner Zeit sehr eingeschränkt im Umfang gewesen, gegenüber seinen direkten Vorgänger. DiRT SHOWDOWN war eher ein unnötiger DLC zu DiRT 2. Und zu DiRT selbst kann ich leider nicht viel sagen. Denn ich hatte seiner Zeit ein Rechner, auf dem das gerade neue DiRT nicht lief. Als ich endlich einen Rechner hatte, der die Power zur Verfügung stellt, arbeitete das Spiel mit meiner Grafikkarte nicht zusammen. Auf meinen aktuellen Spielerechner und Laptop läuft das Spiel auch nicht. Das Spiel mag also gut sein, aber ich kann es nicht beurteilen. Bis hier unten hin wird wahrscheinlich niemand die Geduld haben zu lesen. Wer es doch bis hier hingeschafft hat, gilt mein besonderer Dank!

DiRT Rally 2.0

DiRT RALLY 2.0 von Codemasters kam schon in diesem Frühjahr raus. Im Gegensatz zu DiRT RALLY, das zunächst im Early Access bei Steam erschienen ist, kam DR2 gleich als Fullpreis-Spiel auf den Markt. DR war auch bisher das einzige Rennspiel das Codemasters über Early Access gestartet haben. Ich war bei DR schon gleich am Anfang mit dabei gewesen und fand es eine gute Idee mal ein Rennspiel von einem großen Publisher auf diese Art auf den Markt zu bringen. So konnte man als Fan zu mindestens das Gefühl haben, bei der Entwicklung ein wenig dabei zu sein. Wie weit Kommentare und Kritiken von Fans wirklich in die Entwicklung des Spiels eingegangen ist, kann man natürlich nicht so wirklich sehen. Meist werden ja eher Spiele von kleinen oder neun Publischer über Early Access gestartet. Meist dann parallel auch via Crowdfounding begleitet. Ich weiß ja, dass auch große Publisher es schon mit neuen Spielen genauso so gemacht haben. Aber ich glaube für eine so etablierte Serie wie es die von DiRT ist, war es schon neu gewesen.

DR war wiederum doch ein wenig neu gewesen. Die alten COLIN McRAE RALLY Spiele waren zwar bis 2005 auch reine Rally Spiele gewesen, DR von der regulären DiRT-Reihe unterschied, aber bot DR einen viel höheren Realismus und der Schwierigkeitsgrad war sehr viel höher als bei den CMR- oder DiRT-Spielen. So etwas war man vorher nur von dem Spiel RICHARD BURNS RALLY gewöhnt gewesen. Das war damals wegen seines Versuchs besonders realistisch und authentisch zu sein so Bock schwer gewesen, dass es sich wohl glaube ich nicht so gut verkauft hat. Dem wollte Codemasters vielleicht vorschützen und startete DR erst einmal als Early Access, um zu sehen, wie die Kunden wirklich drauf reagieren würden. Denn die Fans hatten zwar immer wieder sich seit dem ersten DiRT-Off-Road-Rennen-Potpouri wieder ein richtiges Rally-Spiel von Codemasters gewünscht, aber natürlich hatten sich Codemasters wohl wahrscheinlich gefragt, ob das dann wirklich auch gekauft werden würde? Es wurde! Und es ist meiner Meinung nach auch ein großer Erfolg gewesen. Auf allen Plattformen. Ich kenne Leute, die sich für das Spiel extra einen teuren Lenkrad-Controller und einen Rennsitz gekauft haben!

Auch wenn DR teilweise wirklich schwer ist (z.B. kann ich beim Hillclimb bis heute keinen Preis gewinnen und belegen höchstens mal den vorletzten Platz!), so macht es mir noch heute Spaß und ich fahre schon so im Durchschnitt einmal in der Woche ein Runde. Meistens die Deitschland-Strecke, weil mir bei DR einfach mehr diese reinen Asphalt-Strecken liegen. DiRT 4 hatte ich mir zwar auch gekauft und ja es hatte auch ein paar neue Features gegenüber DiRT 3 gehabt, aber irgendetwas reizte mich an dem Spiel bis heute nicht so richtig. Das Fahrgefühl ist so ein ganz Anderes als bei DiRT3 und eben natürlich als bei DR. Toll fand und finde ich immer noch nie Möglichkeit Strecken selbst zu erstellen. Ja, es ist leider kein Editor wie z.B. bei TRACKMANIA, wo man einen richtigen Einfluss auf die Streckenführung hat. Aber ich konnte mir mit meiner Motion Sickness zu mindestens Meisterschaften zusammenstellen, die aus kürzeren und weniger kurvenreichen Strecken bestand. Trotzdem ist das Spiel bei mir auf der Festplatte mittlerweile ein wenig verweist. Zwischendurch hatte ich WRC 6 und 7 günstig erstanden, die zwar auf dem Bildschirm toll aussehen, aber sich mit dem Lenkrad nur merkwürdig bis gar nicht bei mir steuern lassen und mich mit dem Gamepad auch nicht besonders überzeugt haben. V-RALLY 4 hatte ich auch angetestet, aber um da ein hohe Framerate zu erreichen, musste ich die Auflösung und die Qualität der Grafik so weit runterstellen, dass es nicht mehr schön aussah. Eine stabile Framerate hatte ich da dann trotzdem nicht hinbekommen. Okay, mein Rechner war vor 7 Jahren mal Highend gewesen und hat allerdings immerhin eine noch nicht so alte Grafikkarte als Upgrade bekommen. Aber kommen wir nun zu DR2!

