Was ist der beste Game Boy Advance

Eigentlich ein recht schwieriges Thema unter Nerds! Welches der originalen (ungemoddeten) GBAs ist der Beste. Darüber habe ich hier schon mehrmals lamentiert. Ich glaube aber immer noch das vom Handling der erste GBA immer noch der Beste ist. Er liegt einfach unglaublich gut in der Hand. Das Steuerkreuz, Feuerknöpfe und Schultertaschen sind nicht nur sehr gut zu erreichen, sondern haben auch für mein Gefühl die besten Druckpunkte von allen Modellen. Der große Nachteil des GBA: Er hat kein beleuchtetes Display! Wie schon der Game Boy Color! Das war für mich auch Damals der Grund gewesen, warum ich mir den ersten GBA nicht gekauft hatte und erst beim GBA SP zugelegt hatte. So richtig gute Freunde waren wir aber auch nie geworden. Ja, der GBA SP ist klein und handlich. Und mit dem zuklappbaren Display hatte man einen guten Schutz vor Kratzer auf dem Display (und hatte dem DS-Modellen schon ein wenig vorweggegriffen, die ja zu der Zeit schon in Planung waren). Das Ergebnis ist, das man heute viele GBA SPs gebraucht findet, deren Aussenhüllen teiweise schwer verkratzt sind, aber das Innere und das Display kaum Beschädigungen aufweisen.

Allerdings war mir der GBA SP zu klein. Steuerkreuz und Feuerknöpfe waren ja noch gut zu erreichen und hatten so fast die gleiche Zugänglichkeit und Abstände wie beim GBC und GBP, aber die Schultertasten waren und sind für mich schwer zu erreichen. Ich greife da mit meinen langen Fingern immer drüber. Das Display des Models AGS-001 hatte zwar eine Beleuchtung, die man auch ausschalten konnte (wer hat das eigentlich je getan), aber es ist doch ein eher dunkles Frontlight. Damals war das immerhin schon was, aber heute kriege ich da nur Kopfschmerzen von. Somit hatte der Game Boy Micro das beste Display, weil eben Backlight, wie der Damals schon erschienene NDS, mit drei Helligkeitsstufen. Aber das Gerät war zu klein und unhandlich. Konnte ja bekanntlich nur GBA-Module abspielen. Keine echte Alternative.

Der GBA SP AGS-101 war seiner Zeit völlig an mir vorbei gegangen. Ja, ich hatte da was gelesen, das man da ein verbessertes Model rausgebracht hatte, aber das ging für mich persönlich im DS-Rummel unter. Außerdem wurde in der Zeit auch meine Tochter geboren und ich hatte mich für ein Paar Jahre nicht so sehr mit den Modellen beschäftigt. Selbst als meine Tochter dann ihren eigenen GBA SP von uns bekommen hatte, war ich nicht einmal über die verbesserte Version gestolpert. Und dann war da schon der DS, der zwar keine GB-Module konnte, aber für jedermann wegen seines Displays der beste GBA war. Der DS lite dann sowie so und erst recht.

So habe ich mir nun wirklich jetzt erst einen AGS-101 zugelegt! Vor ein paar Jahren hatte ich ja mir einen gemoddeten GBA mit einem AGS-101 Display zugelegt. Für mich nun der beste GBA. Wobei man hier aber nu die erste und dunklere Helligkeitsstufe des Displays hat. Die zweite Stufe der Helligkeit die man mit der Taste, die beim 001-Model das Frontlight ausschaltet, einschaltet, gibt natürlich ein viel besseres Bild das an den GBM oder den ersten DS schon ganz, ganz nahe rankommt. Das ist schon eine Augenweide! Das hätte ich gerne in meinem GBA. Wobei ich online nun ein Mod gesehen habe, der im Batterie-Fach des GBAs eine Taste hat um das Display heller zu stellen. Ich finde das aber im Moment nicht wieder.

Wenn aber nicht modden will oder kann oder sich nicht eine teuere gemoddete Konsole leisten will, dann ist wohl der GBA SP AGS-101 die erste Wahl. Die bekommt man noch hier und da für unter 100 EUR, aber meist haben die eben besonders gut erhaltenen Modele schon die 100 EUR-Grenze überschritten. Mein GBA SP lag noch darunter. Es war ein Privatverkauf und der Verkäufer hatte nicht besonders auf das Model-Vorteil aufmerksam gemacht. Weswegen hier wohl nicht so viele Bieter abgelockt wurden. Wenn man man sich einen AGS-101 zulegen möchte, sollte man wirklich darauf achten, das man auf der Rückseite den Aufkleber erkennen kann. Manche Verkäufer fotografieren das Frontlight-Display eines AGS-001 so geschickt, das es aussieht als wäre es ein helles Backlight!

