Game Boy Micro

Hatte ich nicht letztens hier geschrieben, das der Game Boy Micro an den meisten Leuten völlig vorbei gegangen ist? So auch an mir? Wobei das nicht wirklich richtig ist. Ich hatte schon mitbekommen wie das Teil Ende 2005 erschienen ist. Aber so richtig ernst genommen hatte ich es nicht. Als ich den GBM mal in einem Laden in der Hand hatte, kam mir das eher wir ein Scherz vor. Allerdings habe ich bis heute keinen GBM mal eingeschaltet in der Hand gehabt.
Nun ist also einer in meinen Besitz und somit in meine Sammlung von Handhelds übergegangen.
Die Zeit war reif.

Zunächst einmal, wer noch keinen in der Hand gehalten hat, er ist wirklich klein und hat ein winziges Display (2-Zoll-Diagonale). Wenn man das Gerät einschaltet, dann wird es aber erst einmal interessant. Zunächst war ich erstaunt, das der Select- und der Start-Button beleuchtet ist. Dann das Display ist sehr hell. Ähnlich dem letzten Modellen des GBA SP, das auch eine Hintergrundbeleuchtung hatte. Die Helligkeit kann man sogar über drei Stufen und mit Hilfe der Lautstärkenwippe regulieren. Das ist wirklich nett. Dafür klingt der kleine Minilautsprecher wirklich schrecklich. Aber vielleicht liegt es ja an meinem gebrauchten Gerät. Natürlich gibt es hier wieder einen kleinen Klinkensteckeranschluß für einen Kopfhörer. Die GBA-Module passen übrigens komplett in das Gerät, also genauso wie bei den anderen beiden GBAs. Und das trotzdem das Gerät so klein ist. Dafür wurde an anderer Stelle gespart. So kann der GBM vom Hause aus nur GBA-Spiele abspielen. GB- und GBC-Spiele wie bei den anderen beiden GBAs gehen hier nicht. So wie beim DS. Allerdings wenn man den GBA-Everdrive einsteckt, dann funktioniert jenes genauso wie bei den “großen” GBAs und somit auch die Emulatoren.

Genau genommen liegt das Steuerkreuz und die A & B-Buttons hier weiter auseinander als beim GBA SP. Aber da ich schon am GBA SP Probleme habe mit meinen großen Händen und langen Fingern, geht es mir beim GBM nicht anders. Längeres Spielen ist hier also für mich nicht möglich. Richtig nett kommt man hier allerdings an die Schultertasten, so dass das Gerät bei Pinball-Spielen gut in der Hand liegt. Mein Gerät ist silber. Der GBM ist auch blau, rosa und grün erschienen. Natürlich gab es auch Sondermodelle. Seinen z.B. gab es einen in den Famicom-Farben mit einer goldfarbenen Frontblende. Es gab auch auch weitere Frontblenden zu kaufen. Diese sind heute schwer bis gar nicht zu bekommen. Online habe ich ein paar Replikats aus China gefunden, aber das war es schon. Meiner hier hat eine Game Boy Classic Frontblende, was man auf den Photos vielleicht erkennen kann. Das finde ich schon ganz nett. Ich habe online nichts dazu gefunden, ob der silberne GBM vielleicht auch mit der Frontblende verkauft wurde. Auf jeden Fall fehlen mir die roten Knöpfe dazu.

Muss man einen GBM haben? Nein. Eigentlich nur wenn man Sammler ist. Vielleicht hat es 2005 noch ein wenig Sinn gehabt für unterwegs und für due Hosentasche so ein kleines Gerät zu haben. Wobei natürlich so ein GBA SP auch nicht gerade groß war und genau so gut in eine Hosentasche gepasst hat. Spätestens mit dem Aufkommen des Smartphones hat sich die Sache auf jeden Fall erledigt. Und für das gemütliche Spielen von GBA-Games auf dem heimischen Sofa, ist ein GBA (am besten mit Display-Mod) immer noch am besten geeignet. (Oder eben ein DS oder DS lite).

