Nyxi Joy-Pad für die Nintendo Switch

Ich bin wirklich kein Fan der Joy Cons. Ob nun eingeklinkt oder gedockt in der Hand, mir sind die Teile mit meinen großen Händen einfach zu fitzlig. Allerdings möchte ich die Switch schon als Handheld hauptsächlich benutzen, denn gedockt kann man sich den Pro Controller z.B. zur Hand nehmen. Allerdings habe ich den Pro Controller auch nicht, weil ich eben eher selten am TV oder Monitor mit der Switch spiele. Zudem habe ich dafür einen 8bitDo, den ich mir ursprünglich eher für meine Android-Geräte gekauft hatte, aber eben auch Switch-Kompatible ist. Die Switch hat zwar Bluetooth, aber eben kein Standart-BT. Sie sind schließlich Nintendo! Da kann man natürlich nicht einfach mit einem Xbox-Controller ran. Via USB-Kabel kann man allerdings den XBox-Controller zum Laufen kriegen, Und ich bin mir sicher, dass es auch eine inoffizielle Möglichkeit gibt, das Wireless hinzubekommen. Aber es geht ja hier um das Handheld-Gaming. Alternativen für Leute mit großen Händen für die Switch gibt es natürlich jede Menge. Ob nun anders geformte Joy Cons oder irgendwelche Vorrichtungen, in denen man die Switch mit Joy Cons einsetzen kann und die eine größere Grifffläche bieten. Und natürlich gibt es da eine Menge Müll. Ich hatte anfangs auf eine altbewährte Firma zurückgegriffen: Hori. Und ich war mit dem Hori Split Pad pro auch recht zufrieden gewesen. Sie lagen prima in der Hand und hatten neben dem Luxus eines echten Steuerkreuzes auch größere Button, programmierbare Tasten und auch zwei Schalter noch an der Unterseite (die ich nicht brauche, aber wahrscheinlich ist das bei Fighting-Games durchaus brauchbar).

ABER man kann die Horis nicht als “lose” Joy Cons benutzen und sie haben natürlich auch keine Infrarotschnittstelle und keine Möglichkeit für Amiibos. Letztere zwei Funktionen sind mir eigentlich persönlich auch Schnurz, aber zudem haben sie kein Rumble und das ist schade! Als Gamepadersatz kann man sie also gar nicht benutzen. Hier kommen für mich das Nyxi Wireless Joy-Pad auf dem Plan. Es gibt auch andere Anbieter, die die gleichen Funktionen anbieten, aber da würde ich qualitativ keine Wetten drauf abschließen. Die Nyxis haben da unter Gaming-Fans einen wirklich guten Ruf. Und das zurecht! Alle Tasten sind groß und klickie und lassen nichts zu wünschen übrig. Die Form und Größe ist den Hori recht ähnlich. Allerdings ist das Hori-Steuerkreuz etwas smoother als das des Nyxis. Aber dafür Sind die Analogsticks meiner Meinung nach beim Nyxi besser. Gerade bei Rennspielen wie Rush Rally 3 oder von mir aus auch Mario Kart 8, merkt man den Unterschied besonders. Die Elektronik ist in den Cons. Der Adapter, um daraus ein Gamepad zu machen, ist nur ein Plastikteil und hat selbst keine Elektronik. Die Kombination liegt dann genauso gut in der Hand wie ein Pro – oder ein XBox-Controller. Und, ja, Hori bietet so etwas für ihr Split Pad Pro unterdessen auch an. ABER hier kann man die Horis eben auch zum Gamepad machen. Dank Elektronik im Adapter, aber trotzdem nicht als Joy Con benutzen. Zudem hat man als Käufer des “nur” Split Pad Pro Pech, denn so wie ich das sehe, gibt es den Adapter nicht separat. Man muss sich also nochmals ein Split Pad kaufen und das preisgünstigste, was ich hierzu gefunden habe, sind knapp über 70 Euro. Da ist das Nyxi selbst ohne Rabatt preisgünstiger!

Leider bekommt man das Nyxi hierzulande nur über die US-Hersteller-Webseite und das Pad wird dann direkt von China nach D-Land gesendet. Ja, bei Amazon gibt es Klon davon, der sich NexiGo Wireless Joypad nennt. Ich würde jetzt dafür nicht meine Hand ins Feuer legen, ob man da die gleiche Qualität der Tasten und Sticks bekommt usw. . Jeden mit großen Händen würde ich in jedem Fall solche Controller empfehlen, damit man beim Handheld-Spielen keine Krämpfe in den Händen bzw. Fingern bekommt. Wenn man auf die Gamepad-, Joy Con-Funktion und Rumble verzichten kann, ist die günstigste Möglichkeit natürlich das Split Pad Pro von Hori ohne Adapter mittlerweile für 40 Euro zu bekommen.

Disclaimer

Dies ist keine Werbung und auch wurde hier nichts gesponsert. Beide Geräte habe ich mir selbst gekauft! Den Rabatt bei Nyxi bekommt zurzeit jeder, der dort bestellt.

