Die beste Retrogaming-Maschine (I)

Wer mich kennt weiß, das ich eher der Computerspieler als Konsolenkind bin. Auch wenn ich mit Pong-Konsolen (Telespiele) und dem Atari 2600er aufgewachsen bin, so war ich nach dem Atari zu den Heimcomputern übergelaufen. C16, C64, C128 und dann Amiga 2000. Ein Commodore-Freak eben. Nachdem Tod der Amigas dann der umstieg auf PCs. Und da bin ich eigentlich noch immer. Retrogaming ist in der Hinsicht recht einfach. Dank C64- und Amiga-Emulatoren und natürlich der DOS-Box ist das eigentlich recht simple und einfach. Konsolen kann man natürlich genauso einfach auf PC emulieren.

Wobei natürlich original Hardware- wie Software immer noch das Beste für den Retrogamer ist. Mein C128 (mit C64-Modus) und mein Amiga 2000 sind noch vorhanden und funktionstüchtig. Einen 386er oder 486er PC habe ich allerdings nicht. Hier habe ich noch ein 90ziger Jahre – Laptop, das auf Win98SE läuft und sich aber auch noch bestens mit DOS-Spielen ohne Hardwarebeschleunigung a la Voodoo bzw. 3Dfx versteht. Ein WinXP Rechner ist auch noch vorhanden. Geht also alles noch.
Auch wenn ich kein Konsolenkind geblieben bin, so habe ich doch noch immer meinen originalen Atari 2600. Da diese sich ungemoddet nicht an einen modernen Flachbildschirm betreiben lässt, hatte ich mir vor einiger Zeit einen 2600er Jr. mit dem entsprechenden Mod zugelegt.

In den 2000ern hatten sich im Hause Stardustlyricer zwar eine PS2 und eine Wii eingefunden. Die hatten aber keine Nachfolger bei uns gefunden. Wenn man Kinder hat, dann kommt man um solche Konsolen scheinbar nicht rum. Wobei sich die Wii mit ihrer Virtual Console auch als eine gute Retrogamer-Maschine entpuppt hatte. Trotzdem hatte mich der Nachfolger nicht mehr interessiert. Die Switch hat da bei mir vielleicht aber doch Potenzial. Denn im Grunde ist sie ja auch ein Handheld. Und so kommen wir zu meiner zweiten Gaming-Leidenschaft: Den Handhelds!

Ich mag den Begriff Handheld! Im englischen heißt das eben nichts anderes als das man ein Gerät hat das man in der Hand halten kann (Händhält). Aber im deutschen hat man gleich noch eine zweite Bedeutung. Im Spiel ist man als Spieler der Held und bei den mobilen Konsolen eben der Handheld!
Amiga- oder PC-Handhelds gab es natürlich im Grunde nicht. Selbst die ab ca. Mitte bis Ende der 90ziger Jahre erschwinglichen Laptops waren ja nun nicht wirklich Geräte, die man beim Spielen in der Hand halten konnte.
Ende der 80ziger Jahre war auch noch nichts mit Laptops. Wenn man als Spieler auf Reisen ging oder vielleicht einfach nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, dann blieb die Spielmaschine zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Ja, es gab LCD-Spiele. Aber die waren mir zu simpel und meist zu langweilig. Davon hatte ich nie eines besessen.
Aber als der Game Boy kam, änderte sich alles!

Plötzlich konnte man unterwegs richtig spielen! Man konnte via Steckmodule mehrere Spiele mit auf Reisen nehmen! Okay, der blasgrüne, unbeleuchtete DOT-Matrix-Bildschirm war nicht gerade besonders ideal. Am PC war ich natürlich Damals schon Anderes gewöhnt. Aber die Bedienelemente wie Steuerkreuz und Feuerbuttons waren excellente und präzise Steuermöglichkeiten. Die Spiele waren “echte” Spiele und nicht nur simple Reaktionsspiele. Mit dem Game Boy begann 1990 meine Liebe zu den mobilen Spielmaschinen.
Und was ist nun heute 2017 in meinen Augen die beste Retrogaming-Maschine?
Dazu mehr im Teil 2

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Cross Country Racing für Game Boy Color

Ich habe schon hier von so einigen Rally-Spielen für Nintendos Handhelden berichtet (und demnächst will ich das auch mal für die PSP machen). Da gibt es eine Menge Müll (Colin McRae Rally für den GBC z.B.), aber auch ein paar Highlight. Mein Favorit ist weiterhin V-RALLY 3 für den GBA. Wobei ich in meinen eigentlichen Bericht zu SEGA RALLY für den GBA noch rumgemeckert hatte, finde ich das Spiel unterdessen doch ganz unterhaltsam, was an der guten Steuerung des Spiels liegt.