Satellite Reign

So, ich habe mal seit langer Zeit wieder eine hundertprozent uneingeschränkte Empfehlung. Kein “die altbackene Story muss man ein wenig ignorieren” oder “nur für Liebhaber des Genres”. Satellite Reign kann eigentlich nicht keinen Spaß machen.

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“Gefunden” hab ich es vor etwas über zwei Jahren auf Kickstarter. Es war eines der vielen Spielprojekte damals, die im Windschatten der ersten Cowdfunding-Erfolge ein wenig ins Hintertreffen gerieten, weil die Leute vorsichtiger wurden: Von dem Boom von 2012 war ja noch nichts fertig und die ersten Projekte verzögerten sich oder floppten gar schon.

Dennoch habe ich damals mitgemacht, denn Satellite Reign sollte ein Remake des Klassikers Syndicate werden. Ein Spiel, das ich damals geliebt habe. Eine Mischung aus Echtzeitstrategie und Rollenspiel, vom Gameplay vielleicht vage vergleichbar mit dem späteren Commandos oder Jagged Alliance, allerdings mit einem wesentlich höheren strategischen Anteil.

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Dazu kam, dass Optik und Atmosphäre eindeutig Freunde von Blade Runner bedienen. Und solche Spiele waren und sind leider rar gesät. Das Versprechen war daher groß: Man sollte ein Spiel bekommen, das mit modernisiertem Gameplay und aktueller Optik heute genau so viel Spaß machen sollte wie damals Syndicate.

Dafür sprach, dass das Team aus den Leuten bestand, die damals schon Syndicate programmiert haben und sie daher genau wussten, was Syndicate ausmachte. Dagegen sprach, dass es eben dieselben Leute waren und die Gefahr bestand, dass das Spiel zu Retro wird: Ich bin nämlich ein großer Freund der Errungenschaften moderner Spiele wie gute Nutzerführung und ordentliches Balancing (was damals beim Originalspiel beides wirklich alles andere als optimal war).

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Die Befürchtungen haben sich aber nicht bewahrheitet: Die Nutzerführung in Satellite Reign ist zwar gewöhnungsbedürftig weil man dieses Spielsystem doch eher selten spielt, aber am Ende doch leicht zu lernen. Die Missionen und Aufgaben sind zwar extrem schwer, aber nie unfair und dadurch nie frustrierend. Der breite Strategieteil, in dem man Skills, Augmentations, Waffen, Geldbeschaffung und die Verwaltung seiner Klone unter einen Hut bringen muss ist komplex, aber macht auch viel Spaß. Die Schwierigkeit entsteht nämlich weniger aus der Masse oder Kleinteiligkeit von Features sondern aus der hohen Freiheit die man hier bekommt. Das ist man aus moderneren Spielen nicht mehr gewohnt, wo man Missionsabfolgen und Skillbäume starr vorgegeben bekommt und wie auf Schienen durch das Spiel spaziert.

Satellite Reign lässt einem sehr viel Wahlmöglichkeiten, bis dahin, dass man das Spiel wirklich ganz nach den eigenen Vorlieben spielen kann: Man kann von Anfang an sein Team auf Schleichen und Hacken optimieren oder ein schlagkräftiges Einsatzkommando heranzüchten. Oder man mischt alles ein bisschen durch, so dass man sich so weit es geht durchschleichen kann, aber bei Bedarf auch mal austeilt.

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Das ist am Anfang schwierig, weil man noch nicht genau weiß, wie sich das Spiel so im Laufe der Zeit verhält und man auch erst lernen muss, wie viel Risiko man sich leisten kann. Aber man findet schnell heraus, dass man wirklich jede Mission auf jede Weise absolvieren kann und man nicht plötzlich mit seinem Stealth-Squad eine reine Ballermission serviert bekommt und dass sich die Schwierigkeit ganz gut mit seinem eigenen Verhalten anpassen lässt. Z.B. wenn man schneller und risikoreicher spielen will, muss man sich eben mehr Klone besorgen, um Ausfälle sofort wieder auszugleichen. Wie gesagt, das Spiel ist immer fair.

