Seine alte Hard- und Software neu entdecken: Die Playstation

Eigentlich geht es mir heute mehr um Software als um Hardware. Aber ich fange erst einmal mit der Hardware an: Die Sony Playstation. Von mir in den 90zigern liebevoll “Paystation” genannt, war ursprünglich ein Projekt von Nintendo und Sony. Sony sollte für den SuperNintendo bzw. SuperFamicom ein CD-Laufwerk liefern. Dazu gab es auch den berühmten Prototypen, der unlängst versteigert wurde. Jedenfalls hatte Nintendo plötzlich keine Lust mehr gehabt, eine Version des SNES mit CD-ROM rauszubringen und so nahm Sony das gewonnene Nowhow und brachte ein paar Jahre später die Playstation auf den Markt. Und mit dieser Spielkonsolen-Serie dominiert Sony seither den Heimkonsolenmarkt. SEGA haben sie quasi damit vollends in die Knie gezwungen. Nintendo hat sich in ihre Nische zurückgezogen und konnte nur kurzzeitig mit der Wii wieder Land gewinnen. Und trotz dem vielen Geld hinter Microsoft, war die X-Box-Reihe ab Version 2 bzw. XBox360 zwar erfolgreich, aber Sony konnten sie nicht direkt den Schneid abkaufen.

Hatte ich Damals also eine PSX, wie sie die Fans seither liebevoll nennen? Nein, ich habe selbst nie eine besessen. Ich hatte eine Zeit lang mir immer mal wieder eine von Freunden geliehen, aber selbst nie gehabt. Spiele hat ich mir ein paar zugelegt. Einige liefen dann sogar auf der Damals beliebten Bleem-Software auf dem PC. Aber im Grunde nur wenige. Als dann die PS2 erschien, legte ich mir diese zu. Es sollte eine fast komplette Abwärtskompatiblität herrschen, aber so ganz stimmte es bei mir nicht. So lief merkwürdigerweise nie die PSX-Version von dem Videopinball TILT auf meiner PS2. Warum auch immer. Heute kann man PSX-Spiele auch größtenteils auf der PSP oder der Vita spielen (natürlich nur wenn die Geräte dementsprechend gemoddet sind). Ich spiele meine PSX-Spiele allerdings immer noch lieber am PC, weil es neben den Emulatoren auch wunderbare Grafikmods und Shader gibt, sodass sie alte PSX-Grafik, die ja nun wirklich eher schlecht gealtert ist, ein wenig aufhübschen kann. Nun will man ja nicht gleich immer den SpielePC anschmeissen, wenn man mal ein PSX-Spiel spielen will. Mittlerweile ist die Hardware von Android-Geräten auch schon lange so weit, dass man hier auch flüssig PSX-Spiele drauf Zocken kann und eben auch via USB-C auf einen Monitor oder dem Flatscreen-TV bringen kann.

Jetzt war ich bis eben auch schon bei der Software, also den guten alten PSX-Spielen gelandet. Jetzt komme ich erst einmal zur Hardware zurück. Nintendo hatte den Goldrush mit den Minis losgetreten. Aber da ich nie ein Fan des NES oder des SNES war, hatten mich die Geräte nicht gereizt. Erst der C64 Mini hatte mich als alter C64-User gereizt. Die Spiele die dort implementiert waren, hatten mich auch nicht alle angesprochen, aber der Hersteller selbst hatte mit einem Software-Update dafür gesorgt, dass man seine eigenen Spiele, wenn man sie im dementsprechend Format schon vorzuliegen hatte, auch auf den C64 Mini spielen konnte. Vorbildlich!

Sony dachten sich dann, dass was Nintendo kann, können wir schon lange! Also brachten sie die Playstation Classic auf den Markt. So nun ist es so, dass die Nintendo-Minis ohne ein Software-Modding auch keine eignen Spiel abspielen können. Auch das wollte Sony auch. Aber auf den Nintendo-Minis versammelten sich ein Großteil der eigentlichen Spiele-Hits der Konsolen! Und das hat Sony nicht geschafft. Nun ist es so, dass Sony nie selbst für ihre Hardware Spiele entwickelt hatten wie Nintendo. Da war es wahrscheinlich schon schwieriger mit den Rechten usw. Deswegen hat es dann wohl auch etwas länger gedauert, als angekündigt, bis die Mini-Konsole auf den Markt kam. Aber das Ergebnis der Spieleauswahl war für Fans schon sehr enttäuschend. Ja, so ein paar Hits sind da schon mit eingebaut, aber zu wenig und alles nicht besonders vielseitig. Für mich gibt es auf dem Teil nicht ein Spiel, das mich persönlich interessiert! Als der Preis auf 30 Euro gefallen ist, hatte ich das Gerät im letzten Jahr doch gekauft. Auf dem Regal sieht es ja ganz hübsch aus. Das Design und die Details sind schon gelungen. Einmal hatte ich das Gerät am Monitor angeschlossen (ob es denn wirklich funktioniert) und dann wieder weggestellt. Jetzt habe ich mir das Teil doch noch mal vorgenommen. Grund war die Webseite Modmyclassic.

