Pinball FX 3

Pinball FX aka Zen Pinball ist nun für PS4, XBox One und Windows (10/Steam) in der dritten Reinkarnation erschienen. Ich kann jetzt nur für die Steam-Version berichten. So wurde die Benutzeroberfläche komplett überarbeitet. Es gibt nun mehr Online-Inhalte um mit anderen Spielern weltweit spielen zu können. Aber auch für den Einzelspieler wurden ein paar neue Modi eingebaut. So gibt es nun Herausforderungen mit z.B. Zeitlimit oder mit einer Kugel die höchste Punktzahl zu erreichen. Alles ganz nett.
Es gibt drei neue Tische mit Universal-Pictures-Classics Motiven. Diese sind nur mit PFX3 spielbar. Dazu später nochmal was. Es war angekündigt, dass man alle Tische aus PFX2 in die neue Version des Programms importieren könne. Das stimmt leider nicht so ganz. Ich selbst besitze, außer das ich nur einen “Fußball”-Tisch besitze, weil die anderen sonst spielerisch identisch sind und eben nur unter einen anderen Verein laufen, alle PFX2-Tische. Ein Großteil wurde bei der Installation von PFX3 übernommen, aber eben nicht alle! Besagter “Fußball”-Tisch ist ebenso wie die South-Park-, Plants-vs.-Zombies- und der Ms. Plosion-Tische nicht übernommen worden.

In den Foren von Steam ist jetzt zu mindestens ganz schön was los. Klar kann man die Tische die (bisher) nicht übernommen wurden noch in PFX2 spielen. Alle Tische sehen nun ein klein wenig schöner aus. Ein paar Lichteffekte sind nun auch hinzugekommen. Das erinnert alles ein wenig an die DX11-Version von Pinball Arcade. Es wurde auch eine lange Liste von Verbesserungen gepostet. Meist wurden Bugs beseitigt oder besonders knifflige Stellen nachgebessert. Ob den nun wirklich so ist, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Die neuen drei Tische gibt es für die großen Plattformen jetzt also nur für PFX3. In der Android-Version ZEN Pinball gibt es diese seit Gestern direkt. Hier gibt es scheinbar keine neue Programm-Version. Klar sehen die Tische ohnehin nicht so gut aus wie bei einem Win10-Rechner mit einer guten Grafikkarte in HD und voller Kantenglättung. Das war ja nun auch schon bei PFX2 so.
Die neuen Tische haben zum Thema E.T., JAWS und BACK TO THE FUTURE. Auf letzteren hatte ich mich natürlich am meisten gefreut!

Alle drei Tische sind finde ich gut gelungen. Gutes Design, gute Herausforderungen und alle spielen sich flüssig. Man sieht hier genauso wie bei den anderen TV-/Film-/Comic-basierenden Thementische die dementsprechenden Figuren und bekommt jede Menge Zitate um die Ohren gehauen, aber im Gegensatz zu den Star Wars-Tischen, bekommt man hier keine originale Filmmusik um die Ohren gehauen. Das ist sehr schade und mindert für mich persönlich das Spielvergnügen! Gerade BTTF und ET haben ja nun wirklich sehr gute Filmmusiken, die mir hier wirklich fehlen. Man hat versucht ziemlich ähnliche Themen zu schreiben, was es in meinen Augen bzw. Ohren noch viel schlimmer macht. Man könnte meinen, das es bei den Marvel-Tischen ja auch schon so war, allerdings basieren die Marvel-Tische ja nicht auf die Filme, sondern auf den Comics. Daher finde ich das da gar nicht schlimm. Bei den neuen Tischen fehlt es mir sehr. Das Hauptthema beim BTTF-Tisch klingt eher nach Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen, das meine Tochter früher oft auf der Wii gespielt hatte. Sehr befremdlich! Aber wie gesagt, die Tische sind sonst sehr gut gelungen und spielen sich auf Win10/Steam genauso gut wie auf dem Tablet unter Android.

