Böse Filme und Spiele versauen mal wieder unsere Kinder

Der Tagesspiegel hat mal wieder tief in “Böse Medien verderben die Menschen und machen sie zu gefühllosen Mördern”-Kiste gegriffen.
Auf der Meinungsseite äußert sich Annette Kögel zu Gewalt in Filmen und in Computerspielen. Jeder soll seine eigene Meinung haben. Das finde ich gut so. Auch kann ich die Autorin verstehen. Sie greift zwar in ihren Artikel sehr tief in die Vorurteil-Kiste, aber wenn das ihre Meinung ist.. okay. Vielleicht bitte erst einmal hier lesen und selbst eine Meinung bilden. Danke!

Merkwürdig ist der Teaser: Ein Spiel namens “Alle erschießen” und dann die Überschrift: Muss man Brutalität im Kino und im Internet ertragen?
Anschließend geht es dann erst einmal um den Film DRIVE und dann geht es zu Online-Spielen über. Also ich muss zugeben das ich mich nicht besonders angestrengt habe, aber ich habe kein Spiel mit dem Namen gefunden. Eine Spiele-Plattform scheint das als Kategorie-Namen zu haben. Aber nun gut. Wir wissen alle das es da sehr, sehr fragwürdige Spiele im Netz gibt. Später im Artikel gibt es auch ein paar Links wo man solche Spiele ggf. finden kann und dann einen Aufreger das diese Spiele auch von Kindern gespielt werden können. Das stimmt auch. Hier wieder mit einer Sperr- oder Verbotskeule zu wedeln ist genauso nutzlos wie es ein gewohnter Beissreflex von Ahnungslosen ist. Denn wir wissen alle, die wir auch mal Kinder waren: Was verboten ist macht natürlich noch mehr Spaß. Hier sind die Erziehungsberechtigten und nicht ein staatliches Verbot gefragt. Ich weiß nicht ob Frau Kögel Kinder hat (und will das jetzt auch nicht recherchieren da ich nur ein Blogger bin und kein Journalist —Vorsicht triefende Ironie!—), aber ich bin Vater einer 10jährigen und Spieler und bilde mir ein deswegen ein wenig Ahnung zu haben. Was muss ich also als Vater tun? Genau! Ich muss einmal mit meiner Tochter darüber sprechen das es solchen Dreck im Netz gibt und warum ich es für sie nicht geeignet empfinde. Und als zweite Maßnahme muss ich mich mit der Materie auseinander setzen. Sprich mit Hard- und Software. Ich gebe also meiner Tochter einen Rechner in die Hand, der dementsprechend geschützt ist. Das ist mit den Jugendschutzeinstellungen unter Windows übrigens recht einfach gemacht. Dafür muss man kein IT-Experte sein. Wenn ich das als Elternteil nicht kann, dann muss ich mir einen Experten für so etwas suchen. Aber nicht einfach das Kind an den Rechner setzen und hoffen das der Staat da was gegen tut und alles verbietet was mir jetzt gerade nicht passt!

Die Frage in der Überschrift kann ich mit einem klaren NEIN beantworten. Niemand zwingt irgend jemanden in diesem Land mir Filme ab 18 anzusehen. Niemand zwingt irgend jemanden brutale Spiele zu spielen. Wir haben die Wahl. Wer sich selbst zensieren möchte, weil er das alles nicht mehr ertragen kann, der kann den Jugendschutzfilter von Windows auch für sich selbst einsetzen und somit sich selbst zensieren. Sie haben die Wahl! Das gewisse Filme und Spiele indiziert oder gar verboten werden müssen, steht außer Frage. Das ist auch gängige Praxis in diesem Land und dafür gibt es auch schon ausreichende Gesetze.
Aber jeden Shooter gleich wieder an den Pranger zu stellen bloß weil da auf Pixelhaufen geschossen wird, greift mal wieder zu kurz. Meine Tochter spielt viel. Auch im Netz. Aber keine Shooter. Sie spielt auf kindgerechten Plattformen wie Panfu.de. Mein erster Shooter hatte ich mit 9 gespielt: SPACE INVADERS!
Als die ersten Egoshooter auf den Markt kamen war ich schon älter als 18. Allerdings habe ich als Minderjähriger schon Actionfilme gesehen. Ich bin nicht zum Killer geworden. Übrigens auch Niemand aus meinen Freundeskreis. Altersfreigaben müssen eingehalten werden und sind wichtig, wieder keine Frage! Und wenn die BPjS oder ähnliche Vereine eben der Meinung sind das z.B. Counterstrike ab 16 ist, dann haben sie dafür einen Grund. Und wenn diverse GTA-Teile ab 18 sind, dann hat das auch sein Grund und solche Spiele haben auch nichts in Kinderhänden zu suchen.

