Der Game Boy Mini ist da!

Und der Game Boy mini ist auch wirklich offizielle von Nintendo! Allerdings neu ist er nicht und hat auch nichts mit dem NES und SNES minis zu tun. Es ist natürlich der Game Boy pocket den Nintendo 1996 als überarbeitete Version des klassischen Game Boys herausgebracht hatte, bevor sie 1998 mit dem Game Boy Color auf den Markt gekommen sind. Im Gegensatz zum Color hatte ich seiner Zeit einen GBP besessen.

Seiner Zeit ist der GBP in den Farben Silber, Schwarz, Grün, Blau, rot und gelb erschienen. Eine Version in einem “durchsichtigen” Gehäuse ist meiner Meinung nach hier in Deutschland ein wenig später erschienen. Wie man hier sieht, hatte und habe einen silbern GBP. Gegenüber den originalen Game Boy hatte er den Vorteil, dass er einmal mit nur zwei AAA-Batterien betrieben wurde und natürlich ganz wichtig, dass er nicht nur ein etwas größeres Display hatte, sondern das er ein SW-LCD-Display hatte. Jenes ist wirklich um ein vielfaches besser “Erkennbar” als die DOT-Matrix in Pee Pea-Soap-Grün-Gelb des klassischen GB. Allerdings gab es wieder keine Beleuchtung und ein leichtes “Ghosting” der Grafiken gab es auch auf dem GBP. Also kein Vergleich zu dem Display des GBC 1998! Dabei war das Gehäuse eben offensichtlich viel kleiner als das Original. Und auch dünner! Das Dünnere war toll. So passte der GBP wirklich in die Hosentasche, dass die Abmaße komplett geschrumpft worden waren, machte es einen “Erwachsenen” mit großen Händen dann beim Spielen ein wenig unkomfortabel. Der GBC hatte wieder ein etwas größeres Gehäuse und lag somit ein Tick besser in “großen” Händen. Trotzdem mag ich den GBP immer noch sehr. Damals war es trotz fehlender Beleuchtung eine wahre visuelle Erleichterung am GBP zu spielen. Gerade eben Spiele mit schnellen Bewegungen wie z.B. V-RALLY konnte man nun endlich richtig erkennen!

Das es keinen GBP mit beleuchteten Display gab ist allerdings auch nicht ganz richtig! In Japan gab es eine limitierte Auflage des sogenannten Game Boy light. “Light” stand hier wirklich für Licht und nicht für leicht! Aber jenen GBL gab es eben nur in Japan und erschien ein paar Monate vor den GBC, den es dann wirklich nie offiziell mit beleuchteten Display gab. Wobei der GBL nicht das selbe Gehäuse hatte wie der GBP. Das LIcht brauchte natürlich auch ein bisschen Strom. So wurden hier zwei AA-Batterien benötigt. So ähnelt das Gehäuse des GBL dann eher mehr einen GBC, der dann auch zwei AA-Batterien benötigt hatte. Den GBP hier oben, in dem Farbschema des klassischen GBs gab es meiner Meinung nach hier in Europa so Damals gar nicht. Ich glaube, das es ihn nur in Japan gab. Dafür spricht auch das er Made in Japan ist und eine japanische Seriennummer hat. Die europäischen GBPs hatten Seriennummern die mit MH beginnen und sind Made in China. Wenn man mal ein Gerät in die Hände bekommt, deren Seriennummer mit MG anfängt, dann ist das ein Nordamerikanisches Modell, dass aber ebenso in China gefertigt wurde.

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Competition Pro – DER Joystick!

Ich bin schon so alt, dass ich den Joystick als etwas Neues erlebt hatte! Die Telespiel-Konsolen der ersten Generation hatten keinen Joystick. Die hatten Schieber, wie unsere Konsole von Blaupunkt. Oder sie hatten Drehregler, aber keinen Stick. Heute findet man an Konsolen und Computer auch keine Joysticks mehr. Außer bei Retrogamern. Heute dominieren die Gamepads, die besonders durch Nintendo schon Mitte der 80ziger ihren Durchbruch hatten, der bis heute anhält. Joysticks hatten ihre Hochzeit von Ende der 70 bis eben Mitte der 80ziger. Ich selbst habe bis Ende der 90ziger kein Gamepad besessen. Das lag daran, das ich nach dem Atari 2600 bis zur PS2 keine Konsole mehr besessen hatte und am PC das Gamepad doch recht spät Einzug gezogen hatte. Das lag wohl daran, dass das Gamepad mehr so eine Steuereinheit für Jump’n’Run war, vermute ich persönlich, und das ja nun nicht das Genre für den PC war. Ein Flugsimulator oder Rennspiel spielte man mit einem Joystick und nicht mit einem Gamepad!

Wobei mir der erste Stick natürlich in Form eines Spieleautomaten begegnet war. Tatsächlich gab es eine Menge SPACE INVADERS – Automaten, die keinen Joystick zur Steuerung des Panzers hatten, sondern zwei Button für links und rechts. Ich hatte allerdings als Kind das erste mal an einen Automaten gestanden, der so einen Stick zum steuern hatte. PAC MAN gab es dann selbstverständlich fast nur noch als Automat mit Stick. Das hat mein ganzes bisheriges Spielerleben beeinflusst. Für mich ist der Inbegriff von Videogames immer noch ein Joystick. Den bekam ich dann auch nach hause in Form als Zubehör zum Atari 2600. Ich und der originale Atari-Joystick waren aber nie große Freunde geworden. Der erste Joystick war mir schnell kaputt gegangen. Den Zweiten, der beim Spiel dabei war, habe ich heute noch. Und auch heute fühlt er sich genauso an, wie er sich Damals angefühlt hat: Falsch! Die Steuerung war einfach schon immer schwammig gewesen und leicht kaputt hingen sie ebenfalls. Das war nicht mein Stick! DEN Joystick schlecht hin, den Competition Pro habe ich dann Damals in einen Computer- und Videospielladen am Tempelhofer Damm gleich gegenüber vom Tempelhofer Hafen gekauft. Und zwar von einen Typen, der irgendwie den Sänger von Plan B ähnlich sah (der heute auch so ein bisschen bloggt, irgendwas mit Messen/Cons zu tun hat usw.). Die beste Empfehlung die ich je für eine Steuereinheit bekommen hatte! Was für eine Erleichterung! Der Joystick war einfach ein Traum!

