8BitDo’s SN30 pro Gamepad

Über Hardware habe ich ja schon lange nichts mehr geschrieben. Mein Faible für Steuereinheiten (was nichts mit dem Finanzamt zu tun hat) ist ja nun bekannt. Bin ich doch mit einem Schieberegler (Telespiel von Blaupunkt) und einem Joystick (Atari VCS/ 2600) aufgewachsen, so haben die Gamepads (die ich erst unter den Namen “Joypads” kennen gelernt hatte) doch seit dem Sidewinder Gamepad von Microsoft erwischt. Zwischen dem Atari 2600er und der PS2 hatte ich persönlich keine Heimkonsole besessen und so eben auch nicht viele Berührungen mit Gamepads gehabt. Ich schätze und besaß allerdings Game Boys, so dass mir die unterschiedliche Handhabung schon bekannt war. Als Rechtshänder und eben an die ersten Joysticks mit dem Feuerknopf auf der linken Seite gewöhnt, hatte ich bis dahin eben den Feuerknopf mit der linken Hand bzw. deren Daumen betätigt und mit der rechten Hand eben mit dem Stick gesteuert. Beim Gamepad musste man bekanntlich umdenken, weil man hier mit dem linken Daumen mit dem Steuerkreuz/ D-Pad steuert und mit der rechten Hand bzw. Daumen “feuert”. Mit den ersten Gamepads bin ich dann auch nicht so toll zurecht gekommen. Das erste Gamepad das mir wirklich gefallen und gut in der Hand gelegen hatte, war tatsächlich das der Playstation. Ich hatte eine Zeitlang mir eine PSX geliehen und damit lange COLIN McRAE RALLY gezockt. Als ich mir das Spiel für den PC zugelegt hatte, musste auch auch Gamepad her. Und das war dann eben besagtes Sidewinder.

Tatsächlich bin ich bei diesem eine Weile geblieben. Das erste Modell was ich hatte war eben jenes mit dem mittlerweile fast vergessenen Gameport-Stecker, die man in jenen Tagen meist am Panel der Soundkarten gefunden hatte. Anfang der 2000er hatte ich mir dann noch ein Model mit USB-Stecker zugelegt. Danach war ich bei Microsoft geblieben und war auf das XBox-360-Gamepad für Windows umgestiegen. Wiederum jenes habe ich nun bis zum erscheinen des ersten Modells des XBox-One-Gamepads benutzt. Zwischendurch hatte ich andere ausprobiert. Und auch mal via Adapter das Gamepad der PS2 am PC benutzt. Aber bis heute, bin ich beim PC bei Microsoft geblieben. Aber bis vor kurzem waren jene Gamepads ja nicht wirklich Bluetooth-fähig gewesen. Die aktuelle Version des XBox-One-Gamepads ja nun doch, aber eben meines der ersten Stunde nicht. So habe ich für Android selbst verständlich was Anderes gebraucht. Und so richtig glücklich geworden war ich da nur FC30 pro von 8BitDo geworden. Über jenes hatte ich hier was geschrieben.

Nun habe ich mich doch mal wieder an ein neues Gamepad von 8BitDo gewagt. Nicht weil ich mit dem SN30 pro unzufrieden war, sondern weil mich die positiven Kritiken so neugierig gemacht hatten. 8BitDo stellt ja nicht nur hochwertige Gamepads her, sondern hat natürlich, wie der Firmenname schon sagt, den Retro-Trent im Auge. So hatte ich mich beim FC30 Pro für ein Famicom-Design entschlossen. Weniger weil ich so ein großer Fan der japanischen Ur-Version des NES gewesen wäre, sondern weil das auch einfach schön und edel aussah. Die Verpackung des Gamepads war auch sehr edel gewesen, was man sich gerne nochmals meinem damaligen Beitrag anschauen kann. Davon war ich Damals wirklich sehr angenehm überrascht und so etwas schätze ich auch sehr. Im Listenpreis ins das SN30 pro nun ein wenig teurer. Warum und das dies durchaus beim Pad selbst berechtigt ist, komme ich gleich nochmals drauf. Bleiben wir nun erst einmal bei der Verpackung, die man auf meinen Bildern hier nicht sehen kann, weil es da wirklich nicht viel zu sehen gibt. Z.B. gibt es diese schön Schaum-/ Moosgummi-Inlay das es bei dem FC30 pro gab, leider nicht. Das Inlay ist hier aus schnöden weißen Plastik. Das Ladekabel und die Anleitung sind einfach unter das Pad geklemmt und nicht so stylisch eingepackt, wie beim FC30 pro. Ja, ja, das ist meckern auf einem hohen Niveau, aber das Niveau hat 8BitDo schließlich selbst bestimmt. Aber mehr zu meckern habe ich bei dem SN30 pro nun wirklich nicht.

Wir haben hier wieder die mittlerweile zum Standard gewordenen Bedienelemente. D-pad, vier Feuerknöpf, vier Schultertasten, Select- und Start-taste und zwei analoge Thumbsticks. Zudem gibt es noch zwei zusätzlich Taster, die aber z.B. im Betrieb am PC oder Android-Geräten nicht direkt gebraucht werden und extra gemappt werden müssten, und natürlich den Button zum BT-synchronisieren. Einen “Ein”-Schalter gibt es nicht. Über ein langes drücken auf die Start-Taste schaltet man das Pad ein bzw. aus. Das Gerät wird wieder von einem Lithium-Akku befeuert. Diesmal ist man hier gleich mit der Zeit gegangen: Das Gerät wird über USB-C geladen! Das zeigt auch schon wieder wie hochwertig jene Produkte sind! Das Gehäuse ist auch wieder aus robusten Plastik gefertigt, dass wirklich eine gute Haptik hat. Dabei ist das Pad ein wenig größer als das FC30 pro. Was gerade für große Hände sehr bequem ist. Wobei ich mit dem FC30 pro da auch keine Probleme direkt hatte. Nur die Schultertasten waren da nicht so gut zu erreichen gewesen, weil man mit langen Fingern immer darüber hinaus greift. Das Problem habe ich hier so gar nicht. Das Ladekabel fungiert hier auch wieder neben der eigentlichen Funktion eben auch als Kabelanschluss. So muss man da nicht lange mit der Bluetooth-Verbindung “kämpfen” sondern kann gleich loslegen. Das Verbinden funktioniert schon recht problemlos. An all meinen Android-Geräten und am Surface ging das schnell von Hand und die Verbindung war stabil ohne beim Spielen irgendwelche Lags zu haben. AN meinem Spielerechner habe ich immer so ein paar BT-Probleme, weswegen ich da dankbar bin, dass man das Pad eben auch via USB-Kabel anschließen kann.

