Cross Country Racing für Game Boy Color

Ich habe schon hier von so einigen Rally-Spielen für Nintendos Handhelden berichtet (und demnächst will ich das auch mal für die PSP machen). Da gibt es eine Menge Müll (Colin McRae Rally für den GBC z.B.), aber auch ein paar Highlight. Mein Favorit ist weiterhin V-RALLY 3 für den GBA. Wobei ich in meinen eigentlichen Bericht zu SEGA RALLY für den GBA noch rumgemeckert hatte, finde ich das Spiel unterdessen doch ganz unterhaltsam, was an der guten Steuerung des Spiels liegt.

Jetzt bin ich über ein weiteres Rally-Spiel gestolpert, das ich bisher wegen des Titels gar nicht als Rally-Spiel wahrgenommen hatte: CROSS COUNTRY RACING von Konami!
Das Spiel erschien 1999 für den Game Boy Color in Japan. 2000 folgte dann die europäische Fassung. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen INTERNATIONAL RALLY und in seinem Heimatland Japan als (wohl direkt übersetzt) IT’S A WORLD RALLY. Hier steht wenigstens Rally im Titel! Vielleicht wollte man nicht mit dem PS1-Spiel INTERNATIONAL RALLY CHAMPIONSHIP verwechselt werden oder es war vielleicht auch eine rechtliche Geschichte, aber in Europa erschien das Spiel eben als CROSS COUNTRY RACING und man kann zwischen der Sprache Englisch, Französisch und Deutsch wählen.

Wie man oben sieht, ist es ein schwarzes Modul und keines in Klarsicht. Was eben bedeutet, das es auch abwärts kompatibel ist. So läuft das GBC-Spiel eben auch super auf den Game Boy Pocket und Game Boy Classic. Wobei das manchmal ja nicht viel zu sagen hat. Das MOON PATROL/SPY HUNTER-Modul ist auch auf dem Game Boy “spielbar” oder eher startbar, den spielbar ist es nicht wirklich. Gerade durch die dunklen Hintergründe ist da auf der DOT-Matrix nicht viel zu erkennen. Selbst wenn man einen gemoddeten GB mit Frontlicht hat. Bei CCR ist dies zum Glück nicht der Fall. Auf dem Game Boy Classic sind alle Grafiken super zu erkennen und das Spiel somit genauso gut spielbar wie eben die “Schwarz-Modul”-Version von V-RALLY für den GBC (Vorsicht! Hier gibt es auch eine “Klarsicht-Modul”-Version, die meiner Meinung nach inhaltlich mit der Anderen identisch ist, aber sich eben auf einem GB oder GBP nicht starten lässt!).

Aber wie ist das Spiel so? Kann es meinen Favoriten V-RALLY für den GBC schlagen?
Einmal muss man sagen, das CCR kein Arcade-Racer wie V-RALLY für GB und GBC ist. Zwar fährt man hier aus der gleichen Perspektive (Kamera/Blick hinter dem Wagen und leicht erhöht), aber einfach losfahren und so viel Gegner wie möglich überholen um zu gewinnen ist hier nicht!
Aber gehen wir erst einmal ins Menü. Der der Sprachen-Auswahl folgen die Spielmodi. Hier wird erst einmal alles geboten, was man so von einem Rally-Spiel der späten 90ziger erwarten kann: Einzel-Rally, Meisterschaft und Zeitfahren. Das Spiel hat 20 Strecken, die man leider nicht im Einzel-Rally-Modus nicht direkt auswählen kann. Hier wird immer in der gleichen Reihenfolge der Strecken gespielt und es gilt in drei Schwierigkeitsgraden am Ende alle Gegner geschlagen/überholt zu haben. Also schon so eine Art Arcade-Modus, bloß das man hier z.B. 20 Gegner zu überholen hat, das aber nicht ein einem Streckenabschnitt, sondern eben nach und nach bis zum letzten Streckenabschnitt. Jeder Streckenabschnitt ist eine “Land” und deren dementsprechend Begebenheiten mit Asphalt-, Sand-, Schnee- usw.Strecken.

