Pokemon Pinball – Rubin & Saphir – für den GBA

Letztes Mal hatte ich mir das Pokemon Pinball Spiel für den GBC angeschaut, das natürlich auch auf dem GBA funktioniert. Trotzdem kam ein paar Jahre später quasi ein Upgrade für den GBA raus. Wieder gab es zwei Tische in Rot (Rubin) und Blau (Saphir). Inhaltlich ist man der GBC-Version so weit auch treu geblieben.

Aber natürlich wurden hier jetzt die technischen Möglichkeiten des GBA voll ausgenutzt! Grafisch sieht das hier wirklich fantastisch aus. Man hat hier wieder die direkte Draufsicht, also Top-down, gewählt. Bei Mario Pinball hatte man eine leicht schräge Ansicht, die sogenannte 3rd-Person-Perspective, genommen. Diese funktioniert dort recht gut und übersichtlich. Ein negatives Beispiel auf dem GBA gibt es da mit PINBALL ADVANCE, bei dem die “3D”-Tische sehr grobpixelig sind und daher recht unübersichtlich daher kommen. Bei Pokemon Pinball dagegen behält man immer gut den Überblick. Dafür werden die Tische wie beim Vorgänger schon über zwei Bildschirme gescrollt. Das geschieht allerdings butterweich. Die Bonusstages allerdings spielen sich immer auf einen Bildschirm ab.

Die Challenges spielen sich hier genauso ab, wie beim Vorgänger. Natürlich gibt es hier viel mehr bewegliche Objekte und Trefferzonen als auf dem GBC. Alles sieht hier noch stimmiger aus. Auf einen weißen Hintergrund der Tische konnte man nun auch verzichten, weil man hier auf die grafische Kompatibilität zu den älteren Game Boys nicht achten musste. Die Kugel ist hier auch wieder sehr flüssig unterwegs. Allerdings etwas langsamer als in der GBC-Version! Man hat hier sogar vorher die Wahl zwischen zwei Spielgeschwindigkeiten, allerdings ist “langsam” wirklich sehr langsam und “normal” langsamer als die Spielgeschwindigkeit auf dem GBC. Vielleicht wollte man hier mehr auf eine “kinderfreundliche” Spielgeschwindigkeit den Focus legen?! Trotzdem ja Kinder eher bessere Reflexe haben als Ältere. So ist das Spiel zu mindestens recht moderat vom Schwierigkeitsgrad und geht recht entspannt von der Hand. Herausfordernd ist das Spiel trotzdem.

Gespeichert werden kann auch hier jeder Zeit. Wieder nur ein Save-Slot, der aber, wie beim Vorgänger, völlig ausreichend ist. Viele Videopinball-Spiele habe ja bekanntlich keine Save-Funktion (wie PINBALL CHALLENGE aka PINBALL DREAMS & FANTASIES auf dem GBA…hier werden nicht einmal die Highscores gespeichert!).
Die beiden Tische unterscheiden sich nicht so sehr. Vom Design her sind sie beide gut herausfordernd, aber eben eher von der Sorte der “Langzeitspiel-Tische”. Sprich hier geht die Kugel nicht all zu schnell ins aus und man hat nicht nur am Anfang einer neuen Runde ein “Ball-Save”, sondern kann sich über Münzen, die auf dem Tisch immer mal wieder auftauschen, weitere 30 Sekunden und mehr “Ball-Saves” nachkaufen oder durch Challenges dazu gewinnen. Was übrigens auch schon in dem GBC-Spiel möglich war, aber von mir nicht erwähnt worden war. Das schafft dann eben auch ein recht frustfreies Spiel und durch die moderate Kugelgeschwindigkeit läuft das Spiel hier wirklich recht entspannt ab. So zählt dies Pokemon-Pinball noch mehr zu den Spielen die eher relaxen als wirklich herausfordern. Spaß macht das Modul rund herum und kann von mir nur jedem Spieler mit Interesse für Videopinball wärmstens empfohlen werden. Das lose Modul findet man schon recht günstig auf Börsen oder der elektrischen Bucht. In OVP muss man dann schon tiefer in die Tasche greifen.

Pokemon Pinball für den GBC

Für Pokemon war ich Damals doch ein wenig zu alt. Mit Mitte 20 haben mich auf dem Game Boy ganz andere Spiele interessiert. Pokemon war, und ist wieder durch Pokemon Go, ein riesiger Teil von Nintendo. Das ist mir schon klar. Trotzdem hat mich bisher die Monsterhatz nie besonders interessiert. Aber was mich natürlich interessiert, sind selbstverständlich Pinball-Spiele!
Davon gab es immerhin zwei für Nintendo’s Handhelden die das Thema Pokemon aufgegriffen haben.