Denn DR2, dass ich nun erst im Sale gekauft habe, weil ich Angst hatte, dass hier mein Rechner vielleicht auch dicke Backen machen könnte und ich deshalb nicht den Vollpreis zum Fenster rauswerfen wollte, ist erstaunlich genügsam und anpassungsfähig, wie sein Vorgänger vorher (für den ich trotzdem mir seiner Zeit dann doch eine neue Grafikkarte zugelegt hatte). Ja, ich musste hier Auflösung ein wenig runterstellen, aber dafür konnte ich sonst alle Detailsregaler auf hoch belassen. Frameraten bis 100 sind hier auf meinen alten Rechner also noch möglich und festeingestellt habe ich jetzt ganz stabile 60 FPS. Also egal ob ich über flaches Land mit wenigen Büschen oder ein Waldstück mit dichter Baumbepflanzung fahre, die Framerate bleibt stabil und lässt meine Motion Sickness erst gar nicht aufkommen. Das Spiel bringt in der absoluten einfachsten Fassung schon alleine 90 GB auf die Festplatte. Der Vorgänger belegt bei mir nur 39 GB und DiRT 4 sogar nur 36 GB. Dafür wird einen aber auch eine fantastische Optik geboten, die wirklich viel besser ist, als bei DiRT 4 und DR. Zudem werden hier mehr Rally und Rally-Cross-Strecken geboten. Auch mehr Fahrzeuge, als bei seinem Vorgänger werden in Anzahl und Varianz geboten. Für DR2 werden auch wieder DLCs angeboten, die es merkwürdigerweise beim Vorgänger nicht gab. Schon eine Vielzahl an Fahrzeugen werden bei Steam für 1.99 geboten. Strecken kosten 3.49. Wobei sämtliche bisher angebotene Rally-Strecken nicht wirklich neu sind, sondern aus DR stammen. Also die Streckenführungen, -längen und -feature sind identisch, aber natürlich im neuen Look von DR2 gehalten.

Das kann man als Geldschneiderei sehen, aber wiederum muss man sie ja nicht kaufen! Es zwingt einen ja keiner. Und beim eigentlichen Spiel sind auch schon so viele Strecken on board, dass man erst einmal gut beschäftigt ist. Außerdem wenn man den Vorgänger hat, braucht man die Strecken ja vielleicht nicht noch einmal in DR2. Wobei ich mir die Deutschland- und die Finnland-Strecken, die ich eben auch schon in DR am liebsten gefahren bin, als DLC zugelegt habe. Ich wollte einfach sehen, ob sie wirklich identisch sind, ob sie sich wirklich genauso fahren und ob ich da auch meine Bestzeiten aus DR schaffen würde!? Alle Fragen konnte ich nur mit ja beantworten. Im Basis-Spiel sind allerdings die meisten Wagen vorhanden, die man schon aus DR kennt. Aber eben auch ein paar Neuzugänge. So kann man jetzt auch mal mit hochgezüchteten Ford Mustangs oder Aston Martins über die Strecken brettern. Fährt man hier ohne Fahrhilfen, landet man allerdings schnell mit den Boliden in der Botanik. Fahrhilfen?

Ja, bei DR2 gibt es Fahrhilfen wie man sie aus der DiRT-Reihe kennt! DR hatte ja nichts der Gleichen. So habe ich es in DR nie geschafft mit dem guten, alten Lancia Strato unbeschadet und mit einer guten Zeit ins Ziel zu kommen. Bei DR2 gibt es auch wieder den Strato und mit ein paar Fahrhilfen eingeschaltet, schaffe ich es hier auch ins Ziel ohne die Karosserie verbeult zu haben oder nur noch auf drei Rädern anzukommen. Für Fahrten mit z.B. einen Ford Fiesta RS verbietet die Ehre natürlich mit Fahrhilfen zu fahren. Und so fährt sich DR2 genauso (gut) wie sein Vorgänger mit Lenkrad und auch mit Gamepad. Einige Feature wurden für DR2 von DiRT 4 also übernommen. Man hat hier nun auch einen Platz auf dem man wild (frei) herumfahren kann um die Wagen und ihre Grenzen z.B. auszutesten (oder seine Aggressionen abzubauen). Eine Meisterschaft kann man sich hier auch selbst zusammenstellen und Solo also offline gegen die KI spielen. Ein Modus der mir besonders gefällt, ist der “Historische Rally”-Modus. Man fährt zwar auf den gleichen Strecken wie in allen Modis, aber man fängt erst einmal mit den ältesten Modellen des Spieles an und muss sich dann in die Gegenwart vorarbeiten.

Ich kann ja nur für die PC-Version sprechen, aber nach der für mich etwas enttäuschenden DiRT 4 – “Version” der DiRT-Reihe, das zu DiRT RALLY ein wenig enttäuschend war, ist für mich Codemasters nun zurück an der Spitze der Rally-Rennspiele. Im Gegensatz zum ersten DiRT RALLY bekommen hier durch die zuschaltbaren Fahrthilfen (die übrigens beim ersten Start erst einmal im Gegensatz zu den DiRT-Spielen abgeschaltet sind und über die Optionen manuell hinzugeschalten werden müssen) auch Gelegenheits- und Arcade-Spieler nicht gleich mit der Frustkeule eins übergezogen, sondern können auch gleich Spaß haben ohne lange üben zu müssen. Simualtionsfans kommen aber auch wieder auf ihre Kosten und werden mit einer exakten Lenkrad-Steuerung bedient. (Wobei ich bei DR2 noch mit Automatikschaltung fahre. An mehr habe ich mich noch nicht herangetraut!!). Schön aus sieht das auch wieder alles. Die Menüs sind auch nicht mehr so ganz spartanisch wie bei DR. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Menü-Musik, die diesmal wirklich hörbar ist, aber leider trotzdem nicht so einen guten Soundtrack bietet, wie seiner Zeit DiRT 2, dass wahrscheinlich auf dem Gebiet nie mehr wirklich zu schlagen sein wird!