Am Anfang kann man zwischen 4 Wagen auswählen. Insgesamt hat das Spiel wohl 14 Fahrzeuge, die Freigeschaltet werden können. So weit bin ich bisher nicht gekommen. Zwischen den Streckenabschnitten muss man, wie man es gewohnt ist von PC- oder Playstation-Rally-Spielen den Wagen warten und kann eben auch Teile austauschen, wie Reifen usw. Ersatzteile und Reparaturen sind limitiert und sollten mit bedacht eingesetzt werden. Genauso gibt es vor jeder Fahrt ein paar Tipps abzurufen über das Wetter und Begebenheiten. Das sollte man beachten! Sonst kommt man nämlich nicht sehr weit. Mit einem falschen Car-Setting kommt man unter Umständen selbst bei Vollgas nicht als Sieger ins Ziel!

Ich habe es bisher noch nicht geschafft im Novizen-Modus Platz 1 zu belegen!
Bei “Meisterschaft” fährt man eben diese mit einzelnen Events. Fängt eben auch klein an und kämpft sich nach oben. Das Modul hat keine Speicherfunktion. Hier wird klassisch mit Passwörtern gearbeitet. Bei der Anfängermeisterschaft bin ich bisher nicht ins Ziel gekommen! Man fährt nur drei Strecken, mit trockenen Belag, aber hat nur ein Satz Reifen. Jedenfalls falle ich im dritten Rennen immer wegen runtergefahrener Reifen aus. Irgendwas übersehe ich da noch.
Beim “Zeitrennen” fährt man gegen eben diese und kann sich die einzelnen Abschnitte direkt auswählen zur Bestzeitenjagdt.

Es gibt auch noch den Modus “Duell”, den ich mir bisher nicht anschauen konnte. Ich habe zwar zwei GBCs und das dementsprechende Kabel dazu, aber alleine gestaltet sich so ein Spiel doch schwierig, ist aber zu zweit bestimmt spaßig!
Das A und O von so einem Rennspiel ist natürlich die Steuerung. Wenn sich die Wagen wie Seifenkisten steuert, dann bringt das schönste Spiel eben nichts. Hier haben die Mädels und Jungs von Konami alles richtig gemacht. Die Wagen steuern sich wirklich gut. Man hat nie das Gefühl nicht die Kontrolle zu haben oder das der Wagen nicht das macht was er soll. Wenn man von der Strecke abkommt, dann hat man wirklich selbst schuld gehabt.
Die Steuerung funktioniert hier also genauso gut wie bei V-RALLY!

Auf einigen meiner Game Boys habe ich bemerkt, das die Hintergrundgrafik mal stärker und mal schwächer ruckelt. Das merkt man im Eifer des Gefechts kaum, weil die Wagen sich hier ganz ruhig und ohne Ruckeln bewegen. Auf meine GB Classics ruckelt es stark. Komischerweise auch auf meinen GBAs auch. Am besten läuft das Spiel auf meinen GBCs und dem GBP.
Auch etwas was ich ein wenig nervig finde ist die nicht abstellbare Hintergrundmusik. Die ist in den Menüs ganz nett und unterhaltsam, aber beim Rennen entwickelten die Programmierer ein nutzlose Hektik, als würden die Tracks auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit laufen. Man möchte am liebsten eine Runde Baldrian ausgeben. Wenn man das wenigstens abstellen könnte! Geht aber leider nicht. Also vielleicht dann doch lieber beim Spielen den Volume-Regler auf 0 stellen.

Ist es also das beste Rally-Spiel für Nintendos Handhelden? Ja und nein. In Sachen Spieltiefe, ja, denn man kann hier an den Wagen rumschrauben und muss auch ein wenig strategisch rangehen, damit man gewinnen kann und dabei gibt es noch schöne Grafik und ein sehr gut funktionierende Steuerung. Trotzdem finde ich V-Rally für den GBC besser. Auch wenn es mehr so das Spiel für Zwischendurch ist.
Empfehlen kann ich das Spiel allemal! Es macht wirklich Spaß und ist wie erwähnt ein kleines Schmuckstück für den GBC. In OVP habe ich das Spiel bisher nicht bekommen. Das sieht man wohl eher selten und wenn dann eben recht teuer. Ich habe das lose Modul günstig aus England bekommen. Mit 6 – 7 Euro ist man aber bei der elektrischen Bucht schon mit dabei.

Oh, f**k, schon wieder Rally!