Jetzt bin ich über ein weiteres Rally-Spiel gestolpert, das ich bisher wegen des Titels gar nicht als Rally-Spiel wahrgenommen hatte: CROSS COUNTRY RACING von Konami!
Das Spiel erschien 1999 für den Game Boy Color in Japan. 2000 folgte dann die europäische Fassung. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen INTERNATIONAL RALLY und in seinem Heimatland Japan als (wohl direkt übersetzt) IT’S A WORLD RALLY. Hier steht wenigstens Rally im Titel! Vielleicht wollte man nicht mit dem PS1-Spiel INTERNATIONAL RALLY CHAMPIONSHIP verwechselt werden oder es war vielleicht auch eine rechtliche Geschichte, aber in Europa erschien das Spiel eben als CROSS COUNTRY RACING und man kann zwischen der Sprache Englisch, Französisch und Deutsch wählen.

Wie man oben sieht, ist es ein schwarzes Modul und keines in Klarsicht. Was eben bedeutet, das es auch abwärts kompatibel ist. So läuft das GBC-Spiel eben auch super auf den Game Boy Pocket und Game Boy Classic. Wobei das manchmal ja nicht viel zu sagen hat. Das MOON PATROL/SPY HUNTER-Modul ist auch auf dem Game Boy “spielbar” oder eher startbar, den spielbar ist es nicht wirklich. Gerade durch die dunklen Hintergründe ist da auf der DOT-Matrix nicht viel zu erkennen. Selbst wenn man einen gemoddeten GB mit Frontlicht hat. Bei CCR ist dies zum Glück nicht der Fall. Auf dem Game Boy Classic sind alle Grafiken super zu erkennen und das Spiel somit genauso gut spielbar wie eben die “Schwarz-Modul”-Version von V-RALLY für den GBC (Vorsicht! Hier gibt es auch eine “Klarsicht-Modul”-Version, die meiner Meinung nach inhaltlich mit der Anderen identisch ist, aber sich eben auf einem GB oder GBP nicht starten lässt!).

Aber wie ist das Spiel so? Kann es meinen Favoriten V-RALLY für den GBC schlagen?
Einmal muss man sagen, das CCR kein Arcade-Racer wie V-RALLY für GB und GBC ist. Zwar fährt man hier aus der gleichen Perspektive (Kamera/Blick hinter dem Wagen und leicht erhöht), aber einfach losfahren und so viel Gegner wie möglich überholen um zu gewinnen ist hier nicht!
Aber gehen wir erst einmal ins Menü. Der der Sprachen-Auswahl folgen die Spielmodi. Hier wird erst einmal alles geboten, was man so von einem Rally-Spiel der späten 90ziger erwarten kann: Einzel-Rally, Meisterschaft und Zeitfahren. Das Spiel hat 20 Strecken, die man leider nicht im Einzel-Rally-Modus nicht direkt auswählen kann. Hier wird immer in der gleichen Reihenfolge der Strecken gespielt und es gilt in drei Schwierigkeitsgraden am Ende alle Gegner geschlagen/überholt zu haben. Also schon so eine Art Arcade-Modus, bloß das man hier z.B. 20 Gegner zu überholen hat, das aber nicht ein einem Streckenabschnitt, sondern eben nach und nach bis zum letzten Streckenabschnitt. Jeder Streckenabschnitt ist eine “Land” und deren dementsprechend Begebenheiten mit Asphalt-, Sand-, Schnee- usw.Strecken.

Am Anfang kann man zwischen 4 Wagen auswählen. Insgesamt hat das Spiel wohl 14 Fahrzeuge, die Freigeschaltet werden können. So weit bin ich bisher nicht gekommen. Zwischen den Streckenabschnitten muss man, wie man es gewohnt ist von PC- oder Playstation-Rally-Spielen den Wagen warten und kann eben auch Teile austauschen, wie Reifen usw. Ersatzteile und Reparaturen sind limitiert und sollten mit bedacht eingesetzt werden. Genauso gibt es vor jeder Fahrt ein paar Tipps abzurufen über das Wetter und Begebenheiten. Das sollte man beachten! Sonst kommt man nämlich nicht sehr weit. Mit einem falschen Car-Setting kommt man unter Umständen selbst bei Vollgas nicht als Sieger ins Ziel!

Ich habe es bisher noch nicht geschafft im Novizen-Modus Platz 1 zu belegen!
Bei “Meisterschaft” fährt man eben diese mit einzelnen Events. Fängt eben auch klein an und kämpft sich nach oben. Das Modul hat keine Speicherfunktion. Hier wird klassisch mit Passwörtern gearbeitet. Bei der Anfängermeisterschaft bin ich bisher nicht ins Ziel gekommen! Man fährt nur drei Strecken, mit trockenen Belag, aber hat nur ein Satz Reifen. Jedenfalls falle ich im dritten Rennen immer wegen runtergefahrener Reifen aus. Irgendwas übersehe ich da noch.
Beim “Zeitrennen” fährt man gegen eben diese und kann sich die einzelnen Abschnitte direkt auswählen zur Bestzeitenjagdt.

