Cross Country Racing für Game Boy Color

Ich habe schon hier von so einigen Rally-Spielen für Nintendos Handhelden berichtet (und demnächst will ich das auch mal für die PSP machen). Da gibt es eine Menge Müll (Colin McRae Rally für den GBC z.B.), aber auch ein paar Highlight. Mein Favorit ist weiterhin V-RALLY 3 für den GBA. Wobei ich in meinen eigentlichen Bericht zu SEGA RALLY für den GBA noch rumgemeckert hatte, finde ich das Spiel unterdessen doch ganz unterhaltsam, was an der guten Steuerung des Spiels liegt.

Jetzt bin ich über ein weiteres Rally-Spiel gestolpert, das ich bisher wegen des Titels gar nicht als Rally-Spiel wahrgenommen hatte: CROSS COUNTRY RACING von Konami!
Das Spiel erschien 1999 für den Game Boy Color in Japan. 2000 folgte dann die europäische Fassung. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen INTERNATIONAL RALLY und in seinem Heimatland Japan als (wohl direkt übersetzt) IT’S A WORLD RALLY. Hier steht wenigstens Rally im Titel! Vielleicht wollte man nicht mit dem PS1-Spiel INTERNATIONAL RALLY CHAMPIONSHIP verwechselt werden oder es war vielleicht auch eine rechtliche Geschichte, aber in Europa erschien das Spiel eben als CROSS COUNTRY RACING und man kann zwischen der Sprache Englisch, Französisch und Deutsch wählen.

Wie man oben sieht, ist es ein schwarzes Modul und keines in Klarsicht. Was eben bedeutet, das es auch abwärts kompatibel ist. So läuft das GBC-Spiel eben auch super auf den Game Boy Pocket und Game Boy Classic. Wobei das manchmal ja nicht viel zu sagen hat. Das MOON PATROL/SPY HUNTER-Modul ist auch auf dem Game Boy “spielbar” oder eher startbar, den spielbar ist es nicht wirklich. Gerade durch die dunklen Hintergründe ist da auf der DOT-Matrix nicht viel zu erkennen. Selbst wenn man einen gemoddeten GB mit Frontlicht hat. Bei CCR ist dies zum Glück nicht der Fall. Auf dem Game Boy Classic sind alle Grafiken super zu erkennen und das Spiel somit genauso gut spielbar wie eben die “Schwarz-Modul”-Version von V-RALLY für den GBC (Vorsicht! Hier gibt es auch eine “Klarsicht-Modul”-Version, die meiner Meinung nach inhaltlich mit der Anderen identisch ist, aber sich eben auf einem GB oder GBP nicht starten lässt!).

Aber wie ist das Spiel so? Kann es meinen Favoriten V-RALLY für den GBC schlagen?
Einmal muss man sagen, das CCR kein Arcade-Racer wie V-RALLY für GB und GBC ist. Zwar fährt man hier aus der gleichen Perspektive (Kamera/Blick hinter dem Wagen und leicht erhöht), aber einfach losfahren und so viel Gegner wie möglich überholen um zu gewinnen ist hier nicht!
Aber gehen wir erst einmal ins Menü. Der der Sprachen-Auswahl folgen die Spielmodi. Hier wird erst einmal alles geboten, was man so von einem Rally-Spiel der späten 90ziger erwarten kann: Einzel-Rally, Meisterschaft und Zeitfahren. Das Spiel hat 20 Strecken, die man leider nicht im Einzel-Rally-Modus nicht direkt auswählen kann. Hier wird immer in der gleichen Reihenfolge der Strecken gespielt und es gilt in drei Schwierigkeitsgraden am Ende alle Gegner geschlagen/überholt zu haben. Also schon so eine Art Arcade-Modus, bloß das man hier z.B. 20 Gegner zu überholen hat, das aber nicht ein einem Streckenabschnitt, sondern eben nach und nach bis zum letzten Streckenabschnitt. Jeder Streckenabschnitt ist eine “Land” und deren dementsprechend Begebenheiten mit Asphalt-, Sand-, Schnee- usw.Strecken.