Fangen wir mal mit dem Pokemon Pinball für den Game Boy Color an. Videopinball-Spiele die nichts mit einem Franchise zu tun haben, sind gerade auf dem Game Boys eher selten. Klar das erste Pinball GATOR’S REVENGE für den klassischen Game Boy ist dann sofort eine Ausnahme! Aber dann kamen da auch schon KIRBY’S PINBALL, das ich wirklich liebe, aber eben auf dem Kirby-Franchise basiert. So gibt es auch für den Game Boy Color z.B. eine Arielle Pinball oder für den GBA Mario, Muppets und Pac Man Pinball. Meistens werden dann natürlich bei Pinball-Spielen aus einem Videospiel-Franchise gerne Elemente aus den Urspungsspielen verwendet. So auch natürlich beim Pokemon Pinball. Hier geht es im Endeffekt auch darum Taschenmonster zu fangen. Und das ist technische und optisch wirklich gut umgesetzt worden!

Zunächst ist das Modul offensichtlich eines der wenigen Module mit Rumble-Funktion. Ich persönlich besitze noch ein Pinball- und eine Rally-Spiel das auch diese Funktion besitzt. Der Effekt wird durch einen kleinen Schwungmotor erzeugt, der durch eine AAA-Batterie betrieben wird. Spielt man das Modul ohne Batterie gibt es keinen Rumble-Effekt. Das “Rumbeln” bezieht sich hier auf das Vibrieren des Moduls das dies dann auf den Game Boy überträgt. Das funktioniert beim GB, GBP und GBC sehr gut, weil hier das Modul komplett im Modulschacht verschwindet, aber auf einem GBA oder GBA SP nicht so besonders, weil hier eben das Modul ziemlich weit aus dem Gerät hängt und so wenig Kontakt hat. Der Effekt selbst ist wirklich Geschmackssache. Ich denke die Meisten werden den Effekt eher ausgeschaltet lassen. So auch ich. Man kann also die Batterie weglassen oder den Effekt im Options-Menü abschalten. Das Pokemon-Modul hat hier gegen über der anderen zwei Module eine Besonderheit, denn hier kann man im Gegensatz zu den anderen Beiden die Stärke des Vibrierens zweistuffig einstellen.
Eine zweite Besonderheit ist, das Pokemon Pinball auch abwärtskompatibel ist und somit auch auf den Vorgängern spielbar ist. Durch den weißen Hintergrund der Tische geht das selbst auf den klassischen Game Boy recht übersichtlich. Die anderen beiden Module sind GBC only, funzen aber eben auch aufwärts im GBA und GBA SP.

Zwei Tische werden hier im Pokemon-klassischen Rot und Blau angeboten. Die Tische unterscheiden sich im Aufbau und mit unterschiedlichen Bonus-Stages. Gesteuert werden die Flipper über Steuerkreuz Links und die A-Taste wie handelsüblich bei GB- und GBC-Pinball-Spielen. Die Spielgeschwindigkeit, also der Kugel, ist moderat. Das heißt das die Kugel nicht so schnell über den Tisch flitzt, das man kaum reagieren kann, als auch das sie nicht so langsam daher kriecht, das man die Krise bekommt und sein Strickzeug holen möchte. Das alles läuft auch sehr flüssig ab, so dass man hier schon seinen Spaß auf jeden Fall hat.

Challenges bestehen natürlich hier daraus Taschenmonster zu fangen. Das ist hier im Rahmen eines Videopinballers sehr gut und spannend gelöst. Mit Kombinationen schaltet man die Monsterhatz frei, im Tischdisplay wird dann ein Taschenmoster angezeigt. Anschließend muss man die Bumper mehrmals treffen, dann kann man quasi gegen das Monster “kämpfen” in dem man mit der Kugel mehrmals das Monster trifft. Außerdem gibt es natürlich Extras wie eine Slotmachine die man mit der Kugel treffen muss. Daraus resultieren dann Sonderpunkte oder Bonusrunden. Also im Grunde haben beide Tische alles was man als Videopinball-Fan von einem Tisch erwartet.