Es hat ein weiteres großes Update bei DIRT RALLY gegeben. Nach der Hillclimb-Strecke ist nun eine weitere Rally-Strecke hinzu gekommen. Das Spiel soll nun ein wenig stabiler laufen (wobei ich mit der damit bisher gar keine Probleme hatte, aber anscheinend Andere) und es gab auch ein paar neue Wagen.

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Eine Strecke in Deutschland ist dazu gekommen. Viele gerade Streckenabschnitte, die dann aber von fiesen Kurven unterbrochen werden. Also nur mit Vollgas kommt man da nicht weit bzw. landet man in der Pampa.

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Einer der neuen Fahrzeuge ist ein Opel Manta B 400.

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Verdammt! Wer hat den Busch mitten auf die Strecke gepflanzt!!!

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Aber auch eine C Kadett GT/E wurde den geneigten Fans zur Verfügung gestellt.

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Und wie man sieht gibt es die Deutschlandstrecke nicht nur bei schönen Sonnenschein.

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Aber vielleicht mal was noch zu dem letzen Update im Juni, als die Hillclimb-Strecke hinzu gekommen ist. Das ist wirklich eine fiese Strecke. Heile bin ich da bisher noch nicht ins Ziel gekommen. Irgendwo hat es mich da immer von der Strecke.

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Besonders bei Regen ist es wirklich eine wahre Freude!

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Viel Spaß macht es trotzdem oder gerade deswegen. Ich kann jeden dieses Spiel nur wärmstens ans Herz legen!

VIRTUELLE RALLY AUF NINTENDOS HANDHELDEN (V)

Nun habe ich hier in bisher vier Teilen die meiner Meinung nach guten oder sehr guten Rally-Spiele auf den Game Boys vorgestellt. Aber was ist mit den Anderen? Den mit den großen Namen wie Codemasters, Colin McRae Rally und Sega Rally? Ja, als Fan von Nindendos Handhelden und Rally- bzw. Rennspiel-Nerd habe ich mir diese natürlich auch.

GBC CMR a

Fangen wir mit den ganz großen Namen an: Colin McRae Rally von Codemasters! Sowohl auf den PC als auch auf Microsofts und Sonys Konsolen ist sind die Spiele seit 1998 ein Garant für gute Unterhaltung, Steuerung, Grafik und Gameplay. Auch wenn der Ruhm bei den letzten Spielen wie DiRT 3 und DiRT SHOWDOWN ein wenig abgeblättert ist, so sind dies doch trotzdem gute Spiele, die eben nur nicht mehr das Niveau seiner Vorgänger halten konnten. Und mit DiRT RALLY melden sich Codemasters ja nun auch gerade zurück.
Aber wie sah es mit den mobilen Versionen aus? Die verhunzte Colin McRae Rally 2.0 Version bzw. dessen Remake für iOS und Android hatte ich hier ja schon. Auch die NDS Version von DiRT 2, die sich zwar nicht schlecht gehalten hat, aber auf den NDS wäre auch sicherlich mehr möglich gewesen.

GBC CMR b

Aus dem Jahr 2001 stammt COLIN McRAE RALLY für dem Game Boy Color (auch wenn dazu spannender Weise nichts bei Mobygames zu finden ist, aber immerhin wird es im CMR-Artikel auf Wikipedia mit einem Wort erwähnt).
Ja, und der Screenshot oben stammt wirklich von diesem unsagbar schlechten Spiel. Die Perspektive ist ein Katastrophe, die Steuerung fühlt sich an wie Treckerfahren auf Glatteis, der Sound ist unterirdisch. Das alles hat nun wirklich nichts mit dem excellenten zwei Spielen, die bis dahin für Konsolen und PC erscheinen waren, zu tun. Dafür sollte man auch auf gar keinen Fall Geld ausgeben, wenn man das Spiel mal auf eine Börse oder bei der elektronischen Bucht sieht. Es sei denn man sammelt furchtbar schlechte Spiel.
Das Argument das es sich ja nur ein Spiel auf dem GBC handelt und das da ja wohl nicht viel mehr möglich wäre, haben V-RALLY und TOP GEAR RALLY für den GBC ja nun wirklich sofort wiederlegt.