Pinball FX3 bietet nichts wirklich Neues. Es ist eben ein größeres Upgrade. Kann man nicht viel meckern, denn das Basisprogramm mit dem “Hänsel & Gretel”-Tisch ist ja nun kostenlos. Zu hoffen bleibt, dass sie die fehlenden Tische noch nachreichen. Auf jene würde ich ganz gerne auch in PFX3 zu greifen wollen können.

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Pinball Hall Of Fame: The Williams Collection

Das Entwicklerstudio FarSight ist heute eher bekannt für seine Pinball-Serie bzw. -Plattform PINBALL ARCADE. Eine Spiel das es nur als Download gibt und das seit 2012 immer wieder mit neuen Tischen versorgt wird. Das Spiel gibt es für so ziemlich jede Plattform (Android, iOS, Mac, Ouya, Playstation 3/4/Vita, WiiU, Xbox 360/One und natürlich Windows). Hier werden originale Pinball-Tische von bekannten Herstellern emulliert. 2012 war man mit den Tischen “Tales of the Arabian Nights” (Williams, 1996), “Ripley’s Believe it or Not!” (Stern Pinball, 2004), “Black Hole” (Gottlieb, 1981) und “Theatre of Magic” (Bally, 1995) gestartet. Ich hatte das Spiel zunächst nur auf Android, dann aber auch via Steam auf dem PC. Jedes Jahr werden eine bestimmte Anzahl von Tischen zu sogenannten Seasons zuammengefasst und können so nicht nur einzeln oder als Doppelpack gekauft werden, sondern auch als Season Pack. Mittlerweile ist man also bei Season 6 und bei 79 Tischen (Stand Januar 2017). Von der Technik her benutzt man zwar immer noch die gleiche Engine wie 2012, abr z.B. hat man diese auf dem PC mittlerweile für DX11 aufgebohrt. Sie ist also grafisch immer noch recht aktuell, läuft flüssig und ist schön anzusehen. Steht also seinem Konkurrenten von Microsoft PINBALL FX2 aka ZEN PINBALL in nichts nach. Außer im Preis! Denn zu mindestens unter Android und Windows sind die Tische sehr viel teurer! Für einen Tisch muss man hier schon 4 bis 5 Euro berappen. Die Konkurrenz kostet da meist nur die Hälfte. Die Season Packs kosten zwischen 27 und 36 Euro. Wobei nicht alle Packs die gleiche Anzahl von Tischen enthält. Die älteren Packs haben deutlich mehr Tische. Gerade bei Steam sollte man daher auf irgendwelche Sales warten, wo man die älteren Seasons für teilweise 19 Euro bekommt. Das ist dann schon ein angemessener Preis.
Einmal hat sich FarSight an eine eigene Kreation gewagt. Einen Ghostbusters-Tisch ohne reale Vorlage. Allerdings wenn man dann mal genau hinschaut, dann basiert das Layout doch auf einen originalen Tisch: Haunted House von 1982.

Aber darum sollte es heute gar nicht gehen. Denn FarSight hatte schon vorher Pinball-Spiele auf Datenträger rausgebracht, die auf bekannte Pinball-Tischen basierten. Das erste PINBALL HALL OF FAME erschien 2004 mit einer Kollektion von Tischen der Firma Gottlieb auf Gamecube, PS2/3, PSP, Wii und Xbox. Davon besitze ich die PS2- und die PSP-Version. Wobei hier die PSP-Version, die etwas später erschienen ist, mehr Tische als die PS2-Version hat.
2008 dann folgte PINBALL HALL OF FAME: THE WILLIAMS COLLECTION aka WILLIAMS PINBALL CLASSICS für 3DS, PSP, PS2/3, Wii und Xbox360. Und heute geht es mir um die 3DS-, PSP- und die Wii-Version, die ich besitze.

