Pinball Hall Of Fame: The Williams Collection

Das Entwicklerstudio FarSight ist heute eher bekannt für seine Pinball-Serie bzw. -Plattform PINBALL ARCADE. Eine Spiel das es nur als Download gibt und das seit 2012 immer wieder mit neuen Tischen versorgt wird. Das Spiel gibt es für so ziemlich jede Plattform (Android, iOS, Mac, Ouya, Playstation 3/4/Vita, WiiU, Xbox 360/One und natürlich Windows). Hier werden originale Pinball-Tische von bekannten Herstellern emulliert. 2012 war man mit den Tischen “Tales of the Arabian Nights” (Williams, 1996), “Ripley’s Believe it or Not!” (Stern Pinball, 2004), “Black Hole” (Gottlieb, 1981) und “Theatre of Magic” (Bally, 1995) gestartet. Ich hatte das Spiel zunächst nur auf Android, dann aber auch via Steam auf dem PC. Jedes Jahr werden eine bestimmte Anzahl von Tischen zu sogenannten Seasons zuammengefasst und können so nicht nur einzeln oder als Doppelpack gekauft werden, sondern auch als Season Pack. Mittlerweile ist man also bei Season 6 und bei 79 Tischen (Stand Januar 2017). Von der Technik her benutzt man zwar immer noch die gleiche Engine wie 2012, abr z.B. hat man diese auf dem PC mittlerweile für DX11 aufgebohrt. Sie ist also grafisch immer noch recht aktuell, läuft flüssig und ist schön anzusehen. Steht also seinem Konkurrenten von Microsoft PINBALL FX2 aka ZEN PINBALL in nichts nach. Außer im Preis! Denn zu mindestens unter Android und Windows sind die Tische sehr viel teurer! Für einen Tisch muss man hier schon 4 bis 5 Euro berappen. Die Konkurrenz kostet da meist nur die Hälfte. Die Season Packs kosten zwischen 27 und 36 Euro. Wobei nicht alle Packs die gleiche Anzahl von Tischen enthält. Die älteren Packs haben deutlich mehr Tische. Gerade bei Steam sollte man daher auf irgendwelche Sales warten, wo man die älteren Seasons für teilweise 19 Euro bekommt. Das ist dann schon ein angemessener Preis.
Einmal hat sich FarSight an eine eigene Kreation gewagt. Einen Ghostbusters-Tisch ohne reale Vorlage. Allerdings wenn man dann mal genau hinschaut, dann basiert das Layout doch auf einen originalen Tisch: Haunted House von 1982.

Aber darum sollte es heute gar nicht gehen. Denn FarSight hatte schon vorher Pinball-Spiele auf Datenträger rausgebracht, die auf bekannte Pinball-Tischen basierten. Das erste PINBALL HALL OF FAME erschien 2004 mit einer Kollektion von Tischen der Firma Gottlieb auf Gamecube, PS2/3, PSP, Wii und Xbox. Davon besitze ich die PS2- und die PSP-Version. Wobei hier die PSP-Version, die etwas später erschienen ist, mehr Tische als die PS2-Version hat.
2008 dann folgte PINBALL HALL OF FAME: THE WILLIAMS COLLECTION aka WILLIAMS PINBALL CLASSICS für 3DS, PSP, PS2/3, Wii und Xbox360. Und heute geht es mir um die 3DS-, PSP- und die Wii-Version, die ich besitze.

Die 3DS- und die Wii-Version haben nur 7 Tische. Die PSP-Version hat drei Tische mehr. Wiederum haben die Wii und auch die PSP als “Menü” eine schöne Spielhallenanimation, die auch schon bei der Gottlieb-Collection benutztz wurde, bei der man quasi von Tisch zu Tisch “gehen” kann. Das ganze ist grafisch wie eine amerikanische Arcade aufgebaut und zwischen den Tischen stehen auch immer wieder Coin-Up-Automaten, die man im Spiel (leider) nicht ansteuern kann. Schade eigentlich. So hat doch zu mindestens Williams seiner Zeit ein paar sehr gute Arcade-Spiele lizenziert gehabt (Defender, Moon Patrol z.B.). Aber natürlich hat hier FarSight nicht die Rechte. Der 3DS-Version fehlt das leider. Aber zu der Version habe ich ja schon einmal etwas ausführlich geschrieben.

