Seine alte Hard- und Software neu entdecken: Die Playstation

Eigentlich geht es mir heute mehr um Software als um Hardware. Aber ich fange erst einmal mit der Hardware an: Die Sony Playstation. Von mir in den 90zigern liebevoll “Paystation” genannt, war ursprünglich ein Projekt von Nintendo und Sony. Sony sollte für den SuperNintendo bzw. SuperFamicom ein CD-Laufwerk liefern. Dazu gab es auch den berühmten Prototypen, der unlängst versteigert wurde. Jedenfalls hatte Nintendo plötzlich keine Lust mehr gehabt, eine Version des SNES mit CD-ROM rauszubringen und so nahm Sony das gewonnene Nowhow und brachte ein paar Jahre später die Playstation auf den Markt. Und mit dieser Spielkonsolen-Serie dominiert Sony seither den Heimkonsolenmarkt. SEGA haben sie quasi damit vollends in die Knie gezwungen. Nintendo hat sich in ihre Nische zurückgezogen und konnte nur kurzzeitig mit der Wii wieder Land gewinnen. Und trotz dem vielen Geld hinter Microsoft, war die X-Box-Reihe ab Version 2 bzw. XBox360 zwar erfolgreich, aber Sony konnten sie nicht direkt den Schneid abkaufen.

Hatte ich Damals also eine PSX, wie sie die Fans seither liebevoll nennen? Nein, ich habe selbst nie eine besessen. Ich hatte eine Zeit lang mir immer mal wieder eine von Freunden geliehen, aber selbst nie gehabt. Spiele hat ich mir ein paar zugelegt. Einige liefen dann sogar auf der Damals beliebten Bleem-Software auf dem PC. Aber im Grunde nur wenige. Als dann die PS2 erschien, legte ich mir diese zu. Es sollte eine fast komplette Abwärtskompatiblität herrschen, aber so ganz stimmte es bei mir nicht. So lief merkwürdigerweise nie die PSX-Version von dem Videopinball TILT auf meiner PS2. Warum auch immer. Heute kann man PSX-Spiele auch größtenteils auf der PSP oder der Vita spielen (natürlich nur wenn die Geräte dementsprechend gemoddet sind). Ich spiele meine PSX-Spiele allerdings immer noch lieber am PC, weil es neben den Emulatoren auch wunderbare Grafikmods und Shader gibt, sodass sie alte PSX-Grafik, die ja nun wirklich eher schlecht gealtert ist, ein wenig aufhübschen kann. Nun will man ja nicht gleich immer den SpielePC anschmeissen, wenn man mal ein PSX-Spiel spielen will. Mittlerweile ist die Hardware von Android-Geräten auch schon lange so weit, dass man hier auch flüssig PSX-Spiele drauf Zocken kann und eben auch via USB-C auf einen Monitor oder dem Flatscreen-TV bringen kann.

Jetzt war ich bis eben auch schon bei der Software, also den guten alten PSX-Spielen gelandet. Jetzt komme ich erst einmal zur Hardware zurück. Nintendo hatte den Goldrush mit den Minis losgetreten. Aber da ich nie ein Fan des NES oder des SNES war, hatten mich die Geräte nicht gereizt. Erst der C64 Mini hatte mich als alter C64-User gereizt. Die Spiele die dort implementiert waren, hatten mich auch nicht alle angesprochen, aber der Hersteller selbst hatte mit einem Software-Update dafür gesorgt, dass man seine eigenen Spiele, wenn man sie im dementsprechend Format schon vorzuliegen hatte, auch auf den C64 Mini spielen konnte. Vorbildlich!