Ich frage mich warum Frau Kögel in den ab 18 freigegeben DRIVE gegangen ist. Was hat sie erwartet bei einen Actionfilm ab 18? Sexszenen? Ich gucke mir doch keinen Actionfilm ab 18 an, wenn ich keine Gewaltszenen sehen will. Ich bin ja auch der Meinung das heutzutage viele Actionfilme zu brutale Szenen beinhalten. Ja, das meine ich ernst! Wenn ich mir einen Horrorfilm ansehe, dann weiß ich was mich erwartet. Bei einen Actionfilm müssen keine Schlachtszenen gezeigt werden. Das bringt die Story und auch nicht die Spannung eines Actionfilms voran. Ja, ich habe mich bei Filmen wie KICK ASS schon gefragt “muss das jetzt sein?”. Der Film hätte auch wunderbar ohne Slasher-und Splatter-Szenen funktioniert. Meiner persönlichen Meinung nach vielleicht sogar besser!
Also oftmals ist es unnötig. Aber wenn diese Filme schon so beworben werden und dann auch oftmals keine Freigabe unter 18 haben, dann weiß ich natürlich was mich erwartet und überlege es mir dann als denkender Mensch ob ich das jetzt wirklich sehen will. Denn müssen muss ich das nicht. Und wenn ich ein Horrorfilm sehen möchte dann gucke ich mir diesen auch an und weiß dann aber auch das es unappetitlich werden kann. Wenn ich mir einen Pornofilm ansehen will kann ich mich hinterher auch nicht beschweren das da Sex zusehen war!

Das bringt mich auch wieder zurück zu den Spielen. Bei DOOMartigen FPS-Spielen weiß ich was mich erwartet wenn ich so ein Spiel starte. Ich persönlich spiele z.B. keine Shooter die auf realen Kriegen wie der Zweite Weltkrieg oder Vietnam basieren. Mein persönlicher Geschmack. Ich kenne viele Spieler die solche Spiele spielen und eben trotzdem normaler Mitglieder dieser Gesellschaft sind. Ich kenne auch gewaltbereite Menschen, die nie ein Computerspiel angefasst haben und nichts von Actionfilmen halten. Gibt es alles. Ich will damit sagen: Wir können nicht immer alles gleich verbieten. Wenn es extrem ist, muss das mal sein, aber bloß weil es grenzwertig ist und nur eine kleineren Teil der Bevölkerung interessiert, muss es nicht falsch sein.
Sonst möchte ich all das andere Gewaltverherrlichende Zeug wie Boulevard-Zeitungen, Fußballspiele, Waffenbesitz, Bundeswehr und Kriegberichterstattungen im TV usw. usf. verboten haben. Schon mal Fussballfans gesehen die nach einem verlorenen Spiel ihrere Mannschaft nach hause fahren?

Metawar

Metawar, ist der Krieg der weiter geht als das Spielbrett. Auch wenn manch einer meint, das gehöre auch dazu, finde ich das völlig daneben. Leider teile ich wie im Artikel die Beobachtung, dass seit mehr kyrillische Buchtsaben auftauchen, es seltsame Formen in EVE (anderswo auch?) annimmt. Die chinesischen Scriptminer wurden ja noch runtergeschossen, aber Mailbombing außerhalb des Games ist definitiv nicht ok. Aber lest selbst.

Wir wollen nur spielen!

(Artikel von Jens, aus dem alten Blog importiert)

Ich mach ja Live-Rollenspiele (wenn ich dazu komme) und spiele gerne Rollenspiele am Computer (wenn ich dazu komme) und habe für einige Zeit auch Online gespielt (dazu komme ich allerdings eigentlich gar nicht mehr). Früher hab ich auch klassisch Rollenspiele am Tisch mit Würfel und Brett gespielt. Es ist schwer, zu erklären, warum ich das so gerne mache – wobei, eigentlich ist die Antwort zunächst einfach: Es macht Spaß. Aber was genau ist es, was so faszinierend daran ist, dass man so viel Zeit und Material dafür aufwendet? Das versucht Michael Schilhansl in seinem Film “Nur ein Spiel” zu erklären, in dem er völlig normale Menschen zu Wort kommen lässt, die auf LARPs gehen, Wochenenden mit Freunden durchwürfeln, sich auf Computerspiele eingelassen haben und mit Spielern auf der ganzen Welt online spielen.


Nur ein Spiel from Michael Schilhansl on Vimeo.

Wohltuend ist hier, dass recht schnell klar wird: Es geht um ein Hobby. Die Faszination der Leute ist erkennbar, ist aber eigentlich dieselbe wie die von Fußballfans, von Leuten, die ihre Wochenenden in einer Werkstatt verbringen, die Wandern gehen oder gerne Reisen. Der Film wird für mich vor allem in der 2. Hälfte etwas öder, weil ich Fantasyrollenspiele am Rechner langweilig finde und WoW insbesondere völlig uninteressant. Aber was gut rüber kommt ist, was Rollenspiele sind, wenn man den ganzen unsinnigen “Killerspiel”- und “Oh Gott, alle Kinder werden Computerspielanhängig!”-Hype mal weglässt und statt Extreme zu zeigen mal die Normalität erklärt – und die möglichen Probleme dennoch nicht auslässt. Dass es dann zuweilen ziemlich uninteressant ist, sich eine WoW-Session so anzusehen, wie sie für 99% der Spieler tatsächlich abläuft ist für Zeitgenossen, für die Computerspiele Teufelszeug sind aber vielleicht auch mal ganz heilsam.