Grafisch unterscheiden sich die Spiele nicht besonders. Augenscheinlich sehen die Tische genauso aus, wie bei PINBALL ARCADE, aber natürlich nicht ganz so schick. Trotzdem schaut das eben ganz gut aus. Leider ist das Bild für den 3DS sehr dunkel, selbst wenn man die Helligkeit des Geräts ganz hoch regelt. Das schont zwar die Augen, ist aber hier eher anstrengend. Die PSP- und die Wii-Versionen sind allerdings ganz normal hell. Bei der Wii kann man die Flipper nur über eine Kombi von Wiimote und Nunchuk steuern. Ehr nervig, das hier nicht der ProController oder das GC-Gamepad unterstützt wird. Dafür werden aber die Bewegungssensoren der Wiimote unterstützt und man kann damit den Tisch “anstoßen”. Nicht zu kräftig rütteln, denn sonst bekommt man schnell ein Tilt! Auf der Wii macht mir das Spiel eher wenig Spaß, da ich ohnehin nicht so gern am großen Bildschirm nicht so gerne Flipper-Spiele zocke und sich das mit Wiimote und Nunchuk irgendwie falsch anfühlt.

Die PSP-Version zocke ich allerdings ganz gern. In allen Versionen gibt es übrigens ein Wettbewerbsmodus. Hier muss man alle Tische durchspielen. Für jeden Tisch wird ein Ziel in Form einer Punktzahl vorgegeben. Wenn man die erreicht, kommt man zum nächsten Tisch, wenn nicht, hat man noch zwei Versuche, wenn man die nicht schafft, dann muss man wieder von vorn anfangen. Desto höhere Spielergebnisse bei den einzelnen Tischen hat, desto höher ist dann auch der gesamte High Score am Ende. Es reicht also nicht immer nur die Mindestspunktzahl zu erreichen um in der Endtabelle ganz oben zu landen.
Diesen Modus findet man heute auch bei PINBALL ARCADE wieder.
Und online kann man sich auch mit anderen Mitspielern vergleichen.

Wie bei der 3DS-Version, wo man den Handheld auf den Kopfstellen kann und dann das Spielfeld “unten” hat, gibt es auch bei der PSP-Version eine Besonderheit. Normalerweise wird hier einmal der Analogstick zum Abschuß der Kugel benutzt und die Schultertasten der PSP werden zur Betätigung der Flipper verwendet. Die Feuerknöpfe werden normalerweise zum einstellen der verschiedenen Kamerablickwinkel benutzt. Wenn man aber die Select-Taste drückt, wird der Bildschirm auf Hochformat umgeschaltet. Die Flipper werden dann über die Feuerknöpfe betätigt. Das sieht dann zwar ganz nett aus, aber spielt sich zu mindestens für große Hände doch recht unkomfortabel.
Ich spiele die PSP-Version am liebsten. Die Schultertasten reagieren sehr gut und man hat wirklich ein gutes Spielgefühl. Wenn man z.B. PINBALL ARCADE auf dem Tablet spielt hat man quasi den ganzen Tisch auf einmal “vor” sich. Das gibt dann zwar eine gute Optik, die an einen richtigen Pinball-Tisch erinnert, aber dafür fühlt sich dann wieder sie Steuerung via Touch nicht so richtig an. Ich mag dann da mehr die physischen Tasten.

