Seine alte Hard- und Software neu entdecken: Der Game Boy Color

Damals hatte ich, nachdem Game Boy und dem Game Boy Pocket eine Pause bis zum Game Boy Advance SP gemacht. Über den GBC hatte ich mich geärgert, dass der Bildschirm keine Beleuchtung bekommen hatte (von dem Game Boy “pocket” Light, der nur in Japan erschienen ist, wusste ich zu der Zeit nichts) und aus demselben Grund hatte ich das erste Modell des GBA geskippt. So hatte ich dann mit dem GBA SP zwar noch die zweite Welle dieser Generation mitbekommen, aber eben den GBC völlig ignoriert. Ich hatte noch nicht einmal ein GBC-Modul, dass ich wie die GB-Module schließlich auf dem SP hätte spielen können. So bin ich also erst in den letzten Jahren auf dem GBC gekommen und habe da mittlerweile alle Gehäuse-Farb-Variationen der ersten Generation. Das war zunächst nicht mein Plan gewesen, aber es hat sich so ergeben.

Natürlich habe ich unterdessen auch einige GBC-Games. Der GBC liegt nun, wie ich finde, genauso gut in den Händen wie der GBP. Wobei das dunkle Farb-Display noch schlechter zu sehen ist, als das SW-Display vom GBP. Vor zwei Jahren haben ich einen GBC mit einem Frontlight-Mod erstanden. Was beim GB und GBP noch ganz gut funktioniert, also die Spiele gut auf den alten Displays “sichtbar” macht, enttäuscht ein wenig beim GBC. Die Farben sind hier extrem blass und teilweise sind Details bei Spielen mit farbigem Hintergrund schlecht zu erkennen. Selbst wenn man in einem völlig dunklen Raum spielt. Vielleicht gibt es da bessere Versionen, aber ich habe da nicht weiter nachgeforscht, da ich selbst meinen alten GBA SP mit Frontlight nicht mehr akzeptabel finde und hier nur noch mein später erstandenes Modell AGA-101 mit dem Backlight-Screen benutze.

Wie Sie sehen, sehen Sie links so gut wie nichts auf dem Display!

Nun gibt es mittlerweile eine Anzahl von verschiedenen Backlight-Lösungen für den GBC. Mein Projekt geht hier auf den letzten Dezember zurück, wo ich auch noch ein wenig mehr Geld zur Verfügung hatte (wie die meisten von uns, die jetzt gerade ihren Beruf nicht ausführen können). Jetzt wäre mir hier die Sache zu kostspielig. Nach Recherchen im Herbst hatte ich mich für den Backlight-Screen von McWill entschieden. Jenen bekommt man über einige Shops und natürlich auch über die elektrische Bucht, wo9 ich meinen herhabe. Der Bildschirm selbst ist ein bisschen kleiner als der Originale. Die Diagonale entspricht hier dem, wenn man ein GB/GBC-Spiel über den GBA spielt. Der Backlight-Screen braucht etwas mehr Platz im Gehäuse als der Alte. Es gibt aber unterdessen auch Backlight-Screens in der Originalgröße. Die sind dann etwas teurer. Ich habe mit Shipping knapp 40 Euro ausgeben. Dabei war auch eine Bilschirmabdeckung aus Glas, die ein kleineres Sichtfenster hat um für den Bildschirm zu passen. Jene gehört wohl sonst nicht zu den Umbausatz. Ein Vorteil beim McWill ist, dass der Mod recht einfach auch für Nicht-Profi-Bastler durchzuführen ist.

Im direkten Vergleich ist der Mod fast identisch mit dem GBA AGS-101.

Im Prinzip muss man nur den alten Bildschirm ausbauen, was wirklich einfach ist, für den neuen Bildschirm ein bisschen Plastik im Gehäuse entfernen (was tricky sein kann, aber dazu weiter unten), den neuen Bildschirm einsetzen und anschließen, und dann braucht man für die Stromversorgung des Bildschirms nur noch zwei Leitungen anlöten. Dazu gibt es im Netz eine ganze Menge DIYs, so das man da kaum was falsch machen kann. Kaum ist das Stichwort. Was mich ein bisschen ängstlich gestimmt hat, war das Entfernen von Teilen des Gehäuses, denn da kann man schon was gut kaputt machen, wenn man nicht das richtige Werkzeug hat. Das habe ich auch nicht. Deswegen habe ich mir bei dem eB-Shop, bei dem ich das Display gekauft hatte, ein für den Mod extra angefertigtes schwarzes Gehäuse bestellt. Das Gehäuse fühlt sich in der Hand alles andere als billig an. Ist also nicht aus dem üblichen China-Plastik, dass man sonst so bei Ersatzgehäusen für Game Boys gewöhnt ist.

Das Bild des Mod ist sehr viel besser als auf den GBC-Klon und natürlich in der richtigen Ratio!

Damit war der Umbau wirklich einfach. Und selbst ich habe da nichts in den Sand gesetzt und das Gerät funktioniert so, wie es soll. Klar kann man das alles auch auf einen GBA SP Modell AGS-101 haben, aber ich spiele sehr gerne auf dem GBC und mag das Gefühl dieses Format in den Händen zu haben sehr. Da bei mir genug GBCs schon vorhanden waren und ich mir nicht einen weiteren gebraucht kaufen musste, war mir der Umbau für knapp 50 Euro für den ich selbst (der nicht so handwerklich begabt ist) nur 2 Stunden gebraucht habe, es schon wert.

Seine alte Hard- und Software neu entdecken: Der Nintendo DSi

In einer Zeit, wo man plötzlich viel Zeit und wenig Geld hat (wenn man nicht gerade in einem systemrelevanten Job arbeitet und gerade nicht mehr weiß, wo einen der Kopf steht! An der Stelle mal wieder einen herzlichen Dank an Alle, die den Laden hier am Laufen halten! Das kann man nicht oft genug betonen!!) und schon alle Räume in der Wohnung gründlich aufgeräumt und gereinigt hat, kann man sich mal Projekten zu Hause beschäftigen, für die man sich sonst keine Zeit nehmen kann. Als Retrogamer beschäftigt man sich also vielleicht mit seiner alten Hard- und Software. In meinem Fall mit meinen DSi-Geräten.

Ich liebe ja die alten Spiele. Besonders eben jene für Handhelds. So wohl mag ich die wirklich alten Spiele und eben auch Homebrew-Spiele, wo sich Hobby-Programmierer mit viel Liebe zum Detail an alte Hardware wagen. Für Gameboy-Module hatte ich mir schon vor vielen Jahren einen Dumper zugelegt, mit denen ich meine alten Module am PC auslesen konnte. Das war noch zu Windows XP – Zeiten und dementsprechend alt ist da meine Software für das Gerät. Ich habe nie nach neuer Software geschaut, weil ich erstens noch einen XP-Rechner hier habe und seitdem auch nicht mehr viele GB- oder GBC-Module gekauft habe. Das mag so manche Firma und Hersteller als Raubkopie hinstellen, aber ich sichere nur Spiele, die ich käuflich selbst erworben habe! So hatte ich mich erst mit Flashkarten für die Gameboys beschäftigt und war dann an der zugegeben teuersten Variante dem Everdrive hängen geblieben. Das ist meiner Meinung nach die einzige Variante, auf denen man wirklich alle seine ROMs auf seinen originalen Geräten spielen kann. Bestes Beispiel ist eines meiner Lieblingsspiele V-RALLY CHAMPIONSHIP. Sowohl die Classic als auch die Color-Edition lässt sich teilweise nicht einmal auf guten Emulatoren am PC richtig wiedergeben. Über Flashkarten mit Software-Emulatoren ging es auch nicht wirklich. Erst auf dem quasi Hardware-Emulator Everdrive liefen beide Spiele wie vom Modul.

Als es dann auch den ersten Everdrive für den GBA gab, hatte ich schon meine Spiele alle über den DS gedumpt. (Wie zu aller Soft- und Hardware setze ich hier keine Links! Jeder kann selbst eine Suchmaschine bedienen) Mit Hilfe einer R4-Flashkarte mit SD-Karte kann man mit der dementsprechenden Software über den GBA-Port des DS und DS lite die GBA-Module auslesen und sich seine ROMs erstellen. Allerdings hatte ich keinen GBA-Emulator für die R4-Karte gefunden, um die ROMs auf einen DS zu spielen. Die Meisten haben Sound und Geschwindigkeitsprobleme. GBA-Spiele konnte man da immerhin in Zeitlupe und teilweise ohne Ton spielen. Der Everdrive änderte das. So konnte ich die ROMs auf meinen GBAs und den DSes spielen. Was aber eben auch eine relativ teure Variante ist. Und nun habe ich mich mit dem DSi beschäftigt.

Um seine alten Spiele zu spielen ist der DSi ein wirkliches Retrogaming Monster! Und es ist eine preisgünstige Variante. Man braucht neben den DSi und einen PC keine weitere Hardware! Der DSi hat heute einen schweren Stand. Kauft man heute einen DSi, kann man darauf vom Hause aus nur DS-Module spielen. Der DSiWare-Shop wurde von Nintendo schon lange geschlossen. Man bekommt noch DSiWare im eShop, aber der ist bekanntlich nur über einen 3DS erreichbar. Software überragen kann man zwischen einen 3DS und einen DSi bekanntlich offiziell nicht. ABER der DSi hat gegen über einen DS einen eigenen SD-Karten-Slot! Und über diese SD-Karte gibt es die Möglichkeit im DSi zu starten. Dafür muss man die Konsole natürlich hacken. Und dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die findige Programmierer geschaffen haben. Hat man dann die Konsole gehackt. Sieht erst einmal alles genauso auf dem Gerät aus wie vorher, aber man kann nun freie Software starten. So gibt es eine Menge Homebrew-Spiele, über die ich vielleicht mal demnächst hier schreibe, denn da gibt es wirklich pfiffige Ideen, die viel Spaß am alten Gerät bereiten und natürlich Umsetzungen von alten Spielen, wie DOOM, das es so nicht für den DS gab. Dies ist allerdings keine Umsetzung des GBA-Ports, sondern eine der alten DOS-Version.

