Ka-Blam!! – Teil 2

(Artikel von Jens, aus dem alten Blog importiert)

Was soll ich sagen? Borderlands hat mich angenehm überrascht: Die Story geht tatsächlich voran, jeder Levelsprung ist motivierend weil er neue Waffen, Skills und Überraschungen bringt und sogar das Sammeln von Achievements – etwas was mich eigentlich nie wirklich interessiert – macht Spaß. Die Level sind extrem stimmungsvoll und abwechslungsreich designed, die Action hart, cool, heftig… aber nie unfair und dadurch mit einer hohen Sogwirkung und die Aufträge kurz genug, um nicht in Arbeit auszuarten.

Und so spiele ich Borderlands tatsächlich immer noch, inzwischen als Level 20 Soldier und tatsächlich sehr versiert im Umgang mit all den vielen Waffentypen und kleinen Tweaks und Tricks, die das Spiel erlaubt, wenn man sich nur genug mit ihm beschäftigt. Heute habe ich vermutlich das erste Drittel durch, nachdem ich den zweiten dicken Endgegner – Sledge – umgenietet habe.

Jedenfalls habe ich nun den ersten großen Spielbereich beendet und fahre gleich in den nächsten, um dort vermutlich für die nächsten 20 Level Mutanten zu töten und Aufträge von bekloppten Hillbillies auszuführen. Und zusätzlich hab ich mir letztens, als bei Steam mal wieder die DLCs für nen Euro pro Stück weggingen, die Zombie-Island Erweiterung und die Secret Armory dazugeholt – letztere sorgt dafür, dass das Spiel nicht bei Level 50 endet sondern legt nochmal 11 nach.

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Beta Wars

(Das hier ist ein Artikel von Jens, der vom alten Kein Halma Blog importiert wurde)

Gestern konnte ich endlich Star Wars The Old Republic testen. Ich mach ja im Jahr bei etwa drei Betatests mit, bei denen darf man aber mormalerweise nichts öffentlich berichten (was ich für total bekloppt halte). Bei SWTOR ist das aber – zumindest seit diesem Wochenende – offiziell erlaubt. Daher hier mein erstes Fazit nach knapp fünf Stunden Spielzeit und den ersten sechs Levelsprüngen.

Die größte Schwierigkeit war eigentlich, das Spiel überhaupt erst mal zum laufen zu bringen, weil die ganze Registrierungsprozedur schrecklich buggy ist, sobald auf den Servern mal viel los ist. Ich brauchte letzte Woche drei Tage, um alle Anmeldedaten mal so zusammen zu bekommen, dass ich überhaupt mal den Client runterladen konnte – das war bei weitem der nervigste Beta-Test Einstieg den ich bisher erlebt habe. Der Client ist dann auch gleich mal gute 25GB groß, aber der Download und die Installation klappte zum Glück problemlos.

Da ich bis gestern abend beruflich unterwegs war konnte ich gestern das erste Mal spielen. Da waren alle geplanten Tests (das Helpdesk-System wurde einem Stresstest unterzogen) grade vorbei und ich konnte mich netterweise komplett dem Spiel selbst widmen.

Das ist nun… najaaaa.

Man beginnt sehr geführt und sehr Story getrieben. Das ist sicher eine gute Idee, um Spieler in die Welt einzuführen. Auf Dauer hat man aber nicht das Gefühl, in einer offenen Welt zu sein – im Gegenteil: Die Anwesenheit von anderen Spielern irritiert einen ständig, sie schießen einem ständig die Ziele weg da sie ja parallel zu einem selbst genau dieselben Tasks erledigen und Aufgaben erfüllen oder rennen einem sonstwie in den Weg. Da man alleine vorgegebene Quests erledigen will, gehören die anderen Spieler ja gar nicht da hin und das MM im MMORPG geht einem für diese Spielphasen ziemlich schnell auf den Nerv.

Da man seinen Character nicht wirklich personalisieren kann – was für mich gerade im Vergleich zu SWG, das vor allem in seinen Anfängen in dieser Hinsicht ja ausufernd ausgestaltbar war, geradezu auffällig mager wenn nicht gar als fast nicht vorhanden rüberkommt – sondern man sowohl optisch als auch von der Klasse hier auf ganz engen Schienen läuft macht auch das Thema RPG nicht wirklich interessant, wobei ich dem Spiel hier noch etwas Luft zugestehen werde, weil das möglicherweise dem leichten Einstieg geschuldet ist und da später durchaus noch was nachkommen könnte.