Was ebenfalls erfreulich ist: Die Missionen sind nie zu lang. Das war auch schon ein großes Plus beim alten Syndicate und ich als jemand, der kaum mal Zeit hat, sehr lange am Stück zu spielen, bin immer froh, wenn Spiele darauf achten, dass Missionen nicht ewig dauern.

Daher kann ich es auch – wie zu Beginn schon gesagt – uneingeschränkt empfehlen. Es ist durch die offene Spielwelt und -mechanik nur genau so schwer, wie man es haben will, es hat eine tolle Atmosphäre und es bietet genau die richtige Mischung aus Retro- und modernem Spieldesign. Es ist als Solo-Spiel inzwischen vollständig, läuft flüssig und sauber auf jedem mittleren Rechner und wird aber noch immer weiterentwickelt. Man möchte auch noch einen Coop und Multiplayermodus nachliefern. Nicht dass ich den brauche, aber wer weiß, vielleicht macht auch das Spaß, wenns dann mal da ist…

3-D Ultra Pinball – Thrill Ride (Game Boy Color)

3-D Ultra Pinball war eine Pinball-Serie von Sierra/Dynamix. Von 1995 bis 2000 waren hierbei 5 Titel erschienen. Ich hatte die Serie bisher hier nicht gehabt, trotzdem ich die Teile besitze. Das liegt eben daran, das ich die Spiel nie so berauschend fand. Allerdings auch nicht so schlecht, das ich sie hier hätte zerreißen müssen. Der Titel 3-D kommt eigentlich nur von der leicht schrägen Isometrischen Sicht, so als würde man vor einem Pinball-Tisch stehen. Das hat so eigentlich nichts mit 3D zu tun. Die Spiele hatten immer ganz nette Ideen und recht verspielte Thema, bei denen es viel Animationen gab. Aber die Spiele hatten immer so leicht unscharfe und schwammige Grafiken, was mir nicht so richtig zugesagt hatte. Das einzige Spiel, der Serie, das ich immer mal wieder gerne Spiele war NASCAR Pinball von 1998. Danach kam 2000 nochmals ein Titel raus, den ich mir aber bisher nie zugelegt habe. THRILL RIDE erschien für Windows, Mac und, ja, Game Boy Color.

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Bekanntlich bin ich ja immer auf der Suche nach Pinball-Spielen für Nintendos Handhelden. Das Spiel kannte ich tatsächlich noch nicht. THRILL RIDE wird auf MobyGames auch nur für Win und Mac gelistet.
Genauso wie TOP GEAR RALLY 2 und POKEMON PINBALL kommt das THRILL RIDE Modul mit Rumble Pack daher. Ist somit nicht auf dem Game Boy Classic spielbar, wie einige GBC-Games (die man bekanntlich an der schwarzen undurchsichtigen Cardrige erkennt). Der Rumble-Effekt ist ein ganz netter Zusatz. Ist aber auch nur so richtig nett im originalen GBC. Denn das Gehäuse des Handhelds wird schließlich auch als Klangkörper mitgenutzt. Steckt man das Modul in einen GBA, wird als Klangkörper eben nur das Modul benutzt. Das hat dann nicht den gleichen Effekt wie im GBC und ergibt eher nur ein nerviges Brummen. Den Effekt habe ich also schnell wieder ausgeschaltet bzw. die Batterie wieder rausgenommen.

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Natürlich ist bei der Version für den Game Boy Color so gar nichts mehr mit 3-D-View übrig. Man hat hier also nur die reine Draufsicht. Das Spielfeld erstreckt sich über drei Bildschirme und es gibt noch zwei Bonus-Tische, die man über gewonnene Herausforderungen erreichen kann bzw. freigeschaltet werden. Sonst gibt es eben noch 3 Schwierigkeitsgrade.
Die animierte Kugel huscht hier recht fix, aber nachvollziehbar über den Bildschirm. Die Ballphysik ist wirklich ganz gut gelungen. Sie ist natürlich nicht besonders realistisch, aber eben gut spielbar.

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Die Flipper werden hier wie üblich über Steuerkreuz links und A betätigt. Das Steuerkreuz wird auch zum anstoßen des Tisches genutzt und die A-Taste wird auch zum abschießen der Kugel benutzt.