So gibt es natürlich auch mehrere Dump-Software für DS-Spiele. Die meisten funktionieren sowohl am DS als auch am DSi. Am DSi geht es einfacher. Die Maschine ist einmal ein wenig fixer und natürlich muss man hier zwischen Flashkarte und DS-Modul nicht hin und her wechseln, sondern dumpt die ROMs direkt auf die SD-Karte. Über Emulatoren kann man dann seine Spiele via SD-Karte spielen, als auch ROMs von seinen Gameboys. Die beste Variante ist die Software TWMenue bzw. das Twilight-Menü. In der aktuellesten Version bringt die Software fast alles mit, was man zum Retrogamen auf dem DSi braucht. Besonders GBA-Spiele sehen auf den DSi-Bildschirmen fantastisch aus! Besonders auf meinen DSi XL! Hat man noch einen DSi mit DSiWare, so man kann man diese auch dumpen und auf seinen anderen DSis spielen. Natürlich kann man so auch seine alten Save-Stände mit rüber nehmen. Also schon ein Wunschlos-glücklich-Paket! Die TWM-Software unterstützt auch andere Systeme wie den NES, SNES und die Sega-Systeme bis zum MegaDrive. Da ich da selbst keine Spiele habe, kann ich aber nicht sagen, wie gut diese laufen. Ich habe noch einen Atari-2600er Emulator getestet, aber merkwürdigerweise laufen die Spiele auf dem DSi extrem langsam. Aber das hatte mich auch nur am Rande und zu Versuchszwecken interessiert. Mir ging es hauptsächlich um Gameboy-Spiele und die laufen alle wunderbar. Also zumindest jene die ich habe. So kommen nun meine DSis auch wieder zum Einsatz.

Game Boy Hardware-Emualtoren – GB BOY COLOUR

GB Hardware-Emulatoren gibt es eine Menge. Wer sich nicht für mein “Herum-Gelabber” über das wie, wo und warum interessiert, sondern nur für meine Meinung zum GB BOY COLOUR, der scrolle bitte weiter nach unten. Der Text zum GBBC beginnt nach dem Ersten Bild.

Heutzutage gibt es eine Menge Möglichkeiten seine alten Game Boy und Game Boy Color Spiele zu spielen. Wobei ja die originale Hardware fast unverwüstlich ist. Wenn man seine alten Geräte ein bisschen vernünftig verwendet hat, dann funktionieren sie meist immer noch. So geht es mir bei meinen originalen Game Boys. Aber wirklich Spaß macht das ja optisch nur bei wirklich guter Beleuchtung. Und beim originalen Game Boy selbst das nicht mal. Die gute alte gelb/grüne DOT-Matrix kam eben nicht nur unscharf daher, sondern dankt einen jede Bewegung mit “Ghosting” Effekten. Aber Anfang der 90ziger war uns das ja egal gewesen. Hauptsache mobiles Gamen! Und wenn man dann mal ein sehr viel teureren Sega Gamegear oder Atari Lynx zur Hand genommen hatte, dann hatte man nun Spiel in Farbe und mit beleuchteten Display, aber so richtig toll hat das dann auch wieder nicht ausgesehen! Nintendo hatte sich da mit einer Beleuchtung des Displays bekanntlich auch sehr viel Zeit gelassen. Und der erste Game Boy Advanced SP hatte dann auch ein eher dunkles Frontlicht bekommen, über das man sich dann Mitte der 2000er zwar gefreut hatte, aber dann doch neidisch auf die Sony PSP geguckt hatte.

Heute gibt es allerdings so viele Möglichkeiten seine alten Module in gestochen scharfer und beleuchteter Qualität zu spielen! Erste Wahl ist natürlich ein gemoddeter Game Boy. Mit einem GBA SP der letzten Generation hatte man einen wunderschön hellen Blacklight-Screen bekommen. Geräte dieser Art bekommt man heute natürlich auch noch. Im guten Zustand bekommt man jene normalerweise nicht unter 100 Euro. Dann gibt es natürlich auch die GBAs mit nachträglich eingebauten AGS-101-Displays. Wenn man selbst nicht so der begabte Bastler ist, dann kosten solche auch gut 150 Euro (wenn man Glück hat) und mehr. Viele lieben aber der originalen Formfaktor des Game Boy Color (wie ich selbst eben auch) und da gibt es mittlerweile nun auch Backlight-Möglichkeiten. Jene Mods sind aber für den Hobby-Bastler auch nicht so einfach. Wenn ich mir da Video dazu anschaue und sehe was da eben auch noch am Gehäuse gemacht werden muss und so, dann rutscht mir das Herz in die Hose! Es gibt auch “professionelle” Bastler, die dann solche gemoddeten GBCs verkaufen. Dafür muss man dann aber schon mal knapp 300 Euro und mehr hinblättern. Den Preis finde ich nicht einmal übertrieben! Material und die Arbeit selbst hat schon seinen Preis! Man darf nicht vergessen: Das sind Einzelstücke und keine Fliesbandarbeiten aus Fernost!

Eine preisgünstigere Variante ist da natürlich der Smartboy von Hyperkin. Wenn man dann ein Smartphone mit einem USB-C-Anschluss hat. Mittlerweile ist dies zwar bei neuen Smartphones Standard. Aber nicht jeder hat das eben. Apple-Jünger gucken dabei ganz in die Röhre. Wer aber ein Phone mit USB-C hat, bekommt hier eine relativ preiswerte Möglichkeit einen perfekten Game Boy zu bekommen. Mittlerweile muss man das Teil schon lange nicht mehr importieren. Man bekommt das Gerät auch beim heimischen ArmenSohn für 50 Euro. Bis heute habe ich kein Modul gehabt, dass nicht via dem Smartboy gelaufen wäre. Das nächste große Ding von Hyperkin soll der Ultraboy werden. Das Gerät wurde als Prototyp schon im letzten Jahr vorgestellt und hatte den Formfaktor eines Game Boy Pocket oder Color und eben ein Backlight-Display. Nun kann man sich aber vorstellen, wenn das Gerät wirklich kommt, dann wird es keine 50 Euro kosten können. Hyperkin ist ja auch für seine 1-A-Qualität bekannt (auch wenn sie natürlich auch in China herstellen lassen). Für den Supaboy S (mit dem man mobil SuperNES-Module abspieln kann) soll auch ein 1-A-Qualität haben (ich selbst hatte jenen noch nie in der Hand) und wird mittlerweile für 120 Euro verkauft. Ich weiß nicht, was das gute Stück bei Erscheinen seiner Zeit gekostet hatte. Aber ich denke das sich der Ultraboy preislich so in Richtung 120 bis 150 Euro bewegen wird. Nicht eben preiswert.

Preiswerte Handheld-Emulatoren im GB-Formfaktor gibt es ja so einige. Die meisten haben eines gemeinsam: Sie haben kein Modulschacht! Eine Ausnahme ist der chinesische GB BOY. Den es zuerst mit einen beleuchteten SW-LCD-Display gab und jetzt schon eine Weile mit farbigen Displays und unter dem Namen GB BOY COLOUR. Das Teil bekommt man für 30 EURO! Also habe ich mir mal so ein Teil über die elektrische Bucht bestellt. Die Lieferung direkt aus China kam schon nach 2 Wochen. Das ist ein wirklich guter Wert! Bei 30 Euro darf man natürlich nicht zu viel erwarten. Die Qualität des Gehäuses und der Button ist okay. Das D-Pad quietscht ein bisschen beim Spielen, aber das ist okay und bestimmt behebbar, wenn ich das Teil mal aufschraube. Das Display ist natürlich nicht so der Hammer. Die Legende geht, dass der Hersteller da alte LCD-Display die für Camcorder gedacht waren verwendet. Das glaube ich sogar. State of the Art ist das Display nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht immer unterschiedliche verbaut werde. Eines haben wohl alle GB BOYs gemeinsam: Die Displays geben nicht das originale Seitenformat der Game Boys wieder! Es ist alles ein bisschen breiter. Allerdings nicht so breit, wie als wenn man auf einem GBA ein Game Boy Spiel via Schultertasten auf “Vollbild” stellt. Beim Spielen selbst ist es mir kaum aufgefallen, dass alles ein wenig breiter ist. So sind runde Objekte, wie die Kugeln beim Pinball nicht wirklich wie plattgedrückt und eierförmig.

Das Display das bei meinem Gerät verbaut ist, ist allerdings nicht besonders hell. Der Blickwinkel ist auch sehr eingeschränkt. Wenn man den GB BOY in der “natürlichen” Handheld-Haltung in den Händen hat (also nach oben leicht angeschrägt), dann ist das Bild zu dunkel. Hält man den GB BOY gerade, wie man ja sonst nie ein Game Boy beim spielen in der Hand hält, dann ist das Bild heller und alle Flächen sind wieder gut zu erkennen. Auch gibt es ein leichte “Bewegungsunschärfe”, die man nur bemerkt, wenn man wirklich darauf achtet und nicht im Eifer des Gefechts. In Bewegung werden die Grafiken ein wenig schwammig. Dafür reagieren die Button und das D-Pad ganz gut. Man darf da natürlich nicht die Qualität und Reaktionszeit der originalen Hardware erwarten. Bei Spielen, die ich in- und auswendig kenne (wie z.B. Supermarioland) bemerkt man schon einen leichten Unterschied und hier verspringe ich mich anstellen, die ich auf einem Nintendo Game Boy (egal welchen) ohne Schwierigkeiten bewältige. Den Effekt kenne ich schon, wenn ich z.B. mit dem Smartboy via Smartphone spiele oder sogar die Supermarioland-Version aus dem eShop auf dem 3DS. man gewöhnt sich schnell dran. Der Mono-Lautsprecher hört sich auch nicht schlechter an als bei den Originalen. Der Kopfhöreranschluss gibt zwar Stereo aus, aber mit einem sehr dünnen Sound und permanenten leisen Störgeräuschen, als wäre hier nicht alles wirklich gut abgeschirmt. Besonders die GBC-Spiele starten ein wenig langsamer als im Original. Steckt man hier ein GB Everdrive rein, dann funktioniert der hier auch einwandfrei, aber insbesondere GBC-Spiele sind hier noch langsamer beim laden.