Es gibt auch noch den Modus “Duell”, den ich mir bisher nicht anschauen konnte. Ich habe zwar zwei GBCs und das dementsprechende Kabel dazu, aber alleine gestaltet sich so ein Spiel doch schwierig, ist aber zu zweit bestimmt spaßig!
Das A und O von so einem Rennspiel ist natürlich die Steuerung. Wenn sich die Wagen wie Seifenkisten steuert, dann bringt das schönste Spiel eben nichts. Hier haben die Mädels und Jungs von Konami alles richtig gemacht. Die Wagen steuern sich wirklich gut. Man hat nie das Gefühl nicht die Kontrolle zu haben oder das der Wagen nicht das macht was er soll. Wenn man von der Strecke abkommt, dann hat man wirklich selbst schuld gehabt.
Die Steuerung funktioniert hier also genauso gut wie bei V-RALLY!

Auf einigen meiner Game Boys habe ich bemerkt, das die Hintergrundgrafik mal stärker und mal schwächer ruckelt. Das merkt man im Eifer des Gefechts kaum, weil die Wagen sich hier ganz ruhig und ohne Ruckeln bewegen. Auf meine GB Classics ruckelt es stark. Komischerweise auch auf meinen GBAs auch. Am besten läuft das Spiel auf meinen GBCs und dem GBP.
Auch etwas was ich ein wenig nervig finde ist die nicht abstellbare Hintergrundmusik. Die ist in den Menüs ganz nett und unterhaltsam, aber beim Rennen entwickelten die Programmierer ein nutzlose Hektik, als würden die Tracks auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit laufen. Man möchte am liebsten eine Runde Baldrian ausgeben. Wenn man das wenigstens abstellen könnte! Geht aber leider nicht. Also vielleicht dann doch lieber beim Spielen den Volume-Regler auf 0 stellen.

Ist es also das beste Rally-Spiel für Nintendos Handhelden? Ja und nein. In Sachen Spieltiefe, ja, denn man kann hier an den Wagen rumschrauben und muss auch ein wenig strategisch rangehen, damit man gewinnen kann und dabei gibt es noch schöne Grafik und ein sehr gut funktionierende Steuerung. Trotzdem finde ich V-Rally für den GBC besser. Auch wenn es mehr so das Spiel für Zwischendurch ist.
Empfehlen kann ich das Spiel allemal! Es macht wirklich Spaß und ist wie erwähnt ein kleines Schmuckstück für den GBC. In OVP habe ich das Spiel bisher nicht bekommen. Das sieht man wohl eher selten und wenn dann eben recht teuer. Ich habe das lose Modul günstig aus England bekommen. Mit 6 – 7 Euro ist man aber bei der elektrischen Bucht schon mit dabei.

Was ist der beste Game Boy Advance

Eigentlich ein recht schwieriges Thema unter Nerds! Welches der originalen (ungemoddeten) GBAs ist der Beste. Darüber habe ich hier schon mehrmals lamentiert. Ich glaube aber immer noch das vom Handling der erste GBA immer noch der Beste ist. Er liegt einfach unglaublich gut in der Hand. Das Steuerkreuz, Feuerknöpfe und Schultertaschen sind nicht nur sehr gut zu erreichen, sondern haben auch für mein Gefühl die besten Druckpunkte von allen Modellen. Der große Nachteil des GBA: Er hat kein beleuchtetes Display! Wie schon der Game Boy Color! Das war für mich auch Damals der Grund gewesen, warum ich mir den ersten GBA nicht gekauft hatte und erst beim GBA SP zugelegt hatte. So richtig gute Freunde waren wir aber auch nie geworden. Ja, der GBA SP ist klein und handlich. Und mit dem zuklappbaren Display hatte man einen guten Schutz vor Kratzer auf dem Display (und hatte dem DS-Modellen schon ein wenig vorweggegriffen, die ja zu der Zeit schon in Planung waren). Das Ergebnis ist, das man heute viele GBA SPs gebraucht findet, deren Aussenhüllen teiweise schwer verkratzt sind, aber das Innere und das Display kaum Beschädigungen aufweisen.

