DiRT 5 – Wir müssen reden

Eigentlich wollte ich zu dem jüngsten Spross der DiRT-Familie gar nichts schreiben. Zu sagen, dass das Spiel schlecht ist, wäre nicht fair. Ich drücke es mal so aus: Als Fan der CMR / DiRT Serie gehöre ich wohl eindeutig nicht der Zielgruppe an. Den “Generationswechsel” von CMR05 zum ersten DiRT konnte ich noch ohne Schwierigkeiten mitmachen, aber bei DiRT 5 geht wohl diese Ära zu Ende. Also schlecht muss das Spiel deswegen nun nicht sein, aber was man sagen kann, ist, dass es nicht besonders Umfangreich ist. Das Problem hatten schon DiRT 3 und 4 in meinen Augen, aber DiRT 5 bietet zumindest für mich zu wenig. Diesmal hat man den Rally-Teil komplett aus der Hauptserie entfernt. Also keine klassischen Etappen und Meisterschaften mehr. Eine Möglichkeit um Zeiten zu fahren gibt es noch. Allerdings im Arcade-Teil des Spiels ein wenig versteckt. Auch kann man im Rally Cross auch noch ein paar Rally-Veteranen wie ein Subaru Impreza WRX STi (2005er oder 2007er, ich kann die beiden Modelle optisch nicht unterscheiden, weil eben sehr, sehr ähnlich). Natürlich gibt es hier dann keinen klasssichen Impreza WRX von 1995 mehr , auf dem seiner Zeit Colin McRae Weltmeister geworden ist. Aber das kann man natürlich noch in den beiden Spin-Off DiRT RALLY fahren. Wie man ohnehin als Rally-Fan nur noch bei DiRT RALLY glücklich werden kann.

Aber ich will ja nicht nur meckern. Immerhin habe ich bisher trotzdem 20 Stunden mit dem Spiel verbracht. Allerdings habe ich es schon seit Dezember 2020. Zum Vergleich habe ich DiRT 4 knapp 100 Stunden gespielt und DiRT RALLY (bisher, aber On-going) 136 Stunden. Erst einmal trotzdem das was mir wirklich gut an DiRT 5 gefällt. Die Grafik ist wirklich ein Hammer und die Wettereffekte sind wirklich gelungen. Zudem gibt es auch hier nun endlich auch während einem Rennen Wetterwechsel, was es bei DiRT 4 und auch DiRT RALLY 2 noch nicht gegeben hatte. Man startet also durchaus im Regen und kommt bei Sonnenschein ins Ziel. Auch die Tageszeit kann sich durchaus während einem Rennen ändern. Was zwar in der Karriere eher selten der Fall ist, dass man z.B. beim Sonnenuntergang startet und erst im Dunkeln ins Ziel kommt. Im Arcade-Modus kann man sich bei dem selbst zusammen gestellten Rennen das Wetter oder eben Wetterwechsel und Startzeit (Morgens, Mittags, Nachmittags, Sonnenuntergang, Nacht) einstellen. Und man kann sich dann Echtzeit einstellen, dann ändert sich die Tageszeit natürlich nicht in einem Rennen, aber wenn man die Zeit beschleunigt einstellt, bis zu 60 facher Geschwindigkeit, dann startet man z.B. im Sonnenschein des Nachmittags und kommt erst in der Dämmerung oder am Abend / in der Nacht im Ziel an. Ein vielleicht für’s Rennen unwichtiger Effekt, aber er trägt für mich ein bisschen zum Spielspaß bei und es ist eben neu in der Serie. Wenn man ohne Fahrhilfen fährt, kann es einen übrigens bei einem Regensturm schon mal böig von der Strecke abbringen.

Die Grafik ist zwar sehr schön und Detailreich, aber kunterbunt. Und zwar so Bonbon-mäßig bunt, dass es teilweise schon in den Augen weh tut! Dafür kann man seine Wagen wieder selbst dekorieren, wie schon bei DiRT 4 bzw. der GRID-Serie von Codemasters. Eine Möglichkeit, die einen bei DiRT RALLY 2 ja leider nicht gegeben wurde. Bei D5 kann man also nach Geschmack und Vorliebe seine Autos lackieren und Vinyls anlegen, wie Damals ab UNDERGROUND der NEED FOR SPEED – Serie. Aber sah das in D4 noch realistisch aus, haben die Wagen hier nun mit Vinyls oder ohne einen merkwürdigen plastikhaften Look, der sich nicht mit dem Streckendesign messen kann und teilweise deplatziert wirkt, wie Matchbox-Autos. Mit der Zeit schaltet man durch Gewinne im Karriere Modus weitere Designs frei. Überhaupt fühlt man sich als GRID-Spieler bei D5 schnell zurecht. Aber nicht nur beim Design, sondern auch in der Art der Karriere ist D5 mehr GRID als DiRT. Zumindest in den Bezeichnungen der Spielmodi hat der Begriff Rally überlebt, so gibt es neben Land Rush, Stampede und den von mir schon bei D3 gehassten Gymkhana eben auch Rally Cross (aber hier eigentlich UltraCross genannt) und Rally Raid. Aber zu sehr ähneln sich die Modi, wie schon seiner Zeit 2015 bei dem DiRT-Spin-Off SHOWDOWN, dass wiederum noch weniger geboten hat, als D5, aber eben auch kein klassisches Rally. Ein Bastelmodus (denn Editor konnte man das nicht nennen) wie bei D4 gibt es leider nicht mehr und ist wie bei DR2 nicht wieder aufgegriffen worden. Schade, fand ich das bei D4 doch sehr schön und sorgte für Abwechslung bei den Rennstrecken, die nicht so umfangreich waren, wie auch hier bei D5 wieder. In Sachen Abwechslung geht es aber schon seit DiRT 2 Die Grafik ist zwar sehr schön und Detailreich, aber kunterbunt. Und zwar so Bonbon-mäßig bunt, dass es teilweise schon in den Augen weh tut! Dafür kann man seine Wagen wieder selbst dekorieren, wie schon bei DiRT 4 bzw. der GRID-Serie von Codemasters. Eine Möglichkeit, die einen bei DiRT RALLY 2 ja leider nicht gegeben wurde. Bei D5 kann man also nach Geschmack und Vorliebe seine Autos lackieren und Vinyls anlegen, wie Damals ab UNDERGROUND der NEED FOR SPEED – Serie. Aber sah das in D4 noch realistisch aus, haben die Wagen hier nun mit Vinyls oder ohne einen merkwürdigen plastikhaften Look, der sich nicht mit dem Streckendesign messen kann und teilweise deplatziert wirkt, wie Matchbox-Autos. Mit der Zeit schaltet man durch Gewinne im Karriere Modus weitere Designs frei. Überhaupt fühlt man sich als GRID-Spieler bei D5 schnell zurecht. Aber nicht nur beim Design, sondern auch in der Art der Karriere ist D5 mehr GRID als DiRT. Zumindest in den Bezeichnungen der Spielmodi hat der Begriff Rally überlebt, so gibt es neben Land Rush, Stampede und den von mir schon bei D3 gehassten Gymkhana eben auch Rally Cross (aber hier eigentlich UltraCross genannt) und Rally Raid. Aber zu sehr ähneln sich die Modi, wie schon seiner Zeit 2015 bei dem DiRT-Spin-Off SHOWDOWN, dass wiederum noch weniger geboten hat, als D5, aber eben auch kein klassisches Rally. Ein Bastelmodus (denn Editor konnte man das nicht nennen) wie bei D4 gibt es leider nicht mehr und ist wie bei DR2 nicht wieder aufgegriffen worden. Schade, fand ich das bei D4 doch sehr schön und sorgte für Abwechslung bei den Rennstrecken, die nicht so umfangreich waren, wie auch hier bei D5 wieder. In Sachen Abwechslung geht es aber schon seit DiRT 2 soI, das noch sehr gut ausgestattet war, mit DiRT 3 immer weiter bergab. Aber, hey, Gymkhana ist wieder da! Also ich hatte es nicht vermisst durch die Gegend zu schleudern statt ein Rennen zu fahren. Aber wer sich gern wie Ken Block fühlen will, der ist hier richtig. Nichts für Leute mit Gaming-Sickness. Und für den “Renn”-Modus gibt es wiederum bei D5 eine Bastelecke, bei dem man sich sein Stadium und somit den Parcours selbst zusammenstellen kann. So ein bisschen wie Trackmania, bloß eben auf niedrigeren Niveau.

10 Schauplätze (also ein bisschen mehr als bei D4) gibt es zu bereisen. Jeder Schauplatz bieten andere Bedingungen wie natürlich Matsch, Sand oder Schnee. Asphalt eher weniger. Man kann also durch einen Dschungel in Brasilien, ein wenig politisch unkorrekt oder gar in New York fahren, hier aber nicht durch die Häuserschluchten, sondern über ein in der Klimakatastrophe wohl eher nicht mehr möglichen Eissee. Leider unterscheiden sich die einzelnen Abschnitte der Schauplätze nicht wirklich. Da gibt es zwischen zwei bis drei und jene kann man auch rückwärts (also die Strecke, nicht mit den Wagen!) durchfahren. Hier fährt man also immer im Pulk und nie im Duell oder gar Einzel (außer eben dem Zeitrennen, dass es aber nicht in der Karriere gibt). Je nach Schwierigkeitseinstellung ist das herausfordernd, weil die KIs schon schön aggressiv fahren, aber natürlich nie realistisch wie bei einer Sim, sondern rein Arcade. Man kann den Schwierigkeitsgrad ganz niedrig einstellen, sodass man so viele Fahrhilfen hat, dass man eigentlich Stützräder und Papa der von hinten schiebt erwartet. Und die Gegner sind zwar trotzdem aggressiv, aber fahren eher so, als würden sie das Gaspedal nicht immer finden. Für blutige Anfänger ist das aber gut. Der Frustfaktor ist da niedrig und nicht so wie beim Hill Climb – Modus bei DiRT RALLY, bei dem man nur als Profispieler das Ziel überhaupt erreichen kann, vom Siegen ganz zu schweigen. Die Leichtigkeit gibt es natürlich nur im Offline-Modus. Schon klar, oder? Online-Rennen sind natürlich wie immer gnadenlos. Aber im Karriere-Modus kann man natürlich auch alle Fahrhilfen abschalten, was für ein durchschnittlich erfahrenden Spieler aber trotzdem keine Herrausvorderung bietet oder die Gegner alle zu Hyper-Sebastian Loebs werden lassen. Sieht man in der leichten Einstellung die Gegner nur bei Start und danach nur noch im Rückspiegel, so ist es in der höchsten Stufe schon so, dass man echt Schwierigkeiten hat mitzuhalten und das Feld eher vor sich sieht. Was aber okay ist.