Welt der Minenkraft

Minecraft ist ein Spiel das, je mehr ich darueber erfahre, ich absolut nicht spielen moechte einzig und allein aufgrund des Suchtfaktors. World of Warcraft hatte mich fuer ein halbes Jahr und nach Eigentherapie (und neuem Job) bin ich da mit Ach und Krach rausgekommen.

Wikipedia hat sogar eine gescheite Beschreibung (dafuer das das Spiel hier wohl nicht so bekannt ist) auf Deutsch:

Das Spiel ist in zwei Bereiche aufgeteilt, die sich beide alleine und online im Mehrspielermodus spielen lassen – den kostenlosen Classic-Teil, der nicht mehr weiterentwickelt wird und lediglich die Platzierung von Würfeln unterschiedlichen Materials in der Spielwelt ermöglicht und den Survival-Teil, der trotz Alphaphase kostenpflichtig ist. Letzterer ermöglicht unter anderem das Abbauen von Rohmaterialien, deren Weiterverarbeitung zu anderen Gegenständen, aber auch Erkundungstouren durch unterirdische Höhlen mit rollenspielähnlichen Kämpfen. Der Survivalmodus wird momentan weiterentwickelt und erfährt monatlich mehrere Aktualisierungen.

– Wikipedia – Minecraft


Aber das heisst nicht, das es nicht verdammt cool ist, was die Spieler da machen:

Klar gingen hier ein paar Monate ins Land, aber wenigstens kommt hier Kreativitaet ins Spiel.

Minecraft

AoE Online mags wie ich: umsonst.

Schon wieder mach ich mir Freunde mit schmaler Geldboerse und vergraule Spieleenwickler, die Geld brauchen.

Nur diesmal kommt ein Spiel nicht von einem unabhaengigen Studio, sondern von den alterwuerdigen Meistern der Echzeitstrategie, die uns schon unsere Jugend (und so einige Unipassagen) gestohlen versuesst haben.

Age of Empires Online heisst das neue Kind von Microsoft Games und wartet mit eher ungewohnter Comicgrafik und Echtzeit-Onlinegameplay auf, welches auch dann weiterlaeuft, wenn man nicht am Netz ist.

Strategiespiele mit Rollenspielelementen zu verbinden ist zwar nicht neu, aber immer noch wirft sich mir die Frage auf, was das denn soll. Bisher gab es noch kein Spiel, das diese Kombination gescheit umgesetzt hat. AoE Online hat aber Potential durch die langjaehrige Erfahrung der Entwickler.

Auf der anderen Seite rieche ich eine kleines Bonbon, das vor meiner Nase baumelt. Eine getarnte PR Attacke, um irgendwie weiter rechtfertigen zu koennen, das Age of Empires II, sei es auch noch so toll, nach 11 Jahren (oder 10 als Gold Edition) immernoch so viel kostet wie ein moderner Vollpreistitel.

Age of Empires Online kommt 2011 fuer Windows PC und Games for Windows – LIVE raus, laesst sich aber schon laneger als Beta nach Anmeldung auf der offiziellen Seite spielen.

http://www.ageofempiresonline.com/

Need for Speed World, komplett umsonst!

Need For Speed World Goes Free

EA’s Need for Speed World kam Anfang dieses Jahres und erlaubte das Spielen bis Level 10 umsonst. Wer bis Level 50 voranschreiten wollte, musste die Geldboerse zuecken.

Mittlerweile haben sich schon ueber 1 Million Spieler registriert und da hat sich EA mal eben komplett vom Mammon verabschiedet, somit kann nun jeder fuer Lau Level aufstocken, neue Karten, Autos und Updates bekommen und spaeter im Jahr im neuen “Co-op pursuit mode” rumheizen.

Wer bislang dafuer bezahlt hat, bekommt aber Gutscheine fuer den BMW M3 GTR, Lamborghini Gallardo LP560-4 und den Audi R8 4.2 FSI Quattro. In wieweit das als Wiedergutmachung herhaelt, ist eine andere Geschichte.

Also los, Motoren starten!

http://world.needforspeed.com/

(via kotaku)

Immer wenn mir danach ist.

Immer wenn mir danach ist, rotte ich eine Stadt aus, ein Land, ein Kontinent. Zombies, H1N1, Rinderwahnsinnbuletten. Ein paar Kontinente sind schon am Ende. Das tolle ist, der Spielstand wird gespeichert und man kann seine Hybris bei diesem feinen Online Retrogame Infectonator später fortsetzen. Erst beim zweiten Anlauf erkannte ich den wahnsinnigen und blutrünstigen Spaß dieses Spiels. Eine Art Anti-Siedler!

Ich liebe vor allem Michael Jacksons Auftritt.

Infectonator

Infectonator