Das Project Eris (aka BleemSync) ist wirklich eine interessante Sache. Erst einmal ist hier die PSC sehr leicht zu modden. Dazu braucht man nur die Software und einen USB2.0-Stick (oder älter). Auf einen USB3.0-Stick sollte man verzichten, weil jener versuchen könnte Strom von der PSC zu ziehen. Das soll nicht so gesund für die Konsole sein. Man kopiert die Software also nur entpackt auf den USB-Stick und steckt diesen in den zweiten USB-Port, der sonst für den zweiten Controller gedacht ist. Dabei sollte man das Stromkabel der Mini-Console nicht angeschlossen haben. Wenn der USB-Stick also drin steckt kann man die Console wieder anschalten und muss nur noch den Instruktionen am Bildschirm folgen. Schon ist die Konsole gemoddet. Für die Aktion muss der Stick vorher mit FAT32 formatiert sein. Danach muss man den Stick auf NTFS oder exFAT formatieren und die Software wieder komplett auf den Stick kopieren. Hier gibt es im Root gleich ein Ordner der “transfer” heißt und in dem man seine gedumpten Spiele kopiert. Dazu kann man jedes Programm nutzen, das aus CD-ROMS ISOs erstellen kann. Die ISO- und die dazu gehörende CUE-Datei kopiert man in den Tranfer-Ordner auf den Stick. Das Spiel wird dann beim Neustart der Konsole mit den Stick im USB-Port 2 automatisch konvertiert und dem Menü der PSX-Spiele hinzugefügt. Taucht das Spiel nicht im Menü auf, dann ist die ISO nicht richtig erstellt worden. Manche Spiele lassen sich nicht zu der Kombi ISO/CUE umwandeln. Hier helfen Grabber-Programme die BIN-Dateien erstellen können. Die PE-Software kann auch BIN-Dateien verarbeiten.

Und schon kann man seine Lieblings-PSX-Spiele auf der PS Classic und via HMDI spielen. HMDI macht die alten PSX-Spiele nicht unbedingt gleich schöner, aber wenn man während des laufenden Spiels auf dem Gampad Select und Dreieck gleichzeitig drückt, erscheint ein On-Screen-Menü bei dem man neben Save-Ständen und Co auch noch einige Tweak-Möglichkeiten hat. Da muss man dann ein bisschen rumspielen und bekommt so bei einigen Spielen eine etwas schönere Grafik. Aber das ist noch nicht alles was Project Eris bietet. Denn in der Software gleich enthalten ist auch das Emulator-System Retroarch! Die Webseite stellt für Retroarch eine Vielzahl von Consolen-Engines bereit. So kann man dann auf der gemoddeten PSC direkt Retroarch benutzen oder die vom Projekt mitgelieferte Emulator-Station benutzen. Sie eine Oberfläche benutzt, die ich zumindest, von Retropie bisher kannte. Einige Emulationen wie C64 und Atari5200 habe ich bisher nicht zum laufen gebracht. Dafür laufen sämtliche Nintendo- und Sega-Emulatoren. Der Atari 2600 auch, aber in einen sehr unscharfen Bild. Aber, okay, das ist dann so richtig Retro eben. Möglichkeiten gibt es da noch sehr viel mehr, aber die habe ich nicht getestet. Mir war auch sehr viel wichtiger meine alten PSX-Spiele auf der PSC spielen zu können, so dass die Mini-Konsole nicht nur zu Ansicht auf dem Regal steht.

Ich finde die USB-Mini-Versionen der PSX-Controller ganz okay. Sie reagieren gut und die Button sind nicht so schwabblig. Kein HighEnd aber eben auch kein Billigmüll. Mit anderen USB-Controllern die ich hier von 8bito und Co. rumzufliegen habe, kam die PSC nicht so gut zurecht. Die gemoddete Version hatte danach keine Probleme mehr. Auch die USB-Version des Joystick-Klassikers Competion Pro funktioniert. Zum Navigieren durch die Menüs brauchte ich den PSC-Controller noch, aber als ich dann in den Emu-Station z.B. den Atari-2600-Emu gestartet hatte, hatte ich die beiden Controller ausgetauscht und ich konnte mit dem Joystick z.B. MOON PATROL oder H.E.R.O. spielen. Also um mal schnell eine kleine Retrogames-Runde einzuschieben, ist dies eine gute Lösung wie ich finde. Schnell mal an einem Monitor oder Fernseher angeschlossen und schon kann es los gehen ein paar Videospiele aus dem letzten Jahrhundert zu spielen.

Game Boy Hardware-Emualtoren – GB BOY COLOUR

GB Hardware-Emulatoren gibt es eine Menge. Wer sich nicht für mein “Herum-Gelabber” über das wie, wo und warum interessiert, sondern nur für meine Meinung zum GB BOY COLOUR, der scrolle bitte weiter nach unten. Der Text zum GBBC beginnt nach dem Ersten Bild.

Heutzutage gibt es eine Menge Möglichkeiten seine alten Game Boy und Game Boy Color Spiele zu spielen. Wobei ja die originale Hardware fast unverwüstlich ist. Wenn man seine alten Geräte ein bisschen vernünftig verwendet hat, dann funktionieren sie meist immer noch. So geht es mir bei meinen originalen Game Boys. Aber wirklich Spaß macht das ja optisch nur bei wirklich guter Beleuchtung. Und beim originalen Game Boy selbst das nicht mal. Die gute alte gelb/grüne DOT-Matrix kam eben nicht nur unscharf daher, sondern dankt einen jede Bewegung mit “Ghosting” Effekten. Aber Anfang der 90ziger war uns das ja egal gewesen. Hauptsache mobiles Gamen! Und wenn man dann mal ein sehr viel teureren Sega Gamegear oder Atari Lynx zur Hand genommen hatte, dann hatte man nun Spiel in Farbe und mit beleuchteten Display, aber so richtig toll hat das dann auch wieder nicht ausgesehen! Nintendo hatte sich da mit einer Beleuchtung des Displays bekanntlich auch sehr viel Zeit gelassen. Und der erste Game Boy Advanced SP hatte dann auch ein eher dunkles Frontlicht bekommen, über das man sich dann Mitte der 2000er zwar gefreut hatte, aber dann doch neidisch auf die Sony PSP geguckt hatte.