Die Auswahl der verschiedenen Autos ist durchschnittlich und ohne das man per DLC einige nachkauft ist der Umfang eher dürftig. Wenn man alle DLC-Wagen dazu nimmt, würde das FORZA HORIZON – Spielern trotzdem nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Alle Wagen fahren sich meist zahm. Allerdings nur mit dem Gamepad. Mit Lenkrad hat mir das Spiel eher weniger Spaß gemacht. Also kein Vergleich zu der genialen Lenkrad-Unterstützung von DR2. Aber vielleicht geht es nur mir so?! Jedenfalls hat sich DiRT 1 bis 4 immer gut mit einem Lenkrad fahren lassen. Eine Meisterschaft gibt es nicht wirklich. Der Karriere-Modus erinnert wie erwähnt an GRID. Immerhin ist es auch hier nicht linear. Also auch hier hat man immer ein zwei Alternativen weiterzukommen, wenn einem der eine oder andere Modus nicht liegt. So bin ich bis jetzt immer um Gymkhana herumgekommen und trotzdem weitergekommen, etwas was bei D3 leider nicht möglich war. Was nervt, ist die deutsche Version der Kommentare und des Managers. In der originalen Version soll das nicht ganz so nervig sein. Und hier hat man auch richtige Sprecher mit Nolan North und Troy Baker genommen/ bekommen und keine nervigen pseudo-coolen Nervkekse. Wie also schon bei D3. Zum Glück kann man die fast ausstellen. Ohnehin, wenn es um eine gute Atmosphäre, also Sprecher und Soundtrack, geht, ist nach dem wirklich gelungenen D2 leider nie mehr so etwas zu Stande gekommen.

Ich werde DiRT 5 wohl nicht mehr groß weiterspielen und wenn dann nur mal zwischendurch eine schnelle Runde im Arcade-Modus. Oder ich starte lieber gleich FORZA HORIZON 4, wenn ich einen unterhaltsamen, modernen Arcade-Racer spielen will.

Rush Rally 3

Wenn man sein Blick aufs mobiles Racegaming richtet, muss man seit einiger Zeit auf Smartphones oder Tabletts schauen. Sowohl iOS und auch Android – Geräte mit ein wenig Power unter der Haube bieten da alles vom Arcade-Racer bis zur Simulation an. Das sieht nicht schlechter aus und spielt sich auch nicht schlechter als auf einen Mittelklasse-PC mit vernünftiger Graphikkarte. Wenden wir den Blick auf Handhelds nachdem sich Sony mit ihrer PSP und PS Vita zurückgezogen hatte, so sah es bisher recht düster aus. Wie schon vorher auf dem DS so auch auf den 3DS waren wirklich gute Rennspiele scheinbar nicht möglich gewesen. Das sah immer alles wie gewollt, aber man konnte nicht aus und steuerte sich meist eher mäßig bis katastrophal. Wie die Überschrift oben erahnen lässt, geht es mir erst einmal hier heute um Rally-Spiele, eben eines meiner Lieblings-Sub-Genres. Mit Grausen muss ich da sofort an die WRC-Version auf dem 3DS denken! Was auf der PSP noch wirklich passabel war, konnte man auf dem 3DS nur als das Vera….en von Rennspiel-Fans bezeichnen. Es sah nicht nur grauenvoll aus, sondern steuerte sich wie eine Seifenkiste auf Glatteis. Mit anderen Worten: Es machte nicht einmal ein bisschen Spaß! Codemasters hielten sich auf den 3DS ganz bedeckt. Was vielleicht auch besser so war. 

Jetzt kam also vor vier Jahren die Switch und ist zwar ein Handheld, aber doch eigentlich auch eine Heimkonsole. Und, ja, hier ging es auch gleich langsam los. Besonders mit dem Arcade-Racer-Mobile-King ASPHALT. Für so ziemlich jede Plattform gab und gibt es seit den frühen 2000ern die eine oder andere Version der Serie. Besonders auf dem Smartphone-Sektor. Und das spielt sich auf der Switch genauso gut, wie am PC. Und es ist quasi weiterhin “kostenlos”. Auch auf der Switch rechnet der Hersteller mit der Ungeduld der Spieler und somit auf In-Game-buys. Und wie sieht es bei den Rally-Spielen aus? Codemasters halten sich hier auch weiter bedeckt. Es gibt keinen Port von einem Dirt- oder Dirt-Rally auf der Switch. Aber Big Ben haben gleich zwei Mal zugeschlagen. Einmal mit einem Port von V-RALLY 4 und den letzten Inkarnationen ihrer WRC-Reihe. Hier alles aber zum Vollpreis! Das schaut schon recht gut aus, aber spielt sich leider überhaupt nicht gut. Ich habe V-RALLY 4 und WRC 8 sowohl auf dem PC, als nun auch  auf der Switch. Beide Spiele sind auf dem PC nun wirklich nicht meine Favoriten bei dem Rally-Spielen (das sind natürlich die DiRT-RALLY-Games), aber es sind ganz passable und spielbare Rennspiele für Zwischendurch. Auf der Switch haben diese meiner Meinung nach jeweils eine unmögliche Steuerung. Hier haben wir also wieder Seifenkistenrennen. Und hier kommt RUSH RALLY 3 ins Spiel. 

RUSH RALLY erschien 2014 für Android und iOS. 2016 folgte dann der Nachfolger RUSH RALLY 2 für o.g. Systeme. Beide Spiele habe ich selbst nie gespielt. Ich bin erst kürzlich mit RUSH RALLY 3 eingestiegen, dass wieder für Android, iOS und nach auch für die Switch 2019 erschienen ist. 2021 erschien ein kleiner Spin-Off RUSH RALLY: ORIGINS bei dem sich das Game ausschließlich aus der Vogelperspektive spielen lässt. Das war bei mir schon zu Atari-Zeiten mit INDY 500 nicht mein Fall gewesen und da hat sich mein Geschmack in den letzten 40 Jahren auch nicht geändert. Entwickelt und vertrieben wurde RUSH RALLY von der britischen Firma Brownmonster Limited. Und das ist kein Studio, sondern nur ein Mann: Stephen Brown! Bei den ersten drei Spielen hat er alles gemacht und sich erst für das vierte Spiel eine Ein-Mann-Unterstützung ins Boot geholt. Das Spiel basiert nicht auf einer Gameengine wie Unity, sondern ist von Grund auf selbst programmiert worden. Und das Ergebnis ist AMAZING!! 

Unterschiede zwischen der Android- und der Switch-Version konnte ich nicht feststellen. Wenn man seiner Zeit auf den einen oder anderen System eines der COLIN McRAE RALLY Spiele (1998 bis 2005) gespielt hat, dann fühlt man sich hier gleich wie zu Hause. Das Spiel fühlt sich an allen Ecken und Enden genau so an. Die Grafik mag vielleicht nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit sein (hier haben oben erwähnte Rally-Spiele auf der Switch auch nur an dieser Stelle die Nase vorn), aber man muss schon bedenken, dass RUSH RALLY eben für mobile Geräte geschaffen wurde, die nicht alle auf den gleichen technischen Stand sind und Brown vielleicht mehr hätte tun können, aber bestimmt nicht das Interesse hatte, dass Spiel nur Besitzern von High-End-Smartphone an bieten zu wollen. Ich finde dafür hat das Spiel eine schöne Grafik, auch wenn sie eher den Stand von 2010 hat, ist die Grafik nun wirklich nicht hässlich. Da hier wirklich alles selbst gemacht ist, finde ich sie sogar beeindruckend. Man braucht nicht jeden visuellen Effekt, der heute bei High-End-Geräten möglich ist. Auf der Switch hätte das Spiel besser aussehen können, aber warum sollte Brown hier etwas gegen die ursprüngliche Version groß ändern? Selbst wenn man heute CMR2005 auf einem aktuellen Rechner spielt, habe ich da nicht das Gefühl eine “grobe” Grafik vor mir zu haben. Und so verhält es sich auch hier. 

Die Spielmodis erinnern auch an CMR: Einzelabschnitte, Einzelrallys, Meisterschaften, Rallycross (Rundkurse) und Herausforderungen. Zudem gibt es einen Online-Modus bei dem man gegen menschliche Gegner fahren kann. Bei den Wagen hat man auch hier die üblichen Klassen. Aber natürlich findet man hier keine lizenzierten Wagen! Das hätte den finanziellen Rahmen für die Produktion mit Sicherheit gesprengt. Aber die Karossen sehen schon den üblichen Rally-Modellen sehr ähnlich und haben ähnliche Namen bekommen. Zudem hat man hier die Möglichkeit die Namen der Wagen zu ändern! So was kenne ich noch von Fussballmanager-Spielen, bei denen keine echten Spielernamen benutzt werden dürften, man aber einen Editor eingebaut hatte, dass man das selbst machen konnte. Nichts Überlebenswichtiges, aber ein schönes Feature. Die Schwierigkeitsstufen kann man hier auch recht frei selbst bestimmen. Es gibt von ganz leicht, mit automatischen Bremsen, Tracktionskontrolle, anzeigen der Idealllinie, bis wirklich schwer, mit alles ohne und manuellen Schalten alles was das Rennspielerherz begehrt. So haben blutige Anfänger und Casualgamer auch Spaß an dem Spiel ohne nach der ersten gefahrenen Strecke völlig frustriert aufgeben zu müssen. Alte (Rally-) Hasen können jegliche Hilfen abschalten und haben so eine wirkliche Herausforderung. Hier wird also keinen langweilig. Anfangs bekommt man einen Betrag um sich den ersten Wagen kaufen zu können. Geld verdienen für neue Wagen und jene mit allem möglichen zu tunen, kann man nicht nur in den Meisterschaften/ Karrieren, sondern auch durch gute Platzierungen in Einzelrallys. Wenn man also nach und nach alle 9 Rally-Events durchspielt, hat man schon ganz gut Geld verdient um weitere Wagen zu kaufen und ein wenig hochzurüsten. Bei den Rallys hat man alle Begebenheiten dabei wie Sand-, Matsch-, Schnee- und natürlich Asphaltstrecken. Die Events bestehen aus jeweils sechs Etappen. Zudem gibt es für Rallycross noch 18 Rundkurse. Es gibt ein skalierbares Schadensmodel und dementsprechend muss bzw. kann der Wagen dann alle zwei Etappen repariert werden. Hier kann man selbst entscheiden, was als erstes repariert werden soll, wenn man einen größeren Schaden als Reparaturzeit hat, oder auf automatische Reparatur stellen. Nach meiner Erfahrung sollte man das lieber manuell machen, denn der Algorithmus neigt doch dazu, die Reifen zu vernachlässigen und schon hat man auf der nächsten Etappe einen Platten.  