Die 3DS- und die Wii-Version haben nur 7 Tische. Die PSP-Version hat drei Tische mehr. Wiederum haben die Wii und auch die PSP als “Menü” eine schöne Spielhallenanimation, die auch schon bei der Gottlieb-Collection benutztz wurde, bei der man quasi von Tisch zu Tisch “gehen” kann. Das ganze ist grafisch wie eine amerikanische Arcade aufgebaut und zwischen den Tischen stehen auch immer wieder Coin-Up-Automaten, die man im Spiel (leider) nicht ansteuern kann. Schade eigentlich. So hat doch zu mindestens Williams seiner Zeit ein paar sehr gute Arcade-Spiele lizenziert gehabt (Defender, Moon Patrol z.B.). Aber natürlich hat hier FarSight nicht die Rechte. Der 3DS-Version fehlt das leider. Aber zu der Version habe ich ja schon einmal etwas ausführlich geschrieben.

Grafisch unterscheiden sich die Spiele nicht besonders. Augenscheinlich sehen die Tische genauso aus, wie bei PINBALL ARCADE, aber natürlich nicht ganz so schick. Trotzdem schaut das eben ganz gut aus. Leider ist das Bild für den 3DS sehr dunkel, selbst wenn man die Helligkeit des Geräts ganz hoch regelt. Das schont zwar die Augen, ist aber hier eher anstrengend. Die PSP- und die Wii-Versionen sind allerdings ganz normal hell. Bei der Wii kann man die Flipper nur über eine Kombi von Wiimote und Nunchuk steuern. Ehr nervig, das hier nicht der ProController oder das GC-Gamepad unterstützt wird. Dafür werden aber die Bewegungssensoren der Wiimote unterstützt und man kann damit den Tisch “anstoßen”. Nicht zu kräftig rütteln, denn sonst bekommt man schnell ein Tilt! Auf der Wii macht mir das Spiel eher wenig Spaß, da ich ohnehin nicht so gern am großen Bildschirm nicht so gerne Flipper-Spiele zocke und sich das mit Wiimote und Nunchuk irgendwie falsch anfühlt.

Die PSP-Version zocke ich allerdings ganz gern. In allen Versionen gibt es übrigens ein Wettbewerbsmodus. Hier muss man alle Tische durchspielen. Für jeden Tisch wird ein Ziel in Form einer Punktzahl vorgegeben. Wenn man die erreicht, kommt man zum nächsten Tisch, wenn nicht, hat man noch zwei Versuche, wenn man die nicht schafft, dann muss man wieder von vorn anfangen. Desto höhere Spielergebnisse bei den einzelnen Tischen hat, desto höher ist dann auch der gesamte High Score am Ende. Es reicht also nicht immer nur die Mindestspunktzahl zu erreichen um in der Endtabelle ganz oben zu landen.
Diesen Modus findet man heute auch bei PINBALL ARCADE wieder.
Und online kann man sich auch mit anderen Mitspielern vergleichen.

Wie bei der 3DS-Version, wo man den Handheld auf den Kopfstellen kann und dann das Spielfeld “unten” hat, gibt es auch bei der PSP-Version eine Besonderheit. Normalerweise wird hier einmal der Analogstick zum Abschuß der Kugel benutzt und die Schultertasten der PSP werden zur Betätigung der Flipper verwendet. Die Feuerknöpfe werden normalerweise zum einstellen der verschiedenen Kamerablickwinkel benutzt. Wenn man aber die Select-Taste drückt, wird der Bildschirm auf Hochformat umgeschaltet. Die Flipper werden dann über die Feuerknöpfe betätigt. Das sieht dann zwar ganz nett aus, aber spielt sich zu mindestens für große Hände doch recht unkomfortabel.
Ich spiele die PSP-Version am liebsten. Die Schultertasten reagieren sehr gut und man hat wirklich ein gutes Spielgefühl. Wenn man z.B. PINBALL ARCADE auf dem Tablet spielt hat man quasi den ganzen Tisch auf einmal “vor” sich. Das gibt dann zwar eine gute Optik, die an einen richtigen Pinball-Tisch erinnert, aber dafür fühlt sich dann wieder sie Steuerung via Touch nicht so richtig an. Ich mag dann da mehr die physischen Tasten.