Wie ich finde ist das Spiel gut gealtert. Die Grafik ist schlicht, aber alle Videopinball-Elemente “von heute” sind hier auch schon vorhanden. Durch die flüssige Animation und den nicht all zu hohen Schwierigkeitsgrad ist dieses Pokemon Pinball eben so gut für ein Spielchen zwischendurch als auch als Langzeitbeschäftigung. Es ist hier sehr vorteilhaft, das eine Speicherfunktion eingebaut wurde. Man kann das Spiel an jeder Stelle via Pause verlassen und dann eben auch Speichern. Das finde ich sehr gut! Eine Funktion die ich bei so manchen Spiel schon vermisst habe. Natürlich gibt es nur einen Save-Punkt, aber der reicht auch völlig aus! Also ein Spiel das heute noch Spaß macht.
Leider wurde es nie für eine Virtual Console auf Wii oder 3DS veröffentlicht. Warum eigentlich nicht? Das Modul ist aber via Retrobörsen oder bei der elektischen Bucht recht günstig zu bekommen. In OVP mag es dann doch ein wenig teurer werden. Ich kann es jedenfalls nur jeden Videopinaller wärmstens ans Herz legen!

Game Boy Color

Nun in Farbe! Aber immer noch kein Licht!
1998 erschien der neue Game Boy Color und Nachfolger des Game Boy Pocket. Den Pocket hatte ich nach dem Classic ja noch besessen. Warum auch nicht? Der Classic war mit seiner Dot-Matrix bei schnelleren Spielen schon sehr grenzwertig gewesen. Der Pocket hatte Vieles besser gemacht. Er brauchte statt 4 AA-Batterien nur 2 AAAs. Er hatte ein größeres Display und dabei ein kleineres Gehäuse. Un das Display war nun ein echtes LCD! Sah wirklich klasse aus. Okay, immer noch kein Licht. Was ich Damals nicht wusste ist, das es Damals dann in Japan ein Game Boy Light gab. Also ein Pocket mit einem Frontlicht. Als dann der GBC erschien interessierte mich das gar nicht. Farbe, ja okay, ganz schick, aber schon wieder im Dunkeln! Segas Game Gear und Ataris Lynx waren schon in Farbe und mit Licht gewesen. Allerdings eben auch viel zu teuer und hatten für mich nicht so interessante Spiele gehabt.
Nun also 18 Jahre später habe ich mir doch mal einen GBC gekauft. Und ich bin begeistert!

Diese Woche hat Nintendo seinen ersten Teaser zu ihrer neusten Konsole veröffentlicht: Switch. Nintendo war eigentlich schon seit dem klassischen Game Boy mit ihren Geräten immer am erfolgreichsten gewesen, wenn es Handhelden waren und kein Heimkonsolen. Die Wii war vielleicht die erste Ausnahme der Regel seit 1989 gewesen. Aber sie war auch völlig innovativ gewesen. Die Wii war meine bisher einzige Heimkonsole von Nintendo gewesen! Ich hatte nie ein NES, SuperNES, N64 oder Game Cube besessen, aber immer Game Boys und DSes. Ich bin auch so kein großer Konsolen-Fan. Immer haben sich mal welche in den Haushalt geschlichen, aber stationär spiele ich eben lieber am PC. Aber Handhelds waren seit dem ersten Game Boy immer mein Ding gewesen.

Viele haben ihren ersten Game Boy als Kind bekommen (so auch die Little Miss Fan Girl aka Little Miss Gamer), aber ich war nun kein Kind mehr gewesen, als dieser 1989 rauskam. 1990 hatte ich diesen dann von der besten Ehefrau von Allen (die da noch gar nicht meine Ehefrau war) zum Geburtstag bekommen. Zusammen mit, natürlich, Tetris und Super Mario Land. Bis dahin war ich nie ein großer Jump’n’run-Fan gewesen, aber Super Mario Land habe ich geliebt und spiele gerne heute immer noch ein Speedrun durch den ersten Level zur Entspannung auf meinen alten Game Boy Classic (der immer noch funktioniert! Aber letztes Jahr durch einen mit Backlight Gemoddeten ergänzt wurde). Ich war also 23 Jahre alt gewesen als ich meinen ersten Game Boy in die Hand genommen hatte (und, ja, wir hatten ihn auch mit auf Hochzeitsreise gehabt!).
Damals als der Pocket rauskam, was 1996 geschar, fand ich den Classic sowas von klobig und unhandlich. Heute kommt mir der Pocket zu fitzlig vor und ich nehme lieber den Classic in die Hand, der mir auch einfach am Besten in der Hand liegt! Was erst vom Game Boy Advanced (ohne SP) getoppt wurde.