Heute gibt es allerdings so viele Möglichkeiten seine alten Module in gestochen scharfer und beleuchteter Qualität zu spielen! Erste Wahl ist natürlich ein gemoddeter Game Boy. Mit einem GBA SP der letzten Generation hatte man einen wunderschön hellen Blacklight-Screen bekommen. Geräte dieser Art bekommt man heute natürlich auch noch. Im guten Zustand bekommt man jene normalerweise nicht unter 100 Euro. Dann gibt es natürlich auch die GBAs mit nachträglich eingebauten AGS-101-Displays. Wenn man selbst nicht so der begabte Bastler ist, dann kosten solche auch gut 150 Euro (wenn man Glück hat) und mehr. Viele lieben aber der originalen Formfaktor des Game Boy Color (wie ich selbst eben auch) und da gibt es mittlerweile nun auch Backlight-Möglichkeiten. Jene Mods sind aber für den Hobby-Bastler auch nicht so einfach. Wenn ich mir da Video dazu anschaue und sehe was da eben auch noch am Gehäuse gemacht werden muss und so, dann rutscht mir das Herz in die Hose! Es gibt auch “professionelle” Bastler, die dann solche gemoddeten GBCs verkaufen. Dafür muss man dann aber schon mal knapp 300 Euro und mehr hinblättern. Den Preis finde ich nicht einmal übertrieben! Material und die Arbeit selbst hat schon seinen Preis! Man darf nicht vergessen: Das sind Einzelstücke und keine Fliesbandarbeiten aus Fernost!

Eine preisgünstigere Variante ist da natürlich der Smartboy von Hyperkin. Wenn man dann ein Smartphone mit einem USB-C-Anschluss hat. Mittlerweile ist dies zwar bei neuen Smartphones Standard. Aber nicht jeder hat das eben. Apple-Jünger gucken dabei ganz in die Röhre. Wer aber ein Phone mit USB-C hat, bekommt hier eine relativ preiswerte Möglichkeit einen perfekten Game Boy zu bekommen. Mittlerweile muss man das Teil schon lange nicht mehr importieren. Man bekommt das Gerät auch beim heimischen ArmenSohn für 50 Euro. Bis heute habe ich kein Modul gehabt, dass nicht via dem Smartboy gelaufen wäre. Das nächste große Ding von Hyperkin soll der Ultraboy werden. Das Gerät wurde als Prototyp schon im letzten Jahr vorgestellt und hatte den Formfaktor eines Game Boy Pocket oder Color und eben ein Backlight-Display. Nun kann man sich aber vorstellen, wenn das Gerät wirklich kommt, dann wird es keine 50 Euro kosten können. Hyperkin ist ja auch für seine 1-A-Qualität bekannt (auch wenn sie natürlich auch in China herstellen lassen). Für den Supaboy S (mit dem man mobil SuperNES-Module abspieln kann) soll auch ein 1-A-Qualität haben (ich selbst hatte jenen noch nie in der Hand) und wird mittlerweile für 120 Euro verkauft. Ich weiß nicht, was das gute Stück bei Erscheinen seiner Zeit gekostet hatte. Aber ich denke das sich der Ultraboy preislich so in Richtung 120 bis 150 Euro bewegen wird. Nicht eben preiswert.

Preiswerte Handheld-Emulatoren im GB-Formfaktor gibt es ja so einige. Die meisten haben eines gemeinsam: Sie haben kein Modulschacht! Eine Ausnahme ist der chinesische GB BOY. Den es zuerst mit einen beleuchteten SW-LCD-Display gab und jetzt schon eine Weile mit farbigen Displays und unter dem Namen GB BOY COLOUR. Das Teil bekommt man für 30 EURO! Also habe ich mir mal so ein Teil über die elektrische Bucht bestellt. Die Lieferung direkt aus China kam schon nach 2 Wochen. Das ist ein wirklich guter Wert! Bei 30 Euro darf man natürlich nicht zu viel erwarten. Die Qualität des Gehäuses und der Button ist okay. Das D-Pad quietscht ein bisschen beim Spielen, aber das ist okay und bestimmt behebbar, wenn ich das Teil mal aufschraube. Das Display ist natürlich nicht so der Hammer. Die Legende geht, dass der Hersteller da alte LCD-Display die für Camcorder gedacht waren verwendet. Das glaube ich sogar. State of the Art ist das Display nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht immer unterschiedliche verbaut werde. Eines haben wohl alle GB BOYs gemeinsam: Die Displays geben nicht das originale Seitenformat der Game Boys wieder! Es ist alles ein bisschen breiter. Allerdings nicht so breit, wie als wenn man auf einem GBA ein Game Boy Spiel via Schultertasten auf “Vollbild” stellt. Beim Spielen selbst ist es mir kaum aufgefallen, dass alles ein wenig breiter ist. So sind runde Objekte, wie die Kugeln beim Pinball nicht wirklich wie plattgedrückt und eierförmig.

