Test Drive II – The Duell

TEST DRIVE II – THE DUELL von Accolade aus dem Jahr 1989 war Damals mein erstes Rennspiel das mich vor dem Monitor gefesselt hatte. TEST DRIVE hatte ich nie besessen. Nicht für den C64 und nicht für den AMIGA. Ich kann mich nicht erinnern, dass Spiel überhaupt mal in einem Verkaufsregal gesehen zu haben. Aber bei TD2TD hatte mich auch gleich die Verpackung gecatched. Leider besitze ich heute nur noch die Disketten und nicht mehr den Karton und die Anleitung. Auch hatte ich auf dem AMIGA nur das Hauptprogramm und nie die Erweiterungsdisks (heute würde man DLCs sagen).
Ich kann mich z.B. auch nicht erinnern irgend ein Rennspiel am C64 gespielt zu haben. Auch nicht LOTUS. Auch hier hatte ich erst die AMIGA-Version von LOTUS II besessen. Aber das war nach TEST DRIVE II.

Rennspiele kannte ich meist nur mit Draufsicht oder eben besonders abstrakt in der Fahrersicht wie bei NIGHT DRIVER. TD2TD hatte eine für damalige Verhältnisse wunderschöne und detaillierte Grafik und eine wirklich gute und als exakt empfundene Steuerung mit dem Joystick. Damals wie heute benutze ich am AMIGA einen Competition Pro Joystick. Schon alleine die tolle Grafik hatte mich vor den Moni gefesselt. Das detaillierte Cockpit! Animiertes Tacho! Die Umgebung sah Damals auch sehr schön aus. Die Fahrzeuge auf der Straße hatten auch viele Details. Man sah die Hinterköpfe der Fahrer und Beifahrer. Und bei den entgegenkommenden Fahrzeugen sogar die Gesichter! Wenn man mal bei Überholen im Gegenverkehr crashte, dann sah man die erschrockenen Gesichter und die eigene Windschutzscheibe bekam Risse.

Schön waren auch so Details wie Fliegen die auf die Windschutzscheibe klatschten und dort bis zur nächsten Tankstelle, die zum auftanken und gleichzeitig als Zwischenziel/Checkpoint dienten, kleben blieben. Polizisten am Straßenrand neben ihren Wagen standen und einen raus winkten. Oder wenn man nicht gerade mit Automatikschaltung fuhr, konnte man auch den Motor crashen. Dann sah man schwarze Wolken im Rückspiegel. Überhaupt der Rückspiegel war schon alleine der Hammer! Man hatte im Spiel die Möglichkeit gegen die Zeit zu fahren oder einen Gegner, das sogenannte Duell. Den konnte man dementsprechend im Rückspiegel sehen, wenn er zum Überholen ansetzen wollte. Und da konnte man ihn auch attackieren und am Überholen hindern. Vor kannte ich es nur, das Gegner einfach an einem vorbei gerauscht sind. Man hatte sie schließlich nicht kommen sehen!

Die Spielmodi waren recht eingeschränkt. TD2TD war ein reines Arcade-Game. Ja, man konnte den Schwierigkeitsgrad vom Rookie bis zum Profi einstellen. Damit wurde der Gegner schneller und/oder es gab mehr Verkehr auf der Straße und/oder die Polizei war hartnäckiger. Man hatte nur ein bestimmte Anzahl von Leben. Jeder Unfall und jedes Mal wenn man von der Polizei gestellt wurde, kostete ein Leben. Verlor man das letzte Leben, gab es das Game over. Es gab im Grundprogramm für den Amiga auch nur die Auswahl zwischen zwei Fahrzeugen. Einen Porsche oder ein Ferrari. Und eben nur eine Strecke. Aber das alles hatte meinen damaligen Spielspaß keinen Abbruch getan. Auch heute noch und mit ganz viel Nostalgie fesselt mich das Spiel für einige Zeit vor dem Monitor. Wenn ich es auch eher selten auf der originalen Hardware spiele, so macht es doch am PC oder Tablet im Emu auch noch genauso viel Spaß.

