Peter Leigh – The Nostalgia Nerd’s Retro Tech (2018)

Wenn man Retrogaming und die dazu gehörige Hardware mag, dann sollte man den YouTube-Channel vom Nostalgia Nerd durchaus kennen. Zu mindestens schon einmal von ihm gehört haben. Ich schätze ihn sehr, weil besonders seine Retro-Hardware-Reviews immer sehr gut verständlich, gut recherchiert und eben auch mal so richtig ausführlich sind. Da lohnt es sich wirklich mal Zeit zu nehmen und sich vielleicht mal 45 Minuten für so ein Video Zeit zu nehmen. Aber auch seine “kurzen” Beiträge zu Hard- und Software sind bisher in meinen Augen alle sehenswert gewesen.
Nun hat der Nostalgia Nerd auch noch ein Buch geschrieben! Und natürlich über klassische Spiele-Hardware!
Hmm, braucht die Welt wirklich ein weiteres Hardware-Buch? Ich selbst habe mein letztes zu dem Thema 2012 geschrieben gelesen: Classic Videogames Hardware
So hatte ich gedacht, dass dies Thema für mich nun abgeschlossen ist. Außerdem habe ich natürlich seit 2012 eben auch ein paar Videos/Dokus zu aller möglichen Hardware gesehen. eben u.a. natürlich vom Nostalgia Nerd.

Ich muss gestehen, wenn das Buch nur als eBook erschienen wäre, dann hätte ich es wahrscheinlich links liegen lassen. Vielleicht… Naja, jedenfalls ist es eben auch ein sehr schön designtes und gefertigtes Hardcover-Buch geworden, dass einen so kunterbunt wie ein Kinderbilderbuch Mario-Spiel entgegenlächelt, dass ich es mir dann doch zulegen musste. Ich weiß gar nicht was der offizielle Preis ist, aber ich habe es nur beim Armen Sohn gefunden und da hatte es zu Beginn Anfang November 18,50 gekostet und nun mittlerweile 16,99. Ob nun der eine oder andere Preis, beide sind es wert!
Einmal ist das Buch wirklich gut verarbeitet. Inhaltlich wird hier Hardware von 1972 (Magnavox Odyssey) bis 2001 (Microsoft XBox) auf 225 Seiten beschrieben und bebildert. Im Anschluss gibt es noch eine kleine Übersicht von Handhelds vom Gameboy bis zur PSP als Dreingabe. Bei den “großen” Systemen finden sich sowohl klassische Konsolen als auch eben Computer, die in der Retrogaming-Szene beliebt und bekannt sind. Jedes System wird mit ein paar Bildern und einen Einführungstext vorgestellt. Anschließend gibt Peter noch zu jeden System einen kurzen Kommentar zu einem Spiel das man auf jenem unbedingt gesehen/kennen gelernt, gespielt und am besten nie spielen sollte. Das in seiner typischen und unterhaltsamen Art und Weise geschrieben.

Ein Kritikpunkt habe ich allerdings. Sind die Texte zu der Hardware-Beschreibung in einem ausreichend großen Schriftsatz auf weißen Hintergrund gedruckt, so sind die Texte zu den Spielen mit einem kleineren Font versehen worden mit verschiedenen Hintergrundfarben. Bei einem gelben Hintergrund ist das noch einigermaßen gut zu lesen, aber bei einem eher dunkleren Grün oder gar Blau ist es doch recht anstrengend zu entziffern. Diese Seiten sollten man dann doch unter einer hellen Leselampe, in der prallen Sonne oder in einem Fußballstadion mit Flutlichtanlage lesen. Da hat der Verlag echt Mist gebaut. Es ist nicht so, dass hier der Platz gefehlt hätte, um den gleichgroßen Font der Hardware-Beschreibungen benutzen zu können. Vielleicht gibt es ja mal eine Neuauflage, bei der das dann vielleicht verbessert wird. Man kann sich natürlich für knapp 9 Euro auch die eBook-Ausgabe zulegen und dort in die kleineren Texte dann reinzoomen! Aber bei aller Liebe wird ich das wohl nicht machen und lieber eine Loope neben den Lesesessel zurechtlegen. (Krückstock-Gefuchtel)

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Hyperkin Smartboy

Zum ersten April 2015 erlaubte sich die Firma Hyperkin, ein Hersteller von meist hochwertiger Videospiel-Zubehör, einen Scherz. Sie stellten den Smartboy vor. Ein Game Boy -artiges Gehäuse ohne Bildschirm, in dem man “vorn” ein iPhone und hinten ein Game Boy – Modul stecken konnte. So sollte man all seine alten Game-Boy-Spiele wieder spielen können ohne noch einen funktionstüchtigen Game Boy zu haben. Eine gar nicht mal so abwegige Sache. Stellte doch Hyperkin schon seiner Zeit Klonkonsolen her, auf denen man die originalen Videospiel-Module abspielen konnte. Das mittlerweile meistverbreiteste Gerät ist da das Retron 5. Ein Vorteil, neben dem wenn man als Retrogamer seine alten Konsolen schonen will oder gar vielleicht keine funktionierenden Konsolen mehr besitzt, ist und man trotzdem seine alten Module abspielen kann, ist auch, dass man solche Klonkonsolen u.a. auch an einen modernen Flachbildschirm anschließen kann und das meist sogar in einem Quasi-FullHD.
Das macht alles schon sein Sinn. Und ich frage mich da immer, warum z.B. Nintendo nicht selbst solche neuen alten Konsolen herstellt?! Der Mini-NES und -SNES sind zwar ganz nett, aber man kann hier nicht die alten Module einstecken, sondern nur fest “verbaute” Spiele spielen. Und meine Lieblingsspiele waren natürlich nicht dabei gewesen.