Das Display das bei meinem Gerät verbaut ist, ist allerdings nicht besonders hell. Der Blickwinkel ist auch sehr eingeschränkt. Wenn man den GB BOY in der “natürlichen” Handheld-Haltung in den Händen hat (also nach oben leicht angeschrägt), dann ist das Bild zu dunkel. Hält man den GB BOY gerade, wie man ja sonst nie ein Game Boy beim spielen in der Hand hält, dann ist das Bild heller und alle Flächen sind wieder gut zu erkennen. Auch gibt es ein leichte “Bewegungsunschärfe”, die man nur bemerkt, wenn man wirklich darauf achtet und nicht im Eifer des Gefechts. In Bewegung werden die Grafiken ein wenig schwammig. Dafür reagieren die Button und das D-Pad ganz gut. Man darf da natürlich nicht die Qualität und Reaktionszeit der originalen Hardware erwarten. Bei Spielen, die ich in- und auswendig kenne (wie z.B. Supermarioland) bemerkt man schon einen leichten Unterschied und hier verspringe ich mich anstellen, die ich auf einem Nintendo Game Boy (egal welchen) ohne Schwierigkeiten bewältige. Den Effekt kenne ich schon, wenn ich z.B. mit dem Smartboy via Smartphone spiele oder sogar die Supermarioland-Version aus dem eShop auf dem 3DS. man gewöhnt sich schnell dran. Der Mono-Lautsprecher hört sich auch nicht schlechter an als bei den Originalen. Der Kopfhöreranschluss gibt zwar Stereo aus, aber mit einem sehr dünnen Sound und permanenten leisen Störgeräuschen, als wäre hier nicht alles wirklich gut abgeschirmt. Besonders die GBC-Spiele starten ein wenig langsamer als im Original. Steckt man hier ein GB Everdrive rein, dann funktioniert der hier auch einwandfrei, aber insbesondere GBC-Spiele sind hier noch langsamer beim laden.

Aber wo wir gerade beim Everdrive sind, so hat der GB BOY selbst ja auch Spiele einbaut! Und zwar originale GB-Spiele. Was schon sehr grenzwertig ist. Anfangs gab es die Behauptung von 188 Spiele. In Wirklichkeit waren es dann nur 66 und dann wieder holten sich die Spiele in der Liste wieder. In den Verkaufsanzeigen und auch auf der Verpackung (mit einem Sticker) ist das allerdings schon geändert worden, aber das Menü in der Software ist die selbe geblieben, die immer noch eine Liste von 188 Spielen anzeigt. Nun interessieren mich jene “eingebauten” Spiele nicht. Und einen SD-Karten-Slot zum selbst “nachladen” gibt es hier auch nicht.

Und wie steht es mit dem Batterieverbrauch? Bei meinem Gerät hier nicht so gut. Ich habe jetzt nicht die Zeit gemessen, aber zum Beispiel bei einem GBA mit gemoddeten Backlightscreen, halten die zwei AA-Batterien sehr viel länger, als hier bei dem GB BOY. Natürlich kann man die Konsole nicht mit einem GBC ohne stromfressenden beleuchteten Screen vergleichen, aber der Vergleich mit dem gemoddeten GBA der dann im Gegensatz zum GBA SP nicht mit einem Lithium-Akku betrieben wird, passt schon. Die rote LED links neben dem Bildschirm ist auch nicht wirklich ein Indikator wie voll die Batterien sind. Der Bildschirm wird auch nicht dunkler, wenn der Saft zu neige geht. Wenn der Saft zu neige geht, dann bricht das Gerät einfach das Spiel ab und startet neu. Und dann kommt man aus dem Startbildschirm auch nicht mehr raus. Das Gerät geht dann in ein Loop und startet immer wieder. Oder fängt an das Modul neu zu laden und bricht dann mit einem undefinierbaren Fehler-Code ab. Zu erst dachte ich, dass das Gerät gleich am ersten Tag den Geist aufgegeben hatte, aber mit frischen Batterien ging dann alles wieder. Wobei die Batterien nicht wirklich leer waren! Beim GB BOY ist es so, wenn die Leistung der Batterien abfällt und unter einer abzugebenden Spannung von 1,1 Volt fällt startet das Gerät komplexere Module nicht mehr und geht in den “Start-Logo-Loop” oder gibt besagte Fehlermeldung. So sind erst GBC-Module mit Speicherbatterie oder Module mit dem Rumbleback (wie Pokemon Pinball) betroffen, weil jene eben mehr Strom ziehen. Die einfachen Module oder gab GB-Classic-Module laufen dann erst einmal weiter. Bis dann nach kurzer Zeit auch jene den Loop auslösen und nicht mehr geladen werden können. So etwas wie der Everdrive gibt natürlich als erstes den Geist auf. Das Modul zieht durch seine Hardware-Emulation natürlich richtig Strom.