Sony dachten sich dann, dass was Nintendo kann, können wir schon lange! Also brachten sie die Playstation Classic auf den Markt. So nun ist es so, dass die Nintendo-Minis ohne ein Software-Modding auch keine eignen Spiel abspielen können. Auch das wollte Sony auch. Aber auf den Nintendo-Minis versammelten sich ein Großteil der eigentlichen Spiele-Hits der Konsolen! Und das hat Sony nicht geschafft. Nun ist es so, dass Sony nie selbst für ihre Hardware Spiele entwickelt hatten wie Nintendo. Da war es wahrscheinlich schon schwieriger mit den Rechten usw. Deswegen hat es dann wohl auch etwas länger gedauert, als angekündigt, bis die Mini-Konsole auf den Markt kam. Aber das Ergebnis der Spieleauswahl war für Fans schon sehr enttäuschend. Ja, so ein paar Hits sind da schon mit eingebaut, aber zu wenig und alles nicht besonders vielseitig. Für mich gibt es auf dem Teil nicht ein Spiel, das mich persönlich interessiert! Als der Preis auf 30 Euro gefallen ist, hatte ich das Gerät im letzten Jahr doch gekauft. Auf dem Regal sieht es ja ganz hübsch aus. Das Design und die Details sind schon gelungen. Einmal hatte ich das Gerät am Monitor angeschlossen (ob es denn wirklich funktioniert) und dann wieder weggestellt. Jetzt habe ich mir das Teil doch noch mal vorgenommen. Grund war die Webseite Modmyclassic.

Das Project Eris (aka BleemSync) ist wirklich eine interessante Sache. Erst einmal ist hier die PSC sehr leicht zu modden. Dazu braucht man nur die Software und einen USB2.0-Stick (oder älter). Auf einen USB3.0-Stick sollte man verzichten, weil jener versuchen könnte Strom von der PSC zu ziehen. Das soll nicht so gesund für die Konsole sein. Man kopiert die Software also nur entpackt auf den USB-Stick und steckt diesen in den zweiten USB-Port, der sonst für den zweiten Controller gedacht ist. Dabei sollte man das Stromkabel der Mini-Console nicht angeschlossen haben. Wenn der USB-Stick also drin steckt kann man die Console wieder anschalten und muss nur noch den Instruktionen am Bildschirm folgen. Schon ist die Konsole gemoddet. Für die Aktion muss der Stick vorher mit FAT32 formatiert sein. Danach muss man den Stick auf NTFS oder exFAT formatieren und die Software wieder komplett auf den Stick kopieren. Hier gibt es im Root gleich ein Ordner der “transfer” heißt und in dem man seine gedumpten Spiele kopiert. Dazu kann man jedes Programm nutzen, das aus CD-ROMS ISOs erstellen kann. Die ISO- und die dazu gehörende CUE-Datei kopiert man in den Tranfer-Ordner auf den Stick. Das Spiel wird dann beim Neustart der Konsole mit den Stick im USB-Port 2 automatisch konvertiert und dem Menü der PSX-Spiele hinzugefügt. Taucht das Spiel nicht im Menü auf, dann ist die ISO nicht richtig erstellt worden. Manche Spiele lassen sich nicht zu der Kombi ISO/CUE umwandeln. Hier helfen Grabber-Programme die BIN-Dateien erstellen können. Die PE-Software kann auch BIN-Dateien verarbeiten.

Und schon kann man seine Lieblings-PSX-Spiele auf der PS Classic und via HMDI spielen. HMDI macht die alten PSX-Spiele nicht unbedingt gleich schöner, aber wenn man während des laufenden Spiels auf dem Gampad Select und Dreieck gleichzeitig drückt, erscheint ein On-Screen-Menü bei dem man neben Save-Ständen und Co auch noch einige Tweak-Möglichkeiten hat. Da muss man dann ein bisschen rumspielen und bekommt so bei einigen Spielen eine etwas schönere Grafik. Aber das ist noch nicht alles was Project Eris bietet. Denn in der Software gleich enthalten ist auch das Emulator-System Retroarch! Die Webseite stellt für Retroarch eine Vielzahl von Consolen-Engines bereit. So kann man dann auf der gemoddeten PSC direkt Retroarch benutzen oder die vom Projekt mitgelieferte Emulator-Station benutzen. Sie eine Oberfläche benutzt, die ich zumindest, von Retropie bisher kannte. Einige Emulationen wie C64 und Atari5200 habe ich bisher nicht zum laufen gebracht. Dafür laufen sämtliche Nintendo- und Sega-Emulatoren. Der Atari 2600 auch, aber in einen sehr unscharfen Bild. Aber, okay, das ist dann so richtig Retro eben. Möglichkeiten gibt es da noch sehr viel mehr, aber die habe ich nicht getestet. Mir war auch sehr viel wichtiger meine alten PSX-Spiele auf der PSC spielen zu können, so dass die Mini-Konsole nicht nur zu Ansicht auf dem Regal steht.