Jedenfalls war der Smartboy 2015 eben nur ein Aprilscherz gewesen. Die Meisten die den Post auf der Hyperkin-Seite gelesen hatten, hielten die Nachricht allerdings für echt und waren dann furchtbar enttäuscht gewesen, als dies sich nur als ein Scherz heraus gestellt hatte. Ich übrigens auch! Ich mag zwar keinen NES oder SNES haben, aber ich liebe meine Game Boys und manchmal ist es ohne Hintergrundbeleuchtung nicht so ein großer Spaß auf der originalen Hardware zu spielen. Selbst auf meinen gemoddeten Game Boys mit Vordergrundbeleuchtung. Die Resonanz auf dem Smartboy war dann so riesig gewesen, dass Hyperkin merkte, dass man da wirklich Geld mit machen könnte und so machte man sich an die Arbeit. 2016 gab es dann die Meldung, dass es ein Entwickler-Kit bzw. Gerät dafür zu kaufen geben sollte. Noch 2016! Es kam dann glaube ich allerdings erst Anfang 2017. Das Gerät das man seiner Zeit zu sehen bekam, sah im Grunde so aus wie nun auch das fertige Produkt. Allerdings war man schon bei den ersten Ankündigungen, dass es nun doch vielleicht Wirklichkeit werden würde, gleich davon abgerückt, dass es eine iPhone-Version geben würde. Vielleicht wollte man das bei Apple nicht oder die Lizenzgebühren für den iPhone-Connector waren zu hoch. Wer weiß. Der Android-Gemeinde konnte es nur recht sein! Das Dev-Gerät hatte ursprünglich einen handelüblichen Micro-USB-Stecker für die Verbindung zwischen Smartphone und Smartboy. Denn im Gegensatz zu den meisten Gamepads, die auch für Smartphones geeignet sind oder extra dafür sind, setzt man hier auf eine Hardware-Verbindung statt Bluetooth. Das hat wohl mehrere technische Gründe. Für den Benutzer selbst hat es den Vorteil, dass es hier nicht zu den typischen Lags, also Verbindungsverzögerungen, kommt, die man manchmal bei einer Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Gamepad hat. Bei wirklich guten Gamepads und ab Mittelklasse-Smartphones mit zu mindestens USB3.0-Unterstützung, sollte das zwar heutzutage kein großes Problem mehr sein. Ich habe drei BT-Gamepads und bei allen Dreien habe ich diese Lags zumindest an meinen Android-Geräten nicht. Allerdings habe ich mit dem einen BT-Gamepad an meinen Windows-Rechnern tatsächliche diese Lags. Warum auch immer.

Bei dem nun fertigen Gerät ist man nun also auf USB-C umgestiegen. Es wird wohl keine Micro-USB-Version geben. Außerdem hat man sich die Kooperation mit Samsung gesichert. Was man nun auch groß auf die Verpackung geschrieben hat: Designed for Samsung. Was aber nun nicht heißen soll, dass nur Samsung-Geräte damit funktionieren! Technisch gesehen funktioniert jedes Android-Smartphone mit USB-C Anschluss, der unten in der Mitte platziert ist. Zu dick darf das Gerät auch nicht sein. Hätte mein Note 2 einen USB-C, würde es trotzdem nicht in den für’s Phone vorgesehenen Schacht passen. Probiert habe ich es mit einem Samsung Galaxy A5 (2017), einem Sony Xperia XA1 und meinem Huawei P9. Ich denke von der Größe her ist der Smartboy mehr für ein SG S8 ausgelegt worden, aber meine “kleineren” Geräte passen hier auch und funktionieren alle auch. Also der “Game Boy Bidlschirm” ist trotzdem komplett zu sehen und wird nicht durch die Bedienungskonsole teilweise verdeckt, oder so. Wie funktioniert das?
Man steckt sein Smarty in den vorderen Schacht und unten auf den USB-C-Stecker. Für ein Adapter MicroUSB auf USB-C ist da nicht wirklich viel Platz und ich bin mir nicht Sicher, ob das so funktionieren würde. Das Smartphone wird zudem in zwei, nennen wir es mal, Spannbacken gehalten, die das Gerät mit einem Federmechanismus fest im Gerät halten sollen. Auf der Rückseite des Smartboy befindet sich ein Knopf, der die Federn wieder löst. Das hat bei mir mit dem SG A5 und dem H P9 sehr gut funktioniert. Das Xperia ist tatsächlich ein Tick zu schmal und kann deswegen nicht fest eingespannt werden. Weitergemacht habe ich dann allerdings nur noch mit meinem P9.

Wie funktioniert das also? Wenn man das Smarty das erste Mal einsteckt, wird man automatisch in den Android-Store geschickt, wo man sich die Smartboy-App von Hyperkin runterladen muss. Die braucht man unbedingt. Hat man jene installiert, dann startet diese von nun an immer automatisch, wenn man sein Smarty in den Smartboy einsteckt. Im Gegensatz zu Hyperkins anderen Konsolenklonen, wie dem Retron 5, bietet der Smartboy keinen Emulation des Game Boys. Auch über die App kann man keine Spiele starten. Dafür braucht man einen Software-Emulator, von denen es im Appstore eigentlich jede Menge gibt. Hyperkin empfiehlt zwar eine bestimmte App, die muss man aber nicht nehmen. Ich hatte schon vorher den GBC.EMU von Robert Broglia und jener wird vom Smartboy auch erkannt. In der Emu-App musste ich allerdings noch das Tasten-Layout selbst anlegen. Die Emu’s von Robert Broglia unterstützen und erkennen vom Hause aus eine Menge Controller. So auch mein 8-Bitdo FC-30 und mein Moga-Controller. Der Smartboy wird (noch?) nicht direkt erkannt. Ließ sich aber ganz leicht anpassen. Also im Endeffekt ist der Smartboy keine Klonkonsole, sondern ein Gamecontroller mit Modulschacht.

In dem Gameschacht an der hinteren Seite passen sowohl Game Boy – und Game Boy Color – Module. Auch die GBC – Module mit Rumble-Erweiterung! Alle Module die ich ausprobiert habe (ca. 30 GB – und 20 GBC – Module) wurden hier erkannt und ließen sich “abspielen”. Aber eben direkt spielt man dann seine Module am Smartphone/Smartboy eben nicht ab. Man steckt das Modul ein und die Hyperkin-App ließt das Modul aus. Ähnlich wie der Retrode 2, mit denen ich meine Module schon einmal für mein Everdrive ausgelesen hatte. Auf den ersten Blick übrigens ein teures Vergnügen, könnte man denken. Wer aber schon einmal wie ich ein paar Module nachkaufen musste, weil die Alten nicht mehr so richtig wollten, der wird, wie ich, die Kombination von Retrode und Everdrive zu schätzen wissen! Anders aber als bei der Möglichkeit, legt der Smartboy nur eine Kopie des Moduls an, die nicht nur beim nächsten Mal wieder überschrieben wird, sondern auch nur so lange funktioniert, wie das Modul im Schacht bleibt! Also “echte” bzw. unabhängige Kopien, kann man damit nicht anlegen! So ist es auch, wenn man beim Spielen das Modul aus dem Schacht zieht, dann wird das Spiel sofort beendet und einen wird ein Software-Piraterie-Hinweis angezeigt.