Die Wagen steuern sich mit der Touchsteuerung (Android) ganz okay, aber man sollte doch lieber zu einem Gamepad greifen. Ansichten beim Fahren hat man auch alles, was dass Rennspielerherz begehrt. Von zwei Kameraeinstellungen hinter dem Fahrzeug, über zwei Ansichten aus dem Cockpit, zu der Motorhauben-Ansicht. Zudem hat man auch hier die Möglichkeit, aus der Vogelperspektive zu fahren (was ich noch bei keinen CMR, DiRT, WRC oder V-RALLY gesehen habe. Wenn man mal von der Game Boy Color Version von CMR2.0 absieht.). Die Strecken sind alle sehr gut ausbalanciert, aber fordern einen bei den Nadelohrkurven schon heraus auch mal die Handbremse zu benutzen. Die Etappen sind klassisch in vier Abschnitte mit Zwischenzeiten eingeteilt. Wetterwechsel finden hier natürlich nur von Etappe zu Etappe statt und nicht so wie bei DiRT 5 mitten auf der Strecke. Die Regeneffekte und Gewitter finde ich persönlich trotz der leichten grafischen Einschränkungen, sehr schön gelungen. Nachtfahrten spielen sich nicht in absoluten Dunkeln ab (was gut ist), aber man kann sich auch nicht die Scheinwerfer durch Unfälle zerdreschen, was in modernen Spielen immer eine schöne zusätzliche Herausforderung ist. Die Fahrernamen der Gegner sind natürlich auch nicht authentisch, klingen aber schon so, dass man als Rally-Fan den eigentlichen Namen dahinter erkennen kann. Die Fahrernamen kann man aber nicht editieren.

Der Sound ist okay, auch wenn die Motorgeräusche nicht sehr authentisch klingen, habe ich da wirklich schon Schlimmeres gehört. Beim Publikum kommt immer wieder neben den obligatorischen Jubeln ein Tröten-Sound zum Einsatz, der nach einiger Zeit sehr nerven kann, so dass man den virtuellen Zuschauer jene am liebsten über den Schädel ziehen würde, damit er damit aufhört, an mehreren Stellen der Etappen zu stehen und zu tröten. RUSH RALLY 3 mag Zwar im Großen und Ganzen den einen oder anderen ein wenig altbacken erscheinen, aber ich würde es eher Old School nennen ( aber noch nicht Retro!). Nun mag man 15 Euro für die komplette Version auf der Switch als recht teuer empfinden (weil man heute scheinbar gerne unkommentiert 60-70 Euro für ein Blockbuster bezahlt, aber bei Indi-Spielen nichtmehr als 5 Euro ausgeben will), aber ich finde, dass einen dafür eine Menge abwechslungsreicher Spielspaß geboten wird. Und in meinen Augen findet man auf der Switch zurzeit kein besseres Rallys – Spiel. 

Run, Nintendo, Run

5 Jahre alt ist die Nintendo Switch nun schon! Also durchaus schon fast im schulfähigen Alter! 5 Jahre habe ich nun zur Belustigung meiner Frauen den Nachfolger von Wii U und 3DS ignoriert. Es gab einfach für mich keiner Killer-Applikation auf der Switch, die mich dazu verleitet hätte, nun unbedingt auf jenen System auch spielen zu müssen. Heimkonsolen sind ja nun ehe nicht mein Ding, aber den Game Boys und DSes hatte ich immer die Treue gehalten. Und auf all jenen spiel ich auch immer noch. Die Killer-Applikation war für mich 1991 kein Programm bzw. Spiel auf dem originalen Game Boy, sondern einfach nur die Tatsache eben auch Unterwegs Videospiele spielen zu können. Und eben nicht nur ein Spiel pro Gerät (wie z.B. die damals auch von Nintendo hergestellten Game & Watch – LCD – Handhelds und deren Klone), sondern eben mit der Möglichkeit die Spiele via Cardrige zu wechseln. Ja, das hatte mich gecatched und so manche lange Bus- oder Bahnreisen und verregnete Urlaube gerettet. Bei allen anderen Game Boys waren es auch keine Spiele, die mich für ein Upgrade begeistert hatten, sondern einfach die Tatsache, dass jene immer kompatible zu den Spielmodulen des direkten Vorgängers waren. Das war selbst so, als Nintendo von den Game Boys auf die DS-Serie umgestiegen sind. Und selbst ab dem Gamecube war es bis zur Wii U auch so gewesen! Mit der Switch hat da Nintendo einen harten Cut gemacht. Vorbei waren die Zeiten, in denen man sich eine neue Nintendo-Konsole gekauft hatte und erst einmal ein paar Spiele der letzten Gerätegeneration zur Hand hatte ohne gleich bei Null anzufangen. Jetzt könnte man sagen, naja, die Switch ist eben ein ganz anderes Biest als der 3DS und hat eben kein 3D und nur ein Bildschirm. Also erstens, hat der 2DS und 2DS XL auch keine 3D-Möglichkeit und 99% aller 3DS-Spiele kommen sehr gut ohne 3D aus und sind voll spielbar. Zweitens, Emulatoren haben gezeigt, dass man DS und 3DS-Spiele durchaus ohne Handicap auf der Switch spielen kann. Bekanntlich hat die Switch einen Touchscreen und so kann man in der Emulation im Porträtmodus beide Bildschirme sogar über einander darstellen und spielen (wie man das auch von Emulatoren auf dem Smartphone kennt). Und zudem soll mir keiner erzählen, dass bei der großen Switch nicht Platz für eine 3DS-Modul-Bay gewesen wäre! Hätte man ja bei der Lite dann wirklich weglassen können. Also, möglich war es diese Tradition von Nintendo eben auch bei der Switch aufrechtzuerhalten!

Genug Switch-Bashing. Denn die Hardware ist unbestreitbar wirklich gut gelungen und in meinen Augen ist die Idee einen HD Screens für eine neue große Switch nett, aber wenn man die Spiele auf der alten, aktuellen Generation mit 720p sieht, vermisst man nichts und die Spiele sehen da nicht anders aus als auf einem HD-Monitor oder -fernseher. Aber als Fan von Rennspielen sah es auf den Vorgängern der Switch nie so gut aus. Einmal sah die Auswahl nicht sehr üppig aus, was aber auch an den Möglichkeiten, die einfach bei Wii U und der 3DS nicht wirklich vorhanden waren, lag. Okay, für die Wii U kann ich persönlich mir kein Urteil erlauben. Aber für den 3DS besitze ich so jedes Rennspiel, dass jemals in Europa als Modul herausgekommen ist und eben auch ein Großteil der reinen Download-Titel. Geht es um Umsetzungen von eher klassischen Racern wie OUT RUN, SUPER HANG ON oder das Retrospiel 80’s OVERDRIVE (das praktisch ein um Spielmodies erweiterter OUT RUN-Klon und für den 3DS sehr zu empfehlen ist) ist das alles auf dem 3DS gut spielbar und schön anzusehen. Versuchte man sich an “3D-beschleunigten” Spielen wie NEED FOR SPEED oder RIDGE RACER, dann sah das alles recht mau aus. Gerade mal ASPHALT 3D (das immerhin gleich zum Launch des 3DS rauskam) ließ sich gut spielen, steuern und war gut anzusehen. Das Rally-Spiele WRC von Big Ben, dass erst in der Spätphase des 3DS erschien, konnte nur mit Unsteuerbarkeit und hässlichen Grafiken glänzen. Sind die PC-Versionen von Big Ben’s WRC-Reihe (aktuell WRC 10) noch ganz nette B-Spiele, die aber mit einem DIRT RALLY bei weitem nicht mithalten können, so war der 3DS-Versuch für den geneigten Spieler reine Geldverschwendung. Nein, wenn man in den 2000er und 2010er ein Handheld für Rennspiele haben wollte, dann waren die DS-Konsolen auf keinen Fall erste Wahl. Gut aufgehoben war man da bei Sony. Gerade für die PSP gibt es wahre Tonnen an sehr guten Rennspielen bzw. Konvertierungen. Die Vita war da nicht so gut ausgestattet worden, aber das wenige das es da gab, war trotzdem sehr, sehr spielbarer als alles auf dem 3DS!

Nun gibt es also für die Switch gleich vier reine Rally-Spiele (von denen keines von Codemasters ist!). Alle drei sind Konvertierungen: WRC 8 und WRC 9 (PC und alle aktuellen Konsolen), V-RALLY 4 (ebenso wie WRC) und RUSH RALLY 3 (Android) auf der Switch. Heisst das nun etwa, dass ich im Umkehrschluss nun auch eine Switch besitze? Jain. Bisher noch nicht. Es sind Geräte auf jenen von Frau Stardustlyricer und die Little Miss Fangirl seit über einem Jahr hauptsächlich exzessiv ANIMAL CROSSING gespielt wird vorhanden. Und auf jenen dürfte ich nun auch mal probieren. Bin ich jetzt also von der Switch überzeugt? Jain. Ich weiß es noch nicht wirklich. Aber im Moment habe ich daneben Racern nun auch die einige Bullet-Hell-Shooter getestet. Denn hier gibt es im eShop zu dem Subgenre eine große Auswahl. Vielleicht sogar die größte auf einer Konsole seit dem/der Dreamcast. Dazu vielleicht ein ander mal. Die Umsetzungen von V-RALLY 4 und WRC 8 (die 9er Version habe ich erst einmal stecken lassen) sehen optisch recht ansprechend aus. Da habe ich den direkten Vergleich zu den PC-Versionen. Es ist auch alles hier im Umfang vorhanden. Es sind also keine “beschnitten” Fassungen, wie man es sonst bei Konvertierungen auf Handhelds kennt. Aber ich habe das Gefühl, dass sowohl auf der Switch (2019er Model) als auch der Switch lite die Hardware mit der Grafik etwas überfordert ist bzw. das jene nicht an die Hardware ein bisschen angepasst wurde. Die Framerate bricht beim Spielen doch schon des Öfteren ein, was ich als jemand der an der “Motion/ Gaming sickness” leidet auch ohne FPS-Counter bemerken kann. Es ruckelt bei WRC 8 nicht wirklich. Aber manchmal bei V-RALLY 4. Und was mit dem von Android importieren Indie-Racer RUSH RALLY 3? Ja, das ist eine ganz andere Geschichte. Dazu in den nächsten Tagen hier mehr.

DiRT 4 revisited

Überraschenderweise habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass ich DiRT 4 zu Unrecht in meinem Games-Review 2019 runtergemacht habe! Es ist definitiv besser als ich bisher gedacht hatte. Zudem habe ich es seit seinem Erscheinen im 2017 nur knapp 14 Stunden bis Ende 2019 gespielt. Da aber eben nur im “freien” Modus, bei denen man Länge, Schwierigkeitsgrad und Wetter frei einstellen kann. Und da eben dann dementsprechend kurze Strecken, wegen meiner Motion / Gaming sickness. Seit Anfang Januar habe ich mir dann das Spiel doch mal genauer angesschaut und so seitdem etwas über 50 Stunden mit dem Spiel verbracht! Wie kam es dazu?

Nein, im Spiel gibt es keine Ken-Block-Skin. Diese ist ein Mod von einem begabten Modder (also nicht von mir!).