Am Anfang kann man zwischen 4 Wagen auswählen. Insgesamt hat das Spiel wohl 14 Fahrzeuge, die Freigeschaltet werden können. So weit bin ich bisher nicht gekommen. Zwischen den Streckenabschnitten muss man, wie man es gewohnt ist von PC- oder Playstation-Rally-Spielen den Wagen warten und kann eben auch Teile austauschen, wie Reifen usw. Ersatzteile und Reparaturen sind limitiert und sollten mit bedacht eingesetzt werden. Genauso gibt es vor jeder Fahrt ein paar Tipps abzurufen über das Wetter und Begebenheiten. Das sollte man beachten! Sonst kommt man nämlich nicht sehr weit. Mit einem falschen Car-Setting kommt man unter Umständen selbst bei Vollgas nicht als Sieger ins Ziel!

Ich habe es bisher noch nicht geschafft im Novizen-Modus Platz 1 zu belegen!
Bei “Meisterschaft” fährt man eben diese mit einzelnen Events. Fängt eben auch klein an und kämpft sich nach oben. Das Modul hat keine Speicherfunktion. Hier wird klassisch mit Passwörtern gearbeitet. Bei der Anfängermeisterschaft bin ich bisher nicht ins Ziel gekommen! Man fährt nur drei Strecken, mit trockenen Belag, aber hat nur ein Satz Reifen. Jedenfalls falle ich im dritten Rennen immer wegen runtergefahrener Reifen aus. Irgendwas übersehe ich da noch.
Beim “Zeitrennen” fährt man gegen eben diese und kann sich die einzelnen Abschnitte direkt auswählen zur Bestzeitenjagdt.

Es gibt auch noch den Modus “Duell”, den ich mir bisher nicht anschauen konnte. Ich habe zwar zwei GBCs und das dementsprechende Kabel dazu, aber alleine gestaltet sich so ein Spiel doch schwierig, ist aber zu zweit bestimmt spaßig!
Das A und O von so einem Rennspiel ist natürlich die Steuerung. Wenn sich die Wagen wie Seifenkisten steuert, dann bringt das schönste Spiel eben nichts. Hier haben die Mädels und Jungs von Konami alles richtig gemacht. Die Wagen steuern sich wirklich gut. Man hat nie das Gefühl nicht die Kontrolle zu haben oder das der Wagen nicht das macht was er soll. Wenn man von der Strecke abkommt, dann hat man wirklich selbst schuld gehabt.
Die Steuerung funktioniert hier also genauso gut wie bei V-RALLY!

Auf einigen meiner Game Boys habe ich bemerkt, das die Hintergrundgrafik mal stärker und mal schwächer ruckelt. Das merkt man im Eifer des Gefechts kaum, weil die Wagen sich hier ganz ruhig und ohne Ruckeln bewegen. Auf meine GB Classics ruckelt es stark. Komischerweise auch auf meinen GBAs auch. Am besten läuft das Spiel auf meinen GBCs und dem GBP.
Auch etwas was ich ein wenig nervig finde ist die nicht abstellbare Hintergrundmusik. Die ist in den Menüs ganz nett und unterhaltsam, aber beim Rennen entwickelten die Programmierer ein nutzlose Hektik, als würden die Tracks auf doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit laufen. Man möchte am liebsten eine Runde Baldrian ausgeben. Wenn man das wenigstens abstellen könnte! Geht aber leider nicht. Also vielleicht dann doch lieber beim Spielen den Volume-Regler auf 0 stellen.

Ist es also das beste Rally-Spiel für Nintendos Handhelden? Ja und nein. In Sachen Spieltiefe, ja, denn man kann hier an den Wagen rumschrauben und muss auch ein wenig strategisch rangehen, damit man gewinnen kann und dabei gibt es noch schöne Grafik und ein sehr gut funktionierende Steuerung. Trotzdem finde ich V-Rally für den GBC besser. Auch wenn es mehr so das Spiel für Zwischendurch ist.
Empfehlen kann ich das Spiel allemal! Es macht wirklich Spaß und ist wie erwähnt ein kleines Schmuckstück für den GBC. In OVP habe ich das Spiel bisher nicht bekommen. Das sieht man wohl eher selten und wenn dann eben recht teuer. Ich habe das lose Modul günstig aus England bekommen. Mit 6 – 7 Euro ist man aber bei der elektrischen Bucht schon mit dabei.