Leider kann man deswegen auch nicht so einfach das Spiel wechseln, wie bei der originalen Hardware. Man muss den Emulator beenden, das Modul raus ziehen und leider auch das Smartphone aus dem Smartboy nehmen. Dann wieder Smartphone rein, die App startet, neues Modul rein und wird ausgelesen. Jetzt kann man wieder den Emu starten und die neue smartboy.gb – Datei auswählen. Etwas umständlich! Weiter oben schrieb ich, dass alle Module, die ich ausprobiert hatte erkannt und ausgelesen wurden. Das stimmt auch. Sogar ein japanisches Modul von KIRBY PINBALL läuft ohne Probleme. Womit ich Probleme habe, sind die drei GBC-Module mit Rumblepack! Die lassen sich starten und spielen, aber haben immer wieder irgendwelche Hänger und Soundprobleme. Ich hatte jetzt keine Lust eine andere Emu-App zu testen, denn vielleicht liegt es ja am GBC.EMU? Aber wenn ich meine Dateien nehme, die ich von den Modulen mit dem Retrode 2 ausgelesen habe, dann laufen die Spiele ohne Probleme!
Sonst hatte ich keine Probleme mit anderen Modulen für GB und GBC.

Wie ist es mit der Hardware des Smartboy? Wie schon erwähnt, schafft man es das Smartphone zum festen Sitz im Smartboy zu bringen, wenn das Smarty nicht gerade zu schmal ist! Mein P9 sitzt wirklich fest. Die Module sitzen genauso fest und stabil im Schacht, wie bei einem Game Boy (Classic), Pocket oder Color. Die Kombination aus Modul-Breite plus Smartphone plus Bedienelemente, macht den Smartboy recht dick. Das finde ich nicht negativ. Der Smartboy ist damit zwar dicker als ein klassischer Game Boy, aber liegt dabei besonders gut und stabil in der Hand. Dafür ist der Smartboy schmaler als sogar ein Game Boy Color. D-Pad und Feuerknöpfe sind damit weiter zusammen als bei einem GBC. Aber auch das macht nichts. Das Gerät liegt selbst in meinen großen Händen sehr gut ohne das man Finger verkrampfen muss. D-Pad und Feuerknöpfe sehen aus wie bei einem richtigen Game Boy. Sie haben sehr gute Druckpunkte, habe aber nicht so einen weichen Aftertouch, wie der klassische Game Boy. Aber auch der Color hatte das ja nicht mehr so richtig gehabt. Sie kommen also näher an den Komfort des GBC als des GB heran. Select- und Start-Button sind zwischen D-Pad und Feuerknöpfe gelegt worden. Dadurch das sie quasi höher als in den Originalen liegen, kommt man meiner Meinung nach, da auch leichter ran. Das hat man gut durchdacht. Die sonstige Form und Farben sind gut an den klassischen Game Boy angepasst worden.

Überraschenderweise findet man links und rechts hinten neben den Modulschacht zwei Schultertasten, die ja bekanntlich erst mit dem Game Boy Advance eingeführt worden sind und somit bei GB- und GBC-Spielen keine Funktion haben. Ich habe gelesen, dass man ursprünglich überlegt hatte, auch GBA-Module über den Smartboy abspielen zu können. Entweder gab es rechtliche oder technische Probleme, aber die Idee wurde wohl wieder fallen gelassen, aber die beiden Schultertasten sind geblieben. Vielleicht gibt es da ja mal eine Erweiterung? Für den Retron 5 gibt es solch ein ähnliches Erweiterungsmodul auch.

Nun stellt sich bei 50$ die Frage, wer braucht so ein erweiterten USB-Gamecontroller eigentlich wirklich? Macht der Smartboy Sinn? Lohnt es sich dafür knapp 50$ auszugeben? Ich denke der Retrogamer, der seine Game Boy liebt und deren Spiele noch heute gerne spielt (so wie ich), der mag eben auch die Haptik eines Game Boys, die man seit dem GBC nie wieder bekommen hat. GBA und diverse DSes haben die Bedienelemente neben dem Bildschirm (wobei der obere Bildschirm eines DS nun quasi ja auch über den Bedienelementen ist, fühlt sich das für mich eben trotzdem zu “breit” an). Auch der GBA SP bringt einen das Gefühl nicht voll zurück. Dafür finde ich das Gerät, so sehr ich es auch mag, als zu klein und zu schmal. Es liegt einfach nicht gut in erwachsenden Händen! Dann möchten viele vielleicht nicht ihre alten Geräte modden oder sich gemoddete Geräte kaufen (die meist schon viel mehr als 50$ kosten), denn das Manko der GBs, GBPs und GBCs ist das nicht beleuchtet Display. Auf einen GBA SP Model AGS-101 sind das anständig aus, aber wer hat schon das Model und jene gebraucht sind heute auch schon recht teuer. Auf einen DS kann man keine GB- oder GBC-Module einstecken. Im eShop gibt es einige alten Spiele als Download, aber es sind doch sehr, sehr wenige. Auf einem Smartphone mit Emu sehen die Spiele toll aus. Aber Touchscreen-Steuerungen gehen nur so la la. Für Highscores ist das nix. BT-Gamepads die man physisch mit dem Smartphone verbinden kann, zwingen ein das Smartphone in die Waagerechte zu bringen, haben die Bedienelemente dann entweder neben den Bildschirm oder wenn darunter, hängt das Gamepad quasi unter dem Bildschirm. Meist ist das auch nicht besonders bequem zu halten, wie ich finde. Moga und Co. waren nette Lösungen, die mich aber nie befriedigt hatten.

