Flashback

Es hat sich so einiges in den letzten zwei Monaten beim Everdrive für den GBA getan. Wie immer bei diesen Flashkarten, die wirklich mehr sind als einfache “Flashkarten” wird auch hier weiter ein super Support geboten.
Anfangs gab es ein paar Probleme mit einigen SD-Karten, die nicht vom Everdrive erkannt wurden oder Fehlermeldungen ausgelöst haben. Unterdessen hat es mehrer Updates gegeben. Ganz schnell kam ein kleines Bootloader-Update, das bei mir zu mindestens das Problem mit meiner 32GB-Karte so weit behoben hatte, das ich vielleicht nur bei jeden 10ten Start eine Fehlermeldung hatte. Unterdessen ist das OS selbst ein paar Mal geupdatet worden. Mit dem letzen Update 1.11 habe ich gar keine Probleme mehr. Aber es hat sich noch mehr getan. Nativ hatte der GBA natürlich nur GBA-Spiele unterstützt, wie von mir das letzte Mal berichtet. Natürlich gibt es ja noch den Everdrive für den klassischen Game Boy und dem Game Boy Color. Aber nicht jeder kann und will sich beide leisten. Da der/das Everdrive ja eben nicht nur eine Flashkarte ist, sondern ein Hardware-Emulator, hat sich hier unterdessen auch was getan. Der GBAED kann zwar weiterhin keine direkte Unterstützung zum GB/GBC, aber er unterstützt nun diverse Software-Emulatoren, die es schon länger im Netz gibt. (Selbstverständlich gibt es dazu wie immer von mir keine Links… ist nun mal alles ein wenig Grauzone…auch wenn man wie ich seine Images direkt von den eigenen Modulen zieht, ist es doch nicht so richtig geklärt wie seit das legal ist. Ich habe es aber ja schon oft erwähnt, das ich es persönlich nicht verwerflich finde, wenn man die Spiele gekauft hat und diese dann für den Eigenbedarf kopiert. Weitergeben und verkaufen finde ich allerdings schon sehr grenzwertig und ist nicht so mein Ding.)

Man packt diese Emulatoren, die eigens für den GBA entwickelt wurden, in das Verzeichnis des OS auf der SD-Karte und das war es schon. Jetzt kann man auch GB und GBC – Spiele genauso einfach vom ED aus starten, wie GBA-Spiele. Schöne Sache. Die Originale kann man ja ohnehin auf jeden GBA oder GBA SP spielen (aber nicht auf den GBA Micro und ich habe auch keinen um zu testen, ob der GBAED auch mit den GB/GBC-Emulatoren dort funktioniert). Aber z.B. unterstützt der DS/DS lite keine GB/GBC-Module. Eigentlich nur GBA. Aber mit dem GBAED geht das nun auch. So kann man also auch auf den DS seine alten GB/GBC-Spiele spielen. Das finde ich schon sehr schön. So kann ich also mit meinen neuen (gebrauchten) DS lite, den ich mir gerade (wieder) zugelegt habe (siehe Photo oben) unterwegs nicht nur DS-Games zocken, sondern auch GBA, GB und GBC-Spiele. Wie schön ist das denn?!? Emulatoren auf dem Smartphone sind ja ganz nett, aber sein wir ehrlich: Touchscreen-Steuerungen sind für’s Retrogaming a pain in the arse! Dann doch lieber auch Mobile auf Originalhardware spielen!!

Und funktionieren denn alle GB/GBC-Spiele auf diese Art und Weise? Ob nun alle kann ich zwar nicht genau sagen, weil ich eben nicht alle habe! 😉 Aber die “wenigen” die ich habe, funktionieren nicht alle. So hab ich leider genau bei eines meiner Lieblingsspiele echte Probleme: V-Rally! Und das auch noch sowohl mit dem GB-Spiel als auch mit der GBC-Version. Beide basieren auf der selben Grafic-Engine und die führt zu Grafikfehlern auf bei diesen Spiel. Es liegt nicht an meiner Kopie, die ich mit dem Retrode gezogen habe. Denn die selben Kopien laufen sowohl am PC und auch mit GB-Everdrive! Also vertragen sich die Spiele mit den Software-Emulatoren via GBAED. Schade. Kann man nichts machen. Wird vielleicht auch noch andere Spiele betreffen. Bei den wenigen die ich habe, funktionieren sonst alle anderen.