Ich finde die USB-Mini-Versionen der PSX-Controller ganz okay. Sie reagieren gut und die Button sind nicht so schwabblig. Kein HighEnd aber eben auch kein Billigmüll. Mit anderen USB-Controllern die ich hier von 8bito und Co. rumzufliegen habe, kam die PSC nicht so gut zurecht. Die gemoddete Version hatte danach keine Probleme mehr. Auch die USB-Version des Joystick-Klassikers Competion Pro funktioniert. Zum Navigieren durch die Menüs brauchte ich den PSC-Controller noch, aber als ich dann in den Emu-Station z.B. den Atari-2600-Emu gestartet hatte, hatte ich die beiden Controller ausgetauscht und ich konnte mit dem Joystick z.B. MOON PATROL oder H.E.R.O. spielen. Also um mal schnell eine kleine Retrogames-Runde einzuschieben, ist dies eine gute Lösung wie ich finde. Schnell mal an einem Monitor oder Fernseher angeschlossen und schon kann es los gehen ein paar Videospiele aus dem letzten Jahrhundert zu spielen.

Evan Amos – The Game Console (2018)

Das Buch hat den Untertitel “A Photographic History from Atari to Xbox” , was man nicht wörtlich nehmen sollte. Denn es reicht von 1972 mit der Odyssey von Magnavox, der ersten Generation von Spielkonsolen bis zur 8ten, die genau genommen 2011 mit dem Handheld 3DS 2011 begonnen hatte, aber werden natürlich auch die PS4, XBox One und als jüngste Konsole der Generation die Switch von 2017 auf 250 Seiten abgebildet. Und abgebildet werden sie in vollster Pracht, denn das Buch ist ein “Bilderbuch”. Es sind hauptsächlich reine Konsolen, die hier gezeigt werden, aber auch einige Compter, wie z.B. der C64 oder Atari Computer, die einmal eben auch über Modulschächte verfügen und eben auch teilweise Konsolen mit gleicher Hardware hervorgebracht haben. So gab es eine C64-Konsole, die eher unbekannt war und nur in Europa erscheinen ist, und natürlich die Atari 5200er, die im Grunde ein Atari 800 – Computer war (und eben nur in den USA erscheinen ist). Am Ende des Buchs listet Amos auch noch 46 “Spielgeräte” auf, die es in Bildform nicht ins Buch geschafft haben.

Das Buch ist also sehr ausführlich und recht Top aktuell. Und wer sich je mit Spielkonsolen und -Computer beschäftigt hat, der kennt auch Evan Amos. Zu mindestens wenn man sich dazu den einen oder andren Artikel zu den Konsolen auf Wikipedia angeschaut hat. Denn so ziemlich alle Bilder von Konsolen die richtig gut und detailliert aussehen, sind von Amos! Also bitte man hier ein Blick darauf werfen! Das fand ich schon eine ganze Weile sehr beeindrucken und als im letzten Herbst sein Buch erschien, wollte ich das unbedingt haben. Schon alleine das der Mann vielleicht mal ein paar Pennys daran verdient, was er da geschaffen hat, aber natürlich auch, weil ich so etwas in gedruckter Form eben auch ganz gern mag. Es ist ein gebundenes Hardcover-Buch mit einen aufwendigen Cover und dickes, qualitativ hochwertiges Papier. Natürlich hochglanz und das wäre mir schon knapp 25 Dollar wert gewesen. Allerdings wären Shipping aso. fast nochmal 20 Dollar gewesen, was mich im letzten Herbst etwas abgeschreckt hatte. 2019 ist nun schon die zweite Auflage erschienen und jene bekommt man nun auch über den lokalen ArmenSohn zur Zeit sogar noch für 18 Euro, währenddessen ich diese Zeilen schreibe. Im Februar hatte ich das Buch schon bestellt und da hat es mich nur knapp 15 Euro gekostet. (Vielleicht war da der Euro-zu-Dollar-Kurs gerade günstig gewesen… keine Ahnung). Aber selbst für 18 Euro oder vielleicht 20 Euro ist es das auf jeden Fall wert!

Die Photographien sind wirklich einmalig. Von den meisten Konsolen, werden auch Varianten gezeigt und oft auch hat Amos die Konsolen auseinander genommen und photographiert. Das stellt wirklich alles in den Schatten, was ich bisher an Bildbänden zu Konsolen und Computer habe und jemals gesehen habe. Knapp 100 Konsolen und Computer plus Joysticks und Gamepads bekommt man hier kredenzt. Ein wirkliches Schmuckstück an Buch, wenn man sich für die Materie interessiert. Ein Must-have für jeden Retro-Hardware-Liebhaber!