Deswegen spiele ich am liebsten am Rechner. Hier kann die den Monitor hochkant drehen und benutze einen Arcadestick, mit einen persönlichen Layout, wo ich mir zwei Tasten links und rechts außen am Gehäuse habe verlegen lassen, so das ich fast ein richtiges Pinball-Tisch-Feeling habe. Ein richtiges Video-Pinball-Kabinett wäre natürlich noch besser, aber das liegt doch etwas über meinen finanziellen Möglichkeiten.
Aber als Handheld spiele ich dann eben zur Zeit am liebsten die PSP-Version der Tische von FarSight und kann das Spiel hier wirklich nur jeden PSP-Besitzer ans Herz legen. Leider gibt es für die PSP ja leider nur drei Pinball-Spiele: Die beiden HALL OF FAME von FarSight/System3 und in einer Compilation noch Pinball Dreams/Fantasies. Das war es leider schon.
Die Auswahl am 3DS ist größer. Hier würde ich eher das DSi-Spiel PINBALL PULSE empfehlen, wenn hier auch ohne 3D, ist es doch das beste Pinball-Spiel auf der DS-Plattform. Wenn schon 3D, dann vielleicht lieber ZEN PINBALL statt PINBALL HALL OF FAME. Auf der Wii macht mir persönlich Pinball ohnehin nicht so viel Spaß. Aber selbst da würde ich lieber die Neuauflage des Hudson Soft Klassikers ALIEN CRUSH (TurboGrafiX16) empfehlen: ALIEN CRUSH RETURNS. Oder gleich den Klassiker selbst via Virtual Console und gleich zusammen mit seinem Bruder DEVILS CRUSH. Ich hatte ja immer gehofft das die Spiele es auch in die Virtual Console des 3DS schaffen würden, was ja technisch kein Problem gewesen wäre. Das ist aber leider nie geschehen.

Game Boy Color

Nun in Farbe! Aber immer noch kein Licht!
1998 erschien der neue Game Boy Color und Nachfolger des Game Boy Pocket. Den Pocket hatte ich nach dem Classic ja noch besessen. Warum auch nicht? Der Classic war mit seiner Dot-Matrix bei schnelleren Spielen schon sehr grenzwertig gewesen. Der Pocket hatte Vieles besser gemacht. Er brauchte statt 4 AA-Batterien nur 2 AAAs. Er hatte ein größeres Display und dabei ein kleineres Gehäuse. Un das Display war nun ein echtes LCD! Sah wirklich klasse aus. Okay, immer noch kein Licht. Was ich Damals nicht wusste ist, das es Damals dann in Japan ein Game Boy Light gab. Also ein Pocket mit einem Frontlicht. Als dann der GBC erschien interessierte mich das gar nicht. Farbe, ja okay, ganz schick, aber schon wieder im Dunkeln! Segas Game Gear und Ataris Lynx waren schon in Farbe und mit Licht gewesen. Allerdings eben auch viel zu teuer und hatten für mich nicht so interessante Spiele gehabt.
Nun also 18 Jahre später habe ich mir doch mal einen GBC gekauft. Und ich bin begeistert!

Diese Woche hat Nintendo seinen ersten Teaser zu ihrer neusten Konsole veröffentlicht: Switch. Nintendo war eigentlich schon seit dem klassischen Game Boy mit ihren Geräten immer am erfolgreichsten gewesen, wenn es Handhelden waren und kein Heimkonsolen. Die Wii war vielleicht die erste Ausnahme der Regel seit 1989 gewesen. Aber sie war auch völlig innovativ gewesen. Die Wii war meine bisher einzige Heimkonsole von Nintendo gewesen! Ich hatte nie ein NES, SuperNES, N64 oder Game Cube besessen, aber immer Game Boys und DSes. Ich bin auch so kein großer Konsolen-Fan. Immer haben sich mal welche in den Haushalt geschlichen, aber stationär spiele ich eben lieber am PC. Aber Handhelds waren seit dem ersten Game Boy immer mein Ding gewesen.