Wobei wir schon bei der Konnektivität wären. Das FC30 pro konnte man problemlos an Windows, Android und MacOS betreiben. Dafür gab es Tastenkombinationen um jene Geräte direkt verbinden zu können. den Bluetooth ist ja nicht gleich Bluetooth! Das SN30 pro hat sogar noch ein Modi. Man kann jenes ohne Probleme an der Switch anschließen! Interessant finde ich, dass wenn man das SN30 pro an einem Windows-PC anschließt, nimmt das Pad automatisch das Layout eines XBox-Controllers an. D. h. das eben der A-Button nicht wie auf dem Pad Nintendo-like beschriftet rechts-außen sitzt, sondern unten. Das ist ersteinmal ein wenig irritierend, dann fühlt es sich aber am PC eben doch natürlich an. Die meisten Spiele die ich ausprobiert habe, erkennen das Pad als XBox-Controller-kompatibel an. Bei Android hat man erst einmal automatisch das Nintendo-Layout, was bei dementsprechenden Emulatoren auch gleich so erkannt wird. Direkte Android-Spiele reagieren da unterschiedlich. Z.B. macht da mein Lieblings-Racer der Out Run – Clone FREEWAY 2 gar keine Probleme. Wie schon der das FC30 pro wird das SN30 pro sofort erkannt und man kann mit dem Nintendo-Layout spielen. Anders z.B. ist das bei HORIZON CHASE. Hier wurde z.B. das FC30 pro sofort erkannt und man konnte mit der A-Taste Gas geben. Das SN30 pro wird nicht so wirklich erkannt. Das D-Pad schon, aber nicht die A-Taste. Gas geben kann man merkwürdigerweise nur mit der Start-Taste! Leider bietet das Spiel, wie so eben die meisten Android-Spiele keine Möglichkeit zum konfigurieren der Steuerung. Bei den Spielen oder Emulatoren wo es geht, da funzt das Gamepad auch ohne Schwierigkeiten.

Vielleicht ist ja den Einen oder Anderen das Design des Gamepads hier aufgefallen. Natürlich gibt es hier wieder unterschiedliche Designs. Das beliebteste ist wohl das SuperNES-Design. Was wohl schon daran liegt, dass man hier auch die Form des SuperNES-Gamepads nachempfunden hat. Ich habe mich hier aber bewusst für das Game-Boy-Classic-Design entschieden. Schon mal weil ich natürlich ein großer Fan des DMG-01 von Nintendo bin. Wobei hier bei den Farben alleine bleibt die Ähnlichkeit nicht. Auch sind bei den unterschiedlichen Modellen die D-Pads unterschiedlich designd. So sieht hier das D-Pad wirklich aus, wie jenes vom klassischen Game Boy! Alle Tasten haben auch wirklich gute Druckpunkte und sind sehr präzise. Natürlich fühlt sich das nicht genauso an wie beim Game Boy. Aber es ist schon sehr, sehr ähnlich, wenn auch ein wenig steifer. Die Analogsticks fühlen sich hier auch sehr viel präziser an, als z.B. beim FC30 pro. Allerdings benutze ich jene recht selten. Hier jetzt beim SN30 pro doch sehr gerne. Es gibt hier auch wieder eine Pro und eine “normale” Version. Die “normale” Version des SN30 muss nicht nur auf die analogen Thumbsticks verzichten, sondern eben auch auf das Forcefeedback, dass beim SN30 pro zwar ein wenig schwach ausgefallen ist und mehr an die Rumble-Funktionen des DS-Moduls für den GBA-Schacht erinnert, als an ein XBox-Controller. Aber es ist ein Nice-to-have, dass das FC30 pro nicht hatte.

Übrigens gibt es wie schon beim FC30 pro auch wieder als Zubehör ein sogenannten Xanter. Eine kleine Vorrichtung aus Plastik das man ans Gamepad klemmen kann und auf der anderen Seite eine Klammer hat, in dem man ein Smartphone einklemmen kann a la Moga-Pad. Für das FC30 pro hatte ich mir das für 5 Dollar gerne dazu geleistet. Beim SN30 pro muss man 10 Dollar oder eben 10 Euro hinblättern. Da ich das schon für das FS30 pro habe, brauche ich das nun wirklich nicht für dieses Gamepad. Denn um ehrlich zu sein, nutze ich diese Möglichkeit recht selten. Bei den heutigen großen Smartys wird die Geschichte nämlich schnell recht kopflastig und ist dann in den Händen eher unbequem. Muss man also nicht haben. Aber das Gamepad selbst, kann ich uneingeschränkt empfehlen. Für Retrogamer oder Spieler die das D-Dad an der Switch vermissen ein wirkliches Must-have!

Advertisements

Peter Leigh – The Nostalgia Nerd’s Retro Tech (2018)

Wenn man Retrogaming und die dazu gehörige Hardware mag, dann sollte man den YouTube-Channel vom Nostalgia Nerd durchaus kennen. Zu mindestens schon einmal von ihm gehört haben. Ich schätze ihn sehr, weil besonders seine Retro-Hardware-Reviews immer sehr gut verständlich, gut recherchiert und eben auch mal so richtig ausführlich sind. Da lohnt es sich wirklich mal Zeit zu nehmen und sich vielleicht mal 45 Minuten für so ein Video Zeit zu nehmen. Aber auch seine “kurzen” Beiträge zu Hard- und Software sind bisher in meinen Augen alle sehenswert gewesen.
Nun hat der Nostalgia Nerd auch noch ein Buch geschrieben! Und natürlich über klassische Spiele-Hardware!
Hmm, braucht die Welt wirklich ein weiteres Hardware-Buch? Ich selbst habe mein letztes zu dem Thema 2012 geschrieben gelesen: Classic Videogames Hardware
So hatte ich gedacht, dass dies Thema für mich nun abgeschlossen ist. Außerdem habe ich natürlich seit 2012 eben auch ein paar Videos/Dokus zu aller möglichen Hardware gesehen. eben u.a. natürlich vom Nostalgia Nerd.