Allerdings sah der Joystick nicht ganz so aus, wie man ihn heute auch unter Retrogamern kennt und schätzt. Damit meine ich Außen und Innen! Hergestellt wurde der Stick von der Firma Suzo in Rotterdamm zwischen 1983 und 1993 und über Hamburg von Dynamics Marketing vertrieben. Die ersten beiden Modelle die ich hatte, hatten keinen roten, sondern einen schwarzen Stick! Heute wird der Stick immer mit dem roten Griff als Ur-Competition Pro dargestellt. Den ersten CP habe ich nicht mehr. Den habe ich beim spielen wirklich zerstört! Jener hatte noch Metallzungen als Trigger. Und zwar nicht nur für die beiden Feuerknöpfe, sondern auch für den Stick! Den habe ich also kaputt gespielt und hatte mir dann gleich einen zweiten gekauft. Der hatte dann schon Mikrotaster von Cherry für den Stick, aber immer noch Metallzungen für die Feuerknöpfe. Das war und ist noch heute der beste CP von allen! Und wie man auf den Photos hier sieht, habe ich den immer noch und benutze ihn auch noch! Für mich braucht es keine Mikroschalter unter den Feuerknöpfen. Die nerven mich eher. Den hier abgebildeten CP hatte ich sowohl an meinem Atari, also auch kurze Zeit später an C64 und C128 Heimcomputern benutzt. Sogar noch kurz am Amiga. Wobei ich mir dann auch zwei Stück der neusten Generation mit kompletten Mikrotastern, zwei zusätzlichen Tasten auf dem Fundament des Sticks und einen Dauerfeuer-Wahl-Schieber an der Vorderseite hatten besorgt. Da hatte ich dann die zu der Zeit populären Version im blauen durchsichtigen Gehäuse und mit silbernen Stick und Feuertasten gekauft. Auch jene habe ich immer noch und benutze sie dann auch alle Jubeljahre, wenn ich mal wieder meinen Amiga 2000 anwerfe.

Ende des letzten Jahrhunderts ist dann die Firma Speedlink an die Lizenz für den Competition Pro gekommen und hat dann 1998 oder so den ersten CP mit glaube ich einen Gameport vertrieben. 2004 erschien dann die USB-Version. Das ist der mit dem farblosen Gehäuse auf meinen Photos. Ja, der war so mehr meh.. Die Mikrotaster waren natürlich keine Cherry-Taster und nicht einmal Clone davon. Der Stick ist recht schwerfällig und die Mikroschalter extrem laut. Zudem reagiert der Joystick nicht besonders präzise und auch nicht sehr schnell. Was wohl an den USB-Protokollen der einfachen Art liegen soll.

2018 erschien dann die Anniversary Edition (20 Jahre Speedlink). Jene bekommt man jetzt noch für knapp 30 Euro. Was knapp 5 Euro billiger ist, als der Zubehör-Joystick und CP-Clone für den The C64 mini! Eine Zeitlang waren die CPs von Speedlink recht teuer gewesen, aber 30 Euro ist ein guter Preis. Die Microschalter die hier verbaut wurden “fühlen” sich ein wenig besser an, als das Modell das ich von 2004 habe. Sind aber genauso laut. Dafür funzt der Stick sehr viel präziser und schneller als der Alte. Scheinbar hat man hier den USB-Übertragungsfehler behoben. Ich komme jeden Falls mit dem Stick sehr gut zurecht. Er erreicht nicht die Qualität des Originals aus den frühen 80zigern, aber immerhin reicht er an jenen blauen Modellen von 1991/2 ran, eben jene Modelle, an die sich wahrscheinlich die Meisten erinnern. Kann man machen. Lohn sich, wenn man mal wieder ein Retro-feeling beim Spielen der alten Games haben will oder sich ein C64 mini zugelegt hat und zurecht mit dem Joystick, der mitgeliefert wurde, unzufrieden ist.

The C64 mini

Braucht man wirklich all diese Mini-Retro-Geräte? Nintendo hatte diese ganze Welle mit ihren NES mini angestoßen. Es ist ja nicht so, dass es das vorher nicht gegeben hätte. Nintendo war eben bloß der erste Hardware-Hersteller, der seine eigene alte Hardware verkaufte. Genau genommen tat das Nintendo eben nicht. Denn die Hardware ist natürlich kein wirklicher NES, sondern eine Emulations-Hardware, wie es sie schon vorher gegeben hatte. Aber vorher hatte es (zu mindestens offiziell) nie ein NES-Emulator gegeben, der eben auch so ausgesehen hatte. Da Nintendo natürlich die Rechte an ihr eigenes Design und eben auch der Software hatte, war es für sie ein Leichtes gewesen, dass eben auf den Markt zu werfen, dass andere Hersteller natürlich nicht tun dürften. Ich glaube der Reiz an den beiden Mini-Konsolen von Nintendo war eben natürlich für Sammler, dass dies “echte” Nintendo-Hardware war, aber natürlich auch, das hier nicht nur originale Spiele auf dem Teil vorinstalliert war, sondern eben genau die Spiele, die den NES und dann auch den SNES “groß” gemacht hatten! Also wirklich die Spiele, die ein Großteil der Fans eben auch auf so einem Emulator auch spielen wollten! Und dann ist es eben auch noch ein Mini! Also hat so den “Ach-ist-der-süß!”-Faktor. Das stellt man sich doch gerne ins Regal! Nintendo hatte damit Erfolg. Sony eben nicht. Das was Sony Damals mit der PlayStation als Vorteil hatten, dass sie sich eben nicht wie Nintendo um die Showrunner, die Must-have-Games und Killer-Apps für ihre Konsole kümmern mussten, sondern dafür Verträge mit Drittherstellern hatten, dass hat ihnen jetzt scheinbar das Leben schwer gemacht eine vernünftige Mini-Konsole herauszubringen. Es reicht eben doch nicht die Nostalgiker und die die eine Mini süß finden zu aktivieren, denn die Leute wollen damit wirklich spielen! Und die Spieleauswahl war hier nicht das Gelbe vom Ei. Es fehlen einfach zu viele Spiele, die die PSX “groß” gemacht haben. Fans waren einfach enttäuscht. Wahrscheinlich ist der Hype jetzt auch schon ein bisschen vorbei. Selbst Nintendo hält sich nun bedeckt mit einen Game Boy mini der einem N64 mini.

