Stundenfresser

Ich habe nachgeschaut. Die meisten Spielstunden habe ich in 2017 wirklich mit Factorio verbracht. Das hässliche Entlein. Die schlammfarbenste Survival Sim ever. Immer noch eine Null vorne als Version und doch schon so lange erfolgreich. Du landest wie immer mal wieder Not auf einem Planeten. Mit fast nix als einer Axt in der Hand (nicht mal das)  und am Ende willst Du ins All fliegen.
Dann geht es los. Erze abbauen, Trölfzig Zwischenprodukte, Roboterarme, Fließbänder, Forschung, Erdöl und jetzt auch Uran. Chemofabrike um Plastik herzustellen. Zugsystem, schnellere Fließbänder, stärkere Waffen, Mauern, Panzer. Ich liebe es ja strategisch zu denken aber Factorio bringt mich an die Grenze. Das Chaos ist unvermeidlich.
Rettung sind dann die Roboterdronen. Meint man. Wuselfaktor und irgendwas mit Kopfweh. Das Ende ist die Ausbeutung der Rohstoffe des endlosen Planeten um endlich die Rakete zu bauen um ins All zu fliehen. Ständige Optimierung und dann das sprichwörtlich “Was ich vorne baue, reisse ich hinter mir mit dem Arsch wieder ein”.
Es ist faszinierend und auch hypnotisch aber so richtig schön ist es nicht. Muss es auch nicht, es kann was. Es ist rundum gut und scheinbar fehlerfrei, was mir unbegreiflich ist. Die Multiplayergames mit 200 Leuten sind jedenfalls faszinierend.
Erwartet keine tollen Screenshots, es ist nur in Bewegung zu verstehen. Deshalb zum Jahresstart meine Rakete und der Rest auf youtube Videos. Gebt dem Ding eine Chance und ihr kommt nie wieder los.

Nachdem mir da die Flucht vor den immer schlauer werdenden Aliens gelang (einfachstes Level!)  wurden neue Dinge zugefügt und die Rezepturen verändert. Ich geh bereits auf dem Zahnfleisch.

Wenn man das Spiel auf die Spitze treibt, kann es so aussehen wie in diesem Video. Leider kann man nur noch grübelnd ins Bett gehen, weil man dann nichts mehr anderes denken kann. Erkennt aber viele Probleme in der realen Welt und man fragt sich ob man sich nicht beim BER oder bei UPS bewerben soll.

 

Der Spielalltag ist eher so.

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Landeier

Ich sah einen kurzen Beitrag in der Gamestar und dann kam der Herr Dokder daher und hat es getestet. Seither bin ich an diesem faszinierenden Game. Selbst Starbound muss eine Runde ruhen.

Häusle bauen

Die Geschichte beginnt. Ohne Bausparvertrag!
Winter

Im Winter wird geheizt.

Auf den ersten Blick denkt man “Jo, Sim City im Wilden Westen” . Aber Banished ist mehr. Es ist rauher und ein kleiner Fehler kann verheerende Katastrophen haben. So wie im letzten Spiel, als ich vergaß einen Brennholztyp abzustellen. Meine Bürger sind erfroren. Sie sind nicht an der einseitigen Fischdiät krepiert, sondern unterwegs erfroren oder in der eigenen Bude vorm kalten Herd. Ich litt mit.
Zuvor päppelte ich sie mühevoll auf und nur ein Paar überlebte den Winter im Jahr zwei. Das Dorf war dann zwar reine Inzucht, aber sie lebten.
Aber nach der Brennholzgeschichte (es kam noch ein realer DHL Mann ins Spiel der mich vom Spiel weglockte) lebte nur noch  Damar. Das war es dann. Immerhin errichtete die Dame alleine mit ihren 81 Jahren noch ein Bergwerk aber es half ja alles nichts.

Wie ihr seht, ist das Spielgeschehen tief. Es gibt Fischer , Händler, Getreidearten, Obstbaumwiesen und vieles mehr. Es ist liebevoll gestaltet und Rehe schwimmen manchmal durch den See bis der Jäger sie erlegt. Die Bäume färben sich im Herbst orange und liegen im Winter unter einer dicken Schneedecke. Die Musik ist traumhaft und von der Marke “schalte ich nicht aus”.

Sehr viel mehr Screenshots habe ich noch nicht, aber es gibt noch so viel zu entdecken und zu tun. Ich kann “Banished” sehr empfehlen. Es ist vor allem so “sauber”. Keine Fehler. keine Patzer und an alles ist gedacht. Es wirkt so ausgereift, wie ich schon lange keine Software mehr sah. Für 15 Euro( bei Steam)  macht man da nichts falsch und wer auf etwas Morbidität aka Realismus steht, gerne plant und bastelt, hat hier riesig Spaß.

Civilization IV-Titelmelodie erhält Grammy

Dem Song “Baba Yetu”, jedem Civilization-Fan wohlbekannt als Titelsong von “Civilization IV”, wurde laut PhantaNews eine besondere Ehre zuteil: Er wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.