Advertisements

Braucht die (Spieler-)Welt wirklich ein weiteres NEED FOR SPEED?

Als ich im letzten Herbst die Demo von NEED FOR SPEED – SHIFT für den PC in die Finger bekam, war meine erste Reaktion: Nein! Das war ja nun gar kein NEED FOR SPEED mehr. Aber das war die Serie ohnehin für mich schon lange nicht mehr.
Das erste NFS hieß noch THE NEED FOR SPEED. Dieses hatte ich 1995 für den PC erstanden. 3D-Beschleuniger-Grafikarten waren noch in den Kinderschuhen und spielten für das Game dann auch keine Rolle. Wenn ich so zurückdenke war NIGHT RIDER auf der ATARI 2600er mein erstes Rennspiel. Wenn es um “illegale Straßenrennen” ging war es TEST DRIVE auf dem Amiga. TNFS war so etwas wie eine inoffizielle Fortsetzung von TEST DRIVE 1 und 2. Trotzdem die Serie nach dem Erfolg von TNFS dann selbst fortgesetzt wurde und noch heute mit TD UNLIMITED fortgesetzt wurde. TNFS hatte ich noch mit einem analogen Joystick gespielt. Für dieses Spiel gab es Damals sogar ein paar Gruppen im USENET, die nicht nur Tips, sondern auch Strecken ausgetauscht hatten, die sie selbst modifiziert hatten. Für NFS 2 hatten es das zwei Jahre später auch gegeben. Und sogar eine spezielle 3DFX-Version, die dann auch für diese Serie das 3D-Grafik-Zeitalter eingeläutet hatte. Das beste NFS aller Zeiten war dann aber 1998 NFS HOT PURSUIT! Das Handling war ganz wunderbar, 3D-Grafik, Lenkradunterstützung, es gab ein Streckeneditor (nicht beim Spiel dabei, aber offiziell von EA via Internet) und es tauchte auch schnell ein Wagenmodel-Editor auf, so das kurz darauf unendlich viel gute Autos zur Verfügung standen. NFS 3 brauchte auch das erste Mal den Verfolgungsmodus. Man konnte endlich selbst mal Bulle sein. Und via LAN sogar einen Kumpel von der Straße holen. Und das Spiel war einfach unkompliziert. Aufrufen, Auto und Strecke aussuchen, losfahren und Spaß haben. 1999 brauchte EA nur mit NFS4 einen lauwarmen Aufguß von Teil 3. Okay, es gab mehr Strecken und Autos mit Schadensmodel. Die Grafik war wieder ein wenig hübscher und es gab so eine Art Karrieremodus. Alles in allem nicht mehr als ein Update.

2000 brachte EA NFS – PORSCHE raus. Schicke Grafik, aber wirklich nur Porsche-Modelle. Das Schadensmodel war wieder ein wenig zurückgeschraubt worden. Autos selbst zu editieren war gar nicht mehr möglich gewesen. Verfolgungsjagten mit der Polizei gab es nur in ein paar Missionen. Selbst dürfte man die Polizei nicht steuern. Schwach. 2002 kam NFS-HP 2. Das war zwar nett und hatte ein bißchen das look’n’feel vom ersten NFS-HP. Aber das Schadensmodel fehlte nun ganz. Editieren ging gar nichts. Auf dem PC sah das alles nicht so dolle aus. So das ich mir das Spiel dann nochmals für die PS2 gekauft hatte. Hier sah es tatsächlich besser aus, hatte mehr Strecken und Abkürzungen. War etwas besser gelungen. Mit NFS – UNDERGROUND veränderte sich die Serie noch mehr und entfernte sich mehr von seinen Wurzeln. Tunen war angesagt. Etwas was mir persönlich mehr nervte als Spaß machte. Die Serie bekam Storymodi, die so dämlich waren, das mir dazu nicht einmal ein paar dumme Bemerkungen einfallen. Was war passiert? THE FAST AND THE FURIOUS war in den Kinos passiert und EA war der Meinung gewesen, so müßte NFS auch sein. Man muss zugeben das die Rechnung ausgegangen war. NFS-U war erfolgreicher als jeder Teil vor ihm. Eine neue Käuferschicht war gewonnen worden. Nur Nachts fahren, tunen bis zum Abwinken war angesagt. Kein Schadensmodel war wohl nicht so schlimm. Illegale Rennen ganz ohne Polizei? Auch unwichtig. Das Konzept funktionierte und wurde nun jährlich mit NFS-U2, MOST WANTED, CARBON, PRO STREET und UNDERCOVER fortgesetzt. Wobei bei den letzten vier Spielen immer wieder die gleiche Grafikengine benutzt wurde. MW fand ich ja noch ganz nett, weil hier die Polizeiverfolgungsjadten zurückkehrten, CARBON schaltete wieder das Tageslicht ab und sollte lieber NFS-U3 genannt werden, PRO STREET war so richtig dämlich und teilweise sogar sau schwer, so das der Frustfaktor dabei extrem hoch war. Die 3 Spiele hatte ich dann auch nur noch auf der PS2 gespielt gehabt. UNDERCOVER hatte ich dann völlig ignoriert.