Henk’s Gaming Review 2016

Dies Jahr habe ich eigentlich sehr viel gespielt. Oft habe ich das Abends besonders unter der Woche gebraucht um mich noch ein wenig entspannen zu können, bevor mir die Augen vor Müdigkeit zu fallen. Dabei habe ich sehr viel DiRT RALLY gespielt. In meiner Spielzeitstatistik auf meinem Spielerechner wird mir deutlich gezeigt, das ich hier mit die meiste Zeit verbracht habe. Durch das Auswechseln der Grafikkarte hatte ich noch mehr stabile FPS auf dem Rechner gewonnen, so das meine Möglichkeiten mal etwas länger zu Spielen ohne das mir schwindlig wird verbessert hatten. Das habe ich dann auch viel genutzt. Desweiteren habe ich überraschenderweise sehr viel Pinball Arcade und Pinball FX gespielt. Nicht nur auf dem Rechner sondern auch an anderen Geräten.
Dies Jahr hatte ich auch wieder mehr Zeit mit Adventure verbracht als 2015.
Sonst habe ich aber eigentlich mehr Retrogames auf alten Handhelden gespielt.

So war 2016 mehr das Jahr der “neuen” Gaming-Hardware gewesen. Neben der Grafikkarte am Rechner hatte ich nach Jahren des Dattelns mit einem XBox-360-Controllers diesen nun in Rente geschickt und war auf den Nachfolger der XBox One umgestiegen. Außerdem habe ich mir einen Arcade-Joystick bauen lassen, der eben auch Taster an die Seite bekommen hatte, um so ein wenig Pinball-Feeling aufkommen zu lassen. Ich Träume ja immer noch von einem Video-Pinball-Tisch in 1 zu 1 Größe. Aber das wird wohl weiter ein Traum bleiben.
Aber dies Jahr hat bei mir auch ein neuer Monitor Einzug gehalten. 4K ist schon eine tolle Sache und hat mich viel mehr gereizt als 3D.

Andere Hardware-Neuanschaffungen haben sich mehr aufs Retrogaming und Handhelds verlegt. So habe ich ja nun doch noch ein “New” 3DS XL gekauft und spiele nun seit dem doch in 3D, denn hier funktioniert 3D nun endlich wirklich richtig gut. Allerdings habe ich mir auch wieder einen DS lite gekauft (der nur leicht gemoddet ist), endlich mal ein Game Boy Color und eine PSP. Das sind eine Menge Handhelden für ein Jahr. Das hatte sich einfach so ergeben. Außerdem war auch das Erscheinen des Everdrives für der GBA ein Highlight. Auf jenen wartete ich ja nun wirklich sehnsüchtig. Und die Möglichkeiten dieses EDs sind erfreulicherweise noch vielseitiger als schon beim ED für den klassischen Game Boy.
Und dementsprechend habe ich viele Retrogames gedaddelt. Wobei natürlich die meisten Spiele für die PSP, sofern sie keine Umsetzungen von der PS2 waren, für mich wirklich eher neu waren. Endlich mal “richtige” Rennspiele auf einem Handheld zu spielen ist wirklich ein fantastische Sache. Keine AHnung warum es bei mir so lange gedauert hat, das ich mir eine PSP zugelegt habe. Denn als Rennspiel-Fan muss man einfach eine PSP haben! Die Auswahl richtig guter Spiele ist enorm! Damit werde ich noch viele Jahre Freude haben.