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Game Boy Micro

Hatte ich nicht letztens hier geschrieben, das der Game Boy Micro an den meisten Leuten völlig vorbei gegangen ist? So auch an mir? Wobei das nicht wirklich richtig ist. Ich hatte schon mitbekommen wie das Teil Ende 2005 erschienen ist. Aber so richtig ernst genommen hatte ich es nicht. Als ich den GBM mal in einem Laden in der Hand hatte, kam mir das eher wir ein Scherz vor. Allerdings habe ich bis heute keinen GBM mal eingeschaltet in der Hand gehabt.
Nun ist also einer in meinen Besitz und somit in meine Sammlung von Handhelds übergegangen.
Die Zeit war reif.

Zunächst einmal, wer noch keinen in der Hand gehalten hat, er ist wirklich klein und hat ein winziges Display (2-Zoll-Diagonale). Wenn man das Gerät einschaltet, dann wird es aber erst einmal interessant. Zunächst war ich erstaunt, das der Select- und der Start-Button beleuchtet ist. Dann das Display ist sehr hell. Ähnlich dem letzten Modellen des GBA SP, das auch eine Hintergrundbeleuchtung hatte. Die Helligkeit kann man sogar über drei Stufen und mit Hilfe der Lautstärkenwippe regulieren. Das ist wirklich nett. Dafür klingt der kleine Minilautsprecher wirklich schrecklich. Aber vielleicht liegt es ja an meinem gebrauchten Gerät. Natürlich gibt es hier wieder einen kleinen Klinkensteckeranschluß für einen Kopfhörer. Die GBA-Module passen übrigens komplett in das Gerät, also genauso wie bei den anderen beiden GBAs. Und das trotzdem das Gerät so klein ist. Dafür wurde an anderer Stelle gespart. So kann der GBM vom Hause aus nur GBA-Spiele abspielen. GB- und GBC-Spiele wie bei den anderen beiden GBAs gehen hier nicht. So wie beim DS. Allerdings wenn man den GBA-Everdrive einsteckt, dann funktioniert jenes genauso wie bei den “großen” GBAs und somit auch die Emulatoren.

Genau genommen liegt das Steuerkreuz und die A & B-Buttons hier weiter auseinander als beim GBA SP. Aber da ich schon am GBA SP Probleme habe mit meinen großen Händen und langen Fingern, geht es mir beim GBM nicht anders. Längeres Spielen ist hier also für mich nicht möglich. Richtig nett kommt man hier allerdings an die Schultertasten, so dass das Gerät bei Pinball-Spielen gut in der Hand liegt. Mein Gerät ist silber. Der GBM ist auch blau, rosa und grün erschienen. Natürlich gab es auch Sondermodelle. Seinen z.B. gab es einen in den Famicom-Farben mit einer goldfarbenen Frontblende. Es gab auch auch weitere Frontblenden zu kaufen. Diese sind heute schwer bis gar nicht zu bekommen. Online habe ich ein paar Replikats aus China gefunden, aber das war es schon. Meiner hier hat eine Game Boy Classic Frontblende, was man auf den Photos vielleicht erkennen kann. Das finde ich schon ganz nett. Ich habe online nichts dazu gefunden, ob der silberne GBM vielleicht auch mit der Frontblende verkauft wurde. Auf jeden Fall fehlen mir die roten Knöpfe dazu.

Muss man einen GBM haben? Nein. Eigentlich nur wenn man Sammler ist. Vielleicht hat es 2005 noch ein wenig Sinn gehabt für unterwegs und für due Hosentasche so ein kleines Gerät zu haben. Wobei natürlich so ein GBA SP auch nicht gerade groß war und genau so gut in eine Hosentasche gepasst hat. Spätestens mit dem Aufkommen des Smartphones hat sich die Sache auf jeden Fall erledigt. Und für das gemütliche Spielen von GBA-Games auf dem heimischen Sofa, ist ein GBA (am besten mit Display-Mod) immer noch am besten geeignet. (Oder eben ein DS oder DS lite).