NFS SHIFT ist ein guter Racer, aber kein NEED FOR SPEED. Keine illegalen Rennen, keine Bullen, kein gar nichts was ich mit NEED FOR SPEED verbinde. Umso mehr erstaunte mich die Ankündigung zu NFS NITRO für die ii!

Hatte ich doch CARBON auf der Wii getestet und sofort wieder umgetauscht gehabt. Die Steuerung war eine Katastrophe gewesen! In meinen Augen unspielbar.
Um es gleich zusagen: NFSN für die Wii funktioniert und macht Spaß. Der Comiclook erinnert hat NFS3. Man muss sich nicht mit Tunen abmühen. Die Steuerung funktioniert. Am besten nur mit der Wiimote. A Gasgeben. B bremsen. Einmal bzw. zweimal schütteln Nitro. Steuern mit neigen der Wiimote. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl den Wagen nicht unter Kontrolle zu haben. Selbst mit dem Mario-Kart-Lenkrad funzt die Steuerung nicht schlecht. Wenn man will kann man auch einen Classic-Gamepad benutzen (was mir aber nicht so viel Spaß gemacht hat) oder ein Gamecube-Gamepad. Bullen gibt es auch wieder, die scheint man aber im Multiplayer-Modus nicht steuern zu dürrfen. Aber es gibt auch einen schönen Team-Modus, wie man es von Mario-Kart her kennt. Die Grafik ist der Wii entsprechend, aber dabei recht schnell. Will sagen, hier gibt es ein richtig gutes Geschwindigkeitsgefühl.
Für Fans von Fun-Action-Racern a la NFS 1 bis 4 und 6 kann ich das Spiel auf jeden Fall empfehlen. Es ist leicht zu erlernen, es ist für ein schnelles Rennen zwischendurch geeignet und Spaß macht es sowohl allein als auch mit Freunden mit- oder gegeneinander. Bitte eine Fortsetzung mit mehr Modi, Umfang und wieder Hot Pursuit!

(Übrigens wer weiter oben mal mitgerechnet hat, ja, dies Jahr heißt es 15 Jahre NEED FOR SPEED!)

Paradiesische Zustände

BURNOUT kennt man ja sonst bloß von div. Konsolen. Ich hatte die Serie bisher auf der PS2 gespielt gehabt. Hier standen die Spiele für schnelle Zugänglichkeit, rasantes Rennen mit einem unvergleichlichen Geschwindigkeitsgefühl und für ein hollywoodreifes Schadensmodel. Also ein Action-Racer ohne jeden Anspruch für Realismus. Bisher hatte es kein Teil auf den PC geschafft gehabt. Warum auch immer.
Dann lass ich von BURNOUT PARADISE und als das Game im Laden stand und die Kritiken dem entsprachen, was ich mir auch unter einen Action-Racer vorstelle, ließ ich mich bei einen Preis von knapp 30 Euronen nicht lange bitte.
Allerdings hatte ich persönlich mit dem Spiel im Sommer nicht sehr viel Spaß gehabt.Erstens hatte ich im Urlaub kein Internet zum aktivieren gehabt und dann zu hause nach dem aktivieren mußte ich feststellen, das mein Rechner zu schwach war, um das Spiel einigermaßen Ruckelfrei zu spielen.