Aber wo wir gerade beim Everdrive sind, so hat der GB BOY selbst ja auch Spiele einbaut! Und zwar originale GB-Spiele. Was schon sehr grenzwertig ist. Anfangs gab es die Behauptung von 188 Spiele. In Wirklichkeit waren es dann nur 66 und dann wieder holten sich die Spiele in der Liste wieder. In den Verkaufsanzeigen und auch auf der Verpackung (mit einem Sticker) ist das allerdings schon geändert worden, aber das Menü in der Software ist die selbe geblieben, die immer noch eine Liste von 188 Spielen anzeigt. Nun interessieren mich jene “eingebauten” Spiele nicht. Und einen SD-Karten-Slot zum selbst “nachladen” gibt es hier auch nicht.

Und wie steht es mit dem Batterieverbrauch? Bei meinem Gerät hier nicht so gut. Ich habe jetzt nicht die Zeit gemessen, aber zum Beispiel bei einem GBA mit gemoddeten Backlightscreen, halten die zwei AA-Batterien sehr viel länger, als hier bei dem GB BOY. Natürlich kann man die Konsole nicht mit einem GBC ohne stromfressenden beleuchteten Screen vergleichen, aber der Vergleich mit dem gemoddeten GBA der dann im Gegensatz zum GBA SP nicht mit einem Lithium-Akku betrieben wird, passt schon. Die rote LED links neben dem Bildschirm ist auch nicht wirklich ein Indikator wie voll die Batterien sind. Der Bildschirm wird auch nicht dunkler, wenn der Saft zu neige geht. Wenn der Saft zu neige geht, dann bricht das Gerät einfach das Spiel ab und startet neu. Und dann kommt man aus dem Startbildschirm auch nicht mehr raus. Das Gerät geht dann in ein Loop und startet immer wieder. Oder fängt an das Modul neu zu laden und bricht dann mit einem undefinierbaren Fehler-Code ab. Zu erst dachte ich, dass das Gerät gleich am ersten Tag den Geist aufgegeben hatte, aber mit frischen Batterien ging dann alles wieder. Wobei die Batterien nicht wirklich leer waren! Beim GB BOY ist es so, wenn die Leistung der Batterien abfällt und unter einer abzugebenden Spannung von 1,1 Volt fällt startet das Gerät komplexere Module nicht mehr und geht in den “Start-Logo-Loop” oder gibt besagte Fehlermeldung. So sind erst GBC-Module mit Speicherbatterie oder Module mit dem Rumbleback (wie Pokemon Pinball) betroffen, weil jene eben mehr Strom ziehen. Die einfachen Module oder gab GB-Classic-Module laufen dann erst einmal weiter. Bis dann nach kurzer Zeit auch jene den Loop auslösen und nicht mehr geladen werden können. So etwas wie der Everdrive gibt natürlich als erstes den Geist auf. Das Modul zieht durch seine Hardware-Emulation natürlich richtig Strom.

Das der GB BOY also so eine geringe Batterie-Laufzeit hat, kommt eben von jenen scheinbar nicht vorhandenen Energiemanagement. Batterien, die im GB BOY schon nicht mehr ausreichen, haben danach in meinen gemoddeten Backlight-GBA ohne Probleme funktioniert. Da war die LED nicht einmal von Grün auf Rot umgesprungen, geschweige denn, dass die geflackert hätte, wie sie es tut, um anzuzeigen, dass die Leistung nun aber doch zu knapp geworden ist. Also muss man am besten, wenn man denn viel spielen will den GB BOY mit Akkus betreiben. Wobei dann solche natürlich von vorn herein nur 1,3 bis 1,2 V haben und noch kürzer halten, aber immer neue Batterien zu nehmen, um jene kaum verbrauchten vielleicht in anderen Geräten danach zu benutzen ist auch nicht die beste Lösung. Dann vielleicht doch lieber Akkus. Für längere Reisen ist der GB BOY also nicht wirklich geeignet.

Braucht man den GB BOY COLOUR? Nein, eigentlich nicht. Wenn man aber eine preiswerte Variante sucht um seine alten Game Boy Module wieder spielen zu können, weil einen der alte Game Boy “gestorben” ist oder man doch mal mit Beleuchtung spielen möchte und vielleicht keine 50 Euro für eine Smartboy ausgeben will (den ich eher empfehlen würde) oder gar natürlich kein Smartphone mit USB-C hat, für den ist das Gerät gedacht und auch ausreichend. Oder eben Sammler von obskuren Klone-Konsolen!

Hyperkin Smartboy

Zum ersten April 2015 erlaubte sich die Firma Hyperkin, ein Hersteller von meist hochwertiger Videospiel-Zubehör, einen Scherz. Sie stellten den Smartboy vor. Ein Game Boy -artiges Gehäuse ohne Bildschirm, in dem man “vorn” ein iPhone und hinten ein Game Boy – Modul stecken konnte. So sollte man all seine alten Game-Boy-Spiele wieder spielen können ohne noch einen funktionstüchtigen Game Boy zu haben. Eine gar nicht mal so abwegige Sache. Stellte doch Hyperkin schon seiner Zeit Klonkonsolen her, auf denen man die originalen Videospiel-Module abspielen konnte. Das mittlerweile meistverbreiteste Gerät ist da das Retron 5. Ein Vorteil, neben dem wenn man als Retrogamer seine alten Konsolen schonen will oder gar vielleicht keine funktionierenden Konsolen mehr besitzt, ist und man trotzdem seine alten Module abspielen kann, ist auch, dass man solche Klonkonsolen u.a. auch an einen modernen Flachbildschirm anschließen kann und das meist sogar in einem Quasi-FullHD.
Das macht alles schon sein Sinn. Und ich frage mich da immer, warum z.B. Nintendo nicht selbst solche neuen alten Konsolen herstellt?! Der Mini-NES und -SNES sind zwar ganz nett, aber man kann hier nicht die alten Module einstecken, sondern nur fest “verbaute” Spiele spielen. Und meine Lieblingsspiele waren natürlich nicht dabei gewesen.

Jedenfalls war der Smartboy 2015 eben nur ein Aprilscherz gewesen. Die Meisten die den Post auf der Hyperkin-Seite gelesen hatten, hielten die Nachricht allerdings für echt und waren dann furchtbar enttäuscht gewesen, als dies sich nur als ein Scherz heraus gestellt hatte. Ich übrigens auch! Ich mag zwar keinen NES oder SNES haben, aber ich liebe meine Game Boys und manchmal ist es ohne Hintergrundbeleuchtung nicht so ein großer Spaß auf der originalen Hardware zu spielen. Selbst auf meinen gemoddeten Game Boys mit Vordergrundbeleuchtung. Die Resonanz auf dem Smartboy war dann so riesig gewesen, dass Hyperkin merkte, dass man da wirklich Geld mit machen könnte und so machte man sich an die Arbeit. 2016 gab es dann die Meldung, dass es ein Entwickler-Kit bzw. Gerät dafür zu kaufen geben sollte. Noch 2016! Es kam dann glaube ich allerdings erst Anfang 2017. Das Gerät das man seiner Zeit zu sehen bekam, sah im Grunde so aus wie nun auch das fertige Produkt. Allerdings war man schon bei den ersten Ankündigungen, dass es nun doch vielleicht Wirklichkeit werden würde, gleich davon abgerückt, dass es eine iPhone-Version geben würde. Vielleicht wollte man das bei Apple nicht oder die Lizenzgebühren für den iPhone-Connector waren zu hoch. Wer weiß. Der Android-Gemeinde konnte es nur recht sein! Das Dev-Gerät hatte ursprünglich einen handelüblichen Micro-USB-Stecker für die Verbindung zwischen Smartphone und Smartboy. Denn im Gegensatz zu den meisten Gamepads, die auch für Smartphones geeignet sind oder extra dafür sind, setzt man hier auf eine Hardware-Verbindung statt Bluetooth. Das hat wohl mehrere technische Gründe. Für den Benutzer selbst hat es den Vorteil, dass es hier nicht zu den typischen Lags, also Verbindungsverzögerungen, kommt, die man manchmal bei einer Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Gamepad hat. Bei wirklich guten Gamepads und ab Mittelklasse-Smartphones mit zu mindestens USB3.0-Unterstützung, sollte das zwar heutzutage kein großes Problem mehr sein. Ich habe drei BT-Gamepads und bei allen Dreien habe ich diese Lags zumindest an meinen Android-Geräten nicht. Allerdings habe ich mit dem einen BT-Gamepad an meinen Windows-Rechnern tatsächliche diese Lags. Warum auch immer.

Bei dem nun fertigen Gerät ist man nun also auf USB-C umgestiegen. Es wird wohl keine Micro-USB-Version geben. Außerdem hat man sich die Kooperation mit Samsung gesichert. Was man nun auch groß auf die Verpackung geschrieben hat: Designed for Samsung. Was aber nun nicht heißen soll, dass nur Samsung-Geräte damit funktionieren! Technisch gesehen funktioniert jedes Android-Smartphone mit USB-C Anschluss, der unten in der Mitte platziert ist. Zu dick darf das Gerät auch nicht sein. Hätte mein Note 2 einen USB-C, würde es trotzdem nicht in den für’s Phone vorgesehenen Schacht passen. Probiert habe ich es mit einem Samsung Galaxy A5 (2017), einem Sony Xperia XA1 und meinem Huawei P9. Ich denke von der Größe her ist der Smartboy mehr für ein SG S8 ausgelegt worden, aber meine “kleineren” Geräte passen hier auch und funktionieren alle auch. Also der “Game Boy Bidlschirm” ist trotzdem komplett zu sehen und wird nicht durch die Bedienungskonsole teilweise verdeckt, oder so. Wie funktioniert das?
Man steckt sein Smarty in den vorderen Schacht und unten auf den USB-C-Stecker. Für ein Adapter MicroUSB auf USB-C ist da nicht wirklich viel Platz und ich bin mir nicht Sicher, ob das so funktionieren würde. Das Smartphone wird zudem in zwei, nennen wir es mal, Spannbacken gehalten, die das Gerät mit einem Federmechanismus fest im Gerät halten sollen. Auf der Rückseite des Smartboy befindet sich ein Knopf, der die Federn wieder löst. Das hat bei mir mit dem SG A5 und dem H P9 sehr gut funktioniert. Das Xperia ist tatsächlich ein Tick zu schmal und kann deswegen nicht fest eingespannt werden. Weitergemacht habe ich dann allerdings nur noch mit meinem P9.