Dennoch: Das Spiel macht auch einiges ganz gut, das bei vielen Online-Rollenspielen fehlt. Es gibt eine sehr konsistente, dichte Atmosphäre. Die Geschichten der Quests werden hübsch erzählt und sind keine Schema-F Stories. Es gibt biowaretypisch wie in Mass Effect ein Ethik-Schema, auf das sich meine Antworten und Entscheidungen auswirken. Was das für Auswirkungen haben wird weiß ich aber noch nicht. Die Grafik selbst ist ganz ok. Prächtig ist anders, aber da bin ich vielleicht auch grade verwöhnt, weil ich in letzter Zeit Borderlands, Portal 2 und vor allem Rage spiele, die ja alle auf grafischer Ebene ordentlich auftrumpfen.

Ich werde sicher noch ein Weilchen weiterspielen, aber langfristig sehe ich mich nicht in dieser Welt herumspringen. Es sieht noch nicht aus wie eine konsistente Welt, in der man sich frei entwickeln und bewegen und mit vielen Millionen anderen Menschen bevölkern kann. Was das angeht hat für mich SWG die Latte enorm hoch gehängt und SWTOR mit seinen Instanzen und relativ klassischem Solospielerfeeling ist noch nicht annähernd da dran.

Mein schönster Beta-Bug im Moment ist übrigens, dass ich gerade in Unterhosen rumlaufe, weil die Hose, die ich equipped habe, nicht angezeigt wird.

Ka-Blam!!!

(Artikel von Jens, aus dem alten Blog importiert)

Ich hab ja schon öfter darüber darüber geschrieben, dass ich gerne Ballerspiele spiele und dass ich erfreulich finde, dass die inzwischen auch gute Geschichten erzählen. Auf der anderen Seite hab ich ja tatsächlich Jahrzehnte gebraucht, um mit Rollenspielen am PC zurecht zu kommen. Die waren mir immer zu langweilig, einerseits wegen der immer gleichen Fantasygeschichten die man einfach früher oder später über hat (und bei mir wars früher), andererseits weil ein Spiel für mich in dem Moment uninteressant wird, wenn ich hinter die Matrix blicken kann, was mir gerade bei Rollenspielen sehr schnell passiert.

Allerdings scheint man da inzwischen dazugelernt zu haben. Denn es gibt inzwischen RPGs, die zum einen mal weg vom Einheitssetting gehen, mit viel Aufwand eine dichte Geschichte erzählen und zum anderen die Atmosphäre halten können, weil die ganze RPG-Mechanik weit im Hintergrund bleibt, wo sie auch sein soll. Ein solches Game, das mir im Moment erstaunlich gut reinläuft, ist auch Borderlands. Hat alles, wasich an Ballerspielen liebe, ein schönes Setting (Endzeit, aber auf einem anderen Planeten – oder eventuell auch irgendwas anderes, das man noch herausfinden muss) mit dichter Atmosphäre, einer guten Portion schwarzem Humor (etwas was ich bei Spielen generell mag und weshalb mich diese ganzen bierernsten Militärshooter langweilen) und es funktioniert in seiner Eigenschaft als RPG erstaunlich gut.

Allerdings ist die Story offener als zum Beispiel die von Mass Effect. Das bedeutet, dass ich eigentlich jetzt schon sagen kann, dass ich Borderlands höchstwahrscheinlich nicht zu Ende spielen werde. Vielleicht schau ich mir irgendwo in einem Wiki an, wie die Geschichte ausgeht, aber da die nicht klar im Vordergrund steht und – auch RPG-typisch – viel zu viele Nebenquests die Haupthandlung nur sehr langsam vorankommen lassen weiß ich schon jetzt, dass mich die Lust, der Rahmenhandlung zu folgen, auf Dauer verlassen wird, egal wie interessant der Ansatz eigentlich ist. Das ist so ein bisschen wie bei Fernsehserien, in denen eine übergreifende Story nur am Beginn und am Ende einer Staffel weitergeführt werden.
Dennoch: Im Moment macht’s Spaß und ich springe gern mal auf ein paar Schießereien in das übrigens ganz hervorragend im Comicstil erscheinende Pandora.