Ende des letzten Jahres hatte ich mir DiRT RALLY 2 im Sale zugelegt. Jenes Spiel bekam ich gut mit verringerter Grafikauflösung zum laufen, sodass es mit stabilen 60 FPS auf meinen alten Spielerechner lief. Aber wenn ich mir dann Screenshots oder Let’s Plays mit höherer Auflösung ansah, wurde ich doch ein bisschen neidisch und wehmütig. So entschied ich mich Anfang Januar mal etwas zu machen, was ich schon lange nicht mehr getan habe: Ich habe meine Grafikkarte übertaktet! Das hatte ich das letzte Mal in meinen letzten Spielerechner von vor 10 Jahren gemacht. In diesem Rechner hatte ich bisher die Grafikkarte einmal upgegratet und die alte Grafikkarte vorher nicht einmal versucht zu übertakten. Nun bin ich da also vorsichtig ran gegangen und habe mit Sicherheit nicht alles rausgeholt was ging. Denn ich möchte meine Grafikkarte nun nicht gleich aufrauchen! Jedenfalls bekam ich es hin, dass ich DiRT RALLY 2 nun mit FullHD bei einer Framerate von bis zu 120 FPS spielen kann bzw. nun stabile 90 FPS habe. Da wurde ich neugierig, wie das so mit DiRT 4, dass offensichtlich eine andere Grafikengine hat (was ich nicht recherchiert habe) als die beiden DiRT RALLY Teile. Und siehe da, hier geht es nun auch mit FullHD und weit über 100 FPS! So waren hier nun längere Wertungsprüfungen für mich plötzlich kein Problem mehr, wie noch auf DiRT 2 und 3. Und dann hatte ich also gleich mal weiter mit dem Spiel experimentiert.

Ich hatte erwähnt, dass ich mit der Steuerung von DiRT 4 einfach nicht zu recht gekommen war, wo ich bei DiRT RALLY trotz höheren Schwierigkeitsgrad besser zurechtgekommen war. Ich hatte bei DiRT 4 einfach das Gefühl die verschiedenen Wagen nie in den Griff bekommen zu können. Die Steuerung fühlte sich schwammig an. Das trifft bei mir auch weiterhin zu, wenn ich das Lenkrad benutze. Für mich ist DiRT 4 einfach unmöglich zu steuern, wenn ich mein alten Logitech benutze. ABER.. mit dem XBox One Controller geht es nun plötzlich doch! DiRT 4 ist eben nicht als Simulation, sondern als Arcade-Racer angelegt. Das spürt man eben in der Steuerung besonders, aber auch im Schwierigkeitsgrad. Mit dem Gamepad geht es nun also. Der Schwierigkeitsgrad ist bei DiRT RALLY unheimlich hart, aber das macht eben das Spiel aus. Den es ist mehr Simulation als Funracer. Das kann frustrierend sein und mit einem Gamepad komme ich da wiederum nicht zu recht. Mit dem Lenkrad habe ich aber immer das Gefühl die Wagen im Griff zu haben und bin dann eben schon stolz mal Platz 3 oder 4 zu belegen. Platz 2 gelingt mir da super selten und Platz 1 schaffe ich nur bei den Asphalt-Strecken. Bei DiRT RALLY 2 hat man ein paar Fahrhilfen a la DiRT 4 eingebaut, sodass das Spiel nun nicht mehr ganz so frustrierend für Anfänger ist. Bei DiRT 4 habe ich nun ganz seltsame Erfahrungen gemacht.

Stellt man den Schwierigkeitsgrad komplett runter und mit allen Fahrhilfen, ist das Spiel lächerlich einfach. Alle Gegner schleichen wie Mexico-Käfer durch die Gegend und man wird praktisch um die Kurven von den Fahrhilfen getragen. Schaltet man aber alles hoch bzw. die Fahrhilfen komplett aus, dann fahren sich alle Wagen wie Seifenkisten bergab auf Glatteis! Ich habe da das Gefühl gar keine Kontrolle über die Steuerung zu haben. Also benutze ich nun doch ein paar Fahrhilfen und habe den Schwierigkeistgrad auf eines unter der höchsten Stufe gestellt, damit die Gegner z.B. beim Rally Cross nicht wie mit Raketenantrieb von mir gleich nach dem Start davon sausen und mich schon in der zweiten Runde gleich überholen. Damit habe ich es bisher zu mindestens bis Level 50 geschafft. Vom Prinzip hat DiRT 4 alles was ich an DiRT 2 mag. Aber eben alles ein wenig anders aufgeteilt. So findet man den ganzen Funracer-Quatsch mit durch Tore fahren und Kisten umbrettern unter frei Fahren. Ist alles Geschmackssache, aber mir hat das auch bei DiRT 2 und 3 nicht gefallen. Genauso wie die Drift-Geschichten. Das ist nun alles auf einem virtuellen Gelände Namens Dirt Fish untergebracht. Dort kann man alle Wagen ausprobieren und frei herum fahren oder eben diese Funracer-Spielchen machen.

Man kann hier aber eben auch wie Genere üblich seine eigenen Meisterschaften zusammenstellen. Neben Strecken, Anzahl, Wetter und Schwierigkeitsgrad geht DiRT 4 hier ein Schritt weiter. Man hat hier keinen direkten Editor, aber so einen Art Baukasten, auf dem man leider auch nicht direkt zugreifen kann, sondern bei denen sich die Wertungsprüfungen per Klick und Zufallsgenerator generieren, in dem man in mehreren Stufen die Länge und den Schwierigkeitsgrad der Strecke einstellen kann. Das ist ein witziger Feature der eine hohe Varianz an Wertungsprüfungen zur Verfügung stellt. Aber Vorsicht! Stellt man alles auf ganz leicht ein, werden die Strecken sehr gradlinig und die Computergegner rasen da mit Höchstgeschwindigkeit durch, so das man selbst mit der globalen Einstellung “leicht” kaum eine Chance hat, denn man selbst kann da nicht mit Bleifuss durchrasen, weil man sonst schon bei einer leichten Kurve in der Botanik landet! Also das ist ein nettes Feature, das ich auch gern in DiRT RALLY 2 gesehen hätte! Aber dafür hat DiRT 4 nur wenige Strecken und es gibt keine weiteren als DLC, wie bei DiRT RALLY 2!

So hat man nur 5 Rally-Strecken (Spanien – Asphalt, Australien – Sand/Schotter, Schweden – Schnee, Wales – Schotter und USA – noch mehr Sand/Schotter, aber im herbstlichen Wald). Das ist schon ein bisschen wenig. Dafür hat man eine hohe Varianz von Wetter und Tageszeiteinstellungen (Sonnig, teilweise bewölkt, bewölkt, bedeckt, drei Stufen Nebel und fünf Stufen Regen bzw. Schnee beim Wetter und bei den Tageszeiten Dämmerung vor Sonnenaufgang, Sonnenaufgang, früher Morgen, Morgen, Vormittag, Mittag, früher Nachmittag, später Nachmittag, Sonnenuntergang, Abenddämmerung und Nacht). Die Wetter und Tageszeiteffekte sind hier auch recht beeindruckend. Bei dicken Nebel in der Nacht zu fahren ist dann allerdings auch wirklich a pain in the arse! Die Karriere ist ähnlich aufgebaut, wie in den Vorgängern. Grafisch anders dargestellt. Man kann zwischen Rally, Rally Cross, historischer Rally und Landrush hin und her springen und schaltet weitere Rennen in den vier Kategorien nach und nach frei. Es gibt nicht so viele verschiedene Wagen in den einzelnen Klassen. Aber ich habe keine Wagen besonders vermisst. Schön fand ich den Zuwachs von Wagen der Marke Opel. Gab es bei DiRT RALLY schon den Kadett C Coupe GT/E und den Manta B 400, so findet man diese beiden auch in DiRT 4 und dazu den kleinen Adam und was mich besonders gefreut hat den Ascona B. Letzteren habe ich fast ausschließlich bei der historischen Rally gefahren.

In der Karriere kann man für andere Teams fahren. Aber man sollte sein eigenes Team aufbauen. Der Manager-Anteil ist mit geringem Aufwand zu bewältigen. Techniker und Ingenieure einstellen und die eigene Werkstatt nach und nach aufbauen. Immer je nachdem was man in den vorhergehenden Rennen an Geld gewonnen hat. Das kann man leider nicht links liegen lassen, denn ohne Team und gute Ausstattung hat man schnell keine Chance in den Karriere-Rennen. Man kann sogar sein eigenes Wagendesign basteln. Dabei hat man leider nicht so viele Möglichkeiten als in Codemasters GRID 2, aber immerhin, denn das gab es in den Vorgängern nicht. Es gibt ein paar Muster und man kann bis zu vier Farben frei einstellen. Zudem zwischen verschiedenen Lacksorten aussuchen. Im selben Menü nimmt man auch Angebote von Sponsoren an. Muss man nicht, aber Sponsoren geben zusätzliche Ziele aus (z.B. mindestens eine Wertungsprüfung pro Rally zu gewinnen), die zusätzliche Prämien bringen. Die Verträge gelten oft nur für ein paar Meisterschaften und dazu zählen auch die die man selbst erstellt hat! Man kann also auch mit selbst erstellten Meisterschaften Geld verdienen und so schon sein Team und seine Wagen kaufen und aufrüsten, damit man gut gewappnet in die Karriere starten kann. Das geht bei den DiRT RALLY Teilen z.B. nicht.

Unmittelbar vor den Rennen kann man seine Wagen tunen oder mit höherwertige Teile ausrüsten (die natürlich auch wieder Geld kosten). Die Wagen für die historische Rally muss man natürlich auf den Gebrauchtmarkt kaufen und nicht im Autohaus. Meist muss man diese Wagen dann vor dem ersten Rennen mit höherwertige Teile aufrüsten. Man muss aber nicht unbedingt tunen und man muss auch nicht eigene Autos für jeden Spielmodus haben. Man kann sich auch Wagen von anderen Teams ausleihen, was im Grunde genauso viel im Spiel kostet, wie seine eigne Crew den Wagen während der Meisterschaft zu warten und zu reparieren. Von tunen halte ich persönlich auch nicht so viel, weswegen ich das auch komplett ignoriere, ohne dabei gegen die Computergegner jeweils zu verlieren. Die Reparaturen muss man auch nicht selbst durchführen bzw. entscheiden was in der festgelegten Zeit repariert werden soll und was vernachlässigt wird, sondern kann man auf Automatik stellen. Dafür sollte man dann auch eine vollständige Crew mit Ing. und vier Technikern haben, die am besten mindestens eine C oder B Bewertung haben. Wenn der Wagen nach der Reparatur dann sogar noch sauber und vom Schmutz des Abschnitts davor befreit ist, weiß man das die Crew so weit alle Schäden behoben hat. Ist der Wagen immer noch dreckig, hatte man entweder in der Wertungsprüfung davor sehr viel Schaden verursacht oder die eigene Mannschaft ist unterbesetzt oder nicht fähig genug.