Allerdings war mir der GBA SP zu klein. Steuerkreuz und Feuerknöpfe waren ja noch gut zu erreichen und hatten so fast die gleiche Zugänglichkeit und Abstände wie beim GBC und GBP, aber die Schultertasten waren und sind für mich schwer zu erreichen. Ich greife da mit meinen langen Fingern immer drüber. Das Display des Models AGS-001 hatte zwar eine Beleuchtung, die man auch ausschalten konnte (wer hat das eigentlich je getan), aber es ist doch ein eher dunkles Frontlight. Damals war das immerhin schon was, aber heute kriege ich da nur Kopfschmerzen von. Somit hatte der Game Boy Micro das beste Display, weil eben Backlight, wie der Damals schon erschienene NDS, mit drei Helligkeitsstufen. Aber das Gerät war zu klein und unhandlich. Konnte ja bekanntlich nur GBA-Module abspielen. Keine echte Alternative.

Der GBA SP AGS-101 war seiner Zeit völlig an mir vorbei gegangen. Ja, ich hatte da was gelesen, das man da ein verbessertes Model rausgebracht hatte, aber das ging für mich persönlich im DS-Rummel unter. Außerdem wurde in der Zeit auch meine Tochter geboren und ich hatte mich für ein Paar Jahre nicht so sehr mit den Modellen beschäftigt. Selbst als meine Tochter dann ihren eigenen GBA SP von uns bekommen hatte, war ich nicht einmal über die verbesserte Version gestolpert. Und dann war da schon der DS, der zwar keine GB-Module konnte, aber für jedermann wegen seines Displays der beste GBA war. Der DS lite dann sowie so und erst recht.

So habe ich mir nun wirklich jetzt erst einen AGS-101 zugelegt! Vor ein paar Jahren hatte ich ja mir einen gemoddeten GBA mit einem AGS-101 Display zugelegt. Für mich nun der beste GBA. Wobei man hier aber nu die erste und dunklere Helligkeitsstufe des Displays hat. Die zweite Stufe der Helligkeit die man mit der Taste, die beim 001-Model das Frontlight ausschaltet, einschaltet, gibt natürlich ein viel besseres Bild das an den GBM oder den ersten DS schon ganz, ganz nahe rankommt. Das ist schon eine Augenweide! Das hätte ich gerne in meinem GBA. Wobei ich online nun ein Mod gesehen habe, der im Batterie-Fach des GBAs eine Taste hat um das Display heller zu stellen. Ich finde das aber im Moment nicht wieder.

Wenn aber nicht modden will oder kann oder sich nicht eine teuere gemoddete Konsole leisten will, dann ist wohl der GBA SP AGS-101 die erste Wahl. Die bekommt man noch hier und da für unter 100 EUR, aber meist haben die eben besonders gut erhaltenen Modele schon die 100 EUR-Grenze überschritten. Mein GBA SP lag noch darunter. Es war ein Privatverkauf und der Verkäufer hatte nicht besonders auf das Model-Vorteil aufmerksam gemacht. Weswegen hier wohl nicht so viele Bieter abgelockt wurden. Wenn man man sich einen AGS-101 zulegen möchte, sollte man wirklich darauf achten, das man auf der Rückseite den Aufkleber erkennen kann. Manche Verkäufer fotografieren das Frontlight-Display eines AGS-001 so geschickt, das es aussieht als wäre es ein helles Backlight!

Pokemon Pinball – Rubin & Saphir – für den GBA

Letztes Mal hatte ich mir das Pokemon Pinball Spiel für den GBC angeschaut, das natürlich auch auf dem GBA funktioniert. Trotzdem kam ein paar Jahre später quasi ein Upgrade für den GBA raus. Wieder gab es zwei Tische in Rot (Rubin) und Blau (Saphir). Inhaltlich ist man der GBC-Version so weit auch treu geblieben.

Aber natürlich wurden hier jetzt die technischen Möglichkeiten des GBA voll ausgenutzt! Grafisch sieht das hier wirklich fantastisch aus. Man hat hier wieder die direkte Draufsicht, also Top-down, gewählt. Bei Mario Pinball hatte man eine leicht schräge Ansicht, die sogenannte 3rd-Person-Perspective, genommen. Diese funktioniert dort recht gut und übersichtlich. Ein negatives Beispiel auf dem GBA gibt es da mit PINBALL ADVANCE, bei dem die “3D”-Tische sehr grobpixelig sind und daher recht unübersichtlich daher kommen. Bei Pokemon Pinball dagegen behält man immer gut den Überblick. Dafür werden die Tische wie beim Vorgänger schon über zwei Bildschirme gescrollt. Das geschieht allerdings butterweich. Die Bonusstages allerdings spielen sich immer auf einen Bildschirm ab.