GBA ColinMcRae2

COLIN McRAE 2.0 war dann 2002 für den GBA erschienen. Wenn man das Spiel startet, sieht auch alles recht manierlich aus. Aber spätestens wenn man das erste mal auf die Piste geht, ist es vorbei mit der Freude. Die Grafik ist selbst für GBA-Verhältnisse sehr klotzig. Hier wurde eben der Fehler gemacht, die Wagen zu groß darstellen zu wollen. Aber auch die Strecken sind furchbar hässlich. Alles gar kein Vergleich zu V-RALLY 3!
Und zudem ist die Steuerung auch noch verhunzt! Die Fahrzeuge steuern sich sich wie Autoscooter. Auch nach sehr vielen Versuchen, viel es mir sehr, sehr schwer nicht immer als letzter ins Ziel zu kommen. Was hier geboten wird, ist mehr und besser als das GBC-Machwerk, aber beileibe kein gutes Spiel. Spaß macht das nun wirklich nicht. Also auch dieses Spiel sollte man lieber links liegen lassen.
Auf diverse Handyspiele und das PSP-Spiel will ich hier nicht eingehen, denn es geht hier ja um Nintendos Handhelden.
(Ich habe ja keine PSP, aber beim antesten hat mir das CMR 2005 auf jenem Handheld gut Spaß gemacht!)

GBA Sega Rally

Und was ist mit SEGA RALLY für den GBA? Ja, nun. Es ist besser als CMR, aber leider auch kein wirklich gutes Spiel. Auch hier findet man eine recht hässliche Grafik, die auch an den zu große gewollten klotziges Wagen scheitert. Der Sound ist extrem schrill! Ob nun Musik oder Sprachausgabe, sie nerven gewaltig. Dolle ist das nicht und Geld sollte man dafür nicht unbedingt ausgeben. Jedenfalls nicht mehr als 5 Euro. Bei der elektronischen Bucht stehen meist 10 Euro für Modul only Versionen zu buche. Das ist es aber nicht wert.

Also große Namen konnten mich hier nicht überzeugen. Ja, okay, V-Rally ist auch ein großer Name. Das erste V-Rally erschien 1997 auf der PSX, also noch vor dem ersten CMR. Und ja, auf der PSX hatte es mir nicht besonders gefallen. Interessanterweise erschien “V-Rally 97 Championship Edition” in den USA bei EA unter “Need For Speed: V-Rally”, war aber nie ein offizieller Teil der NFS-Serie.

VIRTUELLE RALLY AUF NINTENDOS HANDHELDEN (IV)

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Für den GBA gab es eigentlich erstaunlich viele Rennspiele und davon auch einer guter Hieb Rally-Racer. Bis heute gibt es diese große Auswahl nicht auf dem N(3)DS(i). Einige Rennspiele sind wirklicher Mist und fast unspielbar, aber es gibt auch eine große Anzahl von gut spielbaren.

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Dazu gehört auch THQ’s GT ADVANCE 2 RALLY RACING von 2002. Das Spiel ist nicht überragend und kann sich nicht wirklich mit V-RALLY 3 messen, aber es macht aber schon Spaß und ist für Rennspiel-Fans eine Anschaffung wert. Denn es hat zum Beispiel eine zwar nur zweckmäßige Grafik (gegenüber dem Primus V-RALLY 3), aber man hat hier z.B. nicht den Fehler begangen die Wagen zu groß und somit zu klobig darzustellen. Ähnlich wie bei TOP GEAR RALLY sehen die Wagen dadurch wirklich ansehnlich aus. Bei der Streckengrafik hat man sich auch sehr zurückgehalten. Was dem Spiel wirklich gut tut. Man hat nicht versucht irgendwelche groben Objekte an den Streckenrand zu stellen, die in den meisten Spielen nicht nur hässlich aussehen, sondern mehr eine Hindernis als eine Bereicherung für jene Spiel sind. Dadurch sieht hier zwar GTA2RR ein wenig leer aus, was mich persönlich wenig stört.

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Die Strecken selbst sind recht breit und sind somit mehr Cross-Rally-Strecken. Was aber auch durchaus dem Charakter des Spiels entspricht. Fährt man hier doch keine Rally-Abschnitte in denen man die beste Zeit erreichen muss, wie es nun einmal in der klassischen Rally ist, sondern muss die gegnerischen Wagen überholen und somit möglichst als erster ins Ziel kommen. Beide Spielmodi hat z.B. V-RALLY 3. Hier hat man sich auf die eine Spielart konzentriert. Als Modie gibt es eine Meisterschaft, Zeitrennen, Einzelrennen und einen Practice-Mode. Anfangs hat man nur die 3 Australien-Strecken zur Auswahl. Weitere muss man freispielen. Speichern kann man, aber nicht nach jeden Abschnitt, sondern nur nach bestandenen kompletten Rallys, was zugegeben nicht so toll ist.