Ich muss gestehen, wenn das Buch nur als eBook erschienen wäre, dann hätte ich es wahrscheinlich links liegen lassen. Vielleicht… Naja, jedenfalls ist es eben auch ein sehr schön designtes und gefertigtes Hardcover-Buch geworden, dass einen so kunterbunt wie ein Kinderbilderbuch Mario-Spiel entgegenlächelt, dass ich es mir dann doch zulegen musste. Ich weiß gar nicht was der offizielle Preis ist, aber ich habe es nur beim Armen Sohn gefunden und da hatte es zu Beginn Anfang November 18,50 gekostet und nun mittlerweile 16,99. Ob nun der eine oder andere Preis, beide sind es wert!
Einmal ist das Buch wirklich gut verarbeitet. Inhaltlich wird hier Hardware von 1972 (Magnavox Odyssey) bis 2001 (Microsoft XBox) auf 225 Seiten beschrieben und bebildert. Im Anschluss gibt es noch eine kleine Übersicht von Handhelds vom Gameboy bis zur PSP als Dreingabe. Bei den “großen” Systemen finden sich sowohl klassische Konsolen als auch eben Computer, die in der Retrogaming-Szene beliebt und bekannt sind. Jedes System wird mit ein paar Bildern und einen Einführungstext vorgestellt. Anschließend gibt Peter noch zu jeden System einen kurzen Kommentar zu einem Spiel das man auf jenem unbedingt gesehen/kennen gelernt, gespielt und am besten nie spielen sollte. Das in seiner typischen und unterhaltsamen Art und Weise geschrieben.

Ein Kritikpunkt habe ich allerdings. Sind die Texte zu der Hardware-Beschreibung in einem ausreichend großen Schriftsatz auf weißen Hintergrund gedruckt, so sind die Texte zu den Spielen mit einem kleineren Font versehen worden mit verschiedenen Hintergrundfarben. Bei einem gelben Hintergrund ist das noch einigermaßen gut zu lesen, aber bei einem eher dunkleren Grün oder gar Blau ist es doch recht anstrengend zu entziffern. Diese Seiten sollten man dann doch unter einer hellen Leselampe, in der prallen Sonne oder in einem Fußballstadion mit Flutlichtanlage lesen. Da hat der Verlag echt Mist gebaut. Es ist nicht so, dass hier der Platz gefehlt hätte, um den gleichgroßen Font der Hardware-Beschreibungen benutzen zu können. Vielleicht gibt es ja mal eine Neuauflage, bei der das dann vielleicht verbessert wird. Man kann sich natürlich für knapp 9 Euro auch die eBook-Ausgabe zulegen und dort in die kleineren Texte dann reinzoomen! Aber bei aller Liebe wird ich das wohl nicht machen und lieber eine Loope neben den Lesesessel zurechtlegen. (Krückstock-Gefuchtel)

Hyperkin Smartboy

Zum ersten April 2015 erlaubte sich die Firma Hyperkin, ein Hersteller von meist hochwertiger Videospiel-Zubehör, einen Scherz. Sie stellten den Smartboy vor. Ein Game Boy -artiges Gehäuse ohne Bildschirm, in dem man “vorn” ein iPhone und hinten ein Game Boy – Modul stecken konnte. So sollte man all seine alten Game-Boy-Spiele wieder spielen können ohne noch einen funktionstüchtigen Game Boy zu haben. Eine gar nicht mal so abwegige Sache. Stellte doch Hyperkin schon seiner Zeit Klonkonsolen her, auf denen man die originalen Videospiel-Module abspielen konnte. Das mittlerweile meistverbreiteste Gerät ist da das Retron 5. Ein Vorteil, neben dem wenn man als Retrogamer seine alten Konsolen schonen will oder gar vielleicht keine funktionierenden Konsolen mehr besitzt, ist und man trotzdem seine alten Module abspielen kann, ist auch, dass man solche Klonkonsolen u.a. auch an einen modernen Flachbildschirm anschließen kann und das meist sogar in einem Quasi-FullHD.
Das macht alles schon sein Sinn. Und ich frage mich da immer, warum z.B. Nintendo nicht selbst solche neuen alten Konsolen herstellt?! Der Mini-NES und -SNES sind zwar ganz nett, aber man kann hier nicht die alten Module einstecken, sondern nur fest “verbaute” Spiele spielen. Und meine Lieblingsspiele waren natürlich nicht dabei gewesen.

Jedenfalls war der Smartboy 2015 eben nur ein Aprilscherz gewesen. Die Meisten die den Post auf der Hyperkin-Seite gelesen hatten, hielten die Nachricht allerdings für echt und waren dann furchtbar enttäuscht gewesen, als dies sich nur als ein Scherz heraus gestellt hatte. Ich übrigens auch! Ich mag zwar keinen NES oder SNES haben, aber ich liebe meine Game Boys und manchmal ist es ohne Hintergrundbeleuchtung nicht so ein großer Spaß auf der originalen Hardware zu spielen. Selbst auf meinen gemoddeten Game Boys mit Vordergrundbeleuchtung. Die Resonanz auf dem Smartboy war dann so riesig gewesen, dass Hyperkin merkte, dass man da wirklich Geld mit machen könnte und so machte man sich an die Arbeit. 2016 gab es dann die Meldung, dass es ein Entwickler-Kit bzw. Gerät dafür zu kaufen geben sollte. Noch 2016! Es kam dann glaube ich allerdings erst Anfang 2017. Das Gerät das man seiner Zeit zu sehen bekam, sah im Grunde so aus wie nun auch das fertige Produkt. Allerdings war man schon bei den ersten Ankündigungen, dass es nun doch vielleicht Wirklichkeit werden würde, gleich davon abgerückt, dass es eine iPhone-Version geben würde. Vielleicht wollte man das bei Apple nicht oder die Lizenzgebühren für den iPhone-Connector waren zu hoch. Wer weiß. Der Android-Gemeinde konnte es nur recht sein! Das Dev-Gerät hatte ursprünglich einen handelüblichen Micro-USB-Stecker für die Verbindung zwischen Smartphone und Smartboy. Denn im Gegensatz zu den meisten Gamepads, die auch für Smartphones geeignet sind oder extra dafür sind, setzt man hier auf eine Hardware-Verbindung statt Bluetooth. Das hat wohl mehrere technische Gründe. Für den Benutzer selbst hat es den Vorteil, dass es hier nicht zu den typischen Lags, also Verbindungsverzögerungen, kommt, die man manchmal bei einer Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Gamepad hat. Bei wirklich guten Gamepads und ab Mittelklasse-Smartphones mit zu mindestens USB3.0-Unterstützung, sollte das zwar heutzutage kein großes Problem mehr sein. Ich habe drei BT-Gamepads und bei allen Dreien habe ich diese Lags zumindest an meinen Android-Geräten nicht. Allerdings habe ich mit dem einen BT-Gamepad an meinen Windows-Rechnern tatsächliche diese Lags. Warum auch immer.