PSP

Es ist 2016 und Zeit mir meinen ersten Handheld von Sony zu kaufen. Man könnte bei mir ja nun wirklich den Eindruck bekommen, das ich ein Nintendo-Fanboy bin. Bin ich eigentlich gar nicht. Vielleicht ein Game Boy – Fanboy, aber nicht unbedingt ein Fan von Nintendo im Allgemeinen. So habe ich zwar ein Wii, die ich aber mehr als Mulimedia-Boardgame sehe, aber habe sonst nie eine Nintendo Heimkonsole besessen. Klar kann man die Wii durchaus als Heimkonsole gebrauchen. Machen die Meisten wahrscheinlich auch. Aber so richtig warm geworden bin ich mit der Wii als Heimkonsole nie. Ich habe auch ein paar typische Heimkonsolen-Spiele für die Wii und habe mir für die Virtual Console so ein paar alte Spiele zugelegt, aber trotzdem kam es mir immer so vor, als wäre das mehr so eine Nebenfunktion zur Wii. Alleine habe ich so an der Wii mit dem Controller in der Hand eher selten gespielt und heutzutage gar nicht mehr. Die Stärke der Wii ist ihr Mehrspieler-Charakter. Deshalb hatte ich sie mir auch 2009 zugelegt. Das war mal wirklich was für die ganze Familie und war dann auch bei meiner Familie besser angekommen, als das Eye-Toy-Gezappel vor dem Fernseher mit der PS2. Die ganzen Brettspiel-ähnlichen Spiele, die Bewegungsspiele und das Wii-Board machen wirklich Spaß, wenn man zu Mehreren spielt. Das hat für mich aber alles nichts mit einer Spielkonsole zu tun.

Aber die Wii ist hier eigentlich gar nicht das Thema. Wie komme ich nun darauf mir jetzt eine PSP zu kaufen? Wo ich doch sonst so Nintendo bin. Stimmt schon. Ich habe nur Game Boys und DSes. Ich habe nie ein Game Gear besessen, schon alleine weil er zu teuer war und das als gebrauchtes Gerät immer noch ist, und ich habe nie einen Atari Lynx besessen, weil er noch teurer war, eine “beschiedenen” Bildschirm hatte und die Games dafür mich nicht wirklich interessiert hatten. Wer jetzt NEO GEO Pocket denkt, der sollte bedenken, das es die Geräte hier in D-Land wenn dann nur als super teueres Import gab! Ich habe von dem Teil erst gelesen, als dafür schon die Produktion eingestellt worden war!
Der große Vorteil bei den Nintendos war, das man immer sofort Spiele für das neue Gerät hatte ohne auch nur ein neues gekauft zu haben. Genau! Die Kompatibilität zu einen oder mehreren Vorgängern ist schon das große Plus. Und das ich keine anderen Handhelds neben den von Nintendo habe, stimmt bei genauer Betrachtung auch nicht so wirklich. Seit Android sind Smartphones wirklich gamesfähig geworden. Ich ich spiele eben auch viel auf meinem Smartphone oder den Tablets. Irgendwie sie das auch Handhelds.

Aktuelle Playstations besitze ich ja nicht. Ich hatte eine zeit lang eine PSX als Leihgabe und später dann eine PS2 gekauft, die ich immer noch habe. Denn für die PS2 gab es unheimlich viele Rennspiele. 80% meiner Spiele für diese Konsole sind Racer. Und so ist es eben auch mit der PSP. Es gibt tonnenweise Rennspiele! Ja, warum denn erst jetzt eine PSP?
Als das Teil hier in Europa Ende 2005 rauskam, war ich von dem Teil begeistert. Ich wollte unbedingt eine PSP haben! Aber Anfangs kostete das Ding 250 Euro!! Holy Crap! Sind die denn des Wahnsinns fette Beute! Hatte ich gedacht. Und die Spiele waren auch nicht gerade preisgünstig. Ich kann mich erinnern das die PS2-Version von OUT RUN 2006 preisgünstiger im Laden zu haben war als die PSP-Version. Beide Spiele sind inhaltlich identisch! Die PSP-Version bietet nicht mehr! Eine Freundin hatte sich das Teil geholt und hat darauf GTA (Liberty City Stories, glaube ich). Das sah schon sehr beeindruckend aus und das spielete sich wirklich gut. Aber auch da hat die PSP noch 200 EURO gekostet. Für 99 Euro konnte man einen GBA bekommen und legte man noch 20 Euro drauf, bekam man den ersten DS. Auch gebraucht waren die PSP 1000 und die Slim-Version 2000 kaum preisgünstig zu bekommen. Also hatte ich die Idee unbedingt eine PSP zu haben aufgegeben.