Wie funktioniert das also? Wenn man das Smarty das erste Mal einsteckt, wird man automatisch in den Android-Store geschickt, wo man sich die Smartboy-App von Hyperkin runterladen muss. Die braucht man unbedingt. Hat man jene installiert, dann startet diese von nun an immer automatisch, wenn man sein Smarty in den Smartboy einsteckt. Im Gegensatz zu Hyperkins anderen Konsolenklonen, wie dem Retron 5, bietet der Smartboy keinen Emulation des Game Boys. Auch über die App kann man keine Spiele starten. Dafür braucht man einen Software-Emulator, von denen es im Appstore eigentlich jede Menge gibt. Hyperkin empfiehlt zwar eine bestimmte App, die muss man aber nicht nehmen. Ich hatte schon vorher den GBC.EMU von Robert Broglia und jener wird vom Smartboy auch erkannt. In der Emu-App musste ich allerdings noch das Tasten-Layout selbst anlegen. Die Emu’s von Robert Broglia unterstützen und erkennen vom Hause aus eine Menge Controller. So auch mein 8-Bitdo FC-30 und mein Moga-Controller. Der Smartboy wird (noch?) nicht direkt erkannt. Ließ sich aber ganz leicht anpassen. Also im Endeffekt ist der Smartboy keine Klonkonsole, sondern ein Gamecontroller mit Modulschacht.

In dem Gameschacht an der hinteren Seite passen sowohl Game Boy – und Game Boy Color – Module. Auch die GBC – Module mit Rumble-Erweiterung! Alle Module die ich ausprobiert habe (ca. 30 GB – und 20 GBC – Module) wurden hier erkannt und ließen sich “abspielen”. Aber eben direkt spielt man dann seine Module am Smartphone/Smartboy eben nicht ab. Man steckt das Modul ein und die Hyperkin-App ließt das Modul aus. Ähnlich wie der Retrode 2, mit denen ich meine Module schon einmal für mein Everdrive ausgelesen hatte. Auf den ersten Blick übrigens ein teures Vergnügen, könnte man denken. Wer aber schon einmal wie ich ein paar Module nachkaufen musste, weil die Alten nicht mehr so richtig wollten, der wird, wie ich, die Kombination von Retrode und Everdrive zu schätzen wissen! Anders aber als bei der Möglichkeit, legt der Smartboy nur eine Kopie des Moduls an, die nicht nur beim nächsten Mal wieder überschrieben wird, sondern auch nur so lange funktioniert, wie das Modul im Schacht bleibt! Also “echte” bzw. unabhängige Kopien, kann man damit nicht anlegen! So ist es auch, wenn man beim Spielen das Modul aus dem Schacht zieht, dann wird das Spiel sofort beendet und einen wird ein Software-Piraterie-Hinweis angezeigt.

Leider kann man deswegen auch nicht so einfach das Spiel wechseln, wie bei der originalen Hardware. Man muss den Emulator beenden, das Modul raus ziehen und leider auch das Smartphone aus dem Smartboy nehmen. Dann wieder Smartphone rein, die App startet, neues Modul rein und wird ausgelesen. Jetzt kann man wieder den Emu starten und die neue smartboy.gb – Datei auswählen. Etwas umständlich! Weiter oben schrieb ich, dass alle Module, die ich ausprobiert hatte erkannt und ausgelesen wurden. Das stimmt auch. Sogar ein japanisches Modul von KIRBY PINBALL läuft ohne Probleme. Womit ich Probleme habe, sind die drei GBC-Module mit Rumblepack! Die lassen sich starten und spielen, aber haben immer wieder irgendwelche Hänger und Soundprobleme. Ich hatte jetzt keine Lust eine andere Emu-App zu testen, denn vielleicht liegt es ja am GBC.EMU? Aber wenn ich meine Dateien nehme, die ich von den Modulen mit dem Retrode 2 ausgelesen habe, dann laufen die Spiele ohne Probleme!
Sonst hatte ich keine Probleme mit anderen Modulen für GB und GBC.

Wie ist es mit der Hardware des Smartboy? Wie schon erwähnt, schafft man es das Smartphone zum festen Sitz im Smartboy zu bringen, wenn das Smarty nicht gerade zu schmal ist! Mein P9 sitzt wirklich fest. Die Module sitzen genauso fest und stabil im Schacht, wie bei einem Game Boy (Classic), Pocket oder Color. Die Kombination aus Modul-Breite plus Smartphone plus Bedienelemente, macht den Smartboy recht dick. Das finde ich nicht negativ. Der Smartboy ist damit zwar dicker als ein klassischer Game Boy, aber liegt dabei besonders gut und stabil in der Hand. Dafür ist der Smartboy schmaler als sogar ein Game Boy Color. D-Pad und Feuerknöpfe sind damit weiter zusammen als bei einem GBC. Aber auch das macht nichts. Das Gerät liegt selbst in meinen großen Händen sehr gut ohne das man Finger verkrampfen muss. D-Pad und Feuerknöpfe sehen aus wie bei einem richtigen Game Boy. Sie haben sehr gute Druckpunkte, habe aber nicht so einen weichen Aftertouch, wie der klassische Game Boy. Aber auch der Color hatte das ja nicht mehr so richtig gehabt. Sie kommen also näher an den Komfort des GBC als des GB heran. Select- und Start-Button sind zwischen D-Pad und Feuerknöpfe gelegt worden. Dadurch das sie quasi höher als in den Originalen liegen, kommt man meiner Meinung nach, da auch leichter ran. Das hat man gut durchdacht. Die sonstige Form und Farben sind gut an den klassischen Game Boy angepasst worden.

Überraschenderweise findet man links und rechts hinten neben den Modulschacht zwei Schultertasten, die ja bekanntlich erst mit dem Game Boy Advance eingeführt worden sind und somit bei GB- und GBC-Spielen keine Funktion haben. Ich habe gelesen, dass man ursprünglich überlegt hatte, auch GBA-Module über den Smartboy abspielen zu können. Entweder gab es rechtliche oder technische Probleme, aber die Idee wurde wohl wieder fallen gelassen, aber die beiden Schultertasten sind geblieben. Vielleicht gibt es da ja mal eine Erweiterung? Für den Retron 5 gibt es solch ein ähnliches Erweiterungsmodul auch.

Nun stellt sich bei 50$ die Frage, wer braucht so ein erweiterten USB-Gamecontroller eigentlich wirklich? Macht der Smartboy Sinn? Lohnt es sich dafür knapp 50$ auszugeben? Ich denke der Retrogamer, der seine Game Boy liebt und deren Spiele noch heute gerne spielt (so wie ich), der mag eben auch die Haptik eines Game Boys, die man seit dem GBC nie wieder bekommen hat. GBA und diverse DSes haben die Bedienelemente neben dem Bildschirm (wobei der obere Bildschirm eines DS nun quasi ja auch über den Bedienelementen ist, fühlt sich das für mich eben trotzdem zu “breit” an). Auch der GBA SP bringt einen das Gefühl nicht voll zurück. Dafür finde ich das Gerät, so sehr ich es auch mag, als zu klein und zu schmal. Es liegt einfach nicht gut in erwachsenden Händen! Dann möchten viele vielleicht nicht ihre alten Geräte modden oder sich gemoddete Geräte kaufen (die meist schon viel mehr als 50$ kosten), denn das Manko der GBs, GBPs und GBCs ist das nicht beleuchtet Display. Auf einen GBA SP Model AGS-101 sind das anständig aus, aber wer hat schon das Model und jene gebraucht sind heute auch schon recht teuer. Auf einen DS kann man keine GB- oder GBC-Module einstecken. Im eShop gibt es einige alten Spiele als Download, aber es sind doch sehr, sehr wenige. Auf einem Smartphone mit Emu sehen die Spiele toll aus. Aber Touchscreen-Steuerungen gehen nur so la la. Für Highscores ist das nix. BT-Gamepads die man physisch mit dem Smartphone verbinden kann, zwingen ein das Smartphone in die Waagerechte zu bringen, haben die Bedienelemente dann entweder neben den Bildschirm oder wenn darunter, hängt das Gamepad quasi unter dem Bildschirm. Meist ist das auch nicht besonders bequem zu halten, wie ich finde. Moga und Co. waren nette Lösungen, die mich aber nie befriedigt hatten.

Der Smartboy liegt wie ein Game Boy in der Hand. Die Haptik der frühen 90ziger ist damit fast wieder hergestellt. Und dazu hat man nun ein hochauflösendes Display. Das kostet ein nur 50$ (plus einer Vollversion eines Emulators. Aber da gibt es auch Freeversionen). Ein Game Boy Zero Bausatz (Game-Boy-Gehäuse, Farbdisplay und ein Rasberry Pi) kostet sehr viel mehr. Und man muss oft noch eine Menge selbst Hand anlegen, denn fertige Game Boy Zeros werden nur selten über die elektronische Bucht und so weiter verkauft. Ich finde da lohnt es sich schon, über den Kauf eines Smartboy nachzudenken, wenn man seine Game Boy Spiele immer noch und immer wieder gerne spielt!
Außerdem… ist der Smartboy doch “auch” eine USB-Gamecontroller. Er ist eben nicht nur auf Game Boy Spiele beschränkt. Wenn man ein Modul einlegt, dieses auslesen lässt und anschließend den GB-Emulator startet, hält einen natürlich nichts davon ab, aus den Hintergrund einen anderen Emulator zu starten. Z.B. einen Atari-Emulator. Der erkennt den Smartboy natürlich auch als USB-Controller an! Und wenn man im GB-Emulator statt der von der Hyperkin-App generierten smartboy.gb-Datei aus Versehen eine andere Spiele-Datei öffnet… Wahrscheinlich ein Bug, der bald behoben wird…

Cross Country Racing für Game Boy Color

Ich habe schon hier von so einigen Rally-Spielen für Nintendos Handhelden berichtet (und demnächst will ich das auch mal für die PSP machen). Da gibt es eine Menge Müll (Colin McRae Rally für den GBC z.B.), aber auch ein paar Highlight. Mein Favorit ist weiterhin V-RALLY 3 für den GBA. Wobei ich in meinen eigentlichen Bericht zu SEGA RALLY für den GBA noch rumgemeckert hatte, finde ich das Spiel unterdessen doch ganz unterhaltsam, was an der guten Steuerung des Spiels liegt.