Bei dem nun fertigen Gerät ist man nun also auf USB-C umgestiegen. Es wird wohl keine Micro-USB-Version geben. Außerdem hat man sich die Kooperation mit Samsung gesichert. Was man nun auch groß auf die Verpackung geschrieben hat: Designed for Samsung. Was aber nun nicht heißen soll, dass nur Samsung-Geräte damit funktionieren! Technisch gesehen funktioniert jedes Android-Smartphone mit USB-C Anschluss, der unten in der Mitte platziert ist. Zu dick darf das Gerät auch nicht sein. Hätte mein Note 2 einen USB-C, würde es trotzdem nicht in den für’s Phone vorgesehenen Schacht passen. Probiert habe ich es mit einem Samsung Galaxy A5 (2017), einem Sony Xperia XA1 und meinem Huawei P9. Ich denke von der Größe her ist der Smartboy mehr für ein SG S8 ausgelegt worden, aber meine “kleineren” Geräte passen hier auch und funktionieren alle auch. Also der “Game Boy Bidlschirm” ist trotzdem komplett zu sehen und wird nicht durch die Bedienungskonsole teilweise verdeckt, oder so. Wie funktioniert das?
Man steckt sein Smarty in den vorderen Schacht und unten auf den USB-C-Stecker. Für ein Adapter MicroUSB auf USB-C ist da nicht wirklich viel Platz und ich bin mir nicht Sicher, ob das so funktionieren würde. Das Smartphone wird zudem in zwei, nennen wir es mal, Spannbacken gehalten, die das Gerät mit einem Federmechanismus fest im Gerät halten sollen. Auf der Rückseite des Smartboy befindet sich ein Knopf, der die Federn wieder löst. Das hat bei mir mit dem SG A5 und dem H P9 sehr gut funktioniert. Das Xperia ist tatsächlich ein Tick zu schmal und kann deswegen nicht fest eingespannt werden. Weitergemacht habe ich dann allerdings nur noch mit meinem P9.

Wie funktioniert das also? Wenn man das Smarty das erste Mal einsteckt, wird man automatisch in den Android-Store geschickt, wo man sich die Smartboy-App von Hyperkin runterladen muss. Die braucht man unbedingt. Hat man jene installiert, dann startet diese von nun an immer automatisch, wenn man sein Smarty in den Smartboy einsteckt. Im Gegensatz zu Hyperkins anderen Konsolenklonen, wie dem Retron 5, bietet der Smartboy keinen Emulation des Game Boys. Auch über die App kann man keine Spiele starten. Dafür braucht man einen Software-Emulator, von denen es im Appstore eigentlich jede Menge gibt. Hyperkin empfiehlt zwar eine bestimmte App, die muss man aber nicht nehmen. Ich hatte schon vorher den GBC.EMU von Robert Broglia und jener wird vom Smartboy auch erkannt. In der Emu-App musste ich allerdings noch das Tasten-Layout selbst anlegen. Die Emu’s von Robert Broglia unterstützen und erkennen vom Hause aus eine Menge Controller. So auch mein 8-Bitdo FC-30 und mein Moga-Controller. Der Smartboy wird (noch?) nicht direkt erkannt. Ließ sich aber ganz leicht anpassen. Also im Endeffekt ist der Smartboy keine Klonkonsole, sondern ein Gamecontroller mit Modulschacht.

In dem Gameschacht an der hinteren Seite passen sowohl Game Boy – und Game Boy Color – Module. Auch die GBC – Module mit Rumble-Erweiterung! Alle Module die ich ausprobiert habe (ca. 30 GB – und 20 GBC – Module) wurden hier erkannt und ließen sich “abspielen”. Aber eben direkt spielt man dann seine Module am Smartphone/Smartboy eben nicht ab. Man steckt das Modul ein und die Hyperkin-App ließt das Modul aus. Ähnlich wie der Retrode 2, mit denen ich meine Module schon einmal für mein Everdrive ausgelesen hatte. Auf den ersten Blick übrigens ein teures Vergnügen, könnte man denken. Wer aber schon einmal wie ich ein paar Module nachkaufen musste, weil die Alten nicht mehr so richtig wollten, der wird, wie ich, die Kombination von Retrode und Everdrive zu schätzen wissen! Anders aber als bei der Möglichkeit, legt der Smartboy nur eine Kopie des Moduls an, die nicht nur beim nächsten Mal wieder überschrieben wird, sondern auch nur so lange funktioniert, wie das Modul im Schacht bleibt! Also “echte” bzw. unabhängige Kopien, kann man damit nicht anlegen! So ist es auch, wenn man beim Spielen das Modul aus dem Schacht zieht, dann wird das Spiel sofort beendet und einen wird ein Software-Piraterie-Hinweis angezeigt.

Leider kann man deswegen auch nicht so einfach das Spiel wechseln, wie bei der originalen Hardware. Man muss den Emulator beenden, das Modul raus ziehen und leider auch das Smartphone aus dem Smartboy nehmen. Dann wieder Smartphone rein, die App startet, neues Modul rein und wird ausgelesen. Jetzt kann man wieder den Emu starten und die neue smartboy.gb – Datei auswählen. Etwas umständlich! Weiter oben schrieb ich, dass alle Module, die ich ausprobiert hatte erkannt und ausgelesen wurden. Das stimmt auch. Sogar ein japanisches Modul von KIRBY PINBALL läuft ohne Probleme. Womit ich Probleme habe, sind die drei GBC-Module mit Rumblepack! Die lassen sich starten und spielen, aber haben immer wieder irgendwelche Hänger und Soundprobleme. Ich hatte jetzt keine Lust eine andere Emu-App zu testen, denn vielleicht liegt es ja am GBC.EMU? Aber wenn ich meine Dateien nehme, die ich von den Modulen mit dem Retrode 2 ausgelesen habe, dann laufen die Spiele ohne Probleme!
Sonst hatte ich keine Probleme mit anderen Modulen für GB und GBC.