Der Smartboy liegt wie ein Game Boy in der Hand. Die Haptik der frühen 90ziger ist damit fast wieder hergestellt. Und dazu hat man nun ein hochauflösendes Display. Das kostet ein nur 50$ (plus einer Vollversion eines Emulators. Aber da gibt es auch Freeversionen). Ein Game Boy Zero Bausatz (Game-Boy-Gehäuse, Farbdisplay und ein Rasberry Pi) kostet sehr viel mehr. Und man muss oft noch eine Menge selbst Hand anlegen, denn fertige Game Boy Zeros werden nur selten über die elektronische Bucht und so weiter verkauft. Ich finde da lohnt es sich schon, über den Kauf eines Smartboy nachzudenken, wenn man seine Game Boy Spiele immer noch und immer wieder gerne spielt!
Außerdem… ist der Smartboy doch “auch” eine USB-Gamecontroller. Er ist eben nicht nur auf Game Boy Spiele beschränkt. Wenn man ein Modul einlegt, dieses auslesen lässt und anschließend den GB-Emulator startet, hält einen natürlich nichts davon ab, aus den Hintergrund einen anderen Emulator zu starten. Z.B. einen Atari-Emulator. Der erkennt den Smartboy natürlich auch als USB-Controller an! Und wenn man im GB-Emulator statt der von der Hyperkin-App generierten smartboy.gb-Datei aus Versehen eine andere Spiele-Datei öffnet… Wahrscheinlich ein Bug, der bald behoben wird…

Colin McRae Rally 10

Codemasters hatten mich zu mindestens mit DiRT 4 und der Aussage, das DiRT RALLY ja nicht so erfolgreich war überrascht. Nun kann man in diversen Foren und den Verkaufszahlen sehen, dass DR nicht ganz so erfolglos war. Aber vielleicht war Codemasters das ganze mit Early Access und das Verarbeiten des Feedbacks der Fans zu aufwendig/teuer gewesen? Ich fand jedenfalls das dies Konzept wirklich klasse gewesen ist und das bei DiRT RALLY ein wirklich gutes Rally-Spiel bei rausgekommen ist. Nun ist das Spiel nun wirklich nichts für Fans der DiRT-Serie. Dafür ist es zu wenig abwechslungsreich und eben auch zu schwer. Also nichts für den Gelegenheitsspieler. Und die haben Codemasters vielleicht auch gefehlt, damit das Spiel wirklich “erfolgreich” sein konnte. Wer weiß.

DiRT 4

Also nun gibt es also DiRT 4. Und dies Spiel ist nun wirklich definitiv ein “echter” Nachfolger für DiRT 3. Hier hat man mal wieder wie bei der DiRT-Serie üblich so viel wie möglich an verschiedenen Rennserien hinein gepackt. Die Schwierigkeitsgrad ist auch wieder weitergefächerter. Der unterste Schwierigkeitsgrad ist nun wirklich wieder easy piesie. Ich konnte das Spiel leider noch nicht so richtig testen. Letztens war es bei Steam mal ein wenig preiswerter gewesen und, ja, da habe ich dann auch mal zugeschlagen. 33 GB und 1 Stunde später war das Spiel dann auf meiner Festplatte und es konnte losgehen. Naja, fast. Bekanntlich habe ich ja meine Motion/gaming sickness. Wobei das bei DiRT 4 ja nicht so die Schwierigkeit sein sollte. Hatte ich mir für DiRT RALLY noch eine neue Grafikkarte gekauft, damit ich das Spiel stabil auf eine hohe Framerate laufen lassen konnte (116 FPS!), so reicht für DiRT 4 meine Grafikkarte nun auch noch immer aus. Ich erreiche hier beim spielen immerhin knapp 90 FPS. Also von daher kein Problem aus der Richtung. Allerdings habe ich im Moment unheimlich mit meinen Kreislauf zu tun, der mir auch so Achterbahnfahrten beschert. Somit konnte ich DiRT 4 immer nur kurz antesten und noch nicht so richtig spielen.

Einmal fallen hier die vielen Einstellmöglichkeiten ein um das Spiel an das Können des Spielers anzupassen. Hier scheint jetzt nun wirklich jeder auf seine Kosten kommen zu können. Von Fahrhilfen und Gegner-KI Einstellungen bis ohne alles und hammerhart scheint es alles zu geben. Die Steuerung scheint man auch voll einstellen zu können.  Ich habe das jetzt nicht mit dem Lenkrad antesten können, aber mit dem Gamepad hat man viele Einstellmöglichkeiten. Spielmodis gibt es nun wieder an Mass. Neben Onlineplay und Karriere kann man aber auch wieder Herausforderungen angehen, so wie wie man sie in den alten CMR-Serie kannte. So sind auch wieder Modis da, die ich persönlich schon lange vermisst habe. Sogar die “Fahrschule” wie aus dem ersten CMR gibt es nun wieder. Für Anfänger eine gute Sache. Das “Fahrgefühl” ist hier wieder mehr Arcade-lastig. Es ist eben ein DiRT und keine Fortsetzung von DiRT RALLY. Und das ist eben auch ganz okay so.  Neu hinzu gekommen ist nun so eine Art Streckeneditor. Man kann hier nicht wie z.B. bei Trackmania die Strecken im Detail bauen, aber man kann Voreinstellungen machen, die die Strecke einfacher oder eben extrem herausfordernd machen kann. Die Länge der Strecken kann man auch einstellen. Wer als Schwierigkeiten mit den teilweise sehr langen und realistischen Strecken in DR hatte, der kann sich hier selbst kürzere Strecken “basteln” und sich selbst eine Meisterschaft zusammenstellen und selbstverständlich auch speichern.

Das war für mich zum Antesten eine schöne Sache, denn so konnte mir ein paar kurze und kurvenarme Strecken zusammenstellen, die ich in meinem angeschlagenen Zustand gut spielen konnte.

DiRT 4 währe nun wenn man alle CMR- und DiRT-Teile (also ohne DiRT Showdown, denn da gab es ja kein Rally-Mode) COLIN McRAE RALLY 10. Colin McRae‘s 10. Todestag war erst vor ein paar Tagen am 15. September. 1987 war der Schotte sein erste Rally gefahren. 2006 seine Letzte. 1995 war er der erste britische Rally-Weltmeister. Seine Vater Jimmy McRae war selbst fünffacher britischer Meister gewesen. Am 15. September 2007 ist er dann leider bei einem Helicopterabsturz tödlich verunglückt. Tragischer weise war auch sein Sohn mit am Board gewesen und mit verunglückt. Bei der nach ihm benannten Spiele-Serie war er  1998 bis zu seinem Tod technischer Berater gewesen.