Der N64 bringt uns nun zum C64 mini! Bei der Zahl “64” denken die meisten Spieler heutzutage doch eher an die Spielkonsole von Nintendo. Vielleicht noch Jüngere eher an das Fassungsvermögen einer handelsüblichen SD-Karte. Bei Nintendo stand die 64 natürlich für 64-Bit-Processing und -Grafik. Mitte der 90ziger des letzten Jahrhunderts ein großen Ding! Ursprünglich sollte die Konsole Ultra oder Ultra 64 heißen. Der C64 von Commodore war wiederum 10 Jahre früher dran und hier stand die 64 für 64 Kilobyte RAM (also Arbeitsspeicher) Ja, Kilo statt Giga und eben byte statt Bit. Okay, ich will hier nicht ins technische Detail gehen (denn dafür bin ich definitiv der falsche Blogger!). Und natürlich war der C64 ein echter Homecomputer (also ein HC und kein PC… Personal Computer waren zu der Zeit nun wirklich noch Büromaschinen!) und eben keine Videospielkonsole. Also gehört der C64 mini gar nicht zu dem Hype der Mini-Konsolen? Irgendwie doch und dann auch wieder nicht.

Natürlich ist der Mini hier nicht von Commodore. Schon mal weil es die Firma schon lange nicht mehr gibt. Sondern von der sogenannten Retro Games Ltd. . Wie der Name Mini schon sagt, ist das Gehäuse hier geschrumpft. Die Tastatur ist natürlich oder leider fake. Das Gehäuse verfügt nur über einen Taster/Schalter: Einen EIN-Schalter. Das macht das ausführen von Befehlen ein wenig schwierig. Deswegen hat man einen Joystick dazu gepackt, der dem Competition Pro, der zwischen 1983 und 1993 von der Firma Suzo produziert und von der Dynamics Marketing GmbH verkauft wurde (und seit 2004 in einer USB Version von Speedlink verkauft wird…aber das ist ein Thema für einen anderen Eintrag), sehr ähnlich sieht, aber eben über zusätzliche Tasten verfügt, über jene man den “Computer” steuert. In dem Mini sind natürlich auch Spiele vorinstalliert. Natürlich genau 64! Mehr oder weniger bekannte Spiele. Die Hälfte der Spiel kenne ich zwar aus meiner Zeit mit dem “Brotkasten”, aber davon ist in meinen Augen auch nur noch die Hälfte wirklich brauchbar. ABER im Gegensatz zu den Mini-Konsolen von Nintendo und Sony bleibt man hier nicht auf diese 64 Spiele sitzen!

Aber dazu gleich. Bleiben wir noch kurz bei der Hardware. Neben den miniUSB-Anschluss für Strom (ein Stromstecker- bzw. -Adapter liegt dem Gerät übrigens nicht bei. Das hat man sich von Nintendo abgeguckt!) auf der Rückseite liegt ein HDMI-Anschluss, der zwei kein FullHD auswerfen kann, aber wirklich brauchen tut man das beim C64 nicht. Die Hauptsache ist, dass man das Gerät an einen modernen Monitor oder Fernseher anschließen kann. Wobei man trotzdem immerhin 720p bekommt! An der rechten Seite hat man dann zwei USB-Anschlüsse. Und das sind eben auch handelsübliche Anschlüsse und keine speziellen nur für das Gerät gemacht. Das ist definitiv super! Z.B. sieht der Joystick zwar so aus wie der populärste (und wahrscheinlich beste) Joystick der 80ziger und frühen 90ziger, aber leider ist er nicht so gut verarbeitet! So hat er keine Cherry-Taster und ist eben alles andere als präzise. Aber wie schon oben erwähnt, gibt es den Competition pro als USB-Version immer noch von Speedlink. Der funktioniert auch noch einwandfrei an diesem Mini. Und schon hat man wieder eine Zeitgerechte Steuerung für die C64-Spiele! Man kann allerdings auch andere USB-Steuerungen wie Gamepads anschließen. Habe ich allerdings nicht probiert. Wenn man aber mit den “originalen” Joystick da ran geht, fehlen einen dann doch ein paar Taster. Aber das ist kein Problem. Man kann jede beliebige USB-PS-Tastatur an dem zweiten USB-Port anschließen. Das macht dann den Mini und zu einen wirklich voll funktionstüchtigen C64, bei den man sofort los coden kann!

Und, ja, das geht tatsächlich. Speichern kann man auch. Indem man einfach einen USB-Stick anschließt. Wenn man trotzdem über Tastatur und Joystick weiter verfügen will, braucht man dann eben einen USB-Spliter. Ist also kein Problem. Und wer jetzt denkt, wenn ich also selbst eingetippte Programme auf einen USB-Stick speichern kann, dann muss ich doch auch Programme vom Stick laden können!, der liegt mit der Annahme genau richtig. Das meiste ich weiter oben mit, man ist nicht auf die nur 64 vorinstallierten Spiel angewiesen. Bei den 64 Spielen sind schon ein paar Klassiker dabei, die den Heimcomputer eben auch als Spielgerät definiert haben. Wie z.B. Boulder Dash, California, Summer und Winter Games, Impossible Mission 1 und 2, Jumpman 1 und 2, Paradroid, Speedball 1 und 2, Spin Dizzy und natürlich Uridium. Das sind alles Spiele, die ich auch auf den C64 gespielt hatte und heute teilweise noch besitze. Meine 1541er Floppydrive kann ich an dem Mini leider nicht anschließen, aber das meiste bekommt man ja schon umgesetzt im Netz. So fehlen mir hier ein paar Spiele. Vorn weg meine Lieblingsspiele auf dem C64: Castles of Doctor Creep, Moon Patrol und natürlich H.E.R.O.! Wobei ich die beiden Impossible Mission-Spiele auch zu meinen Lieblingen zähle und die sind ja in dem Mini enthalten!

Also mit dem Mini hat man wirklich viele Möglichkeiten. Als ein Kind (also eigentlich war ich das schon ein Jugendlicher) des C64 musste ich mir natürlich schon aus nostalgischen Gründen das Teil kaufen, aber es freut mich doch das ich ihn auch wirklich als C64 benutzen kann. Schon mal weil ich meinen C64 Damals leider verkauft hatte um mir einen C128er zu kaufen. Und den habe ich tatsächlich heute noch! Aber es wird gemunkelt, dass wenn der C64 mini richtig erfolgreich ist, dass der Hersteller dann vielleicht auch einen echten Clone in originaler Größe und funktionierender Tastatur raus bringen will. Dann natürlich nicht mehr für nur 50 Euro. Aber ich glaube fast, dass das vielleicht doch nur Wunschdenken ist! Würde ich so ein “neuen” C64er kaufen? Ja, auf der Stelle!