Ich finde die Anschaffung eines GBAED für Retrogamer also jetzt noch lohnender mit diesen neuen Featuren als vorher schon. Ja, der GBAED ist verhältnismäßig teuer. Für die Hälfte bekommt man andere Flashkarten, die aber meist nicht so richtig funktionieren und nicht so viele Möglichkeiten bieten!
Denn neben der Unterstützung der GB und GBCs wird wohl auch NES, Master System und Game Gear unterstützt. Das kann ich nicht testen, da ich keines der drei Systeme besitze und dementsprechend keine Spiele habe. Ist aber vielleicht für Andere interessant.

Flash! Ahaa!

Nein, es geht hier nicht um den alten Queen-Song bzw. Flash-Gorden-B-Movie der 80ziger, sondern um Flashkarten für alte Konsolen.
Das ist immer wieder ein grenzwertiges Thema. Wie mit allen Dingen in der Welt kann man mit solchen Flashkarten Böses tun. Aber man darf eben nicht immer gleich nur die dunkle Seite sehen. Hier wird einfach Fans von Retrospielen die Möglichkeit geboten die alte Hardware am Leben zu halten. “Raubkopien” sind nicht zwangläufig ein Thema im Zusammenhang mit solchen “Hilfen”.
Ich bin ja nicht so ein großer Sammler von Hard- und Software des vergangenen Jahrhunderts. Das eine oder andere Erinnerungsstück habe ich schon und ab und zu kommt auch mal was “Neues” dazu. Aber sonst bin ich eher der Typ der sich über die modernen, digitalen Möglickeiten zu Platzreduzierung freut und gerne alles auf kleine Datenträger zusammenfasst.

Für Retrogamer gibt es da natürlich die tolle Möglichkeit von Software-Emulatoren für z.B. ihren PC. Das ist schon mal keine schlechte Sache. Für viele Retro-Systeme gibt es heute noch ein große Homebrew-Gemeinde aus der immer wieder Spiel purzeln, wofür man vielleicht gar nicht mehr die Hardware besitzt oder jene schon lange “tot” ist. Außerdem bin ich Fan vom Retrode (gibt es z. B. mittlerweile auch in deutschen Landen wie im Dragonbox-Shop) mit dem man alten Module am PC auslesen kann. So auch mit einem Hardware-Plugin Game Boy – Spiele (GB, GBC und GBA!). Ja, da kommt man in der Anschaffung schnell auf knapp über 100 EUR, aber wenn man seine Spiele liebt, dann kann man darin ruhig mal investieren. Module die in meinen originalen Geräten nicht mehr erkannt wurden, konnte ich so z.B. trotzdem noch auslesen. Natürlich kann man sich die Spiele auch “neu” kaufen. Der Retrospielemarkt wird auch hier zu Lande immer größer und vieles bekommt man heute wieder. Teilweise aber zu horrenden Preisen, aber manchmal auch als Schnäppchen. Klar wenn ich das Modul mir günstig wieder beschaffen kann, dann mach ich das auch. Denn natürlich macht es mehr Spaß das originale Modul in den Schacht zu stecken.

Da sind wir nun bei den eigentlichen Thema angelang. Wenn man also seine Module ausgelesen hat und die Originale in den Schrank gestellt hat, dann kann jene natürlich am PC oder Smarty oder wo auch immer Emulatoren laufen spielen. Das ist aber meist nicht das Gleiche als würde man an der Originalhardware spielen. Schöner ist es doch den Game Boy zur Hand zu nehmen. Also doch wieder die Module mit sich herumschleppen. Unterwegs und auf Reisen will man ja nicht nur ein Spiel mitnehmen. Klar gibt es heute auch die Möglichkeit z.B. GB-Spiele im Nintendo Shop für den 3DS zu kaufen. 3 EUR sind ja nicht die Welt. Aber schon wieder hat man da ja nicht die Originalhardware und die Auswahl ist hier auch recht gering und beschränkt sich eben auf die bei Nintendo produzierten Spiele. Lizenz-Spiele findet man im eShop kaum.