CMR

Es gibt so einige Rally-Spiele, aber ich finde heute noch das die CMR-Spiele die Besten waren und sind. Nächstes Jahr hat das erste Spiel von 1998 sein 20 jähriges Jubiläum! Ich habe das Spiel 1998 das erste Mal auf einer geliehenen PSX gespielt. Da ich keine besaß, habe ich mir das Spiel dann für den PC gekauft. Mit meiner damaligen Grafikkarte mit TNT2-Chip-Grafikbeschleuniger, hatte das Spiel richtig gut ausgesehen. CMR war für mich das erste Rally-Spiel, das sich auch wie Rally angefühlt hat. Noch heute habe ich auf meinem aktuellen Spielerechner neben DiRT2, 3, 4 und DiRT RALLY auch CMR 2.0, 04 und 2005 laufen. Gerade CMR 2.0 spiele ich noch immer recht oft, neben meinem LieblingsDiRT-Teil 2. CMR selbst habe ich unlängst mal versucht auf meinem aktuellen Rechner zu installieren. Das ist mir nicht so recht gelungen. Aber die PSX-Version habe ich jetzt mal auf meiner PSP gespielt. Und es fühlt sich immer noch so gut an, wie vor fast 20 Jahren.

Die beste Retrogaming-Maschine (II)

Die besten Retrogaming-Maschinen sind natürlich noch immer die original Hardware! Die meisten alten Maschinen von Damals laufen noch immer oder lassen sich leicht überholen. Wenn Damals noch gar nicht gelebt hat, dann bekommt man heute via Retrobörsen oder der elektrischen Bucht recht einfach alte Hardeware wie Game Boys und Co.
Es gibt aber auch Klone die originale Steckmodule verarbeiten können. Bei den Konsolen ist der Retron 5 das wohl berühmteste Stück Hardware. Diese Konsole schluckte alle möglichen Retrogame-Module, lässt einen die originalen Gamepads anschließen und hat zu dem noch einen HDMI-Ausgang um an modernen TVs betrieben zu werden.

Aber auch bei den Handhelds gibt es sehr gute Klone die die originalen Spiele nehmen und mit besseren Bildschirmen und Akkus locken. Hier hat man dann GB-Klone, die beleuchtete Bildschirme haben usw.
Das ist alles recht cool, aber ich bleibe da lieber bei den Originalen. Wobei der eine oder andere Mod schon immer nett ist. So habe ich einen Game Boy mit Frontlight-Mod und auch einen Game Boy Color, bei dem die Mod allerdings nicht so einen tollen Effekt hat. Ja, man hat damit Licht und kann auch ohne Tageslicht ganz gut spielen, aber dafür sind die Farben recht blass und man erkennt bei einigen Spielen recht wenig auf dem Display.
Schöner ist da mein GBA (1. Model), der einen schönen hintergrundbeleuchteten Bildschirm bekommen hat. Der ist dann zwar nicht so hell wie mein GBA SP (AGS-101), aber immerhin.

Was ist aber wenn man unterwegs nicht nur eine große Auswahl von Spielen für ein Gerät haben will, sondern ein Gerät das mehrere Systeme kann, wie eben der Retron 5?
Da gibt es noch nichts so richtig. Zu mindestens nicht für die originalen Steckmodule. Hier kommt einen natürlich z.B. ein 3DS mit seiner Virtual Console zur Hilfe oder eine PS Vita mit dem PS-Shop. Aber so richtig systemübergreifend braucht es dann doch wieder Emulatoren.
Für Handhelds ist natürlich heutzutage naheliegend das man sein Smartphone dafür benutzt. Da gibt es schließlich jede Menge Emulatoren.
Aber ein Touchscreen ist nicht gerade eine ideale Steuermöglichkeit. Bluetooth-Gamepads sind hier zwar hilfreich, aber oft umständlich. Selbst jene die man an die Geräte andocken kann. Davon habe ich auch drei, die soweit gut funktionieren, aber doch wieder unhandlich sind.

Unterdessen bekommt man Android-Geräte die die Form einen 3DS haben, die recht gute Steuerelemente haben. Ich denke für jemanden der keine originale Hardware besitzt ist das ganz gut. Aber für mich haben diese Geräte kein Sinn. Soll ich also nochmals 300 Euro für eine Hardware ausgeben, die ich im Gunde schon habe?
Denn heute kann man viele Geräte auch mit Emulatoren “nachrüsten”.
So war bis vor kurzem noch meine GBAs meine Lieblingsretromaschinen. Mit einem Everdrive ausgerüstet kann man hier einige Emulatoren auf dem GBA starten. Die meisten funktionieren wirklich fantastisch. Aber so ein Everdrive ist nicht billig. Mit 115 Euro zwar billiger als eine Anroid- Handkonsole, aber trotzdem für viele nicht erschwinglich. Billigere Flashkarten für den GBA funktionieren bloß meist nicht so zuverlässig.

Für den DS und den 3DS gibt es da preisgünstigere Flashkarten. So eine R4i-Karte für den 3DS bekommt man schon recht günstig für unter 50 EUR.
Von diesen Karten kann man recht einfach auch Emulatoren starten.
Noch günstiger geht es beim 3DS über die eigene SD-Karte. Das ist allerdings ein wenig aufwendiger einzurichten, aber wenn es läuft funktioniert es zu mindesten auf älteren 3DS-Modellen mit nicht der unbedingt neusten Firmware ganz gut. Der 3DS liegt meiner Meinung nach wirklich super in der Hand und ist mit seinen Bedienelementen ideal eben auch für andere Spielsysteme. So läuft hier auch ein wunderbarer C64-Emu, den ich darauf gerne nutze.

Meine persönliche “neue” Lieblingsretogamingmaschine ist nun aber meine PSP. Die 2005 veröffentlichte Handkonsole wurde ja nun 2014 (erst) eingestellt. Lief also fast 10 Jahre, was für ein Handheld nicht schlecht ist. Der Quasi-Nachfolger, die PS Vita, wurde 2012 vorgestellt, aber schon 2016 wieder eingestellt. Die Vita war also nicht mehr so erfolgreich und beliebt wie die PSP. Für das Gerät sind über 800 Spiele erschienen. Zu meist als CD, aber auch als Download. Mich interessieren hauptsächlich die Rennspiele, die auf der Konsole erschienen sind. Die meisten davon sind auch auf der PS2 erscheinen. Aber Quali- und Quantitativ unterscheiden sich die Spiele für den Handheld kaum von der Konsolen-Version. Das alleine ist schon fantastisch!
Auch die PSP hat einen Speicherkartenslot. Hier kam noch Sonys eigenes Format Memorystick zur Anwendung. Jene bekommt man heute kaum noch und nicht mit großer Speicherkapazität. Hier hilft aber ein Adapter in den man MicroSD-Karten stecken kann. Das funktioniert mit SD-Karten bis zu 32 GB sehr gut und problemlos. So hat man schon einmal ein wenig mehr Platz.