Da sind wir dann also auch wieder beim GBC angekommen. Der ist natürlich kleiner als der Classic und spielt so auch eher in der GBP-Liga. Das Display ist ein wenig kleiner als das des GBP. Und klar, ich kann mit dem guten Stück am besten unter einer Leselampe spielen oder eben im Sonnenlicht. Aber wenn man das richtige Licht zur Verfügung hat, dann ist das LCD-Display richtig super! Ich hatte ja schon GBC-Spiele, die ich auf dem GBA gespielt habe. Da sehen sie richtig gut aus, aber auf dem GBC nicht nur anders, sondern irgendwie besser. Diese alten LCD-Farbdisplays haben ihren ganz eigenen Charm, den ich gar nicht richtig beschreiben kann. Sonst liegt der GBC mir ganz gut in der Hand. Dadurch das er hinten unten ein “Buckel” hat, denn er wird mit 2 AA-Batterien befeuert, der das Gehäuse an der Stelle dicker macht, als es beim GBP der Fall war, habe ich das Gefühl das er griffiger ist.

Die Module sehen ja fast gleich aus wie die für den GB und GBP. Jene waren und sind bekanntlich grau, wie eben die Module des NES und des SuperNES. Für den GBC gab es einmal die schwarzen Module, die sonst genauso aussahen wie die Alten und die man auch auf den alten Game Boys spielen konnte. Manchmal hatten die Spiele allerdings komplexere Grafiken, bei denen man beim klassischen Game Boy Probleme hatte etwas auf dem Display erkennen zu können. Am GBP ging das eigentlich so.
Die eigentlichen GBC-Module sind durchsichtig und funktionieren nur im GBC (und später in den GBAs). Interessant finde ich, wie man oben im Photo erkennen kann, das man hier mal die Platinen und ihre Bauteile sehen konnte, ohne das man die Module (mit einem speziellen) Schraubendreher aufschrauben musste. So sieht man hier bei TG RALLY 2, das dies Spiel eine Speicherbatterie hatte um Spielfortschritte zu speichern. V-RALLY hatte jene nicht und arbeitete weiter mit Passwörtern. V-RALLY gab es auch als schwarzes Modul, das man auch in einem BG oder GBP wohl spielen konnte.

Die wirklich besonderes Module für den GBC waren jene mit der “Rumble”-Funktion. Dazu hatte ich hier schon einmal was berichtet. Davon gab es leider nicht so viele. Ich weiß jetzt leider nicht wie viele, aber ich habe nur diese drei davon. Wobei alle drei sehr unterschiedlich sind. POKEMON PINBALL (das einzige Pokemon-Spiel das ich seit kurzem besitze und das auch nur weil Pinball und Rumble… ist aber überraschend gut als Pinball-Spiel!) hat ein dunkelgraues, undurchsichtiges Modul. Das ist ja ein Hinweis darauf, das das Spiel auch auf alten Game Boy Modellen laufen sollte. Ich hatte immer dacht, das dies wegen des Rumblers nicht gehen würde, jetzt da ich es nun selbst besitze, stellte ich fest das es sowohl auf dem Pocket als auch auf dem klassischen Game Boy funktioniert! Da man hier für die zwei Tische einen weißen bzw. hellen Hintergrund gewählt hat, kann man jene auf dem GB auch wirklich sehr gut erkennen und somit spielen.

Bei den “klaren” Modulen kann man hier auch die Platinen sehr gut erkennen. So sieht man zwei weiter oben eben auch die Speicherbatterie von PINBALL THRILLRIDE, die TG RALLY leider fehlt. Auf den Bild der Rückseiten wiederum sieht man auch wieder schön die unterschiedlichen Platinen und hier eben besonders die kleinen Motoren für den Rumble-Effekt. Wo man bei den beiden reinen GBC-Spielen den Rumble-Effekt nur ein oder ausschalten kann, gibt es bei POKEMON PINBALL die Möglichkeit den Effekt schwächer oder stärker einzustellen. Finde ich sehr angenehm und hätte ich mir bei den anderen beiden Spielen auch gewünscht.

Lohnt es sich nun noch heute einen Game Boy Color zu kaufen? Sie sind unterdessen recht preisgünstig gebraucht zu bekommen, aber das fehlende Licht schränkt die “Bewegungsfreiheit” sehr ein oder man muss sich ein kleines Gaminglight kaufen, das es in verschiedenen Formen und Farben gibt. Eigentlich reicht ein GBA oder GBA SP um seine alten Module zu spielen. Die beiden Geräte schlucken alles was seit 1989 für die diversen Game Boys erscheinen ist. Der DS und DS lite ja leider nicht mehr. Hier passen die Module zwar in den GBA-Schacht, können aber nicht abgespielt werden.
Für einen Sammler darf der Game Boy Color natürlich nicht fehlen und so habe ich meine Sammlung nach 18 Jahren vervollständigt!