Viele haben ihren ersten Game Boy als Kind bekommen (so auch die Little Miss Fan Girl aka Little Miss Gamer), aber ich war nun kein Kind mehr gewesen, als dieser 1989 rauskam. 1990 hatte ich diesen dann von der besten Ehefrau von Allen (die da noch gar nicht meine Ehefrau war) zum Geburtstag bekommen. Zusammen mit, natürlich, Tetris und Super Mario Land. Bis dahin war ich nie ein großer Jump’n’run-Fan gewesen, aber Super Mario Land habe ich geliebt und spiele gerne heute immer noch ein Speedrun durch den ersten Level zur Entspannung auf meinen alten Game Boy Classic (der immer noch funktioniert! Aber letztes Jahr durch einen mit Backlight Gemoddeten ergänzt wurde). Ich war also 23 Jahre alt gewesen als ich meinen ersten Game Boy in die Hand genommen hatte (und, ja, wir hatten ihn auch mit auf Hochzeitsreise gehabt!).
Damals als der Pocket rauskam, was 1996 geschar, fand ich den Classic sowas von klobig und unhandlich. Heute kommt mir der Pocket zu fitzlig vor und ich nehme lieber den Classic in die Hand, der mir auch einfach am Besten in der Hand liegt! Was erst vom Game Boy Advanced (ohne SP) getoppt wurde.

Da sind wir dann also auch wieder beim GBC angekommen. Der ist natürlich kleiner als der Classic und spielt so auch eher in der GBP-Liga. Das Display ist ein wenig kleiner als das des GBP. Und klar, ich kann mit dem guten Stück am besten unter einer Leselampe spielen oder eben im Sonnenlicht. Aber wenn man das richtige Licht zur Verfügung hat, dann ist das LCD-Display richtig super! Ich hatte ja schon GBC-Spiele, die ich auf dem GBA gespielt habe. Da sehen sie richtig gut aus, aber auf dem GBC nicht nur anders, sondern irgendwie besser. Diese alten LCD-Farbdisplays haben ihren ganz eigenen Charm, den ich gar nicht richtig beschreiben kann. Sonst liegt der GBC mir ganz gut in der Hand. Dadurch das er hinten unten ein “Buckel” hat, denn er wird mit 2 AA-Batterien befeuert, der das Gehäuse an der Stelle dicker macht, als es beim GBP der Fall war, habe ich das Gefühl das er griffiger ist.

Die Module sehen ja fast gleich aus wie die für den GB und GBP. Jene waren und sind bekanntlich grau, wie eben die Module des NES und des SuperNES. Für den GBC gab es einmal die schwarzen Module, die sonst genauso aussahen wie die Alten und die man auch auf den alten Game Boys spielen konnte. Manchmal hatten die Spiele allerdings komplexere Grafiken, bei denen man beim klassischen Game Boy Probleme hatte etwas auf dem Display erkennen zu können. Am GBP ging das eigentlich so.
Die eigentlichen GBC-Module sind durchsichtig und funktionieren nur im GBC (und später in den GBAs). Interessant finde ich, wie man oben im Photo erkennen kann, das man hier mal die Platinen und ihre Bauteile sehen konnte, ohne das man die Module (mit einem speziellen) Schraubendreher aufschrauben musste. So sieht man hier bei TG RALLY 2, das dies Spiel eine Speicherbatterie hatte um Spielfortschritte zu speichern. V-RALLY hatte jene nicht und arbeitete weiter mit Passwörtern. V-RALLY gab es auch als schwarzes Modul, das man auch in einem BG oder GBP wohl spielen konnte.