Deswegen spiele ich am liebsten am Rechner. Hier kann die den Monitor hochkant drehen und benutze einen Arcadestick, mit einen persönlichen Layout, wo ich mir zwei Tasten links und rechts außen am Gehäuse habe verlegen lassen, so das ich fast ein richtiges Pinball-Tisch-Feeling habe. Ein richtiges Video-Pinball-Kabinett wäre natürlich noch besser, aber das liegt doch etwas über meinen finanziellen Möglichkeiten.
Aber als Handheld spiele ich dann eben zur Zeit am liebsten die PSP-Version der Tische von FarSight und kann das Spiel hier wirklich nur jeden PSP-Besitzer ans Herz legen. Leider gibt es für die PSP ja leider nur drei Pinball-Spiele: Die beiden HALL OF FAME von FarSight/System3 und in einer Compilation noch Pinball Dreams/Fantasies. Das war es leider schon.
Die Auswahl am 3DS ist größer. Hier würde ich eher das DSi-Spiel PINBALL PULSE empfehlen, wenn hier auch ohne 3D, ist es doch das beste Pinball-Spiel auf der DS-Plattform. Wenn schon 3D, dann vielleicht lieber ZEN PINBALL statt PINBALL HALL OF FAME. Auf der Wii macht mir persönlich Pinball ohnehin nicht so viel Spaß. Aber selbst da würde ich lieber die Neuauflage des Hudson Soft Klassikers ALIEN CRUSH (TurboGrafiX16) empfehlen: ALIEN CRUSH RETURNS. Oder gleich den Klassiker selbst via Virtual Console und gleich zusammen mit seinem Bruder DEVILS CRUSH. Ich hatte ja immer gehofft das die Spiele es auch in die Virtual Console des 3DS schaffen würden, was ja technisch kein Problem gewesen wäre. Das ist aber leider nie geschehen.

Pinball Hall Of Fame – The Williams Collection (3DS)

PHOF-TWC ist für den 3DS im Jahr 2012 erschienen. Seit 2008 ist das Spiel auch für PS2, PS3, PSP, Wii und XBOX 360 erschienen. Vorher hatte Farsight Studios auch schon 2004/5 für PS2, PSP, Wii, Gamecube und XBOX PHOF – The Gottlieb Collection auf den Markt gebracht. Ansonsten sind Farsight Studios natürlich auch für PINBALL ARCADE auf diversen Systemen verantwortlich. Und sie machen auch meist einen guten Job in Sachen Umsetzungen von realen Flipper-Tischen. So ist die Sammlung bei PINBALL ARCADE mittlerweile recht gut gewachsen und auf dem PC z.B. via Steam schon in der sogenannten vierten Season. Der direkte Konkurrent ZEN PINBALL bzw. PINBALL FX von Zen Studios (unterdessen Microsoft) hat sich mehr auf selbstgebastelte Tische mit Disney-Lizenzen (Marvel, Star Wars) spezialisiert. Farsight eben auf Originaltische. So haben wir hier 7 Tische von Williams: Gorgar, Black Knight, Space Shuttle, Pinbot, Taxi, Whirlwind und Funhouse. Die man natürlich auch alle bei PINBALL ARCADE wiederfindet. Muss man also nicht unbedingt haben. Aber etwas bietet die 3DS-Version schon, das z.B. eben die PC- oder iOS- oder Android-Versionen nicht haben: 3D!

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Wie auch Zen Studios, allerdings nur als Download, ein paar ihrer Tische auf dem 3DS ins 3D umgesetzt haben, so natürlich eben auch Farsight. Aber eben als Modul. Was ich als Sammler natürlich schöner finde. Die 7 Tische spielen sich also genauso gut wie auf anderen Systemen, aber eben in 3D. Die Tastenbelegung ist die Klassische (Schultertasten für die Flipper, das analoge Pad zum “abschießen” der Kugel und der Touchscreen zum “anstoßen” des Tischs). Das 3D funktioniert hier genauso gut wie beim Konkurrenten ZEN PINBALL. Man hat das Gefühl in einen kleinen Schaukasten oder eine Puppenstube zu gucken. Natürlich hat man hier auch das gleiche Problem wie beim Kontrahenten: Man muss den 3DS für 3D ruhig und in einen bestimmten Winkel halten, sonst verschiebt sich das Bild und gibt einen den berühmten hässlichen Doppelbildeffekt. Schaltet man 3D ab, wertet das die Grafik sofort ab. In 2D sieht z.B. PINBALL ARCADE auf Android oder am PC deutlich besser aus. Außerdem hat man natürlich mit nur einem Bildschirm hier ein recht kleines Bild (gegenüber z.B. PULSE PINBALL von Nintendo, das der PRO PINBALL-Serie ähnelt), das besonders auf dem “normalen” 3DS zu Augenkrebs wird. Auf dem 3DS XL geht es allerdings.