Für die PSP bekommt man schon eine Weile Custom Firmware. Ja, natürlich kann man hier gerippte ISO von PSP-Spielen damit von der Speicherkarte spielen. Aber im Grunde macht das kaum Sinn. PSP-Spiele gibt es immer noch recht günstig über die elektronische Bucht. Selbst mit OVP und Anleitung bekommt man viele Spiele für unter 10 Euro. Ohne OVP für um die 4 bis 5 EURO. Außerdem laden die Spiele recht langsam von der Speicherkarte. Original ist immer besser. Aber für Homebrew und Emulatoren sind die Custom Firmware schon genau das Richtige. Die PSP kann man also mit ein klein wenig Aufwand kostenlos fit für’s Retrogaming machen. Emulatoren gibt es hier wie Sand am Meer. Z.B. habe ich für den 3DS noch keinen wirklich funktionierenden 2600er Emu gefunden. Meist läuft das alles elend langsam. Für die PSP ist das alles kein Problem.
Außerdem hat die PSP einfach ein Form und liegt so gut in den Händen, das man einfach darauf spielen will… muss! Der 3DS XL hat für mich auch genau die richtige Größe, aber trotzdem liegt bei mir die PSP einfach besser in den Händen. Für Retrogames hat die PSP auch den besseren Bildschirm. Klar sind alte Konsolen für ein 4 zu 3 – Bild meist ausgelegt. Dann hat man eben links und rechts schwarze Balken, die aber überhaupt nicht stören.

3DS XL und GBA SP begleiten mich auch oft für unterwegs, aber wenn es darum geht Platz bedingt nur einen Handhelden mitzunehmen, dann bevorzuge ich jetzt die PSP.

Die beste Retrogaming-Maschine (I)

Wer mich kennt weiß, das ich eher der Computerspieler als Konsolenkind bin. Auch wenn ich mit Pong-Konsolen (Telespiele) und dem Atari 2600er aufgewachsen bin, so war ich nach dem Atari zu den Heimcomputern übergelaufen. C16, C64, C128 und dann Amiga 2000. Ein Commodore-Freak eben. Nachdem Tod der Amigas dann der umstieg auf PCs. Und da bin ich eigentlich noch immer. Retrogaming ist in der Hinsicht recht einfach. Dank C64- und Amiga-Emulatoren und natürlich der DOS-Box ist das eigentlich recht simple und einfach. Konsolen kann man natürlich genauso einfach auf PC emulieren.

Wobei natürlich original Hardware- wie Software immer noch das Beste für den Retrogamer ist. Mein C128 (mit C64-Modus) und mein Amiga 2000 sind noch vorhanden und funktionstüchtig. Einen 386er oder 486er PC habe ich allerdings nicht. Hier habe ich noch ein 90ziger Jahre – Laptop, das auf Win98SE läuft und sich aber auch noch bestens mit DOS-Spielen ohne Hardwarebeschleunigung a la Voodoo bzw. 3Dfx versteht. Ein WinXP Rechner ist auch noch vorhanden. Geht also alles noch.
Auch wenn ich kein Konsolenkind geblieben bin, so habe ich doch noch immer meinen originalen Atari 2600. Da diese sich ungemoddet nicht an einen modernen Flachbildschirm betreiben lässt, hatte ich mir vor einiger Zeit einen 2600er Jr. mit dem entsprechenden Mod zugelegt.

In den 2000ern hatten sich im Hause Stardustlyricer zwar eine PS2 und eine Wii eingefunden. Die hatten aber keine Nachfolger bei uns gefunden. Wenn man Kinder hat, dann kommt man um solche Konsolen scheinbar nicht rum. Wobei sich die Wii mit ihrer Virtual Console auch als eine gute Retrogamer-Maschine entpuppt hatte. Trotzdem hatte mich der Nachfolger nicht mehr interessiert. Die Switch hat da bei mir vielleicht aber doch Potenzial. Denn im Grunde ist sie ja auch ein Handheld. Und so kommen wir zu meiner zweiten Gaming-Leidenschaft: Den Handhelds!

Ich mag den Begriff Handheld! Im englischen heißt das eben nichts anderes als das man ein Gerät hat das man in der Hand halten kann (Händhält). Aber im deutschen hat man gleich noch eine zweite Bedeutung. Im Spiel ist man als Spieler der Held und bei den mobilen Konsolen eben der Handheld!
Amiga- oder PC-Handhelds gab es natürlich im Grunde nicht. Selbst die ab ca. Mitte bis Ende der 90ziger Jahre erschwinglichen Laptops waren ja nun nicht wirklich Geräte, die man beim Spielen in der Hand halten konnte.
Ende der 80ziger Jahre war auch noch nichts mit Laptops. Wenn man als Spieler auf Reisen ging oder vielleicht einfach nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, dann blieb die Spielmaschine zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Ja, es gab LCD-Spiele. Aber die waren mir zu simpel und meist zu langweilig. Davon hatte ich nie eines besessen.
Aber als der Game Boy kam, änderte sich alles!