Colin McRae Rally 10

Codemasters hatten mich zu mindestens mit DiRT 4 und der Aussage, das DiRT RALLY ja nicht so erfolgreich war überrascht. Nun kann man in diversen Foren und den Verkaufszahlen sehen, dass DR nicht ganz so erfolglos war. Aber vielleicht war Codemasters das ganze mit Early Access und das Verarbeiten des Feedbacks der Fans zu aufwendig/teuer gewesen? Ich fand jedenfalls das dies Konzept wirklich klasse gewesen ist und das bei DiRT RALLY ein wirklich gutes Rally-Spiel bei rausgekommen ist. Nun ist das Spiel nun wirklich nichts für Fans der DiRT-Serie. Dafür ist es zu wenig abwechslungsreich und eben auch zu schwer. Also nichts für den Gelegenheitsspieler. Und die haben Codemasters vielleicht auch gefehlt, damit das Spiel wirklich “erfolgreich” sein konnte. Wer weiß.

DiRT 4

Also nun gibt es also DiRT 4. Und dies Spiel ist nun wirklich definitiv ein “echter” Nachfolger für DiRT 3. Hier hat man mal wieder wie bei der DiRT-Serie üblich so viel wie möglich an verschiedenen Rennserien hinein gepackt. Die Schwierigkeitsgrad ist auch wieder weitergefächerter. Der unterste Schwierigkeitsgrad ist nun wirklich wieder easy piesie. Ich konnte das Spiel leider noch nicht so richtig testen. Letztens war es bei Steam mal ein wenig preiswerter gewesen und, ja, da habe ich dann auch mal zugeschlagen. 33 GB und 1 Stunde später war das Spiel dann auf meiner Festplatte und es konnte losgehen. Naja, fast. Bekanntlich habe ich ja meine Motion/gaming sickness. Wobei das bei DiRT 4 ja nicht so die Schwierigkeit sein sollte. Hatte ich mir für DiRT RALLY noch eine neue Grafikkarte gekauft, damit ich das Spiel stabil auf eine hohe Framerate laufen lassen konnte (116 FPS!), so reicht für DiRT 4 meine Grafikkarte nun auch noch immer aus. Ich erreiche hier beim spielen immerhin knapp 90 FPS. Also von daher kein Problem aus der Richtung. Allerdings habe ich im Moment unheimlich mit meinen Kreislauf zu tun, der mir auch so Achterbahnfahrten beschert. Somit konnte ich DiRT 4 immer nur kurz antesten und noch nicht so richtig spielen.

Einmal fallen hier die vielen Einstellmöglichkeiten ein um das Spiel an das Können des Spielers anzupassen. Hier scheint jetzt nun wirklich jeder auf seine Kosten kommen zu können. Von Fahrhilfen und Gegner-KI Einstellungen bis ohne alles und hammerhart scheint es alles zu geben. Die Steuerung scheint man auch voll einstellen zu können.  Ich habe das jetzt nicht mit dem Lenkrad antesten können, aber mit dem Gamepad hat man viele Einstellmöglichkeiten. Spielmodis gibt es nun wieder an Mass. Neben Onlineplay und Karriere kann man aber auch wieder Herausforderungen angehen, so wie wie man sie in den alten CMR-Serie kannte. So sind auch wieder Modis da, die ich persönlich schon lange vermisst habe. Sogar die “Fahrschule” wie aus dem ersten CMR gibt es nun wieder. Für Anfänger eine gute Sache. Das “Fahrgefühl” ist hier wieder mehr Arcade-lastig. Es ist eben ein DiRT und keine Fortsetzung von DiRT RALLY. Und das ist eben auch ganz okay so.  Neu hinzu gekommen ist nun so eine Art Streckeneditor. Man kann hier nicht wie z.B. bei Trackmania die Strecken im Detail bauen, aber man kann Voreinstellungen machen, die die Strecke einfacher oder eben extrem herausfordernd machen kann. Die Länge der Strecken kann man auch einstellen. Wer als Schwierigkeiten mit den teilweise sehr langen und realistischen Strecken in DR hatte, der kann sich hier selbst kürzere Strecken “basteln” und sich selbst eine Meisterschaft zusammenstellen und selbstverständlich auch speichern.

Das war für mich zum Antesten eine schöne Sache, denn so konnte mir ein paar kurze und kurvenarme Strecken zusammenstellen, die ich in meinem angeschlagenen Zustand gut spielen konnte.

DiRT 4 währe nun wenn man alle CMR- und DiRT-Teile (also ohne DiRT Showdown, denn da gab es ja kein Rally-Mode) COLIN McRAE RALLY 10. Colin McRae‘s 10. Todestag war erst vor ein paar Tagen am 15. September. 1987 war der Schotte sein erste Rally gefahren. 2006 seine Letzte. 1995 war er der erste britische Rally-Weltmeister. Seine Vater Jimmy McRae war selbst fünffacher britischer Meister gewesen. Am 15. September 2007 ist er dann leider bei einem Helicopterabsturz tödlich verunglückt. Tragischer weise war auch sein Sohn mit am Board gewesen und mit verunglückt. Bei der nach ihm benannten Spiele-Serie war er  1998 bis zu seinem Tod technischer Berater gewesen.