Ja, das Spiel hat nur einen Tisch, aber der ist gut gelungen. Ein Modul das sich nicht nur für Pinball-Enthusiasten lohnt.

VIRTUELLE RALLY AUF NINTENDOS HANDHELDEN (V)

Nun habe ich hier in bisher vier Teilen die meiner Meinung nach guten oder sehr guten Rally-Spiele auf den Game Boys vorgestellt. Aber was ist mit den Anderen? Den mit den großen Namen wie Codemasters, Colin McRae Rally und Sega Rally? Ja, als Fan von Nindendos Handhelden und Rally- bzw. Rennspiel-Nerd habe ich mir diese natürlich auch.

GBC CMR a

Fangen wir mit den ganz großen Namen an: Colin McRae Rally von Codemasters! Sowohl auf den PC als auch auf Microsofts und Sonys Konsolen ist sind die Spiele seit 1998 ein Garant für gute Unterhaltung, Steuerung, Grafik und Gameplay. Auch wenn der Ruhm bei den letzten Spielen wie DiRT 3 und DiRT SHOWDOWN ein wenig abgeblättert ist, so sind dies doch trotzdem gute Spiele, die eben nur nicht mehr das Niveau seiner Vorgänger halten konnten. Und mit DiRT RALLY melden sich Codemasters ja nun auch gerade zurück.
Aber wie sah es mit den mobilen Versionen aus? Die verhunzte Colin McRae Rally 2.0 Version bzw. dessen Remake für iOS und Android hatte ich hier ja schon. Auch die NDS Version von DiRT 2, die sich zwar nicht schlecht gehalten hat, aber auf den NDS wäre auch sicherlich mehr möglich gewesen.

GBC CMR b

Aus dem Jahr 2001 stammt COLIN McRAE RALLY für dem Game Boy Color (auch wenn dazu spannender Weise nichts bei Mobygames zu finden ist, aber immerhin wird es im CMR-Artikel auf Wikipedia mit einem Wort erwähnt).
Ja, und der Screenshot oben stammt wirklich von diesem unsagbar schlechten Spiel. Die Perspektive ist ein Katastrophe, die Steuerung fühlt sich an wie Treckerfahren auf Glatteis, der Sound ist unterirdisch. Das alles hat nun wirklich nichts mit dem excellenten zwei Spielen, die bis dahin für Konsolen und PC erscheinen waren, zu tun. Dafür sollte man auch auf gar keinen Fall Geld ausgeben, wenn man das Spiel mal auf eine Börse oder bei der elektronischen Bucht sieht. Es sei denn man sammelt furchtbar schlechte Spiel.
Das Argument das es sich ja nur ein Spiel auf dem GBC handelt und das da ja wohl nicht viel mehr möglich wäre, haben V-RALLY und TOP GEAR RALLY für den GBC ja nun wirklich sofort wiederlegt.

GBA ColinMcRae2

COLIN McRAE 2.0 war dann 2002 für den GBA erschienen. Wenn man das Spiel startet, sieht auch alles recht manierlich aus. Aber spätestens wenn man das erste mal auf die Piste geht, ist es vorbei mit der Freude. Die Grafik ist selbst für GBA-Verhältnisse sehr klotzig. Hier wurde eben der Fehler gemacht, die Wagen zu groß darstellen zu wollen. Aber auch die Strecken sind furchbar hässlich. Alles gar kein Vergleich zu V-RALLY 3!
Und zudem ist die Steuerung auch noch verhunzt! Die Fahrzeuge steuern sich sich wie Autoscooter. Auch nach sehr vielen Versuchen, viel es mir sehr, sehr schwer nicht immer als letzter ins Ziel zu kommen. Was hier geboten wird, ist mehr und besser als das GBC-Machwerk, aber beileibe kein gutes Spiel. Spaß macht das nun wirklich nicht. Also auch dieses Spiel sollte man lieber links liegen lassen.
Auf diverse Handyspiele und das PSP-Spiel will ich hier nicht eingehen, denn es geht hier ja um Nintendos Handhelden.
(Ich habe ja keine PSP, aber beim antesten hat mir das CMR 2005 auf jenem Handheld gut Spaß gemacht!)