Rally Cross und Landrush kommt hier in der ersten Stufe der Karriere ein wenig zu kurz, finden einige Kritiker, gegenüber der DiRT-Vorgänger. Finde ich nicht so schlimm, weil ich eben ohnehin lieber Rally fahre und hier wird mit der eigentlichen Rally-Meisterschaft und der historischen Meisterschaft genug erst einmal geboten. Nur das eben die 5 Orte zu wenig Abwechslung bieten. Zurzeit bekommt man DiRT 4 z.B. für knapp 11 Euro bei Steam. 11 Euro die sich lohnen, wie ich finde. 50 Euro würde ich dafür nicht unbedingt ausgeben, sondern dann lieber gleich DiRT Rally 2 kaufen. Ob es denn ein DiRT 5 geben wird? Nach DiRT RALLY hatte ich gedacht, das man jetzt so dabei bleiben würde und als nächstes eben DiRT RALLY 2 kommen würde, dass dann zwischendurch DiRT 4 2017 erschien hatte mich total überrascht. Vielleicht behält man das bei Codemasters dabei. DiRT RALLY für die “Simulanten” und die DiRT für die “Arcadianer”. Die Rally-Serie hatte 1995/96 mit dem ersten COLIN MCRAE RALLY begonnen. Zählt man die CMR- und DiRT-Teile (also inclusive den Flop DiRT SHOWDOWN) zusammen, kommt man von 1995 bis 2020 auf stolze 12 Spiele am PC und diverse Konsolen. Aus meiner persönlichen Sicht mit wenigen Ausfällen. CMR 3 war seiner Zeit sehr eingeschränkt im Umfang gewesen, gegenüber seinen direkten Vorgänger. DiRT SHOWDOWN war eher ein unnötiger DLC zu DiRT 2. Und zu DiRT selbst kann ich leider nicht viel sagen. Denn ich hatte seiner Zeit ein Rechner, auf dem das gerade neue DiRT nicht lief. Als ich endlich einen Rechner hatte, der die Power zur Verfügung stellt, arbeitete das Spiel mit meiner Grafikkarte nicht zusammen. Auf meinen aktuellen Spielerechner und Laptop läuft das Spiel auch nicht. Das Spiel mag also gut sein, aber ich kann es nicht beurteilen. Bis hier unten hin wird wahrscheinlich niemand die Geduld haben zu lesen. Wer es doch bis hier hingeschafft hat, gilt mein besonderer Dank!

DiRT Rally 2.0

DiRT RALLY 2.0 von Codemasters kam schon in diesem Frühjahr raus. Im Gegensatz zu DiRT RALLY, das zunächst im Early Access bei Steam erschienen ist, kam DR2 gleich als Fullpreis-Spiel auf den Markt. DR war auch bisher das einzige Rennspiel das Codemasters über Early Access gestartet haben. Ich war bei DR schon gleich am Anfang mit dabei gewesen und fand es eine gute Idee mal ein Rennspiel von einem großen Publisher auf diese Art auf den Markt zu bringen. So konnte man als Fan zu mindestens das Gefühl haben, bei der Entwicklung ein wenig dabei zu sein. Wie weit Kommentare und Kritiken von Fans wirklich in die Entwicklung des Spiels eingegangen ist, kann man natürlich nicht so wirklich sehen. Meist werden ja eher Spiele von kleinen oder neun Publischer über Early Access gestartet. Meist dann parallel auch via Crowdfounding begleitet. Ich weiß ja, dass auch große Publisher es schon mit neuen Spielen genauso so gemacht haben. Aber ich glaube für eine so etablierte Serie wie es die von DiRT ist, war es schon neu gewesen.

DR war wiederum doch ein wenig neu gewesen. Die alten COLIN McRAE RALLY Spiele waren zwar bis 2005 auch reine Rally Spiele gewesen, DR von der regulären DiRT-Reihe unterschied, aber bot DR einen viel höheren Realismus und der Schwierigkeitsgrad war sehr viel höher als bei den CMR- oder DiRT-Spielen. So etwas war man vorher nur von dem Spiel RICHARD BURNS RALLY gewöhnt gewesen. Das war damals wegen seines Versuchs besonders realistisch und authentisch zu sein so Bock schwer gewesen, dass es sich wohl glaube ich nicht so gut verkauft hat. Dem wollte Codemasters vielleicht vorschützen und startete DR erst einmal als Early Access, um zu sehen, wie die Kunden wirklich drauf reagieren würden. Denn die Fans hatten zwar immer wieder sich seit dem ersten DiRT-Off-Road-Rennen-Potpouri wieder ein richtiges Rally-Spiel von Codemasters gewünscht, aber natürlich hatten sich Codemasters wohl wahrscheinlich gefragt, ob das dann wirklich auch gekauft werden würde? Es wurde! Und es ist meiner Meinung nach auch ein großer Erfolg gewesen. Auf allen Plattformen. Ich kenne Leute, die sich für das Spiel extra einen teuren Lenkrad-Controller und einen Rennsitz gekauft haben!

Auch wenn DR teilweise wirklich schwer ist (z.B. kann ich beim Hillclimb bis heute keinen Preis gewinnen und belegen höchstens mal den vorletzten Platz!), so macht es mir noch heute Spaß und ich fahre schon so im Durchschnitt einmal in der Woche ein Runde. Meistens die Deitschland-Strecke, weil mir bei DR einfach mehr diese reinen Asphalt-Strecken liegen. DiRT 4 hatte ich mir zwar auch gekauft und ja es hatte auch ein paar neue Features gegenüber DiRT 3 gehabt, aber irgendetwas reizte mich an dem Spiel bis heute nicht so richtig. Das Fahrgefühl ist so ein ganz Anderes als bei DiRT3 und eben natürlich als bei DR. Toll fand und finde ich immer noch nie Möglichkeit Strecken selbst zu erstellen. Ja, es ist leider kein Editor wie z.B. bei TRACKMANIA, wo man einen richtigen Einfluss auf die Streckenführung hat. Aber ich konnte mir mit meiner Motion Sickness zu mindestens Meisterschaften zusammenstellen, die aus kürzeren und weniger kurvenreichen Strecken bestand. Trotzdem ist das Spiel bei mir auf der Festplatte mittlerweile ein wenig verweist. Zwischendurch hatte ich WRC 6 und 7 günstig erstanden, die zwar auf dem Bildschirm toll aussehen, aber sich mit dem Lenkrad nur merkwürdig bis gar nicht bei mir steuern lassen und mich mit dem Gamepad auch nicht besonders überzeugt haben. V-RALLY 4 hatte ich auch angetestet, aber um da ein hohe Framerate zu erreichen, musste ich die Auflösung und die Qualität der Grafik so weit runterstellen, dass es nicht mehr schön aussah. Eine stabile Framerate hatte ich da dann trotzdem nicht hinbekommen. Okay, mein Rechner war vor 7 Jahren mal Highend gewesen und hat allerdings immerhin eine noch nicht so alte Grafikkarte als Upgrade bekommen. Aber kommen wir nun zu DR2!

Denn DR2, dass ich nun erst im Sale gekauft habe, weil ich Angst hatte, dass hier mein Rechner vielleicht auch dicke Backen machen könnte und ich deshalb nicht den Vollpreis zum Fenster rauswerfen wollte, ist erstaunlich genügsam und anpassungsfähig, wie sein Vorgänger vorher (für den ich trotzdem mir seiner Zeit dann doch eine neue Grafikkarte zugelegt hatte). Ja, ich musste hier Auflösung ein wenig runterstellen, aber dafür konnte ich sonst alle Detailsregaler auf hoch belassen. Frameraten bis 100 sind hier auf meinen alten Rechner also noch möglich und festeingestellt habe ich jetzt ganz stabile 60 FPS. Also egal ob ich über flaches Land mit wenigen Büschen oder ein Waldstück mit dichter Baumbepflanzung fahre, die Framerate bleibt stabil und lässt meine Motion Sickness erst gar nicht aufkommen. Das Spiel bringt in der absoluten einfachsten Fassung schon alleine 90 GB auf die Festplatte. Der Vorgänger belegt bei mir nur 39 GB und DiRT 4 sogar nur 36 GB. Dafür wird einen aber auch eine fantastische Optik geboten, die wirklich viel besser ist, als bei DiRT 4 und DR. Zudem werden hier mehr Rally und Rally-Cross-Strecken geboten. Auch mehr Fahrzeuge, als bei seinem Vorgänger werden in Anzahl und Varianz geboten. Für DR2 werden auch wieder DLCs angeboten, die es merkwürdigerweise beim Vorgänger nicht gab. Schon eine Vielzahl an Fahrzeugen werden bei Steam für 1.99 geboten. Strecken kosten 3.49. Wobei sämtliche bisher angebotene Rally-Strecken nicht wirklich neu sind, sondern aus DR stammen. Also die Streckenführungen, -längen und -feature sind identisch, aber natürlich im neuen Look von DR2 gehalten.

Das kann man als Geldschneiderei sehen, aber wiederum muss man sie ja nicht kaufen! Es zwingt einen ja keiner. Und beim eigentlichen Spiel sind auch schon so viele Strecken on board, dass man erst einmal gut beschäftigt ist. Außerdem wenn man den Vorgänger hat, braucht man die Strecken ja vielleicht nicht noch einmal in DR2. Wobei ich mir die Deutschland- und die Finnland-Strecken, die ich eben auch schon in DR am liebsten gefahren bin, als DLC zugelegt habe. Ich wollte einfach sehen, ob sie wirklich identisch sind, ob sie sich wirklich genauso fahren und ob ich da auch meine Bestzeiten aus DR schaffen würde!? Alle Fragen konnte ich nur mit ja beantworten. Im Basis-Spiel sind allerdings die meisten Wagen vorhanden, die man schon aus DR kennt. Aber eben auch ein paar Neuzugänge. So kann man jetzt auch mal mit hochgezüchteten Ford Mustangs oder Aston Martins über die Strecken brettern. Fährt man hier ohne Fahrhilfen, landet man allerdings schnell mit den Boliden in der Botanik. Fahrhilfen?

Ja, bei DR2 gibt es Fahrhilfen wie man sie aus der DiRT-Reihe kennt! DR hatte ja nichts der Gleichen. So habe ich es in DR nie geschafft mit dem guten, alten Lancia Strato unbeschadet und mit einer guten Zeit ins Ziel zu kommen. Bei DR2 gibt es auch wieder den Strato und mit ein paar Fahrhilfen eingeschaltet, schaffe ich es hier auch ins Ziel ohne die Karosserie verbeult zu haben oder nur noch auf drei Rädern anzukommen. Für Fahrten mit z.B. einen Ford Fiesta RS verbietet die Ehre natürlich mit Fahrhilfen zu fahren. Und so fährt sich DR2 genauso (gut) wie sein Vorgänger mit Lenkrad und auch mit Gamepad. Einige Feature wurden für DR2 von DiRT 4 also übernommen. Man hat hier nun auch einen Platz auf dem man wild (frei) herumfahren kann um die Wagen und ihre Grenzen z.B. auszutesten (oder seine Aggressionen abzubauen). Eine Meisterschaft kann man sich hier auch selbst zusammenstellen und Solo also offline gegen die KI spielen. Ein Modus der mir besonders gefällt, ist der “Historische Rally”-Modus. Man fährt zwar auf den gleichen Strecken wie in allen Modis, aber man fängt erst einmal mit den ältesten Modellen des Spieles an und muss sich dann in die Gegenwart vorarbeiten.