Vor ein paar Jahren hatte ich mal ein Mega Drive hier. Da geliehene gute Stück kam mit einer umfangreichen Spielebibliothek zu mir. Mit dabei TEST DRIVE II! Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, wie das Spiel sich wohl auf anderen Systemen spielen würde. Auf dem Mega Drive spielte es sich so, wie am AMIGA und sah auch fast genauso aus. Natürlich hatte man hier auch gleich die Erweiterungen mit einem weiteren Wagen und Szenarios mit an Board. Mit dem Gamepad ging das Spiel auch gut von der Hand.
Und nun bekam ich das Spiel für den Supernintendo in die Finger und war wirklich erstaunt! Es ist quasi ein anderes Spiel!

Es sieht schon so aus wie auf den Amiga und Mega Drive. Die Ziele und Möglichkeiten des Spiels sind so weit auch identisch, aber schon bei den Strecken geht es los. Die Streckenwahl sieht nicht nur anders aus, sondern es sind teilweise auch andere Strecken. Da ich gerade im Easy-Modus die Strecke fast auswendig kann, ist mir das trotz ähnlichem Designs sofort ins Auge gesprungen. Außerdem gibt es im Verkehr nun auch Motorräder. An Polizeistreifen am Straßenrand kommt man hier auch nicht vorbei. Man hört nur plötzlich die Sirene und wenn überhaupt, sieht man die Streife nur im Rückspiegel. Generell kommt mir das Spiel ein wenig einfacher vor. Vielleicht hat man hier auch eine bessere Steuerung intigrieren können. Dafür kommt mir das Abbremsen vor der Tankstelle bzw. den Checkpoint schwerer vor. Hier muss man wirklich sehr rechtzeitig abbremsen um nicht über das Ziel hinaus zu schießen. Dabei kann es einen sehr leicht passieren, dass einen der Kontrahent auf den letzten Metern überholen kann. Scheinbar braucht der Computergegener nur einen kurzen Bremsweg, denn er schießt auch gerne mal mit voller Geschwindigkeit kurz vor der Tankstelle an einen vorbei. Der Part ist meiner Meinung nach bei der Amiga-Version besser gelungen. Trotzdem finde ich das beide Versionen ihre Vorteile haben und das man beide Versionen auch heute noch gut spielen kann. Mir hat es in den letzten Tagen trotz des “hohen” Alters des Spiel wieder Spaß gemacht nach Bestzeiten im Porsche, Ferrari oder Lamborghini zu jagen.

Leider gibt es keine Remakes oder Neuauflagen von TEST DRIVE II für aktuelle Spielsysteme. Nachfolge gibt es auf diversen Systemen und die letzten Inkarnation in Form von TEST DRIVE UNLIMITED 2 kam 2011 für Windows, PS3 und XBOX360 auf dem Markt. Das Spiel hat allerdings außerdem Titel und das man Rennen fahren kann nur noch wenig mit dem Urgroßvater TD2 zu tun. Und es gibt noch eine weitere Serie, die meiner Meinung nach den Geist der frühen TEST DRIVE Teile fast noch mehr hatten, als die späteren TEST DRIVE Folgen: NEED FOR SPEED. Also zu mindestens bis NFS UNDERGROUND.

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Ob nun Genesis oder Mega Drive Hauptsache Nintendo

Wer hier schon öfter mal mitgelesen hat oder mich kennt, der weiß das ich zwar Mega Drive Gamepads besitze und jene am Atari 2600er und am Amiga benutze, aber selbst nie einen Mega Drive von Sega besessen habe. Irgendwann habe ich mal bei Bekannten in den frühen 90zigern ein paar Runden Sonic und Columns gespielt, aber mehr Zeit habe ich praktisch nie am Mega Drive selbst verbracht.
Nun habe ich über die Feiertage die Gelegenheit quasi an einen Mega Drive II mit einer kleinen aber netten Spielebibliothek zu werkeln. Und neben den schon oben erwähnten Spielen habe ich noch ein paar andere zur Verfügung. Einmal natürlich Out Run, das ich als Automatenumsetzung am Mega Drive nicht so gut gelungen finde. Und natürlich Super Hang On, das ich eigentlich erst kürzlich so richtig am 3DS kennen gelernt habe. Dann habe ich hier noch ein mir schon bekanntes Spiel Sonic Spinball zur Verfügung. Das kenne ich schon von Steam, wo von Sega auch ein paar Klassiker quasi am Emulator angeboten werden. Als Videopinball-Fan ist das Spiel für mich natürlich ein Muss gewesen.