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Aber das Wichtigste für ein Rennspiel ist die Steuerung. Alles Schöne nutzt nichts, wenn die Steuerung verhunzt ist. Hier ist die Steuerung anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man bekommt sie schnell in den Griff und dann geht sie auch gut von der Hand. Der Wagen kann sich hier scheinbar nicht überschlagen wie bei der V-RALLY-Serie, wenn man zu schnell über einen Huckel fährt oder ein Objekt streift, aber dafür kann man sich bei GTA2RR schon mal schnell drehen, wenn man die Kurve zu schnell nimmt.
Es gibt eine GBA-typische, knarzige Sparchausgabe für den Beifahrer. Auch der Motorsound ist nicht so dolle und erinnert an eine eingerostete Nähmaschine. Die Begleitmusik ist ganz nett, aber erinnert doch sehr, sehr stark an OUT RUN. Aber den Sound kann man aus ausmachen. Kurven und Hindernisse werden hier auch generetypisch grafisch dargestellt, so das man ein Rennen auch auf “stumm” absolvieren kann.

Also ein rundes, kleines Rennspiel, das man sich für ein paar Euro getrost zulegen kann.

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GTA (GBA, 2001)

Übrigens der Vorgänger von 2001 war ein reines Strecken-Rundkurs-Rennspiel a la DTM und ähnlichem. Die Steuerung war bei diesem Spiel übrigens gar nicht gelungen und man hatte damit mehr zu kämpfen als mit den Gegnern. Die Grafikengine scheint mir bei allen drei Spielen identisch zu sein. GTA3, das dann 2003 erschien, war eine Wiedergutmachung des ersten Teils. Das gleiche Szenario, aber mit einer viel besseren Steuerung.

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GTA3 (GBA, 2003)

Virtuelle Rally auf Nintendos Handhelden (III)

Das Spiel für den GBC aus dem Jahr 1999/2000 heisst auf dem Modul TP RALLY 2 und Auf dem Startbildschirm-Screenshot bei Mobygames heißt das Spiel allerdings TOP GEAR POCKET 2. Bei mir allerdings nicht. Vielleicht hieß es ja so in den USA. Ich weiß gar nicht ob das Spiel hier in D-Land überhaupt erschienen ist. Mein Modul stammt aus England. Ähnlich wie auch schon der erste Teil , wurde hier eine comichafte Darstellung der Rally-Wagen benutzt. Wo die Wagen damit im normalen Screenmodus extrem dünn aussehen, bekommt man durch den gestreckten Bildmodus auf dem GBA wieder ein vernünpftiges Format für die Wagen zu sehen. Allerdings hat Teil 2 kein Rumble-Modul wie Teil 1. Aber es ist eben ein durchsichtiges Modul, also das unverkennbare Kennzeichen für eine GBC only Spiel das eben nicht auf dem Game Boy Classic läuft, im Gegensatz zu den schwarzen, undurchsichtigen Modulen. Die Steuerung ist ein wenig zapellig. Und somit nicht so präzise wie zum Beispiel bei V-Rally Championship Edition auf dem Game Boy Color.

Dafür hat man einen sehr übersichtlichen Bildschirm. Von der Spielart her ähneln sich die beiden Spiele auch sehr. Im Meisterschaftsmodus fährt man hier auch nicht gegen die Zeit der Computergegener, sondern startet als 10ter in einem Feld und muss nach und nach seine Gegner überholen. Dabei ist die Gegner-KI sehr aggressiv und lässt einen kaum vorbei. Gegenüber V-Rally hat man hier auch keine Checkpoint-Strecke mit Zeitlimit, sondern man fährt auf einem Rundkurs mit drei bis vier Runden. Gleich zum Anfang ist es wirklich schwer hier als erster durchs Ziel zu kommen. Im Gegensatz zu V-Rally hat TGR2 eine Speicherbatterie. Allerdings muss man erst immer 4 Rennen absolvieren, bevor das Spiel automatisch speichert. Für U-Bahn- und Busfahrten ist das Spiel somit nicht so sehr geeignet.