8BitDo’s SN30 pro Gamepad

Über Hardware habe ich ja schon lange nichts mehr geschrieben. Mein Faible für Steuereinheiten (was nichts mit dem Finanzamt zu tun hat) ist ja nun bekannt. Bin ich doch mit einem Schieberegler (Telespiel von Blaupunkt) und einem Joystick (Atari VCS/ 2600) aufgewachsen, so haben die Gamepads (die ich erst unter den Namen “Joypads” kennen gelernt hatte) doch seit dem Sidewinder Gamepad von Microsoft erwischt. Zwischen dem Atari 2600er und der PS2 hatte ich persönlich keine Heimkonsole besessen und so eben auch nicht viele Berührungen mit Gamepads gehabt. Ich schätze und besaß allerdings Game Boys, so dass mir die unterschiedliche Handhabung schon bekannt war. Als Rechtshänder und eben an die ersten Joysticks mit dem Feuerknopf auf der linken Seite gewöhnt, hatte ich bis dahin eben den Feuerknopf mit der linken Hand bzw. deren Daumen betätigt und mit der rechten Hand eben mit dem Stick gesteuert. Beim Gamepad musste man bekanntlich umdenken, weil man hier mit dem linken Daumen mit dem Steuerkreuz/ D-Pad steuert und mit der rechten Hand bzw. Daumen “feuert”. Mit den ersten Gamepads bin ich dann auch nicht so toll zurecht gekommen. Das erste Gamepad das mir wirklich gefallen und gut in der Hand gelegen hatte, war tatsächlich das der Playstation. Ich hatte eine Zeitlang mir eine PSX geliehen und damit lange COLIN McRAE RALLY gezockt. Als ich mir das Spiel für den PC zugelegt hatte, musste auch auch Gamepad her. Und das war dann eben besagtes Sidewinder.

Tatsächlich bin ich bei diesem eine Weile geblieben. Das erste Modell was ich hatte war eben jenes mit dem mittlerweile fast vergessenen Gameport-Stecker, die man in jenen Tagen meist am Panel der Soundkarten gefunden hatte. Anfang der 2000er hatte ich mir dann noch ein Model mit USB-Stecker zugelegt. Danach war ich bei Microsoft geblieben und war auf das XBox-360-Gamepad für Windows umgestiegen. Wiederum jenes habe ich nun bis zum erscheinen des ersten Modells des XBox-One-Gamepads benutzt. Zwischendurch hatte ich andere ausprobiert. Und auch mal via Adapter das Gamepad der PS2 am PC benutzt. Aber bis heute, bin ich beim PC bei Microsoft geblieben. Aber bis vor kurzem waren jene Gamepads ja nicht wirklich Bluetooth-fähig gewesen. Die aktuelle Version des XBox-One-Gamepads ja nun doch, aber eben meines der ersten Stunde nicht. So habe ich für Android selbst verständlich was Anderes gebraucht. Und so richtig glücklich geworden war ich da nur FC30 pro von 8BitDo geworden. Über jenes hatte ich hier was geschrieben.

Nun habe ich mich doch mal wieder an ein neues Gamepad von 8BitDo gewagt. Nicht weil ich mit dem SN30 pro unzufrieden war, sondern weil mich die positiven Kritiken so neugierig gemacht hatten. 8BitDo stellt ja nicht nur hochwertige Gamepads her, sondern hat natürlich, wie der Firmenname schon sagt, den Retro-Trent im Auge. So hatte ich mich beim FC30 Pro für ein Famicom-Design entschlossen. Weniger weil ich so ein großer Fan der japanischen Ur-Version des NES gewesen wäre, sondern weil das auch einfach schön und edel aussah. Die Verpackung des Gamepads war auch sehr edel gewesen, was man sich gerne nochmals meinem damaligen Beitrag anschauen kann. Davon war ich Damals wirklich sehr angenehm überrascht und so etwas schätze ich auch sehr. Im Listenpreis ins das SN30 pro nun ein wenig teurer. Warum und das dies durchaus beim Pad selbst berechtigt ist, komme ich gleich nochmals drauf. Bleiben wir nun erst einmal bei der Verpackung, die man auf meinen Bildern hier nicht sehen kann, weil es da wirklich nicht viel zu sehen gibt. Z.B. gibt es diese schön Schaum-/ Moosgummi-Inlay das es bei dem FC30 pro gab, leider nicht. Das Inlay ist hier aus schnöden weißen Plastik. Das Ladekabel und die Anleitung sind einfach unter das Pad geklemmt und nicht so stylisch eingepackt, wie beim FC30 pro. Ja, ja, das ist meckern auf einem hohen Niveau, aber das Niveau hat 8BitDo schließlich selbst bestimmt. Aber mehr zu meckern habe ich bei dem SN30 pro nun wirklich nicht.

Wir haben hier wieder die mittlerweile zum Standard gewordenen Bedienelemente. D-pad, vier Feuerknöpf, vier Schultertasten, Select- und Start-taste und zwei analoge Thumbsticks. Zudem gibt es noch zwei zusätzlich Taster, die aber z.B. im Betrieb am PC oder Android-Geräten nicht direkt gebraucht werden und extra gemappt werden müssten, und natürlich den Button zum BT-synchronisieren. Einen “Ein”-Schalter gibt es nicht. Über ein langes drücken auf die Start-Taste schaltet man das Pad ein bzw. aus. Das Gerät wird wieder von einem Lithium-Akku befeuert. Diesmal ist man hier gleich mit der Zeit gegangen: Das Gerät wird über USB-C geladen! Das zeigt auch schon wieder wie hochwertig jene Produkte sind! Das Gehäuse ist auch wieder aus robusten Plastik gefertigt, dass wirklich eine gute Haptik hat. Dabei ist das Pad ein wenig größer als das FC30 pro. Was gerade für große Hände sehr bequem ist. Wobei ich mit dem FC30 pro da auch keine Probleme direkt hatte. Nur die Schultertasten waren da nicht so gut zu erreichen gewesen, weil man mit langen Fingern immer darüber hinaus greift. Das Problem habe ich hier so gar nicht. Das Ladekabel fungiert hier auch wieder neben der eigentlichen Funktion eben auch als Kabelanschluss. So muss man da nicht lange mit der Bluetooth-Verbindung “kämpfen” sondern kann gleich loslegen. Das Verbinden funktioniert schon recht problemlos. An all meinen Android-Geräten und am Surface ging das schnell von Hand und die Verbindung war stabil ohne beim Spielen irgendwelche Lags zu haben. AN meinem Spielerechner habe ich immer so ein paar BT-Probleme, weswegen ich da dankbar bin, dass man das Pad eben auch via USB-Kabel anschließen kann.