Erstaunt bin ich auch hier ein paar weitere Spiele in den Händen zu halten, die ich so mit dem Meega Drive gar nicht in Verbindung gebracht hätte. Die ich eben vom Amiga her kenne. Klar sind Beides 16-Biter, aber da ich mich nie groß mit der Sega Konsole auseinander gesetzt hatte, wußte ich eben nicht, das das Eine oder Andere für den Mega Drive umgesetzt wurde. (Nur so um Rande.. ich weiß das es eigentlich uneter Fans DAS Mega Drive genannt wird und eigendlich DIE Mega Drive Konsole ist, aber für mich hört sich DER Mega Drive irgendwie richtiger an. Also bitte nicht gleich steinigen!)

Z.B. wäre da Mega Turrican, das praktisch Turrican III ist. Eine Minirecherche hat eben ergeben, das Mega Turrican wohl erst für den Mega Drive entwickelt wurde und dann als Turrican III portiert wurde. Andere Quellen wollen das genaue Gegenteil erfahren haben. Wie auch immer.. Das Spiel entspricht auf dem ersten Blick / Level den mir bekannten Turrican III auf dem Amiga, das ich mir Damals gleich im ersten Monat nach dem Erscheinen gekauft hatte, und das mir ehrlich gesagt Damals nach Turrican II nicht so gut gefallen hatte. Trotzdem ist es kein schlechtes Run’n’Shot-Game. Und auch die Mega Drive Version gefällt mir sehr gut.
Besonders erstaunt war ich ein Test Drive II Modul in den Händen zu halten. So richtig offiziell sieht das gar nicht aus. *hüstel* Test Drive IIist auch ein Spiel das ich am Amiga sehr gerne gespielt habe. Mit dem Pro Competition Joystick hatte sich das seiner Zeit auch sehr gut steuern lassen. Als ich dies letztens mal wieder auf dem Amiga angespielt hatte, hatte ich nicht mehr so richtig das Gefühl gehabt, das ich mit dem Joystick den Porsche oder Ferarri richtig im Griff hatte. Da hatten mich meine nostalgischen Gefühle wohl getäuscht. Noch schlimmer allerdings ist die Steuerung mit dem Gamepad am Mega Drive! Völlig schwammig und ich komme scheinbar kaum um die einfachsten Kurven rum. Das ist wirklich totaler Mist! Test Drive II war Damals das erste Spiel zu dem ich mir Erweiterungsdiscs gekauft hatte. Diese sind im Mega Drive Spiel schon enthalten. Aber was nutzt das, wenn die Steuerung so verhunzt ist?
Die Grafik scheint mir mit der Amiga Version identisch zu sein.

Ein anders Rennspiel das ich auf dem Amiga immer wieder eingelegt hatte war Lotus III. Tolle Grafik, super Steuerung, ohrwurmiger Soundtrack und sogar ein Streckeneditor. Die ersten beiden Teile habe ich selbst nicht besessen, aber ich hatte ein paar Runden Lotus II bei einem Freund gedreht gehabt, das mich so sehr überzeugt hatte, so das ich mir Teil 3 ungesehen gekauft hatte. Ja, und auch Lotus gibt es auf dem Mega Drive. Hier Lotus II. Wobei das in meiner Erinnerung auf dem Amiga ein wenig anders ausgesehen hat. Lotus II auf dem Mega Drive sieht eher aus wie Teil 3 auf dem Amiga. Die Menüs sind z.B. identisch und es gibt auch einen Streckeneditor. Die Strecken konnte man übrigens auch auf dem Amiga nicht speichern. Es gab für jede Strecke einen Code, den man sich aufschreiben musste und immer wieder aufs Neue eingeben musste, wenn man die Strecke wieder fahren wollte.
Grafik und Steuerung sind zur Amiga Version scheinbar identisch. Das Spiel macht auch auf der Konsole einen großen Spaß. Nur der Soundtrack klingt nicht so gut wie auf dem Amiga. Alleine der Titeltrack ist der Hammer auf dem Amiga und noch immer einer meiner Lieblingsgametracks aus der 16-Bit-Ära.