Wii … äh… Switch Sports

Die Wii war Mitte der 2000er eine große Sache gewesen. Zurecht, denn als Heimkonsole war das Konzept schon sehr innovativ gewesen. Leider Nintendo dann mit der nächsten Konsole, die nix weiter als wieder ein Wii gewesen ist (und deshalb ja auch nur Wii 2 öhm .. U hieß) und einfach nichts mehr zu bieten hatte, als die Wii, die nun mal die meisten Casual Gamer eben schon hatten. Und so hatten die meisten Wii Fans, die keine Nintendo Fangirl und -Boys waren, die Konsole links liegen gelassen. So auch unsere Familie. Lieber haben wir die Wii angeschlossen gelassen und an einem Spieleabend eben mal Wii Sport Resort oder Wii Party eingelegt. Sonst wurde die Konsole auch nicht mehr groß benutzt. Ich habe manchmal eine Runde Tiger Woods 10 eingelegt oder mit der Little Miss Fangirl auch mal ne Runde Mario Kart Wii eingelegt. Das aber eben auch sehr selten, denn wenn wir zusammen Mario Kart spielen wollten, dann auf dem 3DS. Die 3DS Version halte ich persönlich immer noch für die beste Version der Serie. Mit Mario Kart 8 bin ich bisher noch nicht so richtig zurechtgekommen. Ist mir ein bisschen zu hektisch und ich bedauere es auch, dass man gleich alle Strecken zur Verfügung hat und jene nicht freispielen muss. Das hat bei mir die Motivation doch ein wenig eingeschränkt. Den DLC habe ich dementsprechend auch eher links liegen gelassen. Ich weiß das Mario Kart auf der Switch die Nummer 1 ist. Aber es ist eben alles Geschmackssache.

Was mich nach dem ersten Jahr Switch gewundert hatte war, dass man trotzdem man wieder eine Bewegungssteuerung zur Verfügung hatte, keine Wii Sports Version für die neue Konsole unters Volk gebracht hat. Damit hatten sie schließlich 10 Jahre vorher so richtig Kohle gemacht. Und für viele Casual Heimkonsolen Spieler wie eben auch mich, war Wii Sport einfach die Killerapplikation gewesen. Warum das nun erst 5 Jahre später passiert ist, ist mir wirtschaftlich gesehen ein Rätsel. Nun ist es also passiert und diesmal kommt das Sports nicht direkt von Nintendo und bieten von allem ein bisschen zu wenig. Aber das scheint weiterhin bei Nintendo so zu bleiben. Es gibt nur 6 Sportarten und vom Spieleumfang her ist das sogar weniger, als beim ersten Wii Sports, dass immerhin der Konsole damals beigelegt war. Vergleicht man Switch Sports mit Wii Sports Resort, dann ist es noch einmal so richtig enttäuschend. Also was haben wir da? Natürlich wieder Bowling. Ohne das, wäre das ja auch kein Nintendo Sports. Das gab es beim ersten Spiel und auch in einer erweiterten Form bei Resort. Für die Switch ist man dann ein paar Schritte zurückgegangen, so dass es hier nicht einmal alle die Modi gibt, die es schon bei dem einfachen Wii Sports gegeben hatte. Standard und ein Geschicklichkeitsmodus (der nicht mal ansatzweise so gut durchdacht ist, wie bei der Wii)? Wirklich, Nintendo?!?

Aber es fängt ja schon mit der Auswahl des eigenen Spielers an. Bei der Wii hat man einfach sein Mii nehmen können, was sie Verbundenheit mit dem Spiel natürlich erhöhte. Hier ist es nun nicht so offentsichtlich. Ja, Miis werden auf der Switch noch unterstützt und man kann sich wieder eins erstellen. Wenn die Einsatzmöglichkeiten doch recht gering auf der Switch sind. Bisher konnte ich es jedenfalls nur beim Mario Kart einsetzen. Bei Sports kann man sich aus einer sehr geringen Anzahl von Charakteren bzw. Einstellungen für das Gesicht und Kleidung einen Avatar zusammenstellen. Kann man mehr Items freispielen? Offline, nein! Nur wenn man online bei dieser merkwürdigen Liga mit macht, kann man da was freischalten. Wer auf Online-Spiel keine Lust hat, der hat eben Pech gehabt. Und als Mii spielen, kann man doch auch. Wenn die Möglichkeit auch unter der Option “Körper” versteckt ist. Dort kann man sein Mii auswählen, aber es wird eben nur das Gesicht mit Frisur übernommen, was aber besser aussieht, als aus nur vier und eher merkwürdigen Frisuren direkt im Spiel auszusuchen. Nicht jeder wird die Möglichkeit mit dem Mii entdecken.

Bowling, okay, was gibt es noch. Tennis kehrt auch wieder zurück. Wie aber auch schon früher kann man hier nur im Doppel spielen. Ist man nicht zu viert, dann werden die fehlenden Spieler durch Computergegner ersetzt. Die Ki ist hier auch wieder eher mau. Entweder benimmt sie sich total dämlich, was das Spiel zu leicht macht oder man tritt gegen Welt-Top-10- Spieler an, bei denen man praktisch keine Chance hat. Naja, zumindest zu zweit bis viert macht Tennis dann doch wieder Spaß. Hinzu gekommen ist Badminton. Was sich allerdings genauso spielt wie Tennis. Hier kann man dann aber im Einzel spielen. Spielt sich also wie eine Tennis-Option und nicht wie eine weitere Sportart. Das Prügelspiel mit den Stangen (das vielleicht geneigte Spieler früher als Lichtschwert gesehen haben) ist (leider) auch wieder dabei. Damit kann ich nichts anfangen. Dann gibt es Volleyball, dass so ein bisschen in meinen Augen Ersatz für Basketball ist. Spielt sich gefühlt ähnlich, aber macht mir nicht so viel Spaß wie Basketball an der Wii. So was wie bei Basketball unter Zeitdruck Körbe zu werden, gibt es natürlich nicht. Und als Letztes gibt es Fußball… wirklich, Nintendo?!? Der physischen Kopie liegt ein Beingurt bei, der eben nur für Fußball verwendet werden kann. Ja, nee, damit muss man nicht durchs Zimmer rennen. Bewegen tut man seinen Avatar mit dem linken Joycon-Stick. Der Joycon im Beingurt braucht man nur zum schießen. Dabei kommt man so richtig dämlich vor. Muss man aber nicht benutzen. Geht auch ohne und so kann man das Spiel auch locker im Sitzen spielen.