Mit den neuen Rechner hatte sich das Problem erledigt und nun bin ich schon einige Wochen in Paradise City unterwegs. Da das Spiel ja so heißt, muss der verdammte Song von “Ganz in Ruhe” unbedingt immer im Startbildschirm dudeln. Und man kann ihn nicht abstellen! Das ist Folter und verstößt gegen die Genfer Konventionen!
Aber sonst wird man dann, wenn man die dementsprechende Hardware hat, wird man mit einer wunderschönen Grafik begrüßt, die man sonst so von Konsole nicht kennt. Die Steuerung ist actionlastig einfach wie man es von der Serie so kennt. Leider ist auch hier das mir von der PS2 bekannte Problem mit der Steuerung vorhanden: Lenkrad geht vom Prinzip her schon, aber es läßt sich einfach besser mit einem Gamepad spielen. Digitale Steuerung ist hier meiner Meinung einfach besser als analoge. Selbst die Analogsticks am Gamepad sollte man vielleicht besser links liegen lassen. Daher ist es aber z.B. auch keine Problem das Spiel über die Tastatur zu steuern.

Erst kann man schön a la NEED FOR SPEED (U2 bis MW) durch die Stadt zuckeln und sich damit prima an die Steuerung gewöhnen. ABer auch die Stadt gut kennen lernen. Und wie sich schnell herausstellt, ist dies auch dringend nötig! Denn Rennen findet man buchstäblich an jeder Straßenecke bzw. eigentlich Ampel. An einer Ampel stehen bleiben Gas und Bremse gleichzeitig drücken und schon startet ein Rennen! Allerdings sind hier die Strecken nicht abgeschrankt und die es gibt auch kaum Hinweise auf einen Streckenverlauf! Das hat den Vorteil das man sich die Strecke selbst suchen kann und eben auch Abkürzungen nutzen kann. Dafür muss man die Stadt aber auch gut kennen, denn sonst verfährt man sich ganz schnell. Und das passiert einen am Anfang andauernd. Ausserdem will man sich ja auch keine eigene Strecke suchen, sondern beim Pulk der Anderen bleiben. Ein Anreiz der BURNOUT-Serie ist ja, die Gegner zu Schrott zu fahren (“Takedown”) und dafür Goodies zu kassieren. Das funzt bei PARADISE auch ganz gut, wenn man am Pulk dran bleibt und eben die Stadt gut kennt. Zwar gibt ein das Programm Minihinweise im Form des Blinkers, das man vielleicht gleich mal abbiegen sollte, aber das übersieht man schnell mal im Eifer des Gefechts, wenn man mit 100 und mehr Sachen durch die Stadt brettert, auf seine Gegner und den Verkehr achten und neben bei auf eine Übersichtskarte schielen muss.

Trotzdem, eben wenn man die Stadt erst einmal kennt, dann machen die Rennen ein Menge Spaß! Denn hier gibt es jede Menge unkomplizierte Action und damit ist es sowohl als Rennspiel für zwischendurch als auch für Marathonspieler geeignet. Allerdings wird die zweite Gruppe schnell alle Rennen gesehen und durch haben.

Alte Bekannte besuchen

Es gibt ja so Spiele, die kommen einen immer mal wieder auf die Festplatte oder wenn man mal ne Hardware etwas länger hat, kommen sie erst gar nicht runter. Aber eher selten spielt man alte Spiele durchgängig immer wieder. Will sagen, alle Jubeljahre stößt man dann wieder auf das eine oder andere Liebgewonnene. Dann ist das meist als wenn man alte Bekannte besucht oder mal wieder in eine Gegend fährt, wo man schon lange nicht mehr gewesen war. Bekannte und Gegenden verändern sich mit der Zeit. Spiele nicht, aber nur oberflächlich betrachtet. Also zu mindestens verändert sich die Hardware. Denn so als Spieler kommt es ja doch schon mal vor, das man sich neue Hardware kauft. Sei es ein neuer Rechner oder ein Grafikkarten-Upgrade. Und dann installiert man mal wieder das eine oder andere alte Spiel, das man vorher in Details usw. immer etwas einschränken musste, damit der Rechner nicht in die Knie gehen oder das Spiel nicht so ruckeln und nicht zur Diaschau verkommen sollte. Wenn man dann das Spiel mit neuer Hardware spielt staunt man oftmals erst einmal Bauklötze.