Im Großen und Ganzen gefällt mir der/die/das Mega Drive sehr gut. Da habe ich wohl wirklich Damals was verpasst. Vielleicht schau ich mich danach mal auf Börsen oder im Internet mal um. Das Gamepad habe ich ja schon immer gemocht. Und damit fühle ich mich auch gleich wieder wie zu hause. 

Alte Bekannte besuchen

Es gibt ja so Spiele, die kommen einen immer mal wieder auf die Festplatte oder wenn man mal ne Hardware etwas länger hat, kommen sie erst gar nicht runter. Aber eher selten spielt man alte Spiele durchgängig immer wieder. Will sagen, alle Jubeljahre stößt man dann wieder auf das eine oder andere Liebgewonnene. Dann ist das meist als wenn man alte Bekannte besucht oder mal wieder in eine Gegend fährt, wo man schon lange nicht mehr gewesen war. Bekannte und Gegenden verändern sich mit der Zeit. Spiele nicht, aber nur oberflächlich betrachtet. Also zu mindestens verändert sich die Hardware. Denn so als Spieler kommt es ja doch schon mal vor, das man sich neue Hardware kauft. Sei es ein neuer Rechner oder ein Grafikkarten-Upgrade. Und dann installiert man mal wieder das eine oder andere alte Spiel, das man vorher in Details usw. immer etwas einschränken musste, damit der Rechner nicht in die Knie gehen oder das Spiel nicht so ruckeln und nicht zur Diaschau verkommen sollte. Wenn man dann das Spiel mit neuer Hardware spielt staunt man oftmals erst einmal Bauklötze.

So geht es mir zur Zeit zum Beispiel mit BIOSHOCK. Vorher hatte das Spiel zwar eine tolle Atmo aber bei mir Hardware-bedingt schwammige Grafiken bei geringer Auflösung, damit bei Kämpfen das Spiel eben nicht zur Diaschau werden konnte. Und nun mit hoher Auflösung und vollen Details ist es als würde ich Rapture zum ersten Mal betreten. UT3 hat nun plötzlich die Grafikpracht, die ich nur von Screenshots und Spieletestvideos kannte! BURNOUT PARADISE war auf meinen alten Rechner so schlecht gelaufen, das ich nicht über die erste Probefahrt hinaus gekommen war und geht nun ab wie Luzie in voller Grafikpracht.
Am meisten merke ich den Unterschied bei TEST DRIVE UNLIMITED. Ein Spiel das bei Autorennfans jüngerer Semester ja nicht so beliebt ist. Ist eben nicht so viel los. Simple Rennen und so. Ist mehr für die Spieler 35+ (die noch TEST DRIVE 1 und 2 auf dem Amiga gespielt hatten). Eben ein bisschen gemächlicher für die alten Säcke! Genau das richtige für mich! Auf der PS2 war die Grafik nur leider sehr mäßig. Der Himmel war meist grau und wolkenverhangen als würde man in und um Husum fahren, aber nicht auf Hawaii. Und Lenkräder wurden auch nicht unterstützt! Sakrileg! Ein Exorzist in Form einer PC-Version musste also her. Ja, da hatte ich dann meine Lenkradunterstützung. Leider hatte das Spiel einen Hardware-Hunger wie CMR DIRT. Also um das Spiel ruckelfrei zu bekommen, musste ich die Auflösung, Details und Effekte so weit runterregeln, das das Spiel wie NEED FOR SPEED 3 aussah. Ich hatte es trotzdem bis zur Vergasung gespielt.

Nun jetzt auf den neuen Rechner gab es erst einmal den Wow-Effekt! (Für die Jüngeren: Wow steht nicht immer für War of Worldcraft World Of Warcraft, sondern meist eher als Ausdruck des fassungslosen Erstaunens!) Erst einmal hatte ich nur Auffahrunfälle gebaut, weil ich mich immer wieder beim fahren in der Gegend umgesehen habe.

Also ich bin dann mal wieder auf Hawaii! Nennt mich Magnum! (Nee, nicht Schoko oder Mandel! Der mit den geschmacklosen Hawaii-Hemden und Basecaps…)

“Ich weiß was Sie jetzt denken…”