Ich kann ja nur für die PC-Version sprechen, aber nach der für mich etwas enttäuschenden DiRT 4 – “Version” der DiRT-Reihe, das zu DiRT RALLY ein wenig enttäuschend war, ist für mich Codemasters nun zurück an der Spitze der Rally-Rennspiele. Im Gegensatz zum ersten DiRT RALLY bekommen hier durch die zuschaltbaren Fahrthilfen (die übrigens beim ersten Start erst einmal im Gegensatz zu den DiRT-Spielen abgeschaltet sind und über die Optionen manuell hinzugeschalten werden müssen) auch Gelegenheits- und Arcade-Spieler nicht gleich mit der Frustkeule eins übergezogen, sondern können auch gleich Spaß haben ohne lange üben zu müssen. Simualtionsfans kommen aber auch wieder auf ihre Kosten und werden mit einer exakten Lenkrad-Steuerung bedient. (Wobei ich bei DR2 noch mit Automatikschaltung fahre. An mehr habe ich mich noch nicht herangetraut!!). Schön aus sieht das auch wieder alles. Die Menüs sind auch nicht mehr so ganz spartanisch wie bei DR. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Menü-Musik, die diesmal wirklich hörbar ist, aber leider trotzdem nicht so einen guten Soundtrack bietet, wie seiner Zeit DiRT 2, dass wahrscheinlich auf dem Gebiet nie mehr wirklich zu schlagen sein wird!

Cross Country Racing für Game Boy Color

Ich habe schon hier von so einigen Rally-Spielen für Nintendos Handhelden berichtet (und demnächst will ich das auch mal für die PSP machen). Da gibt es eine Menge Müll (Colin McRae Rally für den GBC z.B.), aber auch ein paar Highlight. Mein Favorit ist weiterhin V-RALLY 3 für den GBA. Wobei ich in meinen eigentlichen Bericht zu SEGA RALLY für den GBA noch rumgemeckert hatte, finde ich das Spiel unterdessen doch ganz unterhaltsam, was an der guten Steuerung des Spiels liegt.

Jetzt bin ich über ein weiteres Rally-Spiel gestolpert, das ich bisher wegen des Titels gar nicht als Rally-Spiel wahrgenommen hatte: CROSS COUNTRY RACING von Konami!
Das Spiel erschien 1999 für den Game Boy Color in Japan. 2000 folgte dann die europäische Fassung. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen INTERNATIONAL RALLY und in seinem Heimatland Japan als (wohl direkt übersetzt) IT’S A WORLD RALLY. Hier steht wenigstens Rally im Titel! Vielleicht wollte man nicht mit dem PS1-Spiel INTERNATIONAL RALLY CHAMPIONSHIP verwechselt werden oder es war vielleicht auch eine rechtliche Geschichte, aber in Europa erschien das Spiel eben als CROSS COUNTRY RACING und man kann zwischen der Sprache Englisch, Französisch und Deutsch wählen.

Wie man oben sieht, ist es ein schwarzes Modul und keines in Klarsicht. Was eben bedeutet, das es auch abwärts kompatibel ist. So läuft das GBC-Spiel eben auch super auf den Game Boy Pocket und Game Boy Classic. Wobei das manchmal ja nicht viel zu sagen hat. Das MOON PATROL/SPY HUNTER-Modul ist auch auf dem Game Boy “spielbar” oder eher startbar, den spielbar ist es nicht wirklich. Gerade durch die dunklen Hintergründe ist da auf der DOT-Matrix nicht viel zu erkennen. Selbst wenn man einen gemoddeten GB mit Frontlicht hat. Bei CCR ist dies zum Glück nicht der Fall. Auf dem Game Boy Classic sind alle Grafiken super zu erkennen und das Spiel somit genauso gut spielbar wie eben die “Schwarz-Modul”-Version von V-RALLY für den GBC (Vorsicht! Hier gibt es auch eine “Klarsicht-Modul”-Version, die meiner Meinung nach inhaltlich mit der Anderen identisch ist, aber sich eben auf einem GB oder GBP nicht starten lässt!).

Aber wie ist das Spiel so? Kann es meinen Favoriten V-RALLY für den GBC schlagen?
Einmal muss man sagen, das CCR kein Arcade-Racer wie V-RALLY für GB und GBC ist. Zwar fährt man hier aus der gleichen Perspektive (Kamera/Blick hinter dem Wagen und leicht erhöht), aber einfach losfahren und so viel Gegner wie möglich überholen um zu gewinnen ist hier nicht!
Aber gehen wir erst einmal ins Menü. Der der Sprachen-Auswahl folgen die Spielmodi. Hier wird erst einmal alles geboten, was man so von einem Rally-Spiel der späten 90ziger erwarten kann: Einzel-Rally, Meisterschaft und Zeitfahren. Das Spiel hat 20 Strecken, die man leider nicht im Einzel-Rally-Modus nicht direkt auswählen kann. Hier wird immer in der gleichen Reihenfolge der Strecken gespielt und es gilt in drei Schwierigkeitsgraden am Ende alle Gegner geschlagen/überholt zu haben. Also schon so eine Art Arcade-Modus, bloß das man hier z.B. 20 Gegner zu überholen hat, das aber nicht ein einem Streckenabschnitt, sondern eben nach und nach bis zum letzten Streckenabschnitt. Jeder Streckenabschnitt ist eine “Land” und deren dementsprechend Begebenheiten mit Asphalt-, Sand-, Schnee- usw.Strecken.

Am Anfang kann man zwischen 4 Wagen auswählen. Insgesamt hat das Spiel wohl 14 Fahrzeuge, die Freigeschaltet werden können. So weit bin ich bisher nicht gekommen. Zwischen den Streckenabschnitten muss man, wie man es gewohnt ist von PC- oder Playstation-Rally-Spielen den Wagen warten und kann eben auch Teile austauschen, wie Reifen usw. Ersatzteile und Reparaturen sind limitiert und sollten mit bedacht eingesetzt werden. Genauso gibt es vor jeder Fahrt ein paar Tipps abzurufen über das Wetter und Begebenheiten. Das sollte man beachten! Sonst kommt man nämlich nicht sehr weit. Mit einem falschen Car-Setting kommt man unter Umständen selbst bei Vollgas nicht als Sieger ins Ziel!

Ich habe es bisher noch nicht geschafft im Novizen-Modus Platz 1 zu belegen!
Bei “Meisterschaft” fährt man eben diese mit einzelnen Events. Fängt eben auch klein an und kämpft sich nach oben. Das Modul hat keine Speicherfunktion. Hier wird klassisch mit Passwörtern gearbeitet. Bei der Anfängermeisterschaft bin ich bisher nicht ins Ziel gekommen! Man fährt nur drei Strecken, mit trockenen Belag, aber hat nur ein Satz Reifen. Jedenfalls falle ich im dritten Rennen immer wegen runtergefahrener Reifen aus. Irgendwas übersehe ich da noch.
Beim “Zeitrennen” fährt man gegen eben diese und kann sich die einzelnen Abschnitte direkt auswählen zur Bestzeitenjagdt.

Es gibt auch noch den Modus “Duell”, den ich mir bisher nicht anschauen konnte. Ich habe zwar zwei GBCs und das dementsprechende Kabel dazu, aber alleine gestaltet sich so ein Spiel doch schwierig, ist aber zu zweit bestimmt spaßig!
Das A und O von so einem Rennspiel ist natürlich die Steuerung. Wenn sich die Wagen wie Seifenkisten steuert, dann bringt das schönste Spiel eben nichts. Hier haben die Mädels und Jungs von Konami alles richtig gemacht. Die Wagen steuern sich wirklich gut. Man hat nie das Gefühl nicht die Kontrolle zu haben oder das der Wagen nicht das macht was er soll. Wenn man von der Strecke abkommt, dann hat man wirklich selbst schuld gehabt.
Die Steuerung funktioniert hier also genauso gut wie bei V-RALLY!

Auf einigen meiner Game Boys habe ich bemerkt, das die Hintergrundgrafik mal stärker und mal schwächer ruckelt. Das merkt man im Eifer des Gefechts kaum, weil die Wagen sich hier ganz ruhig und ohne Ruckeln bewegen. Auf meine GB Classics ruckelt es stark. Komischerweise auch auf meinen GBAs auch. Am besten läuft das Spiel auf meinen GBCs und dem GBP.
Auch etwas was ich ein wenig nervig finde ist die nicht abstellbare Hintergrundmusik. Die ist in den Menüs ganz nett und unterhaltsam, aber beim Rennen entwickelten die Programmierer ein nutzlose Hektik, als würden die Tracks auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit laufen. Man möchte am liebsten eine Runde Baldrian ausgeben. Wenn man das wenigstens abstellen könnte! Geht aber leider nicht. Also vielleicht dann doch lieber beim Spielen den Volume-Regler auf 0 stellen.

Ist es also das beste Rally-Spiel für Nintendos Handhelden? Ja und nein. In Sachen Spieltiefe, ja, denn man kann hier an den Wagen rumschrauben und muss auch ein wenig strategisch rangehen, damit man gewinnen kann und dabei gibt es noch schöne Grafik und ein sehr gut funktionierende Steuerung. Trotzdem finde ich V-Rally für den GBC besser. Auch wenn es mehr so das Spiel für Zwischendurch ist.
Empfehlen kann ich das Spiel allemal! Es macht wirklich Spaß und ist wie erwähnt ein kleines Schmuckstück für den GBC. In OVP habe ich das Spiel bisher nicht bekommen. Das sieht man wohl eher selten und wenn dann eben recht teuer. Ich habe das lose Modul günstig aus England bekommen. Mit 6 – 7 Euro ist man aber bei der elektrischen Bucht schon mit dabei.

Oh, f**k, schon wieder Rally!

Es hat ein weiteres großes Update bei DIRT RALLY gegeben. Nach der Hillclimb-Strecke ist nun eine weitere Rally-Strecke hinzu gekommen. Das Spiel soll nun ein wenig stabiler laufen (wobei ich mit der damit bisher gar keine Probleme hatte, aber anscheinend Andere) und es gab auch ein paar neue Wagen.

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Eine Strecke in Deutschland ist dazu gekommen. Viele gerade Streckenabschnitte, die dann aber von fiesen Kurven unterbrochen werden. Also nur mit Vollgas kommt man da nicht weit bzw. landet man in der Pampa.

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Einer der neuen Fahrzeuge ist ein Opel Manta B 400.

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Verdammt! Wer hat den Busch mitten auf die Strecke gepflanzt!!!

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Aber auch eine C Kadett GT/E wurde den geneigten Fans zur Verfügung gestellt.

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Und wie man sieht gibt es die Deutschlandstrecke nicht nur bei schönen Sonnenschein.