So geht es mir zur Zeit zum Beispiel mit BIOSHOCK. Vorher hatte das Spiel zwar eine tolle Atmo aber bei mir Hardware-bedingt schwammige Grafiken bei geringer Auflösung, damit bei Kämpfen das Spiel eben nicht zur Diaschau werden konnte. Und nun mit hoher Auflösung und vollen Details ist es als würde ich Rapture zum ersten Mal betreten. UT3 hat nun plötzlich die Grafikpracht, die ich nur von Screenshots und Spieletestvideos kannte! BURNOUT PARADISE war auf meinen alten Rechner so schlecht gelaufen, das ich nicht über die erste Probefahrt hinaus gekommen war und geht nun ab wie Luzie in voller Grafikpracht.
Am meisten merke ich den Unterschied bei TEST DRIVE UNLIMITED. Ein Spiel das bei Autorennfans jüngerer Semester ja nicht so beliebt ist. Ist eben nicht so viel los. Simple Rennen und so. Ist mehr für die Spieler 35+ (die noch TEST DRIVE 1 und 2 auf dem Amiga gespielt hatten). Eben ein bisschen gemächlicher für die alten Säcke! Genau das richtige für mich! Auf der PS2 war die Grafik nur leider sehr mäßig. Der Himmel war meist grau und wolkenverhangen als würde man in und um Husum fahren, aber nicht auf Hawaii. Und Lenkräder wurden auch nicht unterstützt! Sakrileg! Ein Exorzist in Form einer PC-Version musste also her. Ja, da hatte ich dann meine Lenkradunterstützung. Leider hatte das Spiel einen Hardware-Hunger wie CMR DIRT. Also um das Spiel ruckelfrei zu bekommen, musste ich die Auflösung, Details und Effekte so weit runterregeln, das das Spiel wie NEED FOR SPEED 3 aussah. Ich hatte es trotzdem bis zur Vergasung gespielt.

Nun jetzt auf den neuen Rechner gab es erst einmal den Wow-Effekt! (Für die Jüngeren: Wow steht nicht immer für War of Worldcraft World Of Warcraft, sondern meist eher als Ausdruck des fassungslosen Erstaunens!) Erst einmal hatte ich nur Auffahrunfälle gebaut, weil ich mich immer wieder beim fahren in der Gegend umgesehen habe.

Also ich bin dann mal wieder auf Hawaii! Nennt mich Magnum! (Nee, nicht Schoko oder Mandel! Der mit den geschmacklosen Hawaii-Hemden und Basecaps…)

“Ich weiß was Sie jetzt denken…”

Mal Alles Plattfahren

Was macht denn bei Action-Racer neben dem Gewinnen am meisten Spaß? Genau! Sein Auto und das der Gegner zu zerlegen. Und wenn man die Umgebung auch noch ein bissl kaputt machen kann, dann macht das ja noch mehr Spaß.
Die meisten Spiele in den letzten 10 Jahren haben ja da nicht einmal mehr ein richtiges Schadensmodel geboten. Ja, bei Rennsimulatoren a la GTR! Bloß wenn man denn da sein Wagen zerlegt, weil man seine Gegner von der Strecke geschupst hat, dann ist das Rennen für einen selbst ja auch aus. Wie realistisch! Und wie langweilig!
Um mal wieder die NFS-Serie ins Rampenlicht zu zerren:
NFS4 hatte ein prima Schadensmodel. Man konnte den Wagen fast komplett zerlegen. Das hatte Spaß gemacht. Und das war 1998 gewesen. Danach wurden die NFS Spiele zwar schöner, machen aber immer weniger Spaß. NFS 5 konnte nur Porsche. War ja ganz nett, aber das Schadensmodel war stark reduziert worden. Man konnte den Wagen nur noch verbeulen. Na toll! EA machte da als Spaßbremse dann kräftig weiter. NFS 6 waren zwar wieder mehr Automarken vorgegeben, aber eben auch es gab auch nur noch das Verbeulen. Und das auch nur wenn man extreme Crashs produzierte. Und mit NFS 7 war das mit dem Schadensmodel dann erst einmal ganz vorbei.