Jetzt bin ich über ein weiteres Rally-Spiel gestolpert, das ich bisher wegen des Titels gar nicht als Rally-Spiel wahrgenommen hatte: CROSS COUNTRY RACING von Konami!
Das Spiel erschien 1999 für den Game Boy Color in Japan. 2000 folgte dann die europäische Fassung. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen INTERNATIONAL RALLY und in seinem Heimatland Japan als (wohl direkt übersetzt) IT’S A WORLD RALLY. Hier steht wenigstens Rally im Titel! Vielleicht wollte man nicht mit dem PS1-Spiel INTERNATIONAL RALLY CHAMPIONSHIP verwechselt werden oder es war vielleicht auch eine rechtliche Geschichte, aber in Europa erschien das Spiel eben als CROSS COUNTRY RACING und man kann zwischen der Sprache Englisch, Französisch und Deutsch wählen.

Wie man oben sieht, ist es ein schwarzes Modul und keines in Klarsicht. Was eben bedeutet, das es auch abwärts kompatibel ist. So läuft das GBC-Spiel eben auch super auf den Game Boy Pocket und Game Boy Classic. Wobei das manchmal ja nicht viel zu sagen hat. Das MOON PATROL/SPY HUNTER-Modul ist auch auf dem Game Boy “spielbar” oder eher startbar, den spielbar ist es nicht wirklich. Gerade durch die dunklen Hintergründe ist da auf der DOT-Matrix nicht viel zu erkennen. Selbst wenn man einen gemoddeten GB mit Frontlicht hat. Bei CCR ist dies zum Glück nicht der Fall. Auf dem Game Boy Classic sind alle Grafiken super zu erkennen und das Spiel somit genauso gut spielbar wie eben die “Schwarz-Modul”-Version von V-RALLY für den GBC (Vorsicht! Hier gibt es auch eine “Klarsicht-Modul”-Version, die meiner Meinung nach inhaltlich mit der Anderen identisch ist, aber sich eben auf einem GB oder GBP nicht starten lässt!).

Aber wie ist das Spiel so? Kann es meinen Favoriten V-RALLY für den GBC schlagen?
Einmal muss man sagen, das CCR kein Arcade-Racer wie V-RALLY für GB und GBC ist. Zwar fährt man hier aus der gleichen Perspektive (Kamera/Blick hinter dem Wagen und leicht erhöht), aber einfach losfahren und so viel Gegner wie möglich überholen um zu gewinnen ist hier nicht!
Aber gehen wir erst einmal ins Menü. Der der Sprachen-Auswahl folgen die Spielmodi. Hier wird erst einmal alles geboten, was man so von einem Rally-Spiel der späten 90ziger erwarten kann: Einzel-Rally, Meisterschaft und Zeitfahren. Das Spiel hat 20 Strecken, die man leider nicht im Einzel-Rally-Modus nicht direkt auswählen kann. Hier wird immer in der gleichen Reihenfolge der Strecken gespielt und es gilt in drei Schwierigkeitsgraden am Ende alle Gegner geschlagen/überholt zu haben. Also schon so eine Art Arcade-Modus, bloß das man hier z.B. 20 Gegner zu überholen hat, das aber nicht ein einem Streckenabschnitt, sondern eben nach und nach bis zum letzten Streckenabschnitt. Jeder Streckenabschnitt ist eine “Land” und deren dementsprechend Begebenheiten mit Asphalt-, Sand-, Schnee- usw.Strecken.

Am Anfang kann man zwischen 4 Wagen auswählen. Insgesamt hat das Spiel wohl 14 Fahrzeuge, die Freigeschaltet werden können. So weit bin ich bisher nicht gekommen. Zwischen den Streckenabschnitten muss man, wie man es gewohnt ist von PC- oder Playstation-Rally-Spielen den Wagen warten und kann eben auch Teile austauschen, wie Reifen usw. Ersatzteile und Reparaturen sind limitiert und sollten mit bedacht eingesetzt werden. Genauso gibt es vor jeder Fahrt ein paar Tipps abzurufen über das Wetter und Begebenheiten. Das sollte man beachten! Sonst kommt man nämlich nicht sehr weit. Mit einem falschen Car-Setting kommt man unter Umständen selbst bei Vollgas nicht als Sieger ins Ziel!

Ich habe es bisher noch nicht geschafft im Novizen-Modus Platz 1 zu belegen!
Bei “Meisterschaft” fährt man eben diese mit einzelnen Events. Fängt eben auch klein an und kämpft sich nach oben. Das Modul hat keine Speicherfunktion. Hier wird klassisch mit Passwörtern gearbeitet. Bei der Anfängermeisterschaft bin ich bisher nicht ins Ziel gekommen! Man fährt nur drei Strecken, mit trockenen Belag, aber hat nur ein Satz Reifen. Jedenfalls falle ich im dritten Rennen immer wegen runtergefahrener Reifen aus. Irgendwas übersehe ich da noch.
Beim “Zeitrennen” fährt man gegen eben diese und kann sich die einzelnen Abschnitte direkt auswählen zur Bestzeitenjagdt.

Es gibt auch noch den Modus “Duell”, den ich mir bisher nicht anschauen konnte. Ich habe zwar zwei GBCs und das dementsprechende Kabel dazu, aber alleine gestaltet sich so ein Spiel doch schwierig, ist aber zu zweit bestimmt spaßig!
Das A und O von so einem Rennspiel ist natürlich die Steuerung. Wenn sich die Wagen wie Seifenkisten steuert, dann bringt das schönste Spiel eben nichts. Hier haben die Mädels und Jungs von Konami alles richtig gemacht. Die Wagen steuern sich wirklich gut. Man hat nie das Gefühl nicht die Kontrolle zu haben oder das der Wagen nicht das macht was er soll. Wenn man von der Strecke abkommt, dann hat man wirklich selbst schuld gehabt.
Die Steuerung funktioniert hier also genauso gut wie bei V-RALLY!

Auf einigen meiner Game Boys habe ich bemerkt, das die Hintergrundgrafik mal stärker und mal schwächer ruckelt. Das merkt man im Eifer des Gefechts kaum, weil die Wagen sich hier ganz ruhig und ohne Ruckeln bewegen. Auf meine GB Classics ruckelt es stark. Komischerweise auch auf meinen GBAs auch. Am besten läuft das Spiel auf meinen GBCs und dem GBP.
Auch etwas was ich ein wenig nervig finde ist die nicht abstellbare Hintergrundmusik. Die ist in den Menüs ganz nett und unterhaltsam, aber beim Rennen entwickelten die Programmierer ein nutzlose Hektik, als würden die Tracks auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit laufen. Man möchte am liebsten eine Runde Baldrian ausgeben. Wenn man das wenigstens abstellen könnte! Geht aber leider nicht. Also vielleicht dann doch lieber beim Spielen den Volume-Regler auf 0 stellen.

Ist es also das beste Rally-Spiel für Nintendos Handhelden? Ja und nein. In Sachen Spieltiefe, ja, denn man kann hier an den Wagen rumschrauben und muss auch ein wenig strategisch rangehen, damit man gewinnen kann und dabei gibt es noch schöne Grafik und ein sehr gut funktionierende Steuerung. Trotzdem finde ich V-Rally für den GBC besser. Auch wenn es mehr so das Spiel für Zwischendurch ist.
Empfehlen kann ich das Spiel allemal! Es macht wirklich Spaß und ist wie erwähnt ein kleines Schmuckstück für den GBC. In OVP habe ich das Spiel bisher nicht bekommen. Das sieht man wohl eher selten und wenn dann eben recht teuer. Ich habe das lose Modul günstig aus England bekommen. Mit 6 – 7 Euro ist man aber bei der elektrischen Bucht schon mit dabei.

Was ist der beste Game Boy Advance

Eigentlich ein recht schwieriges Thema unter Nerds! Welches der originalen (ungemoddeten) GBAs ist der Beste. Darüber habe ich hier schon mehrmals lamentiert. Ich glaube aber immer noch das vom Handling der erste GBA immer noch der Beste ist. Er liegt einfach unglaublich gut in der Hand. Das Steuerkreuz, Feuerknöpfe und Schultertaschen sind nicht nur sehr gut zu erreichen, sondern haben auch für mein Gefühl die besten Druckpunkte von allen Modellen. Der große Nachteil des GBA: Er hat kein beleuchtetes Display! Wie schon der Game Boy Color! Das war für mich auch Damals der Grund gewesen, warum ich mir den ersten GBA nicht gekauft hatte und erst beim GBA SP zugelegt hatte. So richtig gute Freunde waren wir aber auch nie geworden. Ja, der GBA SP ist klein und handlich. Und mit dem zuklappbaren Display hatte man einen guten Schutz vor Kratzer auf dem Display (und hatte dem DS-Modellen schon ein wenig vorweggegriffen, die ja zu der Zeit schon in Planung waren). Das Ergebnis ist, das man heute viele GBA SPs gebraucht findet, deren Aussenhüllen teiweise schwer verkratzt sind, aber das Innere und das Display kaum Beschädigungen aufweisen.