Wie ist es mit der Hardware des Smartboy? Wie schon erwähnt, schafft man es das Smartphone zum festen Sitz im Smartboy zu bringen, wenn das Smarty nicht gerade zu schmal ist! Mein P9 sitzt wirklich fest. Die Module sitzen genauso fest und stabil im Schacht, wie bei einem Game Boy (Classic), Pocket oder Color. Die Kombination aus Modul-Breite plus Smartphone plus Bedienelemente, macht den Smartboy recht dick. Das finde ich nicht negativ. Der Smartboy ist damit zwar dicker als ein klassischer Game Boy, aber liegt dabei besonders gut und stabil in der Hand. Dafür ist der Smartboy schmaler als sogar ein Game Boy Color. D-Pad und Feuerknöpfe sind damit weiter zusammen als bei einem GBC. Aber auch das macht nichts. Das Gerät liegt selbst in meinen großen Händen sehr gut ohne das man Finger verkrampfen muss. D-Pad und Feuerknöpfe sehen aus wie bei einem richtigen Game Boy. Sie haben sehr gute Druckpunkte, habe aber nicht so einen weichen Aftertouch, wie der klassische Game Boy. Aber auch der Color hatte das ja nicht mehr so richtig gehabt. Sie kommen also näher an den Komfort des GBC als des GB heran. Select- und Start-Button sind zwischen D-Pad und Feuerknöpfe gelegt worden. Dadurch das sie quasi höher als in den Originalen liegen, kommt man meiner Meinung nach, da auch leichter ran. Das hat man gut durchdacht. Die sonstige Form und Farben sind gut an den klassischen Game Boy angepasst worden.

Überraschenderweise findet man links und rechts hinten neben den Modulschacht zwei Schultertasten, die ja bekanntlich erst mit dem Game Boy Advance eingeführt worden sind und somit bei GB- und GBC-Spielen keine Funktion haben. Ich habe gelesen, dass man ursprünglich überlegt hatte, auch GBA-Module über den Smartboy abspielen zu können. Entweder gab es rechtliche oder technische Probleme, aber die Idee wurde wohl wieder fallen gelassen, aber die beiden Schultertasten sind geblieben. Vielleicht gibt es da ja mal eine Erweiterung? Für den Retron 5 gibt es solch ein ähnliches Erweiterungsmodul auch.

Nun stellt sich bei 50$ die Frage, wer braucht so ein erweiterten USB-Gamecontroller eigentlich wirklich? Macht der Smartboy Sinn? Lohnt es sich dafür knapp 50$ auszugeben? Ich denke der Retrogamer, der seine Game Boy liebt und deren Spiele noch heute gerne spielt (so wie ich), der mag eben auch die Haptik eines Game Boys, die man seit dem GBC nie wieder bekommen hat. GBA und diverse DSes haben die Bedienelemente neben dem Bildschirm (wobei der obere Bildschirm eines DS nun quasi ja auch über den Bedienelementen ist, fühlt sich das für mich eben trotzdem zu “breit” an). Auch der GBA SP bringt einen das Gefühl nicht voll zurück. Dafür finde ich das Gerät, so sehr ich es auch mag, als zu klein und zu schmal. Es liegt einfach nicht gut in erwachsenden Händen! Dann möchten viele vielleicht nicht ihre alten Geräte modden oder sich gemoddete Geräte kaufen (die meist schon viel mehr als 50$ kosten), denn das Manko der GBs, GBPs und GBCs ist das nicht beleuchtet Display. Auf einen GBA SP Model AGS-101 sind das anständig aus, aber wer hat schon das Model und jene gebraucht sind heute auch schon recht teuer. Auf einen DS kann man keine GB- oder GBC-Module einstecken. Im eShop gibt es einige alten Spiele als Download, aber es sind doch sehr, sehr wenige. Auf einem Smartphone mit Emu sehen die Spiele toll aus. Aber Touchscreen-Steuerungen gehen nur so la la. Für Highscores ist das nix. BT-Gamepads die man physisch mit dem Smartphone verbinden kann, zwingen ein das Smartphone in die Waagerechte zu bringen, haben die Bedienelemente dann entweder neben den Bildschirm oder wenn darunter, hängt das Gamepad quasi unter dem Bildschirm. Meist ist das auch nicht besonders bequem zu halten, wie ich finde. Moga und Co. waren nette Lösungen, die mich aber nie befriedigt hatten.

Der Smartboy liegt wie ein Game Boy in der Hand. Die Haptik der frühen 90ziger ist damit fast wieder hergestellt. Und dazu hat man nun ein hochauflösendes Display. Das kostet ein nur 50$ (plus einer Vollversion eines Emulators. Aber da gibt es auch Freeversionen). Ein Game Boy Zero Bausatz (Game-Boy-Gehäuse, Farbdisplay und ein Rasberry Pi) kostet sehr viel mehr. Und man muss oft noch eine Menge selbst Hand anlegen, denn fertige Game Boy Zeros werden nur selten über die elektronische Bucht und so weiter verkauft. Ich finde da lohnt es sich schon, über den Kauf eines Smartboy nachzudenken, wenn man seine Game Boy Spiele immer noch und immer wieder gerne spielt!
Außerdem… ist der Smartboy doch “auch” eine USB-Gamecontroller. Er ist eben nicht nur auf Game Boy Spiele beschränkt. Wenn man ein Modul einlegt, dieses auslesen lässt und anschließend den GB-Emulator startet, hält einen natürlich nichts davon ab, aus den Hintergrund einen anderen Emulator zu starten. Z.B. einen Atari-Emulator. Der erkennt den Smartboy natürlich auch als USB-Controller an! Und wenn man im GB-Emulator statt der von der Hyperkin-App generierten smartboy.gb-Datei aus Versehen eine andere Spiele-Datei öffnet… Wahrscheinlich ein Bug, der bald behoben wird…

Die beste Retrogaming-Maschine (I)

Wer mich kennt weiß, das ich eher der Computerspieler als Konsolenkind bin. Auch wenn ich mit Pong-Konsolen (Telespiele) und dem Atari 2600er aufgewachsen bin, so war ich nach dem Atari zu den Heimcomputern übergelaufen. C16, C64, C128 und dann Amiga 2000. Ein Commodore-Freak eben. Nachdem Tod der Amigas dann der umstieg auf PCs. Und da bin ich eigentlich noch immer. Retrogaming ist in der Hinsicht recht einfach. Dank C64- und Amiga-Emulatoren und natürlich der DOS-Box ist das eigentlich recht simple und einfach. Konsolen kann man natürlich genauso einfach auf PC emulieren.