Ich muss zugeben, dass Fußball eigentlich die einzige positive Überraschung bei Switch Sports ist. Auch wenn ich Fußball völlig undeutsch überhaupt nicht mag, so hat das Fußball hier in der Compilation eigentlich wenig mit Fußball zu tun. Das hat mehr was von “Spiel ohne Grenzen” (für die älteren unter uns, die sich daran noch erinnern können) oder “Takashi`s Castle”. Man “rennt” hier in One on One hinter einem riesigen Ball hinterher und muss den mit Tricks am Gegner vorbei und ins Tor bekommen. Dabei kann man auch die Bande benutzen. Über die Joycon gesteuert kann man rennen, schießen, eine Art Köpper machen und hochspringen. Gerade das Hochspringen und schießen sieht dann mehr nach Martial Arts aus, als nach Fußball. Sich ins Tor zustellen macht nicht wirklich Sinn. Das ist zu groß um den Torwart zu mimen. Man muss den Gegner den Ball schon vorher abnehmen. Spielt man gegen die KI, dann hat man drei Schwiergkeitsstufen, bei denen man bei der Leichten auf jeden Fall gewinnt, bei der Mittleren ein bisschen Herausforderung hat und bei der Schwierigsten keine Chance! Die Little Miss Fangirl hat es eine Stunde lang, nachdem sie eine Weile vorher schon in Mittel lange gespielt und geübt hatte, versucht nur einmal zu gewinnen und hatte nicht die geringste Chance.

Und was noch? Nichts weiter. Das war es. Es gibt zu den Sportarten wie bei der Wii keine Minispiele. Solch schöne und spaßige Disziplinen wie Bogenschießen, dass mein Favorit bei Resort war, Baseball usw. gibt es eben nicht. Einzig Golf ist als DLC in einem halben Jahr bisher angekündigt (soweit mir jedenfalls bekannt ist). Der DLC wird bestimmt kostenpflichtig sein. Siehe Mario Kart. Man kann nur hoffen, dass vielleicht doch noch mehr kommt und die DLCs dann nicht überteuert sind oder an andere Nintendo-Online-Mitgliedschafts-Modelle gebunden sind. Aber ich glaube nicht das Switch Sports so erfolgreich seinen wird und es vielleicht dann nach Golf Schluss sein wird. Vertanes Potenzial, nennt man so was. Oder auch einfach nur enttäuschend.

Rush Rally 3

Wenn man sein Blick aufs mobiles Racegaming richtet, muss man seit einiger Zeit auf Smartphones oder Tabletts schauen. Sowohl iOS und auch Android – Geräte mit ein wenig Power unter der Haube bieten da alles vom Arcade-Racer bis zur Simulation an. Das sieht nicht schlechter aus und spielt sich auch nicht schlechter als auf einen Mittelklasse-PC mit vernünftiger Graphikkarte. Wenden wir den Blick auf Handhelds nachdem sich Sony mit ihrer PSP und PS Vita zurückgezogen hatte, so sah es bisher recht düster aus. Wie schon vorher auf dem DS so auch auf den 3DS waren wirklich gute Rennspiele scheinbar nicht möglich gewesen. Das sah immer alles wie gewollt, aber man konnte nicht aus und steuerte sich meist eher mäßig bis katastrophal. Wie die Überschrift oben erahnen lässt, geht es mir erst einmal hier heute um Rally-Spiele, eben eines meiner Lieblings-Sub-Genres. Mit Grausen muss ich da sofort an die WRC-Version auf dem 3DS denken! Was auf der PSP noch wirklich passabel war, konnte man auf dem 3DS nur als das Vera….en von Rennspiel-Fans bezeichnen. Es sah nicht nur grauenvoll aus, sondern steuerte sich wie eine Seifenkiste auf Glatteis. Mit anderen Worten: Es machte nicht einmal ein bisschen Spaß! Codemasters hielten sich auf den 3DS ganz bedeckt. Was vielleicht auch besser so war. 

Jetzt kam also vor vier Jahren die Switch und ist zwar ein Handheld, aber doch eigentlich auch eine Heimkonsole. Und, ja, hier ging es auch gleich langsam los. Besonders mit dem Arcade-Racer-Mobile-King ASPHALT. Für so ziemlich jede Plattform gab und gibt es seit den frühen 2000ern die eine oder andere Version der Serie. Besonders auf dem Smartphone-Sektor. Und das spielt sich auf der Switch genauso gut, wie am PC. Und es ist quasi weiterhin “kostenlos”. Auch auf der Switch rechnet der Hersteller mit der Ungeduld der Spieler und somit auf In-Game-buys. Und wie sieht es bei den Rally-Spielen aus? Codemasters halten sich hier auch weiter bedeckt. Es gibt keinen Port von einem Dirt- oder Dirt-Rally auf der Switch. Aber Big Ben haben gleich zwei Mal zugeschlagen. Einmal mit einem Port von V-RALLY 4 und den letzten Inkarnationen ihrer WRC-Reihe. Hier alles aber zum Vollpreis! Das schaut schon recht gut aus, aber spielt sich leider überhaupt nicht gut. Ich habe V-RALLY 4 und WRC 8 sowohl auf dem PC, als nun auch  auf der Switch. Beide Spiele sind auf dem PC nun wirklich nicht meine Favoriten bei dem Rally-Spielen (das sind natürlich die DiRT-RALLY-Games), aber es sind ganz passable und spielbare Rennspiele für Zwischendurch. Auf der Switch haben diese meiner Meinung nach jeweils eine unmögliche Steuerung. Hier haben wir also wieder Seifenkistenrennen. Und hier kommt RUSH RALLY 3 ins Spiel. 