Das der GB BOY also so eine geringe Batterie-Laufzeit hat, kommt eben von jenen scheinbar nicht vorhandenen Energiemanagement. Batterien, die im GB BOY schon nicht mehr ausreichen, haben danach in meinen gemoddeten Backlight-GBA ohne Probleme funktioniert. Da war die LED nicht einmal von Grün auf Rot umgesprungen, geschweige denn, dass die geflackert hätte, wie sie es tut, um anzuzeigen, dass die Leistung nun aber doch zu knapp geworden ist. Also muss man am besten, wenn man denn viel spielen will den GB BOY mit Akkus betreiben. Wobei dann solche natürlich von vorn herein nur 1,3 bis 1,2 V haben und noch kürzer halten, aber immer neue Batterien zu nehmen, um jene kaum verbrauchten vielleicht in anderen Geräten danach zu benutzen ist auch nicht die beste Lösung. Dann vielleicht doch lieber Akkus. Für längere Reisen ist der GB BOY also nicht wirklich geeignet.

Braucht man den GB BOY COLOUR? Nein, eigentlich nicht. Wenn man aber eine preiswerte Variante sucht um seine alten Game Boy Module wieder spielen zu können, weil einen der alte Game Boy “gestorben” ist oder man doch mal mit Beleuchtung spielen möchte und vielleicht keine 50 Euro für eine Smartboy ausgeben will (den ich eher empfehlen würde) oder gar natürlich kein Smartphone mit USB-C hat, für den ist das Gerät gedacht und auch ausreichend. Oder eben Sammler von obskuren Klone-Konsolen!

Hyperkin Smartboy

Zum ersten April 2015 erlaubte sich die Firma Hyperkin, ein Hersteller von meist hochwertiger Videospiel-Zubehör, einen Scherz. Sie stellten den Smartboy vor. Ein Game Boy -artiges Gehäuse ohne Bildschirm, in dem man “vorn” ein iPhone und hinten ein Game Boy – Modul stecken konnte. So sollte man all seine alten Game-Boy-Spiele wieder spielen können ohne noch einen funktionstüchtigen Game Boy zu haben. Eine gar nicht mal so abwegige Sache. Stellte doch Hyperkin schon seiner Zeit Klonkonsolen her, auf denen man die originalen Videospiel-Module abspielen konnte. Das mittlerweile meistverbreiteste Gerät ist da das Retron 5. Ein Vorteil, neben dem wenn man als Retrogamer seine alten Konsolen schonen will oder gar vielleicht keine funktionierenden Konsolen mehr besitzt, ist und man trotzdem seine alten Module abspielen kann, ist auch, dass man solche Klonkonsolen u.a. auch an einen modernen Flachbildschirm anschließen kann und das meist sogar in einem Quasi-FullHD.
Das macht alles schon sein Sinn. Und ich frage mich da immer, warum z.B. Nintendo nicht selbst solche neuen alten Konsolen herstellt?! Der Mini-NES und -SNES sind zwar ganz nett, aber man kann hier nicht die alten Module einstecken, sondern nur fest “verbaute” Spiele spielen. Und meine Lieblingsspiele waren natürlich nicht dabei gewesen.

Jedenfalls war der Smartboy 2015 eben nur ein Aprilscherz gewesen. Die Meisten die den Post auf der Hyperkin-Seite gelesen hatten, hielten die Nachricht allerdings für echt und waren dann furchtbar enttäuscht gewesen, als dies sich nur als ein Scherz heraus gestellt hatte. Ich übrigens auch! Ich mag zwar keinen NES oder SNES haben, aber ich liebe meine Game Boys und manchmal ist es ohne Hintergrundbeleuchtung nicht so ein großer Spaß auf der originalen Hardware zu spielen. Selbst auf meinen gemoddeten Game Boys mit Vordergrundbeleuchtung. Die Resonanz auf dem Smartboy war dann so riesig gewesen, dass Hyperkin merkte, dass man da wirklich Geld mit machen könnte und so machte man sich an die Arbeit. 2016 gab es dann die Meldung, dass es ein Entwickler-Kit bzw. Gerät dafür zu kaufen geben sollte. Noch 2016! Es kam dann glaube ich allerdings erst Anfang 2017. Das Gerät das man seiner Zeit zu sehen bekam, sah im Grunde so aus wie nun auch das fertige Produkt. Allerdings war man schon bei den ersten Ankündigungen, dass es nun doch vielleicht Wirklichkeit werden würde, gleich davon abgerückt, dass es eine iPhone-Version geben würde. Vielleicht wollte man das bei Apple nicht oder die Lizenzgebühren für den iPhone-Connector waren zu hoch. Wer weiß. Der Android-Gemeinde konnte es nur recht sein! Das Dev-Gerät hatte ursprünglich einen handelüblichen Micro-USB-Stecker für die Verbindung zwischen Smartphone und Smartboy. Denn im Gegensatz zu den meisten Gamepads, die auch für Smartphones geeignet sind oder extra dafür sind, setzt man hier auf eine Hardware-Verbindung statt Bluetooth. Das hat wohl mehrere technische Gründe. Für den Benutzer selbst hat es den Vorteil, dass es hier nicht zu den typischen Lags, also Verbindungsverzögerungen, kommt, die man manchmal bei einer Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Gamepad hat. Bei wirklich guten Gamepads und ab Mittelklasse-Smartphones mit zu mindestens USB3.0-Unterstützung, sollte das zwar heutzutage kein großes Problem mehr sein. Ich habe drei BT-Gamepads und bei allen Dreien habe ich diese Lags zumindest an meinen Android-Geräten nicht. Allerdings habe ich mit dem einen BT-Gamepad an meinen Windows-Rechnern tatsächliche diese Lags. Warum auch immer.