GBA Sega Rally

Und was ist mit SEGA RALLY für den GBA? Ja, nun. Es ist besser als CMR, aber leider auch kein wirklich gutes Spiel. Auch hier findet man eine recht hässliche Grafik, die auch an den zu große gewollten klotziges Wagen scheitert. Der Sound ist extrem schrill! Ob nun Musik oder Sprachausgabe, sie nerven gewaltig. Dolle ist das nicht und Geld sollte man dafür nicht unbedingt ausgeben. Jedenfalls nicht mehr als 5 Euro. Bei der elektronischen Bucht stehen meist 10 Euro für Modul only Versionen zu buche. Das ist es aber nicht wert.

Also große Namen konnten mich hier nicht überzeugen. Ja, okay, V-Rally ist auch ein großer Name. Das erste V-Rally erschien 1997 auf der PSX, also noch vor dem ersten CMR. Und ja, auf der PSX hatte es mir nicht besonders gefallen. Interessanterweise erschien “V-Rally 97 Championship Edition” in den USA bei EA unter “Need For Speed: V-Rally”, war aber nie ein offizieller Teil der NFS-Serie.

Video Pinball Tisch des Monats März 2015: Pinball Fantasy HD – Arcade

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Der Beitrag kommt spät, aber er kommt nun doch noch: Der Video-Pinball-Tisch des Monats März 2015.
Im Dezember hatte ich ja hier schon einmal ein Tisch aus der Sammlung PINBALL FANTASY HD für Android und iOS vorgestellt. Seiner Zeit  war es der Tisch Snow mit seinem Weihnachtsthema. PF HD ist ja eine ähnliche Sammlung wie PINBALL ARCADE und ZEN PINBALL HD. Auch hier waren nach und nach ein paar Tische hinzu gekommen (wobei sich bei PF HD nun schon eine Weile nichts mehr getan hat) und auch hier kann man die Tische einzeln kaufen. Für alle Tische auf einmal muss man knapp 10 Euro berappen und einzelne Tische kosten 1,50. Immer wieder ist ein Tisch im “Angebot” und dann muss man nur 79 oder 99 cent zahlen. Das sind ZEN PINBALL Preise, also somit preisgünstiger als PINBALL ARCADE, und für gute Tische sind die Preise meiner Meinung nach okay. Man kann alle Tische vorher anspielen und so gut entscheiden ob sie einen gut gefallen oder nicht.

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Mir gefallen bei dieser Sammlung nur wenige Tische. Daher würde ich hier wirklich nicht das komplett Paket kaufen. Aber neben SNOW hat mir das ARCADE Thema sehr gut gefallen. Hier geht es schon hecktischer zu als auf dem “Weihnachts” – Tisch. Mir gefällt der Tisch nicht nur wegen seinem Retro-Arcade-Look bzw. -Design, sondern weil man hier eben jene alten Arcade-Spiele eingebaut hat. So ist das untere Panel ein Shoot’m’up bei denen die Angreifer von “unten” kommen und man mit der Kugel drei Trigger im oberen Bereich treffen muss um die Geschütze zu aktivieren. Das ist dann eben so eine Mischung aus SPACE INVADERS und MISSLE COMMAND. Im oberen Bereich hat man die obligatorischen drei Bumper und ein kleines Spielfeld mit zwei Flippern. Hier kann man durch das treffen von Zielen weitere “Mini-Spiele” (also Challenges) a la Arcade freispielen. So das das untere Spielfeld dann eben mal zum BREAK OUT- oder SPY HUNTER-Clone wird.

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Das alles Verbindet für mich natürlich gleich zwei wichtige, sagen wir mal, Genres: Video Pinball und Retro-Arcade-Games a la 70s/80s. Und somit der perfekte Pinball-Tisch für mich! Also kann man gerne reinschauen. Das Reinschauen kostet ja nur ein Download!    