Plötzlich konnte man unterwegs richtig spielen! Man konnte via Steckmodule mehrere Spiele mit auf Reisen nehmen! Okay, der blasgrüne, unbeleuchtete DOT-Matrix-Bildschirm war nicht gerade besonders ideal. Am PC war ich natürlich Damals schon Anderes gewöhnt. Aber die Bedienelemente wie Steuerkreuz und Feuerbuttons waren excellente und präzise Steuermöglichkeiten. Die Spiele waren “echte” Spiele und nicht nur simple Reaktionsspiele. Mit dem Game Boy begann 1990 meine Liebe zu den mobilen Spielmaschinen.
Und was ist nun heute 2017 in meinen Augen die beste Retrogaming-Maschine?
Dazu mehr im Teil 2

Was ist der beste Game Boy Advance

Eigentlich ein recht schwieriges Thema unter Nerds! Welches der originalen (ungemoddeten) GBAs ist der Beste. Darüber habe ich hier schon mehrmals lamentiert. Ich glaube aber immer noch das vom Handling der erste GBA immer noch der Beste ist. Er liegt einfach unglaublich gut in der Hand. Das Steuerkreuz, Feuerknöpfe und Schultertaschen sind nicht nur sehr gut zu erreichen, sondern haben auch für mein Gefühl die besten Druckpunkte von allen Modellen. Der große Nachteil des GBA: Er hat kein beleuchtetes Display! Wie schon der Game Boy Color! Das war für mich auch Damals der Grund gewesen, warum ich mir den ersten GBA nicht gekauft hatte und erst beim GBA SP zugelegt hatte. So richtig gute Freunde waren wir aber auch nie geworden. Ja, der GBA SP ist klein und handlich. Und mit dem zuklappbaren Display hatte man einen guten Schutz vor Kratzer auf dem Display (und hatte dem DS-Modellen schon ein wenig vorweggegriffen, die ja zu der Zeit schon in Planung waren). Das Ergebnis ist, das man heute viele GBA SPs gebraucht findet, deren Aussenhüllen teiweise schwer verkratzt sind, aber das Innere und das Display kaum Beschädigungen aufweisen.

Allerdings war mir der GBA SP zu klein. Steuerkreuz und Feuerknöpfe waren ja noch gut zu erreichen und hatten so fast die gleiche Zugänglichkeit und Abstände wie beim GBC und GBP, aber die Schultertasten waren und sind für mich schwer zu erreichen. Ich greife da mit meinen langen Fingern immer drüber. Das Display des Models AGS-001 hatte zwar eine Beleuchtung, die man auch ausschalten konnte (wer hat das eigentlich je getan), aber es ist doch ein eher dunkles Frontlight. Damals war das immerhin schon was, aber heute kriege ich da nur Kopfschmerzen von. Somit hatte der Game Boy Micro das beste Display, weil eben Backlight, wie der Damals schon erschienene NDS, mit drei Helligkeitsstufen. Aber das Gerät war zu klein und unhandlich. Konnte ja bekanntlich nur GBA-Module abspielen. Keine echte Alternative.

Der GBA SP AGS-101 war seiner Zeit völlig an mir vorbei gegangen. Ja, ich hatte da was gelesen, das man da ein verbessertes Model rausgebracht hatte, aber das ging für mich persönlich im DS-Rummel unter. Außerdem wurde in der Zeit auch meine Tochter geboren und ich hatte mich für ein Paar Jahre nicht so sehr mit den Modellen beschäftigt. Selbst als meine Tochter dann ihren eigenen GBA SP von uns bekommen hatte, war ich nicht einmal über die verbesserte Version gestolpert. Und dann war da schon der DS, der zwar keine GB-Module konnte, aber für jedermann wegen seines Displays der beste GBA war. Der DS lite dann sowie so und erst recht.

So habe ich mir nun wirklich jetzt erst einen AGS-101 zugelegt! Vor ein paar Jahren hatte ich ja mir einen gemoddeten GBA mit einem AGS-101 Display zugelegt. Für mich nun der beste GBA. Wobei man hier aber nu die erste und dunklere Helligkeitsstufe des Displays hat. Die zweite Stufe der Helligkeit die man mit der Taste, die beim 001-Model das Frontlight ausschaltet, einschaltet, gibt natürlich ein viel besseres Bild das an den GBM oder den ersten DS schon ganz, ganz nahe rankommt. Das ist schon eine Augenweide! Das hätte ich gerne in meinem GBA. Wobei ich online nun ein Mod gesehen habe, der im Batterie-Fach des GBAs eine Taste hat um das Display heller zu stellen. Ich finde das aber im Moment nicht wieder.

Wenn aber nicht modden will oder kann oder sich nicht eine teuere gemoddete Konsole leisten will, dann ist wohl der GBA SP AGS-101 die erste Wahl. Die bekommt man noch hier und da für unter 100 EUR, aber meist haben die eben besonders gut erhaltenen Modele schon die 100 EUR-Grenze überschritten. Mein GBA SP lag noch darunter. Es war ein Privatverkauf und der Verkäufer hatte nicht besonders auf das Model-Vorteil aufmerksam gemacht. Weswegen hier wohl nicht so viele Bieter abgelockt wurden. Wenn man man sich einen AGS-101 zulegen möchte, sollte man wirklich darauf achten, das man auf der Rückseite den Aufkleber erkennen kann. Manche Verkäufer fotografieren das Frontlight-Display eines AGS-001 so geschickt, das es aussieht als wäre es ein helles Backlight!

Wooly thoughts on gaming

Zum Jahresende fragt man sich als Gamer immer, habe ich mehr oder weniger dies Jahr gespielt? So wo ich jetzt im 5. Jahrzehnt angekommen bin, stelle ich schon in meinem Umfeld fest, das Leute in meinem Alter weniger bis gar keine Videogames mehr spielen. Neue Konsolen und Computer werden schon noch angeschafft, werden dann zum spielen aber oft eher von den eigenen Kindern benutzt oder für alles Andere, aber nicht mehr zum spielen. Ein häufiges Argument ist, das moderne Spiele viel zu komplex zu erlernen und zu zeitaufwendig zu spielen sind. Dafür hat man doch schließlich die Zeit nicht mehr. Das mag sein. Also warum dann nicht die alten Spiele spielen. Die hat man schon und da muss man nichts mehr erlernen?! So etwas nennt man dann seit einigen Jahren eben auch Retrogaming. Außerdem gibt es da noch die Casual Games. Die gab es schon früher (Solitair, Shanghai usw.) und von jenen gibt es heute noch viel mehr. Dafür muss man nicht einmal eine Konsole oder einen Computer benutzen. Das findet man alles im App-Store des Smartphones. Aber ich schweife ab..