Die Challenges spielen sich hier genauso ab, wie beim Vorgänger. Natürlich gibt es hier viel mehr bewegliche Objekte und Trefferzonen als auf dem GBC. Alles sieht hier noch stimmiger aus. Auf einen weißen Hintergrund der Tische konnte man nun auch verzichten, weil man hier auf die grafische Kompatibilität zu den älteren Game Boys nicht achten musste. Die Kugel ist hier auch wieder sehr flüssig unterwegs. Allerdings etwas langsamer als in der GBC-Version! Man hat hier sogar vorher die Wahl zwischen zwei Spielgeschwindigkeiten, allerdings ist “langsam” wirklich sehr langsam und “normal” langsamer als die Spielgeschwindigkeit auf dem GBC. Vielleicht wollte man hier mehr auf eine “kinderfreundliche” Spielgeschwindigkeit den Focus legen?! Trotzdem ja Kinder eher bessere Reflexe haben als Ältere. So ist das Spiel zu mindestens recht moderat vom Schwierigkeitsgrad und geht recht entspannt von der Hand. Herausfordernd ist das Spiel trotzdem.

Gespeichert werden kann auch hier jeder Zeit. Wieder nur ein Save-Slot, der aber, wie beim Vorgänger, völlig ausreichend ist. Viele Videopinball-Spiele habe ja bekanntlich keine Save-Funktion (wie PINBALL CHALLENGE aka PINBALL DREAMS & FANTASIES auf dem GBA…hier werden nicht einmal die Highscores gespeichert!).
Die beiden Tische unterscheiden sich nicht so sehr. Vom Design her sind sie beide gut herausfordernd, aber eben eher von der Sorte der “Langzeitspiel-Tische”. Sprich hier geht die Kugel nicht all zu schnell ins aus und man hat nicht nur am Anfang einer neuen Runde ein “Ball-Save”, sondern kann sich über Münzen, die auf dem Tisch immer mal wieder auftauschen, weitere 30 Sekunden und mehr “Ball-Saves” nachkaufen oder durch Challenges dazu gewinnen. Was übrigens auch schon in dem GBC-Spiel möglich war, aber von mir nicht erwähnt worden war. Das schafft dann eben auch ein recht frustfreies Spiel und durch die moderate Kugelgeschwindigkeit läuft das Spiel hier wirklich recht entspannt ab. So zählt dies Pokemon-Pinball noch mehr zu den Spielen die eher relaxen als wirklich herausfordern. Spaß macht das Modul rund herum und kann von mir nur jedem Spieler mit Interesse für Videopinball wärmstens empfohlen werden. Das lose Modul findet man schon recht günstig auf Börsen oder der elektrischen Bucht. In OVP muss man dann schon tiefer in die Tasche greifen.

Game Boy Micro

Hatte ich nicht letztens hier geschrieben, das der Game Boy Micro an den meisten Leuten völlig vorbei gegangen ist? So auch an mir? Wobei das nicht wirklich richtig ist. Ich hatte schon mitbekommen wie das Teil Ende 2005 erschienen ist. Aber so richtig ernst genommen hatte ich es nicht. Als ich den GBM mal in einem Laden in der Hand hatte, kam mir das eher wir ein Scherz vor. Allerdings habe ich bis heute keinen GBM mal eingeschaltet in der Hand gehabt.
Nun ist also einer in meinen Besitz und somit in meine Sammlung von Handhelds übergegangen.
Die Zeit war reif.

Zunächst einmal, wer noch keinen in der Hand gehalten hat, er ist wirklich klein und hat ein winziges Display (2-Zoll-Diagonale). Wenn man das Gerät einschaltet, dann wird es aber erst einmal interessant. Zunächst war ich erstaunt, das der Select- und der Start-Button beleuchtet ist. Dann das Display ist sehr hell. Ähnlich dem letzten Modellen des GBA SP, das auch eine Hintergrundbeleuchtung hatte. Die Helligkeit kann man sogar über drei Stufen und mit Hilfe der Lautstärkenwippe regulieren. Das ist wirklich nett. Dafür klingt der kleine Minilautsprecher wirklich schrecklich. Aber vielleicht liegt es ja an meinem gebrauchten Gerät. Natürlich gibt es hier wieder einen kleinen Klinkensteckeranschluß für einen Kopfhörer. Die GBA-Module passen übrigens komplett in das Gerät, also genauso wie bei den anderen beiden GBAs. Und das trotzdem das Gerät so klein ist. Dafür wurde an anderer Stelle gespart. So kann der GBM vom Hause aus nur GBA-Spiele abspielen. GB- und GBC-Spiele wie bei den anderen beiden GBAs gehen hier nicht. So wie beim DS. Allerdings wenn man den GBA-Everdrive einsteckt, dann funktioniert jenes genauso wie bei den “großen” GBAs und somit auch die Emulatoren.