Allerdings war mir der GBA SP zu klein. Steuerkreuz und Feuerknöpfe waren ja noch gut zu erreichen und hatten so fast die gleiche Zugänglichkeit und Abstände wie beim GBC und GBP, aber die Schultertasten waren und sind für mich schwer zu erreichen. Ich greife da mit meinen langen Fingern immer drüber. Das Display des Models AGS-001 hatte zwar eine Beleuchtung, die man auch ausschalten konnte (wer hat das eigentlich je getan), aber es ist doch ein eher dunkles Frontlight. Damals war das immerhin schon was, aber heute kriege ich da nur Kopfschmerzen von. Somit hatte der Game Boy Micro das beste Display, weil eben Backlight, wie der Damals schon erschienene NDS, mit drei Helligkeitsstufen. Aber das Gerät war zu klein und unhandlich. Konnte ja bekanntlich nur GBA-Module abspielen. Keine echte Alternative.

Der GBA SP AGS-101 war seiner Zeit völlig an mir vorbei gegangen. Ja, ich hatte da was gelesen, das man da ein verbessertes Model rausgebracht hatte, aber das ging für mich persönlich im DS-Rummel unter. Außerdem wurde in der Zeit auch meine Tochter geboren und ich hatte mich für ein Paar Jahre nicht so sehr mit den Modellen beschäftigt. Selbst als meine Tochter dann ihren eigenen GBA SP von uns bekommen hatte, war ich nicht einmal über die verbesserte Version gestolpert. Und dann war da schon der DS, der zwar keine GB-Module konnte, aber für jedermann wegen seines Displays der beste GBA war. Der DS lite dann sowie so und erst recht.

So habe ich mir nun wirklich jetzt erst einen AGS-101 zugelegt! Vor ein paar Jahren hatte ich ja mir einen gemoddeten GBA mit einem AGS-101 Display zugelegt. Für mich nun der beste GBA. Wobei man hier aber nu die erste und dunklere Helligkeitsstufe des Displays hat. Die zweite Stufe der Helligkeit die man mit der Taste, die beim 001-Model das Frontlight ausschaltet, einschaltet, gibt natürlich ein viel besseres Bild das an den GBM oder den ersten DS schon ganz, ganz nahe rankommt. Das ist schon eine Augenweide! Das hätte ich gerne in meinem GBA. Wobei ich online nun ein Mod gesehen habe, der im Batterie-Fach des GBAs eine Taste hat um das Display heller zu stellen. Ich finde das aber im Moment nicht wieder.

Wenn aber nicht modden will oder kann oder sich nicht eine teuere gemoddete Konsole leisten will, dann ist wohl der GBA SP AGS-101 die erste Wahl. Die bekommt man noch hier und da für unter 100 EUR, aber meist haben die eben besonders gut erhaltenen Modele schon die 100 EUR-Grenze überschritten. Mein GBA SP lag noch darunter. Es war ein Privatverkauf und der Verkäufer hatte nicht besonders auf das Model-Vorteil aufmerksam gemacht. Weswegen hier wohl nicht so viele Bieter abgelockt wurden. Wenn man man sich einen AGS-101 zulegen möchte, sollte man wirklich darauf achten, das man auf der Rückseite den Aufkleber erkennen kann. Manche Verkäufer fotografieren das Frontlight-Display eines AGS-001 so geschickt, das es aussieht als wäre es ein helles Backlight!

Game Boy Color

Nun in Farbe! Aber immer noch kein Licht!
1998 erschien der neue Game Boy Color und Nachfolger des Game Boy Pocket. Den Pocket hatte ich nach dem Classic ja noch besessen. Warum auch nicht? Der Classic war mit seiner Dot-Matrix bei schnelleren Spielen schon sehr grenzwertig gewesen. Der Pocket hatte Vieles besser gemacht. Er brauchte statt 4 AA-Batterien nur 2 AAAs. Er hatte ein größeres Display und dabei ein kleineres Gehäuse. Un das Display war nun ein echtes LCD! Sah wirklich klasse aus. Okay, immer noch kein Licht. Was ich Damals nicht wusste ist, das es Damals dann in Japan ein Game Boy Light gab. Also ein Pocket mit einem Frontlicht. Als dann der GBC erschien interessierte mich das gar nicht. Farbe, ja okay, ganz schick, aber schon wieder im Dunkeln! Segas Game Gear und Ataris Lynx waren schon in Farbe und mit Licht gewesen. Allerdings eben auch viel zu teuer und hatten für mich nicht so interessante Spiele gehabt.
Nun also 18 Jahre später habe ich mir doch mal einen GBC gekauft. Und ich bin begeistert!

Diese Woche hat Nintendo seinen ersten Teaser zu ihrer neusten Konsole veröffentlicht: Switch. Nintendo war eigentlich schon seit dem klassischen Game Boy mit ihren Geräten immer am erfolgreichsten gewesen, wenn es Handhelden waren und kein Heimkonsolen. Die Wii war vielleicht die erste Ausnahme der Regel seit 1989 gewesen. Aber sie war auch völlig innovativ gewesen. Die Wii war meine bisher einzige Heimkonsole von Nintendo gewesen! Ich hatte nie ein NES, SuperNES, N64 oder Game Cube besessen, aber immer Game Boys und DSes. Ich bin auch so kein großer Konsolen-Fan. Immer haben sich mal welche in den Haushalt geschlichen, aber stationär spiele ich eben lieber am PC. Aber Handhelds waren seit dem ersten Game Boy immer mein Ding gewesen.

Viele haben ihren ersten Game Boy als Kind bekommen (so auch die Little Miss Fan Girl aka Little Miss Gamer), aber ich war nun kein Kind mehr gewesen, als dieser 1989 rauskam. 1990 hatte ich diesen dann von der besten Ehefrau von Allen (die da noch gar nicht meine Ehefrau war) zum Geburtstag bekommen. Zusammen mit, natürlich, Tetris und Super Mario Land. Bis dahin war ich nie ein großer Jump’n’run-Fan gewesen, aber Super Mario Land habe ich geliebt und spiele gerne heute immer noch ein Speedrun durch den ersten Level zur Entspannung auf meinen alten Game Boy Classic (der immer noch funktioniert! Aber letztes Jahr durch einen mit Backlight Gemoddeten ergänzt wurde). Ich war also 23 Jahre alt gewesen als ich meinen ersten Game Boy in die Hand genommen hatte (und, ja, wir hatten ihn auch mit auf Hochzeitsreise gehabt!).
Damals als der Pocket rauskam, was 1996 geschar, fand ich den Classic sowas von klobig und unhandlich. Heute kommt mir der Pocket zu fitzlig vor und ich nehme lieber den Classic in die Hand, der mir auch einfach am Besten in der Hand liegt! Was erst vom Game Boy Advanced (ohne SP) getoppt wurde.

Da sind wir dann also auch wieder beim GBC angekommen. Der ist natürlich kleiner als der Classic und spielt so auch eher in der GBP-Liga. Das Display ist ein wenig kleiner als das des GBP. Und klar, ich kann mit dem guten Stück am besten unter einer Leselampe spielen oder eben im Sonnenlicht. Aber wenn man das richtige Licht zur Verfügung hat, dann ist das LCD-Display richtig super! Ich hatte ja schon GBC-Spiele, die ich auf dem GBA gespielt habe. Da sehen sie richtig gut aus, aber auf dem GBC nicht nur anders, sondern irgendwie besser. Diese alten LCD-Farbdisplays haben ihren ganz eigenen Charm, den ich gar nicht richtig beschreiben kann. Sonst liegt der GBC mir ganz gut in der Hand. Dadurch das er hinten unten ein “Buckel” hat, denn er wird mit 2 AA-Batterien befeuert, der das Gehäuse an der Stelle dicker macht, als es beim GBP der Fall war, habe ich das Gefühl das er griffiger ist.

Die Module sehen ja fast gleich aus wie die für den GB und GBP. Jene waren und sind bekanntlich grau, wie eben die Module des NES und des SuperNES. Für den GBC gab es einmal die schwarzen Module, die sonst genauso aussahen wie die Alten und die man auch auf den alten Game Boys spielen konnte. Manchmal hatten die Spiele allerdings komplexere Grafiken, bei denen man beim klassischen Game Boy Probleme hatte etwas auf dem Display erkennen zu können. Am GBP ging das eigentlich so.
Die eigentlichen GBC-Module sind durchsichtig und funktionieren nur im GBC (und später in den GBAs). Interessant finde ich, wie man oben im Photo erkennen kann, das man hier mal die Platinen und ihre Bauteile sehen konnte, ohne das man die Module (mit einem speziellen) Schraubendreher aufschrauben musste. So sieht man hier bei TG RALLY 2, das dies Spiel eine Speicherbatterie hatte um Spielfortschritte zu speichern. V-RALLY hatte jene nicht und arbeitete weiter mit Passwörtern. V-RALLY gab es auch als schwarzes Modul, das man auch in einem BG oder GBP wohl spielen konnte.

Die wirklich besonderes Module für den GBC waren jene mit der “Rumble”-Funktion. Dazu hatte ich hier schon einmal was berichtet. Davon gab es leider nicht so viele. Ich weiß jetzt leider nicht wie viele, aber ich habe nur diese drei davon. Wobei alle drei sehr unterschiedlich sind. POKEMON PINBALL (das einzige Pokemon-Spiel das ich seit kurzem besitze und das auch nur weil Pinball und Rumble… ist aber überraschend gut als Pinball-Spiel!) hat ein dunkelgraues, undurchsichtiges Modul. Das ist ja ein Hinweis darauf, das das Spiel auch auf alten Game Boy Modellen laufen sollte. Ich hatte immer dacht, das dies wegen des Rumblers nicht gehen würde, jetzt da ich es nun selbst besitze, stellte ich fest das es sowohl auf dem Pocket als auch auf dem klassischen Game Boy funktioniert! Da man hier für die zwei Tische einen weißen bzw. hellen Hintergrund gewählt hat, kann man jene auf dem GB auch wirklich sehr gut erkennen und somit spielen.

Bei den “klaren” Modulen kann man hier auch die Platinen sehr gut erkennen. So sieht man zwei weiter oben eben auch die Speicherbatterie von PINBALL THRILLRIDE, die TG RALLY leider fehlt. Auf den Bild der Rückseiten wiederum sieht man auch wieder schön die unterschiedlichen Platinen und hier eben besonders die kleinen Motoren für den Rumble-Effekt. Wo man bei den beiden reinen GBC-Spielen den Rumble-Effekt nur ein oder ausschalten kann, gibt es bei POKEMON PINBALL die Möglichkeit den Effekt schwächer oder stärker einzustellen. Finde ich sehr angenehm und hätte ich mir bei den anderen beiden Spielen auch gewünscht.