Wobei natürlich original Hardware- wie Software immer noch das Beste für den Retrogamer ist. Mein C128 (mit C64-Modus) und mein Amiga 2000 sind noch vorhanden und funktionstüchtig. Einen 386er oder 486er PC habe ich allerdings nicht. Hier habe ich noch ein 90ziger Jahre – Laptop, das auf Win98SE läuft und sich aber auch noch bestens mit DOS-Spielen ohne Hardwarebeschleunigung a la Voodoo bzw. 3Dfx versteht. Ein WinXP Rechner ist auch noch vorhanden. Geht also alles noch.
Auch wenn ich kein Konsolenkind geblieben bin, so habe ich doch noch immer meinen originalen Atari 2600. Da diese sich ungemoddet nicht an einen modernen Flachbildschirm betreiben lässt, hatte ich mir vor einiger Zeit einen 2600er Jr. mit dem entsprechenden Mod zugelegt.

In den 2000ern hatten sich im Hause Stardustlyricer zwar eine PS2 und eine Wii eingefunden. Die hatten aber keine Nachfolger bei uns gefunden. Wenn man Kinder hat, dann kommt man um solche Konsolen scheinbar nicht rum. Wobei sich die Wii mit ihrer Virtual Console auch als eine gute Retrogamer-Maschine entpuppt hatte. Trotzdem hatte mich der Nachfolger nicht mehr interessiert. Die Switch hat da bei mir vielleicht aber doch Potenzial. Denn im Grunde ist sie ja auch ein Handheld. Und so kommen wir zu meiner zweiten Gaming-Leidenschaft: Den Handhelds!

Ich mag den Begriff Handheld! Im englischen heißt das eben nichts anderes als das man ein Gerät hat das man in der Hand halten kann (Händhält). Aber im deutschen hat man gleich noch eine zweite Bedeutung. Im Spiel ist man als Spieler der Held und bei den mobilen Konsolen eben der Handheld!
Amiga- oder PC-Handhelds gab es natürlich im Grunde nicht. Selbst die ab ca. Mitte bis Ende der 90ziger Jahre erschwinglichen Laptops waren ja nun nicht wirklich Geräte, die man beim Spielen in der Hand halten konnte.
Ende der 80ziger Jahre war auch noch nichts mit Laptops. Wenn man als Spieler auf Reisen ging oder vielleicht einfach nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, dann blieb die Spielmaschine zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Ja, es gab LCD-Spiele. Aber die waren mir zu simpel und meist zu langweilig. Davon hatte ich nie eines besessen.
Aber als der Game Boy kam, änderte sich alles!

Plötzlich konnte man unterwegs richtig spielen! Man konnte via Steckmodule mehrere Spiele mit auf Reisen nehmen! Okay, der blasgrüne, unbeleuchtete DOT-Matrix-Bildschirm war nicht gerade besonders ideal. Am PC war ich natürlich Damals schon Anderes gewöhnt. Aber die Bedienelemente wie Steuerkreuz und Feuerbuttons waren excellente und präzise Steuermöglichkeiten. Die Spiele waren “echte” Spiele und nicht nur simple Reaktionsspiele. Mit dem Game Boy begann 1990 meine Liebe zu den mobilen Spielmaschinen.
Und was ist nun heute 2017 in meinen Augen die beste Retrogaming-Maschine?
Dazu mehr im Teil 2

Ein NDSi XL im Haus ist immer noch lohnenswert

Wozu braucht man heute eigentlich noch einen NDSi XL als Spieler, wenn man einen 3DS XL hat? Als Sammler stellt sich die Frage natürlich ohnehin nicht. Damals bin ich ja von einem DSi XL der ersten Generation (gab es nur in Bordeaux und Braun) auf einen 3DS XL umgestiegen. Unterdessen hat sich in meiner Sammlung ein DSi XL in grün der zweiten Generation eingefunden. Aber ich bin auch der Meinung, das sich auch heute noch so ein DSi XL für Spieler lohnt.

Erstens sehen DS-Spiele einfach besser auf einen DS aus. Auf den 3DS sieht die Grafik immer ein wenig „blurig“, ja matschig aus. Das fällt einen als 3DS-User-Only wahrscheinlich gar nicht so auf, aber wenn man beide Geräte bzw. Doppel-Bildschirme neben einander sieht. Da die 3DS-Bildschirme eine höhere Auflösung haben (400 x 240 oben und 320 x 240 unten gegenüber dem DS/DSi  2 mal 256 x 192) kommt bei dieser Umscalierung dieser leicht matschige Effekt zustande. Die Grafik der DS-Spiele sehen wirklich auf der originalen Hardware viel schärfer  aus.

Wobei viele den kleinen DSi vorziehen, weil deren kleinere Bildschirme natürlich die gleiche Auflösung wie der XL hat und dadurch einen noch besseres Bild abgeben (ein Effekt der beim 3DS so genauso vorkommt). Und manche bevorzugen gleich den DS oder DS lite wegen des noch vorhandenen GBA-Schachts. Den haben die DSis bekanntlich nicht.
Der Vorteil der XL-Geräte beim DSi als auch 3DS ist einfach, das diese einmal bei Leuten mit großen Händen (wie meinen) einfach besser in der Hand liegen und man besser an das Steuerkreuz und die Feuerknöpfe wie auch Schultertasten kommt. Aber auch die großen Bildschirme haben Vorteile, trotz der gröber wirkenden Grafik gegen über der kleinen DSis. So hat man gerade bei Adventure, von denen es so einige mehr auf dem DS als auf dem 3DS gab (z.B. ANKH, GEHEIMAKTE 1 und 2, RUNAWAY 2, SYBERIA und natürlich der DC von BROKEN SWORD (dt. Baphomet’s Fluch) oder Wimmelbildspiele eine viel bessere Übersicht. Auf dem DSi habe ich eben oben genannte Spiele gerne und bequem gespielt. Die etwas grobere Grafik des XL ist definitiv besser zu „ertragen“ als der Matscheffekt auf dem 3DS XL.

Dann gibt es da noch das Thema Emulatoren. Ich weiß natürlich das dies Thema ein schwieriges ist. Natürlich soll man sich die Spiel kaufen und damit die Entwickler, Programmierer usw. für ihre Arbeit entlohnen. Aber meiner persönliche Meinung ist bekannt, dass wenn man die Spiele, die man besitzt, diese eben auch auf andere eigene Geräte spielen dürfen muss/kann. Ein PC-Spiel kann und darf ich auch auf mein SpielePC, Laptop und Surface sprich Tablet spielen. Da kräht ja auch kein Hahn nach! (Okay, ist gibt Ausnahmen bei denen z.B. durch Online-Aktivierung nur die Möglichkeit für eine Installation gegeben wird. Aber das ist nun wirklich die Ausnahme).