Bei dem nun fertigen Gerät ist man nun also auf USB-C umgestiegen. Es wird wohl keine Micro-USB-Version geben. Außerdem hat man sich die Kooperation mit Samsung gesichert. Was man nun auch groß auf die Verpackung geschrieben hat: Designed for Samsung. Was aber nun nicht heißen soll, dass nur Samsung-Geräte damit funktionieren! Technisch gesehen funktioniert jedes Android-Smartphone mit USB-C Anschluss, der unten in der Mitte platziert ist. Zu dick darf das Gerät auch nicht sein. Hätte mein Note 2 einen USB-C, würde es trotzdem nicht in den für’s Phone vorgesehenen Schacht passen. Probiert habe ich es mit einem Samsung Galaxy A5 (2017), einem Sony Xperia XA1 und meinem Huawei P9. Ich denke von der Größe her ist der Smartboy mehr für ein SG S8 ausgelegt worden, aber meine “kleineren” Geräte passen hier auch und funktionieren alle auch. Also der “Game Boy Bidlschirm” ist trotzdem komplett zu sehen und wird nicht durch die Bedienungskonsole teilweise verdeckt, oder so. Wie funktioniert das?
Man steckt sein Smarty in den vorderen Schacht und unten auf den USB-C-Stecker. Für ein Adapter MicroUSB auf USB-C ist da nicht wirklich viel Platz und ich bin mir nicht Sicher, ob das so funktionieren würde. Das Smartphone wird zudem in zwei, nennen wir es mal, Spannbacken gehalten, die das Gerät mit einem Federmechanismus fest im Gerät halten sollen. Auf der Rückseite des Smartboy befindet sich ein Knopf, der die Federn wieder löst. Das hat bei mir mit dem SG A5 und dem H P9 sehr gut funktioniert. Das Xperia ist tatsächlich ein Tick zu schmal und kann deswegen nicht fest eingespannt werden. Weitergemacht habe ich dann allerdings nur noch mit meinem P9.

Wie funktioniert das also? Wenn man das Smarty das erste Mal einsteckt, wird man automatisch in den Android-Store geschickt, wo man sich die Smartboy-App von Hyperkin runterladen muss. Die braucht man unbedingt. Hat man jene installiert, dann startet diese von nun an immer automatisch, wenn man sein Smarty in den Smartboy einsteckt. Im Gegensatz zu Hyperkins anderen Konsolenklonen, wie dem Retron 5, bietet der Smartboy keinen Emulation des Game Boys. Auch über die App kann man keine Spiele starten. Dafür braucht man einen Software-Emulator, von denen es im Appstore eigentlich jede Menge gibt. Hyperkin empfiehlt zwar eine bestimmte App, die muss man aber nicht nehmen. Ich hatte schon vorher den GBC.EMU von Robert Broglia und jener wird vom Smartboy auch erkannt. In der Emu-App musste ich allerdings noch das Tasten-Layout selbst anlegen. Die Emu’s von Robert Broglia unterstützen und erkennen vom Hause aus eine Menge Controller. So auch mein 8-Bitdo FC-30 und mein Moga-Controller. Der Smartboy wird (noch?) nicht direkt erkannt. Ließ sich aber ganz leicht anpassen. Also im Endeffekt ist der Smartboy keine Klonkonsole, sondern ein Gamecontroller mit Modulschacht.

In dem Gameschacht an der hinteren Seite passen sowohl Game Boy – und Game Boy Color – Module. Auch die GBC – Module mit Rumble-Erweiterung! Alle Module die ich ausprobiert habe (ca. 30 GB – und 20 GBC – Module) wurden hier erkannt und ließen sich “abspielen”. Aber eben direkt spielt man dann seine Module am Smartphone/Smartboy eben nicht ab. Man steckt das Modul ein und die Hyperkin-App ließt das Modul aus. Ähnlich wie der Retrode 2, mit denen ich meine Module schon einmal für mein Everdrive ausgelesen hatte. Auf den ersten Blick übrigens ein teures Vergnügen, könnte man denken. Wer aber schon einmal wie ich ein paar Module nachkaufen musste, weil die Alten nicht mehr so richtig wollten, der wird, wie ich, die Kombination von Retrode und Everdrive zu schätzen wissen! Anders aber als bei der Möglichkeit, legt der Smartboy nur eine Kopie des Moduls an, die nicht nur beim nächsten Mal wieder überschrieben wird, sondern auch nur so lange funktioniert, wie das Modul im Schacht bleibt! Also “echte” bzw. unabhängige Kopien, kann man damit nicht anlegen! So ist es auch, wenn man beim Spielen das Modul aus dem Schacht zieht, dann wird das Spiel sofort beendet und einen wird ein Software-Piraterie-Hinweis angezeigt.

