Der Frühling kommt

Der Frühling ist da und zwar in der Form von alten Games. Crysis, ist so ein Game das man jetzt für ein paar Euro erstehen kann. Das Spiel ist 10 Jahre alt und die Landschaftsbilder haben mich gerockt. Überall wackeln Grashalme im Wind, Blätter fliegen vorbei, eine Kröte kriecht durchs Unterholz. Wasser plätschert dahin. Oftmals erledigte ich mich der nordkoreanischen Angreifer nur, um einfach da ein wenig herumzustehen und mich fühlen als würde ich im Sommer in den Wäldern unterwegs sein.
Der Rest vom Spiel? Naja, erst zu einfach mit diesem Spezialanzug. Gegen Ende dann nerviges Aliengefliege. Die Stationen der Soldaten anzugreifen war ganz ok, manchmal waren sie auch intelligent und manchmal völlig daneben. Schwierig war nur, dass man nicht wusste welche Art von Gegner man jetzt gerade vorgesetzt bekommt. Aber es hat Spaß gemacht und die Grafik, ja das war ein kleiner Urlaub. Also fast. Das das Game 10 Jahre alt ist, da war ich überrascht und fragte mich, wer konnte das damals spielen?
Was noch erstaunte, dass bis heute nicht alle Bugs entfernt sind. Nach 2 Stunden experimentieren finde ich dann auch heraus das mich der Heli eigentlich schon vom Vordeck des Flugzeugträgers abholen sollte. Die Schweine haben mich scheinbar einfach vergessen bei dem Riesenmonster. Das Die grafische Qualität der Charaktere so unterirdisch ist, mehrfach schlechter als Ingame selbst (normal ist das genau anders herum) das war auch seltsam. Aus der Wissenschaftlerin war dann ein 10 jähriges androgynes Wesen geworden.

Zum ersten Mal sah ich einen Regenbogen eines Wasserfalls in einem Game

Erfrischend. Leider musste ich in die Höhle.

Mein liebster Wanderweg.

Ach ja. Klo gabs auch!

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Krisenklo

Ihr werdet’s nicht glauben: Ein neues Spiel, ein neues Klo.
Diesmal Crysis 2, dessen Grafikengine mich mindestens so sehr begeistert wie die aktuelle von id.

Keine Krisenstimmung

übrigens auch beim zweiten Grafikprachtbolzen, den mir Alex aus den USA importiert hat:


Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger fällt einem auf den ersten Blick ja nicht ganz so viel auf, aber die Unterschiede sind immens, sobald das alles sich mal in Bewegung befindet. Farcry ist gegen Crysis direkt steril und unbelebt, was vielleicht angesichts dessen, daß wir vor drei Jahren vor allem vom Realismus der Umgebung so begeistert waren, etwas irritierend klingt. Es ist aber so: Crysis ist von Viehzeug bevölkert, Bäume und Büsche wackeln und rascheln, die Sonne geht auf und unter, es geht ein Wind, der Staub herumwirbelt und ständig fällt irgendwas um.

Also letzteres ist was, woran man sich echt gewöhnen muss – Crysis markiert wohl den Wendepunkt, was Gegenständlichkeit in 3D-Umgebungen angeht. Wir sind Levels gewohnt, die im Prinzip unkaputtbare Gesamtkonstruktionen sind und Holz, Metall, Papier usw. sind offenbar nur draufgemalt: Nichts davon bewegt sich oder verrutscht, wenn man drankommt.

Fährt man aber in Crysis z.B. mit dem Auto gegen einen Baum, dann wackelt er. Fährt man mit hoher Geschwindigkeit dagegen, fällt er um (und blockiert wenns ganz blöd läuft, die Straße, so daß man die Karre stehenlassen muss). Läuft man im Sand, wirds langsamer, aber auch leiser. Fällt ein Gegner gegen einen Lattenzaun, bricht er durch ihn hindurch. Werfe ich eine Waschmaschine auf einen Karton, wird der plattgedrückt (fragt nicht!).

Was auch klar ist: Das ist kein Haudraufundschluss-Shooter. Mich erwischt es immer dann, wenn ich durch irgendeine Unachtsamkeit einen zu großen Fehler mache. Zu schnell vorranpreschen ist schnell tödlich, ebenso wie zu dämlich Auto fahren oder einfach nur zu lange herumsitzen (denn dann kommen irgendwann Reinforcements der Gegner, wie ich grade feststellen durfte). Man manövriert sich echt schnell in Situationen, die nicht mehr – wie es in früheren Shootern einfach immer ging – durch Dauerfeuer, rennen und hin- und herspringen zu beheben sind. Wenn man das macht, ist man ungefähr so schnell erledigt, wie es tatsächlich einer wäre, der mit ner Knarre blöde herumhüpfend auf feindliche Soldaten zurennen würde. Also sofort. Ich habs probiert. Doof.

Soweit erstmal, ich hab im Moment noch mit den Nordkoreanern zu tun (die Aliens kommen ja dann später noch), weiter mit Musik…