RUSH RALLY erschien 2014 für Android und iOS. 2016 folgte dann der Nachfolger RUSH RALLY 2 für o.g. Systeme. Beide Spiele habe ich selbst nie gespielt. Ich bin erst kürzlich mit RUSH RALLY 3 eingestiegen, dass wieder für Android, iOS und nach auch für die Switch 2019 erschienen ist. 2021 erschien ein kleiner Spin-Off RUSH RALLY: ORIGINS bei dem sich das Game ausschließlich aus der Vogelperspektive spielen lässt. Das war bei mir schon zu Atari-Zeiten mit INDY 500 nicht mein Fall gewesen und da hat sich mein Geschmack in den letzten 40 Jahren auch nicht geändert. Entwickelt und vertrieben wurde RUSH RALLY von der britischen Firma Brownmonster Limited. Und das ist kein Studio, sondern nur ein Mann: Stephen Brown! Bei den ersten drei Spielen hat er alles gemacht und sich erst für das vierte Spiel eine Ein-Mann-Unterstützung ins Boot geholt. Das Spiel basiert nicht auf einer Gameengine wie Unity, sondern ist von Grund auf selbst programmiert worden. Und das Ergebnis ist AMAZING!! 

Unterschiede zwischen der Android- und der Switch-Version konnte ich nicht feststellen. Wenn man seiner Zeit auf den einen oder anderen System eines der COLIN McRAE RALLY Spiele (1998 bis 2005) gespielt hat, dann fühlt man sich hier gleich wie zu Hause. Das Spiel fühlt sich an allen Ecken und Enden genau so an. Die Grafik mag vielleicht nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit sein (hier haben oben erwähnte Rally-Spiele auf der Switch auch nur an dieser Stelle die Nase vorn), aber man muss schon bedenken, dass RUSH RALLY eben für mobile Geräte geschaffen wurde, die nicht alle auf den gleichen technischen Stand sind und Brown vielleicht mehr hätte tun können, aber bestimmt nicht das Interesse hatte, dass Spiel nur Besitzern von High-End-Smartphone an bieten zu wollen. Ich finde dafür hat das Spiel eine schöne Grafik, auch wenn sie eher den Stand von 2010 hat, ist die Grafik nun wirklich nicht hässlich. Da hier wirklich alles selbst gemacht ist, finde ich sie sogar beeindruckend. Man braucht nicht jeden visuellen Effekt, der heute bei High-End-Geräten möglich ist. Auf der Switch hätte das Spiel besser aussehen können, aber warum sollte Brown hier etwas gegen die ursprüngliche Version groß ändern? Selbst wenn man heute CMR2005 auf einem aktuellen Rechner spielt, habe ich da nicht das Gefühl eine “grobe” Grafik vor mir zu haben. Und so verhält es sich auch hier. 

Die Spielmodis erinnern auch an CMR: Einzelabschnitte, Einzelrallys, Meisterschaften, Rallycross (Rundkurse) und Herausforderungen. Zudem gibt es einen Online-Modus bei dem man gegen menschliche Gegner fahren kann. Bei den Wagen hat man auch hier die üblichen Klassen. Aber natürlich findet man hier keine lizenzierten Wagen! Das hätte den finanziellen Rahmen für die Produktion mit Sicherheit gesprengt. Aber die Karossen sehen schon den üblichen Rally-Modellen sehr ähnlich und haben ähnliche Namen bekommen. Zudem hat man hier die Möglichkeit die Namen der Wagen zu ändern! So was kenne ich noch von Fussballmanager-Spielen, bei denen keine echten Spielernamen benutzt werden dürften, man aber einen Editor eingebaut hatte, dass man das selbst machen konnte. Nichts Überlebenswichtiges, aber ein schönes Feature. Die Schwierigkeitsstufen kann man hier auch recht frei selbst bestimmen. Es gibt von ganz leicht, mit automatischen Bremsen, Tracktionskontrolle, anzeigen der Idealllinie, bis wirklich schwer, mit alles ohne und manuellen Schalten alles was das Rennspielerherz begehrt. So haben blutige Anfänger und Casualgamer auch Spaß an dem Spiel ohne nach der ersten gefahrenen Strecke völlig frustriert aufgeben zu müssen. Alte (Rally-) Hasen können jegliche Hilfen abschalten und haben so eine wirkliche Herausforderung. Hier wird also keinen langweilig. Anfangs bekommt man einen Betrag um sich den ersten Wagen kaufen zu können. Geld verdienen für neue Wagen und jene mit allem möglichen zu tunen, kann man nicht nur in den Meisterschaften/ Karrieren, sondern auch durch gute Platzierungen in Einzelrallys. Wenn man also nach und nach alle 9 Rally-Events durchspielt, hat man schon ganz gut Geld verdient um weitere Wagen zu kaufen und ein wenig hochzurüsten. Bei den Rallys hat man alle Begebenheiten dabei wie Sand-, Matsch-, Schnee- und natürlich Asphaltstrecken. Die Events bestehen aus jeweils sechs Etappen. Zudem gibt es für Rallycross noch 18 Rundkurse. Es gibt ein skalierbares Schadensmodel und dementsprechend muss bzw. kann der Wagen dann alle zwei Etappen repariert werden. Hier kann man selbst entscheiden, was als erstes repariert werden soll, wenn man einen größeren Schaden als Reparaturzeit hat, oder auf automatische Reparatur stellen. Nach meiner Erfahrung sollte man das lieber manuell machen, denn der Algorithmus neigt doch dazu, die Reifen zu vernachlässigen und schon hat man auf der nächsten Etappe einen Platten.  