Im Großen und Ganzen lohnt sich TGR2 für den geneigten GBC – oder GBA – Besitzer. Es macht schon Spaß.
Im Gegensatz zu Teil eins, der ein wenig langweilig geraten war, aber dafür den eingebauten Runble Pack hatte, den die meisten GBC-Besitzer nur von Pokemon Pinball her kennen.

Der Rumble Pack war eine wirklich witzige Idee, die ja Später für den ersten NDS, der noch einen GBA-Schacht hatte in dem der separate Rumble Pack kam, wieder aufgegriffen wurde. Hier steckt in der Wulst des Spielemoduls so ein kleiner Motor, der an den richtigen Stellen des Spiels angeworfen wird und damit so eine Art Force-Feedback-Effekt erzeugt. Dafür braucht das Modul auch eine eine Batterie. Das hat alles sehr merkwürdig ausgesehen und war wohl auch nicht so gut angekommen, denn es gab kaum Module mit dem Buckel. Ich hätte mir jetzt gerne the best of both worlds gewünscht und hätte eben gerne Teil 2 mit diesen Pack gehabt.

2003 erschien für den GBA noch ein Nachfolger, der dann nur TOP GEAR RALLY hieß. Spielen und steuern ließ sich das Spiel ganz gut (und war eines meiner ersten beiden GBA-Module gewesen), leider war die Grafik recht hässlich. Auch hier musste sich TGR seinen direkten Konkurrenten V-RALLY geschlagen geben. Die V-RALLY für den GBA war in jeder Hinsicht um Längen besser und spielt sich eben heute noch sehr gefällig und sieht schön aus.
Als erstes erschienen ist TGR übrigens für den N64. Das war 1997 und 1999 folgte ein Nachfolger auf dem System. Beide Spiele kenne ich allerdings nicht.

Virtuelle Rally auf Nintendos Handhelden

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Es ist schon so eine Sache mit Rally-Spielen auf Nintendos Handhelden. Ob nun auf den Spieljungen oder den Doppelbildschirmen, so richtig gemacht ist die Hardware nicht für Rennspiele. Trotzdem hat es immer wieder Versuche gegeben. Die Meisten sind mal eher in meinen Augen gescheitert. Wahrscheinlich sollte ich mir da lieber eine PSP holen. Aber man kann eben nicht alles haben.
Aber es gibt auch gelungene Versuche. Aus jüngerer Zeit möchte ich da auf jeden Fall DIRT 2 für den DS erwähnen. Das sieht zwar nicht so dolle aus, aber spielt sich eben sehr gut. Steuerung und Handling stimmen einfach.
Auf den Gamenoys war das ja nie so dolle mit den Rennspielen. Es gab zwei Versuche von Codemasters mit Marke COLIN McRAE RALLY. Beide Spiele sind grafisch ganz furchtbar und tun in den Augen weh. Spielerisch sind diese unspielbar, weil die jeweiligen Steuerungen jede auf seine Art schlecht sind.

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Dafür gab es V-RALLY für den Gameboy das auf der kleinen Konsole alles richtig gemacht hatte. Für Gameboy-Verhältnisse sieht es ganz gut aus und hatte eine schöne und präzise Steuerung. Das spiele ich Damals wie heute sehr gerne. Alles sehr simple im Arcade-Stil mit Checkpoints die man unter Zeitdruck erreichen muss, sonst kommt das Game over noch vor der Ziellinie. Auch fährt man nicht alleine auf der Strecke, sondern hat ein ganzes Feld von Gegnern vor sich, das man auch noch überholen muss. Hat eigentlich alles weniger mit Rally zu tun und erinnert da mehr an OUT RUN oder eigentlich mehr an die LOTUS-Serie auf dem AMIGA. Das Spiel erlebte später noch eine Neuauflage für den Gameboy Color. Außer den Farben hatte sich aber nichts groß verändert. Die gleiche gute Spielmechanik mit der gleichen Grafik. Sogar die Passwörter um Schwierigkeitsgrade überspringen zu können, sind gleich geblieben.