Lohnt es sich nun noch heute einen Game Boy Color zu kaufen? Sie sind unterdessen recht preisgünstig gebraucht zu bekommen, aber das fehlende Licht schränkt die “Bewegungsfreiheit” sehr ein oder man muss sich ein kleines Gaminglight kaufen, das es in verschiedenen Formen und Farben gibt. Eigentlich reicht ein GBA oder GBA SP um seine alten Module zu spielen. Die beiden Geräte schlucken alles was seit 1989 für die diversen Game Boys erscheinen ist. Der DS und DS lite ja leider nicht mehr. Hier passen die Module zwar in den GBA-Schacht, können aber nicht abgespielt werden.
Für einen Sammler darf der Game Boy Color natürlich nicht fehlen und so habe ich meine Sammlung nach 18 Jahren vervollständigt!

Flashback

Es hat sich so einiges in den letzten zwei Monaten beim Everdrive für den GBA getan. Wie immer bei diesen Flashkarten, die wirklich mehr sind als einfache “Flashkarten” wird auch hier weiter ein super Support geboten.
Anfangs gab es ein paar Probleme mit einigen SD-Karten, die nicht vom Everdrive erkannt wurden oder Fehlermeldungen ausgelöst haben. Unterdessen hat es mehrer Updates gegeben. Ganz schnell kam ein kleines Bootloader-Update, das bei mir zu mindestens das Problem mit meiner 32GB-Karte so weit behoben hatte, das ich vielleicht nur bei jeden 10ten Start eine Fehlermeldung hatte. Unterdessen ist das OS selbst ein paar Mal geupdatet worden. Mit dem letzen Update 1.11 habe ich gar keine Probleme mehr. Aber es hat sich noch mehr getan. Nativ hatte der GBA natürlich nur GBA-Spiele unterstützt, wie von mir das letzte Mal berichtet. Natürlich gibt es ja noch den Everdrive für den klassischen Game Boy und dem Game Boy Color. Aber nicht jeder kann und will sich beide leisten. Da der/das Everdrive ja eben nicht nur eine Flashkarte ist, sondern ein Hardware-Emulator, hat sich hier unterdessen auch was getan. Der GBAED kann zwar weiterhin keine direkte Unterstützung zum GB/GBC, aber er unterstützt nun diverse Software-Emulatoren, die es schon länger im Netz gibt. (Selbstverständlich gibt es dazu wie immer von mir keine Links… ist nun mal alles ein wenig Grauzone…auch wenn man wie ich seine Images direkt von den eigenen Modulen zieht, ist es doch nicht so richtig geklärt wie seit das legal ist. Ich habe es aber ja schon oft erwähnt, das ich es persönlich nicht verwerflich finde, wenn man die Spiele gekauft hat und diese dann für den Eigenbedarf kopiert. Weitergeben und verkaufen finde ich allerdings schon sehr grenzwertig und ist nicht so mein Ding.)

Man packt diese Emulatoren, die eigens für den GBA entwickelt wurden, in das Verzeichnis des OS auf der SD-Karte und das war es schon. Jetzt kann man auch GB und GBC – Spiele genauso einfach vom ED aus starten, wie GBA-Spiele. Schöne Sache. Die Originale kann man ja ohnehin auf jeden GBA oder GBA SP spielen (aber nicht auf den GBA Micro und ich habe auch keinen um zu testen, ob der GBAED auch mit den GB/GBC-Emulatoren dort funktioniert). Aber z.B. unterstützt der DS/DS lite keine GB/GBC-Module. Eigentlich nur GBA. Aber mit dem GBAED geht das nun auch. So kann man also auch auf den DS seine alten GB/GBC-Spiele spielen. Das finde ich schon sehr schön. So kann ich also mit meinen neuen (gebrauchten) DS lite, den ich mir gerade (wieder) zugelegt habe (siehe Photo oben) unterwegs nicht nur DS-Games zocken, sondern auch GBA, GB und GBC-Spiele. Wie schön ist das denn?!? Emulatoren auf dem Smartphone sind ja ganz nett, aber sein wir ehrlich: Touchscreen-Steuerungen sind für’s Retrogaming a pain in the arse! Dann doch lieber auch Mobile auf Originalhardware spielen!!

Und funktionieren denn alle GB/GBC-Spiele auf diese Art und Weise? Ob nun alle kann ich zwar nicht genau sagen, weil ich eben nicht alle habe! 😉 Aber die “wenigen” die ich habe, funktionieren nicht alle. So hab ich leider genau bei eines meiner Lieblingsspiele echte Probleme: V-Rally! Und das auch noch sowohl mit dem GB-Spiel als auch mit der GBC-Version. Beide basieren auf der selben Grafic-Engine und die führt zu Grafikfehlern auf bei diesen Spiel. Es liegt nicht an meiner Kopie, die ich mit dem Retrode gezogen habe. Denn die selben Kopien laufen sowohl am PC und auch mit GB-Everdrive! Also vertragen sich die Spiele mit den Software-Emulatoren via GBAED. Schade. Kann man nichts machen. Wird vielleicht auch noch andere Spiele betreffen. Bei den wenigen die ich habe, funktionieren sonst alle anderen.

Ich finde die Anschaffung eines GBAED für Retrogamer also jetzt noch lohnender mit diesen neuen Featuren als vorher schon. Ja, der GBAED ist verhältnismäßig teuer. Für die Hälfte bekommt man andere Flashkarten, die aber meist nicht so richtig funktionieren und nicht so viele Möglichkeiten bieten!
Denn neben der Unterstützung der GB und GBCs wird wohl auch NES, Master System und Game Gear unterstützt. Das kann ich nicht testen, da ich keines der drei Systeme besitze und dementsprechend keine Spiele habe. Ist aber vielleicht für Andere interessant.

3-D Ultra Pinball – Thrill Ride (Game Boy Color)

3-D Ultra Pinball war eine Pinball-Serie von Sierra/Dynamix. Von 1995 bis 2000 waren hierbei 5 Titel erschienen. Ich hatte die Serie bisher hier nicht gehabt, trotzdem ich die Teile besitze. Das liegt eben daran, das ich die Spiel nie so berauschend fand. Allerdings auch nicht so schlecht, das ich sie hier hätte zerreißen müssen. Der Titel 3-D kommt eigentlich nur von der leicht schrägen Isometrischen Sicht, so als würde man vor einem Pinball-Tisch stehen. Das hat so eigentlich nichts mit 3D zu tun. Die Spiele hatten immer ganz nette Ideen und recht verspielte Thema, bei denen es viel Animationen gab. Aber die Spiele hatten immer so leicht unscharfe und schwammige Grafiken, was mir nicht so richtig zugesagt hatte. Das einzige Spiel, der Serie, das ich immer mal wieder gerne Spiele war NASCAR Pinball von 1998. Danach kam 2000 nochmals ein Titel raus, den ich mir aber bisher nie zugelegt habe. THRILL RIDE erschien für Windows, Mac und, ja, Game Boy Color.

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Bekanntlich bin ich ja immer auf der Suche nach Pinball-Spielen für Nintendos Handhelden. Das Spiel kannte ich tatsächlich noch nicht. THRILL RIDE wird auf MobyGames auch nur für Win und Mac gelistet.
Genauso wie TOP GEAR RALLY 2 und POKEMON PINBALL kommt das THRILL RIDE Modul mit Rumble Pack daher. Ist somit nicht auf dem Game Boy Classic spielbar, wie einige GBC-Games (die man bekanntlich an der schwarzen undurchsichtigen Cardrige erkennt). Der Rumble-Effekt ist ein ganz netter Zusatz. Ist aber auch nur so richtig nett im originalen GBC. Denn das Gehäuse des Handhelds wird schließlich auch als Klangkörper mitgenutzt. Steckt man das Modul in einen GBA, wird als Klangkörper eben nur das Modul benutzt. Das hat dann nicht den gleichen Effekt wie im GBC und ergibt eher nur ein nerviges Brummen. Den Effekt habe ich also schnell wieder ausgeschaltet bzw. die Batterie wieder rausgenommen.

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Natürlich ist bei der Version für den Game Boy Color so gar nichts mehr mit 3-D-View übrig. Man hat hier also nur die reine Draufsicht. Das Spielfeld erstreckt sich über drei Bildschirme und es gibt noch zwei Bonus-Tische, die man über gewonnene Herausforderungen erreichen kann bzw. freigeschaltet werden. Sonst gibt es eben noch 3 Schwierigkeitsgrade.
Die animierte Kugel huscht hier recht fix, aber nachvollziehbar über den Bildschirm. Die Ballphysik ist wirklich ganz gut gelungen. Sie ist natürlich nicht besonders realistisch, aber eben gut spielbar.

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Die Flipper werden hier wie üblich über Steuerkreuz links und A betätigt. Das Steuerkreuz wird auch zum anstoßen des Tisches genutzt und die A-Taste wird auch zum abschießen der Kugel benutzt.

Ja, das Spiel hat nur einen Tisch, aber der ist gut gelungen. Ein Modul das sich nicht nur für Pinball-Enthusiasten lohnt.

4 Jahre 3DS

4 Jahre ist es nun her, das der 3DS im Hause Stardustlyricer Einzug genommen hat. Den “kleinen” 3DS hatte sich die Little Miss Gamer zusammen gespart. Als gute Nerd-Eltern hatten wir dann aber was zu der Software beigesteuert.
Bis heute gefällt mir der kleine, eckige 3DS nicht besonders gut. Ich finde ihn nach wie vor eher unhandlich. Was eben nicht nur an der Größe liegt, sondern hauptsächlich weil er so kantig ist und die Bedienelemente für große Hände schlecht zu erreichen sind. Ich weiß von was ich spreche! Der klassische Game Boy Advance ist ja eher kleiner, aber trotzdem viel handlicher als der 3DS. Sogar handlicher als seine Revisionsausgabe GBA SP.
Der 3DS XL ist zwar fast zu groß und zu schwer, aber das Gerät ist wirklich ein Handschmeichler und ich nehme bis heute weiterhin gerne zu Hand.
Mit der Software-Auswahl bin ich über die Jahre eigentlich auch ganz zufrieden. Für mein Geschmack ist vielleicht nicht so viel Neues erschienen, denn z.B. RPGs interessieren mich nicht so sehr. Aber das eine oder andere Schätzchen ist schon für diesen Handheld erschienen.