Die Wagen steuern sich mit der Touchsteuerung (Android) ganz okay, aber man sollte doch lieber zu einem Gamepad greifen. Ansichten beim Fahren hat man auch alles, was dass Rennspielerherz begehrt. Von zwei Kameraeinstellungen hinter dem Fahrzeug, über zwei Ansichten aus dem Cockpit, zu der Motorhauben-Ansicht. Zudem hat man auch hier die Möglichkeit, aus der Vogelperspektive zu fahren (was ich noch bei keinen CMR, DiRT, WRC oder V-RALLY gesehen habe. Wenn man mal von der Game Boy Color Version von CMR2.0 absieht.). Die Strecken sind alle sehr gut ausbalanciert, aber fordern einen bei den Nadelohrkurven schon heraus auch mal die Handbremse zu benutzen. Die Etappen sind klassisch in vier Abschnitte mit Zwischenzeiten eingeteilt. Wetterwechsel finden hier natürlich nur von Etappe zu Etappe statt und nicht so wie bei DiRT 5 mitten auf der Strecke. Die Regeneffekte und Gewitter finde ich persönlich trotz der leichten grafischen Einschränkungen, sehr schön gelungen. Nachtfahrten spielen sich nicht in absoluten Dunkeln ab (was gut ist), aber man kann sich auch nicht die Scheinwerfer durch Unfälle zerdreschen, was in modernen Spielen immer eine schöne zusätzliche Herausforderung ist. Die Fahrernamen der Gegner sind natürlich auch nicht authentisch, klingen aber schon so, dass man als Rally-Fan den eigentlichen Namen dahinter erkennen kann. Die Fahrernamen kann man aber nicht editieren.

Der Sound ist okay, auch wenn die Motorgeräusche nicht sehr authentisch klingen, habe ich da wirklich schon Schlimmeres gehört. Beim Publikum kommt immer wieder neben den obligatorischen Jubeln ein Tröten-Sound zum Einsatz, der nach einiger Zeit sehr nerven kann, so dass man den virtuellen Zuschauer jene am liebsten über den Schädel ziehen würde, damit er damit aufhört, an mehreren Stellen der Etappen zu stehen und zu tröten. RUSH RALLY 3 mag Zwar im Großen und Ganzen den einen oder anderen ein wenig altbacken erscheinen, aber ich würde es eher Old School nennen ( aber noch nicht Retro!). Nun mag man 15 Euro für die komplette Version auf der Switch als recht teuer empfinden (weil man heute scheinbar gerne unkommentiert 60-70 Euro für ein Blockbuster bezahlt, aber bei Indi-Spielen nichtmehr als 5 Euro ausgeben will), aber ich finde, dass einen dafür eine Menge abwechslungsreicher Spielspaß geboten wird. Und in meinen Augen findet man auf der Switch zurzeit kein besseres Rallys – Spiel. 

Run, Nintendo, Run

5 Jahre alt ist die Nintendo Switch nun schon! Also durchaus schon fast im schulfähigen Alter! 5 Jahre habe ich nun zur Belustigung meiner Frauen den Nachfolger von Wii U und 3DS ignoriert. Es gab einfach für mich keiner Killer-Applikation auf der Switch, die mich dazu verleitet hätte, nun unbedingt auf jenen System auch spielen zu müssen. Heimkonsolen sind ja nun ehe nicht mein Ding, aber den Game Boys und DSes hatte ich immer die Treue gehalten. Und auf all jenen spiel ich auch immer noch. Die Killer-Applikation war für mich 1991 kein Programm bzw. Spiel auf dem originalen Game Boy, sondern einfach nur die Tatsache eben auch Unterwegs Videospiele spielen zu können. Und eben nicht nur ein Spiel pro Gerät (wie z.B. die damals auch von Nintendo hergestellten Game & Watch – LCD – Handhelds und deren Klone), sondern eben mit der Möglichkeit die Spiele via Cardrige zu wechseln. Ja, das hatte mich gecatched und so manche lange Bus- oder Bahnreisen und verregnete Urlaube gerettet. Bei allen anderen Game Boys waren es auch keine Spiele, die mich für ein Upgrade begeistert hatten, sondern einfach die Tatsache, dass jene immer kompatible zu den Spielmodulen des direkten Vorgängers waren. Das war selbst so, als Nintendo von den Game Boys auf die DS-Serie umgestiegen sind. Und selbst ab dem Gamecube war es bis zur Wii U auch so gewesen! Mit der Switch hat da Nintendo einen harten Cut gemacht. Vorbei waren die Zeiten, in denen man sich eine neue Nintendo-Konsole gekauft hatte und erst einmal ein paar Spiele der letzten Gerätegeneration zur Hand hatte ohne gleich bei Null anzufangen. Jetzt könnte man sagen, naja, die Switch ist eben ein ganz anderes Biest als der 3DS und hat eben kein 3D und nur ein Bildschirm. Also erstens, hat der 2DS und 2DS XL auch keine 3D-Möglichkeit und 99% aller 3DS-Spiele kommen sehr gut ohne 3D aus und sind voll spielbar. Zweitens, Emulatoren haben gezeigt, dass man DS und 3DS-Spiele durchaus ohne Handicap auf der Switch spielen kann. Bekanntlich hat die Switch einen Touchscreen und so kann man in der Emulation im Porträtmodus beide Bildschirme sogar über einander darstellen und spielen (wie man das auch von Emulatoren auf dem Smartphone kennt). Und zudem soll mir keiner erzählen, dass bei der großen Switch nicht Platz für eine 3DS-Modul-Bay gewesen wäre! Hätte man ja bei der Lite dann wirklich weglassen können. Also, möglich war es diese Tradition von Nintendo eben auch bei der Switch aufrechtzuerhalten!