Kenn noch jemand DESTRUCTION DERBY?
Ja, das war 1995 und das Ziel des Spiels war einfach seine Gegner zu zerlegen und selbst nicht komplett zerlegt zu werden. Was war das für ein Spaß!
Es gab ein paar Versuche einer Neuauflage des Spiels, aber die sind nicht erwähnenswert. Aber 2004 kam dann FLATOUT. Hier konnte man alles kaputt machen. Das eigene Auto, das seiner Gegner und auch noch den größten Teil der Rennumgebung. Wäre sie Steuerung nicht so verdammt scheisse bescheiden gewesen, dann wäre das mein Spiel gewesen. Leider war der Frustrationsgrad einfach zu hoch gewesen. Und so hatte ich dann FLATOUT 2 ganz links liegen lassen. Großer Fehler! Denn hier wurde einfach alles richtig gemacht. Denn die Steuerung ist bei Teil 2 fast perfekt!
Nun liegt das Game von Green Pepper für 5 bis 7 Euro rum, so das ich dieses mal beim Einkaufen im Supermarkt einfach mal mitgenommen habe. Bei dem Preis kann man ja kaum was falsch machen.
Einen schönen Eindruck gibt dieses Video wieder:

FlatOut 2 Single-mode from Dmitriy on Vimeo.

Ich bin schlicht weg begeistert. Denn schon alleine, das dies Spiel auf meinen betagten Rechner mit einer Auflösung von 1280 x 1024 bei einer schönen Optik, die dem des Videos oben entspricht, flüssig läuft (RACEDRIVER GRID sieht bei mir total hässlich aus und läuft gerade bei vielen Gegnern nur unter 800 x 600 flüssig), macht es mir schon sympatisch. Aber eben auch Spielspaß und die Langzeitmotivation stimmen einfach. Die Steuerung klappt eben auch mit Gamepad und Lenkrad. Kurze ladezeit gibt es auch. Ach, was will man mehr? Also mit dem Spiel werd ich noch viel Spaß haben!

Landpartie

Heute Regenwetter. Der richtige Sonntag für eine Spieletag. Aber Gestern gab es ja schon Brettspiele, also kann heute mal ruhig der Fernseher angemacht werden!
Heute wurde also die PS2 entstaubt. Was die PS2 meiner Meinung nach seinen Konkurrenten seiner Zeit voraus hatte, waren Unmengen an Rennspielen. Nicht alle waren gut und so manch eines das ich erstanden hatte, war auch schnell wieder in meine “Verkaufen”-Liste auf Ebay gelandet.
Was aber bei Rennspielen erst so richtig Spaß macht, das ist natürlich einmal eine gute Steuerung und eine Lenkradunterstützung. Rennspiele machen doch nur Spaß, wenn man es auch am Lenkrad spielen kann. Mein erstes Lenkrad hatte ich für den Amiga. Es war sogar von Trustmaster, aber trotzdem Müll. Schwammig, ungenau und an Pedale war Ende der 80ziger ohnehin noch nicht dran zu denken. Auch am PC habe ich die ersten Rennspiele mit Joystick gespielt. Nie mit der Tastatur. Das erste Lenkrad mit Pedalerie hatte ich dann 1997. Auch ein Trustmaster. Aber das war gut. Präzise, genau, aber schnell kaputt. Aber das lag an mir. Der Ersatz war dann ein Trustmaster, das ein wenig teurer war, aber auch stabiler. Das hatte dann ein paar Jahre gehalten. heute habe ich eines von Logitech, das sowohl an der PS2 als auch am PC funktioniert.