CMR

Es gibt so einige Rally-Spiele, aber ich finde heute noch das die CMR-Spiele die Besten waren und sind. Nächstes Jahr hat das erste Spiel von 1998 sein 20 jähriges Jubiläum! Ich habe das Spiel 1998 das erste Mal auf einer geliehenen PSX gespielt. Da ich keine besaß, habe ich mir das Spiel dann für den PC gekauft. Mit meiner damaligen Grafikkarte mit TNT2-Chip-Grafikbeschleuniger, hatte das Spiel richtig gut ausgesehen. CMR war für mich das erste Rally-Spiel, das sich auch wie Rally angefühlt hat. Noch heute habe ich auf meinem aktuellen Spielerechner neben DiRT2, 3, 4 und DiRT RALLY auch CMR 2.0, 04 und 2005 laufen. Gerade CMR 2.0 spiele ich noch immer recht oft, neben meinem LieblingsDiRT-Teil 2. CMR selbst habe ich unlängst mal versucht auf meinem aktuellen Rechner zu installieren. Das ist mir nicht so recht gelungen. Aber die PSX-Version habe ich jetzt mal auf meiner PSP gespielt. Und es fühlt sich immer noch so gut an, wie vor fast 20 Jahren.

PSP

Es ist 2016 und Zeit mir meinen ersten Handheld von Sony zu kaufen. Man könnte bei mir ja nun wirklich den Eindruck bekommen, das ich ein Nintendo-Fanboy bin. Bin ich eigentlich gar nicht. Vielleicht ein Game Boy – Fanboy, aber nicht unbedingt ein Fan von Nintendo im Allgemeinen. So habe ich zwar ein Wii, die ich aber mehr als Mulimedia-Boardgame sehe, aber habe sonst nie eine Nintendo Heimkonsole besessen. Klar kann man die Wii durchaus als Heimkonsole gebrauchen. Machen die Meisten wahrscheinlich auch. Aber so richtig warm geworden bin ich mit der Wii als Heimkonsole nie. Ich habe auch ein paar typische Heimkonsolen-Spiele für die Wii und habe mir für die Virtual Console so ein paar alte Spiele zugelegt, aber trotzdem kam es mir immer so vor, als wäre das mehr so eine Nebenfunktion zur Wii. Alleine habe ich so an der Wii mit dem Controller in der Hand eher selten gespielt und heutzutage gar nicht mehr. Die Stärke der Wii ist ihr Mehrspieler-Charakter. Deshalb hatte ich sie mir auch 2009 zugelegt. Das war mal wirklich was für die ganze Familie und war dann auch bei meiner Familie besser angekommen, als das Eye-Toy-Gezappel vor dem Fernseher mit der PS2. Die ganzen Brettspiel-ähnlichen Spiele, die Bewegungsspiele und das Wii-Board machen wirklich Spaß, wenn man zu Mehreren spielt. Das hat für mich aber alles nichts mit einer Spielkonsole zu tun.

Aber die Wii ist hier eigentlich gar nicht das Thema. Wie komme ich nun darauf mir jetzt eine PSP zu kaufen? Wo ich doch sonst so Nintendo bin. Stimmt schon. Ich habe nur Game Boys und DSes. Ich habe nie ein Game Gear besessen, schon alleine weil er zu teuer war und das als gebrauchtes Gerät immer noch ist, und ich habe nie einen Atari Lynx besessen, weil er noch teurer war, eine “beschiedenen” Bildschirm hatte und die Games dafür mich nicht wirklich interessiert hatten. Wer jetzt NEO GEO Pocket denkt, der sollte bedenken, das es die Geräte hier in D-Land wenn dann nur als super teueres Import gab! Ich habe von dem Teil erst gelesen, als dafür schon die Produktion eingestellt worden war!
Der große Vorteil bei den Nintendos war, das man immer sofort Spiele für das neue Gerät hatte ohne auch nur ein neues gekauft zu haben. Genau! Die Kompatibilität zu einen oder mehreren Vorgängern ist schon das große Plus. Und das ich keine anderen Handhelds neben den von Nintendo habe, stimmt bei genauer Betrachtung auch nicht so wirklich. Seit Android sind Smartphones wirklich gamesfähig geworden. Ich ich spiele eben auch viel auf meinem Smartphone oder den Tablets. Irgendwie sie das auch Handhelds.

Aktuelle Playstations besitze ich ja nicht. Ich hatte eine zeit lang eine PSX als Leihgabe und später dann eine PS2 gekauft, die ich immer noch habe. Denn für die PS2 gab es unheimlich viele Rennspiele. 80% meiner Spiele für diese Konsole sind Racer. Und so ist es eben auch mit der PSP. Es gibt tonnenweise Rennspiele! Ja, warum denn erst jetzt eine PSP?
Als das Teil hier in Europa Ende 2005 rauskam, war ich von dem Teil begeistert. Ich wollte unbedingt eine PSP haben! Aber Anfangs kostete das Ding 250 Euro!! Holy Crap! Sind die denn des Wahnsinns fette Beute! Hatte ich gedacht. Und die Spiele waren auch nicht gerade preisgünstig. Ich kann mich erinnern das die PS2-Version von OUT RUN 2006 preisgünstiger im Laden zu haben war als die PSP-Version. Beide Spiele sind inhaltlich identisch! Die PSP-Version bietet nicht mehr! Eine Freundin hatte sich das Teil geholt und hat darauf GTA (Liberty City Stories, glaube ich). Das sah schon sehr beeindruckend aus und das spielete sich wirklich gut. Aber auch da hat die PSP noch 200 EURO gekostet. Für 99 Euro konnte man einen GBA bekommen und legte man noch 20 Euro drauf, bekam man den ersten DS. Auch gebraucht waren die PSP 1000 und die Slim-Version 2000 kaum preisgünstig zu bekommen. Also hatte ich die Idee unbedingt eine PSP zu haben aufgegeben.