Die wirklich besonderes Module für den GBC waren jene mit der “Rumble”-Funktion. Dazu hatte ich hier schon einmal was berichtet. Davon gab es leider nicht so viele. Ich weiß jetzt leider nicht wie viele, aber ich habe nur diese drei davon. Wobei alle drei sehr unterschiedlich sind. POKEMON PINBALL (das einzige Pokemon-Spiel das ich seit kurzem besitze und das auch nur weil Pinball und Rumble… ist aber überraschend gut als Pinball-Spiel!) hat ein dunkelgraues, undurchsichtiges Modul. Das ist ja ein Hinweis darauf, das das Spiel auch auf alten Game Boy Modellen laufen sollte. Ich hatte immer dacht, das dies wegen des Rumblers nicht gehen würde, jetzt da ich es nun selbst besitze, stellte ich fest das es sowohl auf dem Pocket als auch auf dem klassischen Game Boy funktioniert! Da man hier für die zwei Tische einen weißen bzw. hellen Hintergrund gewählt hat, kann man jene auf dem GB auch wirklich sehr gut erkennen und somit spielen.

Bei den “klaren” Modulen kann man hier auch die Platinen sehr gut erkennen. So sieht man zwei weiter oben eben auch die Speicherbatterie von PINBALL THRILLRIDE, die TG RALLY leider fehlt. Auf den Bild der Rückseiten wiederum sieht man auch wieder schön die unterschiedlichen Platinen und hier eben besonders die kleinen Motoren für den Rumble-Effekt. Wo man bei den beiden reinen GBC-Spielen den Rumble-Effekt nur ein oder ausschalten kann, gibt es bei POKEMON PINBALL die Möglichkeit den Effekt schwächer oder stärker einzustellen. Finde ich sehr angenehm und hätte ich mir bei den anderen beiden Spielen auch gewünscht.

Lohnt es sich nun noch heute einen Game Boy Color zu kaufen? Sie sind unterdessen recht preisgünstig gebraucht zu bekommen, aber das fehlende Licht schränkt die “Bewegungsfreiheit” sehr ein oder man muss sich ein kleines Gaminglight kaufen, das es in verschiedenen Formen und Farben gibt. Eigentlich reicht ein GBA oder GBA SP um seine alten Module zu spielen. Die beiden Geräte schlucken alles was seit 1989 für die diversen Game Boys erscheinen ist. Der DS und DS lite ja leider nicht mehr. Hier passen die Module zwar in den GBA-Schacht, können aber nicht abgespielt werden.
Für einen Sammler darf der Game Boy Color natürlich nicht fehlen und so habe ich meine Sammlung nach 18 Jahren vervollständigt!

Pro Pinball Ultra

PRO PINBALL ULTRA ist nun am 27.01.16 als Early Access bei Steam erschienen. Als Greenlight hatten die Macher der “Ultra”-Version des klassischen Videopinball-Spiels “Pro Pinball – Timeshock!” schon einmal versucht, waren aber leider nicht so erfolgreich, glaube ich. Ich hatte leider vergessen das zu verfolgen. Über die Originale, die ich immer noch für die besten Videopinball-Spiele aller Zeiten halte, hatte ich an dieser Stelle mal berichtet. Alle vier Spiele bekommt man immer noch unter Win10 zum laufen. Wenn auch die ersten zwei Teile eher mit der DOS-Box. Teil 2 bis 4 bekommt man auch noch auf GOG.com. PRO PINBALL – THE WEB leider nicht.

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Trotzdem man also PP-TIMESHOCK! noch immer zu kaufen kriegt und auch unter der neusten Inkarnation von Windows zum laufen bekommt, ist die ULTRA-Version deswegen auch nicht für die Katz. Denn diese, nennen wir sie mal, HD-Version ist wirklich gelungen. Das Original kann ich z.B. nicht mehr in voller Auflösung unter Win10 laufen lassen und es ruckelt auch leicht. Gegen diese neue ULTRA- oder eben HD-Version sieht das auch alles reichlich alt aus. Hier läuft auch alles so smooth das es alleine deswegen schon eine helle Freude ist. Sonst wurde der Tisch wirklich 1 zu 1 umgesetzt. Bisher gibt es nur eine Ansicht und keine vier wie im Original. Aber es ist ja noch EA und vielleicht kommt das ja noch. Aber man kann zu mindestens das Spiele im Landscape- oder Pivot-Ansicht spielen. Zweiteres bevorzuge ich ja besonders. Drehe also meinen Monitor ja immer gerne mal für eine Videopinball-Spielchen.