Leider kann man deswegen auch nicht so einfach das Spiel wechseln, wie bei der originalen Hardware. Man muss den Emulator beenden, das Modul raus ziehen und leider auch das Smartphone aus dem Smartboy nehmen. Dann wieder Smartphone rein, die App startet, neues Modul rein und wird ausgelesen. Jetzt kann man wieder den Emu starten und die neue smartboy.gb – Datei auswählen. Etwas umständlich! Weiter oben schrieb ich, dass alle Module, die ich ausprobiert hatte erkannt und ausgelesen wurden. Das stimmt auch. Sogar ein japanisches Modul von KIRBY PINBALL läuft ohne Probleme. Womit ich Probleme habe, sind die drei GBC-Module mit Rumblepack! Die lassen sich starten und spielen, aber haben immer wieder irgendwelche Hänger und Soundprobleme. Ich hatte jetzt keine Lust eine andere Emu-App zu testen, denn vielleicht liegt es ja am GBC.EMU? Aber wenn ich meine Dateien nehme, die ich von den Modulen mit dem Retrode 2 ausgelesen habe, dann laufen die Spiele ohne Probleme!
Sonst hatte ich keine Probleme mit anderen Modulen für GB und GBC.

Wie ist es mit der Hardware des Smartboy? Wie schon erwähnt, schafft man es das Smartphone zum festen Sitz im Smartboy zu bringen, wenn das Smarty nicht gerade zu schmal ist! Mein P9 sitzt wirklich fest. Die Module sitzen genauso fest und stabil im Schacht, wie bei einem Game Boy (Classic), Pocket oder Color. Die Kombination aus Modul-Breite plus Smartphone plus Bedienelemente, macht den Smartboy recht dick. Das finde ich nicht negativ. Der Smartboy ist damit zwar dicker als ein klassischer Game Boy, aber liegt dabei besonders gut und stabil in der Hand. Dafür ist der Smartboy schmaler als sogar ein Game Boy Color. D-Pad und Feuerknöpfe sind damit weiter zusammen als bei einem GBC. Aber auch das macht nichts. Das Gerät liegt selbst in meinen großen Händen sehr gut ohne das man Finger verkrampfen muss. D-Pad und Feuerknöpfe sehen aus wie bei einem richtigen Game Boy. Sie haben sehr gute Druckpunkte, habe aber nicht so einen weichen Aftertouch, wie der klassische Game Boy. Aber auch der Color hatte das ja nicht mehr so richtig gehabt. Sie kommen also näher an den Komfort des GBC als des GB heran. Select- und Start-Button sind zwischen D-Pad und Feuerknöpfe gelegt worden. Dadurch das sie quasi höher als in den Originalen liegen, kommt man meiner Meinung nach, da auch leichter ran. Das hat man gut durchdacht. Die sonstige Form und Farben sind gut an den klassischen Game Boy angepasst worden.

Überraschenderweise findet man links und rechts hinten neben den Modulschacht zwei Schultertasten, die ja bekanntlich erst mit dem Game Boy Advance eingeführt worden sind und somit bei GB- und GBC-Spielen keine Funktion haben. Ich habe gelesen, dass man ursprünglich überlegt hatte, auch GBA-Module über den Smartboy abspielen zu können. Entweder gab es rechtliche oder technische Probleme, aber die Idee wurde wohl wieder fallen gelassen, aber die beiden Schultertasten sind geblieben. Vielleicht gibt es da ja mal eine Erweiterung? Für den Retron 5 gibt es solch ein ähnliches Erweiterungsmodul auch.

Nun stellt sich bei 50$ die Frage, wer braucht so ein erweiterten USB-Gamecontroller eigentlich wirklich? Macht der Smartboy Sinn? Lohnt es sich dafür knapp 50$ auszugeben? Ich denke der Retrogamer, der seine Game Boy liebt und deren Spiele noch heute gerne spielt (so wie ich), der mag eben auch die Haptik eines Game Boys, die man seit dem GBC nie wieder bekommen hat. GBA und diverse DSes haben die Bedienelemente neben dem Bildschirm (wobei der obere Bildschirm eines DS nun quasi ja auch über den Bedienelementen ist, fühlt sich das für mich eben trotzdem zu “breit” an). Auch der GBA SP bringt einen das Gefühl nicht voll zurück. Dafür finde ich das Gerät, so sehr ich es auch mag, als zu klein und zu schmal. Es liegt einfach nicht gut in erwachsenden Händen! Dann möchten viele vielleicht nicht ihre alten Geräte modden oder sich gemoddete Geräte kaufen (die meist schon viel mehr als 50$ kosten), denn das Manko der GBs, GBPs und GBCs ist das nicht beleuchtet Display. Auf einen GBA SP Model AGS-101 sind das anständig aus, aber wer hat schon das Model und jene gebraucht sind heute auch schon recht teuer. Auf einen DS kann man keine GB- oder GBC-Module einstecken. Im eShop gibt es einige alten Spiele als Download, aber es sind doch sehr, sehr wenige. Auf einem Smartphone mit Emu sehen die Spiele toll aus. Aber Touchscreen-Steuerungen gehen nur so la la. Für Highscores ist das nix. BT-Gamepads die man physisch mit dem Smartphone verbinden kann, zwingen ein das Smartphone in die Waagerechte zu bringen, haben die Bedienelemente dann entweder neben den Bildschirm oder wenn darunter, hängt das Gamepad quasi unter dem Bildschirm. Meist ist das auch nicht besonders bequem zu halten, wie ich finde. Moga und Co. waren nette Lösungen, die mich aber nie befriedigt hatten.