Rund 10 Jahre später kam nun die PSP wieder in mein Blickfeld. Dieses Jahr ist für mich ohnehin so ein bisschen das Jahr des mobilen Gamings (was man vielleicht mitbekommen hat, wenn man meine Posts 2016 so ein bisschen verfolgt hat) und so hatte ich mir eben gedacht, was denn so der PSP-Gebrauchtmarkt so macht. Unterdessen bekommt man eine PSP wirklich recht günstig. Wenn man vor sichtbaren Gebrauchtspuren nicht zurückschreckt, bekommt man schon was für 50 – 60 EURO. Ich schrecke da natürlich schon ein wenig zurück. Also hatte ich mich nach einen gepflegten Modell 3000 umgesehen. Ich war erst bei einem Modell 2000 gelandet, das sehr gut erhalten und mit OVP daher kommen sollte. Das ganze war via eines großen Online-Händlers, der sonst gute Bewertungen hatte. Leider stellt sich das neuwertige 2000er Modell als stark gebrauchtes 1000er Modell raus. Der Händler hatte nach eigenen Angaben kein Modell 2000 mehr auf Lager und wollte mir als “Entschädigung” irgendein Spiel anbieten. Nee, das Teil ging wieder zurück.

Beim zweiten Versuch hatte ich dann mit einem 3000er mehr Glück und bin eigentlich mit dem wirklich sehr guten Zustand sehr zufrieden. Selbst der Akku hält immer noch recht lang. Trotzdem werde ich mir da aber mal einen Anderen zulegen, da es da welche gibt die auch länger als die Originalen von Sony halten sollen.
Gegenüber eines GBAs ist die PSP schon recht groß und schwer. Wenn man dagegen heute ein 3DS XL zur Hand nimmt, dann ist der Unterschied nicht mehr so groß bis gar nicht mehr vorhanden. Das Display ist dunkler als das eines 3DS oder natürlich besonders eines Smartphones, aber die Technologie ist ja nun auch schon 10 Jahre alt. Und dafür sieht das alles noch sehr gut aus. Wenn die Grafik auch der einer PS2 entspricht, so sieht das auf den kleinen 4,3 Zoll Display doch noch sehr gut aus. So sehen Spiele meiner Meinung nach bei Nintendo erst seit dem 3DS aus. Rennspiele sehen auf dem 3DS selbst heute noch nicht so gut aus wie auf der alten PSP!

Und da sind wir schon bei dem Punkt angelangt, der mich wieder auf die PSP gebracht hat: Rennspiele. Davon gibt es für die PSP zu Hauf! Wenn mann Rennspiel-Fan ist, dann muss man eine PSP haben. Darum um so verwunderlich, das ich nun erst jetzt eine habe. Vier Spiele musste ich sofort haben:
Einmal auf jeden Fall OUT RUN 2006! Ich bin ein großer Out-Run-Fan seit dem ich Mitte der 80ziger vor einem Sega-Automaten das Glück gefunden hatte. Ich habe diverse Konvertierung der Automaten-Version. Zu letzt ist die “3D”-Version für den 3DS erschienen, was ich hier ja auch berichtet hatte. Es gab einige Fortsetzungen die nicht so gelungen waren. OUT RUN 2, wie es zu nächst auf der (originalen) XBox hieß, war glaube ich auch eine Automatenumsetzung. Aber ganz sicher bin ich da nicht. OUT RUN 2 auf der XBox habe ich einmal bei einem großen Elektronikhändler ausprobiert. Das hätte mich 2004 beinahe dazu gebracht eine XBox zu kaufen. Das Spiel war eine Wucht! 2 Jahre später erschien OUT RUN 2006 wieder für die XBox und nun auch für PS2, Windows und die PSP. Gegenüber OUT RUN 2 wurde meiner Meinung nach grafisch nicht so viel verändert und das Spiel beinhaltet auch einen Modus der sich OUT RUN 2 SP nennt, also gehe ich davon aus, das die Strecken der Automatenversion hier mit implementiert wurden. Recherchiert habe ich das nicht. Auf jeden Fall hatte ich nicht die PS2-Version, sondern die für Windows. Und die spiele ich heute noch und habe sie auch auf meinen aktuellen Spielerechner und es ist eines der wenigen Spiele die ich auf dem Surface habe und spiele.