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Merkwürdigerweise ist das Bild des Spiels recht dunkel! Den Effekt hatte ich bisher noch bei keinen Spiel auf dem 3DS. Das dunkle Bild und eben das starre halten des 3DS wegen des 3D-Effekts motiviert natürlich nicht unbedingt zu einer längeren Spielsession. Für Zwischendurch ist das Spiel ganz nett. Aber man muss schon Fan sein! Wer kein großer Freund von Video Pinball ist, der wird bei diesem Spiel bestimmt auch nicht von dem Sub-Genre überzeugt werden.

Gib dir die Kugel im Zen-Garten

ZEN PINBALL gibt es als mobiles Pinball- Spiel schon länger. Zunächst für das iPhone und später auch für den 3DS und einige Android- Smartys. Die iPhone- Version kenne ich nicht und zu der 3DS-Version hatte ich hier schon mal was geschrieben. Für Android gab es das Spiel bisher nur für Geräte mit dem Tegra-Chip. Unterdessen haben die Zen Studios ein wenig nachgebessert und das Spiel auch für andere Android-Gamer nutzbar gemacht. Auf den 3DS gibt es als Download zwei Zen Pinball Spiele mit jeweils 4 Tischen. Die eine Version hat als Tisch-Themen Marvel-Figuren.
Auf Android bekommt man mit dem Spiel einen Tisch kostenlos (siehe Screenshot). Weitere Tische kann man als In-Game-Buy einzeln dazu kaufen. So wie bei Pinball Arcade. Im Gegensatz zu Arcade sind die Tische bei Zen keine Lizenz-Tische von Bally und Co. Auch preislich ist Zen Pinball anders. Muss man bei Arcade mittlerweile 4.99 für einen Tisch hinblättern, so bezahlt man bei Zen nur 75 bis 79 Cent pro Tisch. Die Marvel-Tische kosten trotz Lizenz 75 Cent.
Grafisch liegen beide Spiele gleich auf. Wobei Zen Pinball noch einen erweiterten Grafikmodus hat, der für leistungsstarke Android-Geräte wie zum z.B. Geräte mit Tegra-Chip gedacht ist, in dem das Spiel wirklich besser aussieht. Auch eben besser als Pinball Arcade!
Bis auf den Iron Man Tisch gibt es alle Marvel-Tische, die es auch auf den 3DS. Und 4 weitere. Von den zweiten 3DS-Spiel gibt es auf Android nur einen Tisch. Aber dafür 4 weitere die es auf den 3DS nicht gibt. Den 3D-Effekt vermisse ich auf Android nicht. Der ist eben auch auf den 3DS nicht spielentscheidend. Ist dann Pinball Arcade wenigstens spielerisch oder im Handling besser als Zen Pinball, wenn es denn schon teurer ist? Nein, auch da liegen beide gleich auf. Also ist Zen Pinball ein schöner und preisgünstigerer Zeitvertreib für Zwischendurch, wo sich ein Download schon mal lohnt.

EDIT 16 Uhr 23:
Ich wurde eben darauf aufmerksam gemacht das die Preise im Moment wohl Feiertags preise sind und sonst ein Tisch wohl 1,50 kostet. Finde Ich aber auch nicht besonders teuer.