Wobei wir schon bei der Konnektivität wären. Das FC30 pro konnte man problemlos an Windows, Android und MacOS betreiben. Dafür gab es Tastenkombinationen um jene Geräte direkt verbinden zu können. den Bluetooth ist ja nicht gleich Bluetooth! Das SN30 pro hat sogar noch ein Modi. Man kann jenes ohne Probleme an der Switch anschließen! Interessant finde ich, dass wenn man das SN30 pro an einem Windows-PC anschließt, nimmt das Pad automatisch das Layout eines XBox-Controllers an. D. h. das eben der A-Button nicht wie auf dem Pad Nintendo-like beschriftet rechts-außen sitzt, sondern unten. Das ist ersteinmal ein wenig irritierend, dann fühlt es sich aber am PC eben doch natürlich an. Die meisten Spiele die ich ausprobiert habe, erkennen das Pad als XBox-Controller-kompatibel an. Bei Android hat man erst einmal automatisch das Nintendo-Layout, was bei dementsprechenden Emulatoren auch gleich so erkannt wird. Direkte Android-Spiele reagieren da unterschiedlich. Z.B. macht da mein Lieblings-Racer der Out Run – Clone FREEWAY 2 gar keine Probleme. Wie schon der das FC30 pro wird das SN30 pro sofort erkannt und man kann mit dem Nintendo-Layout spielen. Anders z.B. ist das bei HORIZON CHASE. Hier wurde z.B. das FC30 pro sofort erkannt und man konnte mit der A-Taste Gas geben. Das SN30 pro wird nicht so wirklich erkannt. Das D-Pad schon, aber nicht die A-Taste. Gas geben kann man merkwürdigerweise nur mit der Start-Taste! Leider bietet das Spiel, wie so eben die meisten Android-Spiele keine Möglichkeit zum konfigurieren der Steuerung. Bei den Spielen oder Emulatoren wo es geht, da funzt das Gamepad auch ohne Schwierigkeiten.

Vielleicht ist ja den Einen oder Anderen das Design des Gamepads hier aufgefallen. Natürlich gibt es hier wieder unterschiedliche Designs. Das beliebteste ist wohl das SuperNES-Design. Was wohl schon daran liegt, dass man hier auch die Form des SuperNES-Gamepads nachempfunden hat. Ich habe mich hier aber bewusst für das Game-Boy-Classic-Design entschieden. Schon mal weil ich natürlich ein großer Fan des DMG-01 von Nintendo bin. Wobei hier bei den Farben alleine bleibt die Ähnlichkeit nicht. Auch sind bei den unterschiedlichen Modellen die D-Pads unterschiedlich designd. So sieht hier das D-Pad wirklich aus, wie jenes vom klassischen Game Boy! Alle Tasten haben auch wirklich gute Druckpunkte und sind sehr präzise. Natürlich fühlt sich das nicht genauso an wie beim Game Boy. Aber es ist schon sehr, sehr ähnlich, wenn auch ein wenig steifer. Die Analogsticks fühlen sich hier auch sehr viel präziser an, als z.B. beim FC30 pro. Allerdings benutze ich jene recht selten. Hier jetzt beim SN30 pro doch sehr gerne. Es gibt hier auch wieder eine Pro und eine “normale” Version. Die “normale” Version des SN30 muss nicht nur auf die analogen Thumbsticks verzichten, sondern eben auch auf das Forcefeedback, dass beim SN30 pro zwar ein wenig schwach ausgefallen ist und mehr an die Rumble-Funktionen des DS-Moduls für den GBA-Schacht erinnert, als an ein XBox-Controller. Aber es ist ein Nice-to-have, dass das FC30 pro nicht hatte.

Übrigens gibt es wie schon beim FC30 pro auch wieder als Zubehör ein sogenannten Xanter. Eine kleine Vorrichtung aus Plastik das man ans Gamepad klemmen kann und auf der anderen Seite eine Klammer hat, in dem man ein Smartphone einklemmen kann a la Moga-Pad. Für das FC30 pro hatte ich mir das für 5 Dollar gerne dazu geleistet. Beim SN30 pro muss man 10 Dollar oder eben 10 Euro hinblättern. Da ich das schon für das FS30 pro habe, brauche ich das nun wirklich nicht für dieses Gamepad. Denn um ehrlich zu sein, nutze ich diese Möglichkeit recht selten. Bei den heutigen großen Smartys wird die Geschichte nämlich schnell recht kopflastig und ist dann in den Händen eher unbequem. Muss man also nicht haben. Aber das Gamepad selbst, kann ich uneingeschränkt empfehlen. Für Retrogamer oder Spieler die das D-Dad an der Switch vermissen ein wirkliches Must-have!

Mario Vs. Donkey Kong

Gerade im beginnenden Winter, in den Raunächten, habe ich meist erst wieder die Ruhe und Muße mich Puzzle-Games zu widmen. Das Jahr über Rätzel ich doch lieber in Grafikaventure. Im Winter werden aber doch eher die Wimmelbildspiele mit Rätzeleinlagen oder Andere rausgeholt. Dies Jahr wurde es MARIO VS. DONKEY KONG: MINIS ON THE MOVE für den 3DS aus dem Jahr 2013. Das Spiel, das es hier zu Lande scheinbar wirklich nur als Download gibt, habe ich schon vor einiger Zeit als Angebot im eShop gekauft, aber bisher noch als “verpacktes” Icon auf dem 3DS-Desktop gelassen. Jetzt zu Weihnachten war es dann an der Zeit das Paket auszupacken.