Genug Switch-Bashing. Denn die Hardware ist unbestreitbar wirklich gut gelungen und in meinen Augen ist die Idee einen HD Screens für eine neue große Switch nett, aber wenn man die Spiele auf der alten, aktuellen Generation mit 720p sieht, vermisst man nichts und die Spiele sehen da nicht anders aus als auf einem HD-Monitor oder -fernseher. Aber als Fan von Rennspielen sah es auf den Vorgängern der Switch nie so gut aus. Einmal sah die Auswahl nicht sehr üppig aus, was aber auch an den Möglichkeiten, die einfach bei Wii U und der 3DS nicht wirklich vorhanden waren, lag. Okay, für die Wii U kann ich persönlich mir kein Urteil erlauben. Aber für den 3DS besitze ich so jedes Rennspiel, dass jemals in Europa als Modul herausgekommen ist und eben auch ein Großteil der reinen Download-Titel. Geht es um Umsetzungen von eher klassischen Racern wie OUT RUN, SUPER HANG ON oder das Retrospiel 80’s OVERDRIVE (das praktisch ein um Spielmodies erweiterter OUT RUN-Klon und für den 3DS sehr zu empfehlen ist) ist das alles auf dem 3DS gut spielbar und schön anzusehen. Versuchte man sich an “3D-beschleunigten” Spielen wie NEED FOR SPEED oder RIDGE RACER, dann sah das alles recht mau aus. Gerade mal ASPHALT 3D (das immerhin gleich zum Launch des 3DS rauskam) ließ sich gut spielen, steuern und war gut anzusehen. Das Rally-Spiele WRC von Big Ben, dass erst in der Spätphase des 3DS erschien, konnte nur mit Unsteuerbarkeit und hässlichen Grafiken glänzen. Sind die PC-Versionen von Big Ben’s WRC-Reihe (aktuell WRC 10) noch ganz nette B-Spiele, die aber mit einem DIRT RALLY bei weitem nicht mithalten können, so war der 3DS-Versuch für den geneigten Spieler reine Geldverschwendung. Nein, wenn man in den 2000er und 2010er ein Handheld für Rennspiele haben wollte, dann waren die DS-Konsolen auf keinen Fall erste Wahl. Gut aufgehoben war man da bei Sony. Gerade für die PSP gibt es wahre Tonnen an sehr guten Rennspielen bzw. Konvertierungen. Die Vita war da nicht so gut ausgestattet worden, aber das wenige das es da gab, war trotzdem sehr, sehr spielbarer als alles auf dem 3DS!

Nun gibt es also für die Switch gleich vier reine Rally-Spiele (von denen keines von Codemasters ist!). Alle drei sind Konvertierungen: WRC 8 und WRC 9 (PC und alle aktuellen Konsolen), V-RALLY 4 (ebenso wie WRC) und RUSH RALLY 3 (Android) auf der Switch. Heisst das nun etwa, dass ich im Umkehrschluss nun auch eine Switch besitze? Jain. Bisher noch nicht. Es sind Geräte auf jenen von Frau Stardustlyricer und die Little Miss Fangirl seit über einem Jahr hauptsächlich exzessiv ANIMAL CROSSING gespielt wird vorhanden. Und auf jenen dürfte ich nun auch mal probieren. Bin ich jetzt also von der Switch überzeugt? Jain. Ich weiß es noch nicht wirklich. Aber im Moment habe ich daneben Racern nun auch die einige Bullet-Hell-Shooter getestet. Denn hier gibt es im eShop zu dem Subgenre eine große Auswahl. Vielleicht sogar die größte auf einer Konsole seit dem/der Dreamcast. Dazu vielleicht ein ander mal. Die Umsetzungen von V-RALLY 4 und WRC 8 (die 9er Version habe ich erst einmal stecken lassen) sehen optisch recht ansprechend aus. Da habe ich den direkten Vergleich zu den PC-Versionen. Es ist auch alles hier im Umfang vorhanden. Es sind also keine “beschnitten” Fassungen, wie man es sonst bei Konvertierungen auf Handhelds kennt. Aber ich habe das Gefühl, dass sowohl auf der Switch (2019er Model) als auch der Switch lite die Hardware mit der Grafik etwas überfordert ist bzw. das jene nicht an die Hardware ein bisschen angepasst wurde. Die Framerate bricht beim Spielen doch schon des Öfteren ein, was ich als jemand der an der “Motion/ Gaming sickness” leidet auch ohne FPS-Counter bemerken kann. Es ruckelt bei WRC 8 nicht wirklich. Aber manchmal bei V-RALLY 4. Und was mit dem von Android importieren Indie-Racer RUSH RALLY 3? Ja, das ist eine ganz andere Geschichte. Dazu in den nächsten Tagen hier mehr.