Zur Abwechslung mal Pinball Arcade

Es sind nicht ein mal 4 Wochen um und da gibt es schon wieder ein Post zu Pinball Arcade?
Tja, zu Weihnachten ist FarSight eben mal eine Woche früher dran als letzten Monat. Und ja, man ist dabei geblieben nur noch einen Tisch pro Monat neu anzubieten. Auch bei den hohen Preis ist man geblieben. Denn auch wieder gibt es ein Tisch mit einer TV-Lizenz, die FarSight wahrscheinlich eine Schüppe mehr kostet. Diesmal ist es der Star Trek – The Next Generation – Automat aus dem Jahr 1993. Mal wieder einen Tisch den ich persönlich kenne und früher sehr gerne und immer mal wieder gespielt habe. Somit konnte mich auch FarSight quasi dazu überreden diesen Tisch zu kaufen. Aber nicht die sogenannte Pro-Version für 7.99!
Aber der Twilight Zone Tisch bleibt trotzdem im Slot. Bin ich auch Fan der Serie, so finde ich den Tisch nicht so besonders, als das ich für die Software-Version so viel ausgeben würde.

Außerdem gab es mit diesen Update auch ein neues Benutzer-Menü, das ich ein wenig gewöhnungsbedürftig finde. So funktioniert es nur im Landscape-Modus. Aßerdem gibt es jetzt auch noch die Möglichkeit und Extras für die einzelnen Tische individuell den Kugeln neue Skins zu verpassen. Jetzt also nicht nur Gold, sondern auch als 8er Billiardkugel oder Smiley. 7 Skins gibt es da bisher, wenn ich mich nicht verzählt habe. Ein ganz netter Gimmik.

Direkt nach den Update gab es noch den witzigen Bug, das wenn man den Tisch horizontal gestartet hatte mit den Starten der Session die Ansicht auf Landscape umsprang und auch anders herum. Den Bug haben sie mit den Update von Gestern behoben.

Pinball Arcade – Twilight Zone

Wieder einmal ist ein Monat rum und FarSight Studios bietet wieder einen neuen Download für ihr Pinball Arcade an. Zu mindestens für Android. Die Pro-Versionen von einigen Tischen gab es schon letzten Monat, wo FarSight Studios schon nochmal $ 1.99 haben wollten. Den genauen Inhalt dieser Packs kenne ich allerdings nicht, weil ich eben bei schon $ 2.99 pro Tisch meiner Meinung nach genug bezahlt habe. Irgendwie hat man mit der Pro-Version wohl mehr Einstellungsmöglichkeiten und kann sich die Tische in Detail anschauen, oder so etwas.
Bisher habe ich die für App-Verhältnisse recht hohen Preise immer verteidigt, denn es ist schon richtig das kein Studio von fast umsonst leben kann. Leistung soll schon bezahlt werden. Das ist völlig okay. Anfangs gab es ein oder zwei Tische für $ 1.99, aber auch schon gleich welche für 2.99.
Diesen Monat, ja den Weihnachtsmonat, gibt es ein besonderes Geschenk. Nicht nur das es diesen Monat nur einen neuen Tisch gibt, TWILIGHT ZONE von Bally aus dem Jahre 1993, sondern dieser kostet in der Vollversion gleich $ 4.99 und in der Pro-Version $ 7.99! Das finde ich persönlich als zu teuer für ein Android-Spiele-App-DLC. Die Mincraft – Pocket Edition kostet dagegen z.Z. € 5,49. oder eben Machinarium € 3,99. Und das sind nicht nur DLCs.

Der Tisch ansich ist schon ganz gut umgesetzt worden. Wenn ich hier auch nicht das Original gespielt habe, aber die Future Pinball – Version kenne. Mir ist bewusst das man Pinball Arcade nicht mit dem Hobby-Spieldesigner-Projekt Future Pinball vergleichen darf. Wenn dort die Leute echte Pnball-Automaten nachbauen, dann ist das gelinde gesagt eine rechtliche Grauzone. Denn eigentlich sind nur Eigenkreationen mit selbsterdachten Namen wirklich clean. FarSight müssen Lizenzgebühren bezahlen und haben auch den Programieraufwand, aber ob ich für den Twilight Zone Tisch wirklich $ 4.99 ausgeben möchte, muss ich mir schon noch genau überlegen.