Es gibt ja so einige Spiele-Serie auf dem Nintendo-Geräten seit dem NES. Zelda und Super Mario sind da wohl die bekanntesten. Gerade im Zusammenhang mit dem Maskottchen von Nintendo gibt es so einige Serien. Z.B. eben Mario Kart oder die Sportspiele um Tennis und Golf. Jene haben meist einen oder mehrere Vertreter auf diversen Nintendo-Geräten bekommen. Manches Spiel ist dann doch leider nicht zu Serie geworden. So hätte ich gerne eine “Fortsetzung” von MARIO PINBALL LAND (aka SUPER MARIO BALL) auf dem DS oder 3DS gesehen. Zu mindestens gab es das Spiel dann als Wiederveröffentlichung auf der Wii U zur Virtual Console. Das erste MARIO VS. DONKEY KONG erschien 2004 auf dem GBA (später dann auch im eShop für die Wii U und angeblich in einigen Ländern auch für den 3DS). Hier natürlich noch mit reiner D-Pad-Steuerung, wo alle Nachfolger für die DSes mit Hilfe des Stylus gespielt wurden. Aber genau genommen startete die Serie gar nicht auf dem GBA, sondern schon 1994 auf dem Game Boy!

Das Modul DONKEY KONG beinhaltete nämlich eben nicht nur die Umsetzung des Arcade-Klassikers! Selbst ich hatte des recht spät, also erst vor ein paar Jahren entdeckt! Natürlich hatte man das Spiel in seiner GB-Sammlung, aber schon Mitte der 90ziger war DONKEY KONG nicht mehr gar so spannend gewesen, wie in den 80zigern in der Spielhalle. Der erste Auftritt von Mario, hier in DK noch Namenlos nur als “Jumpman” bezeichnet, wurde für den GB wirklich gut umgesetzt. Die Level wurden ein wenig “vereinfacht” um noch auf den kleinen DOT-Matrix-Bildschirm übersichtlich zu bleiben, aber wirklich gut spielbar. Wenn man die klassischen DK-Level hinter sich gebracht hat, kommen aber neue Level und jene sind der Grundstein zu der MvDK-Serie! Ja, und ich hatte Damals tatsächlich nicht so weit gespielt und tatsächlich auch Damals nichts darüber in irgendeinem Magazine gelesen! So habe ich die Level durch ein Video über die Serie erst vor ein paar Jahren entdeckt und gespielt. Im Prinzip haben wir hier schon genau die Spielmechanik vom GBA-Spiel MvDK. Eine Mischung aus Plattformer und Puzzler. Ein bisschen wie LEMMINGS ohne Maussteuerung. Man steuert hier so wohl bei DK für den GB und MvDK für den GBA Mario via D-Pad durch die Level. Immer auf den jagt nach Donkey Kong der mal wieder Pauline (die auch die zu Rettende im originalen DK-Spiel war. Also nicht Peach und auch nicht Daisy) entführt hat. Also das klassische King-Kong-Thema. Im GB-Spiel folgt man so den Beiden durch die Level. Nur mit laufen und springen ist es hier aber nicht getan. Die Level sind zwar klein, aber man muss bestimmte Kombinationen absolvieren um an einen Schlüssel für die Tür am Ende des Levels zu kommen. Zu dem gibt es als Bonus natürlich ein paar Münzen und Gegenstände im Level einzusammeln, die einen natürlich Punkte bringen. Jedes Level hat ein Zeitlimit. Jene sind aber wie bei Super Mario recht moderat. In Stress kommt man hier so schnell nicht, wegen des Zeitlimits. Eher machen einen irgendwelche Gesellen wie Schildkröten wie üblich bei Mario-Spielen das Leben schwer. Zwischendurch gibt es immer wieder ein paar Zwischen-Endlevel, in denen man quasi gegen Donkey Kong antreten muss.

Das alles ist schon auf dem Game Boy recht spassig und beschäftigt einen eine Weile. In der “Fortsetzung” auf dem GBA wurde das Prinzip übernommen und verfeinert. So hat hier Donkey Kong ein Sack voll aufziehbarer Mario-Spielfiguren gestohlen, die Mario zurückholen will. Pro Level gilt es einen dieser Mini-Marios einzusammeln. Das macht hier noch mehr Spaß als auf dem Game Boy. Es kommen immer neue Funktionen für die Level hinzu, die einen aber netterweise von der Funktionsweise vor dem Level erklärt werden, so das man nicht gleich tausend Tode stirbt, bevor man verstanden hat, was es mit bestimmten Schaltern oder Laufbändern auf sich hat. Allerdings hatte ich das GBA-Spiel auch erst kennengelernt, nachdem ich mir im eShop für meine DSi Damals das Downloadspiel MARIO VS. DONKEY KONG: MINIS MARCH AGAIN! das 2009 erschienen war, gekauft hatte. Davor hatte es für den DS schon als Modul MARIO VS: DONKEY KONG 2: MARCH OF THE MINIS 2006 gegeben. jenes hatte ich mir dementsprechend auch erst 2010 zugelegt.

Die DS- bzw. DSi-Nachfolger spielen sich etwas anders als ihre Vorgänger. So nutzt man das D-Pad zwar noch, aber eben auch nur um größere Levels die Ansicht zu steuern. Also um manuell zu scrollen. Hier wird auch nicht mehr Mario selbst gesteuert, sondern die Mini-Marios. Jene werden allerdings nur indirekt gesteuert. Man kann sie manuell los marschieren lassen, aber sie laufen dann so lange bis sie auf ein Hindernis treffen in die gestartete Richtung und wechseln jene dann, wegen des Hindernisses. Oder sie fallen einfach in ein Abgrund oder Ähnlichem. Die Aufgabe als Spieler ist es den Minis den Weg durch das Level zum Ausgang zu ebnen. Dabei sollte man sich einmal den schnellsten Weg suchen um viele Punkte zu bekommen und wenn man dann auf den schnellsten Weg auch noch alle Münzen und Boni einsammelt, dann bekommt man ein noch höhere Punktzahl und einen Pokal für das Level. Das erinnert alles natürlich an LEMMINGS. Bloß das man dort eben einige Lemminge bestimmt Fähigkeiten zuordnen musste um so einen Großteil der Horde durch Level zu bekommen und eben bei den DS-Spielen von MvD eben die Minis durchs Level helfen muss und mit den Stylus dabei Ebenen mit Rampen verbindet oder Laufbänder legt und die Orientierung wechselt usw. Das wird mit jeden Level natürlich immer herausfordernder und natürlich entwickelt man den Ehrgeiz eben nicht nur einfach schnell durch das Level zu kommen, sondern versucht auszutüfteln wie man schnell durchkommt und trotzdem alle Boni mitnehmen kann, um den Pokal zu bekommen. Ein wirklich spannendes Konzept und damit eben so anders als die Vorgänger auf GBA und den GB Classic.