Mark Graf – Wir Kinder des Commodore 64 (2014)

Der Untertitel des Buches lautet “Lausbubenstreiche der Generation C64”.
Das klingt im ersten Moment ein wenig merkwürdig, aber da der Autor Mark Graf Schweizer ist, sagt man das vielleicht so im hügligen Süden so. Die geschätzten 119 Seiten liest man je nach Lesegeschwindigkeit in knapp 2 Stunden durch. Das Buch ist ein Selfpublisher bei Amazon und so gibt es das eBook nur eben da. Ich weiß gar nicht so genau wie ich auf dieses Buch gekommen bin. Wahrscheinlich einfach über die Vorschläge von Amazon, da ich mir letztens “COMMODORE – A COMPANY ON THE EDGE” gekauft hatte.
Das Buch ist teilweise ein wenig seltsam geschrieben, aber vielleicht liegt es am Schwiezerdeutsch oder auch einfach nur daran, das hier kein Lektor und Verlag dahinter steckt. Man sollte das Buch vielleicht eher wie Blogeinträge ansehen. Das soll keine negative Kritik sein. Nur in Hinweis. Denn ich sollte nun der letzte sein, der sich über Rechtschreibfehler und Satzstellungen beschweren sollte. Das kann ich ja nun bei Leibe auch überhaupt nicht.

Aber nun zum Inhalt. Eigentlich macht Mark Graf hier das, was ich sonst immer in solchen Büchern über eben das Gamen vermisse. Er liefert hier keine akkurate Historie zum C64 mit technischen Daten zu den Geräten und Spielen, sondern ein Erlebnisbericht. Eben genau das was ich immer wieder erwartet habe und bis auf wenigen Ausnahmen immer wieder enttäuscht wurde. Klar liefert er auch ein paar Fakten zu den Spielen, aber hauptsächlich geht es doch darum, wie er sie gespielt hat, was er damit angestellt hat, wie er sich dabei gefühlt hat und teilweise noch heute empfindet. Das ist wirklich gut und liest sich auch so. Teilweise eben so, wie ich gerne auch über Spiele schreiben würde, wenn ich es denn könnte. Ich meine jetzt eben so in der Art und Weise, wenn wir da auch inhaltlich mit Sicherheit unterschiedlicher Meinung sind. Schon mal habe ich besonders Damals schummeln überhaupt nicht gemocht. Klar ging es mir auch um den Spaß am Spielen, aber beim cheaten hörte der Spaß auf. Heute sehe ich das etwas laxer. Oftmals habe ich bei einigen Spielen leider nicht mehr die Zeit eine bestimmte Stelle hundert Mal auszuprobieren, bevor ich diese meistern kann. Also ist so ein Cheat schon recht hilfreich. Beim spielen mit anderen zusammen allerdings nicht! Da ist es wieder no go.

Dann ist da sie Sache mit dem Tauschen von Spielen. Ja, hey, ich würde lügen, wenn ich sagen würde das ich das Damals nicht gemacht hätte. Viele Spiele hat man früher gar nicht erst im Laden bekommen. Nicht mal in Berlin!
Aber in dem Buch wird hier eine ganz andere Dimension des “tauschens” berichtet. So viele Augen kann man da gar nicht haben, um diese mal zu zudrücken. Aber, okay, da schauen wir mal drüber hinweg…
Aber viel schlimmer ist doch, das es hier gar nicht um den C64 geht! Denn die Familie hatte ja einen C128! 🙂
Ich kann mich noch gut daran erinnern, das Leute die schon einen C128 hatten von den C64lern ein wenig gemieden wurden. Habe ich nicht gemacht. Zum Schluss um 1986/87 hatte auch ich einem gebrauchten 128er, bevor ich auf den Amiga umgestiegen war. Den habe ich sogar noch heute und als ich ihn vor ein paar Jahren mal wieder angeschmissen hatte, funktionierte er auch noch.

Ein paar Rezensionen zu dem Buch berichten immer wieder von dem Erinnerungswert. Also alte Erinnerungen werden wach. Ja, das stimmt auch. Aber was ich für wertvoller halte ist wirklich der Part über seine Erfahrungen und Gefühle bei den Spielen. Das macht dis kleine Buch erst lesens- und empfehlenswert.