Der Zeitpunkt der Auszeichnung mag spät erscheinen. Das liegt daran, dass “Baba Yetu” erst im Jahre 2009 auf dem Album “Calling All Dawns” erschien, obwohl Civilization IV bereits seit 2005 auf dem Markt ist. Daher konnte Christopher Tin, Komponist von “Baba Yetu”, erst jetzt den Grammy in der Kategorie “bestes Intrumental-Arrangement mit begleitenden Vocals” entgegennehmen. “Calling All Dawns” als Ganzes erhielt einen weiteren Grammy als “bestes Classical Crossover Album”.

Simulate this!

Simualtionen sind im Spielsektor ja ein sehr weites Feld. Vielleicht sogar weiter als im Action-Genre. Hardcore-Simulationen wie die berühmten Flugsimulationen, für die manche Freaks sich sogar komplette Cockpits im Keller basteln, andere den Fluglotsen dazu “spielen” und die Strecke Frankfurt – Hong Kong in Echtzeit fliegen, sind für mich nichts. Ist das dann wirklich noch ein Spiel? Hat man da wirklich Spaß dabei? Ja, doch, wahrscheinlich. Aber eben für mich nicht. Genauso wie so manche Manager-Simulationen, bei denen mir vor lauter Streß auf der Spaß abhanden geht. Aber das ist eben alles Geschmackssache.
Ich als Rennspielfan habe z.B. nicht so gerne zu viel Realismus. Es soll mir Spaß machen. Deswegen soll es nicht zu komplex sein. Da wo man den Formel-Eins-Wagen fast komplett selbst zusammen bauen kann und man erst richtig spielen kann, wenn man auch ein Lenkrad benutzt, das neben den Schaltknüppel auch das dritte Pedal für die Kupplung hat, hört der Spaß bei mir auf.
Spiel muss für mich nicht reine Fantasy sein, also über Begebenheiten die es in der Realität gar nicht gibt, aber es sollte schon eine sehr vereinfachte Realität wiedergeben bzw. simulieren, so das man schnell an einem Spiel Spaß hat. Um bei den Rennspielen zu bleiben ist mir die vereinfachte Realität eines NEED FOR SPEED – HOT PURSUIT eben lieber. Deswegen kann ich noch lange nicht einen Porsche mit 100 Sachen durch eine Kurve manövrieren. Hardcore-Flugsimulations-Freaks können bestimmt eine n Airbus ohne Schwierigkeiten in Wirklichkeit landen.

Sportsimulationen sind meist keine wirklichen Simulationen. Denken wir mal an FIFA und Co. Hier müsste man als Spieler in der First-Person-Perspective sehen, damit es eine Fussball-Simulation sein könnte. So ist es nur eine Fussball-Abend-TV-Simualtion mit Interaktion. Ich frage mich ob jetzt vielleicht mal nach dem Vorbild der Tanzspiele für die XBOX360 eine “richtige” Fußball-Simualtion kommt. Sportspiele auf dem aktuellen Spielkonsolen mit Wiimote, PS3-Move und XBOX-Kinect kommen als Simulation schon recht nah. Natürlich bewege ich mich bei Tennis oder Tischtennis nicht richtig, sondern nur meine eine Hand. Genauso fühlt sich Bowling auch recht real an, so muss ich doch kein Anlaufnehmen.
Bei Sportarten bei denen man nicht laufen muss, kommt man einer Simulation schon recht nah. Wie beim Bogenschießen oder beim Golf. Trotzdem! Wenn ich auf der Wii Tiger Woods 11 spiele, dann fühlt sich das schon sehr echt an, aber..!
..trotzdem ist dies nur eine starke Vereinfachung. Denn es reicht schon fast mit der richtigen Geschwindigkeit drauf zuhauen. So richtig verziehen kann man gar nicht. So ein büschen schon. Auf einem richtig Golfplatz würde ich die Bälle mit Sicherheit irgendwo abseits der Bahn in der Botanik versenken. Aber man will uns natürlich nicht damit ärgern, das es eben nicht so realistisch ist. Schließlich wollen wir doch alle Spaß haben mit unseren Spielen. Da soll es uns doch auch ein wenig leicht gemacht werden.
Es gibt und gab doch nichts Schlimmeres als Spiele die eine hohen Frustfaktor haben. Weil sie zu schwer sind oder eben zu realistisch. Um wieder die Rennspiele zu nehmen: Das macht doch keinen Spaß wenn man den Schwierigkeitsgrad nicht einmal so weit runterregeln kann, das man nicht einmal durch die erste Kurve kommen kann ohne im Kiesbett zu landen.
Also wollen wir die 100%-Simulation in einem Spiel eigentlich?
Ich denke nicht. Vielleicht als zusätzliche Option, als Hardcore-Level.

Peter Molyneux hat mal gesagt: Früher haben wir Spiele gemacht bei denen der Spieler verlor (womit Arcade-Games a la Space Invaders gemeint sein soll, bei dem man nicht gewinnen konnte, sondern nur den höchsten Highscore erringen konnte, aber es keine Ende/Ziel in dem Spielen gab), heute machen wir Spiele in denen der Spieler gewinnen soll.