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Im Moment kostet das Spiel also noch/nur knapp 15 Euro, die sich wirklich lohnen. Bei erfolg kann ich mir vorstellen, das die anderen Tische/Spiele vielleicht auch noch ein schönes HD-Remake bekommen werden.  Das Spiel ist auch für andere Systeme erschienen. Ich habe jetzt auch gerne 5 Euro für die Pro-Version auf Android ausgegeben. Hier sieht es genauso gut aus und spielt sich über die Touchsteuerung auch genauso genial wie am PC. Sowohl am Tablet als auch auf dem Smarty, wo es aber zugegeben ein wenig fitzelig daher kommt. Selbst 5,5 Zoll sind da zu wenig um den Überblick beim Multiball zu behalten.

Meine Empfehlung: Ruhig zugreifen und solche Projekte ruhig mal unterstützen!

3-D Ultra Pinball – Thrill Ride (Game Boy Color)

3-D Ultra Pinball war eine Pinball-Serie von Sierra/Dynamix. Von 1995 bis 2000 waren hierbei 5 Titel erschienen. Ich hatte die Serie bisher hier nicht gehabt, trotzdem ich die Teile besitze. Das liegt eben daran, das ich die Spiel nie so berauschend fand. Allerdings auch nicht so schlecht, das ich sie hier hätte zerreißen müssen. Der Titel 3-D kommt eigentlich nur von der leicht schrägen Isometrischen Sicht, so als würde man vor einem Pinball-Tisch stehen. Das hat so eigentlich nichts mit 3D zu tun. Die Spiele hatten immer ganz nette Ideen und recht verspielte Thema, bei denen es viel Animationen gab. Aber die Spiele hatten immer so leicht unscharfe und schwammige Grafiken, was mir nicht so richtig zugesagt hatte. Das einzige Spiel, der Serie, das ich immer mal wieder gerne Spiele war NASCAR Pinball von 1998. Danach kam 2000 nochmals ein Titel raus, den ich mir aber bisher nie zugelegt habe. THRILL RIDE erschien für Windows, Mac und, ja, Game Boy Color.

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Bekanntlich bin ich ja immer auf der Suche nach Pinball-Spielen für Nintendos Handhelden. Das Spiel kannte ich tatsächlich noch nicht. THRILL RIDE wird auf MobyGames auch nur für Win und Mac gelistet.
Genauso wie TOP GEAR RALLY 2 und POKEMON PINBALL kommt das THRILL RIDE Modul mit Rumble Pack daher. Ist somit nicht auf dem Game Boy Classic spielbar, wie einige GBC-Games (die man bekanntlich an der schwarzen undurchsichtigen Cardrige erkennt). Der Rumble-Effekt ist ein ganz netter Zusatz. Ist aber auch nur so richtig nett im originalen GBC. Denn das Gehäuse des Handhelds wird schließlich auch als Klangkörper mitgenutzt. Steckt man das Modul in einen GBA, wird als Klangkörper eben nur das Modul benutzt. Das hat dann nicht den gleichen Effekt wie im GBC und ergibt eher nur ein nerviges Brummen. Den Effekt habe ich also schnell wieder ausgeschaltet bzw. die Batterie wieder rausgenommen.

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Natürlich ist bei der Version für den Game Boy Color so gar nichts mehr mit 3-D-View übrig. Man hat hier also nur die reine Draufsicht. Das Spielfeld erstreckt sich über drei Bildschirme und es gibt noch zwei Bonus-Tische, die man über gewonnene Herausforderungen erreichen kann bzw. freigeschaltet werden. Sonst gibt es eben noch 3 Schwierigkeitsgrade.
Die animierte Kugel huscht hier recht fix, aber nachvollziehbar über den Bildschirm. Die Ballphysik ist wirklich ganz gut gelungen. Sie ist natürlich nicht besonders realistisch, aber eben gut spielbar.