Es ist ja so, das ich dafür durchaus Verständnis habe. Ja, ich spiele auch nicht mehr so viel wie in meinen Teen- und Twensjahren. Allerdings glaube ich das ich nun nicht viel weniger spiele als in meinen Thirties oder, ja nun gerade erst beendeten, Fourties. Aber mir geht es mit der Komplexität bei Videospielen teilweise auch so, wie jene Vertreter, die ich weiter oben erwähnt habe. Manche Spiele sind mir zu Komplex. Zu Aufwendig. Es ist nicht nur so, das ich einige Spiele in FP-Perspektive nicht mehr spielen kann, weil ich zu nehmend mehr mit der Motion/Gaming Sickness zu tun habe. Das hat nichts mit den neuen Spielen zu tun. Das geht mir auch so bei 3D-Klassikern wie DESCENT, DOOM und QUAKE so. Ja, manches ist heute recht Komplex. Aber so ist die Entwicklung bei Spielen schon immer gewesen. Vergleicht man PONG (Ende 70ziger) mit DONKEY KONG (Anfang 80ziger) ist hier schon ein großer Komplexitätssprung drin. In Steuerung und Inhalt. Vergleicht man wiederum DONKEY KONG mit SUPER MARIO WORLD, liegen dazwischen auch wieder Welten. Irgendwann steigt man als Spieler dann aus. Nicht weil man unbedingt zu alt für den “Scheiß” wird, sondern weil man eben nicht mehr so mitkommt. So hört man dann vielleicht ganz auf mit dem Spielen. Oder wird zum Casual Gamer und/oder Retrogamer. Neue Spiele gibt es dann für die letztere Rubrik schließlich auch dann weiter. Einmal kommen immer mehr “Retrostyle”-Videospiele raus, denn dafür gibt es schließlich mittlerweile mit den 40- und 50-somethings eine große Käuferschicht. Außerdem gibt es noch eine Unmenge von alten Spielen, die man noch gar nicht kennt. Selbst wenn man früher jede freie Minute vor einem elektronischen Spielgerät gesessen und gespielt hat, so konnte man doch Damals gar nicht alle Spiele die es so gab gespielt haben. Also warte da dann Massen an alten neuen Spiele auf den vermeintlichen Retrogamer!

Ich stelle allerdings in diversen Communitys fest, das viele aktive Retrogamer wie bei YouTube usw. eher 30-somethings sind oder gerade mal Anfang 40 sind. Ist diese Generation hartnäckiger? Vielleicht liegt es einfach daran, das diese Leute in den 80zigern aufgewachsen sind. Mit Atari 2600er und kurz darauf NESes im Kinderzimmer. Sie sind mit C64 und Amiga/Atari ST aufgewachsen. Videospiele gehörten schon seit der Kindheit zum Selbstverständlichen. Die Generation geht damit vielleicht anders um?! Wir Kinder der 70ziger haben den Anfang der elektronischen Spielzeuge mitbekommen. Videospiele für zu Hause bedeuteten 20 Variationen von PONG. Ein Atari VCS hatten die meisten erst 1981/82 überhaupt zu Gesicht bekommen. So auch ich! Computer waren Geräte, die man selbst zusammen löten und bauen musste. Sie hatten 16K Arbeitsspeicher und nicht 16 GB! In mein Umfeld sind erste VC16/20 auch erst 1981/82 aufgetaucht. Mein erster Computer war unheimlich teuer, aber natürlich ein Gebrauchter! Viele meiner Generation, also die Kinder der 70ziger, haben sich erst gar nicht mit dem Spielkram abgegeben. Alles Quatsch! Videospiele sind für Kinder und Computer für die Arbeit. Aus! 1984 war es leichter in einer Kneipe an den DONKEY KONG-Automaten ranzukommen, als am Billiardtisch. Der Tisch war immer von “coolen” Teenagern besetzt gewesen. Die Looser konnten ihre bunten Kinderspiele am Bildschirm machen. Deswegen denke ich, das heute 30 bis Anfang 40zigjährige in Deutschland ein ganz anderes Verhältnis zu Videospielen haben, als Ende 40ziger bis 50zigjährige und darüber hinaus.

Heute sind Video- und Computerspiele sehr viel “gesellschaftsfähiger”. Heute spielt so weit jeder oder akzeptiert Spieler wie jedes andere Hobby. Das war früher in meiner Kindheit und Jugend beileibe nicht so! Was mal wieder zeigt: Früher war nicht alles besser! Gerade wenn es um mein Lieblingshobby geht, dann spiele ich zwar am liebsten alte Spiele, das ist schon war, aber ich möchte um keinen Preis wieder zurück in die 70ziger und 80ziger. Spieletechnisch ist die Gegenwart die beste Zeit. Retrospiele geben einen die warme Decke und Geborgenheit des “Damals”, das geht mehr auch so, aber wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, wie es früher mit Spielen war, dann war da wenig besser als heute. Spiele waren viel teurer als heute. Klar, wenn man 1 zu 1 umrechnet, dann sind die Spiele heute teurer. Aber dafür gab es früher nicht so einen großen Markt für Budget-Spiele. Ganz am Anfang gab es das gar nicht. Ein Spiel kam, wenn überhaupt, ins Kaufhaus. Da konnte man es für teures Geld kaufen. Und dann verschwand es wieder und wurde gegen neue teuere Spiele ausgetauscht. Auf dem Grabbeltisch landete da erst wenig. Gebrauchte Spiele bekam man hier und da auf dem Flohmärkten. Aber da meist auch nicht viel. Spieleversand gab es erst ab Ende der 80ziger richtig. Ja, richtig, eine Zeit lang konnte man sich Videospiele in Videotheken ausleihen. Ich selbst habe Mitte der 80ziger 2600er-Spiele geliehen. Das hielt aber nicht lange in Deutschland an. In anderen Ländern war so etwas länger erlaubt gewesen. Es gab Damals eben auch kein Internet!

Und dann Vergleiche man bitte mal Computerspiele von heute und Damals! Ein Spiel zu installieren ist heute kein Problem mehr. Neue sowieso und auch alte Spiele. Irgend jemand im Netz hat für jedes Spiel einen Fanpatch für moderne Computer und Betriebsysteme gebastelt. Irgend einen Emulator zur Not findet man immer im Netz. Das Spiel läuft nicht oder ist schwer zu installieren, gibt es so gut wie gar nicht mehr. Man muss keine Startdiskette für den DOS-Rechner mehr basteln, um das so eben erworbene Spiel überhaupt starten zu können! Keine Bastelei mit Autoexec.bat und/oder config.sys mehr. Das ist alles so leicht und unkompliziert geworden. Das möchte ich nicht missen und will da auf keinen Fall wieder zurück! Retrogaming hat nichts damit zu tun, das man denkt, das früher alles besser war. Das Heute ist viel besser und zu mindestens in diesen Fall: Viel unkomplizierter!