Amazon link 

Video Pinball Tisch des Monats Februar 2015: Kirby’s Pinball Land

Heute also mal wieder was zu meinem “geheimen” Lieblings-Sub-Genre dem Video Pinball! Video Pinball wird ja von Simulations-Fans nicht wrklich als Simulation wahr genommen, aber im Zeitalter von Goat Simulator 2014 wirkt doch so ein Spiel aus dem Video Pinball Sub-Genre doch wieder wie eine “ernsthafte” Simualtion.

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Wie es der Zufall so will habe ich diesen Monat wieder ein Spiel für eine Nintendo-Konsole am Wickel. Diesmal allerdings nicht für den Game Boy Advance, sondern für seinen Großvater den klassischen Game Boy. KIRBY’s PINBALL LAND habe ich ehrlich gesagt erst vor ein paar Jahren für mich entdeckt. Den der “Held” Kirby war mir schon immer ein wenig zu knuddelig und später zu bunt rübergekommen. Waren die Mario-Spiele immer ein wenig Playmobil gewesen, so war Kirby eher Barbie gewesen. Aber ich muss auch gesehen, das ich die Jump’n’Runs um Kirby seit Damals nicht mehr ausprobiert habe. So ist das J’n’R-Genre ja auch nicht so das Meine. Aber eben Video Pinball! Und da macht Kirby eine wrklich gute Figur auf dem Game Boy!

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Das Spiel ist 1993 erschienen und schlägt von der Spielart her in die selbe Kerbe wie GATER’S REVENGE. Das Spiel versucht erst gar nicht wie eine Tisch-Simualtion daher zu kommen, wie z.B. PINBALL DREAMS und Co. , sondern zeigt sich nicht nur in dem Kleid über mehrer Bildschirme zu scollen, sondern versteht sich auch mit versteckten Bonus-Leveln und gleich drei Welten zu glänzen. Das Kirby als Kugel, wie später Mario in SMB auf dem GBA, erst ein wenig überdimensioniert aussieht, liegt einmal an dem optischen Paradigma das einen andere Pinball-Spiele vorgegaukelt haben. An die Knuddel-Optik gewöhnt man sich ziemlich schnell und man wird mit einer präzisen Steuerung und pfiffigen Level-Design belohnt. Gesteuert wird natürlich mit D-Pad-Links und die A-Taste für die Flipper, mit D-Pad-Unten schießt man die Kugel ab und mit D-Pad-Rechts und der B-Taste kann man den Tisch anstoßen.
Das Leveldesign steckt voller kleiner und großer Ideen. So schnell wird das Spiel wirklich nicht langweilig. Auch die Technik ist perfekt. Alles scrollt butterweich und das Geschwindigkeitsgefühl stimmt auch. Die Kugeln schießen nicht zu schnell durch die Gegend, das man sie kaum unter Kontrolle bekommt und das Spiel dadurch schneller vorbei ist, als einen lieb ist. Wie z.B. bei PSYCHO PINBALL. Aber die Kugel schläft auch unterwegs nicht ein, wie bei PINBALL DELUXE.

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Also das Spiel ist wirklich das perfekte Video Pinball für den guten alten GB, das die Möglichkeiten der kleinen Kiste nutzt wo es nur geht, ohne das man je das Gefühl hat, das einen da was fehlt. Da dies ein von Nintendo selbst vertriebenes Spiel ist, war es wohl wie die Meisten in Recht großen Stückzahlen produziert worden. So bekommt man heute nicht nur das nackte Modul für 2 bis 3 Euro, sondern auch noch häufig das Spiel in der Originalverpackung ohne Schwierigkeiten. Auf den GBA in Farbe ist mir das zu kunterbunt. Aber es gibt ja beim Start die Tastenkombi D-Pad-Links und B-Taste für den Grauschattierungsmodus, so das das Spiel zu mindestens wie auf dem GB Poket aussieht.
Wenn man einen 3DS sein eigen nennt, bekommt man das Spiel auch für 3 Euro im eShop. Hier hat man einmal auf einem 3DS XL einen größeren Bildschirm und man kann das Spiel jeder Zeit speichern um dann später weiterspielen zu können. Ein Feature was die alten Module und Geräte ja leider nicht bieten konnten.

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