Rund 10 Jahre später kam nun die PSP wieder in mein Blickfeld. Dieses Jahr ist für mich ohnehin so ein bisschen das Jahr des mobilen Gamings (was man vielleicht mitbekommen hat, wenn man meine Posts 2016 so ein bisschen verfolgt hat) und so hatte ich mir eben gedacht, was denn so der PSP-Gebrauchtmarkt so macht. Unterdessen bekommt man eine PSP wirklich recht günstig. Wenn man vor sichtbaren Gebrauchtspuren nicht zurückschreckt, bekommt man schon was für 50 – 60 EURO. Ich schrecke da natürlich schon ein wenig zurück. Also hatte ich mich nach einen gepflegten Modell 3000 umgesehen. Ich war erst bei einem Modell 2000 gelandet, das sehr gut erhalten und mit OVP daher kommen sollte. Das ganze war via eines großen Online-Händlers, der sonst gute Bewertungen hatte. Leider stellt sich das neuwertige 2000er Modell als stark gebrauchtes 1000er Modell raus. Der Händler hatte nach eigenen Angaben kein Modell 2000 mehr auf Lager und wollte mir als “Entschädigung” irgendein Spiel anbieten. Nee, das Teil ging wieder zurück.

Beim zweiten Versuch hatte ich dann mit einem 3000er mehr Glück und bin eigentlich mit dem wirklich sehr guten Zustand sehr zufrieden. Selbst der Akku hält immer noch recht lang. Trotzdem werde ich mir da aber mal einen Anderen zulegen, da es da welche gibt die auch länger als die Originalen von Sony halten sollen.
Gegenüber eines GBAs ist die PSP schon recht groß und schwer. Wenn man dagegen heute ein 3DS XL zur Hand nimmt, dann ist der Unterschied nicht mehr so groß bis gar nicht mehr vorhanden. Das Display ist dunkler als das eines 3DS oder natürlich besonders eines Smartphones, aber die Technologie ist ja nun auch schon 10 Jahre alt. Und dafür sieht das alles noch sehr gut aus. Wenn die Grafik auch der einer PS2 entspricht, so sieht das auf den kleinen 4,3 Zoll Display doch noch sehr gut aus. So sehen Spiele meiner Meinung nach bei Nintendo erst seit dem 3DS aus. Rennspiele sehen auf dem 3DS selbst heute noch nicht so gut aus wie auf der alten PSP!

Und da sind wir schon bei dem Punkt angelangt, der mich wieder auf die PSP gebracht hat: Rennspiele. Davon gibt es für die PSP zu Hauf! Wenn mann Rennspiel-Fan ist, dann muss man eine PSP haben. Darum um so verwunderlich, das ich nun erst jetzt eine habe. Vier Spiele musste ich sofort haben:
Einmal auf jeden Fall OUT RUN 2006! Ich bin ein großer Out-Run-Fan seit dem ich Mitte der 80ziger vor einem Sega-Automaten das Glück gefunden hatte. Ich habe diverse Konvertierung der Automaten-Version. Zu letzt ist die “3D”-Version für den 3DS erschienen, was ich hier ja auch berichtet hatte. Es gab einige Fortsetzungen die nicht so gelungen waren. OUT RUN 2, wie es zu nächst auf der (originalen) XBox hieß, war glaube ich auch eine Automatenumsetzung. Aber ganz sicher bin ich da nicht. OUT RUN 2 auf der XBox habe ich einmal bei einem großen Elektronikhändler ausprobiert. Das hätte mich 2004 beinahe dazu gebracht eine XBox zu kaufen. Das Spiel war eine Wucht! 2 Jahre später erschien OUT RUN 2006 wieder für die XBox und nun auch für PS2, Windows und die PSP. Gegenüber OUT RUN 2 wurde meiner Meinung nach grafisch nicht so viel verändert und das Spiel beinhaltet auch einen Modus der sich OUT RUN 2 SP nennt, also gehe ich davon aus, das die Strecken der Automatenversion hier mit implementiert wurden. Recherchiert habe ich das nicht. Auf jeden Fall hatte ich nicht die PS2-Version, sondern die für Windows. Und die spiele ich heute noch und habe sie auch auf meinen aktuellen Spielerechner und es ist eines der wenigen Spiele die ich auf dem Surface habe und spiele.