Z.B. kann man sich via Emulator für den DSi die Möglichkeit wiederholen GBA-Spiele zu spielen, die man vorher ja beim DS/DS lite auch hatte. Durch den fehlenden Schacht für GBA-Module geht hier natürlich auch kein GBA-Everdrive mehr. Beim DSi bieten sich übrigens zwei Möglichkeiten Emulatoren und Homebrew-Software zu starten. Einmal natürlich über Flashkarten, die wie üblich mit SD-Karten als Speichermedium aufwarten und zudem noch Hardware zur Verfügung stellen. Aber da die DSis eben auch selbst SD-Karten-Slots haben, gibt es da Draußen findige Programmierer, die Möglichkeiten geschaffen haben, auf den Geräten auch Emulatoren zu starten ohne Flashkarten. Das ist dann für den geneigten User alles ein wenig aufwendiger auf dem Gerät einzurichten. Geht aber. Übrigens auch auf dem 3DS. So kann man hier so einige Retro-Consolen-Emus starten und viele Spiele laufen hier erstaunlich stabil und sehen auch gut aus. Aber natürlich nicht alle. Dafür gibt es viele Homebrew-Tools und eben auch –Spiele im Netz. Da gibt es wirklich viel zu entdecken. Erstaunlich finde ich z.B. First-Person-Shooter, die auf der Doom-, Quake- oder Duke3D-Engine laufen.

Ich glaube also wirklich das ein NDSi XL immer noch eine lohnenswert ist. Wenn so ein gutes Stück nicht mehr im geneigten Spieler-Haushalt vorhanden ist oder nie vorhanden war, so bekommt man wirklich recht gut erhaltene Exemplare günstig über die elektrische Bucht.

Game Boy Micro

Hatte ich nicht letztens hier geschrieben, das der Game Boy Micro an den meisten Leuten völlig vorbei gegangen ist? So auch an mir? Wobei das nicht wirklich richtig ist. Ich hatte schon mitbekommen wie das Teil Ende 2005 erschienen ist. Aber so richtig ernst genommen hatte ich es nicht. Als ich den GBM mal in einem Laden in der Hand hatte, kam mir das eher wir ein Scherz vor. Allerdings habe ich bis heute keinen GBM mal eingeschaltet in der Hand gehabt.
Nun ist also einer in meinen Besitz und somit in meine Sammlung von Handhelds übergegangen.
Die Zeit war reif.

Zunächst einmal, wer noch keinen in der Hand gehalten hat, er ist wirklich klein und hat ein winziges Display (2-Zoll-Diagonale). Wenn man das Gerät einschaltet, dann wird es aber erst einmal interessant. Zunächst war ich erstaunt, das der Select- und der Start-Button beleuchtet ist. Dann das Display ist sehr hell. Ähnlich dem letzten Modellen des GBA SP, das auch eine Hintergrundbeleuchtung hatte. Die Helligkeit kann man sogar über drei Stufen und mit Hilfe der Lautstärkenwippe regulieren. Das ist wirklich nett. Dafür klingt der kleine Minilautsprecher wirklich schrecklich. Aber vielleicht liegt es ja an meinem gebrauchten Gerät. Natürlich gibt es hier wieder einen kleinen Klinkensteckeranschluß für einen Kopfhörer. Die GBA-Module passen übrigens komplett in das Gerät, also genauso wie bei den anderen beiden GBAs. Und das trotzdem das Gerät so klein ist. Dafür wurde an anderer Stelle gespart. So kann der GBM vom Hause aus nur GBA-Spiele abspielen. GB- und GBC-Spiele wie bei den anderen beiden GBAs gehen hier nicht. So wie beim DS. Allerdings wenn man den GBA-Everdrive einsteckt, dann funktioniert jenes genauso wie bei den “großen” GBAs und somit auch die Emulatoren.

Genau genommen liegt das Steuerkreuz und die A & B-Buttons hier weiter auseinander als beim GBA SP. Aber da ich schon am GBA SP Probleme habe mit meinen großen Händen und langen Fingern, geht es mir beim GBM nicht anders. Längeres Spielen ist hier also für mich nicht möglich. Richtig nett kommt man hier allerdings an die Schultertasten, so dass das Gerät bei Pinball-Spielen gut in der Hand liegt. Mein Gerät ist silber. Der GBM ist auch blau, rosa und grün erschienen. Natürlich gab es auch Sondermodelle. Seinen z.B. gab es einen in den Famicom-Farben mit einer goldfarbenen Frontblende. Es gab auch auch weitere Frontblenden zu kaufen. Diese sind heute schwer bis gar nicht zu bekommen. Online habe ich ein paar Replikats aus China gefunden, aber das war es schon. Meiner hier hat eine Game Boy Classic Frontblende, was man auf den Photos vielleicht erkennen kann. Das finde ich schon ganz nett. Ich habe online nichts dazu gefunden, ob der silberne GBM vielleicht auch mit der Frontblende verkauft wurde. Auf jeden Fall fehlen mir die roten Knöpfe dazu.

Muss man einen GBM haben? Nein. Eigentlich nur wenn man Sammler ist. Vielleicht hat es 2005 noch ein wenig Sinn gehabt für unterwegs und für due Hosentasche so ein kleines Gerät zu haben. Wobei natürlich so ein GBA SP auch nicht gerade groß war und genau so gut in eine Hosentasche gepasst hat. Spätestens mit dem Aufkommen des Smartphones hat sich die Sache auf jeden Fall erledigt. Und für das gemütliche Spielen von GBA-Games auf dem heimischen Sofa, ist ein GBA (am besten mit Display-Mod) immer noch am besten geeignet. (Oder eben ein DS oder DS lite).

2DS – Der 3DS ohne 3D?!?