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2002 kam dann V-Rally 3 für den GBA raus. Um jenes soll es hier eigentlich gehen. Das Spiel war damals völlig an mir vorbei gegangen. Von CMR2.0 war ich seiner Zeit wie schon erwähnt völlig enttäuscht gewesen. Was für ein Pixelsalat und furchtbare Steuerung! Getröstet hatte ich mich mit TOP GEAR RALLY (2003). Das wird zwar in den Stadtabschnitten unheimlich fummelig, lässt sich aber sonst gut spielen. V-Rally 3 ist allerdings um längen besser. Jenes hatte ich mir nun via elektrische Bucht für einen kleinen Preis (ohne OVP) auf gut Glück zugelegt. Und ich bin nicht enttäuscht worden! Das ist vielleicht eines der besten, wenn nicht sogar das Beste, Rennspiel das ich auf Nintendos Handhelden je gespielt habe!

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Grafisch haben die Entwickler alles aus den kleinen GBA herausgeholt was möglich war. Damit schlägt das Spiel CMR2.0 und auch TGR um Längen. Es gibt sogar eine passable Cockbit-Ansicht. Auch über jene lässt sich das Spiel wirklich gut steuern. Überhaupt lässt sich das Spiel wirklich gut steuern. Nie habe ich das Gefühl das ich über das Fahrzeug keine Kontrolle habe oder das ich mehr über die Strecken rutsche statt fahre. Dabei hat man natürlich die klassische Steuerung mit der Lenkung über das Steuerkreuz und mit dem Gaspedal und Bremse über die A und B Button. Es gibt ein Rally-Mode, bei dem man Einzelstrecken abfährt um mit den Zeiten alleine auf der Strecke hohe Platzierungen zu erreichen. Es gibt ein Time Trail Mode und den klassischen V-Rally-Modus. Nennt sich hier Rally Cross und entspricht den Arcade-Mode in seinen beiden Vorgängern.

Das alles spielt sich wirklich ganz wunderbar und bescherte mir zum Jahresende 2014 wirklich eine sehr, sehr angenehme Überraschung. Ein muss für Rennspiele auf dem GBA!

(Alle Screenshots sind vom GBA abphotographiert!)

For Haarnadelkurven-Lovers only

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WRC 4 ist ein Rally-Spiel. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Codemasters waren da eigentlich mal die Könige des Sub-Genres. Allerdings hatten sie sich mit der 2005er Version ihrer Colin McRae Rally – Serie vom reinen Rally-Spiel abgewendet. Die folgenden 3 DIRT-Spiele beinhalteten zwar noch Rally-Strecken, aber wurden durch eine Vielzahl an anderen Off-Road-Disziplinen mehr oder weniger sinnvoll ergänzt. Dadurch gewannen die Spiele natürlich an Vielfalt, aber ob das nun gut oder schlecht war, ist natürlich eher Geschmackssache. Mir persönlich hatte hier ja bekanntlich Teil 2 am besten gefallen. Wobei ich hier am liebsten immer noch die Rally-Strecken gefahren bin. Streckendesign und Handling waren hier perfekt mit ein sehr schönen Grafik gepaart worden. Ein Spiel das man heute noch spielen kann. Was ich auch regelmäßig immer noch tue. DIRT 3 war da 2011 nicht mehr so dolle und hatte mit seinen Drift-Events eine sehr nervige Komponente hinzu bekommen, die mir den Spaß verleidet hatte. 2012 hatten sie dann mit DIRT: Showdown die Rally-Strecken ganz weggelassen. Trotzdem war das Spiel inbesondere auf den Konsolen wohl recht erfolgreich gewesen. Mir gefällt es überhaupt nicht.

2013 hatten Sie dann mit Colin McRae Rally für iOS ein stark abgespecktes Remake von CMR 2.0 auf den Markt gebracht. Das dann dies Jahr auch für Android und PC erschienen ist. Leider eine große Enttäuschung. Auf Android ist die Kipp-Steuerung eine Katastrophe und es gibt keine Gamepad-Unterstützung. Ich hatte gehofft das diese vielleicht noch nachgereicht wird, was aber bis heute nicht passiert ist. Die PC-Version hat zwar eine Gamepad-Unterstützung, aber die Steuerung ist hier sehr schwammig. Das Original von 2000 ist hier weitaus besser. Aber dazu hatte ich hier ja schon einiges geschrieben. Also muss man sich eben nach Alternativen umschauen.