Pinball Arcade (V)

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Wieder ist ein Monat um und die Macher von Pinball Arcade haben wieder zwei neue Tische im Programm. Klar zu Halloween muss man natürlich mindestens ein Tisch im Grusel-Thema anbieten. Davon gibt es ja schließlich jede Menge Vorlagen von allen großen Pinball-Automaten-Hersteller. Hatte man bei Pinball Arcade schon im letzten Monat ein Bally-Tisch mit einem Elvira-Thema, so finde ich es schon strategisch merkwürdig das man auch dieses Mal einen Elvira-Tisch hat. Und zwar Bally’s Scared Stiff von 1996. Zu gegeben ist dieser Tisch vom Layout ein wenig besser als der vom letzen Monat. Scared Stiff hat die Art von Design das ich eigentlich mag und das einen durch sein Aufbau und die etwas näher zusammen liegenden Flipper auch die Möglichkeit gibt etwas länger selbst mit einer Kugel zu spielen. An einen realen Tisch bedeutet das, das einen für sein Geld auch eben mehr geboten wird als das die Kugeln nur schnell durchrauschen. Es ist eben mehr Spiel drin, als nur Glücksspiel. Aber auch hier wird einen für’s Geld mehr geboten.

Man darf ja eigentlich die Geschichte der Pinball-Automaten nicht vergessen. Denn eigentlich waren es ja früher reine Glücksspielautomaten. Genauso eben wie Einarmige Banditen und die Wand-Automaten, die man noch heute in Kneipen und “Spielotheken” findet. Um in den USA den Glücksspiel-Automaten-Verbot zu umgehen wurden in der Mitte des letzten Jahrhunderts nicht nur die Pinball-Automaten umgestaltet das sie keinen Gewinn in Geld auswarfen, sondern eben nur noch Highscores anzeigten, sondern eben auch das Spiel ansich darin betont durch die Komponente die Kugeln wieder zurück aufs Feld zu schießen, sprich die Einführung der Flipper, die der Spieler per Tasten beeinflussen konnte. (Gestrichen weil siehe in den Komentaren!)
Trotzdem blieben  Meiner Meinung nach waren Pinball-Automaten und -Tische lange Zeit trotzdem reine Groschengräber. Das heißt das Spiel bezog seinen Anreiz nicht durch den Spaß den man dabei hat die Kugel lange auf dem Spielfeld zu halten und dort viele Möglichkeiten hat durch Herausforderungen und Aufgaben noch mehr Punkte zu machen, sondern durch den Frustfaktor, weil die Kugeln schnell durchrauschten und man als Spieler neues Geld einwarf, weil man weiterspielen wollte, weil es eben so schnell vorbei war, und nicht weil man eben so viel Spaß am Spiel hatte. Noch in den 70zigern und auch noch Anfang der 80ziger gab es viele solcher Pinball-Automaten, die eine scheinbar viel Spiel boten, weil eben 5 Kugeln pro Münze statt den heute eher üblichen 3 Kugeln angeboten wurden, die aber eher schnell durchrauschten, meist weil die Flipper zu weit aus einander lagen.

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So ein Tisch ist Big Shot von Gottlieb, der diesmal als zweiter Tisch bei Pinball Arcade angeboten wird. Big Shot ist von 1973 (als Ein-Spieler-Version. Die 2-Spieler-Version kam 1974 raus).
Der Tisch ist recht berühmt und auch beliebt gewesen. Ich kenne den Tisch auch aus meiner Kindheit. Ich bin aber nicht sicher ob die Kneipe in meiner Straße Damals wirklich einen originalen Gottlieb-Tisch hatten. Damals gab es auch eine Menge Nachbauten, die dann das Design von bekannten US-Tischen oftmals 1 zu 1 nachbauten. Natürlich war der Tisch rein mechanisch und hatte eben die typischen weit auseinander liegenden Flipper. Keine Ahnung wie viele Groschen ich da reingesteckt hatte. Oftmals hatte ich meinen Dad aus der Kneipe abgeholt und so lange er eben noch nicht fertig war, dürfte ich Flipper spielen. Da mein Dad aber kaum Alkohol trank, sondern es eben Usis war das die Bauarbeiter nach Arbeit noch für ne Stunde in eine Kneipe einzogen, und mein Dad dann eben dort seine Feierabend-Coke trank, war nach ein paar Runden für mich immer Schluss, weil er eben mich nicht viel mehr als eine Mark verspielen ließ. Ein Spiel mit 5 Kugeln kostete Damals meist 30 Pfennig. Aber manchmal haben mir dann seine Kollegen noch ein paar 10 Pfennig Stücke zugesteckt, damit mein Dad noch ein wenig länger blieb.