Aber dafür gibt es Flashkarten/-Module! Natürlich oft verpönt als Raubkopier-Tool. Aber das hatten wir oben ja schon. Eine gewisse Berühmtheit haben die sogenannten Everdrives eines ukrainischen Entwickler bekommen. Denn die Teile funktionieren wirklich. Und zwar mit so gut wie allen Spielen des jeweiligen Systems. Und Save-Stände kann man hier eben auch benutzen. Angefangen hat das alles mit Flashkarten für den NES, MEGADRIVE und SUPERNES. Mittlerweile gibt es so ein Everdrive für fast jedes Retro-Spielsystem. Über die Technik kann ich mich gar nicht so sehr auslassen, denn dafür fehlt mir das technische Verständnis. Ein Everdrive ist einfach eine Platine, die die Technik für ein bootfähiges System beinhaltet, eine kleine austauschbare Batterie und ein Slot für eine MicroSD-Karte hat. Über die SD-Karte kann man das OS aktualisieren und natürlich die Daten der ausgelesenen Module abrufen. Das ganze Steckt dann in einem Gehäuse eines Spielemoduls.

Im Fall des EDs für den Game Boy passt das gute Stück eben genau in den Schacht des Game Boys. Im Fall des dieser Tage erschienen Everdrives für den GBA ist das Gehäuse etwas größer als das normale GBA-Modul. Aber ich glaube dieses GBA.Gehäuse schon bei japanischen Modulen gesehen zu haben.
Den EDGB hatte ich 2014 gekauft. Jener funktioniert für Game Boy Classic Games genauso wie für den Game Boy Color. Der Everdrive funktioniert hier in allen Game Boys bis hin zum DS und DS lite, die noch GBA-Schächte hatten.
Der ED für den GBA kann jetzt allerdings “nur” GBA-Spiele verarbeiten. GB und GBC Spiele eben nicht. Den hatte ich jetzt sofort gekauft als er verfügbar wurde. Daher hatte ich anfangs auch ein paar Probleme meine SD-Karten hier zu nutzen. Unterdessen gab es nicht nur eine neue Version des OS, sondern auch ein Update des Loaders. Jetzt läuft alles perfekt. In allen GBA-Modellen, DS und DS lite. So richtig preisgünstig sind diese Teile nicht. Aber knapp 100 EUR jetzt für den EDGB und 115 für den EDGBA finde ich nicht teuer. Hier wurde die Technik einer ganzen Konsole auf die Platinen gepackt. Von der technischen Leistung mal ganz abgesehen. Ich hoffe mal das der Entwickler hier ein gutes Stück von dem Kuchen/Preis abbekommt.

Wo bekommt man die guten Stücke? Ich würde es nicht in der elektronischen Bucht versuchen. Hier sind wohl viele Klone unterwegs, die bei weitem nicht so gut bis gar nicht arbeiten. Also entweder direkt von krikzz.com oder von der britischen Seite Retrotowers (wo ich meinen EDGB her hatte) oder jetzt eben von dem deutschen Shop everdrive.de (der zum Dragonbox-Shop gehört.. hier schließt sich also der Kreis).
Als Retrogamer (der nicht so viel Hardware ansammeln will) kann ich diese Möglichkeit nur empfehlen. Für unterwegs und auf Reisen brauche ich nun nur noch den GBA und die beiden Flashkarten. Und Spiele die bei mir selbst nach Kontaktreinigung usw. nicht mehr im GBA liefen, kann ich nun auch wieder auf der originalen Hardware spielen.