Genau genommen liegt das Steuerkreuz und die A & B-Buttons hier weiter auseinander als beim GBA SP. Aber da ich schon am GBA SP Probleme habe mit meinen großen Händen und langen Fingern, geht es mir beim GBM nicht anders. Längeres Spielen ist hier also für mich nicht möglich. Richtig nett kommt man hier allerdings an die Schultertasten, so dass das Gerät bei Pinball-Spielen gut in der Hand liegt. Mein Gerät ist silber. Der GBM ist auch blau, rosa und grün erschienen. Natürlich gab es auch Sondermodelle. Seinen z.B. gab es einen in den Famicom-Farben mit einer goldfarbenen Frontblende. Es gab auch auch weitere Frontblenden zu kaufen. Diese sind heute schwer bis gar nicht zu bekommen. Online habe ich ein paar Replikats aus China gefunden, aber das war es schon. Meiner hier hat eine Game Boy Classic Frontblende, was man auf den Photos vielleicht erkennen kann. Das finde ich schon ganz nett. Ich habe online nichts dazu gefunden, ob der silberne GBM vielleicht auch mit der Frontblende verkauft wurde. Auf jeden Fall fehlen mir die roten Knöpfe dazu.

Muss man einen GBM haben? Nein. Eigentlich nur wenn man Sammler ist. Vielleicht hat es 2005 noch ein wenig Sinn gehabt für unterwegs und für due Hosentasche so ein kleines Gerät zu haben. Wobei natürlich so ein GBA SP auch nicht gerade groß war und genau so gut in eine Hosentasche gepasst hat. Spätestens mit dem Aufkommen des Smartphones hat sich die Sache auf jeden Fall erledigt. Und für das gemütliche Spielen von GBA-Games auf dem heimischen Sofa, ist ein GBA (am besten mit Display-Mod) immer noch am besten geeignet. (Oder eben ein DS oder DS lite).

Henk’s Gaming Review 2016

Dies Jahr habe ich eigentlich sehr viel gespielt. Oft habe ich das Abends besonders unter der Woche gebraucht um mich noch ein wenig entspannen zu können, bevor mir die Augen vor Müdigkeit zu fallen. Dabei habe ich sehr viel DiRT RALLY gespielt. In meiner Spielzeitstatistik auf meinem Spielerechner wird mir deutlich gezeigt, das ich hier mit die meiste Zeit verbracht habe. Durch das Auswechseln der Grafikkarte hatte ich noch mehr stabile FPS auf dem Rechner gewonnen, so das meine Möglichkeiten mal etwas länger zu Spielen ohne das mir schwindlig wird verbessert hatten. Das habe ich dann auch viel genutzt. Desweiteren habe ich überraschenderweise sehr viel Pinball Arcade und Pinball FX gespielt. Nicht nur auf dem Rechner sondern auch an anderen Geräten.
Dies Jahr hatte ich auch wieder mehr Zeit mit Adventure verbracht als 2015.
Sonst habe ich aber eigentlich mehr Retrogames auf alten Handhelden gespielt.

So war 2016 mehr das Jahr der “neuen” Gaming-Hardware gewesen. Neben der Grafikkarte am Rechner hatte ich nach Jahren des Dattelns mit einem XBox-360-Controllers diesen nun in Rente geschickt und war auf den Nachfolger der XBox One umgestiegen. Außerdem habe ich mir einen Arcade-Joystick bauen lassen, der eben auch Taster an die Seite bekommen hatte, um so ein wenig Pinball-Feeling aufkommen zu lassen. Ich Träume ja immer noch von einem Video-Pinball-Tisch in 1 zu 1 Größe. Aber das wird wohl weiter ein Traum bleiben.
Aber dies Jahr hat bei mir auch ein neuer Monitor Einzug gehalten. 4K ist schon eine tolle Sache und hat mich viel mehr gereizt als 3D.

Andere Hardware-Neuanschaffungen haben sich mehr aufs Retrogaming und Handhelds verlegt. So habe ich ja nun doch noch ein “New” 3DS XL gekauft und spiele nun seit dem doch in 3D, denn hier funktioniert 3D nun endlich wirklich richtig gut. Allerdings habe ich mir auch wieder einen DS lite gekauft (der nur leicht gemoddet ist), endlich mal ein Game Boy Color und eine PSP. Das sind eine Menge Handhelden für ein Jahr. Das hatte sich einfach so ergeben. Außerdem war auch das Erscheinen des Everdrives für der GBA ein Highlight. Auf jenen wartete ich ja nun wirklich sehnsüchtig. Und die Möglichkeiten dieses EDs sind erfreulicherweise noch vielseitiger als schon beim ED für den klassischen Game Boy.
Und dementsprechend habe ich viele Retrogames gedaddelt. Wobei natürlich die meisten Spiele für die PSP, sofern sie keine Umsetzungen von der PS2 waren, für mich wirklich eher neu waren. Endlich mal “richtige” Rennspiele auf einem Handheld zu spielen ist wirklich ein fantastische Sache. Keine AHnung warum es bei mir so lange gedauert hat, das ich mir eine PSP zugelegt habe. Denn als Rennspiel-Fan muss man einfach eine PSP haben! Die Auswahl richtig guter Spiele ist enorm! Damit werde ich noch viele Jahre Freude haben.