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Die Flipper werden hier wie üblich über Steuerkreuz links und A betätigt. Das Steuerkreuz wird auch zum anstoßen des Tisches genutzt und die A-Taste wird auch zum abschießen der Kugel benutzt.

Ja, das Spiel hat nur einen Tisch, aber der ist gut gelungen. Ein Modul das sich nicht nur für Pinball-Enthusiasten lohnt.

War Pinball HD

Mittlerweile gibt es ja viele Pinball-Spiele für Android und i0S. Neben den bekannten Vertretern PINBALL ARCADE und ZEN PINBALL gibt es auch eine Menge Schmontz. Meist bekommt man nur ein unübersichtliches Tischdesign und eine unmögliche Ballphysik für sein Geld. Bei manchen Spielen bekommt man auch ein eher leeres Tischdesign. Da fühlt man sich an die frühen 90zieger Jahre erinnert, als viele Entwickler versuchten sich an PINBALL DREAMS zu orientieren, aber meist kläglich gescheitert sind. Meist waren die Folgen schreckliche Tischdesigns oder gar völlig unspielbare Games gewesen.

WAR PINBALL HD ist da tatsächlich etwas anders als die üblichen Verdächtigen. An die beiden “Großen” der Branche kann das Spiel vielleicht nicht anknüpfen, aber es kommt doch schon recht nahe dran. Zunächst macht es allerdings ein eher merkwürdigen Eindruck. “WAR” Pinball? Ehrlich jetzt? Klar, gibt es auch Tische mit “Kriegs”-Motiven. Zum Thema Video Pinball fällt mir da Spontan ein Tisch von PURE PINBALL ein. Allerdings war es da eben nur ein Tisch von drei. Hier hat man gleich drei “Kriegs”-Tischdesigns.
Alle drei basieren auf Filme: Missing in Action, Platoon und Navy Seals. Letzterer ist ein Film den ich zu mindestens nicht kenne, aber immer hin mich Michael Biehn und <strike>Carlos Estevez</strike> Charlie Sheen. Somit dürfen wir uns Sheens Visage gleich auf zwei Tischen im Spiel ansehen. Merkwürdig wirkt da im Spiel auch die Option die Filme zu kaufen. Die Links führen einen dann allerdings nicht in einen MGM-Shop, sondern auf Amazon.com .
Dem Themen entsprechend gibt es im Spiel natürlich viele Samples mit Kriegsgeschreihe und Ballergeräuschen. Das ist schon mal Geschmackssache. Aber den Ton kann man ja ausschalten. Die Tischdesigns überraschen dann aber positiv. Sie sind sehr gut spielbar und gut durchdacht. Sind nicht überladen oder zu leer. Es gibt Rampen und Bumper, wie auch Herrausforderungen bzw. Missionen. Die Ball- bzw. Kugelphysik ist wirklich ordentlich und in den eigenen Gesetzen von Video Pinball auch recht “realistisch”. Die Designs sind auch darauf ausgelegt, das man mit etwas Geschick eine Weile spielen kann ohne das die Kugeln in windeseile durchrauschen. Das ist dann die 2 Euro, die z.Z. für das Spiel im Play Store verlangt werden, durchaus wert.

Allerdings gibt es noch einen negativen Kritikpunkt. Etwas das ich in letzter Zeit wieder sehr oft bei Spielen auf Android wieder beobachtet habe: Das Spiel lässt sich nicht beenden! Die Programmierer waren wahrscheinlich der Meinung, das man so eine essenzielle Funktion nicht braucht. Wenn man erst mal angefangen hat zu spielen, dann hört man doch schließlich nicht mehr auf bis das der Akku leer ist, oder?! Ja, auch mit der Zurück-Taste/Funktion kommt man nicht raus. Das man ein Spiel nur über einen Taskmanager beenden kann, ist eine Unart, die sich wieder öfter breit macht. Das finde ich persönlich sehr ärgerlich. Denn wenn man das Spiel im Hintergrund vergisst, verbraucht es schön Akkuleistung, die man unterwegs dann vielleicht doch eher fürs telefonieren oder so gebraucht hätte.