Die Grafik ist hier eher comichaft und somit bei weiten nicht so “realistisch” wie bei anderen Racern dieser Zeit. Das macht die Grafik aber meiner Meinung nach wirklich Zeitlos. So sieht das Spiel auch heute noch bei HD-Auflösung und 16facher Kantenglättung verdammt gut aus. Und eben auch auf der PSP macht das Spiel den gleichen guten Eindruck wie auf der PS2! Alle Strecken, Modies und Fahrzeuge sind mit an Board. Das Speil steuert sich genauso gut wie auf der PS2 mit Controller. Natürlich macht es mit einem Lenkrad noch mehr Spaß! Aber eben alleine schon wegen diesem Spiel hat sich nun die Anschaffung einer PSP gelohnt.
Das zweite Spiel ist TIGER WOODS PGA TOUR. Wobei für die PSP über die Jahre vier TWPTs erschienen sind. Ich habe mir die die 09er Version von 2008 zugelegt. Wo kann man denn bitte noch mobil EAs PGA TOUR Spiele noch mit einer so schönen Grafik spielen? Das Android-Spiel das ich habe (und von dem ich hier auch mal berichtet habe) kann auch Geräten mit Android 4.X und größer nicht mehr installiert werden. Es funktioniert nur noch auf einem alten Tablet mit Android 3.2 drauf bei mir. Und so dolle hatte das auch nicht ausgesehen. Die Steuerung war auch eher schwammig gewesen. Was EA danach für Android rausgebracht hat… darüber schweige ich lieber. Für den 3DS gibt es keine PGA TOUR von EA. 2007 war das letzte PGA TOUR für den DS bzw. DSi erschienen. Das war zwar ganz nett, aber potthässlich. Auf der PSP ist TWPT wirklich gut gelungen.

Zwei andere Spiele, die ich sofort haben musste waren DiRT 2 und CMR RALLY 2005 PLUS. Dazu werde ich separat noch was schreiben. Pinball-Spiele sind wie auch auf dem 3DS leider Mangelware. Dabei gibt es auf dem 3DS sogar mehr Pinball-Spiele als für die PSP. Ich bin nicht sicher ob die Download-Versionen von PINBALL DREAMS und FANTASIES nur auf der VITA funktionieren oder auch auf der PSP (funktioniert haben). Kann ich nicht überprüfen, denn PSP-Besitzer haben ja kein Zugriff mehr auf den Playstation-Shop. Auch gibt es im Shop Versionen von PINBALL ARCADE und ZEN/FX PINBALL, aber die sind wohl nur für die VITA. Ich habe mir die einzigen beiden Spiele gekauft, die es scheinbar nur auf der PSP gibt: Von den Machern von PINBALL ARCADE die Pinball-Sammlungen von Williams und Gottlieb. Jene habe ich auch schon teilweise für PS2, Wii und 3DS. Dazu schreibe ich vielleicht auch mal separat was.

Sonst finde ich die Datenträger sehr interessant. die UMD (Universal Media Disc) erinnern sehr stark an Sonys Minidisc. Sie sind etwas kleiner und haben keine viereckige Hülle. Das “Lesefenster” ist hier auch an der Unterseite offen und nicht mit einem Schiebemechanismus gesichert/geschützt wie bei der Minidisc. Das Einlegen der UMD erinnert auch schön an den MD-Walkman. Wobei das erste PSP-Model noch einen richtigen Auswurfschacht hatte, haben die Slime-Modelle nur einen Entrieglungsschieber und dann kann man das UMD-Fach händisch aufmachen. Trotzdem ein sehr interessantes Medium, das man, wenn Daten von der Disc nachgeladen werden, doch sehr deutlich mit einem hohen Surren hören kann. Es gibt/gab auch Filme auf UMD, die man heute für 5 bis 10 Euro auf der elektronischen Bucht bekommen kann. Da findet man ALIEN, ALIENS, MATRIX und GHOSTBUSTERS. Aber will man wirklich einen Film auf der PSP gucken? Mache ich auch nicht auf dem Smartphone.
Gespeichert wird übrigens auf einer Speicherkarte im Sony-Design! Also den sogenannten Memorystick PRO DUO! Ein Speicherkartenformat das Sony selbst unterdessen nicht mehr unterstützt. Kaufen kann man diese Karten immer noch.
Sie sind allerdings gegenüber Micro-SD-Karten relativ teuer. Aber man kann sich heute ein Memorystick-Adapter kaufen in den man eine Micro-SD-Karte stecken kann. Hier kann man dann bis zu 32 GB reinstecken. 64er Karten werden nicht mehr erkannt. Bei mir funzt das ganz gut.

Im Großen und ganzen finde ich das die PSP ein schönes System zum sammeln ist. Bei Retrogamern mit Fokus auf Rennspiele darf sie in der Sammlung jedenfalls nicht fehlen!

DiRT RALLY!

drt 2015-05-01 21-26-44-18

Im April wurde das von mir lange erwartete DiRT RALLY bei Steam als Early Access veröffentlicht. Es ist also noch nicht ganz fertig. Aber schon voll spielbar. Codemasters gehen hier meiner Meinung nach den richtigen Weg und beziehen die Fans diesmal endlich mit ein in die Entwicklung ihrer zuletzt nicht mehr so erfolgreichen Serie, die 1998 mit COLIN McRAE RALLY begonnen hatte.
Ich hatte das Spiel damals zunächst auf der PSX gespielt und nachdem ich meinen PC eine TNT-Karte spendiert hatte (meine alte Voodoo-Karte war zu dem Spiel nicht kompatible gewesen), hatte ich das Spiel in einen deutlich schöneren Gewand auf dem PC gespielt. Teil 2 dann gleich auf dem PC und mit Lenkrad. Das Spiel habe ich bis heute immer wieder auf meinen neuen Gaming-PCs installiert und spiele es selbst heute noch ab und zu. Vom Spielumfang ist es das beste Spiel. Es hat die meisten Spielmodi zum Thema Rally (die DiRT-Games haben zwar mehr Modi, aber weniger Rally) und die Grafik war zwar nie schön gewesen, aber sehr Zweckmäßig. Besonders in Polen hat es eine große Mod-Szene zu dem Spiel gegeben, die aus dem Spiel wirklich alles rausgeholt hatten. CMR3 war dann leider kein guter Nachfolger gewesen. Das Spiel war wahrscheinlich mehr für Consolen gedacht, denn auf vielen PCs lief das Spiel nicht wirklich gut. Bei mir z.B. nur auf einem Laptop mit Radeon-Chip. Auf meinem damaligen Spielerechner trotz guter Ausstattung lief das Spiel nur mit mieser Grafik und vielen Rucklern. Außerdem hatte man die Spielmodi stark runtergekürzt und in der Meisterschaft konnte man sich nicht mehr den Wagen aussuchen, sondern musste mit dem Ford Focus fahren, der deutlich bockiger zu steuern war, als z.B. mein Lieblingswagen der Subaru Impreza (22B STi).