Der Smartboy liegt wie ein Game Boy in der Hand. Die Haptik der frühen 90ziger ist damit fast wieder hergestellt. Und dazu hat man nun ein hochauflösendes Display. Das kostet ein nur 50$ (plus einer Vollversion eines Emulators. Aber da gibt es auch Freeversionen). Ein Game Boy Zero Bausatz (Game-Boy-Gehäuse, Farbdisplay und ein Rasberry Pi) kostet sehr viel mehr. Und man muss oft noch eine Menge selbst Hand anlegen, denn fertige Game Boy Zeros werden nur selten über die elektronische Bucht und so weiter verkauft. Ich finde da lohnt es sich schon, über den Kauf eines Smartboy nachzudenken, wenn man seine Game Boy Spiele immer noch und immer wieder gerne spielt!
Außerdem… ist der Smartboy doch “auch” eine USB-Gamecontroller. Er ist eben nicht nur auf Game Boy Spiele beschränkt. Wenn man ein Modul einlegt, dieses auslesen lässt und anschließend den GB-Emulator startet, hält einen natürlich nichts davon ab, aus den Hintergrund einen anderen Emulator zu starten. Z.B. einen Atari-Emulator. Der erkennt den Smartboy natürlich auch als USB-Controller an! Und wenn man im GB-Emulator statt der von der Hyperkin-App generierten smartboy.gb-Datei aus Versehen eine andere Spiele-Datei öffnet… Wahrscheinlich ein Bug, der bald behoben wird…

Die beste Retrogaming-Maschine (I)

Wer mich kennt weiß, das ich eher der Computerspieler als Konsolenkind bin. Auch wenn ich mit Pong-Konsolen (Telespiele) und dem Atari 2600er aufgewachsen bin, so war ich nach dem Atari zu den Heimcomputern übergelaufen. C16, C64, C128 und dann Amiga 2000. Ein Commodore-Freak eben. Nachdem Tod der Amigas dann der umstieg auf PCs. Und da bin ich eigentlich noch immer. Retrogaming ist in der Hinsicht recht einfach. Dank C64- und Amiga-Emulatoren und natürlich der DOS-Box ist das eigentlich recht simple und einfach. Konsolen kann man natürlich genauso einfach auf PC emulieren.

Wobei natürlich original Hardware- wie Software immer noch das Beste für den Retrogamer ist. Mein C128 (mit C64-Modus) und mein Amiga 2000 sind noch vorhanden und funktionstüchtig. Einen 386er oder 486er PC habe ich allerdings nicht. Hier habe ich noch ein 90ziger Jahre – Laptop, das auf Win98SE läuft und sich aber auch noch bestens mit DOS-Spielen ohne Hardwarebeschleunigung a la Voodoo bzw. 3Dfx versteht. Ein WinXP Rechner ist auch noch vorhanden. Geht also alles noch.
Auch wenn ich kein Konsolenkind geblieben bin, so habe ich doch noch immer meinen originalen Atari 2600. Da diese sich ungemoddet nicht an einen modernen Flachbildschirm betreiben lässt, hatte ich mir vor einiger Zeit einen 2600er Jr. mit dem entsprechenden Mod zugelegt.

In den 2000ern hatten sich im Hause Stardustlyricer zwar eine PS2 und eine Wii eingefunden. Die hatten aber keine Nachfolger bei uns gefunden. Wenn man Kinder hat, dann kommt man um solche Konsolen scheinbar nicht rum. Wobei sich die Wii mit ihrer Virtual Console auch als eine gute Retrogamer-Maschine entpuppt hatte. Trotzdem hatte mich der Nachfolger nicht mehr interessiert. Die Switch hat da bei mir vielleicht aber doch Potenzial. Denn im Grunde ist sie ja auch ein Handheld. Und so kommen wir zu meiner zweiten Gaming-Leidenschaft: Den Handhelds!

Ich mag den Begriff Handheld! Im englischen heißt das eben nichts anderes als das man ein Gerät hat das man in der Hand halten kann (Händhält). Aber im deutschen hat man gleich noch eine zweite Bedeutung. Im Spiel ist man als Spieler der Held und bei den mobilen Konsolen eben der Handheld!
Amiga- oder PC-Handhelds gab es natürlich im Grunde nicht. Selbst die ab ca. Mitte bis Ende der 90ziger Jahre erschwinglichen Laptops waren ja nun nicht wirklich Geräte, die man beim Spielen in der Hand halten konnte.
Ende der 80ziger Jahre war auch noch nichts mit Laptops. Wenn man als Spieler auf Reisen ging oder vielleicht einfach nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, dann blieb die Spielmaschine zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Ja, es gab LCD-Spiele. Aber die waren mir zu simpel und meist zu langweilig. Davon hatte ich nie eines besessen.
Aber als der Game Boy kam, änderte sich alles!

Plötzlich konnte man unterwegs richtig spielen! Man konnte via Steckmodule mehrere Spiele mit auf Reisen nehmen! Okay, der blasgrüne, unbeleuchtete DOT-Matrix-Bildschirm war nicht gerade besonders ideal. Am PC war ich natürlich Damals schon Anderes gewöhnt. Aber die Bedienelemente wie Steuerkreuz und Feuerbuttons waren excellente und präzise Steuermöglichkeiten. Die Spiele waren “echte” Spiele und nicht nur simple Reaktionsspiele. Mit dem Game Boy begann 1990 meine Liebe zu den mobilen Spielmaschinen.
Und was ist nun heute 2017 in meinen Augen die beste Retrogaming-Maschine?
Dazu mehr im Teil 2