Wir wollen nur spielen!

(Artikel von Jens, aus dem alten Blog importiert)

Ich mach ja Live-Rollenspiele (wenn ich dazu komme) und spiele gerne Rollenspiele am Computer (wenn ich dazu komme) und habe für einige Zeit auch Online gespielt (dazu komme ich allerdings eigentlich gar nicht mehr). Früher hab ich auch klassisch Rollenspiele am Tisch mit Würfel und Brett gespielt. Es ist schwer, zu erklären, warum ich das so gerne mache – wobei, eigentlich ist die Antwort zunächst einfach: Es macht Spaß. Aber was genau ist es, was so faszinierend daran ist, dass man so viel Zeit und Material dafür aufwendet? Das versucht Michael Schilhansl in seinem Film “Nur ein Spiel” zu erklären, in dem er völlig normale Menschen zu Wort kommen lässt, die auf LARPs gehen, Wochenenden mit Freunden durchwürfeln, sich auf Computerspiele eingelassen haben und mit Spielern auf der ganzen Welt online spielen.


Nur ein Spiel from Michael Schilhansl on Vimeo.

Wohltuend ist hier, dass recht schnell klar wird: Es geht um ein Hobby. Die Faszination der Leute ist erkennbar, ist aber eigentlich dieselbe wie die von Fußballfans, von Leuten, die ihre Wochenenden in einer Werkstatt verbringen, die Wandern gehen oder gerne Reisen. Der Film wird für mich vor allem in der 2. Hälfte etwas öder, weil ich Fantasyrollenspiele am Rechner langweilig finde und WoW insbesondere völlig uninteressant. Aber was gut rüber kommt ist, was Rollenspiele sind, wenn man den ganzen unsinnigen “Killerspiel”- und “Oh Gott, alle Kinder werden Computerspielanhängig!”-Hype mal weglässt und statt Extreme zu zeigen mal die Normalität erklärt – und die möglichen Probleme dennoch nicht auslässt. Dass es dann zuweilen ziemlich uninteressant ist, sich eine WoW-Session so anzusehen, wie sie für 99% der Spieler tatsächlich abläuft ist für Zeitgenossen, für die Computerspiele Teufelszeug sind aber vielleicht auch mal ganz heilsam.

Endlich mal ein Raumschiff mit Klos

(Artikel von Jens, aus dem alten Blog importiert)

Mass Effect war ja eines der besten Spiele, die ich in letzter Zeit gespielt habe. Einer der Gründe für die dichte Atmosphäre war die Möglichkeit, in Ruhe in “meinem” Raumschiff herumzuspazieren, mich mit der Crew zu unterhalten und natürlich auch, dort eine Romanze mit einer süßen Außerirdischen anzufangen.

Allerdings: So gut ausgestattet wie die Normandy war, es gab leider keine Möglichkeit, sich mal in Ruhe zum lesen auf die Toilette zurückzuziehen.

Nun gilt ja Mass Effect 2 als erstaunlicherweise noch besseres Spiel als der erste Teil. Ob das wirklich so ist, muss ich noch herausfinden, aber zumindest in einem Punkt gibt es schon mal eine grundlegende Verbesserung:

Es gibt Toiletten auf der neuen Normandy.

PSZ

Heute haben wir mal ein Gastautor! Xam-Marvin berichtet von der letzten Neuerscheinung der RPG – Serie PHANTASY STAR die es schon seit 1987 gibt. Und da auf Kein Halma bisher die RPGs ohnehin viel zu kurz gekommen sind: PHANTASY STAR ZERO für den NDS:

Ich finde das sich das Spiel beinahe zu leicht spielt! Mann kommt recht schnell voran.
Gerade Online, kann man sich über das Sammeln von „Items“ streiten. Es ist sicher recht schön das wenn nun eine Kiste von einer Party gefunden wird, anscheinend alle die Sachen aus der Kiste bekommen. So wird niemand benachteiligt! Ich finde es aber eigentlich gar nicht so schlecht wenn man sich das wie früher geteilt hat, was da so in einer Kiste drin war. Sicher ist das für den einen oder anderen nicht so leicht!? Aber wenn man eine nette Gruppe von Leuten hat, die mit einem spielt, fördert das den zusammen halt. Und ja es hat viel länger gedauert bis alle gut ausgestattet waren!
Leider geht auch das tauschen von Sachen nicht mehr so schön leicht. Früher konnte man etwas einfach wieder ablegen und jemand anderes konnte es wieder aufnehmen und sich näher anschauen. Heute muss man wenn man etwas tauschen will zum „Counter“ gehen und es mit jemanden „Traden“.
Mann konnte sich früher in den Dungeons absprechen und notwendige Dinge sich noch kurz vor einem schweren Kampf geben ohne das man unbedingt in die Stadt zurück musste, weil man sich Sachen einfach geteilt hat, wie z.b. „Dimat“ oder „Fluride“.
Ich glaube so ziemlich allen Online-Spielern fehlt die „Lobby“ aus DC-Zeiten.
Bis jetzt scheint es auch leider nicht so viele Online Spieler zu geben wie früher. Zu mal man ja doch sehr auf Internet-Foren angewiesen ist, mehr als zu DC-Zeiten, wegen fehlender Lobby. Wenn man denn gerne mit anderen zusammen spielt, damit man sich vielleicht gezielt verabredet, zum Online-spielen und zum Austauschen der Freundescodes.

Es gibt aber einen sehr gelungenen Storymode, mit einer schönen recht langen Story. Und jede Menge Quests.
Also es dürfte schon ein Weilchen dauern bis man durch ist mit dem Spiel!

Trotz der nicht ganz unerheblichen Kritikpunkte ein schönes Spiel.
Ich habe meinen Spaß und meinen Zeitvertreib! ☺

Fallout 3 – GOTY Review

Nach einiger Zeit und zu einem Hammerpreis konnte ich die Game Of The Year Edition von Fallout 3 erstehen.
Nachdem ich die ersten zwei teile zwar angespielt habe, aber rundenbasierte Shooter ueberhaupt nicht ausstehen kann (die einzige ausnahme war wohl “jagged alliance”, aber da war ich ja noch jung und Isosicht war noch hip in Strategiespielen) konnte ich kaum darauf warten, mich in Ichschuetzenperspektive in Postapokalypse zu suhlen und mich mit 50er jahre Flair berieseln zu lassen.
Ich koennte jetzt Reviews anderer Magazine zitieren und Fallout 3 Honig um den Bart schmieren, aber das waere ja langweilig und passt hier nicht rein.
Hier sind meine Probleme mit dem Spiel, das schlussendlich in einer Woche nicht einmal angefasst wurde, obwohl die Disk die ganze Zeit im Laufwerk war:

Die Story geht zu schnell floeten.
Zwar ist es mein Bestreben, dahinter zu kommen, was von meinem von Liam Neeson synchronisierten Vater passiert ist, aber ab Stunde 10 ist sogar einfach rumlaufen und das zerstoerte Washington, D.C. angucken interessanter.

Die volkommen unnuetzen Zwangsfaehigkeiten.
Dadurch, dass man beim Levelaufstieg Punkte vergeben muss um weiterzukommen, enden diese oft in Nebenfaehigkeiten, die kaum spuerbar Einfluss aufs Spiel nehmen. Ach ja, und man sollte am besten von Anfang an wissen, was man tun moechte. So ein Ich-kann-alles-aber-nichts-so-ganz Charakter mag zwar nett sein, aber ohne Experte zu sein, wird man nichts in Fallout 3. Spaeter umskillen gibts hier nicht.

Diese elende Wuerfelei.
Was Jens schon damals bei Stalker aufgefallen war, ist auch hier das Problem. Wenn ich jemandem auf einem Meter Abstand anvisiere, dann sollte ich doch irgendein vitales organ treffen, selbst wenn ich mein junges Leben in einem Bunker verbracht habe, oder? Obwohl das V.A.T.S. System zum anvisieren schon cool ist.

Aber um doch auf einer guten Note zu enden: Fallout 3 hat eine der dichtesten Atmosphaeren, die ich in einem Spiel erleben durfte.
Die Spielwelt ist unglaublich detaillert und zieht mit morbidem Witz in seinen Bann. Ausserdem kam kein Kostuemdesign jemals so dicht an Mad Max ran.

Vielleicht liegt es ja auch an mir und Hardcorerollenspiele sind nichts fuer mich.
Geh ich halt wieder zu Diablo, Torchlight und Co.