Also heute haben wir dann mal wieder meine noch übrig gebliebenen Rennspiele durchprobiert.
GRAND TURISMO 3 – fand ich wie die ganze Serie nie so toll. Klar tolle Optik, aber blöd zu steuern und alles zu steril. Habe ich nur noch aus nostalgischen Gründen.
COLIN MCRAE 2005 – Spiele ich lieber am PC, weil dort die Steuerung sowohl per Lenkrad als auch per Gamepad besser ist. An der PS2 ist es nur mit Lenkrad zu händeln. Mit Gamepad ein Alptraum.
TEST DRIVE UNLIMITED – Sollte man auch lieber an einen PC oder auf der XBOX spielen. So ist es für die PS2 nicht schlecht, und wir haben heute auch ein paar Runden damit gedreht, aber es hat gar keine Lenkradunterstützung. Ein tiefer Griff ins Klo! Es hättte sonst eines meiner Lieblingspiele auf der PS2 werden können!
NFS-UNDERGROUND 2 – Hatte ich geschenkt bekommen. Ist kurzweilig und spassig. Aber nur im Dunkeln fahren, keine Bullen, zu viel rumbasteln (TUHHNEN). Nervt. Hat nichts mit der “alten” NFS-Serie zu tun. Das Drag-Rennen macht Spaß!
MIDNIGHT CLUB 2 – ist das bessere NFS-UNDERGROUND. Wenigstens gibt es Bullen. Wenn die auch nicht selbst fahren darf.
NFS-MOST WANTED – Besser als die UNDERGROUND-Teile. Spassige Rennarten und wieder Bullerei im Nacken.
NFS-HOT PURSUIT 2 – Der beste NFS-Teil auf der PS2. Und der letzte echte NFS-Teil. Am meisten Spaß macht es zu Zweit, wenn einer den Raser mimt und einer die Bullenschüssel fährt. Damit hatten wir dann heute auch den größten Teil des Nachmittags verbracht.

Auto fahren

Ich habe eine gewisse Hassliebe für Autorennspiele. Und zwar wirklich seit ich am Computer spiele, also über 25 Jahre. Es gab und gibt Games, in die ich in kürzester Zeit reinkomme und die, mit denen ich nie warm werde. Dazwischen gibts nichts.

Nun habe ich immer gedacht, das liegt an den Entwicklern und worauf die ganz generell Wert legen. Zur Test Drive-Reihe zum Beispiel hab ich nie einen Zugang bekommen. Das gabs schon auf dem Schneider CPC, auf dem Atari ST und natürlich inzwischen auf dem PC. Die Philosophie hat sich dabei aber im Prinzip nie geändert.

Ähnlich wie Need for Speed. Aber da sieht es umgekehrt aus: Egal welche der unzähligen Abbleger dieser Reihe, die hab ich immer im Handumdrehen im Griff. Das ist seit dem inoffiziellen Vorgänger “Bleifuss” schon so. Und eigentlich auch schon auf dem Schneider und Atari, denn ich sehe in Need for Speed eigentlich die immer wieder modernisierte Fortführung vom guten alten OutRun.

Ich besorge mir daher immer mal wieder ein Need for Speed. Nicht jedes sondern so alle drei Versionen mal wieder. Allerdings hatte ich nach NfS Most Wanted keine rechte Lust mehr auf was neues.


Mit einigem Interesse hab ich dann letztes Jahr aber die Berichte über Racedriver Grid gelesen und die Videos waren beeindruckend. Allerdngs hab ich mich nie durchringen können, es wirklich auszuprobieren, einfach weil ich nicht sicher war, ob ich mit dem Anspruch des Spieles zurechtkommen würde.

Letztens lag es dann irgendwo für 16 Euro herum. Das war wenig genug, um doch mal ein Risiko einzugehen und die eingetretenen Trampelpfade zu verlassen. Und was sol ich sagen: Es ist ein vor allem grafisch absolut großartiges Spiel. Tatsächlich noch ein gutes Stück schwerer als es wegen mir sein müsste, allerdings bemerke ich bei jeder Session eine Verbesserung meiner Fahrkünste und ich bin somit noch zuversichtlich, es doch irgendwann zu beherrschen.


Wenns soweit ist, melde ich mich dazu an dieser Stelle wieder.