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Aber vielleicht mal was noch zu dem letzen Update im Juni, als die Hillclimb-Strecke hinzu gekommen ist. Das ist wirklich eine fiese Strecke. Heile bin ich da bisher noch nicht ins Ziel gekommen. Irgendwo hat es mich da immer von der Strecke.

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Besonders bei Regen ist es wirklich eine wahre Freude!

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Viel Spaß macht es trotzdem oder gerade deswegen. Ich kann jeden dieses Spiel nur wärmstens ans Herz legen!

VIRTUELLE RALLY AUF NINTENDOS HANDHELDEN (V)

Nun habe ich hier in bisher vier Teilen die meiner Meinung nach guten oder sehr guten Rally-Spiele auf den Game Boys vorgestellt. Aber was ist mit den Anderen? Den mit den großen Namen wie Codemasters, Colin McRae Rally und Sega Rally? Ja, als Fan von Nindendos Handhelden und Rally- bzw. Rennspiel-Nerd habe ich mir diese natürlich auch.

GBC CMR a

Fangen wir mit den ganz großen Namen an: Colin McRae Rally von Codemasters! Sowohl auf den PC als auch auf Microsofts und Sonys Konsolen ist sind die Spiele seit 1998 ein Garant für gute Unterhaltung, Steuerung, Grafik und Gameplay. Auch wenn der Ruhm bei den letzten Spielen wie DiRT 3 und DiRT SHOWDOWN ein wenig abgeblättert ist, so sind dies doch trotzdem gute Spiele, die eben nur nicht mehr das Niveau seiner Vorgänger halten konnten. Und mit DiRT RALLY melden sich Codemasters ja nun auch gerade zurück.
Aber wie sah es mit den mobilen Versionen aus? Die verhunzte Colin McRae Rally 2.0 Version bzw. dessen Remake für iOS und Android hatte ich hier ja schon. Auch die NDS Version von DiRT 2, die sich zwar nicht schlecht gehalten hat, aber auf den NDS wäre auch sicherlich mehr möglich gewesen.

GBC CMR b

Aus dem Jahr 2001 stammt COLIN McRAE RALLY für dem Game Boy Color (auch wenn dazu spannender Weise nichts bei Mobygames zu finden ist, aber immerhin wird es im CMR-Artikel auf Wikipedia mit einem Wort erwähnt).
Ja, und der Screenshot oben stammt wirklich von diesem unsagbar schlechten Spiel. Die Perspektive ist ein Katastrophe, die Steuerung fühlt sich an wie Treckerfahren auf Glatteis, der Sound ist unterirdisch. Das alles hat nun wirklich nichts mit dem excellenten zwei Spielen, die bis dahin für Konsolen und PC erscheinen waren, zu tun. Dafür sollte man auch auf gar keinen Fall Geld ausgeben, wenn man das Spiel mal auf eine Börse oder bei der elektronischen Bucht sieht. Es sei denn man sammelt furchtbar schlechte Spiel.
Das Argument das es sich ja nur ein Spiel auf dem GBC handelt und das da ja wohl nicht viel mehr möglich wäre, haben V-RALLY und TOP GEAR RALLY für den GBC ja nun wirklich sofort wiederlegt.

GBA ColinMcRae2

COLIN McRAE 2.0 war dann 2002 für den GBA erschienen. Wenn man das Spiel startet, sieht auch alles recht manierlich aus. Aber spätestens wenn man das erste mal auf die Piste geht, ist es vorbei mit der Freude. Die Grafik ist selbst für GBA-Verhältnisse sehr klotzig. Hier wurde eben der Fehler gemacht, die Wagen zu groß darstellen zu wollen. Aber auch die Strecken sind furchbar hässlich. Alles gar kein Vergleich zu V-RALLY 3!
Und zudem ist die Steuerung auch noch verhunzt! Die Fahrzeuge steuern sich sich wie Autoscooter. Auch nach sehr vielen Versuchen, viel es mir sehr, sehr schwer nicht immer als letzter ins Ziel zu kommen. Was hier geboten wird, ist mehr und besser als das GBC-Machwerk, aber beileibe kein gutes Spiel. Spaß macht das nun wirklich nicht. Also auch dieses Spiel sollte man lieber links liegen lassen.
Auf diverse Handyspiele und das PSP-Spiel will ich hier nicht eingehen, denn es geht hier ja um Nintendos Handhelden.
(Ich habe ja keine PSP, aber beim antesten hat mir das CMR 2005 auf jenem Handheld gut Spaß gemacht!)

GBA Sega Rally

Und was ist mit SEGA RALLY für den GBA? Ja, nun. Es ist besser als CMR, aber leider auch kein wirklich gutes Spiel. Auch hier findet man eine recht hässliche Grafik, die auch an den zu große gewollten klotziges Wagen scheitert. Der Sound ist extrem schrill! Ob nun Musik oder Sprachausgabe, sie nerven gewaltig. Dolle ist das nicht und Geld sollte man dafür nicht unbedingt ausgeben. Jedenfalls nicht mehr als 5 Euro. Bei der elektronischen Bucht stehen meist 10 Euro für Modul only Versionen zu buche. Das ist es aber nicht wert.

Also große Namen konnten mich hier nicht überzeugen. Ja, okay, V-Rally ist auch ein großer Name. Das erste V-Rally erschien 1997 auf der PSX, also noch vor dem ersten CMR. Und ja, auf der PSX hatte es mir nicht besonders gefallen. Interessanterweise erschien “V-Rally 97 Championship Edition” in den USA bei EA unter “Need For Speed: V-Rally”, war aber nie ein offizieller Teil der NFS-Serie.

VIRTUELLE RALLY AUF NINTENDOS HANDHELDEN (IV)

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Für den GBA gab es eigentlich erstaunlich viele Rennspiele und davon auch einer guter Hieb Rally-Racer. Bis heute gibt es diese große Auswahl nicht auf dem N(3)DS(i). Einige Rennspiele sind wirklicher Mist und fast unspielbar, aber es gibt auch eine große Anzahl von gut spielbaren.

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Dazu gehört auch THQ’s GT ADVANCE 2 RALLY RACING von 2002. Das Spiel ist nicht überragend und kann sich nicht wirklich mit V-RALLY 3 messen, aber es macht aber schon Spaß und ist für Rennspiel-Fans eine Anschaffung wert. Denn es hat zum Beispiel eine zwar nur zweckmäßige Grafik (gegenüber dem Primus V-RALLY 3), aber man hat hier z.B. nicht den Fehler begangen die Wagen zu groß und somit zu klobig darzustellen. Ähnlich wie bei TOP GEAR RALLY sehen die Wagen dadurch wirklich ansehnlich aus. Bei der Streckengrafik hat man sich auch sehr zurückgehalten. Was dem Spiel wirklich gut tut. Man hat nicht versucht irgendwelche groben Objekte an den Streckenrand zu stellen, die in den meisten Spielen nicht nur hässlich aussehen, sondern mehr eine Hindernis als eine Bereicherung für jene Spiel sind. Dadurch sieht hier zwar GTA2RR ein wenig leer aus, was mich persönlich wenig stört.

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Die Strecken selbst sind recht breit und sind somit mehr Cross-Rally-Strecken. Was aber auch durchaus dem Charakter des Spiels entspricht. Fährt man hier doch keine Rally-Abschnitte in denen man die beste Zeit erreichen muss, wie es nun einmal in der klassischen Rally ist, sondern muss die gegnerischen Wagen überholen und somit möglichst als erster ins Ziel kommen. Beide Spielmodi hat z.B. V-RALLY 3. Hier hat man sich auf die eine Spielart konzentriert. Als Modie gibt es eine Meisterschaft, Zeitrennen, Einzelrennen und einen Practice-Mode. Anfangs hat man nur die 3 Australien-Strecken zur Auswahl. Weitere muss man freispielen. Speichern kann man, aber nicht nach jeden Abschnitt, sondern nur nach bestandenen kompletten Rallys, was zugegeben nicht so toll ist.

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Aber das Wichtigste für ein Rennspiel ist die Steuerung. Alles Schöne nutzt nichts, wenn die Steuerung verhunzt ist. Hier ist die Steuerung anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man bekommt sie schnell in den Griff und dann geht sie auch gut von der Hand. Der Wagen kann sich hier scheinbar nicht überschlagen wie bei der V-RALLY-Serie, wenn man zu schnell über einen Huckel fährt oder ein Objekt streift, aber dafür kann man sich bei GTA2RR schon mal schnell drehen, wenn man die Kurve zu schnell nimmt.
Es gibt eine GBA-typische, knarzige Sparchausgabe für den Beifahrer. Auch der Motorsound ist nicht so dolle und erinnert an eine eingerostete Nähmaschine. Die Begleitmusik ist ganz nett, aber erinnert doch sehr, sehr stark an OUT RUN. Aber den Sound kann man aus ausmachen. Kurven und Hindernisse werden hier auch generetypisch grafisch dargestellt, so das man ein Rennen auch auf “stumm” absolvieren kann.

Also ein rundes, kleines Rennspiel, das man sich für ein paar Euro getrost zulegen kann.

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GTA (GBA, 2001)

Übrigens der Vorgänger von 2001 war ein reines Strecken-Rundkurs-Rennspiel a la DTM und ähnlichem. Die Steuerung war bei diesem Spiel übrigens gar nicht gelungen und man hatte damit mehr zu kämpfen als mit den Gegnern. Die Grafikengine scheint mir bei allen drei Spielen identisch zu sein. GTA3, das dann 2003 erschien, war eine Wiedergutmachung des ersten Teils. Das gleiche Szenario, aber mit einer viel besseren Steuerung.

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GTA3 (GBA, 2003)

DiRT RALLY!

drt 2015-05-01 21-26-44-18

Im April wurde das von mir lange erwartete DiRT RALLY bei Steam als Early Access veröffentlicht. Es ist also noch nicht ganz fertig. Aber schon voll spielbar. Codemasters gehen hier meiner Meinung nach den richtigen Weg und beziehen die Fans diesmal endlich mit ein in die Entwicklung ihrer zuletzt nicht mehr so erfolgreichen Serie, die 1998 mit COLIN McRAE RALLY begonnen hatte.
Ich hatte das Spiel damals zunächst auf der PSX gespielt und nachdem ich meinen PC eine TNT-Karte spendiert hatte (meine alte Voodoo-Karte war zu dem Spiel nicht kompatible gewesen), hatte ich das Spiel in einen deutlich schöneren Gewand auf dem PC gespielt. Teil 2 dann gleich auf dem PC und mit Lenkrad. Das Spiel habe ich bis heute immer wieder auf meinen neuen Gaming-PCs installiert und spiele es selbst heute noch ab und zu. Vom Spielumfang ist es das beste Spiel. Es hat die meisten Spielmodi zum Thema Rally (die DiRT-Games haben zwar mehr Modi, aber weniger Rally) und die Grafik war zwar nie schön gewesen, aber sehr Zweckmäßig. Besonders in Polen hat es eine große Mod-Szene zu dem Spiel gegeben, die aus dem Spiel wirklich alles rausgeholt hatten. CMR3 war dann leider kein guter Nachfolger gewesen. Das Spiel war wahrscheinlich mehr für Consolen gedacht, denn auf vielen PCs lief das Spiel nicht wirklich gut. Bei mir z.B. nur auf einem Laptop mit Radeon-Chip. Auf meinem damaligen Spielerechner trotz guter Ausstattung lief das Spiel nur mit mieser Grafik und vielen Rucklern. Außerdem hatte man die Spielmodi stark runtergekürzt und in der Meisterschaft konnte man sich nicht mehr den Wagen aussuchen, sondern musste mit dem Ford Focus fahren, der deutlich bockiger zu steuern war, als z.B. mein Lieblingswagen der Subaru Impreza (22B STi).