drt 2015-05-01 21-43-06-01

Mit CMR4 hatten Codemasters vieles wieder gut gemacht. Die neue Grafikengine lief gut und sah gut aus. Auf dem PC war die Steuerung etwas schwammig und ließ daher keine Lenkradsteuerung bei mir zu. Aber mit dem Gamepad hatte das Spiel wirklich Spaß gemacht. Der Fuhrpark war wieder größer geworden, man konnte die Meisterschaft mit den Wagen seiner Wahl fahren, aber viele Spielmodi von CMR 2 blieben verschollen. Mit CMR 5 oder auch CMR 2005 hatte man die Grafikengine von CMR 4 ein wenig aufgebohrt, mehr Strecken integriert und auch die Lenkradsteuerung verbessert. Trotzdem war die Gamepadsteuerung wieder besser gewesen und hatte mich so eher selten hinter das Lenkrad gelockt. Nach CMR 5 wurde es lange Zeit sehr ruhig um die Spiele-Serie. Mit neuen Namen kam die Serie dann zu nächst auf der XBOX zurück. CM DiRT war kein reines Rally-Spiel mehr. Man hatte nun auch andere Off-Road- Disziplinen untergebracht, die Teilweise ganz nett war, aber von mir persönlich nicht so gemocht wurden. Die Rallystrecken war aber durchgehend gut designed und sahen mit der neuen Graficengine auf der XBOX verdammt gut aus. Leider habe ich nie eine XBOX besessen und konnte das Spiel somit nur ein paar Mal bei anderen spielen. Mit der PC-Version hatte ich kein Glück. Ich habe das Spiel natürlich, aber seit dem habe ich nie einen PC gehabt auf dem dem das Spiel richtig gelaufen wäre. Entweder es ließ sich wegen dem merkwürdigen Kopierschutz erst gar nicht starten (die Höchststrafe für ehrliche Käufer) oder es erkannte keine meiner Grafikkarten richtig, was zu hässlichen Ergebnissen führte und mich nicht gerade zum Spielen motiviert hatte. Deswegen kann ich bis heute nicht wirklich bei CM DiRT mitreden. Vielleicht kaufe ich mir doch mal eine gebrauchte XBOX?!

drt 2015-05-01 21-40-23-74

Mit DiRT 2 hatte aber Codemasters mal wieder alles gut gemacht. Das lief sofort und exzellent bei mir. Ja, es hatte sich beim Konzept gegenüber Teil 1 nichts geändert. Wieder gab es zu wenige Rally-Strecken. Aber Trailblazer machte auch Spaß, aber das “Monstertruck”-Rennen hatte mir nicht so sehr zugesagt. Trotzdem habe ich das Spiel komplett durchgespielt und bin immer noch dabei das Spiel ein zweites Mal durchzuspielen. Die Grafik war einfach der Hammer. Das Spiel hatte einen tollen Soundtrack und eine super Stimmung. Selbst die Menüs waren im Spielgeschehen richtig mit eingebunden. Hier konnte man wirklich tief eintauchen. Das Spiel fühlte sich wirklich gut an. DiRT 3 kam dann ziemlich schnell nach, wirkte aber nur noch lauwarm. Ja, die neue Grafikengine sah besser aus. Aber die Menüs waren wieder uninspiriert aufgesetzt, also nicht mehr Teil des Spiels. Die netten Kommentare der Mitfahrer von DiRT 2 waren verschwunden und geschwätzig-nervigen Kommentatoren gewichen, die einen nur ständig empfiehlten tolle YouTube-Videos hochzuladen. Die coole Stimmung von DiRT 2 war völlig verschwunden. Immerhin hatte man wieder wie bei den Vorgängern den Rallywagen – Klassiker Subaru Impreza aus den späten 90zigern mit eingebaut. Das war es aber auch schon. Zudem hatte man diesen merkwürdigen Drift-Modus eingebaut. Der hat vielleicht ein paar jüngere Spieler ans Gamepad gelockt, die mit dem langweiligen Rally-fahren nichts am Hut haben, aber mich hatte es nur genervt und dazu geführt, das ich das Spiel schnell in die virtuelle Ecke geschmissen habe. DiRT SHOWDOWN war dann für mich die Vollkatastrophe gewesen. Nicht mal ein Fitzel Rally mehr. Ein wirklicher Tiefpunkt der Serie, der mit dem Remake von CMR 2, das zunächst nur für iOS als COLIN McRAE RALLY erschien, später auf Android und ganz spät für den PC, auch nicht mehr gutzumachen war. Zudem hatte das Remake zwar eine schöne Grafik, blieb aber sonst sehr weit hinter dem Original in Sachen Umfang und Spielbarkeit.