Die WRC-Serie von Sony CEE mit der offiziellen FIA WRC Lizenz gibt es schon seit 2001. Zwischen 2001 und 2005 sind 7 Spiele für PSX und PS2 erschienen. Darunter auch 2004 ein Spiel das auch WRC 4 hieß. 2010 ist dann unter der Fahne von Black Bean Games ein Ableger für PS3, Xbox 360 und Windows erschienen. Namco brachte 2 Jahre später unter den Titel WRC 3 einen Nachfolger für eben der gleichen Plattformen. Eine WRC 2 hat es wohl nicht gegeben. WRC 4 ist dann unter der Flagge von Bigben Interactive nicht nur auf diesen drei Systemen erschienen sondern auch für die Vita und vor einer Woche auch für den 3DS. Nachdem der Titel nun für einen annehmbaren Preis via Steam zu bekommen war, habe ich mich mal an das Spiel herangewagt.

Ja, man hat hier einmal die offizielle Lizenz und dementsprechend eben nicht nur die originalen Automarken, wie man sie bei CMR hatte, sondern eben auch die Fahrer und Beifahrernamen. Wie weit die Strecken “echt” sind, kann ich nicht beurteilen. Auf den ersten Blick sieht das Spiel aus wie CMR 2005. Zu mindestens was den Umfang angeht. Schnelles Rennen, Einzelstrecken, einzelne Rallys und Weltmeisterschaft sprich Karriere-Modus. Dann gibt es noch einen Multiplayer-Modus, den ich nicht ausprobiert habe. Die Grafik ist recht hübsch, sieht aber doch ein wenig altbacken aus. Ist somit zwar hübscher als CMR 2005, aber bei weiten nicht so klasse wie DIRT 2 oder 3. Die Autos sind wirklich gut gelungen. Aber die Grafik der Umgebung ist schon sehr unterschiedlich. So sind die Texturen teilweise sehr matschig (Streckenposten, Zuschauer und Büsche & Bäume) und machen so den Gesamteindruck kaputt.
Im Gegensatz zu anderen Rennspielen hat man bei den Einzelstrecken schon gleich von Anfang an die volle Auswahl an Wagen und Strecken. Scheinbar spielt man also mit den Karrieren-Modus hier nichts frei. Lediglich unter seinen eigenen Namen kann man dann nicht fahren. Das geht nur im Karriere-Modus. Auf einer Art ist das für Gelegenheitsspieler nicht schlecht, das man gleich alles direkt auswählen kann, aber so ein bisschen bremst es doch die Motivation die Karriere durchzuspielen.

Die Steuerung geht via Gamepad gut von der Hand. Via Lenkrad habe ich es noch nicht ausprobiert. Man bekommt nie das Gefühl das sie zu schwammig wäre oder ,am nicht die Kontrolle hat. Einzig die Handbremse ist hier ein wenig merkwürdig unpräzise. Der weil ist diese hier sehr wichtig. Bei den Strecken die ich bisher gefahren bin bestand 80 % der Kurven aus Haarnadelkehren! Also eigentlich braucht man hier die Handbremse ganz dringend. Leider funktioniert diese hier nicht so gut, so das ich Haarnadelkurven hier dann doch lieber mit einer Kombination aus Gas geben und normaler Bremse nehme. Das ist zwar unrealistisch, funktioniert hier aber ganz gut um trotzdem in die vorderen Ränge fahren zu können. Ich habe noch nie ein Rally-Game gespielt das aus so vielen Haarnadelkurven bestand. Völlig unrealistisch ist das natürlich nicht. Eigentlich fast zu realistisch! Bloß am Bildschirm macht es eben nicht so viel Spaß und ist nicht sehr abwechlungsreich.

Im Großen und Ganzen macht mir das Spiel Spaß. Es ist eben ein reines Rally-Spiel ohne viel Schnick-Schnack. So wie ich es zu mindestens mag. Es fühlt gut die Lücke die Codemasters hinterlassen haben. Ich kenne die Vorgänger nicht und habe so keinen direkten Vergleich wie hier die technische Evolution verlaufen ist. Einen Nachfolger würde ich vielleicht kaufen, wenn hier die Handbremse verbessert werden würde und die Grafik ein wenig aufgehübscht wäre.