Nintendo hat schon immer Reinkarnationen von erfolgreichen Geräten herausgebracht, die dann gefühlt Niemanden interessiert haben. Der normaler Gelegenheitsspieler kennt dann sogar oft nicht jene Wiedergeburten. Also wer kennt da schon den Game Boy Pocket? Für die Meisten gab es den klassischen Game Boy und dann kam der Game Boy Color. Das der GBP aber ein viel besseres Display hatte (LED statt DOT, was das Problem mit den “Schlieren” bei schnellen Bewegungen behob), das er handlicher war und nur zwei kleine AAA-Batterien benötigte, interessierte scheinbar nur wenige. Beim GBA und den folgenden GBA SP war es dann doch Anders. Hier war das Gerät nicht nur kleiner (was in meinen Augen nicht unbedingt zum Vorteil war, aber ich bin da bestimmt nicht der Maßstab), man konnte ihn auch noch zuklappen (was das Display schützte) und man hatte eine Vordergrundbeleuchtung (die später sogar noch durch eine Hintergrundbeleuchtung ersetzt wurde!). Das hat den GBA SP beliebter gemacht, als das Original. Aber wer kennt den GBA Micro? Genau! Eben nur wieder Sammler und Nerds. Der war dann wieder an den Normaluser vorbei gegangen. Konnte man ja auch leicht übersehen.

Die DS-Serie war bisher davon “verschont” geblieben. Alle Inkarnationen des DS (DS, DS lite, DSi, DSi XL, 3DS, 3DS XL) hatten bisher auch eine Nische bei den Gelegeheitsspielern gefunden. Ja, selbst sogar der NEW 3DS. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich da von Nicht-Nerds höre, das ein neuer 3DS angeschafft wurde, weil da doch das mit dem 3D viel besser funktioniert. Da haben Bekannte sich zu ihren 3DS noch einen NEW 3DS zugelegt, als ich noch darüber nachgedacht hatte, ob sich das denn nun wirklich lohnt!
Der 2DS ist da irgendwie noch ein ganz anderer Fall.

Richtig bekannt ist er schon. Die Leute wissen davon. Vielleicht liegt es ja daran, das im Internet-Information-Zeitalter sich solche Nachrichten anders verbreiten. Aber ich glaube es liegt eher daran, das die Meisten den 2DS zunächst für einen Witz, für einen April-Scherz gehalten haben. 2013 klang das auch wirklich wie ein Witz. Eine 3DS ohne 3D? Soll nur in Nordamerika, Europa und Ozeanien erscheinen? Nicht in Japan. Aber es war kein Witz. Man meinte das Ernst und brachte ihn raus (was zu einer weiteren Frötzelei führte das man das Gerät photoshopte und das untere Display entfernte um dann den 1DS anzukündigen…).
Nintendo erhoffte sich dadurch ein anderes Publikum zu erreichen. Die 3D-Technilogie war teuer und somit der 3DS auch. Hier wollte man ein Gerät anbieten, das eher wieder in die Preisgefilde des GBA kam und vielleicht auch für jüngere Kinder geeignet war (Nintendo selbst empfahl den 3DS nicht für Kleinkinder, wegen des 3D-Effekts. Externe Experten sahen das nicht so drastisch und schließlich konnte man den 3D-Effekt ja auch runterregeln bis ausschalten).
Und der 3DS ist in Japan wirklich erst 2016 erschienen!
Ich kenne keine Verkaufszahlen, aber ich glaube schon, das das Gerät, wenn auch sehr preisgünstig, sich nicht gut verkaufte. Heute bekommt man den 2DS für weit unter 100 EURO und da habe ich nun auch zugeschlagen. Wegen des Sammlertiebs und der Neugierde. Wie macht sich das Ding den in der Praxis?

Erstaunlich gut! Das Gehäuseplastik wirkt schon recht billig. Besonders wenn man kurz davor einen NEW 3DS XL in der Hand hatte. Aber die Konsole liegt sehr gut in der Hand bzw. den Händen. Alle Regler und Button sind sehr gut zu erreichen. Auch für meine großen Hände. Das Display (ja, tatsächlich ist es hier nur ein durchgehendes Display, das von einem Balken unterbrochen wird, damit die 3DS-Software darauf auch mit dem gleichen “Abständen” gezeigt werden kann) ist sehr gut und deutlich. Die Bildschirme haben die gleiche Größe wie beim 3DS. Wenn man hauptsächlich die 3DS XLs gewöhnt ist, so wie ich, dann kommen einen die Displays klein vor. Die Software und Oberfläche ist identisch mit dem des 3DS. Will heißen, das hier spezielle NEW-3DS-SOftware nicht läuft. Davon gibt es aber nicht so viele. Spontan fallen mir nur die SNES-Spiele ein, die ich auf dem NEW 3DS habe, die auf der virtuellen Console vom 2DS genauso wenig läuft, wie auch dem “alten” 3DS/3DS XL. Was ich persönlich ja für ein Witz bzw Marketinggag halte. Warum sollten alte SNES-Spiele nicht auf dem 3DS/2DS laufen? Ist genauso die gleiche Verkaufsstrategie wie mit den GBA-Spielen. Bekommt man nicht für den 3DS nur für die Wii U. Merkwürdigerweise waren bei dem Spiele-Paket das Nintendo für die Frühkäufer ausgegeben hatte, als Nintendo den Preis für den 3DS gesenkt hatte, GBA-SPiele dabei gewesen!
Anyway.

Der 2DS liegt durch sein starres Gehäuse so ein wenig wie ein erhöhter GBA in der Hand oder wie ein Tablet. Was ich persönlich sehr angenehm finde. Die Schultertasten liegen dadurch recht hoch. Was mir mit den langen Fingern keine Probleme bereitet. So spielen sich Pinball-Spiele sehr gut. Kinderhände könnten da ein wenig Probleme haben.
Aber muss man die Konsole haben? Ich denke nicht. Das ist was für Sammler. Sparsame Eltern, die für ihre Kinder einen DS kaufen wollen, greifen wahrscheinlich auch eher für ihre Kinder auf gebrauchte 3DS zurück. Die bekommt man auch für 100 EURO. Das nun bei den 2DS je eine Spiel vorinstalliert ist (bei mir ist es Mario Kart), lockt da glaube ich auch nicht besonders. Und wer 3DS nicht abkann, schaltet das eben auf dem 3DS ab.
Somit finde ich den 2DS auch nicht geeignet als einziges 2/3DS-Gerät im Haus. So ein 3DS bietet trotzdem mehr Komfort. Man kann ihn zuklappen (ein Feature was die Switch als mobile Konsole nun auch nicht mehr hat) und passt dann super in die Hosen- oder Jackentasche. Das kann man von den 2DS nicht behaupten. Da braucht man schon große Taschen.
Als Sammler und Fan sollte man das Gerät nicht links liegen lassen, sonst kann es mal genauso teuer werden wie der GBA Micro!