Bevor Nintendo den “Schalter” umlegt noch schnell nen New 3DS

Bis zu der (?) Switch von Nintendo ist es noch ein wenig hin. An der WiiU-Front scheint sich nix mehr zu tun und auch sonst sieht es für Nintendo-Fans für dieses Jahr unter dem Weihnachtsbaum mau aus. Winzigweich hat seine Nixbox One lite/white auf dem Markt gebracht (dessen Stärke wohl im neuen BT-Controller und der Möglichkeit 4K-BRDs abzuspielen liegt) und Sony ist nun mit der PS4 pro gefolgt (die wohl nur Sinn macht, wenn man noch keine PS4 hat und unbedingt Spaß mit der Sony VR-Brille haben will… und 4K kann sie auch… ach, nein, nur bei Spielen, aber nicht bei Bluerays… WTF?!?). Nintendo für dieses Weihnachtsgeschäft für die WiiU und Wii ein neues Tanzmattenspiel und SUPER MARIO MAKER für den 3DS (das mich zugegebenermaßen interessiert und das ich vorbestellt habe.
Wobei neben den Pokemon-Editionen und der weißen Version des XL (die es in anderen Ländern schon lange gab), weltweit wieder zwei neue Farbvarianten ausgerollt wurden: Den New 3DS XL gibt es nun auch in Orange/schwarz und Pink/weiß! Ui, toll! Weiterhin kann man beim New 3DS XL übrigens nicht die Schalen austauschen, wie bei seinem kleinen Bruder. Warum eigentlich nicht?

Als der NEW 3DS auf dem Markt geworfen wurde, war mein erster Gedanke auch, WTF?!? Brauchte die Welt neue Versionen des 3DS? Wobei mir dann schon einfiel, das Nintendo das immer so gemacht hatte. Game Boy Classic /Pocket /Color und Game Boy Advanced /SP /Micro. Somit war Nintendo immer bemüht gewesen die Hardware zu verbessern und ins besondere bei den späteren Modellen bessere Displays ins Gerät zu packen. Wenn man die DOT-Matrix des Game Boy Classic sieht und dagegen jenes LCD (war das LCD)-Display beim Game Boy Color, dann kommt da schon (Spiel-)Freude auf! Nintendo kann man beim Display des GBA SP Modell 101 auch dankbar sein, das gegenüber des Displays des Modells 001 nunwirklich ein Unterschied von Welten aufwies!
Würde das so beim New 3DS XL auch sein? Ich war bisher skeptisch gewesen!

Wurde nun aber eines besseren beleert. Das Display des NN3DSXL ist um längen besser. Nicht unbedingt heller, aber im Vergleich zwischen meiner beiden XL-Geräte (den ersten 3DS haben ich nur mal so zum Größenvergleich dazugelegt) dann hat man hier nun ein echtes Weiß und besonders im 3D-Modus hat man hier einen Himmelweiten-Unterschied (was man natürlich bei Photos nicht aufzeigen kann, weswegen ich mir hier solche gespart habe!). Musste man beim ersten 3DS genauso wie beim XL noch ein wenig verkrampft quasi unbeweglich vor dem Gerät sitzen um keine 3D-Irritationen zu erleben, so gibt diese beim NN3DS gar nicht mehr! Naja, fast.. wenn man ganz von der Seite draufschaut, dann gibt es natürlich wieder einen Doppelbildeffekt. Aber wirklich erst bei einem Winkel, den man beim normalen Spielen nicht erreicht. Hatte ich in der Vergangenheit den 3D-Effekt eher ausgeschaltet, weil es mir zu nervig war fast still sitzen zu müssen, so lasse ich ihn beim Neuen nun gerne an und habe wirklich Freude damit. Das haben sie wirklich gut hinbekommen.