Die Grafik ist hier eher comichaft und somit bei weiten nicht so “realistisch” wie bei anderen Racern dieser Zeit. Das macht die Grafik aber meiner Meinung nach wirklich Zeitlos. So sieht das Spiel auch heute noch bei HD-Auflösung und 16facher Kantenglättung verdammt gut aus. Und eben auch auf der PSP macht das Spiel den gleichen guten Eindruck wie auf der PS2! Alle Strecken, Modies und Fahrzeuge sind mit an Board. Das Speil steuert sich genauso gut wie auf der PS2 mit Controller. Natürlich macht es mit einem Lenkrad noch mehr Spaß! Aber eben alleine schon wegen diesem Spiel hat sich nun die Anschaffung einer PSP gelohnt.
Das zweite Spiel ist TIGER WOODS PGA TOUR. Wobei für die PSP über die Jahre vier TWPTs erschienen sind. Ich habe mir die die 09er Version von 2008 zugelegt. Wo kann man denn bitte noch mobil EAs PGA TOUR Spiele noch mit einer so schönen Grafik spielen? Das Android-Spiel das ich habe (und von dem ich hier auch mal berichtet habe) kann auch Geräten mit Android 4.X und größer nicht mehr installiert werden. Es funktioniert nur noch auf einem alten Tablet mit Android 3.2 drauf bei mir. Und so dolle hatte das auch nicht ausgesehen. Die Steuerung war auch eher schwammig gewesen. Was EA danach für Android rausgebracht hat… darüber schweige ich lieber. Für den 3DS gibt es keine PGA TOUR von EA. 2007 war das letzte PGA TOUR für den DS bzw. DSi erschienen. Das war zwar ganz nett, aber potthässlich. Auf der PSP ist TWPT wirklich gut gelungen.

Zwei andere Spiele, die ich sofort haben musste waren DiRT 2 und CMR RALLY 2005 PLUS. Dazu werde ich separat noch was schreiben. Pinball-Spiele sind wie auch auf dem 3DS leider Mangelware. Dabei gibt es auf dem 3DS sogar mehr Pinball-Spiele als für die PSP. Ich bin nicht sicher ob die Download-Versionen von PINBALL DREAMS und FANTASIES nur auf der VITA funktionieren oder auch auf der PSP (funktioniert haben). Kann ich nicht überprüfen, denn PSP-Besitzer haben ja kein Zugriff mehr auf den Playstation-Shop. Auch gibt es im Shop Versionen von PINBALL ARCADE und ZEN/FX PINBALL, aber die sind wohl nur für die VITA. Ich habe mir die einzigen beiden Spiele gekauft, die es scheinbar nur auf der PSP gibt: Von den Machern von PINBALL ARCADE die Pinball-Sammlungen von Williams und Gottlieb. Jene habe ich auch schon teilweise für PS2, Wii und 3DS. Dazu schreibe ich vielleicht auch mal separat was.

Sonst finde ich die Datenträger sehr interessant. die UMD (Universal Media Disc) erinnern sehr stark an Sonys Minidisc. Sie sind etwas kleiner und haben keine viereckige Hülle. Das “Lesefenster” ist hier auch an der Unterseite offen und nicht mit einem Schiebemechanismus gesichert/geschützt wie bei der Minidisc. Das Einlegen der UMD erinnert auch schön an den MD-Walkman. Wobei das erste PSP-Model noch einen richtigen Auswurfschacht hatte, haben die Slime-Modelle nur einen Entrieglungsschieber und dann kann man das UMD-Fach händisch aufmachen. Trotzdem ein sehr interessantes Medium, das man, wenn Daten von der Disc nachgeladen werden, doch sehr deutlich mit einem hohen Surren hören kann. Es gibt/gab auch Filme auf UMD, die man heute für 5 bis 10 Euro auf der elektronischen Bucht bekommen kann. Da findet man ALIEN, ALIENS, MATRIX und GHOSTBUSTERS. Aber will man wirklich einen Film auf der PSP gucken? Mache ich auch nicht auf dem Smartphone.
Gespeichert wird übrigens auf einer Speicherkarte im Sony-Design! Also den sogenannten Memorystick PRO DUO! Ein Speicherkartenformat das Sony selbst unterdessen nicht mehr unterstützt. Kaufen kann man diese Karten immer noch.
Sie sind allerdings gegenüber Micro-SD-Karten relativ teuer. Aber man kann sich heute ein Memorystick-Adapter kaufen in den man eine Micro-SD-Karte stecken kann. Hier kann man dann bis zu 32 GB reinstecken. 64er Karten werden nicht mehr erkannt. Bei mir funzt das ganz gut.

Im Großen und ganzen finde ich das die PSP ein schönes System zum sammeln ist. Bei Retrogamern mit Fokus auf Rennspiele darf sie in der Sammlung jedenfalls nicht fehlen!