Switched am Bach

Weiter muss ich mir ja anhören, dass ich als Game-Boy-Fan noch immer keine Switch habe! Mein Argument, dass die Switch ja nun eigentlich kein Handheld und somit Nachfolger vom 3DS ist, wird nun mit dem heranziehen der Switch lite ins Felde gezogen. Richtig. Die lite ist nun wirklich wieder nur ein reiner Handheld. Und auch ist es richtig, dass ich bei der DS-Reihe erst wirklich beim Erscheinen des DS lite eingestiegen bin. Vorher war beim originalen DS die Killer-App NINTENDOGS gewesen. Ein Genre mit dem ich nun überhaupt nichts anfangen konnte und natürlich immer noch nicht kann! Ich bemängel ja immer wieder, dass es für mich auf der Switch nicht DAS Game bisher gibt, dass die Switch zu einem Must-have macht. So wie TETRIS auf dem Game Boy. Wobei es beim DS für mich zunächst auch keine Killer-App gegeben hatte! Es war mehr so gewesen, dass die Little Miss Fangirl und Frau Stardustlyricer plötzlich sich beide ein DS lite gekauft hatten. Danach ist in mir das Interesse an der DS-Linie erst gestiegen, weil man eben GBA-Spiele mit einem wunderschönen Backlite auf jenen spielen konnte! Die Killer-App war da also der Bildschirm gewesen. Wir erinnern uns: Der originale GBA hatte gar keine Beleuchtung und der GBA SP dann nur ein eher dunkles Frontlight. Das Model AGS-101 mit dem Blacklight, hatte ich zu aktiven Zeiten des GBA gar nicht mitbekommen.

Wobei schon mein erster GBA für mich erst auch mehr so ein Hardware-Upgrade war um alte GB-Spiele auf einen besseren Bildschirm spielen zu können. Das sind also alles Argumente für einen Einstieg in die Switch-Welt, die bei diesem Gerät nicht gelten. Es gibt hier das erste Mal bei Nintendo-Handhelds keine Hardware-mäßige Abwärtskompatiblität! Und es ist auch kein Argument, dass einige Hersteller im eShop Retrogames anbieten. Die Switch hat nicht einmal eine Virtual Console wie die Wii oder der 3DS! Am Anfang hieß es noch, die würde später folgen, aber scheinbar hatte das Nintendo niemals wirklich vorgehabt und wird es wohl auch nicht mehr tun. Die Retrogame-Sammlungen die es nun im eShop gibt, kann ich viel komfortabler an meinen Android-Geräten oder an meinen modifizierten DS- und 3DS-lern spielen. Also alles kein Pro für mich für eine Switch!

Nun Geschichte wiederholt sich bekanntlich. Für meine Frauen hier im Haushalt ist dieses Jahr die Killer-App erscheinen: Animal Crossing New Horizon! Noch so eine Spielreihe, die mich nie interessiert hatte. Ich fand das ja alles auf dem DS damals recht niedlich, aber das Spielprinzip hatte mich nicht gecatched. Nun sitzen die Beiden zusammen auf dem Sofa und treiben sich auf ihren Trauminseln herum. Wie damals also mit den beiden DS lite(s) sind hier nun zwei Switch lite(s) im Haus. Und keine davon ist meine. Klar habe ich mich schon mal da durch den eShop gewühlt. Alles was mich da interessiert hätte, habe ich schon auf anderen Systemen. Also was soll ich mit einer Switch machen? Vielleicht kommt das noch. Irgend wann fängt mich Nintendo immer mit ihren Handhelds ein. Was Ihnen bei mir mit ihren Heimkonsolen ja nie groß gelungen ist. Die einzige Konsole, die je in meinem Haushalt sich eingefunden hat um zu bleiben, war die Wii. Davor und danach hat mich das alles nicht so wirklich interessiert. Mal sehen wann es bei mir switched.

SWITCHed-on Bach

Nun ist es also raus, das die SWITCH am 3. März rauskommt. Nachdem ich mir heute Nacht die 1stündige Präsentation angesehen hatte, bin ich schon ein wenig überzeugter. Viele hatten in den letzten Wochen den Untergang der Hardware-Sektion von Nintendo a la Sega vorausgesagt. Nachdem Flop der WiiU und den eher angestaubten Konzept des New 3DS (den ich persönlich als XL-Version sehr mag), war scheinbar Niemand so wirklich von dem Teaser aus dem letzten Jahr überzeugt worden. Ich auch nicht so richtig.

Nun gab es also ein paar mehr Infos zur Hardware und Software. Und die Hardware gefällt mir persönlich wieder sehr gut. Denn bekanntlich bin ich ja ein Handheld-Fan, aber halte wiederum recht wenig vom spielen am Smarty oder Tab mit Touchscreen-Steuerung. Ich mag es einfach physische Controller zu haben. Hier finde ich das Konzept der SWITCH wirklich interessant! Denn ich kann es mir sehr gut vorstellen, das die SWITCH mit den Controllern an beiden Seiten als Handheld einen sehr gut in der Hand liegen wird. Der 3DS XL ist da bisher durch seine zwei Bildschirme ein wenig Kopflastig. Daran hat man sich gewöhnt, aber die SWITCH scheint mir da ein wenig komfortabler in den Händen liegen zu können. Wenn ich auf meinem 7″-Tab Spiele, dann finde ich den Landscape-Modus bei Spielen auch immer sehr angenehm. Vorteilhaft finde ich auch das man sich zu einem Widescreen-Format entschieden hat. Egal ob es nun 16 zu 9 oder 16 zu 10 ist, finde ich es erst einmal sehr gut das man den Trend bei Tablets auf 4 zu 3 oder 3 zu 2 zu setzen nicht gefolgt ist. Denn ich glaube einfach, das bei Spielen ein Widescreen-Format genauso gut und wichtig ist, wie bei Filmen.