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Mit CMR4 hatten Codemasters vieles wieder gut gemacht. Die neue Grafikengine lief gut und sah gut aus. Auf dem PC war die Steuerung etwas schwammig und ließ daher keine Lenkradsteuerung bei mir zu. Aber mit dem Gamepad hatte das Spiel wirklich Spaß gemacht. Der Fuhrpark war wieder größer geworden, man konnte die Meisterschaft mit den Wagen seiner Wahl fahren, aber viele Spielmodi von CMR 2 blieben verschollen. Mit CMR 5 oder auch CMR 2005 hatte man die Grafikengine von CMR 4 ein wenig aufgebohrt, mehr Strecken integriert und auch die Lenkradsteuerung verbessert. Trotzdem war die Gamepadsteuerung wieder besser gewesen und hatte mich so eher selten hinter das Lenkrad gelockt. Nach CMR 5 wurde es lange Zeit sehr ruhig um die Spiele-Serie. Mit neuen Namen kam die Serie dann zu nächst auf der XBOX zurück. CM DiRT war kein reines Rally-Spiel mehr. Man hatte nun auch andere Off-Road- Disziplinen untergebracht, die Teilweise ganz nett war, aber von mir persönlich nicht so gemocht wurden. Die Rallystrecken war aber durchgehend gut designed und sahen mit der neuen Graficengine auf der XBOX verdammt gut aus. Leider habe ich nie eine XBOX besessen und konnte das Spiel somit nur ein paar Mal bei anderen spielen. Mit der PC-Version hatte ich kein Glück. Ich habe das Spiel natürlich, aber seit dem habe ich nie einen PC gehabt auf dem dem das Spiel richtig gelaufen wäre. Entweder es ließ sich wegen dem merkwürdigen Kopierschutz erst gar nicht starten (die Höchststrafe für ehrliche Käufer) oder es erkannte keine meiner Grafikkarten richtig, was zu hässlichen Ergebnissen führte und mich nicht gerade zum Spielen motiviert hatte. Deswegen kann ich bis heute nicht wirklich bei CM DiRT mitreden. Vielleicht kaufe ich mir doch mal eine gebrauchte XBOX?!

drt 2015-05-01 21-40-23-74

Mit DiRT 2 hatte aber Codemasters mal wieder alles gut gemacht. Das lief sofort und exzellent bei mir. Ja, es hatte sich beim Konzept gegenüber Teil 1 nichts geändert. Wieder gab es zu wenige Rally-Strecken. Aber Trailblazer machte auch Spaß, aber das “Monstertruck”-Rennen hatte mir nicht so sehr zugesagt. Trotzdem habe ich das Spiel komplett durchgespielt und bin immer noch dabei das Spiel ein zweites Mal durchzuspielen. Die Grafik war einfach der Hammer. Das Spiel hatte einen tollen Soundtrack und eine super Stimmung. Selbst die Menüs waren im Spielgeschehen richtig mit eingebunden. Hier konnte man wirklich tief eintauchen. Das Spiel fühlte sich wirklich gut an. DiRT 3 kam dann ziemlich schnell nach, wirkte aber nur noch lauwarm. Ja, die neue Grafikengine sah besser aus. Aber die Menüs waren wieder uninspiriert aufgesetzt, also nicht mehr Teil des Spiels. Die netten Kommentare der Mitfahrer von DiRT 2 waren verschwunden und geschwätzig-nervigen Kommentatoren gewichen, die einen nur ständig empfiehlten tolle YouTube-Videos hochzuladen. Die coole Stimmung von DiRT 2 war völlig verschwunden. Immerhin hatte man wieder wie bei den Vorgängern den Rallywagen – Klassiker Subaru Impreza aus den späten 90zigern mit eingebaut. Das war es aber auch schon. Zudem hatte man diesen merkwürdigen Drift-Modus eingebaut. Der hat vielleicht ein paar jüngere Spieler ans Gamepad gelockt, die mit dem langweiligen Rally-fahren nichts am Hut haben, aber mich hatte es nur genervt und dazu geführt, das ich das Spiel schnell in die virtuelle Ecke geschmissen habe. DiRT SHOWDOWN war dann für mich die Vollkatastrophe gewesen. Nicht mal ein Fitzel Rally mehr. Ein wirklicher Tiefpunkt der Serie, der mit dem Remake von CMR 2, das zunächst nur für iOS als COLIN McRAE RALLY erschien, später auf Android und ganz spät für den PC, auch nicht mehr gutzumachen war. Zudem hatte das Remake zwar eine schöne Grafik, blieb aber sonst sehr weit hinter dem Original in Sachen Umfang und Spielbarkeit.

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Aber nun kommt ja DiRT RALLY! Ja, es ist noch in einem frühen Zustand, aber dafür in einen besseren Zustand als so manche finalen Veröffentlichungen. Das Spiel läuft stabil und bis her hatte ich keine Abstürze. Anfangs gab es nur den Rally-Modus mit Meisterschaft bzw. Karriere und individuellen Rennen. Dabei gibt es bisher “nur” drei Event-Orte mit je 12 Abschnitte: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Aber was für Strecken! Einmal sehen sie einfach fantastisch aus. Dann sind sie auch so richtig lang. Das fühlt sich nach richtiger Rally an! Das ist kein Rennspiel für Zwischendurch. Hier merkt man schon das dies eher der Nachfolger zu CMR 2.0 oder eben natürlich CMR 2005 ist und nicht zu den 4 DiRT-Spielen. Es gibt bisher nur 17 Wagen, die aber in meinen Augen völlig ausreichen. Weitere Strecken und Wagen sollen nachgereicht werden. Mal sehen wie weit dies dann kostenlos ist oder über kostenpflichtige DLCs gehen wird. Unlängst kam ein größeres Update, das den Hillclimb-Modus mit gebracht hat.
Zuletzt waren die DiRT-Spiele eben sehr Arcadelastig gewesen. So war die Steuerung immer simpler und einfacher geworden. In der Grundeinstellung zu DiRT 3 musste man nicht einmal selbstständig bremsen. Die ganzen Fahrhilfen musste man erst einmal ausschalten. Das fuhr sich alles wie eine Carrera-Bahn. Ich hätte ja gerne mein eigenes Gesicht gesehen, als ich die erste Runde bei DiRT 3 gefahren war! Das muss schon sehr verwundert ausgesehen haben. Aber selbst wenn man alles ausgeschaltet hatte, dann war es nach kurzer Eingewöhnung keine große Herausforderung gewesen. Im höchsten Schwierigkeitsgrad fuhren die Gegner bei einigen Strecken unmögliche Zeiten, bei denen mal absolute keine Chance hatte. Das hat alles nichts mit einem ausgewogenen Schwierigkeitsgrad zu tun.
Bei DiRT Rally will man scheinbar alles richtig machen. Das Spiel ist schwer, aber bisher nicht unfair! Die Wagen fahren sich alle sehr, sehr unterschiedlich. So ein Lancia Strato ist z.B. extrem bockig (wie im wirklichen Leben). Mit dem drehe ich mich mehr, als das ich um die Kurve komme. Was aber eben an mir liegt und nicht an einer schlechten Steuerung. Dagegen fährt sich der Ford Focus fast gemütlich. Aber auch hier ist Obacht angesagt. Denn auch mit diesen Wagen kann man in der Kurve ausbrechen. Auch das Wetter spielt hier eine viel größere Rolle. Bei DiRT 3 sahen die Regenfahrten super aus, aber ich hatte das Gefühl das man Fahrtechnisch keinen Unterschied zur trockenen Strecke hatte. Das ist hier ganz anders. Bei den Asphaltstrecken in Wales klebt man mit den richtigen Reifen auf der Straße, das es die wahre Freude ist. Wehe man erwischt Regen. Der Unterschied ist enorm! Ich komme da bisher kaum um die Kurve ohne das mir der Wagen ausbricht. Natürlich fahr ich wieder am liebsten den Impreza!

drt 2015-05-02 16-27-05-53

Das Schadensmodel ist auch fantastisch. Es sieht nicht nur schön aus (man kann nicht nur einen Reifen auf der Strecke verlieren, man kann sich in der Wiederholung genüsslich ansehen, wie einen der Reifen weggeknallt ist), sondern es macht sich realitätsnahe bemerkbar. Wenn man jeden 10. Baum mitnimmt, dann verbeult das nicht nur den Wagen, sondern macht ihn auch wirklich kaputt. Man also auch wegen unterschiedlichster Probleme ausfallen. Angefangen von einer verbogenen Achse, das man einfach nicht mehr richtig lenken kann und deswegen aufgeben muss, über Kupplungen die nicht mehr funktionieren oder bis zu hin eines Motorschadens. Allerdings habe ich es auch geschafft, mit einem geplatzten Hinterreifen auf der Felge noch ins Ziel zu kommen. Man fliegt also nicht automatisch wegen so einer Lappalie raus! Ganz fantastisch.
Die Steuerung funzt bei mir sowohl super mit meinem XBox-Gamepad als auch mit dem Logitech-Lenkrad. Alles wird automatisch erkannt und konfiguriert. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis verspürt die Belegungen zu ändern. Trotzdem das natürlich auch möglich ist.
Also im Großen und Ganzen schon jetzt ein sehr rundes Spiel! 20 Euro ist das auf jeden Fall schon mal wert. Bei den Preis würden zukünftige kostenpflichtige DLCs vielleicht auch nicht so wehtun.
Für mich gibt es nur ein Wermutstropfen, der aber nur eben an mir liegt. Die Framerate liegt bei dem Spiel recht hoch. Mit Durchschnittlich 100 bis 115 Frames ist es aber für mich als Gaming/Motion Sickness-Geschädigter schon fast zu wenig. DiRT 2 läuft bei mir bei 150 bis 160 Frames und macht mir somit fast nichts aus. Bei DR brauche ich nach kurzer Zeit eine Pause. Daher habe ich hier auch noch keine Karriere angefangen. Ich weiß nicht ob hier die Macher noch etwas dran drehen. Aber eher nicht. Es ist ja mehr mein persönliches Problem. Ich denke wer nur ein bisschen mit Motion Sickness zu tun hat, der wird hier keine Probleme haben, wie z.B. viele bei NFS-R, das nur auf 30 FPS läuft. Also hier kein echtes Manko.