Big Shot war aber mit seinem Billiard-Thema eben deshalb so beliebt, weil es hier die Aufgabe gab eben alle Ziele in Form von Billiard-Kugeln zu treffen und wenn man die schwarze 8 als letztes traf, dann gab es mehr Punkte. Es war also schon ein Tisch mit zu mindestens ein Ziel. Ich speile den Tisch heute noch gerne, aber wahrscheinlich mehr aus nostalgischen Gefühlen, als das es aus heutiger Sicht ein gut-spielbarer Tisch ist. Der Tisch war übrigens auch bei der Gottlieb Collection für PS2, Xbox und Wii dabei. Ich habe das Spiel für die PS2.

Pinball Arcade (IV)

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 Und die Macher von Pinball Arcade “machen” weiter. Genug Material gibt es ja. Wobei ich ja schon das letzte Mal erwähnt hatte, das sie sich nicht immer die besten Vorlagen zur Brust genommen haben. Nun mal es auch daran liegen das viele Pinball-Automaten auf eine Film- oder TV-Serien-Lizenz basieren und ich schätze mal das es da vielleicht nicht so einfach oder preisgünstig ist die Rechte an dem Tisch zu bekommen. Ich nehme an das sonst eben nur die Einwilligung von Stern, Gottlieb, Williams usw. bzw. dessen Rechtsinhaber da nicht reicht.
Wobei scheinbar die Rechte an alten Film-Monstern vielleicht schon ausgelaufen sind, den mit Monster Bash und Creature from the black lagoon gab es ja schon zwei Pinball-Umsetzungen auf PA. Und diesen Monat nun eine dritte Umsetzung. Wobei Elvira ja nun kein Monster ist, sondern eine Figur die in den 70zigern und 80zigern in USA eine TV-Show hatte in dem Horror-Filme gezeigt wurden. Elvira war als Moderatorin so beliebt, das es in den späten 80zigern sogar einen Kinofilm gab, der sich um diese Figur drehte.
Den originalen Pinball-Automaten kenne ich nicht, aber deren Nachbildung auf PA spielt sich sehr gut. Der Tisch hat eines dieser Designs das ein längeres spielen mit einer “Münze” zuläßt ohne das man an den Tisch schon Profi geworden sein muss. So macht der Tisch von vorn herein Spaß ohne zu hohen Frustfaktor. Trotzdem ich weiterhin meine das die einzelnen Tische mit knapp 3 Euro zu teuer sind, kann ich diesen sowohl den geneigten Pinball-Fan als auch den Gelegenheitsspieler empfehlen. 
Der zweite Tisch für den Monat Oktober ist No Good Gofers, der auch ganz nett und spielbar designed ist. Auch hier kenne ich das Original nicht. Zumindestens ist der Tisch schon so gut, das es sich lohnt beide Tisch im etwa “günstigeren” Pack zu kaufen.
Wobei ich ja mal wieder den Hinweis geben will, das wenn man nicht gerade Unterwegs spielen will und einen Windows-Rechner hat, das es da immer noch die kostenlose Variante Future Pinball gibt!
Die Bibliothek auf Pin Sim Db beläuft sich unter dessen auf 1052 Tische! (Stand 30.09.2012)
Hier findet man nicht nur jede Menge Klassiker, sondern auch fantastische Eigenkreationen. 
Also da sollte sich für jeden Geschmack etwas finden.

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