drt 2015-05-01 21-41-06-41

Aber nun kommt ja DiRT RALLY! Ja, es ist noch in einem frühen Zustand, aber dafür in einen besseren Zustand als so manche finalen Veröffentlichungen. Das Spiel läuft stabil und bis her hatte ich keine Abstürze. Anfangs gab es nur den Rally-Modus mit Meisterschaft bzw. Karriere und individuellen Rennen. Dabei gibt es bisher “nur” drei Event-Orte mit je 12 Abschnitte: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Aber was für Strecken! Einmal sehen sie einfach fantastisch aus. Dann sind sie auch so richtig lang. Das fühlt sich nach richtiger Rally an! Das ist kein Rennspiel für Zwischendurch. Hier merkt man schon das dies eher der Nachfolger zu CMR 2.0 oder eben natürlich CMR 2005 ist und nicht zu den 4 DiRT-Spielen. Es gibt bisher nur 17 Wagen, die aber in meinen Augen völlig ausreichen. Weitere Strecken und Wagen sollen nachgereicht werden. Mal sehen wie weit dies dann kostenlos ist oder über kostenpflichtige DLCs gehen wird. Unlängst kam ein größeres Update, das den Hillclimb-Modus mit gebracht hat.
Zuletzt waren die DiRT-Spiele eben sehr Arcadelastig gewesen. So war die Steuerung immer simpler und einfacher geworden. In der Grundeinstellung zu DiRT 3 musste man nicht einmal selbstständig bremsen. Die ganzen Fahrhilfen musste man erst einmal ausschalten. Das fuhr sich alles wie eine Carrera-Bahn. Ich hätte ja gerne mein eigenes Gesicht gesehen, als ich die erste Runde bei DiRT 3 gefahren war! Das muss schon sehr verwundert ausgesehen haben. Aber selbst wenn man alles ausgeschaltet hatte, dann war es nach kurzer Eingewöhnung keine große Herausforderung gewesen. Im höchsten Schwierigkeitsgrad fuhren die Gegner bei einigen Strecken unmögliche Zeiten, bei denen mal absolute keine Chance hatte. Das hat alles nichts mit einem ausgewogenen Schwierigkeitsgrad zu tun.
Bei DiRT Rally will man scheinbar alles richtig machen. Das Spiel ist schwer, aber bisher nicht unfair! Die Wagen fahren sich alle sehr, sehr unterschiedlich. So ein Lancia Strato ist z.B. extrem bockig (wie im wirklichen Leben). Mit dem drehe ich mich mehr, als das ich um die Kurve komme. Was aber eben an mir liegt und nicht an einer schlechten Steuerung. Dagegen fährt sich der Ford Focus fast gemütlich. Aber auch hier ist Obacht angesagt. Denn auch mit diesen Wagen kann man in der Kurve ausbrechen. Auch das Wetter spielt hier eine viel größere Rolle. Bei DiRT 3 sahen die Regenfahrten super aus, aber ich hatte das Gefühl das man Fahrtechnisch keinen Unterschied zur trockenen Strecke hatte. Das ist hier ganz anders. Bei den Asphaltstrecken in Wales klebt man mit den richtigen Reifen auf der Straße, das es die wahre Freude ist. Wehe man erwischt Regen. Der Unterschied ist enorm! Ich komme da bisher kaum um die Kurve ohne das mir der Wagen ausbricht. Natürlich fahr ich wieder am liebsten den Impreza!

drt 2015-05-02 16-27-05-53

Das Schadensmodel ist auch fantastisch. Es sieht nicht nur schön aus (man kann nicht nur einen Reifen auf der Strecke verlieren, man kann sich in der Wiederholung genüsslich ansehen, wie einen der Reifen weggeknallt ist), sondern es macht sich realitätsnahe bemerkbar. Wenn man jeden 10. Baum mitnimmt, dann verbeult das nicht nur den Wagen, sondern macht ihn auch wirklich kaputt. Man also auch wegen unterschiedlichster Probleme ausfallen. Angefangen von einer verbogenen Achse, das man einfach nicht mehr richtig lenken kann und deswegen aufgeben muss, über Kupplungen die nicht mehr funktionieren oder bis zu hin eines Motorschadens. Allerdings habe ich es auch geschafft, mit einem geplatzten Hinterreifen auf der Felge noch ins Ziel zu kommen. Man fliegt also nicht automatisch wegen so einer Lappalie raus! Ganz fantastisch.
Die Steuerung funzt bei mir sowohl super mit meinem XBox-Gamepad als auch mit dem Logitech-Lenkrad. Alles wird automatisch erkannt und konfiguriert. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis verspürt die Belegungen zu ändern. Trotzdem das natürlich auch möglich ist.
Also im Großen und Ganzen schon jetzt ein sehr rundes Spiel! 20 Euro ist das auf jeden Fall schon mal wert. Bei den Preis würden zukünftige kostenpflichtige DLCs vielleicht auch nicht so wehtun.
Für mich gibt es nur ein Wermutstropfen, der aber nur eben an mir liegt. Die Framerate liegt bei dem Spiel recht hoch. Mit Durchschnittlich 100 bis 115 Frames ist es aber für mich als Gaming/Motion Sickness-Geschädigter schon fast zu wenig. DiRT 2 läuft bei mir bei 150 bis 160 Frames und macht mir somit fast nichts aus. Bei DR brauche ich nach kurzer Zeit eine Pause. Daher habe ich hier auch noch keine Karriere angefangen. Ich weiß nicht ob hier die Macher noch etwas dran drehen. Aber eher nicht. Es ist ja mehr mein persönliches Problem. Ich denke wer nur ein bisschen mit Motion Sickness zu tun hat, der wird hier keine Probleme haben, wie z.B. viele bei NFS-R, das nur auf 30 FPS läuft. Also hier kein echtes Manko.