Nachdem DSi-Download-Spiel erschien 2010 noch ein weiterer Teil als Modul unter dem Titel MARIO VS. DONKEY KONG: MINI-LAND MAYHEM!, das ich auch weiter an dem oben beschriebenen Spielprinzip hielt, aber einen Sack voll neuer Level und Überraschungen bot. 2013 erschien dann für den 3DS eingangs erwähntes MINIS ON THE MOVE. Hier wurde das Konzept ein wenig verändert. Im Oberen Bildschirm bekommt man erstens eine 3D-Ansicht des Spielgeschehens präsentiert, aber auf dem Touchscreen spielt wieder die Musik. Man steuert die Minis wieder indirekt, bekommt aber unten eine Art Lageplan zu sehen, auf denen man Bausteine arrangieren oder setzen muss, damit man die Minis durch Level bekommt. Hier gibt es verschiedene Modi, die die Vorgehensweise variieren. Auch hier wird wieder eine Menge Spaß geboten und alles fühlt sich auch wieder neu an, dank frischer Ideen, so dass die Serie auch noch immer nicht langweilig geworden ist! 2015 erschien zudem, hier zu Lande auch nur als Download, MvD: TIPPING STARS, das ich (noch) nicht besitze und eben dazu noch nicht viel sagen kann. MINIS ON THE MOVE und MINIS MARCH AGAIN bekommt man zusammen quasi in einer 3DS-Hülle seit 2015. Im Laden habe ich jene allerdings nie gesehen. Und es ist wirklich nur eine Hülle! Jene enthält kein Modul, sondern nur zwei Download-Codes!! Das Ganze wurde von Nintendo of Europe heraus gebracht. Merkwürdige Idee, aber vielleicht für Hardcoreware – Sammler interessant.

Und nun genug geschrieben. Auf zum nächsten Level!

Die Little Miss Fangirl und ich lieben ja nicht nur Grafik- bzw. Point’n’Click-Adventure, sondern haben besonders ein Herz für Fanprojekte. So haben gerade ZACK MCKRACKEN 2 und BROKEN SWORD 2.5 ein besonderen Platz in unseren Spielerherzen. Seit gestern ist nun auch RETURN OF THE TENTACLE hinzugekommen! Im Gegensatz zu den oben genannten ist ROTT aber leider eben noch nicht fertig. Es ist eben erst einmal der “Prologue”. Aber was einen da in rund 2 Stunden Spielzeit geboten wird, ist einfach fantastisch! Gerade bei Fanprojekten, die eben meist in mühsamer Kleinarbeit von einer kleinen Anzahl von Enthusiasten in ihrer Freizeit zusammen “gebaut” werden. Bei ROTT waren es vier (!) Leute. Wenn man das Ergebnis sieht, ist das sehr, sehr beeindruckend. Nicht einmal habe ich nur im geringsten daran gedacht hier ein Auge zudrücken zu müssen, weil es ein Fan-Projekt ist und man da nicht den Maßstab eines Major-Produkts anlegen kann! Im Gegenteil! Das sieht und fühlt sich hier alles besser an, als irgendwelche Full-Price-Produkte, die ich in letzter Zeit gesehen habe!

Das sieht so professionell aus, dass man sofort das Gefühl hat ein Spiel vor sich zu haben, dass eine ganze Crew von Leuten hinter sich hat. Aber es sieht nicht nur toll aus, es spielt sich auch genauso. Alles funzt und flutscht. Das Spiel ist ja schließlich eine Fortsetzung eines der beliebtesten Adventure überhaupt. Eine schwere Bürde! Die vier Macher nehmen dies Bürde aber mit so einer Leichtigkeit, dass man sich nur denkt “gebt den Leuten bloß Geld dafür!” und “Lasst sie bitte das Spiel beenden!” Natürlich ist es problematisch dafür Geld zu nehmen. Natürlich haben sie keine Rechte an den Figuren und der Story. Also können sie auch nicht einmal Spenden dafür nehmen. Aber vielleicht sehen das die Rechtsinhaber (das dürfte mittlerweile Disney sein, da ihnen Lucas Arts gehört) und kommen nicht auf die Idee das Mädel und die drei Jungs zu verklagen, sondern ihnen dafür Geld zu eben, dass sie das Spiel beenden können. Oder zu mindestens wie die Macher/Rechtsinhaber von BROKEN SWORD, die den Fan-Projekt ein Go und Unterstützung gegeben haben, damit es beendet werden konnte. Ich glaube ja nicht das Disney/Lucas Arts selbst eine Fortsetzung planen. Wenn sie eine offizielle Erlaubnis bekommen würden, dann könnten sie bestimmt auch ein Crowdfunding-Aktion und /oder Patreon dafür aufsetzen. Ich würde das gerne unterstützen!

Das Spiel ist seit Juli 2018 zum Download freigegeben worden. Unterdessen gab es auch kleinere Update. Es hat einen eigenen Installer und hat den Look’n’Feel der remasterten Version von DAY OF THE TENTACLE. Ja, es ist ein deutsches Team und natürlich gibt es deswegen zum Glück auch eine deutsche Version, aber eben auch eine englische Ausgabe, die der Deutschen natürlich in nichts nachsteht. Und es gibt hier eine komplette Sprachausgabe! Diese klingt so professionell, dass man sich die Augen bzw. die Ohren vor Verwunderung reibt. Der Soundtrack ist genial gut an der originalen Musik angelegt. Grafik und Animationen stehen in allem dem Original gleichwertig gegenüber! Die Story schließt sich direkt an dem ersten Teil an:

“Purpur Tentakel ist zurück und versucht erneut die Welt zu erobern, um die Menschheit zu versklaven. Ob Bernard und seine Freunde es schaffen werden, Purpur zu besiegen und die Welt zu retten? Das liegt einzig und allein in Deinen Händen! Es werden wieder größenwahnsinnige Tentakel gejagt, irrsinnige Dialoge geführt und verrückte Rätsel gelöst. Bernard, Hoagie und Laverne laufen durch handgezeichnete Hintergründe mit liebevoll animierten Charakteren und stimmungsvoller Musik- und Klangkulisse. Wir setzen alles daran, um die Atmosphäre und den Spaß des alten Klassikers stilgerecht in das 21. Jahrhundert zu bringen.”