Wenn man so die hauseigenen Helden Mario und Zelda betrachtet, ist da schon eine Menge erschienen. Zu Zelda kann ich gar nicht sagen, aber ein paar Mario-Produkte habe ich mir schon zu gelegt. Bei weitem nicht alle. Man kann den Meisten wahrscheinlich vorwerfen, das sie nur Überarbeitete Fassungen von älteren Titeln sind. Aber so schlimm finde ich so etwas persönlich gar nicht. Ich mag oftmals Neuauflagen weil sie ein Spiel bieten in dem man sich gut auskennt, also wo man sofort voll einsteigen kann. Zu dem bekommt man so den einen oder anderen Liebling ein einen neuen und schöneren Gewand. Das nicht alles Gold ist was glänzt musste ich gleich am Anfang meines Erwerbs des XL 2012 feststellen. NEW SUPER MARIO BROS. 2 war für mich gegenüber seinem Vorgänger für den DSi eine kleine Enttäuschung. Ja, die Grafik ist ein wenig schicker, aber es fehlen viele Modi, die der Vorgänger hatte und die Level gefallen mir auch nicht so gut. Das 3D-Jump’n’Run aus dem Hause Mario habe ich mir bisher gar nicht zugelegt. Nun bin ich auch nicht so der Fan von 3D-JnRs. So habe ich auch nicht das Gegenstück dazu auf der Wii. Ich spiele JnRs lieber klassisch in 2D. Deswegen war und bin ich ein großer Fan von NSMB.
Gerne mag ich auch die Mario-Kart-Reinkarnation auf dem 3DS. Ja, mir fehlen ja auch die Motorräder von Mario Kart Wii, aber sonst ist das Spiel hier sehr gut gelungen. Mit der Little Miss Gamer spielen wir das Spiel bis heute immer wieder gern.

Die Tennis und Golf Varianten für den 3DS gefallen mir persönlich auch ganz gut. Mehr Mario-Spiele habe ich allerdings schon auch nicht. Mich hätte eine Neuauflage von Mario Pinball gefreut. Bekanntlich ist das eines meiner Lieblingsspiele auf dem GBA. Aber da wird wohl nichts mehr kommen. Schade eigentlich, denn das hätte ich mir für den 3DS gut vorstellen können. Gerade mit den 3D-Einstellungen.
Ich bin ja nicht so ein großer Fan von 3D. Mir wird nach einiger Zeit beim Spielen immer ein wenig übel dabei. Motion Sickness oder neuerdings auch als Variante Gaming Sickness bekannt. Aber die 3DS Version von PILOTWINGS ist dafür natürlich bestens geeignet. Das Spiel hatte ich mal im Angebot bekommen und hatte es wirklich nur mitgenommen, weil es eben da so preisgünstig war, aber es hat mich dann doch sehr angenehm überrascht. Das macht auf dem 3DS wirklich Spaß. Im Gegensatz zu STARFOX 64 3D, das ich bei der selben Aktion preisgünstig bekommen hatte. Nun, ich kenne das Original nicht, aber mit dem Remake hier bin ich bisher gar nicht zurecht gekommen. Spaß macht mir das nun wirklich nicht. Aber vielleicht liegt es ja an mir.

Was habe ich da noch an 3DS-Spielen? TETRIS ist nett und hat ein paar nette neue Modi. Nun hatte ich seit Game Boy Zeiten kein Tetris mehr in der Hand gehabt und kann deswegen vielleicht nicht beurteilen, ob das nun ein besonders gute oder innovative Version ist. Mir macht sie Spaß. Ja, auch DOA habe ich mir (in einem Angebot von unter 15 EURO) zugelegt. Meine Welt ist das ja nicht so. Schon mit STREETFIGHTER 2 hatte ich mit dem Genre abgeschlossen. Aber ich glaube das diese Umsetzung wohl ganz gut gelungen ist. Zu mindestens funktioniert sie so gut, das ich als Laie ein paar Kämpfe gewinnen konnte und nicht gleich total frustriert wurde. Seit dem habe ich das Modul auch nie wieder angefasst. Nicht meine Welt.

Rennspiele gibt es ja Traditionell auf den Nintendo-Konsolen und besonders – Handhelds ohnehin nicht viele. ASPHALT 3D hatte ich mir gleich zu Anfang zugelegt. Das ist für Zwischendurch wirklich nett und macht mir noch immer Spaß. Die Grafik ist schick und für 3DS-Verhältnisse nicht gar so kantig. RIDGE RACER 3D war zwar ein Launchtitel, aber ich habe ihn trotzdem erst später gebraucht gekauft. Ja, ist ganz nett, aber ich bin nicht so der Drift-Fan. NEED FOR SPEED – THE RUN war am PC ein ziemlicher Schrott, aber auf den 3DS ist das Spiel noch annehmbar. Die Konkurrenz ist hier ja auch nicht so groß. Zu mindestens funzt die Steuerung hier recht gut und es mach ein wenig Spaß. Das dieses Jahr erst erschienene WRC Rally-Spiel ist leider eine Enttäuschung. Zu nächst hatte ich mich gefreut, das da nun ein Rally-Spiel kam, denn mit DiRT 2 auf dem DS/DSi war für mich bewiesen worden, das man das auf Nintendos Handhelden schon gut machen kann. Aber WRC FIA WORLD RALLY CHAMPIONSHIP – THE OFFICIAL GAME (wie es komplett heißt) war nicht der Freude wert. Wenig Modi, hässliche Grafik und schwammige Steuerung bringen es einfach nicht.

Wenn wir mit Lieblingsgenres mal weitermachen, dann fällt mir so eben ein, das es verhältnismäßig viele Grafikadventures für den DS/DSi gab (BROKEN SWORD 1, SYBERIA, ANK 1, RUNAWAY 2 und GEHEIMAKTE 1 und 2 um nur einige zu nennen). Die laufen natürlich auch auf dem 3DS, aber exklusive Titel sind hier bisher nicht rausgekommen. Ein anderes Lieblingsgenre von mir ist ja Video Pinball. Hier gibt es schon ein wenig mehr. Allerdings ist es dann doch mehr ein DSi-Spiel, das mich hier immer noch fesselt: PINBALL PULSE! Aus dem Hause Nintendo selbst und nur als Download erhältlich, ist das Beste Pinball auf der ganzen DS-Serie. Einfach perfekt. Ich hatte gehofft, das es vielleicht noch weitere Teile geben würde, aber leider kam da nichts mehr. Anfangs lief PP nicht einmal auf dem 3DS! Erst einige Zeit später wurde eine 3DS-fähige Version bzw. ein Update nachgeschoben. Zum Glück für mich.
Für den 3DS exklusiv gibt es drei Zen-Pinball-Packs, die auch das 3D ausnutzen. Leider gibt es mit den vier Zen-Tischen, vier Marvel-Tischen und sogar nur 3 Star Wars Tischen natürlich nur ein recht kleine Auswahl von Zen- bzw. Pinball FX (wie die Reihe auf einigen Systemen heißt)-Tischen. Auf dem PC oder unter Android habe ich natürlich einen wesentliche größere Auswahl, aber eben kein 3D!

Action-/Arcade-Spiele sind ja nicht so mein Ding, aber es gibt so ein paar, die man auch als Rennspiele bezeichnen kann. SPEED X 3D ist z.B. so eines, das ich wirklich gerne so Zwischendurch mal spiele. Und die AiRACE-Spiele, von denen ich 3 Versionen habe (eine ist allerdings noch aus DSi-Zeiten).
Dann sind da noch die ganzen GB, GBC, NES und GG Klassiker die unter der Virtuellen Konsole erscheinen sind. Ich finde zwar, das hier noch sehr viel mehr hätte bis jetzt erscheinen können, aber da will man bei Nintendo scheinbar lieber doch kein Geld verdienen. Außerdem finde ich es immer noch merkwürdig, das bisher keine GBA-Titel im Shop erhältlich sind und nachdem sie nun auf der Wii U zu bekommen sind, wahrscheinlich auch nicht mehr erscheinen werden. Denn ein paar Titel wie Wario Warez und Warioland 4 gab es ja für die Frühkäufer des kleinen 3DS. Die Little Miss Gamer hat sie ja aiuf ihren 3DS.
Ein wenig beruhigt haben mich das die wundervoll überarbeiteten Klassiker von Sega. Also nicht die für die Virtual Console, sondern die, nennen wir sie mal, 3D-Serie. Den einen oder anderen wird vielleicht weiter oben bei den Rennspielen OUT RUN und SUPER HAND-ON vermisst haben, aber hier sind sie nun. Ja, wie ich finde, neben den anderen 3D-Sega-Klassikern, die für mich beiden besten Spiele. Gerade auf OUT RUN hatte ich ja lange gewartet. Gab es die Version für den 3DS doch schon über ein Jahr früher in Japan! ABer das warten hat sich gelohnt. Es ist nun das am meisten gespielte Spiel auf meinen 3DS!

Erwähnen möchte ich, auch wenn es kein Spiel ist, von KORG die M1-Simulation M01 D. Da ich selbst noch die M1 Workstation besitze, kann ich schon sagen, das dies eine wirklich gute Simulation ist und ich habe schon wirklich viel Spaß mit diesem Programm gehabt.
Mein Fazit ist, das der 3DS alles andere als ein Flop ist. Ich war nach dem GBA ja nicht so der DS-Fan geworden und hatte auch sehr spät erst einen DSi XL gekauft, aber der 3DS überzeugt mich bis heute und hat seinen angestammten Platz gleich neben meinen GBA als griffbereites Spielgerät neben dem Sofa.