Sonst ist das Gerät ein wenig schneller geworden. Starte ich das gleiche Spiel auf beiden Geräten gleichzeitig (Mario Kart hat sowohl die Little Miss Fangirl als auch ich), dann ist der NN3DSXL wirklich schneller spielbereit. Auch beim Nachladen (was wenige Spiele brauchen) und beim Aussteigen bzw. Rücksturz zum Homebildschirm geht es schneller. Ja, nun, eigentlich nur ein nice to have. Sonst hat sich hier erst einmal nichts geändert.
An der Hardware wurde aber einiges geändert!
Die Frontseite beherbergt nun ein paar Sachen mehr. So ist der Kartenslot nach vorn gezogen und ist nun vorn links. Der Vorteil erschließt mich mir nicht so recht. Vielleicht brauche man den Platz hinten. Das erinnert so ein wenig an den GBA SP und den DS /lite, die zu mindestens den GBA-Slot auch vorn hatten. Der Kopfhörer-Anschluss ist nun in der Mitte und auch der Stylus ist gewandert. War er beim ersten 3DS noch hinten eingesteckt, so war er beim XL dann an der rechten Seite eingesteckt worden und nun ist er also vorn gelandet. Gleich neben den ebenfalls gewanderten Einschaltknopf.
Übrigens gibt es auch rechts den Slot für die Speicherkarte nicht mehr. der NN3DSXL ist nicht nur auf MicroSD umgestiegen, sondern nun auch versteckt im Gerät, wie bei einigen Smartphones. So muss man jetzt die untere Schale des Geräts aufschrauben um an die SD zu kommen. Nicht weiter schlimm. Ich persönlich habe die Speicherkarte beim XL nie ausgewechselt.

Hinten am Geröt sind also viele Sachen weggefallen und der Anschluss des Netzteils (das übrigens immer noch separat gekauft werden muss) und die Sensoren der Ladestation sind in die Mitte gewandert. Was natürlich auch gleich offensichtlich macht, das die alte Ladeschale für das neue Gerät unbrauchbar ist. Da muss man auch wieder einen weiteren 10er investieren.
Dafür gibt es nun zwei weitere Schultertasten, die wahrscheinlich bei speziellen Spielen unterstützt werden. Bei Prügelspielen bestimmt brauchbar.

Wenn man den NN3DSXL aufklappt, dann sieht man gleich, das sich da auch eine Menge getan hat. Leider kein zweiter Analogstick, der für FPS wirklich brauchbar wäre (und den es nur als Zusatzgerät für den originalen, kleinen 3DS gibt), wurde hier mit einen kleinen.. tja.. Knopf ersetzt bzw. hinzugefügt. Solche “Knöpfe” kenne vielleicht einige von Laptops, die so etwas mitten in der Tastatur als Maus-Zeiger-Steuerung hatten. Ich glaube da sind sie mittlerweile außer Mode gekommen. Hier ist der kleine Knopf wieder da. Ist schon ein wenig Retro!
Dann sind nicht nur die Feuerknöpfe nun bunt bedruckt, sondern auch die Start und Select Button sind wieder da wie man es von alten Nintendo Handhelds kennt. Das finde ich persönlich Vorteilhaft. Unter dem Bildschirm ist nun nur noch der Homebutton.
Die beste Neuerung hier ist allerdings der Lautstärkenregler. Der ist nun dankenswerterweise nach Oben links neben das Display gewandert. Und sitzt nun so den 3D-Regler gegenüber. Best Entscheidung ever, Nintendo! Denn beim alten 3DS XL bin ich beim Spielen immer an den Regler gekommen und habe somit das Spiel immer ungewollt auf volle Lautstärke gestellt. Das kann nun nicht mehr passieren.

Ich habe mich ja nun für das schwarze Model entschieden. Aber generell sehen die neuen Modelle alle sehr elegant aus. Erinnert somit wieder an den ersten 3DS, aber ohne die eckigen Kanten wieder eingeführt zu haben. An den richtigen Stellen ist der Neue auch wieder abgerundet. Natürlich sieht man hier auf dem Klavierlack wieder jeden Fingerabdruck. Das war beim alten XL natürlich besser gewesen. Der Alte, finde ich, sieht mehr nach Gamingmaschiene aus, mehr nach Gebrauchsgegenstand. Der Neue ist wieder edler im Design wie der erste 3DS und sieht so mehr nach Lifestyle aus. Ich kann nicht sagen welcher mir da besser gefällt. Mir gefallen Beide. Aber die neue Tastenanordnung machen den New 3DS XL nun schon zu mein Haupt-3DS. Ich bin auch schon mit meinen Download-Spielen auf den NN3DSXL umgezogen. Das hat diesmal gut 2 Stunden gedauert. Hielt sich also in Grenzen.

Muss man den New 3DS XL unbedingt haben? Nein, ich denke nicht. Wenn man noch keinen 3DS hat und über eine Anschaffung nachdenkt, dann schon. Wenn man den 3D-Effekt cool findet, aber von der schlechten Funktionalität des alten 3DS genervt ist, könnte man vielleicht über eine Anschaffung des Neuen nachdenken. Die Cyber-Monday/Black-Friday-Woche hatte da wirklich einige Gelegenheiten geboten! Wem 3D schnurz ist, der sollte auf jeden Fall beim alten 3DS bleiben bzw. gebraucht und gut erhalten bekommt man da einen auch schon für 100 EUR.