(Text von der offiziellen Webseite http://www.returnofthetentacle.de/de)

Wie man oben im Screenshot sieht, gibt es gleich im Prologue zwei prominente Gastauftritte, die die Macher des Spiels nicht nur gut umgesetzt haben, sondern auch wirklich pfiffig in das Spielgeschehen eingebaut haben. Hut ab! Das Rätzeldesign ist extrem gelungen. Es gab keine Stelle an der wir nicht weiterwussten oder wo alles so offensichtlich war, dass man die Augen verdreht hätte. Echte lucas-art-ige Rätzel, die einen als Fangirl-/Boy jubelnd in die Luft springen lassen. Extra-flache Gags sucht man hier vergebens. Hier stimmt der Humor und ist gewollt albern, wie man es eben von Lucas Arts Games gewöhnt ist. Was ich auch immer schätze sind klare Aufgaben. Ich hasse es wirklich in einem Szenario zu stehen, dass zwar toll aussieht, aber man keine Ahnung hat, wie es denn nun weiter gehen soll oder was man als Spieler nun unternehmen soll, außer sinnlos durch die Gegend zu rennen (siehe SYBERIA 3). Nicht einen Augenblick passiert einen das in ROTT! Dafür nochmals Hut ab und eine tiefe Verbeugung vor dem Team. Sie haben hier wirklich eine fantastische Arbeit abgeliefert, die beindruckt und Spaß macht! ROTT ist wirklich ein Spiel das man gespielt haben muss und das hoffentlich auch fortgesetzt werden kann! Ein wirklich toller Start für uns ins Spielejahr 2019!

Henk’s Gaming Review 2018

Dies Jahr habe ich gefühlt zwar viele gespielt, aber ehr ganz wenig Neues. Außerdem besonders die erste Jahreshälfte viel Brettspiele und dabei Klassiker wie CLUEDO und TRIVIAL PURSUIT (von dem wir mittlerweile eine beeindruckende Vielzahl von Versionen und Ausgaben haben).. aber kein HALMA! Am Rechner hatte ich eher weniger gespielt, sondern mehr an irgendwelchen Editoren für verschiedene Spiele herumgebastelt. Hier habe ich das alte TRACKMANIA besonders für mich wieder entdeckt. Sonst eher wenig Rennspiele, denn meine Motion/Gaming Sickness ist zwar nicht so viel schlimmer geworden, aber macht sich auch immer mehr auch bei Rennspielen bemerkbar. First-Person-Shooter gehen leider bei mir gar nicht mehr. Ein bisschen vermissen tue ich das schon. Alles was First Person ist, geht bei mir wirklich gar nicht mehr. Also selbst irgendwelche “Schleichspiel”.

Deswegen habe ich zur Entspannung mehr das Retrogaming gefröhnt. Meistens auf irgendwelchen Emulatoren auf verschiedenen Systemen. So habe ich auf meiner PSP zwar eben auch viele PSP-Spiele gespielt, was ja eigentlich auch schon Retro ist, aber eben auch einige Emulatoren auf meinem Gerät. GB. und GBA-Spiele habe ich z.B. dies Jahr sehr viel gespielt. Dabei auch einige Homebrew-Spiele wie z.B. RETROID für den klassischen Game Boy. Gespielt habe ich die Spiele natürlich auch viel auf originaler Haardware, denn ich stelle meine Kollektion von Game Boys ja eben nicht einfach nur in die Vitrine, sondern benutze jene Geräte ja auch immer gern. So dann eben auf meinen originalen Game Boy, Game Boy Pocket, Game Boy Color, Game Boy Advance und Game Boy Advance SP. Aber eben auch gerne via Emulator auf meine DS lite, DSi XL, 3DS XL und New 3DS XL. Danben eben auch gern auf der PSP oder auf Smartphone oder Tablet.

Überhaupt habe ich viel auf dem Smartphone und Tablet gespielt, aber eben keine Android-Spiel sondern eben Retrogames via Emu. Einmal eben mit einen kleinen Gadget Namens Smartboy von Hyperkin, dass den für mich idealen Formfaktor des Game Boy hat und auf dem ich gern via EMU alle möglichen alten Spiel gespielt habe. Aber auch mein altes 10-Zoll-Tab S von Samsung habe ich eher als Spielmaschine “ungebaut” mit seiner Hardware-Tastatur, Bluetooth-Maus und -Gamepad und eben auch ein USB-Pro-Competition-Joystick-Clone, habe ich mir quasi einen kleinen Amiga gebastelt. Hier habe ich dann gerade in den letzten Monaten viel LOTUS 3, TEST DRIVE 2 und NIGHT SHIFT gespielt. Kürzlich hatte ich mir auch endlich mal die SCUMM-App installiert und will eigentlich mal wieder INDY 3 spielen. Kürzlich hatte ich mal wieder 2 Stunden auf MONKEY ISLAND verbracht. Mit der DOS-Box-App möchte ich mich im neuen Jahr auch mal gerne auseinandersetzen. Angetestet hatte ich sie schon mal mit Disketten-Version von Spielen, die ich habe, aber mit CD-ROM-Spielen wird es wahrscheinlich schon etwas komplizierter werden. Mal sehen.

Am PC habe ich neben kurzen Runden an PINBALL FX 3 und mal ein paar wenige Rennen mit HOT PURSUIT 3 und DiRT RALLY eher mal wieder Grafik-Adventure mit der Little Miss Fangirl zusammen gespielt. Dies Jahr hatten wir trotz vieler Macken des Spiels SYBERIA 3 zu ende gespielt. Wir wollten einfach wissen, wie es zu Ende geht. Trotzdem, es ist wirklich kein Highlight des Genres. Da ich dachte, wir müssen nun einfach mal gute Adventure spielen um uns von SYBERIA 3 zu erholen, habe ich mit der LMF die BROKEN SOWRD – Reihe angefangen. Teil 1 und 2 sind immer noch so gut wie in meiner Erinnerung. Teil 3 war dann ein Tick besser als ich es in Erinnerung hatte, trotzdem mich auch diesmal die Gamepad-Steuerung und die Aktion-Einlagen genervt haben. Überraschend gut war das Fan-Projekt BROKEN SWORD 2.5. Das hat uns Beiden sehr Spaß gemacht. Kaputt gemacht wurde uns das eher gute Feeling mit Teil 4. Das wir nun nach 8 Stunden Spielzeit abgebrochen haben. So schick es aussieht so schlecht spielt es sich und so einfallslos ist die Story und die Rätsel. Da ist uns unsere Zeit einfach zu kostbar. Wir werden dann demnächst mal mit Teil 5 anfangen.

Das war also mein Jahr in Gaming.