Für mich, der lieber ein Spiel in den Händen hält statt auf einem Fernsehr zu folgen (was bei mir vielleicht auch der Grund ist, das ich bei Handhelds nicht extra eine Brille als Kurzsichtiger aufsetzen muss), ist der Heimkonsolen-Part vielleicht nicht so wichtig. Eine Wii habe ich immerhin auch, wenn eben auch keine andere Nintendo-Konsole davor. Die Wii war etwas völlig neues gewesen. Die Motion-Controller hatten in unserer Familie viel Spaß verursacht. Nach 10 Jahren staubt die Console bei uns eher ein und wird nur ein bis zwei Mal pro Jahr vorgeholt. Die WiiU fand ich wegen Controllers a la Handheld zwar ganz nett, aber das Ding war mir einfach zu klobig und man konnte es nicht wirklich zum Spielen Unterwegs benutzen.
Die SWITCH bringt das nun endlich zu einem Ende. Nicht mehr eine Heimconsole und eine technisch abgespeckte oder anders angelegte (siehe 3D-Screen), sondern nur noch eine Console auf denen die Spiele identisch aussehen und sich identisch Spielen. Ich selbst würde wahrscheinlich am Fernseher eher wenig spielen, aber die Möglichkeit wäre da.
Ein Fan von Dockingstations um mobile Geräte auf einen größeren Bildschirm zu bringen bin ich ja eigentlich. So liebe ich mein Surface Pro und die Möglichkeit der Dockingstation.

Super finde ich auch das die Controller nun auch wieder Bewegungssensoren haben. Die Funktionalität der Wii ist also wieder da. Das hatte man bei dem Teaser im letzten Jahr nicht zu sehen bekommen. Mit dem Casual-Game “1-2-Switch” braucht man also noch nicht einmal einen TV-Schirm. Mal sehen was die Entwickler mit den Möglichkeiten machen. Ich persönlich wünsche mir natürlich ein schönes Golf-Spiel a la PGA Tour.
Über die Benutzeroberfläche hat man ja noch nichts zu sehen bekommen. Auch nicht wie der Shop aussehen wird. Als Speichermedium wird es also Flashkarten geben und keine CDs mehr. Das schließt eine direkte Kompatibilität aus. Trotzdem wird es ja hoffentlich wieder eine Virtual Console geben. So bekommt man die Wii und WiiU Games auch auf die SWITCH. Hoffentlich werden auch wieder ältere Konsolen bedient. Der Pro-Controller lädt nun quasi richtig dazu ein klassische Videospiele zu spielen. Das fand ich bei der Wii auch einen großen Pluspunkt. Hier gab es bekanntlich eine große Auswahl von unterstützten alten Spielsystemen. Bei 3DS hat man das ja leider nicht so gut hinbekommen. Trotzdem Emulatoren ja zeigen, das der 3DS im Prinzip auch hardwareseitig fast alles kann! Ein verpasste Chance und eine Fehler, den man bei der SWITCH hoffentlich nicht wiederholt.

Und die Spiele die man vorgestellt hat? Nun ja… Zelda und 3D-Mario waren nie so meine Favoriten. Skyrim, Xenoblade und Co. sehen wirklich beeindruckend aus, aber ich bin einfach kein Fan von solchen Spielen. Arms und Slatoon 2 sehen beeindruckend aus, aber so richtig meins ist auch das nicht. Eigentlich wurde bis auf die Aussicht auf ein Mario Kart und 1-2-Switch für mich nichts gezeigt. Kein Adventure (die z.B. auf dem DS und Wii noch recht gut vertreten, aber beim 3DS und WiiU wieder verschwunden waren), kein Pinball (zugegeben keine wirklich weltweit beliebtes Subgenre der Simualtionen) und kein wirkliches Rennspiel (Mario Kart zählt nicht… leider auch schon immer eine Schwäche bei Nintendo…aber z.B. gerade auf dem GBA gab es einige sehr gute Rennspiele seiner Zeit). Also hier darf man wirklich gespannt sein was Third Party Entwickler so mit der Hardware machen werden und wie viele sich daran beteiligen werden.

Man hat etwas von dem Preis 300 Dollar für den US-Markt gehört. Viele haben gleich gesagt: Zu teuer! Tja, vielleicht. Mal sehen wie Nintendo auf die Kritik reagiert. Vielen zeigen sich auch jetzt noch enttäuscht von der Hardware, aber was bitte haben sie erwartet? VR? Ich glaube, das VR noch nicht so weit ist. Die Technik ist noch zu teuer und zu unausgereift. Nintendo sieht das scheinbar auch so. Und wartet da erst einmal ab.
Aber was ist sonst von enttäuschten Experten und Fans erwartet worden? Ich denke das die Spielerwelt keine weitere PSXboxOne4-Konsole braucht. Ich persönlich sehe zwischen den Konsolen von Microsoft und Sony kaum einen Unterschied, sehe aber in meinem Umfeld viele PS4-Besitzer, aber kaum XBox One – Besitzer. Nintendo entwickelt seine “Stärken” konsequent weiter. Die SWITCH ist definitiv anders als die anderen beiden Konsolen. Und sie ist ein typisches Nintendo Produkt, das alte Tugenden und weiterentwickelte Technik verwendet.
Ich glaube nicht das die SWITCH eine zweite WiiU oder gar Virtual Boy wird.
Sie wird nicht die Nummer ein auf dem Konsolenmarkt werden. Das wird die PS4 bleiben, aber sie wird ihre Nische finden. Und ich kann mir vorstellen, die Konsole zu kaufen!